Hallo, Fabian42, nur zur Erklärung meiner Reaktion,
Ich habe vor meiner Zuschrift wohl auf die HP der genannten Anbieter geschaut und obig trotzdem geschrieben, weil …
Erstens ist das Konzept für mich ein Widerspruch in sich ist. Wer sich beim MBen auf rumpeligen Wegen auspowern will, wird mehr auf die Wege schauen, als auf die umgebende Natur, für deren Erlebnis alle hinfahren. Workout und Strecke machen ist genau das Gegenteil von dem, wofür Leute üblicherweise dorthin fahren: Entschleunigung, Ruhe, Verweilen, Beobachten.
Zweitens widerspricht es mE dem grundlegenden Konzept des Umgangs mit Wildtieren in NPs, GRs. Diese sind, grosso modo, an Autos und nicht an Menschen als Zweibeiner gewohnt und das ist gut so. Das ist insbes. bei potenziell gefährlichen Großtieren wichtig für das Funktionieren der Parks. Die hohe Bewegungsdynamik von MBern ist damit mE inkompatibel. Durch den Tourismus hat sich sowieso schon vielerorts an den Campingplätzen eine mehr als grenzfällige Gewöhnung an Menschen entwickelt. Für die „Platztiere“ in Camps ist das schon gelaufen, aber man sollte das nicht auf Wildtiere in „freier Wildbahn“ ausdehnen, wo es diese noch gibt.
Mit vielerorts angebotenen „bush walks“ ist „bush biken“ mE nicht vergleichbar, das sind andere Kategorien und Umstände. Es ist auch nicht dasselbe, wenn das in Reserves mit ein paar Tausend Hektargröße gemacht wird oder in großräumigen (Noch-)Naturlandschaften wie Moremi/Umgebung.
Natürlich ist das auch Ansichtssache, also bitte nichts für ungut. Wahrscheinlich bin ich bloß zu altmodisch um "MBen im Busch" oder Quadfahren in der Kalahari zu verstehen ….
und vor allem war ich nie MBer

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Grüße