Hallo solitaire, weil wir schon dabei sind und ich wegen der Hitze auch schon am Sand bin

Ich vermute mal, dass die tiefen Brunnen im KTP nur im „Calcrete“ oder Ähnlichem mit Festigkeit und Standvermögen möglich waren. Durch Sand könnte man keinen Brunnenschacht ohne Schalungen graben. Außerdem wird man dort auch kein Wasser finden, dieses kann nur darunter in tauglichen Gesteins- und Schotterschichten liegen.
Aber eigentlich ist das Problem nicht der Sand selber, sondern dass er in der Kalahari trocken ist. Ich habe das schon als kleiner Bub beim Sandburgenbau herausgefunden, dass das nur mit feuchtem Sand geht

. Später wollte ich das veröffentlichen, habe aber dann erfahren, dass das sowieso schon alle wissen.
Dass man in feuchten Sand tiefe Löcher und große Hallen, ohne Stützelemente!!, graben kann, kann man sich z. B. in Retz im Weinviertel anschauen, das zwar buchstäblich "auf Sand gebaut“ ist, aber trotzdem schon seit vielen Jahrhunderten (be)steht. In die ca. 30 m mächtige Sandschicht eines alten Meeres wurden zig Kilometer von Treppen, Gängen und Kellerhallen in mehreren Etagen angelegt, die keine Schalungen, Stützgewölbe udgl. benötigen. Es hält durch die hohe Luftfeuchtigkeit von 87 %, die über ein ausgeklügeltes natürliches Belüftungssystem konstant gehalten wird.
Grüße