THEMA: Ist es im Krüger wirklich so "schlecht"???
07 Apr 2015 11:48 #380603
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  • mamba29 am 07 Apr 2015 11:48
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Hallo Jen,

ich kann die anderen nur bestätigen.
Wir waren jetzt schon 5 Mal in Krüger, davon 3 Mal 10 Tage oder länger. Im Vergleich zu anderen Parks ist der KNP etwas touristischer (bessere Infrakstruktur, teilweise große Camps etc.), aber bis auf einige Stellen im Südteil des Parks haben wir den KNP immer als sehr angenehm und ruhig empfunden. Das hängt auch ein bisschen von der Reisezeit und der Sichtung ab.

Wir machen es meistens wie Alexa und teilen uns die Zeit zwischen Private Game Reseve und KNP selbst auf, wobei aus meiner Sicht als Erstbesucher der KNP selbst vollkommen ausreicht. Auch im KNP kann man die Big Five mit ein bisschen Glück sehen.

Ich würde an Deiner Stelle auf weitere Vorschläge Deines Reisbüros wohl verzichten und die Planung selbst in die Hand nehmen. :-)

Viele Grüße
Susanne
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07 Apr 2015 12:56 #380622
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  • M@rie am 07 Apr 2015 12:56
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das wundert mich gar nicht, dass der RV vom Kruger abgeraten hat, denn bei der Buchung der Unterkünfte im Kruger bekommt er keine Provision, im Gegensatz zur Buchung Mashatu... und damit ist er nicht gerade seriös, also wechseln ;)

und *sorry* Swakop, aber beim Kruger von einem Zoo zu sprechen *kopfschütteln* weder sind die Tiere in Käfigen, noch werden sie gefüttert, und selbst die für Touristen zugänglichen Gebiete umfassen vllt (wenn es hochkommt) 2% des Parks, der mit seinen 2 Mio ha zu den größten Nationalparks Afrikas gehört.

@ Jen - der Kruger NP lohnt allemal, ja, er ist anders als der KTP und anders als die Etosha, was aber nicht bedeutet, dass er deswegen "schlechter" ist, im Gegenteil, die Unterschiedlichkeit von Flora, Fauna und Landschaften findest du bei weitem nicht im KTP und/oder Etosha. Die kleineren Buschveld Camps (Biyamiti, Bateleur, Shimuwini, Sirheni und Talamati) sind recht familiär, nur für Selbstversorger, da weder Shop noch Restaurant und durchweg zu empfehlen. Die größeren Maincamps haben dagegen Shop und Restaurant und auch Tankstelle. Die Unterkünfte (egal ob Buschveld oder Main Camp) sind einfach, aber nach meinen bisherigen Erfahrungen (bisher 8x) durchweg sauber. Ja, es kann bei spektakulären Sichtungen zu einer Wagen-Ansammlung kommen, genauso wie in der Etosha oder im KTP, genauso kannst du aber stundenlang auf den Reifen sein ohne auch nur ein Auto zu treffen. Ich bin in 175 Tagen für 15 Tagen "nur" im Kruger und freue mich tierisch drauf :)
lG und bleibt gesund! M@rie
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07 Apr 2015 13:08 #380624
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M@rie schrieb:
das wundert mich gar nicht, dass der RV vom Kruger abgeraten hat, denn bei der Buchung der Unterkünfte im Kruger bekommt er keine Provision, im Gegensatz zur Buchung Mashatu... und damit ist er nicht gerade seriös, also wechseln ;)

und *sorry* Swakop, aber beim Kruger von einem Zoo zu sprechen *kopfschütteln* weder sind die Tiere in Käfigen, noch werden sie gefüttert, und selbst die für Touristen zugänglichen Gebiete umfassen vllt (wenn es hochkommt) 2% des Parks, der mit seinen 2 Mio ha zu den größten Nationalparks Afrikas gehört.

@ Jen - der Kruger NP lohnt allemal, ja, er ist anders als der KTP und anders als die Etosha, was aber nicht bedeutet, dass er deswegen "schlechter" ist, im Gegenteil, die Unterschiedlichkeit von Flora, Fauna und Landschaften findest du bei weitem nicht im KTP und/oder Etosha. Die kleineren Buschveld Camps (Biyamiti, Bateleur, Shimuwini, Sirheni und Talamati) sind recht familiär, nur für Selbstversorger, da weder Shop noch Restaurant und durchweg zu empfehlen. Die größeren Maincamps haben dagegen Shop und Restaurant und auch Tankstelle. Die Unterkünfte (egal ob Buschveld oder Main Camp) sind einfach, aber nach meinen bisherigen Erfahrungen (bisher 8x) durchweg sauber. Ja, es kann bei spektakulären Sichtungen zu einer Wagen-Ansammlung kommen, genauso wie in der Etosha oder im KTP, genauso kannst du aber stundenlang auf den Reifen sein ohne auch nur ein Auto zu treffen. Ich bin in 175 Tagen für 15 Tagen "nur" im Kruger und freue mich tierisch drauf :)

Sorry M@rie, aber das Wild ist unnatürlich zahm, ganz einfach, weil es keine Ruhepausen vor den vielen Gaffern mehr hat.
Das gleiche Problem habe ich mit der Etoschapfanne, wo es seit der Unabhängigkeit Ganzjahresbetrieb gibt wegen der Einkünfte (vorher war von Oktober bis März geschlossen und die Tiere konnten in der Zeit wo sich Nachwuchs einstellte zur Ruhe kommen).
Es ist wohl mein Nachteil, weil ich altersmäßig auch andere Zeiten erlebt habe mit richtigen Wildtieren, wo oftmals ein 135mm Tele für eine Ganztieraufnahme nicht gereicht hat. Nicht weil gewildert wurde, sondern weil es da noch eine natürliche Scheu gegeben hat. Das ist eben für mich wie im Zoo. Und das ist es in einigen Teilen des Krüger Park auch. Durch Massentourismus. Man redet schon davon, zu Stoßzeiten die Eingangstore schließen zu wollen (siehe neueste Publikationen von SA Tourism).
Was mich jedoch nicht davon abhalten würde den Park zu besuchen.
Letzte Änderung: 07 Apr 2015 13:10 von Swakop1952.
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07 Apr 2015 14:11 #380640
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Der Park ist hinsichtlich der Landschaft und Tierpopulation ein ganz normaler Nationalpark, wie viele andere auch und damit natürlich in keiner Weise mit einem Zoo zu vergleichen. Der Unterschied zu anderen Nationalparks liegt vielmehr in der erheblich besseren Infrastruktur ,mit den großen umzäunten Camps und asphaltierten Hauptstraßen. Obwohl ich die Nationalparks favorisiere, in denen man ohne Zaun, mitten in der Natur campen kann, hat es mir im KNP doch auch gut gefallen. Da wäre ein Private Reserve keine Alternative für mich, da ebenfalls mit perfekter Infrastruktur, nur eben exclusiver.
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Hi Swakop,

mal andersherum gefragt: wann warst du denn zum letzten mal im Krüger?


Ich sehe hier auch, dass sich Krüger auf jeden Fall lohnt und es gibt genug Nebenstrecken auf denen mal sich tummeln kann ohne andere Fahrzeuge zu sehen und gerade für einen Afrika-Neuling ist Krüger super!



Viele Grüße


Markus
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Hallo,

nun muss ich mich auch einmal äußern. Am Krüger ist überhaupt nichts "schlecht" und es gibt auch keinen Grund, Euch davon abzuraten! Und das Ganze hat auch nur wenig mit "Zoo" zu tun, denn die Tiere sind nicht zahm oder zutraulich, sondern sie kennen Autos (wie unsere Wildtiere übrigens auch). Das Verhalten ändert sich sofort, wenn Menschen auf zwei Beinen unterwegs sind, denn dann flüchten auch die Tiere im Krüger Park.

Der Krüger ist landschaftlich sehr schön und es ist definitiv zu empfehlen unterschiedliche Gebiete zu besuchen, um die unterschiedlichen Landschaften zu erleben. Man muss offen sein für alles, denn es gibt ruhige Tage, was die Tiersichtungen angeht und auch Tage, an denen man sehr viel sieht. Garantien gibt es im Krüger so wenig wie in jedem anderen Nationalpark auch (z.B. auch in Botswana ;) ).
Der Park ist natürlich nicht so ursprünglich, wie z.B. der Moremi in Botswana und die Infrastruktur ist sehr gut. Das macht ihn einfach zu bereisen, da man nicht ein Fachmann für Off-Road-Fahren sein muss. Und so hat der Krüger für mich definitiv eine Berechtigung und es ist immer ein Erlebnis, ihn zu bereisen.
Die Unterkünfte sind recht einfach, aber bei uns waren sie immer sehr sauber. Das muss man halt wissen, dass es halt auch mal eine Spinne oder Fledermäuse im Zimmer geben kann. Aber kein Grund zu Panik. Man ist halt mitten im Nationalpark.

Natürlich ist es toll, wenn man das Erlebnis Krüger Park mit einem Besuch in einem der mit dem Krüger Park verbunden Private Game Reserves (ohne Zaun zum Nationalpark) verbinden kann, wie z.B. das Sabi Sand oder auch das Timbavati Game Reserve. Wir verbinden oft für unsere Kunden ein paar Nächte im Krüger Park mit einem Besuch z.B. im Sabi Sand. Und es gibt auch in den Private Game Reserves unterschiedliche Preiskategorien. Bei den Preisen in den Lodges sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass zumeist alle Aktivitäten (normalerweise ca. 6 - 8 Stunden Game Drive plus manchmal 1 Std Bush Walk und alle Mahlzeiten im Preis enthalten sind ;) ).
Aber wenn das nicht möglich ist, gibt es auch im Krüger Park die Möglichkeit für ganz tolle Sichtungen und Momente, manchmal einsam auf Nebenwegen und manchmal auch mit anderen zusammen. Wir haben z.B. im Februar auch im Krüger Park die "Big 5" gesehen und noch soooooo viel mehr. Und zum Teil waren wir bei den Sichtungen ganz allein. Haltet einfach auch die Augen offen für die kleinen Dinge im Park, dann wird es nie langweilig.

Also, lasst Euch nicht davon abbringen, den Krüger zu besuchen, wenn er in Eure Route mit hineinpasst. Ihr werdet es nicht bereuen.

Schöne Grüße und viel Spass bei der weiteren Planung,

Nicole
Letzte Änderung: 07 Apr 2015 15:50 von AfricaDirect.
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