Ich gehe davon aus, dass schon sehr viele Forummitglieder im Kruger waren, für die wird es wohl nichts neues geben. Einzig die Auswirkungen der Unwetter im Januar diesen Jahres sind hier noch nicht so häufig beschrieben. Die Kenner unter Euch werden wissen, ob die Januar-Unwetter aussergewöhnlich stark waren oder ob es jedes Jahr so etwas gibt. Im Shingwedzi Camp gibt es eine Markierung an einem Baum beim Restaurant, wie hoch das Wasser in 2013 stand, so hoch kam es wohl dieses Jahr bei weitem nicht.
Da wir keine Camper und keine Selbstversorger sind, haben wir im Kruger Park die Camps ausgesucht, die ein Restaurant haben. Gebucht habe ich etwa 1 Monat vor Reiseantritt, was ausreichend war, allerdings war das Lower Sabie Camp ausgebucht. Shingwedzi und Olifants waren zum Buchungszeitpunkt wegen der Unwetter im Januar geschlossen, es gab aber dazu keinen Hinweis bei der Buchungsprozedur online, ich bin erst ein paar Tage später darauf aufmerksam geworden. Letztendlich ging alles gut, die beiden Camps wurden für Übernachtungsgäste rechtzeitig jeweils einen Tag vor unserer Ankunft wieder geöffnet. Nervös war ich deswegen allerdings schon! Die Brücke hinter dem Letaba Camp blieb gesperrt, so dass wir von Olifants aus aus dem Park rausfahren und über Punda Maria wieder einfahren mussten, um zum Shingwedzi Camp zu kommen. Hier erst einmal unsere Stationen:
Skukuza Camp 4 Nächte
Olifants Camp 4 Nächte
Shingwedzi Camp 4 Nächte
Punda Maria Camp 3 Nächte
Kambaku River Lodge 4 Nächte
Blyde River Canyon Lodge 3 Nächte
Langa Langa Tented Camp 3 Nächte
Es ergab sich dann gegenüber meinem kalkulierten Reisebudget noch eine Einsparung, denn beim Zahlen der Park-Eintrittsgebühr im Skukuza Camp (wir sind mit dem Flieger bis Skukuza geflogen und waren damit schon am Flughafen im Park) hatte man uns gesagt, eine Wild Card sei allemal günstiger in unserem Fall. Damit hatten wir mehr als die Hälfte meiner kalkulierten Kosten gespart und wir können theoretisch noch elf Monate in alle Nationalparks des Landes einfahren.
Die Preise für die Unterkünfte kann man als echt billig bezeichnen im Vergleich zu den Luxusunterkünften in den Private Reserves, es ist ein sehr günstiger Safari-Urlaub hier möglich. Allerdings: you get what you paid for – man sollte sich auf sehr einfache Einrichtung gefasst machen. Wenn man aber bedenkt, dass die hohen Preise der Private Reserve Lodges All-inclusive abdecken, dann relativieren sich die Preise wieder bei deutlich angenehmerer Unterbringung.
Die Hütte im Skukuza Camp war die abgerockteste der vier gebuchten Unterkünfte im Park, gefolgt von Punda Maria. Im Shingwedzi Camp hatten wir andererseits das größte und best-gepflegte Haus (Doppelhaushälfte). Alle Hütten bzw. Häuser hatten eine Aussenküche (bis auf Punda Maria), die wir aber nicht genutzt haben.
Ausserdem haben wir einen Klein-Pkw gebucht. Die Strassen im Park, sofern sie denn geöffnet sind, sind alle problemlos ohne 4WD zu befahren. Die niedrigere Sitzposition gegenüber einem SUV oder einem Safari-Fahrzeug hat natürlich Nachteile, das sehr hohe Gras verhindert die Weitsicht bei der Tiersuche. So schlimm war es allerdings auch nicht, denn Katzen und Hunde entdeckt man auch ohne Weitsicht, man muss nur dorthin fahren, wo schon viele Autos stehen, und Elefanten und Antilopen gibt’s so viele am Fahrbahnrand, dass man aufpassen muss sie nicht anzurempeln. Andererseits hat ein Klein-Pkw unbestritten den fotografischen Vorteil, dass die Linse sich eher auf Augenhöhe der Tiere befindet (Stichwort walking lions), was nicht zu so unschönen von-oben-herab-Fotos führt.
Der Park führte zu unserer Besuchszeit ein unfassbar üppiges Grün, das Gras wuchs hoch, die Büsche waren blickdicht beblättert. Die Vegetation war kein Vergleich zum Süden Namibias zur gleichen Zeit. Die Tiersuche führte natürlich zu sehr frustrierend ernüchternden Ergebnissen, aber wie schon erwähnt, die Lösung lag dann doch jeweils so nahe.
ich kann mir immer nicht merken, welche Augen zu welchem Geschlecht beim Sattelstorch gehören... Weibchen gelb, Männlein braun.