THEMA: Ende der Jagdlizenzen in Botswana
16 Aug 2017 12:24 #485340
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  • travelNAMIBIA am 16 Aug 2017 12:24
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Hi zusammen,

aktuell zum Thema:
"HUNTING BAN WAS ILL-INFORMED - UB PROF"
www.sundaystandard.i...ill-informed-ub-prof
(der Bots- Präsident soll es demnach v.a. zum Wohle von Wilderness Safaris beschlossen haben, woran er Anteile habe).

Viele Grüße
Christian
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16 Aug 2017 14:08 #485361
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danke, Dieses und Ähnliches wird seit Langem berichtet, stößt aber auf wenig Interesse und hat vor allem keine Konsequenzen.
Die BW-Behörden sind mit den Folgen der Überpopulation von Elefanten völlig überfordert. Im Nordosten muss die Regierung jetzt auf eigene Kosten die von den Jagdkonzessionären errichteten Brunnen, die nach Verlust der Konzessionen stillgelegt wurden, wieder sanieren und in Betrieb nehmen um die Elefanten von den Siedlungen wegzuhalten usw. usw.
Grüße
Übrigens verdienen Joubert und NG mit ihren Filmprojekten gutes Geld. Warum bitte muss das arme BW diese Projekte mit verlorenen ZUSCHÜSSEN von einigen 100.000 U$ subventionieren, geht's noch?
Letzte Änderung: 16 Aug 2017 14:08 von leser.
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27 Nov 2018 10:00 #540589
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Hi zusammen,

passt zu diesem - wenn auch älteren - Thread:
"Confusion over Botswana’s elephant population"
bulawayo24.com/index...onal-byo-150530.html
"[...]Botswana's parliament recently passed a motion considering lifting the ban on elephant trophy hunting, citing an increase in both the elephant population and human-elephant conflict (HEC) as their motives.[...]"

Viele Grüße
Christian
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29 Nov 2018 22:57 #540979
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Indem man dem Wild seinen Wert nimmt, wird jegliches wirtschaftliche Interesse an seiner Erhaltung beseitigt!

Die Folge ist, daß deren Lebensräume durch Acker und Weide und menschliche Siedlungen ersetzt werden. Man kann das gut am Anstieg der Viehbestände auf den Habitaten, die früher dem Wild zur Verfügung standen, feststellen. Ackerbau und vorwiegend Viehzucht, zumeist Kleinvieh ist jetzt an die Stelle des Wildes getreten.

Eine Einschränkung oder sogar ein Verbot der Jagd führt demnach nicht zu mehr an Wild sondern zu weniger Wild bis zum völligen Zusammenbruch bestimmter Wildbestände (vorwiegend solche Tiere die keine Kulturfolger sind).

Andererseits werden sich Arten vermehren die bisher, mangels natürlicher Feinde, durch gezielte Bejagung zahlenmäßig im Zaum gehalten wurden, was beim Elefanten in Botswana der Fall ist.
Zu beachten ist, dass dann die Überpopulation z.B. der Elefanten zu Lasten anderer Wildtiere im selben Habitat geht. Speziell beim Elefanten, welcher einen erheblichen Flurschaden anrichtet, verringert sich die Nahrungsquelle und Einstandstmöglichkeit anderer Wildarten, vorwiegend beim Schalenwild welches dann immer weniger Deckung findet. Der Chobe NP (Riverside) ist dafür ein gutes Beispiel wie eine Übepopulation an Elefanten zunehemend andere Tierarten verdrängt.

Legale Jagd ist eben nicht nur Jagd alleine sondern auch Hege mit der Büchse.

In Anbetracht der Tatsache, daß Botswana mittlerweile über 220.000 Elefanten verfügt (eine Dezimierung wäre wohl dringend angebracht) ist die Entscheidung des Parlaments nachvollziehbar.

Gruß Alex
Letzte Änderung: 01 Dez 2018 11:47 von alex_k.
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hallo zusammen
Habe vorgestern mit einem Farmer südlich von Maun geredet.
Die Zahl der Elefanten differiert es sollen bis 400 000 sein.
Wenn man die Schäden in und um das Okavango Delta anschaut, halte ich die Zahl nicht für unmöglich.
Dem Farmer haben sie den Damm stark beschädigt, die Entschädigungssumme reicht bei weitem nicht für eine Reparatur aus.

Gezielte und koordinierte Abschüsse ganzer Elefanten Familien wären da sinnvoll.
Gruss aus Botwana
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
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Es ist nach Meinung Vieler illusionär, dass eine Reduktion des Überbestandes, durch das was „trophy hunting“ genannt wird, erfolgen kann. Vor 2014 wurden ja nur ein paar hundert Lizenzen (Edit: pro Jahr) vergeben, das sind peanuts angesichts der erforderlichen Zahlen, über welche trefflich gestritten werden kann. Die Jägerverbände und PHs von BW haben in dieser Debatte oft darauf hingewiesen. In einem der zitierten Artikel wurde das (glaube ich) ebenfalls erwähnt. Ich glaube aber nicht, dass die BW-Regierung sich trauen wird, culling im großen Stil anzugehen. Keiner weiß, wie man von der durch Khamas und NGOs produzierten Erwartungshaltung als Musterschüler des Naturschutzes wieder herunter kommt. Vor diesem internationalen shitstorm fürchtet man sich wohl und mit Argumenten ist dagegen wenig auszurichten.
Ein positiver Beitrag der Wiederaufnahme der Jagd, wäre allerdings, dass man die Elefanten, die nach der Stilllegung der Brunnen in den Jagdkonzessionen aus diesen abgewandert sind, wieder dorthin „locken“ würde, genauso wie anderes Wild. Es käme also zu einer günstigeren Verteilung des Überbestandes, aber nicht zu einer maßgeblichen Reduktion. Außerdem würde wieder Einkommen für die ansässige Bevölkerung und Fleisch produziert. Allerdings müssten dann auch wieder Quoten für anderes Wild bewilligt werden, so wie früher. Derzeit ist nur von Freigabe von Elefanten die Rede.
Werner
Letzte Änderung: 30 Nov 2018 18:51 von loser.
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