- Aktuelle Seite:
- Startseite >
- Forum >
- Südafrika >
- Reiseberichte >
- Kruger im März – grüner Busch, kaum Strassen offen
11 Apr 2026 11:23
#723629
|
Die Gravelroads zu den Red Rocks und dem Bateleur Camp waren offen und befahrbar.
Noch ein paar Bilder von Kleingetier und Kleinvögel, bevor ich mich wieder der Löwin zuwende. Es war die gleiche Löwin, die ich wiederum auf der Main Road H1-6 antraf, wieder kein anderes Auto unterwegs, gegen 15 Uhr. Sie schlief flach vor einem Busch im Schatten liegend nicht weit von der Strasse entfernt, und ich hatte Glück, dass sie einmal kurz den Kopf hob, ansonsten wäre ich ahnungslos vorbeigefahren. Diese Uhrzeit war noch zu früh, dachte ich mir und drehte um, einem entgegenkommenden Pkw erklärte ich kurz ihren Standort. Als ich gegen 17:15 Uhr wieder zurückkam, standen 3 Fahrzeuge an der Strasse. Immer noch schlief die Löwin. Ich wieder los für ein paar Minuten, zurück etwa 17:40 Uhr, um zu bleiben bis zum Camp-Toresschluss um 18 Uhr. Die anderen Fahrzeuge verloren die Geduld und fuhren ab kurz nach meiner Ankunft. Als das letzte Fahrzeug ausser Sichtweite war, war es für sie Zeit aufzustehen. sehr muskulöse Lady Die Sonne schien durch die Wolken und liess ihr Fell in schönem Goldgelb erstrahlen. Die Giraffe im Hintergrund hatte nichts zu befürchten Dann wurde es auch für mich Zeit zu fahren, unter Missachtung sämtlicher Geschwindigkeitsbeschränkungen fuhr ich um 18:02 Uhr durch die Pforten des Camps.
Anhang:
|
|
Letzte Änderung: 11 Apr 2026 11:27 von JP K.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Fluchtmann, fahrinurlaub, ANNICK, maddy, freshy, urolly, Black Lion, Logi, jirka, chrischris und weitere 1
|
12 Apr 2026 13:45
#723668
|
Punda Maria
Im Vorfeld, als ich mich online über die einzelnen Parkregionen online informiert hatte, habe ich den Eindruck gewonnen, der hohe Norden des Kruger Parks sei so viel anders als der Rest des Parks. Ich weiss nicht wieso, aber ich fand den Norden nicht viel anders als den Rest auch. Buschlandschaft mit gelegentlichen weiten Grasflächen, es war nicht bergiger als die anderen Gebiete. Landschaftliche Abwechslung habe ich nicht empfunden bis auf den erwähnten roten Sand in den mittleren Regionen des Parks. Vielleicht habe ich aber auch nicht richtig aufgepasst und werde noch eines besseren belehrt. Ok, im Norden gibt es stattliche Baobab-Bäume, die es weiter südlich nicht gibt. Das dem Namen zugehörige Camp ist nicht die Offenbarung, wir hatten einen kleinen Raum, der zu zweit recht eng war und etwas in die Jahre gekommen, der Restaurantbetreiber war die gleiche Firma wie im Shingwedzi Camp, Internetanschluss wurde vom Restaurant wie auch in Shingwedzi nicht angeboten, so dass wir insgesamt 7 Tage ohne Kontakt zur Aussenwelt waren – auch mal nicht schlecht. Es gibt im Park mehrere Restaurantbetreiber, die die Restaurants von jeweils 2 oder 3 Camps bewirtschaften, und ich fand Shingwedzi und Punda Maria die am wenigsten ansprechenden, abgesehen vom Whimpy’s in Pretoriuskop. Wollhalsstorch European Bee-eater Als wir, wie in vorherigen Kapiteln erwähnt, über Punda Maria wieder in den Park einfuhren, standen weite Teile des Buschs unter Wasser aufgrund eines starken Regens vor ein paar Tagen. Als wir jetzt nochmals bei Punda Maria waren, ist das Wasser bereits weitgehend versickert bzw. verdunstet gewesen. Allerdings gab es dann doch ein paar flache Wasserdurchfahrten, die problemlos auch ohne großartige Unterboden-Clearance mit unserem Kleinwagen machbar waren. unser Auto vor unserer Unterkunft Eine große Elefantenherde mampfte sich durch das Gebiet, morgens in Strassennähe, nachmittags einen Kilometer entfernt zu sehen in der Telegraphenmastenschneise. Blue Waxbill White fronted bee-eater Ansonsten gibt es wenig weiteres Erhellendes über Punda Maria zu erzählen, hier kommen kommentarlos noch ein paar Bilder. Für 3 Nächte im Camp reicht dieser eine Post. Ich hatte ja schon vorher erwähnt, dass wir viele Kilometer im Park gefahren sind, weil wir immer mit 40-50mk/h unterwegs waren. Insgesamt waren wir in den 15 Tagen im Park etwa 4.000 entspannte Kilometer gefahren. Nimmersatt Haltungsnote 1 yellow-bellied Sand Snake auf der Strasse. Sie hatte irgendein Problem, der hintere Teil bewegte sich, aber vorne am Kopf schien sie wie gelähmt, als wenn sie die falsche Beute erwischt hatte, die sie ausknockte white-winged widowbird ground hornbill road block Giraffe |
|
Letzte Änderung: 12 Apr 2026 16:50 von JP K.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Fluchtmann, ANNICK, maddy, freshy, urolly, Black Lion, Logi, jirka, chrischris, Secret
|
13 Apr 2026 21:48
#723784
|
Kambaku River Lodge
Madame liebt den Luxus, daher sollte es nach den etwas rustikal einfachen Unterkünften im Park zu einer gehobenen Lodge ausserhalb des Parks gehen. Leider habe ich bei der Planung einen Ortungsfehler begangen, denn ich habe diese Lodge in der Nähe des Timbavati Reserves verortet. Tatsächlich liegt sie aber in der Nähe von Malalane, was dazu führte, dass wir vom hohen Norden in den Süden vom Park fahren mussten, um dann zum folgenden Stop wieder hoch fahren mussten. Das war blöd, zumal wir uns zwischendurch im strömenden Regen auch noch verfahren hatten und irgendwo in einem dicht besiedelten Gebiet mit extrem langsamen Verkehr feststeckten. Letztlich ging aber alles gut, wir erreichten die Lodge mit Einbruch der Dunkelheit im 18:30 Uhr, losgefahren sind wir um 10 Uhr. Die Lodge war wirklich schön, auch schön gelegen am Crocodile River, und am Zaun ging der Kruger Park los. Am Ufer sahen wir Elefanten, Impalas und Hippos, und die Lodge hatte einen Foto-Hide, den man mieten konnte, was ich auch getan habe zur Elefantenfotografie mit dem Fisheye. Leider war am Fotohide ansonsten nicht viel los - so ist das eben am Rand des Parks. mit dem Fisheye fotografiert Die Elefantenfamilie blieb bis Einbruch der Dunkelheit Im großen Garten wurde eine Nyala-Familie gehalten, die das ganze Vogelfutter wegschnabbulierte. Die Lodge bot auch Game Drives in den Kruger an via Malalane Gate, und einen Drive hatten wir dann auch gebucht, ansonsten blieben wir in der Lodge. Auf diesem Drive haben wir bis auf einen Leo die Big5 gesehen, und so viel Löwen wie in den 2 Wochen vorher im Park nicht. Bei der Ausfahrt um 18 Uhr aus dem Park kamen wir an einer Büffelherde vorbei, die von Löwen gestalkt wurde. Es ist aber zur Besuchszeit nichts weiter geschehen, die Büffel hatten diesen Tag überlebt. Jäger und Gejagte |
|
Letzte Änderung: 13 Apr 2026 22:06 von JP K.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Sanne, Fluchtmann, ANNICK, maddy, bayern schorsch, urolly, Black Lion, Logi, jirka, chrischris und weitere 1
|
14 Apr 2026 13:59
#723826
|
Blyde River Canyon Lodge
Nach den wochenlangen Game Drives sollte es gegen Ende der Reise auch einmal die Möglichkeit geben, die Beine zu vertreten, und so hatten wir die Panorama Route mit dem Blyde River Canyon einzubauen. Also ging es ungewollt wieder vom Süden des Nationalparks von aussen zur Mitte hoch. Tiere gab es bis auf gelegentliche Kudus und Zebras auf dem Lodge Gelände nicht zu sehen, ein paar Hippos am Staudamm zu hören, ansonsten nur gutes Wetter und Wandermöglichkeiten, von denen ich nur die kürzeren Wege nutzte bei der Hitze und Sonnenglut. Ansonsten haben wir auf der Lodge weiterhin die Beine baumeln lassen, den Pool genutzt und Kaffee getrunken. Die Lodge selbst ist ansprechend in Holzoptik gehalten und wird seinen 4 Sternen gerecht. Unser Zimmer war recht klein, es gab auch größere Zimmer, aber zu zweit haben wir keine größeren Ansprüche und für den Preis wars angemessen. Wir haben dort insgesamt 3 Nächte verbracht, 2 Nächte hätten es auch getan. Die Lodge liegt auf einem eingezäunten mehreren Hektar großen Gelände mit etwas Wildtierbestand, und mit großen ausladenden Jahrhunderte alten Baumbestand, der guten Schatten spendete gegen die kräftig scheinende Sonne. Die Panoramaroute ist wirklich schön, allerdings fährt man recht lange durch forstwirtschaftliche „Wälder“, die Bäume alle schön in einer Reihe, und der Canyon hat einige Aussichtspunkte, die mit dem Auto anzufahren sind. Am ersten Punkt wird dafür Geld verlangt, die anderen Punkte sind nach meiner Erinnerung frei zugänglich, überall gab es Souvenirstände, die wir aber nicht weiter beachtet haben. |
|
Letzte Änderung: 14 Apr 2026 14:01 von JP K.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Fluchtmann, ANNICK, maddy, urolly, Black Lion, Logi, Sue.ch, jirka, Secret
|
16 Apr 2026 19:15
#723966
|
Langa Langa Tented Camp
Dies ist unsere letzte Station, die Fahrt ging wieder zurück über die schöne Panorama Route, 220km. Langa Langa liegt am Zaun ausserhalb des Sabi Sands Reserve. Der Grund diese Lodge zu buchen war, die Game Drives ausserhalb des Nationalparks mitzumachen, denn im Nationalpark dürfen auch die Safari-Fahrzeuge die Strassen nicht verlassen, während in einem Private Reserve keine Beschränkungen bestehen und bei Sichtung die Fahrzeuge direkt zur Sichtung hinfahren können. Es war ein schönes großes geräumiges Zelt, sogar mit Klimaanlage und nicht bloss mit einem Ventilator, und das Zelt wurde auch gut runtergekühlt, wenn die Fenster alle zugezogen waren. Wilde Tiere gab es nicht zu befürchten, denn die fingen erst hinter dem Zaun an. Allerdings wurde uns gesagt, dass ein paar Tage zuvor ein Leopard durch die Lodge schlich, als alles schlief, am nächsten Morgen hat man seine Spuren gesehen. Aber für uns gab es keinen Anlass nachts unterwegs zu sein. Den letzten Leo der Reise gabs im Kruger zu sehen. am Lace Panic Bird Hide Es war ein All-inclusive Camp, Game Drives waren inklusive, sofern es sich um Kruger Game Drives handelte. Game Drives in der Private Reserve kosteten extra, diese schlugen mit etwa 90 Euro pP zu Buche. Davon haben wir zwei gemacht, und es waren von der Tierausbeute die schlechtesten der ganzen Reise. Für die Private Reserve Game Drives bedient sich die Lodge der Ausfahrten der Umkumbe Safari Lodge, d.h. wir sind mit einem Langa Langa Shuttle zur Umkumbe Lodge gefahren und dort in die Umkumbe Safari-Fahrzeuge umgestiegen. in der Private Cosession wird mit Trackern gearbeitet, die aber auch nichts sinnvolles beitragen konnten Immerhin gingen die Ausfahrten in die Dunkelheit hinein. Die Tierausbeute bei den Game Drives in den Kruger Park waren wie gewohnt gut, wir hatten bei drei Ausfahrten zweimal Wildhunde und einmal Löwen. Die Ausfahrten mit der Umkumbe Lodge beinhalteten auch Sundowner am Nashorn bzw. Kaffeesnack Ein paar letzte Tierimpressionen aus dem Kruger |
|
Letzte Änderung: 16 Apr 2026 19:20 von JP K.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: ANNICK, maddy, urolly, Black Lion, Logi, chrischris, Secret
|
16 Apr 2026 19:54
#723967
|
Fazit der Reise
Kruger muss man mal gesehen haben – so ähnlich kann mans zusammenfassen. Der Park reiht sich ein in unsere anderen Reisen: Etosha, Okawango Delta, Serengeti, jetzt Kruger. Ich hätte mit mehr Touristen gerechnet, mit mehr Verkehr, da ja viele Strassen gesperrt und alle Autos auf den Teerstrassen konzentriert waren, aber der Eindruck der Fülle kam nicht auf. Es war sehr schön grün, dafür musste man härter Arbeiten für Sichtungen – bei unserer Reisedauer war das ok, wir sind auf unsere Tier-Kosten gekommen. Die Reise war sehr entspannt ohne große Hickups, wir reisen nun auch nicht das erste mal durch Afrika, auch bietet Südafrika genug Zivilisation, um nicht täglich improvisieren zu müssen. Sicherheitsbedenken, meine stärksten Bedenken, spielten keine Rolle. Natürlich hätte ich gerne auch andere Teile des Landes bereist, mal schauen, vielleicht wird es ein Wiedersehen geben, ausschliessen möchte ich es nicht. Der Flug nach Skukuza direkt in den Nationalpark ist schon cool, der eignet sich im Zweifel sogar für einen Wochenkurztrip. Zu meinen Bildern nochmal die Entschuldigung: die Bildausschnitte war sehr eng gewählt, der Zweck war wie am Anfang erwähnt der tägliche WhatsApp-Status am Smartphone während der Reise, und ich habe diese Bilder weitestgehend für diesen Bericht nun zweit-verwendet, das hat den Aufwand für die Bildauswahl schon stark reduziert. Auch wollte ich für den tausendundeinsten SA-Bericht nicht mein Herzblut verschütten, daher waren meine Ausführungen auch recht wortkarg, andere schreiben mehr. Ich bin eben ein schweigsamer Mensch. Machts gut, bis demnächst irgendwann JP |
|
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Hanne, Fluchtmann, ANNICK, maddy, bayern schorsch, urolly, Black Lion, Logi, chrischris, Secret
|
