THEMA: SA + Botswana 02+03/2026
19 Mär 2026 14:26 #722482
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  • bayern schorsch am 19 Mär 2026 14:26
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Hallo liebe Forumsgemeinde,

wenn jemand die Kommentare, falls es überhaupt welche gibt, nicht lesen möchte, dann einfach bitte auf die Sonne oben rechts klicken.

Zur Sache: eigentlich, ja eigentlich wollten wir bzw. ich gar keinen Reisebericht schreiben. Und eigentlich wollten wir ja überhaupt nicht nach Afrika reisen. Schließlich waren die letzten Ziele im vergangenen Jahr noch nicht so lange her, und bekanntlich zehrt man ja doch eine Zeit lang von vergangenen Reisen. Nur – irgendwie war das halt alles nicht Afrika. Egal ob Skifahren, eine dreiwöchige Kreuzfahrt von Chile über Kap Hoorn bis hinüber nach Buenos Aires, ein Familienurlaub mit „Allen“, also immerhin 13 Personen insgesamt in den Bergen, eine klasse Reise in die Toskana zu unseren besten Freunden Astrid und Hermann (unsere Trauzeugen bei unserer Hochzeit in Namibia), ein supertoller Urlaub mit einem Teil der Kid´s auf Samos – alles toll, aber alles halt nicht Afrika. ;)

Und zu allem Überfluss und wenn man mal zwischendrin Zeit hat, dann schaut man sich um. Man schaut bei den verschiedenen Portalen, wie denn so die Preise für Flüge ab München nach Capetown oder nach Johannesburg liegen, und siehe da, irgendwann im Winter (und der war doch dieses Jahr wirklich lang), sehen wir einen Flug von Muc nach Johannesburg. Kostenpunkt 499 Euro incl. Gepäck pro Person.
Gute Flugzeiten, zwar über Frankfurt, aber mit Condor war das ein Preis, der uns einfach hat schwach werden lassen. Wir haben nicht lange überlegt, und schwups, schon haben wir ein bisschen leichtsinnig einfach mal so zwei Flugtickets nach Johannesburg in der Tasche. WOW!

Die Tour hat dann zum größten Teil die Schorschine ausgeklügelt und das hat sie super gemacht. Auch jetzt im Nachhinein denken wir uns, Mensch, was haben wir da für eine schöne Reise gehabt. Und das alles zur Regenzeit. :huh:
Die Regenfälle mit den damit verbundenen Überschwemmungen im Krügerpark haben wir zur Kenntnis genommen, und auch wenn wir dann letztendlich die Tour nicht so fahren konnten, wie ursprünglich geplant, so haben wir das Alles sehr gelassen hingenommen. Gemessen an dem, wie es vielen Menschen rund um den Krügerpark ergangen ist – und das war ja nun wirklich fürchterlich und hat etlichen Menschen das Leben gekostet, dann ist doch das im Vergleich zu uns, wo wir halt die ein oder andere Unterkunft nicht so erleben konnten wie geplant, absoluter Pippifatz.

Der langen Vorrede kurzer Sinn – wir sind am 21.02.2026 nach Johannesburg gedüst, und wir haben uns unglaublich auf unsere knapp drei Wochen gefreut. Viel mehr zum Beispiel als auf unseren Norwegenurlaub, der jetzt dann Ende Mai auf uns wartet. Irgendwie ist das Afrikafieber permanent präsent, und wir laden Euch gerne ein, uns auf unserer Reise nach SA und Botswana zu begleiten. Erwartet bitte keinen total detaillierten Reisebericht, aber ich gebe mir Mühe, auch in Kurzfassung all das widerzugeben, was wir in diesem Urlaub erlebt haben.

Nachdem es ja schon bald zur Mode geworden ist, zu Beginn eines Berichtes ein paar teaser-pics hier reinzustellen, haben wir uns Folgendes überlegt: nachdem unsere Bilder ja nun mal wirklich und bei Weitem mit den hier gezeigten supertollen Bildern anderer Fomis ganz einfach nicht mithalten können, gibt´s "zum teasern" ein Bild von der Schorschine und von mir, nicht dass uns der Ein oder Andere gar nicht mehr kennt:

(mal schauen, ob das Handybild jetzt auch richtig erscheint, das ist ja immer so ein kleines Problemchen)



Oha, das ist ja perfekt, dass das Bild nicht auf dem Kopf oder gar quer steht, dann kann´s ja auch gleich weitergehen.

Hier unsere Tour:
3 Nä Abendruhe Lodge SA
5 Nä Serolo Camp Botswana
2 Nä Mapungubwe SA
1 Na Sirheni Krüger (storniert), dafür
1 Na Villa Landdrift am Phalaborwa Gate / Krüger
2 Nä Tamboti Tented Camp / Krüger
3 Nä Crocodile Bridge Safari Lodge / Krüger

So also hat unsere Tour ausgeschaut, und weil´s grad zeitlich gut passt, lasst mich ein bisschen was über den Flug mit CONDOR erzählen:

21.02.206, Flug von München über Frankfurt nach Johannesburg

Gebucht haben wir mir Condor, und wer Condor kennt, der weiß, dass man dann kurz vor Abflug alle paar Tage eingeladen wird, bei der Versteigerung von besonders bequemen Sitzen mitzumachen. Ich persönlich halt ja von diesen Mätzchen gar nichts, aber Schorschine hat sich´s nicht nehmen lassen, und hat für die „Premium-Klasse“ geboten. 119 Euro war das Mindestgebot, mit 120 Euro waren wir die Glücklichen. Dafür bekommt man einen deutlich bequemeren Sitz als den in der Holzklasse, dazu Alkohol so viel man will (wobei das Personal sehr schwach nachgeschenkt hat), und so hat man doch das Glück, die rund 11 Stunden Flugzeit von Frankfurt nach Johannesburg etwas angenehmer zu gestalten. Geschlafen haben wir relativ gut, das Essen war in meinen Augen voll in Ordnung (Trüffelnudeln, kleiner Salat, Snickers ….), nur der Getränkenachschub war schwach. Da denken wir doch gerne an die Zeiten mit South African Airways :) zurück.
Da hast du selbst in der billigen Klasse ein Getränkeangebot gehabt, das seinesgleichen sucht.



die Beiden hier freuen sich - endlich wieder AFRIKA !!!



Morgen geht´s dann weiter mit der "Abendruhe Lodge",
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20 Mär 2026 16:50 #722548
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  • bayern schorsch am 19 Mär 2026 14:26
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Flug nach Johannesburg, Übernahme Leihwagen - wir sind auf dem Weg zur Abendruhe-Lodge

Der Flug selbst war überpünktlich, und so landen wir früh morgens um ca. 8.ooh auf dem O.R. Tambo. Schorschine kümmert sich um die Koffer, während ich mich auf den Weg zum Tempest Schalter mache, der gleich gegenüber des Terminals liegt. So bin ich auch diesmal wieder der Erste, und zu unserer Überraschung möchte man uns einen Toyota Corolla andrehen. :woohoo:
Da waren wir natürlich nicht einverstanden, denn schließlich haben wie mit „Aroundaboutcars“ einen SUV der Klasse M ausgehandelt. Dumm nur, dass die Papiere für das cross border nach Botswana nun nochmals neu ausgestellt werden mussten, aber die Dame von Tempest hat das sehr gut gelöst, indem sie uns die cross border Papiere per mail zugeschickt hat, die wir dann in der Abendruhe-Lodge ausdrucken konnten.

Bezüglich des Autos muss der bayernschorsch einfach mal ehrlich sein: selbstverständlich wäre ein 4x4, speziell dann, wenn man in Botswana herumgurkt, schon angebracht. Aber nein, wenn schon der Flug günstig war, dann muss auch das Auto günstig sein. Sehr zum Ärger seiner Schorschine, die schon immer und eher für die größeren Autos eingestellt war, aber wie willst Du so einen alten Herrn zur Vernunft bringen. Vorab: die Kiste, die wir hatten, war wirklich ein recht nettes Auto, nämlich ein Nissan Magnite. Den gibt´s bei uns in Germany nicht, aber das Auto hatte Automatik, war relativ hoch und dadurch auch recht gut geeignet für einigermaßen normale Straßen – in Botswana und dann auch noch nach Regen, na ja, dazu aber später mehr. ;)

Wir steuern unsere erste Unterkunft an. Die „Abendruhe Lodge“, grad mal kanpp 100 km vom Flughafen entfernt, und sie liegt genau auf unserem Weg nach Botswana. Von unserer Forumsbekannten Logi :kiss: und auch von einigen anderen Fomis wurde uns die Abendruhe Lodge wärmstens empfohlen, der Preis hat mehr als gepasst, und so haben wir uns hier für drei Nächte eingebucht. Cabin Nummer 1, das nächstgelegene zum Pool und zum Wasserloch. :)

Vorher aber müssen wir einkaufen. Auf Empfehlung von unserem Freund Carsten Casimodo schauen wir bei der „Irene-Village-Mall“ vorbei. Dort werden wir bei Pick n Pay fündig:

229,99 Rand für eine Coolerbox
2.762,09 Rand für Essenseinkauf
809,93 Rand im bottlestore.

Der Pick N Pay ist mehr als gut sortiert, eine klare Empfehlung, auch wenn uns der Checkers vom Grundsatz her lieber ist, denn für den Checkers haben wir eine Checkerscard :) ;) , wo wir so manches Schnäppchen erstehen können.

Und dann sind wir auch schon bald in der Abendruhe Lodge. Hier ein paar Bilder, leider ist gleich das erste Bild gar nicht gut, das haben wir von der homepage runtergeklaut. Man sieht aber aber recht schön die 4 Cabins, wir hatten das Cabin links vom Pool.



Die Cabins sind ewig groß, ich schätze jedes Cabin auf um die 50 qm, picco-bello sauber, und was für uns mehr als Wichtig ist, ein Kuschelbett, und das ist vom Allerfeinsten:







Kurz vor unserem ersten game-drive mit Günther, dem Besitzer der Abendruhe-Lodge, gönnen wir uns zur Feier des Tages und weil wir einfach glücklich sind, wieder in Afrika zu sein, unseren Simonsig Hochzeitssekt, der uns in dieser schönen Kulisse natürlich besonders gut schmeckt:


Wir drehen noch ein paar Runden im kleinen Pool und dann steht noch ein Stündchen "relaxen" auf dem Programm:





Die beiden Inhaber, Anita und Günther, das sind zwei ganz liebe Menschen. Die schauen jeden Tag vorbei, ob man irgendwas braucht oder ob irgendwas eventuell nicht in Ordnung ist. Wirklich sehr angenehme Leute, und mit Günther und einem anderen Paar haben wir gleich am ersten Tag einen Game-Drive gemacht. Für wenig Geld bekommt man hier wenig Tiere geboten. Aber es ist schön, einfach nur schön, wir gondeln durch das Dinokeng Reserve (angeblich big 5 Reserve), und wir sehen Zebras, Giraffen und alle üblichen Verdächtigen. Erwartet haben wir uns eh nicht viel, und wir sind auch nicht enttäuscht. Das passt alles, die Abendruhe Lodge ist grad das Richtige zum Runterkommen.









Am Abend fallen wir nach unseren üblichen Braaigeschichten, garniert mit einem guten Flascherl Wein, todmüde ins Bett.





Und siehe da, selbst der bayerschorsch schafft es mit ein paar wenigen Pinkelunterbrechnungen, immerhin 12 Stunden in der Falle zu schlummern. Was für eine schöne Nacht, das Bett zum Glück ein Kuschelbett, wir wollten gleich gar nicht mehr aufstehen.

Die beiden anderen Tage haben , wir game-drives mit dem eigenem Auto unternommen. Gemütlich sind wir durch die Landschaft gekurvt, uns hat das für die ersten Tage wieder mal sehr gut gefallen und einfach nur gutgetan. Absolut nichts dramatisches, die Tiersichtungen waren eher "mau" - es ist halt Regenzeit.

Fazit Abendruhe-Lodge: ( 3 Nächte 22.02. – 25.02.2026)

..... bitte immer wieder und mehr als gerne. Wenn es auf dem Weg liegt, dann ist das für uns zumindest eine super Adresse. Perfekt nach einem langen Flug zum Runterkommen, die Chalets sind hervorragend ausgestattet, wir würden sogar so weit gehen, dass die Cabin´s der Abendruhe-Lodge mit das Beste war, was wir in puncto self catering jemals erlebt haben. Zwei Grill´s, einer draußen neben der Terrasse mit Holzfeuer, einer oben auf dem Terrassendeck mit Holzkohle. Sowohl Holz als auch Briketts als auch Kohle- und Holzanzünder kann man in der Lodge zu kleinem Preis kaufen, das hat wirklich alles sehr sehr gut gepasst. Wir haben uns nach zwei Nächten hier gefragt, ob wir mit der dritten Nacht nicht etwas zu viel des Guten gebucht haben.

Nein – es war grad recht, wir haben das alles hier sehr genossen. Übrigens gibt es seit Neuestem auch ein besonderes Luxus-Chalet mit eigenem Pool Wir haben uns das angeschaut und ja, das hat schon seinen Reiz. Und außerdem, dass hier nicht der Eindruck entsteht, im Dinokeng gibt´s wenig Tiere – ja, all zu viele sind es nicht, aber immerhin ist gleich am ersten Tag ein prächtiger Elefant entlang von unserem Zaun gelaufen. Leider hatten wir keine Kamera dabei, aber als Empfangskomitee grad am ersten Tag hat sich der Eli schon recht gut gemacht. :)
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Letzte Änderung: 20 Mär 2026 17:02 von bayern schorsch.
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23 Mär 2026 14:29 #722708
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  • bayern schorsch am 19 Mär 2026 14:26
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25.02.2026, Botswana, wir kommen! :) :) :)

Und ganz ganau wollten wir es wissen – wie ist denn das mit Fleisch und Alkohol an der Platjan Border. Wie stark wird kontrolliert, wie läuft das alles ab?

Aber der Reihe nach. Lange sind wir unterwegs gewesen, denn von der Abendruhe-Lodge bis zum Serolo-Camp in Botswana sind es immerhin 452 km, das braucht schon mal anpacken. Außerdem mussten wir noch einen Einkauf in Polokwane erledigen, denn im Serolo-Camp waren wir, wie fast auf der kompletten Reise, Selbstversorger. Übrigens waren wir in Polokwane in der Vleislapa und dort sehr freundlich bedient. Gute Preise, gute Qulität, das hat recht gut gepasst.

Frühes Aufstehen war angesagt, und tatsächlich waren wir um 06.00h on the road. :woohoo: Uns macht das frühe Aufstehen nichts aus und die Erfahrung zeigt, dass es nie ein Fehler ist, zeitig unterwegs zu sein. Denn in der Summe inclusive Einkauf in Polokwane brauchten wir doch 8 ½ Stunden, ein langer und zäher Ritt bis hoch nach Botswana.

Die Platjan-Border – da waren wir um ca. 12.30h immerhin das dritte Auto, das an diesem Tag die Grenze passiert.
Hier die Zufahrt zur Grenze:





und beim Blick auf den Limpopo-River wird uns schon klar, dass wir es hier im Tuli-Block mit ordentlichen Wassermassen zu tun bekommen:



Die Zollbeamten machen auf uns einen schon fast erschreckten Eindruck, als wir mit unserem Kleinwagen Richtung Grenze tuckern. Unser Fleisch haben wir vorsorglich ein paar km vor der Grenze „versteckt“, ein geeigneter Platz für solche Dinge ist die Schmutzwäsche, wir sind da ziemlich ideenreich, was das anbelangt. Julie vom Serolocamp hat uns im Vorfeld schon berichtet, dass es an der Platjanborder meistens sehr relaxt zugeht. Und – das ganze Spektakel gestaltete sich zu unserer Freude total entspannt, es wurde zwar in den Kofferraum geschaut, aber nicht mal die Coolerbox erweckte irgendein Interesse der Zollbeamten. Klar brauchst Du einige Stempel in deinem Pass, und dass man durch die Veterinärsschleuse durchwatschen muss, ist selbstredend. Das ist aber alles kein Problem und so sind wir innerhalb 20 Minuten von Südafrika in Botswana.

Eine total schlechte Straße haben wir nun vor uns. Rund 40 oder 50 km, und die haben´s in sich. Nicht nur Wellblech, sondern einfach nur eine grottenschlechte Piste, draußen hat es mittlerweile sage und schreibe 43 Grad (!!!). Wer hätte das gedacht, dass es derart heiß ist. Aber wir sitzen ja im klimatisierten Auto, von daher also alles kein Problem. Unser Fleisch kommt raus aus dem Versteck und rein in die Coolerbox, und was sind wir froh, als wir dann endlich am Gate zum TULI Wilderness stehen. Von dort ist der Weg bis zum Serolo-Camp nicht mehr weit, es sind grad mal zwei Kilometer, und dann ist es geschafft.



Unsere Unterkunft ist sehr sehr schön. Es gibt hier im Serolo-Camp 5 oder 6 Zelte, nicht all zu groß und mit wenig Aussicht. Mag sein, dass es in der dry season anders ist, zu unserem Zeitpunkt war alles grün, grün und nochmals grün. Das Herzstück war die offene Lounge mit schöner Bestuhlung im Freien, abends wird die gesamte Szenerie mit vielen Petroleumlampen romantisch beleuchtet. Dort im Loungebereich werden für die Halb- bzw. Vollpensionsgäste das Frühstück, Lunch und Dinner serviert. Das sieht alles sehr heimelig aus, und das kleine Tauchbecken hat herrlich frische Temperaturen, ein Platz, wo man gern mal ein Bierchen zu sich nimmt.







Der Blick zum Wasserloch – dort ist außer Pavianen, Antilopen und Zebras auch mal ein Elefant zu sehen, das hat schon was.



Wir haben die Variante „self-catering“ gebucht, denn es gibt hier im Serolo auch ein Zelt, das auf self-catering ausgerichtet ist. Ein großes Schlafzimmer, eine Küche mit allen Utensilien, die man braucht, im Freien ein riesiger Feuerplatz, dort werden wir abends Grillen und unser Lagerfeuer haben.











Im nicht eingezäunten Freibereich gibt´s für uns einen langen Tisch, man sieht hier auf dem Bild im Hintergrund auch die Außendusche, und wenn man ganz genau hinsieht, dann sieht man, dass wir sogar einen "eigenen" Funkmasten haben :cheer:





Nochmal zurück in die Küche – eins steht fest, verhungern tun wir hier im Serolo-Camp auf keinen Fall! :woohoo: :woohoo: :woohoo:





Hmm.... ich muss mal schauen, wie ich die Bilder noch mehr verkleinern kann, denn die sind ja nun mal entschieden zu groß. :(

Bei unserem Arrangement sind jeden Tag zwei Game-drives includiert, und die haben es durchaus in sich. So weit wir wissen, gibt es zwei game-drive Autos im Camp, und wir hatten sehr großes Glück mit unserem Driver. SK, so die Kurzform seines Namens, ausgesprochen Sekeo und zu deutsch Zacherias. Ein wirklich super Typ, der uns am Treffpunkt pünktlich um 16.30h „aufgesammelt“ hat. Zudem hatten wir das Glück, an Tag 1 und Tag 5 die einzigen Gäste zu sein, exclusiver geht nicht.

Also gondeln wir los, und wir wussten ja von vielen Berichten, dass die Landschaft der absolute Traum sein muss. Und die Landschaft war in der Tat unglaublich, so was Schönes haben wir selten zuvor gesehen. Man muss schon sagen, dass wenn man in der green-season unterwegs ist, dann hat man herrlichste Landschaften in einem durchgehenden Grün. Das ist sehr schön und wohl schöner als in der dry-season, wo man mehr oder weniger viel Grau und noch mehr Staub hat. Andererseits sind dann die Tiere auf keine Wasserlöcher und auf keine Flussläufe angewiesen, womit sich die Tiersichtungen zwangsläufig in Grenzen hielten.













Unser Driverguide SK meinte, dass wir heute mal zunächst im Serolo-Gebiet bleiben sollten, unterm Strich war das aber wohl die falsche Entscheidung, denn Tiere haben wir bei unserem Game-drive nur sehr spärlich entdeckt, und die von uns erhofften Elefantensichtungen blieben leider Fehlanzeige. Das macht uns aber nichts aus, schließlich sind wir 5 Nächte hier im Camp, und die Landschaftt entschädigt uns mehr als großzuügig.

Ein sundowner an schöner Stelle, der übliche smalltalk, das hat für die ersten paar Stunden auf Pirsch ganz gut gepasst und wir freuen und schon auf den nächsten Morgen, da geht´s nämlich schon um 05.30h los.







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Letzte Änderung: 23 Mär 2026 14:58 von bayern schorsch.
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24 Mär 2026 17:00 #722776
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Tag 2 Serolo-Camp:

Der Wecker klingelt gnadenlos um 05.00h, (!!!) wir machen uns ein schnelles Tässchen Kaffee, schließlich müssen wir rüber zum Haupthaus, wo SK bereits auf uns wartet.

Verpflegung,Knabbereien und Getränke während eines game-drives:
ja, das war natürlich schon ein bisschen witzig und wir mussten mehr als einmal schmunzeln. Gestern bei unserem Abenddrive hat man uns vor der Abfahrt gesagt, wir sollen uns für den sundowner entweder aus dem Kühlschrank der Lodge ein Getränk mitnehmen und auf der Liste stricheln, ober wir können auch unsere eigenen Getränke mit an Bord bringen, SK legt das Zeugs dann in die Coolerbox. Also haben wir Gin-Tonic geordert, Knabbereien gab´s beim sundowner keine. Alles gut, alles in Ordnung, wir waren ja self-caterer. Nur haben wir uns gefragt, wie das denn vor sich geht, wenn hier außer uns Selbstversorgern auch Halb- bzw. Vollpensionsgäste mit unterwegs sind.
Denn - an Tag 2 beim Abenddrive war ja dann noch ein weiteres Paar mit an Bord, und die waren Vollpensiongäste. Wir waren gespannt, wie das von der Logistik her von statten geht, schließlich hat man ja dann auf dem Fahrzeug eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“. Spätestens am Abend werden wir sehen, wie sich das ausgeht. ;)

Zurück zum Morgendrive, denn da sind wir ja noch allein unterwegs:
gut, dass wir ein Tässchen Kaffee schon intus haben, denn es gibt, außer ein bisschen „stretching“, keine Pausen, zumindest keine Kaffeepausen. Also düsen wir los, SK meinte, dass wir jetzt gleich am Morgen mal schauen, ob die braunen Hyänen :) schon wach sind, die hier grad mal ne halbe Stunde von unserem Serolo-Camp entfernt in ihr eigenes Camp eingezogen sind. Eine Großfamilie mit zwei kleinen Balgen, einem schon deutlich größeren Burschen, der aber immer noch gierig an Mama´s Brust gehangen hat, und die Mama dazu. Von unserer Forumsfreundin Bele, die ja mit Ihrer Gruppe ein paar Wochen vor uns vor Ort war, waren wir schon „vorgewarnt“.
Einmalige Sichtungen sind garantiert, die braunen Hyänen ziehen eine Show ab, die sich gewaschen hat.

Also sind wir hoch zum Aussichtspunkt, das ist eine kleine Plattform, wo wir völlig allein mit SK auf unser Sichtungsglück hofften. Aber irgendwie ist ja bei uns grundsätzlich der Teufel drin :evil: , und nach rund 20 Minuten Wartezeit war unsere und SK´s Geduld am Ende. SK war sich sicher, dass wir die Hyänen bestimmt noch sehen werden, denn wir sind ja insgesamt 5 Nächte hier, da wird das schon irgendwann. Na ja ….

Es geht weiter mit unserem game-drive. Ein paar Elefanten und Schildkröten, ein paar Vögelchen, alles ganz nett, aber nichts, was uns jetzt vom Hocker haut. Was uns gut gefallen hat, dass uns SK das wirklich sehr schöne Camp Mohave gezeigt hat. Wir sind da mal ganz ehrlich und beneiden Bele´s Gruppe schon ein bisschen – was für ein schöner Platz, das Wasserloch, der kleine Pool, man kann sich sehr gut vorstellen, wenn die Chemie innterhalb der Gruppe passt, dass das dort ein perfekter Platz ist. Vielleicht sogar einer der schönsten Plätze in ganz Afrika.











Der Morgendrive dauert um die 4 Stunden, das ist ein langer Ritt wenn man bedenkt, dass wir nicht all zu viel gesehen haben. Und es ist heiß, richtig heiß, so dass wir direkt froh sind, um ca. 09.30h / 10.00h wieder im Camp zurück zu sein. Wir machen unser Frühstück mit Toast und Schinken, drauf ein Spiegelei, ein bisschen Müsli, ein bisschen Obst, noch ne Tassee Kaffee, alles Bestens. Der Splashpool tut gute Dienste, dort kann man die Hitze doch deutlich leichter ertragen. Dann ein kleines Mittagsschläfchen, bevor es am späten Nachmittag schon wieder losgeht, es startet der Game-Drive pünktlich um 17.30h.

Und wir sind nicht mehr allein – ein äußerst sympathisches Paar aus Australien gesellt sich zu uns, Kim und Bruce, zwei weitgereiste und supernette Leute, mit denen wir uns sehr gut verstanden haben. Die Beiden machen bald ihre zwanzigste Reise ins südliche Afrika und die nächsten Stationen sind bei ihnen Mashatu, danach der Krüger Park mit Mala Mala. Jetzt sind sie aber für 3 Nächte im Serolo Camp, also kann´s losgehen, vielleicht sehen wir ja zu Viert + SK ein bisschen mehr als Schorschine und der bayern schorsch am Vormittag.

Wieder auf dem Weg Richtung Mohave-Gebiet, und siehe da, ein paar wenige Tiere laufen uns doch über den Weg:













Was halt immer wieder unglaublich faszinierend ist - die Landschaft ist ein Traum, einfach nur wunderbar



In der Abenddämmerung sehen wir noch ein paar Löffelhunde. Über diese Sichtung freuen wir uns sehr,







außerdem tummeln sich Löwen im trockenen Flussbett, leider sehr weit entfernt:





und SK meint, wir könnten doch die nächsten Tage mal zu diesem Felsplateau hoch wandern, dort kreisen „fast immer“ die Adler, und die Aussicht mit 360 ° soll gigantisch sein.



Es wird Zeit für den sundowner und wir sind gespannt, wie das ablaufen wird. Für uns haben wir wieder Gin Tonic geordert, die Australier trinken Bier und Cola. SK hat ein paar Knabbereien dabei, und siehe da, ganz anders als noch beim gestrigen game-drive werden auch wir gebeten, zuzugreifen, die Knabbereien sind auch für die Gäste der "zweiten Klasse". Das freut uns natürlich, und so teilen wir uns Biltong, Nüsschen und ein paar Chips.




Anhang:
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Letzte Änderung: 24 Mär 2026 17:12 von bayern schorsch.
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Tag 3, Serolo-Camp:

Zu Viert begeben wir uns auf Achse. Zuvor gibt´s bei Schorschine und mir noch das tägliche Tässchen Kaffee, und dann geht´s um 05.30h los. Die Australier sind zum Glück pünktlich, und wie gestern schon ausgemacht, wollen wir heute nach den braunen Hyänen schauen. Und diesmal haben wir Glück, es sind wunderbare Sichtungen und sicherlich auch gleichzeitig das highlight in puncto Tiere in diesem Urlaub. SK erzählt uns, dass man an den Platz, wo die braune Hyänenfamilie ihr „Lager“ aufgeschlagen hat, sich ganz langsam und quasi Tag für Tag immer näher an die Tiere angepirscht hat. Irgendwann waren sie dann an die ein oder zwei Autos, die hier täglich vorbeikommen, so gewöhnt, dass sie sich von den begeisterten Gästen nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen.

So kommt es, dass man hier in aller Seelenruhe dieser putzigen Familie beim Familienleben zuschauen kann, und das, so lange man will. Eine wahrlich außergewöhnlich schöne und sehr intensive Tiersichtung.













Schade, dass die Tiere zunächst noch etwas im Schatten waren, denn bei Sonnenschein :) präsentierte sich das dann so:



Einen kleinen Film haben wir auch gedreht, das Ergebnis ist nicht mal schlecht geworden:

(am Besten in 1.080p anschauen, also die Einstellung ändern)


Dann verabschieden wir uns von der Hyänenfamilie. Wir waren lange genug am Bau und denken, dass es auch mal wieder genug sein soll.



Hab ich eigentlich schon erzählt, dass meine gute Panasonic-Filmkamera am ersten Tag in der Abendruhe-Lodge den Geist aufgegeben hat?, :angry: :angry: :angry:
Ein Dilemma, und zwar ein großes Dilemma, grad wenn man weiß, dass der schorsch aus bayern ja nun wirklich ein leidenschaftlicher Filmer ist. Foto´s sind Sache von Schorschine, und nun hatten wir natürlich täglich die Diskussion, wer jetzt filmen und wer jetzt fotografieren darf. Wirklich blöd, aber man kann´s nicht ändern. Im Urlaub hab ich alles versucht, den Camcorder wieder zum Laufen zu bringen – ob Reset, ob Austausch der Speicherkarte, ob Aku wechseln, egal was, alles war ohne Erfolg. Der Bildschirm blieb schwarz, da war nichts zu machen. Und ich hab das im Urlaub nicht nur einmal versucht, weil ich´s ja einfach nicht fassen konnte, dass meine gute Panasonic defekt ist. Aber so ist es halt, man steckt ja im Gerät nicht drin.

Und siehe da – zu Hause, einfach mal nochmal probiert, der Camcorder läuft wie geschmiert. Aber ich trau ihm nicht mehr. Eine weitere Investition in die Filmtechnik steht an. Leider! Die Leute von Panasonic, mit denen ich zu Hause Kontakt aufgenommen habe, die meinten, dass es wohl an der Luftfeuchtigkeit und den unterschiedlichen Temperaturen gelegen hat, die wir in unserem Urlaub hatten. :unsure:

Zurück zum game-drive – nach dieser wunderschönen Hyänenshow gibt´s coffee and muffins. Dachten wir noch, ja klar, das gibt´s bestimmt nur für die upper-class, so durften auch wir uns am Buffet bedienen. Tolle Sache, da lob ich mir doch den guten SK, dass er auch an uns gedacht hat.

Die Wanderung zum Felsen im Mohave-Gebiet wird aus Zeitgründen gestrichen, und so gondeln wir langsam aber sicher wieder in Richtung Camp, dabei sehen wir große Antilopenansammlungen, immer wieder eine schöne Sache:







Zum Abschluss des morning-game-drives haben wir noch einen Martial Eagle, wir freuen uns sehr über diesen tollen Vogel:

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Tag 3, Serolo Camp, mittags und nachmittags:

Mittagspause – es ist Relaxen angesagt.
Hier das Hauptcamp



Und hier unsere Bude, da freut man sich auf´s Heimkommen:



Hier gibt´s sehr viele Vögel. Wenn man Birder wäre, hätte man seine größte Freude.
Einer, der uns immer mal wieder über den Weg geflattert ist, ist der da:



Wir genehmigen uns ein recht spätes breakfast und hauen uns noch für ein Stündchen auf´s Ohr. Eigentlich so wie immer, das passt uns recht gut und anschließend laufen wir runter zum Haupthaus, wo mittlerweile eine Familie aus Gaborone ein paar Zelte bezogen hat. Oh je dachte ich mir, das wird eng am Abend beim game-drive, aber zu unserem Glück sind die Leute mit dem zweiten Game-Drive-Auto der Lodge mitgefahren, so dass wir immer nur mit den Australiern zusammen waren.

Als die Australier Kim und Bruce uns sehen, wie wir in Richtung Pool marschieren, winken sie uns zu, wir sollen doch zu ihrem Tisch kommen. Das „kleine“ Mittagessen, das ihnen die Köchin zubereitet hat, ist viel zu viel, und bevor es weggeschmissen wird, sollen wir uns bedienen. Und zwar ohne Widerrede. Einfach nur nett ist so eine Geste, genau so nett wie am nächsten Tag die Familie aus Gaborone. Da hatte eine der Frauen Geburtstag, und es war ihnen eine Ehre, uns zu einer pappsüßen Geburtstagstorte einzuladen. Hat grauselig geschmeckt, aber wir waren glücklich. So nette Menschen, die wir da kennengelernt haben. So was erweitert den Horizont und wir sind speziell für solche kleinen Dinge arg dankbar, dass wir das erleben dürfen.

Zurück zum game-drive. Abfahrt 17.30h, wir düsen los. Wir kennen die Zebras und Antilopen bereits beim Vornamen, hier sind mal ausnahmsweise zwei Wasserböcke zu sehen:



und über den kingfisher freuen wir uns sehr, vor allem aber auch, weil wir den Burschen sogar mal einigermaßen „scharf“ erwischt haben:







Wobei sich Schorschine, wie man hier auf dem Bild sieht, schon ganz schön ins Zeug gelegt hat.



Die Landschaft ist einmalig. Dazu eine entsprechende Wolkenstimmung, das ist schon alles recht schön hier:



und das nächste Bild steht unter dem Motto „man versteht sich“:



Abends wird gegrillt, was der Kühlschrank hergibt. Wir genießen das sehr. Nicht nur, weil Rinderfilet in Südafrika für 15 Euro das Kilo zu haben ist :) , sondern auch hier im Serolo-Camp steht alles im Zeichen von „easy-self-catering“. Ehrlich, alles total easy. Selbst das Lagerfeuer brennt, wenn man abends nach dem game-drive zurück kommt. Das ist ein ganz toller Service, aber bald noch besser ist, dass unser Esstisch, der nah am Lagerfeuer steht, jeden Abend wunderschön hergerichtet ist. :kiss: :kiss: :kiss:

Da ist der ganze Tische penibel eingedeckt, die Gläser stehen parat, ringsrum hängen und stehen Petroleumlampen, und wir brauchen grad noch das Fleisch aufzulegen. Ein Service der absoluten Extraklasse, es geht nicht besser. Dazu noch die entsprechende Geräuschkulisse vom Busch, ein Flascherl Wein und ja, wieder einmal stellen wir fest, wie schön es in Afrika ist.



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