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THEMA: Mountainbike Safari Okavango Delta
28 Sep 2025 16:55 #713488
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  • tacitus am 28 Sep 2025 16:55
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Hallo, Fabian42, nur zur Erklärung meiner Reaktion,

Ich habe vor meiner Zuschrift wohl auf die HP der genannten Anbieter geschaut und obig trotzdem geschrieben, weil …

Erstens ist das Konzept für mich ein Widerspruch in sich ist. Wer sich beim MBen auf rumpeligen Wegen auspowern will, wird mehr auf die Wege schauen, als auf die umgebende Natur, für deren Erlebnis alle hinfahren. Workout und Strecke machen ist genau das Gegenteil von dem, wofür Leute üblicherweise dorthin fahren: Entschleunigung, Ruhe, Verweilen, Beobachten.

Zweitens widerspricht es mE dem grundlegenden Konzept des Umgangs mit Wildtieren in NPs, GRs. Diese sind, grosso modo, an Autos und nicht an Menschen als Zweibeiner gewohnt und das ist gut so. Das ist insbes. bei potenziell gefährlichen Großtieren wichtig für das Funktionieren der Parks. Die hohe Bewegungsdynamik von MBern ist damit mE inkompatibel. Durch den Tourismus hat sich sowieso schon vielerorts an den Campingplätzen eine mehr als grenzfällige Gewöhnung an Menschen entwickelt. Für die „Platztiere“ in Camps ist das schon gelaufen, aber man sollte das nicht auf Wildtiere in „freier Wildbahn“ ausdehnen, wo es diese noch gibt.

Mit vielerorts angebotenen „bush walks“ ist „bush biken“ mE nicht vergleichbar, das sind andere Kategorien und Umstände. Es ist auch nicht dasselbe, wenn das in Reserves mit ein paar Tausend Hektargröße gemacht wird oder in großräumigen (Noch-)Naturlandschaften wie Moremi/Umgebung.

Natürlich ist das auch Ansichtssache, also bitte nichts für ungut. Wahrscheinlich bin ich bloß zu altmodisch um "MBen im Busch" oder Quadfahren in der Kalahari zu verstehen ….
und vor allem war ich nie MBer B) .

Grüße
Letzte Änderung: 28 Sep 2025 17:13 von tacitus.
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28 Sep 2025 18:57 #713492
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  • Eulenspiegel am 28 Sep 2025 18:57
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Hallo Fabian,
auch wir haben bei inzwischen 5 Selbstfahrerreisen nach Botswana jeweils immer festgestellt: Die letzten x Tage im KTP, CKGR, Nxai-Pan, Chobe, Moremi oder welcher Park / Reserve in Bots auch immer - eigene körperliche Bewegung hatten wir sehr wenig. Daher kann ich Deine Überlegungen aus dieser Richtung gesehen nachvollziehen.
Zum Radfahren in Schutzgebieten folgende Episode.
In 2016 am Gate zum Nxai-Pan NP an der A3 trafen mit uns 3 belgische Radler ein, auf Ferntour durch Botswana. Sie fragten die Ranger nach einer Übernachtungsmöglichkeit im South-Camp. Dazu hätten sie etwa 50 km durch Tiefsand strampeln müssen. Die Ranger sahen sie mitleidig an und verneinten die Möglichkeit der Einfahrt in den Park mit Fahrrädern. Begeistert waren die Belgier nicht, eher auf lauten Protest aus. Ein Ranger nahm sie an die Hand, ging mit ihnen etwa 100 m in den Park die Sandpiste entlang. Dann gab er ihnen ein Fernglas. Etwa 300 m weiter lag ein Löwenrudel. "Ihr kommt bis dahin - und keinen Meter weiter." Das überzeugte die Belgier. Ich glaube, sie haben dann im eingezäunten Bereich des Gates übernachtet.
Meine Meinung zu Deinem Vorhaben: Machs nicht.

Gruß Till
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29 Sep 2025 09:28 #713505
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  • ElenaHanak am 29 Sep 2025 09:28
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Ich muss leider widersprechen, dass die Leute auf Afrikareisen nur „Entschleunigung, Ruhe und Verweilen“ brauchen. Es gibt unterschiedliche Typen: manche brauchen Training und tägliche Bewegung (nein, ich zähle nicht dazu 😉).
In Mashatu wird zum Beispiel schon seit mindestens 15 Jahren Mountainbiking praktiziert. Dort findet auch jährlich die „Tour de Tuli“ statt. Ich kenne einige Leute, die daran teilgenommen haben. Das Terrain ist sehr anspruchsvoll, da man auch Flüsse mit tiefem Sand queren muss. Der nächste Termin ist im Mai 2026.
mashatu.com/lotg-cycling-event/
trpstr.de/botswana-mtb-safari/
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29 Sep 2025 12:17 #713523
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  • Fabian42 am 29 Sep 2025 12:17
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Hallo,

Danke für die Rückmeldungen auf jeden Fall.

Ich denke dass es einen Unterschied gibt zwischen auspowern auf dem MB und dem Zurücklegen einer Strecke in etwas höherer Geschwindigkeit als zu Fuß. Da wäre definitiv die Priorität beim Natur wahrnehmen und nicht beim auspowern. Und auch das wäre ja mehr Bewegung als im Fahrzeug sitzen. Da würde ich den Punkt von dir tacitus etwas relativieren. Sehe aber voll das Argument mit der Gewöhnung der Tiere an den Menschen. Und den Unterschied zwischen NP und GR was die Tiere angeht hatte ich so auch voll nicht auf dem Schirm aber klar, die Tiere in Mashatu werden das Konzept mittlerweile vermutlich kennen, der Rest in Moremi, Khwai etc. Vermutlich eher nicht.

Ich bin auch mittlerweile wieder weg von der Idee, das hat doch zu viele unkalkulierbare Risiken und Unwägbarkeiten. Dann wird es vielleicht doch wieder der Klassiker mit 4x4 durch den Bush.

… Ansonsten kann man ja immer noch in Khwai ne Runde Joggen gehen… :P

(Und ja, das war Ironie)
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29 Sep 2025 15:23 #713528
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Fabian, in Khwai Village könntest Du tatsächlich mit etwas Umsicht joggen. Die Leute würden halt seltsam schauen. :laugh:
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
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