Tag 2 im Nationalpark Mapungubwe, 03.03.2026, Dienstag
Gemütlich ist es hier.

Zwar bekommen wir heute Morgen keinen Besuch von den Elefanten, dafür aber sind zwei Sanparks Leute hier, um die Klimaanlage zu richten. Knapp eine Stunde später sind sie fertig und alles ist Bestens. Die beiden Männer haben sogar noch den Boden rausgewischt. Das nenn ich mal einen super Service. Geschimpft wird ja eh genug über San-Parks, dann darf man ruhig auch mal was Positives berichten.
Wir machen uns auf zum
game-drive. Hier mit dem eigenem Auto rumzukurven, das gibt schon was her. Es gibt reichlich Tiere, es ist schon bald wie im Zoo, wirklich alles außerordentlich schön. Die Landschaft ist ein einziger Traum. Riesige Baobabs überall, dazu diese unglaublichen Felsformationen, ja, das ist wirklich sehr schön hier.
Hier eine kleine Auswahl von dem, was wir hier gesehen haben, und ich fang mal gleich mit dem Lieblingsbild meiner Schorschine an. Das Zebra ist wirklich beautiful:
... und der Bilderkatalog geht noch weiter ...
Den Park umrundet man mit dem Auto in ein paar Stunden, ich schätze, dass wir so um die drei Stunden unterwegs waren, bevor wir dann mittags eine kleine Siesta eingelegt haben. Vorher fahren wir im Camp auch noch eine kleine Nebenstraße zu anderen Unterkünften und beobachten einige Vervet Monkeys, die auf dem Dach einer Unterkunft ihr Unwesen treiben. Die Vervets sind uns deutlich lieber als die Baboons, sie sind einfach viel hübscher anzuschauen, wahrscheinlich aber noch frecher als die Baboons.
Und während wir da so dastehen, kommt eine Frau, aus dem Häuserl und fragt, wonach wir denn Ausschau halten. Wir erklären uns, sie lacht freundlich, winkt ab und wackelt wieder in ihre Unterkunft zurück. Wahrscheinlich eine Angestellte - denken wir uns.
Nach unserer Verschnaufpause fahren wir abends zum
viewpoint.
Leider ist der
Treetop-Walk wegen Renovierungsarbeiten nicht begehbar.

Das ist sehr schade, denn wir wissen von anderen Fomis, dass es ein sehr schöner Walk entlang des Limpopo-Rivers sein soll. Also müssen wir uns mit dem viewpoint „begnügen“. Wobei „begnügen“ sicherlich nicht die richtige Formulierung ist, denn der viewpoint ist ein herrlicher Platz, einen sundowner zu genießen. Unseren Gin Tonic haben wir in der Coolerbox, und das, was sich uns hier landschaftlich präsentiert, ist in Worte kaum zu beschreiben:
Ein Traum, anders kann man das gar nicht sagen. Wir fahren gemütlich zurück, sehen noch Elefanten in der Dämmerung und dann gibt´s, als wir in unser Häuschen zurückkommen,
einen großen Schreck:
von unserem Haustürschlüssel ist der Bart abgebrochen, somit war das Aufschließen des Chalets nicht mehr möglich. Was nun? In der ersten Aufregung war für mich klar, wir müssen zurückfahren zum Gate, dort wird uns bestimmt geholfen. Aber was wäre ich ohne meiner Schorschine. Der nämlich war völlig klar, dass die Frau, bei deren Häuschen wir heute die Vervets beobachtet haben und die uns dann so freundlich gefragt hat, nach was wir denn eigentlich Ausschau halten, uns bestimmt weiterhelfen kann. Und siehe da, die Dame war sogar die Campleiterin und sofort wurde uns weitergeholfen.
Zwar konnten wir unser Chalet durch die Haustüre nach wie vor nicht betreten, aber durch den Hintereingang, wo im Regelfall die Putzfrau reingeht, für diese Tür hat sie uns den Schlüssel gegeben. Also – alles gut, zwar war das am nächsten Tag morgens dann nicht grad der bequemste Weg, unsere Utensilien ins Auto zu schaffen, aber immerhin. TIA – this is africa. Und es wird einem ganz unkompliziert und unbürokratisch geholfen.
Nach dieser kleinen „Aufregung“ schmeckt´s uns auch heute Abend wieder so richtig gut.
Der Mond zeigt sich fotogen und verleiht dem Ganzen eine romantische und tolle Stimmung ....
Eine Flasche Weißwein, dazu Rinderfilet, Käsegriller, Toastbrot mit crashed garlic, dazu ein bisschen griechischen Salat, und auch heute fallen wir wieder todmüde, aber auch total zufrieden, in die Kiste.
Fazit Leokwe Camp:
Der Geheimtipp schlechthin. 
Klein – aber fein, so könnte man es in Kurzfassung sagen. Wirklich, uns hat Mapungubwe sehr gut gefallen. Eine klare Note 1, für die Unterkunft vielleicht die Note 2. Für die Tierwelt die Note 1 (mit STERN), das war unglaublich intensiv hier. Die Eli´s, die bis zum Pool vormarschierten, die vielen Tiere im Park, die eigentlich gar keine Scheu haben, uns hat das unglaublich gut getan. Und so ist das halt im Safarileben. Vom Tuli-Block hatten wir uns sehr viel erwartet und waren leicht enttäuscht, und von Mapungubwe hatten wir uns sehr wenig erhofft und waren total begeistert.
P.S. und grad ist mir noch eingefallen - wir waren im kompletten Park bald die einzigen Gäste. Im Leokwe Camp waren 3 Hütten belegt, und dementsprechend "leer" war es auf den Straßen im Park. Wir haben das sehr genossen.