Freitag, 06.03.2026, Tag 2 im Tamboti-Camp
Wir haben verhältnismäßig einigermaßen gut geschlafen. Es war heiß, und der Propeller tat zwar seine Dienste, aber angenehm kühl ist was anderes.
Egal – 06.00h ganz schnell ein Tässchen Kaffee und ein leichtes breakfast, und dann geht´s auch schon los. Von Tamboti geht es auf Tar Richtung Satara, und dann biegt man nach ca. 20 km rechts ab Richtung
Hamiltons-Camp, gravel road. Dort im Hamiltons hatten wir vor einigen Jahren ein paar perfekte Tage (und damals vor allem noch bezahlbare Tage), also versuchen wir hier unser Safariglück.
Kaum sind wir auf gravel, läuft uns doch tatsächlich ein stattlicher Löwe über den Weg. Das Wetter war schlecht, die Lichtverhältnisse katastrophal, so dass uns (neben ein paar schönen Filmaufnahmen) eigentlich kaum Fotos gelungen sind. Hier eine klitzekleine Auswahl …
Wir haben uns die Jahre über angewöhnt, dass wenn mal eine besondere Sichtung ist, wir auf den Tacho schauen. So kann man anderen Fahrzeugen auch mal einen Tipp geben, wo was los ist. Und so wissen wir, dass dieser Löwe sage und schreibe 4 km vor uns auf dem Feldweg gelaufen ist, wir knapp hinter ihm, und hinter uns noch zwei Autos. Von daher war das natürlich das highlight des heutigen Tages, auch wenn fototechnisch nix Großes draus geworden ist. 4 km, jeder Strauch wurde vom Löwen beschnuppert, danach markiert, und so kam es, dass wir eine Stunde lang eine exklusive Kleinsafari hatten. Irgendwann ist er dann in die Büsche bzw. ins hohe Gras verschwunden, das war absolut spitze!
Außer Löwen hatten wir dann noch viele Zebras und Antilopenherden von unglaublichem Ausmaß. 100 Tiere in der Gruppe reichen nicht, das war sehr schön anzuschauen
Hier grüßt Familie Frankolin …
…. und hier streckt uns ein Schakal seine Zunge raus …
… und so sehen die Nebenstraßen aus – die Meisten gesperrt und mit Baumstämmen abgesichert:
Ein Wort zu den Straßenverhältnissen im Krügerpark: das Hochwasser hat seine Spuren hinterlassen. Teilweise hat´s ausgeschaut, als wären ganze Bomben explodiert. Die Brücken teilweise in einem denkbar schlechten Zustand, ohne Sicherung, ohne Zaun und ohne Leitplanke. Man muss sich drauf einlassen, und uns hat das jetzt nicht groß gestört. Aber – 90 % der Nebenstraßen, und das sind ja grad die interessanten Straßen zur Tierbeobachtung, waren gesperrt. Zum Glück war zu unserer Zeit Nebensaison und entsprechend wenige Touristen waren unterwegs. Nicht auszudenken, wie das wäre in der Hochsaison, wenn praktisch alle Autos nur auf den mainroads unterwegs sind. Die Letababrücke ist komplett zerstört, wie lange der Wideraufbau dauern kann, wissen wir nicht. Bei uns war´s noch nicht so weit, und das war ja dann letztlich auch der Grund, weshalb wir Sirheni stornieren mussten. Aber nochmal: uns hat das alles nicht weiter gestört und uns den Urlaub keinesfalls vermiest. Man kann´s ja eh nicht ändern und man könnte noch sie viel lamentieren – das ist einfach so und gegen die Naturgewalten sind wir machtlos. Punkt um Basta!
Wir fragen uns, nach was die Schakale hier so neugierig Ausschau halten:
Und bei genauerem Hinschauen wissen wir, wonach die Schakale schauen:
Mittags machen wir einen Boxenstop in
Satara, wo wir uns einen Cheeseburger und panierten Fisch schmecken lassen. Wir mögen diese Art von Küche recht gern, auch wenn wir wissen, dass das möglicherweise nicht grad die gesündeste Ernährung ist. Meistens gibt´s dazu noch ein Flascherl Wein oder auch mal ein Bierchen, und egal ob im Cattle Baroon, bei Mug & bean oder auch im Bushveld Terrace, du zahlst hier überall eine in etwa gleiche Rate. 450 bis 500 Rand, da gibt´s wahrlich nix zu meckern. Und schmecken tut das Zeugs ja sowieso und immer einfach gut!
Wir pirschen weiter und sehen u.a. Wildhunde ….
… Büffel, allerdings nur einen prächtigen Single-Mann …
und sonst natürlich noch die üblichen „Verdächtigen“:
Zum Abschluss des heutigen Tages noch zwei Bilder – hier sieht man doch deutlich, dass die Wassermassen wirklich enorm sind.
Egal wo man fährt, ob auf Tar oder Gravel, man sieht überall, dass es hier im Krügerpark unglaublich viel geregnet hat. Diese Sintflutartigen Regenfälle vor einigen Monaten haben schwere Verwüstungen angerichtet und man geht davon aus, dass SAN-Parks lange Zeit brauchen wird, die gesamte Infrastruktur wieder zum laufen zu bringen. Wollen wir hoffen, dass bald wieder alles einigermaßen gut ist.
Zu Hause auf unserer Terrasse des Tamboti-Camps legen wir uns nochmal mächtig ins Zeug. Es wird gegrillt, was noch übrig ist, denn schließlich geht es Morgen in den Süden des Parks zur Crocodile Bridge. Dort haben wir, ganz entgegen unserer self-catering-Gewohnheit, eine Unterkunft auf Halbpensionsbasis gebucht. Mal schauen, ob uns das „taugt“.