THEMA: SA + Botswana 02+03/2026
04 Apr 2026 23:55 #723381
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bayern schorsch schrieb:
„Hans-Merensky-Golf-Estate“

Da waren wir auch schon 2x.
Die Villen sind alle in der Aufteilung ähnlich und auch die verbauten Materialien kommen identisch daher.

Hin und wieder ist der Zaun, der das Estate vom Krüger abtrennt, kaputt und dann hat man plötzlich schlechtgelaunte Büffel oder einen Elefanten vor dem Auto stehen. :woohoo:

LG
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07 Apr 2026 14:56 #723460
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  • bayern schorsch am 07 Apr 2026 14:56
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Hallo zusammen,

kaum sind die Ostereier aufgesammelt, geht´s auch schon wieder weiter im Reisebericht.

@ Melanie:
es ist mir durchaus bewusst, dass mein Mann und ich in unserem Alter schon tolle Reisen machen konnten und dass wir (wenn gesundheitlich alles passt) in den nächsten Jahren vermutlich noch mehr solcher toller Reisen machen können. Du sagst selbst immer, es ist ein Privileg und das ist es auch.
Na das möchte ich doch hoffen, dass bei Euch noch viele tolle Reise anstehen. Und Ihr habt ja früh mit dieser Art von Reisen angefangen, vielleicht schafft Ihr das Meiste auf Euerer "to-do-Liste". :) Ich drück Euch die Daumen.

@ Logi:
Da waren wir auch schon 2x. Die Villen sind alle in der Aufteilung ähnlich und auch die verbauten Materialien kommen identisch daher. Hin und wieder ist der Zaun, der das Estate vom Krüger abtrennt, kaputt und dann hat man plötzlich schlechtgelaunte Büffel oder einen Elefanten vor dem Auto stehen.
Oh ja, die Zäune sind halt doch immer nicht ganz "stabil". Einen Elefanten oder einen Büffel hatten wir zwar nicht an unserem Pool, sehr wohl aber einen mittelgroßen Waran. :woohoo:
Was auch (leider) allgegenwärtig war, das waren die Affen. Wenigst sind´s sie weggelaufen, sobald wir uns ins Freie bewegt haben.

Jetzt geht´s dann gleich weiter im Reisebericht. Danke für´s Mitfahren!

Herzliche Grüße
der bayern schorsch
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07 Apr 2026 15:02 #723461
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  • bayern schorsch am 07 Apr 2026 14:56
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Donnerstag, 05.03., von der Villa ins Tamboti Tented Camp LST3

Wir packen unser Zeugs ins Auto und dann gibt´s mit den restlichen Kartoffeln ein leckeres Safari-breakfast. Das hat richtig gut geschmeckt …



…und schon bald stehen wir am Phalaborwa-Gate und holen uns unser permit mittels unserer Wildcard, die wir schon von zu Hause aus gekauft haben. Das ist ja, wenn man von außen in den Park will, immer ein unsägliches Getue, aber diesmal bin ich direkt erstaunt über mich selbst. Der übliche smalltalk von wegen „how are you“ usw., die Prozedur im Office bis man dann das permit hat, dann am gate wieder das übliche „how are you“ und die Frage nach Schießgewehr und Drohnen – hat mich das die letzten Jahre hier im Krüger eigentlich grundsätzlich genervt, so ertrag ich das mit stoischer Ruhe. Das ist an sich gar nicht typisch für mich, aber anscheinend hat man im Alter eine höhere Ausgeglichenheit, und so lässt sich das alles hier recht gut an.

Kaum im Park sehen wir das hier:
Rhino, leider (oder soll ich sagen zum Glück) mit abgesägtem Horn:





dann Gnu´s, Warzensau, Elefant …







… eine ganze Ansammlung Federvieh …













… und irgendwann dann weiter ein „Elefanten-road-block“ …





Ein schönes Bild ist hier gelungen. Eine Spinne – zwar jetzt nicht grad eines unserer Lieblingstiere, aber in diesem Fall recht fotogen:



Die Strecke zieht sich recht lang dahin, denn es sind vom Phalaborwa-Gate bis zu unserer nächsten Unterkunft, dem Tamboti-Tented-Camp doch immerhin um die 160 km, und mit entsprechenden Fotopausen braucht das halt alles seine Zeit. Im Olifants-Restcamp machen wir einen Zwischenstop und genehmigen uns am viewpoint ein Savannah. Das Olifants-Restcamp steht eigentlich immer auf unserer Buchungsliste, denn grad die Bungis vorne in erster Reihe haben einfach einen herrlichen Blick über den Olifants-River, und grad dort ist es immer wieder ein tolles Schauspiel, wenn man das Glück hat, einer Elefantenherde beim Queren des Flusses zuschauen zu dürfen. Diesmal ging sich das Olifants zeitlich nicht aus, aber ein Zwischenstop muss drin sein:



Viel Wasser hat der Olifants-River, es ist schon fast wie ein reißender Strom:


Langsam aber sicher geht´s weiter zum Orpen Gate, denn dort bekommen wir die Schlüssel für unser Zelt im Tamboti-Camp. Vorher sehen wir noch diesen Elefanten, der so aussieht, als würde er einen Mittagsschlaf zu sich nehmen. 10 Minuten sind wir gestanden, 10 Minuten hat er sich keinen Zentimeter bewegt :woohoo:



Von dieser Stelle aus sind es ein paar wenige Kilometer vor zum Orpen Gate, wo wir im Office unsere Schlüssel abholen.



Im Tamboti-Camp haben wir Zelt Nummer 40 bestellt, bekommen haben wir die Nummer 35. Haben wir uns noch mächtig geärgert, dass die Reservierung nicht geklappt hat, so waren wir mit der Nummer 35 sehr zufrieden. Renovierte Küche, es war in der Außenküche alles da, was man braucht, und der Blick von der Terrasse war sehr schön.











Wir sind sehr flott installiert, füllen den Kühlschrank und drehen gleich nochmal ein kurze Runde im Park, schließlich braucht man erst um 18.00h zurück sein, und unser Nachbar (der von Zelt 36) hat uns erzählt, dass man hier nicht so genau auf die Uhr schaut, wann die Gäste abends wieder zu Hause sind. Also sind wir los und schauen, was der Park in der letzten Stunde noch zu bieten hat.

Und das war eine ganze Menge, denn kurz, bevor es nach unserer Runde wieder nach Hause ging, machen uns die Tüpfelhyänen noch eine rechte Freude:









Wir haben Glück, dass die Hyänen sehr nah am Camp waren, und so war es immerhin schon 18.30h, bis wir am Gate vom Tamboti-Camp waren. Gott sei Dank nicht verschlossen, also nix wie vor zu unserem Tent, wir haben Hunger!






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Letzte Änderung: 07 Apr 2026 15:18 von bayern schorsch.
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07 Apr 2026 17:05 #723473
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Natürlich begleite ich euch noch gerne weiter :)
Ihr könnt euch glücklich schätzen, gleich ein Nashorn - noch dazu relativ "unverbuscht" gesehen zu haben. Wir haben in den drei Wochen über den Jahreswechsel gerade mal eins gesehen und das warsehr im Busch versteckt. Ich bin traurig, wenn ich daran denke, wie leicht es früher war, im Kruger NP ein Nashorn zu finden.bayern schorsch schrieb:
Wir haben Glück, dass die Hyänen sehr nah am Camp waren, und so war es immerhin schon 18.30h, bis wir am Gate vom Tamboti-Camp waren. Gott sei Dank nicht verschlossen, also nix wie vor zu unserem Tent, wir haben Hunger!
Uih, ihr seid mutig : :woohoo: , nicht nur ein paar Minuten über der Zeit sondern gleich eine halbe Stunde.
Freue mich schon auf die Fortsetzung.
Gruss Chrissie
___________
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08 Apr 2026 14:23 #723523
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Hallo zusammen,

@Chrissie schrieb bezüglich später Rückkehr ins Camp:
Uih, ihr seid mutig : :woohoo: , nicht nur ein paar Minuten über der Zeit sondern gleich eine halbe Stunde.
Ein klein wenig muss ich mich korrigieren, denn ich hab nochmal meine Schorschine gefragt. Es waren nicht 30 Minuten, sondern höchstens 20 Minuten. Trotzdem - es wurde überhaupt nicht kontrolliert und ich hatte schon bald den Eindruck, dass man auch erst um 19.00h hätte zurückfahren können. Vielleicht täusch ich mich aber.

Es geht gleich weiter mit dem nächsten Tag im Tamboti. :)

Bis dann,
der bayern schorsch
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08 Apr 2026 14:31 #723525
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Freitag, 06.03.2026, Tag 2 im Tamboti-Camp

Wir haben verhältnismäßig einigermaßen gut geschlafen. Es war heiß, und der Propeller tat zwar seine Dienste, aber angenehm kühl ist was anderes.
Egal – 06.00h ganz schnell ein Tässchen Kaffee und ein leichtes breakfast, und dann geht´s auch schon los. Von Tamboti geht es auf Tar Richtung Satara, und dann biegt man nach ca. 20 km rechts ab Richtung Hamiltons-Camp, gravel road. Dort im Hamiltons hatten wir vor einigen Jahren ein paar perfekte Tage (und damals vor allem noch bezahlbare Tage), also versuchen wir hier unser Safariglück.

Kaum sind wir auf gravel, läuft uns doch tatsächlich ein stattlicher Löwe über den Weg. Das Wetter war schlecht, die Lichtverhältnisse katastrophal, so dass uns (neben ein paar schönen Filmaufnahmen) eigentlich kaum Fotos gelungen sind. Hier eine klitzekleine Auswahl …





Wir haben uns die Jahre über angewöhnt, dass wenn mal eine besondere Sichtung ist, wir auf den Tacho schauen. So kann man anderen Fahrzeugen auch mal einen Tipp geben, wo was los ist. Und so wissen wir, dass dieser Löwe sage und schreibe 4 km vor uns auf dem Feldweg gelaufen ist, wir knapp hinter ihm, und hinter uns noch zwei Autos. Von daher war das natürlich das highlight des heutigen Tages, auch wenn fototechnisch nix Großes draus geworden ist. 4 km, jeder Strauch wurde vom Löwen beschnuppert, danach markiert, und so kam es, dass wir eine Stunde lang eine exklusive Kleinsafari hatten. Irgendwann ist er dann in die Büsche bzw. ins hohe Gras verschwunden, das war absolut spitze!

Außer Löwen hatten wir dann noch viele Zebras und Antilopenherden von unglaublichem Ausmaß. 100 Tiere in der Gruppe reichen nicht, das war sehr schön anzuschauen





Hier grüßt Familie Frankolin …



…. und hier streckt uns ein Schakal seine Zunge raus …



… und so sehen die Nebenstraßen aus – die Meisten gesperrt und mit Baumstämmen abgesichert:



Ein Wort zu den Straßenverhältnissen im Krügerpark: das Hochwasser hat seine Spuren hinterlassen. Teilweise hat´s ausgeschaut, als wären ganze Bomben explodiert. Die Brücken teilweise in einem denkbar schlechten Zustand, ohne Sicherung, ohne Zaun und ohne Leitplanke. Man muss sich drauf einlassen, und uns hat das jetzt nicht groß gestört. Aber – 90 % der Nebenstraßen, und das sind ja grad die interessanten Straßen zur Tierbeobachtung, waren gesperrt. Zum Glück war zu unserer Zeit Nebensaison und entsprechend wenige Touristen waren unterwegs. Nicht auszudenken, wie das wäre in der Hochsaison, wenn praktisch alle Autos nur auf den mainroads unterwegs sind. Die Letababrücke ist komplett zerstört, wie lange der Wideraufbau dauern kann, wissen wir nicht. Bei uns war´s noch nicht so weit, und das war ja dann letztlich auch der Grund, weshalb wir Sirheni stornieren mussten. Aber nochmal: uns hat das alles nicht weiter gestört und uns den Urlaub keinesfalls vermiest. Man kann´s ja eh nicht ändern und man könnte noch sie viel lamentieren – das ist einfach so und gegen die Naturgewalten sind wir machtlos. Punkt um Basta!

Wir fragen uns, nach was die Schakale hier so neugierig Ausschau halten:



Und bei genauerem Hinschauen wissen wir, wonach die Schakale schauen:













Mittags machen wir einen Boxenstop in Satara, wo wir uns einen Cheeseburger und panierten Fisch schmecken lassen. Wir mögen diese Art von Küche recht gern, auch wenn wir wissen, dass das möglicherweise nicht grad die gesündeste Ernährung ist. Meistens gibt´s dazu noch ein Flascherl Wein oder auch mal ein Bierchen, und egal ob im Cattle Baroon, bei Mug & bean oder auch im Bushveld Terrace, du zahlst hier überall eine in etwa gleiche Rate. 450 bis 500 Rand, da gibt´s wahrlich nix zu meckern. Und schmecken tut das Zeugs ja sowieso und immer einfach gut!

Wir pirschen weiter und sehen u.a. Wildhunde ….








… Büffel, allerdings nur einen prächtigen Single-Mann …



und sonst natürlich noch die üblichen „Verdächtigen“:






Zum Abschluss des heutigen Tages noch zwei Bilder – hier sieht man doch deutlich, dass die Wassermassen wirklich enorm sind.









Egal wo man fährt, ob auf Tar oder Gravel, man sieht überall, dass es hier im Krügerpark unglaublich viel geregnet hat. Diese Sintflutartigen Regenfälle vor einigen Monaten haben schwere Verwüstungen angerichtet und man geht davon aus, dass SAN-Parks lange Zeit brauchen wird, die gesamte Infrastruktur wieder zum laufen zu bringen. Wollen wir hoffen, dass bald wieder alles einigermaßen gut ist.

Zu Hause auf unserer Terrasse des Tamboti-Camps legen wir uns nochmal mächtig ins Zeug. Es wird gegrillt, was noch übrig ist, denn schließlich geht es Morgen in den Süden des Parks zur Crocodile Bridge. Dort haben wir, ganz entgegen unserer self-catering-Gewohnheit, eine Unterkunft auf Halbpensionsbasis gebucht. Mal schauen, ob uns das „taugt“.
Anhang:
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Letzte Änderung: 08 Apr 2026 14:49 von bayern schorsch.
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