THEMA: Kruger im März – grüner Busch, kaum Strassen offen
09 Apr 2026 20:27 #723579
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Diese Löwin habe ich entdeckt, als sie auf der H1-6 entlang lief, nicht weit vom Shingwedzi Camp entfernt. Es war kein anderes Auto weit und breit, und das blieb auch so bis auf einen Camp-Angestellten, der vorbei fuhr. Es war sehr wenig los in Shingwedzi, was wohl daran lag, dass die Brücke von/nach Letaba weiter gesperrt war.

Die Löwin hängt ihren Gedanken nach. Was beschäftigt sie grade?


Die Löwin war auf der Suche, auch wenn sie wohl-genährt aussah. Nach etwa 20 Minuten, die ich sie begleitet hatte, bog sie in den Busch Richtung Fluss ab und blieb verschwunden, so dass ich weiterfuhr.

Diese Hyänen-Familie liess sich nicht von mir stören, sie begutachtete und beschnupperte immer wieder mein Auto. Als das Neugeborene sich in den Busch verziehen wollte, holte es die Mutter wieder auf die Strasse zurück.








Auf der Gravelroad S144, die durchgehend geöffnet war, kam uns frühmorgens dieser stattliche Elefant entgegen. Da haben wir lieber den Rückwärtsgang eingelegt, auch wenn der Eli ganz ruhig blieb. Etwa einen Kilometer sind wir rückwärts gefahren, es war wieder kein anderes Fahrzeug auf der Strecke unterwegs, bevor der Eli in den Busch abbog.


Dieses Gepardenpaar hatten wir an der H1-7 kurz vor dem Babalala-Rastplatz entdeckt. Sie waren recht dicht an der Strasse, aber als wir anhielten und zurücksetzten, haben sie sich von der Strasse entfernt. Glücklicherweise sind sie nicht ganz verschwunden, sondern liessen sich immer wieder im hohen Gras auffinden, sie setzten ihre Pirsch parallel zur Strasse fort.




Und sie kamen durch kleine Lichtungen durch, an denen das Gras kürzer war und Büsche fehlten. Wir haben sie etwa 30 Minuten lang verfolgt, irgendwann mussten wir sie leider verlassen, da wir ja noch rechtzeitig zur Torschliessung um 18 Uhr im Camp zurück sein mussten, und wir hatten noch eine knappe Dreiviertelstunde zu fahren.




sieht wie schwanger aus?


Auf der Rückfahrt machten wir noch kurz Halt, um diesen Schakal an uns vorbei trotten zu lassen.


Dieser Adler hat einen viel zu großen Haufen hinterlassen. Juveniler Kampfadler?


Diese beiden Kleinen rangelten immer wieder mit ihren Rüsseln. Wie bei Menschenkindern, ein anderes Kind wollte mitspielen, aber die zwei fanden immer wieder zueinander und liessen den dritten nicht mitspielen.






Ein Camp-Angestellter, der mit dem Saubermachen der Häuser beschäftigt war, hat mich auf diese Yellow-bellied Sand Snake aufmerksam gemacht, die auf einem ausgefransten Pfosten sich ausruhte.



Gaukler (Bateleur). Die beiden hatten sich die ganze Zeit geputzt und nicht einmal eine adler-angemessene Pose eingenommen.

Ganz anders der nächste Adler, der völlig humorlos dreinblickt.

Kampfadler (Martial Eagle)
Letzte Änderung: 09 Apr 2026 23:17 von JP K.
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11 Apr 2026 11:23 #723629
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Die Gravelroads zu den Red Rocks und dem Bateleur Camp waren offen und befahrbar.



Noch ein paar Bilder von Kleingetier und Kleinvögel, bevor ich mich wieder der Löwin zuwende.











Es war die gleiche Löwin, die ich wiederum auf der Main Road H1-6 antraf, wieder kein anderes Auto unterwegs, gegen 15 Uhr. Sie schlief flach vor einem Busch im Schatten liegend nicht weit von der Strasse entfernt, und ich hatte Glück, dass sie einmal kurz den Kopf hob, ansonsten wäre ich ahnungslos vorbeigefahren. Diese Uhrzeit war noch zu früh, dachte ich mir und drehte um, einem entgegenkommenden Pkw erklärte ich kurz ihren Standort.


Als ich gegen 17:15 Uhr wieder zurückkam, standen 3 Fahrzeuge an der Strasse. Immer noch schlief die Löwin. Ich wieder los für ein paar Minuten, zurück etwa 17:40 Uhr, um zu bleiben bis zum Camp-Toresschluss um 18 Uhr. Die anderen Fahrzeuge verloren die Geduld und fuhren ab kurz nach meiner Ankunft. Als das letzte Fahrzeug ausser Sichtweite war, war es für sie Zeit aufzustehen.


sehr muskulöse Lady





Die Sonne schien durch die Wolken und liess ihr Fell in schönem Goldgelb erstrahlen.

Die Giraffe im Hintergrund hatte nichts zu befürchten





Dann wurde es auch für mich Zeit zu fahren, unter Missachtung sämtlicher Geschwindigkeitsbeschränkungen fuhr ich um 18:02 Uhr durch die Pforten des Camps.
Anhang:
Letzte Änderung: 11 Apr 2026 11:27 von JP K.
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12 Apr 2026 13:45 #723668
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Punda Maria
Im Vorfeld, als ich mich online über die einzelnen Parkregionen online informiert hatte, habe ich den Eindruck gewonnen, der hohe Norden des Kruger Parks sei so viel anders als der Rest des Parks. Ich weiss nicht wieso, aber ich fand den Norden nicht viel anders als den Rest auch. Buschlandschaft mit gelegentlichen weiten Grasflächen, es war nicht bergiger als die anderen Gebiete. Landschaftliche Abwechslung habe ich nicht empfunden bis auf den erwähnten roten Sand in den mittleren Regionen des Parks. Vielleicht habe ich aber auch nicht richtig aufgepasst und werde noch eines besseren belehrt. Ok, im Norden gibt es stattliche Baobab-Bäume, die es weiter südlich nicht gibt.










Das dem Namen zugehörige Camp ist nicht die Offenbarung, wir hatten einen kleinen Raum, der zu zweit recht eng war und etwas in die Jahre gekommen, der Restaurantbetreiber war die gleiche Firma wie im Shingwedzi Camp, Internetanschluss wurde vom Restaurant wie auch in Shingwedzi nicht angeboten, so dass wir insgesamt 7 Tage ohne Kontakt zur Aussenwelt waren – auch mal nicht schlecht. Es gibt im Park mehrere Restaurantbetreiber, die die Restaurants von jeweils 2 oder 3 Camps bewirtschaften, und ich fand Shingwedzi und Punda Maria die am wenigsten ansprechenden, abgesehen vom Whimpy’s in Pretoriuskop.


Wollhalsstorch


European Bee-eater

Als wir, wie in vorherigen Kapiteln erwähnt, über Punda Maria wieder in den Park einfuhren, standen weite Teile des Buschs unter Wasser aufgrund eines starken Regens vor ein paar Tagen. Als wir jetzt nochmals bei Punda Maria waren, ist das Wasser bereits weitgehend versickert bzw. verdunstet gewesen. Allerdings gab es dann doch ein paar flache Wasserdurchfahrten, die problemlos auch ohne großartige Unterboden-Clearance mit unserem Kleinwagen machbar waren.



unser Auto vor unserer Unterkunft

Eine große Elefantenherde mampfte sich durch das Gebiet, morgens in Strassennähe, nachmittags einen Kilometer entfernt zu sehen in der Telegraphenmastenschneise.





Blue Waxbill


White fronted bee-eater

Ansonsten gibt es wenig weiteres Erhellendes über Punda Maria zu erzählen, hier kommen kommentarlos noch ein paar Bilder. Für 3 Nächte im Camp reicht dieser eine Post. Ich hatte ja schon vorher erwähnt, dass wir viele Kilometer im Park gefahren sind, weil wir immer mit 40-50mk/h unterwegs waren. Insgesamt waren wir in den 15 Tagen im Park etwa 4.000 entspannte Kilometer gefahren.

Nimmersatt Haltungsnote 1


yellow-bellied Sand Snake auf der Strasse. Sie hatte irgendein Problem, der hintere Teil bewegte sich, aber vorne am Kopf schien sie wie gelähmt, als wenn sie die falsche Beute erwischt hatte, die sie ausknockte


white-winged widowbird


ground hornbill




road block Giraffe
Letzte Änderung: 12 Apr 2026 16:50 von JP K.
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13 Apr 2026 21:48 #723784
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Kambaku River Lodge

Madame liebt den Luxus, daher sollte es nach den etwas rustikal einfachen Unterkünften im Park zu einer gehobenen Lodge ausserhalb des Parks gehen. Leider habe ich bei der Planung einen Ortungsfehler begangen, denn ich habe diese Lodge in der Nähe des Timbavati Reserves verortet. Tatsächlich liegt sie aber in der Nähe von Malalane, was dazu führte, dass wir vom hohen Norden in den Süden vom Park fahren mussten, um dann zum folgenden Stop wieder hoch fahren mussten. Das war blöd, zumal wir uns zwischendurch im strömenden Regen auch noch verfahren hatten und irgendwo in einem dicht besiedelten Gebiet mit extrem langsamen Verkehr feststeckten. Letztlich ging aber alles gut, wir erreichten die Lodge mit Einbruch der Dunkelheit im 18:30 Uhr, losgefahren sind wir um 10 Uhr.








Die Lodge war wirklich schön, auch schön gelegen am Crocodile River, und am Zaun ging der Kruger Park los. Am Ufer sahen wir Elefanten, Impalas und Hippos, und die Lodge hatte einen Foto-Hide, den man mieten konnte, was ich auch getan habe zur Elefantenfotografie mit dem Fisheye. Leider war am Fotohide ansonsten nicht viel los - so ist das eben am Rand des Parks.




mit dem Fisheye fotografiert









Die Elefantenfamilie blieb bis Einbruch der Dunkelheit


Im großen Garten wurde eine Nyala-Familie gehalten, die das ganze Vogelfutter wegschnabbulierte.








Die Lodge bot auch Game Drives in den Kruger an via Malalane Gate, und einen Drive hatten wir dann auch gebucht, ansonsten blieben wir in der Lodge. Auf diesem Drive haben wir bis auf einen Leo die Big5 gesehen, und so viel Löwen wie in den 2 Wochen vorher im Park nicht.




Bei der Ausfahrt um 18 Uhr aus dem Park kamen wir an einer Büffelherde vorbei, die von Löwen gestalkt wurde. Es ist aber zur Besuchszeit nichts weiter geschehen, die Büffel hatten diesen Tag überlebt.


Jäger und Gejagte


Letzte Änderung: 13 Apr 2026 22:06 von JP K.
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14 Apr 2026 13:59 #723826
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Blyde River Canyon Lodge
Nach den wochenlangen Game Drives sollte es gegen Ende der Reise auch einmal die Möglichkeit geben, die Beine zu vertreten, und so hatten wir die Panorama Route mit dem Blyde River Canyon einzubauen. Also ging es ungewollt wieder vom Süden des Nationalparks von aussen zur Mitte hoch.













Tiere gab es bis auf gelegentliche Kudus und Zebras auf dem Lodge Gelände nicht zu sehen, ein paar Hippos am Staudamm zu hören, ansonsten nur gutes Wetter und Wandermöglichkeiten, von denen ich nur die kürzeren Wege nutzte bei der Hitze und Sonnenglut. Ansonsten haben wir auf der Lodge weiterhin die Beine baumeln lassen, den Pool genutzt und Kaffee getrunken.





Die Lodge selbst ist ansprechend in Holzoptik gehalten und wird seinen 4 Sternen gerecht. Unser Zimmer war recht klein, es gab auch größere Zimmer, aber zu zweit haben wir keine größeren Ansprüche und für den Preis wars angemessen. Wir haben dort insgesamt 3 Nächte verbracht, 2 Nächte hätten es auch getan. Die Lodge liegt auf einem eingezäunten mehreren Hektar großen Gelände mit etwas Wildtierbestand, und mit großen ausladenden Jahrhunderte alten Baumbestand, der guten Schatten spendete gegen die kräftig scheinende Sonne.







Die Panoramaroute ist wirklich schön, allerdings fährt man recht lange durch forstwirtschaftliche „Wälder“, die Bäume alle schön in einer Reihe, und der Canyon hat einige Aussichtspunkte, die mit dem Auto anzufahren sind. Am ersten Punkt wird dafür Geld verlangt, die anderen Punkte sind nach meiner Erinnerung frei zugänglich, überall gab es Souvenirstände, die wir aber nicht weiter beachtet haben.



Letzte Änderung: 14 Apr 2026 14:01 von JP K.
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16 Apr 2026 19:15 #723966
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Langa Langa Tented Camp

Dies ist unsere letzte Station, die Fahrt ging wieder zurück über die schöne Panorama Route, 220km. Langa Langa liegt am Zaun ausserhalb des Sabi Sands Reserve. Der Grund diese Lodge zu buchen war, die Game Drives ausserhalb des Nationalparks mitzumachen, denn im Nationalpark dürfen auch die Safari-Fahrzeuge die Strassen nicht verlassen, während in einem Private Reserve keine Beschränkungen bestehen und bei Sichtung die Fahrzeuge direkt zur Sichtung hinfahren können.





Es war ein schönes großes geräumiges Zelt, sogar mit Klimaanlage und nicht bloss mit einem Ventilator, und das Zelt wurde auch gut runtergekühlt, wenn die Fenster alle zugezogen waren. Wilde Tiere gab es nicht zu befürchten, denn die fingen erst hinter dem Zaun an. Allerdings wurde uns gesagt, dass ein paar Tage zuvor ein Leopard durch die Lodge schlich, als alles schlief, am nächsten Morgen hat man seine Spuren gesehen. Aber für uns gab es keinen Anlass nachts unterwegs zu sein. Den letzten Leo der Reise gabs im Kruger zu sehen.







am Lace Panic Bird Hide

Es war ein All-inclusive Camp, Game Drives waren inklusive, sofern es sich um Kruger Game Drives handelte. Game Drives in der Private Reserve kosteten extra, diese schlugen mit etwa 90 Euro pP zu Buche. Davon haben wir zwei gemacht, und es waren von der Tierausbeute die schlechtesten der ganzen Reise. Für die Private Reserve Game Drives bedient sich die Lodge der Ausfahrten der Umkumbe Safari Lodge, d.h. wir sind mit einem Langa Langa Shuttle zur Umkumbe Lodge gefahren und dort in die Umkumbe Safari-Fahrzeuge umgestiegen.





in der Private Cosession wird mit Trackern gearbeitet, die aber auch nichts sinnvolles beitragen konnten


Immerhin gingen die Ausfahrten in die Dunkelheit hinein.




Die Tierausbeute bei den Game Drives in den Kruger Park waren wie gewohnt gut, wir hatten bei drei Ausfahrten zweimal Wildhunde und einmal Löwen.










Die Ausfahrten mit der Umkumbe Lodge beinhalteten auch Sundowner am Nashorn bzw. Kaffeesnack




Ein paar letzte Tierimpressionen aus dem Kruger













Letzte Änderung: 16 Apr 2026 19:20 von JP K.
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