19.10.2025 Glenogle Farm Magoebaskloof – Birding Tour mit Paul Nkhumane
Um kurz nach 5 klingelt grausam der Wecker. Schnell ins Bad und eine Kanne Kaffee kochen.
Das Fotoequipment liegt schon bereit und voller Vorfreude geht es mit dem Auto in Richtung des nahen Magoebaskloof Hotel.
Das Wetter ist OK. Der Himmel ist zwar bedeckt, aber am Morgen soll es wenigstens nicht regnen.
Zuerst wollten wir David Letsoalo engangieren. Der war über mehrere Wochen auf mehreren Kanälen für uns nicht zu erreichen. Auch unsere Vermieterin versuchte über eine gute Bekannte von ihm Kontakt aufzunehmen. Erfolglos. Darüber haben wir uns echt geärgert. Der Kontakt zu Paul war sofort sehr nett und die Reaktionszeiten sehr kurz.
Im Hotel genießen wir kurz den wirklich schönen Blick von der Terrasse, dann treffen wir Paul und fahren gleich mit unserem Auto los.
An einer Abzweigung geht es auf einer Pad nach links in Richtung des Woodbush Forest Reserve.
Der Weg lässt sich einfach fahren.
Auf einer kleinen Lichtung halten wir an und laufen hinter Paul her.
Überall pfeift es. Ohne Chance auf ein Foto fliegen Cape Parrots über uns.
An einem Gebüsch hängt Paul dann einen kleinen Lautsprecher an einen Ast und spielt Vogellaute ab. Es dauert nicht lange und eine Erstsichtung zeigt sich kurz. Ein Yellow streaked Greenbul.
Uns wird aber auch schnell klar, dass das hier kein „walk in the park“ gibt. Büsche und Bäume sind sehr dicht und die massenhaft anwesenden Vögel eher zu hören, als zu sehen.
Und man muss schnell sein, wie bei diesem Cape White-eye.
Ganz weit weg und hoch oben in einem Baum entdeckt Paul eine African Olive Pigeon.
Das seht schlechte und extrem gezoomte Bild beschert uns eine weitere Erstsichtung. Ich zähle ja nur Vögel, von denen wir ein Bild haben.
Dann laufen wir in den Wald hinein. Selbst ohne Vogelsichtungen wäre es hier schön.
Hinter Paul her geht es auf einen kleinen Trampelpfad.
Durch einen verwunschenen und üppig grünen Wald geht es.
Zum Teil geht uns das Grünzeug bis zur Schulter.
Niemals wären wir hier ohne Guide herumgelaufen.
Und wir lieben es! Leider zeigen sich erstmal kaum Vögel.
Zurück auf dem Hauptweg ändert sich das mit diesem bar-throated Apalis.
Paul will uns nun unbedingt eine Orange Thrush zeigen. Wieder kommt der Lautsprecher zum Einsatz. Und tatsächlich erwischen wir sie als weitere Erstsichtung.
Kerstin entdeckt kurz davor dann einen Blue mantled Crested Flycatcher. Paul identifiziert ihn auch, aber es gibt nur dieses unbrauchbare Bild. Wir zählen ihn aber als Erstsichtung.
Der nächste Trampelpfad führt uns in ein anderes Dickicht.
Dort erwischt Kerstin diesen schönen Terrestrial Brownbul und somit noch eine Erstsichtung. Später sehe ich in Pafuri ebenfalls einen.
Cape Batis
Und dann mit zwei Square- tailed Drongos die fünfte Erstsichtung.
Zudem gibt es hier noch den angeblich höchsten gepflanzten Baum der Erde.
Paul, der zuerst sehr zurückhaltend war, taut langsam auf. Wir schwätzen mit ihm über dies und das. Er ist wegen unserer Ausbeute etwas unzufrieden, wir aber nicht!
Ganz hoch über uns fliegt ein Cape Vulture und damit die sechste Erstsichtung.
Dann treffen wir tatsächlich auf den anderen Birdguide, der uns nicht geantwortet hatte. Paul redet mit ihm, wir nicht. Mit Paul sind wir sehr zufrieden, denn er ist ein ganz angenehmer Begleiter.
Direkt auf dem Weg hüpft eine Kurrichane Thrush herum.
An unserem Auto essen wir mitgebrachte Muffins und trinken mit Paul eine Tasse Kaffee. Während dessen fliegen uns diese hier vor die Kameras.
bar-throated Apalis
Sombre Greenbul
Greater Double-collared Sunbird
Dusky Flycatcher
Drakensberg Prinia
In allerbester Stimmung fahren wir ein kleines Stück zu einem anderen Waldgebiet. Dort kommt uns der andere Guide entgegen. Es sei ruhig hier. Das können wir dann auch bestätigen. Trotzdem ist es auch hier wieder total verwunschen schön! Inzwischen hat Paul gemerkt, dass wir hier keinen Druck verspüren und einfach nur den Moment genießen.
Nun geht es zurück ins Tal, wo wir auf einen weiteren Feldweg abbiegen und nach Vögeln suchen.
Rattling Cisticola
und
Yellow Bishop
Bielden den Abschluss dieser wirklich schönen Tour. Inzwischen ist sogar die Sonne herausgekommen.
Als wir Paul wieder im Hotel absetzen, haben wir eine sehr relaxte, abwechslungsreiche Birdingtour hinter uns. Er ist übrigens extra aus den Waterbergen angereist. Bis Corona arbeitete er zusammen mit David Letsoalo hier im Hotel. Für ihn sei der Anreiseweg aber absolut OK. Er mache das gerne! Wir können ihn wirklich weiterempfehlen!
Für uns geht es zurück zum Chalet, wo wir den Rest des Tages genießen möchten. Uterwegs sitzt dann sogar noch ein Black-shouldered Kite auf der Leitung.