THEMA: Von Gnudus und Geoparden - SA mit Kindern 2025
10 Okt 2025 22:28 #714106
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04.08.2025 Magoebaskloof - Rondebossie Farm Retreat


Die erste winterliche Nacht in Südafrika wurde dank warmer Wolldecken auch ohne Heizdecken gut überstanden. Wir frühstückten gemütlich in der Wohnküche und beobachteten die zahlreichen Vögel, die sich in den Büschen vor dem Fenster bewegten. Sehr positiv nahmen wir das große Interesse unserer Kinder an den Vögeln und am Vögelbeobachten zur Kenntnis.





Wir packten zusammen, dann drehten wir noch einmal eine kleine Runde durch die Anlage auf der Suche nach Vögeln und Tieren. Gegen 10:00 Uhr ging es weiter auf eine unserer eher längeren Etappen bis in die Magoebaskloof.





Bei der Fahrt aus dem Dinokeng NR sahen wir - vor allem nach dem Verlassen des Gates - immer wieder Tiere in Zaun-Nähe: Zebras, Springböckchen, Nyala und in der Ferne Giraffen. Es gibt also durchaus Tiere hier, ob sich die Selfdrive-Route tatsächlich rentiert, wird im Netz sehr unterschiedlich beurteilt. Für einen ersten Stop bzw. 1-2 Nächte mit etwas Bush-Feeling ist es eine gute Option, mit richtigen Parks kann man es aber wohl nur schwer vergleichen (auch wenn die Fotos im hervorragenden, alle zwei Monate erscheinenden Dinokeng Magazine einen anderen Eindruck machen).

Wir fuhren wieder zur N1 und folgten ihr gen Norden. Wir hatten erwogen, unterwegs wenigstens einen Tagesbesuch im Nylsvlei NR einzulegen. Obwohl es nahezu direkt neben der N1 liegt, ist die Anfahrt aufgrund der weit auseinanderliegenden Ausfahrten doch etwas länger und ein gewisser Umweg. Da wir nicht wussten, was uns außer Vögeln erwarten würde und die Jahreszeit nicht die beste sein dürfte für das Vlei, fuhren wir einfach weiter.



Es war interessant zu sehen, wie schnell es auf dem Weg Richtung Norden leer und einsam wurde. Es ging wohl primär durch größere Farmen. Das hätte ich ehrlich gesagt in dieser Gegend hier gar nicht erwartet, sondern es mir deutlich zersiedelter vorgestellt. An einem Rastplatz machen wir kurz Pause, dann entscheiden wir uns, weil es zeitlich gesehen gut liegt, die Mall of the North in Polokwane anzusteuern zum Mittagessen. Der Parkplatz wirkt sicher genug für ein vollbepacktes Auto. Im Panarottis freuen sich die Kinder über die große Spielfläche. Von den Pizzen hätte ich mir mehr erhofft - ok, aber nicht überragend. Da habe ich auch in Afrika schon bessere gegessen. Den Kindern waren, nachdem sie auf der Karte zu sehen waren, die Milch-Shakes nicht mehr auszureden. Tatsächlich geschmeckt hatten sie ihnen dann nicht wirklich..



Auch wenn wir eigentlich erst an einem der nächten Tage in Tzaneen unseren ersten Großeinkauf erledigen wollten, nutzen wir nun das Vorhandensein eines großen Checkers und ziehen den Großeinkauf einfach gleich durch - das spart uns den Weg bis nach Tzaneen. Dafür kostet es natürlich Zeit.. Wir finden das meiste von unsere Liste. Für einen Besuch bei Game oder anderer Läden bleibt jedoch leider keine Zeit mehr.

Wir fahren nun weiter entlang der R71, erst durch dichter besiedelte Gegenden, dann wird es immer ländlicher und bergiger. Die Sonne nähert sich bereits dem Horizont - der Sonnenuntergang ist wirklich sehr früh.. Schließlich kommen wir noch im Hellen an und geben den übersandten Code am Tor ein - ohne dass sich etwas tut. Nach einiger Zeit kommt ein Fahrzeug von der Farm und hält an - auch hier öffnet sich kein Tor. Nach weiterer Zeit kommen ein paar Arbeiter und machen sich am Tor zu schaffen. Es ist also wohl defekt. Glücklicherweise kann es innerhalb kurzer Zeit repariert werden.

Der Weg zur Farm ist etwas rumpelig, aber gut machbar. Wir werden sehr nett durch unsere Gastgeberin begrüßt, die uns alles zeigt. Das Cottage ist groß, sauber und gut ausgestattet. Die Aussicht aus dem Wohnzimmer ist sehr schön. Fotos habe ich leider von Innen nicht wirklich viele gemacht - man findet es aber leicht über alle üblichen Portale.






(gesammelte Fotos der nächsten Tage)

Die Auswahl an interessanten Unterkunftsoptionen ist in der Gegend relativ groß, die preisliche Bandbreite ebenso. Wir hatten uns für das Rondebossie Farm Retreat aufgrund der relativ zentralen Lage, das Vorhandensein von Tieren und einem offensichtlich guten Preisleistungsverhältnis entschieden.

Kaum ausgeladen, wollen die Kinder sofort los und nach Farmtieren suchen. Leider finden wir auf die Schnelle nur ein paar Schafe. Die Kinder haben eine Menge Spaß auf der Terasse - leider sind manche Stellen der Wand frisch gestrichen..





Abends wird es hier doch nochmal frischer. Hier merkt man doch etwas die Höhenlage. Wir essen - nach unserem Pizzaessen mittags und aufgrund der vorgerückten Stunde - einfach Müsli zum Abendessen, bevor es in die mit Wärmedecken angenehm vorgewärmten Betten geht.
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12 Okt 2025 21:45 #714186
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05.08.2025 Magoebaskloof - Rondebossie Farm Retreat

Die Nacht war kältetechnisch in Ordnung. Das Thermometer (das wir extra mitgenommen hatten, um das Kältegefühl quantifizierbar zu machen) in der Küche zeigte 12°C - mit Hausschuhen und Fleecejacke aber alles angenehm. Nicht nur bei den Temperaturen ist noch Luft nach oben, auch beim am Vortag erworbenen Baguette - welches sich als steinhart erweist. Zudem hatten Ameisen offenbar ihren Gefallen an einigen Vorräten gefunden, die wir noch nicht gut genug weg gepackt hatten.. Ich verbuche das mal unter üblichen Startschwierigkeiten..

Wir fahren die kurze Strecke zum Magoebaskloof Hotel - auch hier gibt es wieder strenge Zufahrtskontrolle mit Foto von ID, Check der Licence Disk etc.. Vermutlich hat hier irgendeine Sicherheitsfirma vorgefertigte System-Lösungen an alle Hotels in der Provinz verkauft.. Unser Ziel ist der Swartbos-Trail. Eine nette kleine Wanderung von ein paar Kilometern durch traumhaften Primärwald.

Es geht zunächst ein Stück an der Straße entlang zurück, dann auf schmalen Pfaden talab- und auf durch den Wald. Der Weg ist sehr schön und gut zu gehen - bei Regen in den Tagen davor stellenweise mutmaßlich etwas rutschig.


(Hotel mit Blick Richtung Tal)









Immer wieder sehen wir Vögel, u.a. einen Knysna Lourie - jedoch zierte er sich etwas für ein Foto.









Dafür sehen wir relativ nahe eine Gruppe Samango Monkeys in den Bäumen.











Nach knapp 2 Stunden sind wir an einem Aussichtspunkt angelangt. Es liegt sehr viel Rauch von diversen Feuern über dem Tal.





Die Runde ist fast zuende - K1 würde eigentlich gerne weiter laufen. Es gäbe noch einen kurzen Weg zu einem Wasserfall von unserem Parkplatz aus, wir beschließen jedoch, zunächst nach Haenertsburg zu fahren, um etwas zum Mittagessen zu suchen.

Der Ort macht einen recht netten Eindruck mit vielen kleineren Läden und diversen Essensoptionen. Man merkt, dass die gesamte Gegend doch sehr vom Tourismus lebt. Wir landen schließlich auf der sonnigen Terasse des Pancake House. Im Hausinneren scheint es bei loderndem Feuer auch recht gemütlich zu sein. Die Pancakes sind in Ordnung, nichts Weltbewegendes.

Anschließend erstehen wir noch hervorragendes Biltong im nebenan gelegenen Stellas Farmstall, bevor wir wieder nach Hause fahren.

Nach kurzer Pause spazieren wir ein wenig über das Farmgelände und beobachten die Schafe.









Da die Kinder offenbar noch nicht ausgelastet sind, fahren wir die Straße vor der Farm noch weiter hinauf in das Woodbush Forest Reserve, um dort etwas spazieren zu gehen. Auf den Wanderkarten sind eine Reihe Wege eingezeichnet, wir wollen mal sehen, wie es da oben aussieht und wo man dort langgehen kann.

Die Gravel Road ist etwas rauer und hat ein paar tiefere Schlaglöcher - mit unserem Fortuner aber natürlich kein ernsthaftes Problem. Zufällig sehen wir ein Schild zu den Champion Trees - den laut Tourismuswerbung höchsten gepflanzten Bäumen der Welt. Wir parken an der Straße - die Zufahrtsstraße zum offiziellen Parkplatz wäre etwas grenzwertiger gewesen ohne Allrad. Extrem ausgefahren und schlammig.



Die Beschilderung ist eher so “naja”. Wir gehen zuerst zu offenbar besonders großen mexikanischen Kiefern, können diese aber nicht so wirklich eindeutig identifizieren.



Dann folgen wir dem Pfad, bis wir zum mehr oder weniger offiziell höchsten gepflanzten, aktuell noch stehenden Eukalyptusbäumen kommen. Beeindruckende Bäume und ein beeindruckender Wald. Etwas amüsant, dass Sponsor sämtlicher Beschilderungen ausgerechnet die bekannte Kettensägen-Marke Stihl ist.









Gegen 17:15 Uhr sind wir zurück auf der Farm - es ist deutlich abgekühlt bei nur noch 13°C. Die Kinder spielen dennoch noch auf dem Hof Ball, bis es zu Dunkel wird.



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19 Okt 2025 07:36 #714498
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06.08.2025 Magoebaskloof - Rondebossie Farm Retreat

Der heutige Tag begann so sonnig, wie der letzte aufhörte. Beim Frühstücken entzückten die um das Haus herumziehenden Schafe die Kinder. Für heute hatten wir uns einen Besuch bei den Debengeni Falls ausgesucht. Es gibt zwar in der Gegend eine Vielzahl an Wanderwegen und Attraktionen, aber es ist nicht immer so wirklich einfach, an übersichtliche Informationen zu kommen (oder ich bin zu blöd, sie zu finden). Auf der anderen Seite ist das Attraktive daran natürlich, dass man selbst mehr Entdecken kann und muss.

Wir fahren die R71 ein gutes Stück Richtung Tzaneen. Unsere Unterkunft ist nahezu an der höchsten Stelle der Straße, ab hier geht es sehr kurvenreich bergab. Wir halten kurz am Mageobaskloof Farm Stall, so wirklich viel Spannendes gibt es aber nicht zu entdecken - die Lage ist aber echt gut und es soll recht lecker sein. Die Zufahrt zu den Falls ist über Gravel, bisweilen auch mit ein paar ausgewaschenen Stellen, die für Autos mit geringer Bodenfreiheit schwieriger werden könnten (wir haben aber oben dann auch Besucher mit einem Hyundai Stari gesehen).

Die Wasserfälle erstrecken sich über eine relativ lange Strecke durch schönen, teilweise herbstlichen Wald.










Es gibt ein relativ großes Picknick-Areal mit zahlreichen Hinweisen darauf, dass man nicht ins Wasser gehen soll. Man kommt zunächst relativ weit oben zum Fluss und kann dann auf der gegenüberliegenden Seite am Fluss entlang bergab gehen - was wir natürlich machen. Dort gibt es erneut eine Brücke und in der Theorie einen Weg nach oben.

Dieser war jedoch so zugewachsen, dass wir lieber wieder umdrehten und den selben Weg wieder zurück nach oben gingen.



Immer wieder sehen wir verschiedene Schmetterlinge und Vögel, zudem ein aktives Bienennest in einem Baum.











Anschließend sehen wir noch einen Pfad, der am Wasserfall entlang nach oben führt und folgen ihm. Teilweise ist es etwas steil, aber alles gut machbar. Man sieht den Wasserfall aber immer nur durch dichtes Blattwerk. Oben trifft der Pfad auf den 5-tägigen Mageobaskloof Hiking Trail. Wir gehen noch ein wenig weiter am Fluss und machen auf einem Felsen am Fluss Brotzeit.



Dann machen wir uns wieder auf den Weg zurück und halten am Krabbefontein Coffee Shop. Hier gibt es in einem äußerlich eher schäbig anmutenden Gebäudekomplex ein sehr hipp wirkendes Café. Zudem wird hier lokal Kaffee angebaut - einer von sehr wenigen kleinen Bereichen in Südafrika, wo dies wirtschaftlich sinnvoll versucht wird. Da ich als großer Kaffee-Fan vorher überhaupt nicht wusste, dass es überhaupt in Südafrika produzierte Kaffeebohnen gibt, wollte ich hier natürlich unbedingt vorbeischauen.





Rund um das Café sind lauter Jungpflanzen zu sehen, die eigentlichen Felder (die man auch besuchen kann und wo es auch Wanderungen etc. durch gibt) liegen noch etwas weiter rauf.

Wir essen noch eine Kleinigkeit, die Kinder spielen im Sand, es gibt auch eine Schaukel, einen Wasserlauf und eine Kletterwand. Dann kaufen wir natürlich noch Kaffee - wobei wir feststellen müssen, dass es aufgrund der bisher eher geringen Erträge leider keinen sortenreinen Kaffee von dort gibt, sondern nur vermischt mit Bohnen anderer afrikanischer Länder. Aber allein schon damit die Kinder einmal in echt sehen, wie Kaffeebohnen an der Pflanze aussehen, wäre es ein Stop wert gewesen.

Zurück in unserem Ferienhaus mache ich mich mit den beiden Kindern auf die Suche nach Vögeln. Sonderlich erfolgreich sind wir leider nicht - vor allem da K2 immer lieber getragen wird und K1 voraus rennt. Beide wollen unbedingt Vögel suchen, die Details des sinnvollen Birdings müssen wir aber wohl noch üben.





Am Abend spazieren wir nochmals über die Farm und besuchen die Schafe (und Ziegen).







Damit endet unser Aufenthalt in der Magoebaskloof auch schon wieder. Die Gegend bietet echt viel Möglichkeiten an schönen Wanderungen, tolle Wälder, super Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und diverse nette Verpflegungsoptionen. Man kann hier sehr nett einige Tage verbringen - auch sehr gut gelegen auf dem Weg von oder zum Kruger.

Auch unsere Unterkunft kann man guten Gewissens empfehlen. Wir hatten etwas Sorge, dass man die doch recht nahe R71 hören würde. Das war glücklicherweise jedoch nicht der Fall. Mag sein, dass es anders ist, wenn man sich bei wärmerem Wetter mehr draußen aufhält und mit offenen Fenstern schläft, das kann ich nicht beurteilen.
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21 Okt 2025 13:56 #714651
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07.08.2025 Letaba Restcamp

Die Nacht war von den Temperaturen her dank Wärmedecke vor dem Zubettgehen erträglich. Jedoch war es durchgehend hörbar windig. Morgens ist alles in dichten Nebel gehüllt.



Wir frühstücken gemütlich, laden alles ins Auto und starten gegen 10:00 Uhr bei 10 Grad auf der R71 Richtung Osten.


(man sieht, es ist noch geringfügig Platz für Einkäufe etc.)

Je weiter wir bergab fahren, desto wärmer wird es. Es ist zwar bewölkt, aber in Tzaneen bereits 20 Grad warm. Wir fahren immer wieder an Bananenfeldern vorbei - auch die hätten wir in diesem Ausmaß in Südafrika gar nicht erwartet. Ab Tzaneen ist der Verkehr zunächst recht dicht, wird es einsamer und eintöniger. Immer wieder fallen ein paar Tropfen aus den Wolken.

Bei Gravelotte fahren wir einen kleinen Umweg zum dortigen Baobab.



Dieser liegt etwas versteckt inmitten von Farmland. Wir zahlen Eintritt und erhalten eine umfassende Einführung von einem netten älteren Herrn zur Geschichte und Ausmaßen. Er soll laut jüngster Radiocarbon-Datierung ca. 3800 Jahre alt sein. Auch Paul Kruger soll dort über Nacht Station gemacht haben und zum Schutz vor Löwen im Baum geschlafen haben.

Der Baum ist hohl und beinhaltet einen Raum von einigen Quadratmetern.



Leider überrascht uns hier ein kurzer Regenschauer, zudem ist der Himmel für Fotos natürlich alles andere als optimal.

Man könnte hier wohl auch picknicken/grillen.

Dann fahren wir weiter nach Phalaborwa zum Einkaufen für unsere Zeit im Kruger. Wir wollen zum Pick’N’Pay, können ihn jedoch nicht finden. Stattdessen steuern wir den Checkers an. Es ist ziemlich trubelig, so dass wir uns aufteilen und ein Teil am Auto bleibt. Leider dauert es recht lange, alles gesuchte zu finden. Leider fehlt am Ende immer noch ein bisschen was von unserer Liste. Auch die Auswahl an Pies, Brot oder sonstigen Backwaren ist leider nicht besonders gut. Dann gehen wir noch zum Game für ein paar Kisten. Dann fahren wir die letzten Kilometer bis zum Phalaborwa Gate und machen dort Mittagspause.



“Leider” entdeckt K2 gerade ihren eigenen Willen und meint, alles müsse exakt nach ihren Vorstellungen laufen, so dass das Essen etwas anstrengend wird. Zum Glück laufen ein paar Zwergmangusten herum, die für etwas Ablenkung sorgen.

Dann fahren wir durch wunderbar herbstlich anmutenden Mopane-Busch zunächst Richtung Sweni-Hide. An einem Wasserloch treffen wir auf unsere erste Elefanten-Herde.








Kurz darauf sehen wir einige Impalas, Wasserböcke und nochmals Elefanten.







Leider ist K2 weiterhin sehr eigenwillig und nicht sehr begeistert vom Autofahren oder hat genug davon. Aufgrund ihrer Laune verzichten wir auf einen Halt am Sweni Hide. Wir fahren noch den Loop von der H9 nach Norden. Die Fortsetzung der S51 ist recht rumpelig, zurück nach Süden ist es landschaftlich durchaus attraktiv, aber leider sehr tierarm.

Auch auf der weiteren Strecke sehen wir primär Busch. Erst kurz vor Letaba gibt es wieder mehr Tiere in Form von Elefanten, Wasserböcke und Giraffen zu sehen.





Insgesamt ist die Stimmung nicht die beste. K2 ist weiterhin sehr eigensinnig, K1 will endlich ankommen. Glücklicherweise kommen wir irgendwann doch an.

Wir hatten in Letaba zunächst eine BD3U gebucht und vorab per Mail angefragt, ob wir ein weiteres Kind (gegen Zuzahlung) im Elternbett unterbringen könnten - was sehr rasch positiv bestätigt wurde. Die Unterbringung weiterer Kinder ist Ermessenssache der jeweiligen Camps. Im Regelfall klappt es wohl, wenn das Kind im selben Bett schläft oder man eine eigene Matratze etc. dabei hat - bis zu welchem Alter, ist wohl wie immer in Afrika auch nicht exakt voraussagen.

Da uns die Gesamtkosten der Reise irgendwann doch recht hoch erschienen, entschieden wir uns in einem Anfall von Sparwut, die BD3U (mit Bad und Küche) gegen eine einfache EA3U Hütte ohne Toilette und Küche zu tauschen - immerhin eine Ersparnis von fast 800 Rand pro Nacht. Irgendwann kamen uns im Vorfeld dann doch wieder erhebliche Zweifel, ob es so eine gute Idee war, auf Toilette und Küche zu verzichten - leider war nunmehr keine BD3U verfügbar.

An der Rezeption ist es zum Glück wie für die BD3U angefragt auch in der EA3U möglich, K2 unterzubringen. Wir bezahlen die noch für K2 ausstehenden Gebühren und bekommen die Hütte Nr. 32. Sie ist direkt neben dem Restaurant und damit einerseits wohl die Unterkunft mit der besten Aussicht in ganz Letaba, andererseits hat sie natürlich etwas weniger Ruhe als anderswo. Für eine weitere Matratze wäre im Inneren kein Platz gewesen. Mit zwei zusammengeschobenen Betten geht es aber gut. Es gibt in der Hütte ein Waschbecken, die Communal Ablutions sind keine 50 Meter weit entfernt und durchgehend in sauberem, wenn auch einfachen Zustand.





Wir sprühen Kinder und Hütte trotz der wenig zu erwartenden Mücken ein und Essen anschließend in der Hütte zu Abend mit den Resten unserer in Phalaborwa gekauften Pies und Pastries. Wir wollen hier jegliches Risiko so weit wie möglich reduzieren, wenn wir schon mit kleinen Kindern ohne Prophylaxe ein Malariagebiet aufsuchen. Der Nachteil davon ist natürlich, dass man sich deutlich weniger frei fühlt und bewegt, als es ansonsten möglich wäre. Aber wenigstens den Kindern macht es nichts aus, drinnen zu Essen anstatt vor der Hütte und sie finden es alles sehr aufregend. Auch jetzt ist K2 eher als anstrengend zu bezeichnen - auch daher ist es vielleicht ganz angenehm, wenn man in der eigenen Hütte ist und alle Geräusche vom Restaurant nebenan übertönt werden.

Leider dauert das Einschlafen bei beiden recht lange. Es ist doch recht laut vom Restaurant her - was aber vor allem an einer größeren Gruppe liegt, die über die Stränge schlägt. An den weiteren Abenden ist es deutlich ruhiger und man hört in der Hütte nicht viel vom Restaurant.
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24 Okt 2025 15:10 #714806
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08.08.2025 Letaba Restcamp

Die Nacht war ruhig. Wir haben uns darauf verständigt, den Wecker auf 06:00 Uhr - Gateöffnungszeit - zu stellen, so dass wir nicht zu früh, aber doch halbwegs zeitig loskommen. Das hat sich im Laufe des Urlaubs als zwar zum Teil anstrengend, aber doch gut durchführbar erwiesen, immerhin ist das nur eine Stunde vor ihrer üblichen Aufwachzeit. Game Drives mit Kindern sind nunmal immer eine Form des Kompromisses. Wir stehen auf und bereiten im Dunkeln alles für die Abfahrt vor (Kühlbox befüllen, Kaffee kochen..), dabei wachen beide irgendwann entspannt auf. Vor der Tür werden wir von einem wunderschönen Sonnenaufgang begrüßt.



Um 06:37 Uhr starten wir gen Norden - noch unklar ob bis Giriyondo oder Mooiplas Picnic Site.

Bald treffen wir auf erste Elefanten und Giraffen.









Die Brücke über den Letaba River bietet tolle Aussichten.






Weniger Kilometer darauf stoßen wir auf drei Löwenmännchen, die sich freudigst begrüßen, dann leider jedoch schnell verschwinden.











Da die Stimmung gut ist, beschließen wir bis zum Mooiplas Picknickplatz zu fahren. Wir sehen nochmals Elefanten, zudem Büffel, Zebras und einen Hornraben.











Der Picknickplatz liegt sehr schön an einem Fluss - wir waren zwar hier schon vorbeigekommen, hatten aber hier noch nie gestoppt. Um uns herum sind zahlreiche Glanzstare, Tokos und Baumhörnchen, die die Kinder gut unterhalten.







Wir frühstücken unser Müsli und schauen dann noch kurz zum Aussichtspunkt in den Fluss. Hier ist jede Menge los. Zebras, Wasserböcke, ein Sattelstorch und ein Krokodil.





Da wir schon so weit im Norden sind und trotz Übernachtung in Mopani noch nie dort waren, fahren wir noch kurz bis zum Pioneer Dam Hide. Unterwegs finden wir noch einen Klippspringer.



Am Hide treffen wir auf einigen Nachwuchs:





Die Rückfahrt zieht sich etwas, wir sehen nochmals Elefanten und Zebras, insgesamt machen die Kinder es sehr gut mit.







Zurück im Camp will K2 gern Schlafen, schafft es dann aber nicht einzuschlafen. Wir spülen ab, duschen und gehen dann essen. Anschließend besuchen wir die Elefant Hall, bestaunen die riesigen Stoßzähne und Impala Lilies und spazieren ein wenig durchs Camp. Das Camp gehört unseres Erachtens mit zu den schönsten im Park, weshalb wir uns dazu entschieden hatten, hier erstmals für drei Nächte zu bleiben.











Nachmittags fahren wir Richtung Westen bis zur S69. An einer Brücke sehen wir eine große Büffelherde, im Wasser zwei Störche.









Auf dem Rückweg treffen wir auf Giraffen, Baumhörnchen und (mutmaßlich) ein Albino-Baumhörnchen.









Da wir zu früh wieder zurück sind, fahren wir noch ein kleines STück nach Norden bis zur S93. Das Licht ist traumhaft, leider machen sich Tiere rar. Kurz vor dem Camp genießen wir den Sonnenuntergang.







Zum Abendessen gibt es Brot in der Hütte - leider hat eines unsere Brote bereits angefangen zu schimmeln und eine gekaufte Wurst ist geschmacklich kaum genießbar. Die Kinder streiten sich und sind beide doch irgendwie ziemlich KO. Zudem ist der Sprühdeckel des Insektenraumsprays kaputt gegangen. Läuft also..

Sobald die Kinder schlafen, sitzen wir vor unserer Hütte mit traumhafter Sicht im nahezu Vollmondlicht über den Fluss. Heute ist es deutlich wärmer abends und sogar im T-Shirt gerade noch auszuhalten. Das Restaurant ist heute deutlich ruhiger und nicht störend.
Man sieht immer wieder Elefanten und Hippos im Mondlicht unten im Fluss vorbeiziehen, ein wunderbarer Abend im Kruger, der viele Erinnerungen an vergangen Reisen weckt - insbesondere an unsere erste Reise ins südliche Afrika, als wir am Kwando auf einer Insel im Fluss zelteten und von einem Baum aus am Abend eine riesige Elefantenherde beim Baden im Fluss im Mondschein beobachteten.. (und dabei lernten, wie nützlich Ferngläser im Dunkeln sind).
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31 Okt 2025 22:04 #715178
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09.08.2025 Letaba Restcamp

Die Nacht war ruhig. Der Wecker klingelt wieder um 06:00 Uhr. Zudem erschallt pünktlich um 06:00 Uhr der Gesang der Restaurant-Mitarbeiterinnen auf dem Weg zur Arbeit. In Europa unvorstellbar, in Südafrika immer wieder anzutreffen - obwohl es den Angestellten im Regelfall vermutlich deutlich schlechter geht als Angestellten in Europa.

Nach dem gestrigen ersten Zusammenpacken im Dunkeln läuft es heute bereits deutlich routinierter. Für heute haben wir uns die Gegenrichtung nach Olifants am Fluss entlang ausgesucht.

Die Fahrt ist mäßig ergiebig - immer wieder sehen wir Kudus, Warzenschweine und Impalas.





Einmal kreuzt eine Hyäne kurz unseren Weg.



Insgesamt ist es heute deutlich bewölkter und diesiger. In Olifants frühstücken wir. Der direkte Vergleich mit Letaba zeigt, um wie viele Level Letaba attraktiver ist - mal von der spektakulären Aussicht abgesehen. Wir besuchen den Aussichtspunkt, kaufen ein wenig im Shop ein und die Kinder klettern auf den Felsen herum.







Auch der Rückweg ist leider eher “quiet”. Das Highlight ist eine Gruppe Paviane. Wir versuchen noch den Loop über S92 und S93 - ganz nett, aber leider auch nichts spektakuläres.





Ansonsten sehen wir lediglich Impalas, einige Giraffen und einen Elefanten tiefer im Busch.









Gegen 12:00 Uhr sind wir wieder zurück im Camp. Wir besorgen uns Münzen für Waschmaschine und Trockner und haben das Glück, dass gleich eine Waschmaschine frei ist - in der Vergangenheit hatten wir da bei Sanparks schon ganz andere Erfahrungen. Dann gehts zum Mittagsessen ins Restaurant. Die Tokos und Glanzstare sind hier mehr als nur dreist und geradezu eine Plage. Sie haben bisweilen jeglichen Respekt verloren und Hüpfen auf Tische oder stehlen Essen aus der Hand. Ein Mitarbeiter geht alle paar Minuten auf Patrouille..

Direkt unterhalb des Restaurants (und unserer Hütte) hat sich eine Gruppe Elefanten versammelt, zudem grasen Impalas, Warzenschweine und Wasserböcke.







Neben uns in der Hütte ist eine Paar mit einem wenige Monate alten Baby aus Mpumalanga eingezogen. Sie lassen - mutmaßlich zur “Malaria-Prävention” bei 25°C Außentemperatur durchgehend die Klimaanlage laufen, was aufgrund der Nähe der Hütten etwas sehr nervig ist.

Insgesamt ist auffällig, wie viele kleine Kinder im Park um diese Jahreszeit unterwegs sind. Man achtet natürlich mit kleinen Kindern selbst mehr darauf, was die Wahrnehmung verfälscht. Gefühlt waren jedoch in mehr als der Hälfte aller Autos oder Häuser kleine Kinder - das hätte ich ehrlich gesagt so nicht erwartet, bestärkt uns aber natürlich etwas darin, hier nicht etwas vollkommen absurdes und falsches zu tun..

Wir wollen den Kindern eigentlich mal die Gelegenheit geben, zu spielen oder zu entdecken - leider haben sie heute nur Blödsinn im Kopf und geraten ständig aneinander. Da ist man mit einer Hütte direkt am Fluss und neben dem Restaurant natürlich obendrein auf dem Präsentierteller. Daher entschließen wir uns gegen 15:30 Uhr, nochmal eine kleine Runde zu drehen, um die Kinder zu beschäftigen.

Wir fahren wieder den Fluss entlang Richtung Norden und treffen erneut immer wieder auf Elefanten.





An der Highwater Bridge machen wir Halt und steigen kurz aus - hier ist uns aber schon fast wieder etwas zu viel los, weil viele offenbar zum Sundowner hierher fahren.



Danach biegen ab auf die S62 Richtung Matambeni Hide. Die Strecke ist recht schön, es gibt viele hübsche Loops in die Bewaldung am Fluss. Leider alle ohne spektakuläre Sichtung. Ein Korhaan ist das Highlight.



Auch der Hide selbst ist nett und bietet eine schöne Aussicht. Wir sehen einen Brown-Hooded Kingfisher, eine Versammlung von Schildkröten, einen Klaffschnabel und diverse Krokodile in der Ferne.











Leider sind wir fast schon etwas spät dran für eine entspannte Rückfahrt, man braucht doch immer länger als man denkt bei Game Drive Geschwindigkeit..

Auf dem Rückweg am Fluss entlang sehen wir nochmal jede Menge Elefanten auf beiden Seiten der Straße.

Sie tun uns sogar den Gefallen und laufen mitten durch den Sonnenuntergang. Aus fotografischer Sicht geht bei sowas der Puls hoch. Leider sind sie so sehr in Bewegung, abgewandt und im teilweise hohen Gras, dass es mit den Wunschfotos nicht wirklich klappt. Zudem ist leider mal wieder die Konzentration mit 2 kleinen Kindern auf die Fotografie nicht wirklich einfach.





Fazit Letaba:

Das Camp gefällt uns außerordentlich gut, es gibt viele schöne Bäume und im allgemeinen Preisverhältnis verhältnismäßig erschwingliche Unterkünfte. Die Lage am Fluss ist toll, man kann hier auch recht lange am Fluss entlang spazieren. Unsere Hütte war natürlich recht einfach, die Aussicht dafür super. Basierend auf den Erfahrungen hätten wir nunmehr keine Bedenken, auch künftig einfache Hütten ohne Küche/Bad zu buchen (irgendwo muss man ja anfangen zu sparen..). Im Vorfeld las man immer wieder, dass die Sichtungen um Letaba im Allgemeinen eher schwierig seien. Dazu traue ich mir keine abschließende Meinung zu. Gemessen an unseren Fahrstrecken wäre etwas mehr Abwechslung sicher nicht verkehrt gewesen. Elefanten, Giraffen, Impalas etc. kann man hier zur Genüge sehen. Es gibt mehrere nette Hides in vernünftiger Umgebung. Es war nirgendwo voll auf den Straßen. Wir hatten am ersten Tag Glück mit Löwen kurz hinter dem Letaba River (auch wenn wir sie nur kurz sehen konnten). In der grünen Jahreszeit würde ich das Camp aber wohl eher meiden - dann dürfte es aufgrund des dichteren Laubs und der Tatsache, dass sich die Tiere nicht mehr am Fluss konzentrieren müssen, nochmals schwieriger werden mit Sichtungen.
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