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12.08.2025 Biyamiti Teil 2
Nach der Frühstückspause (inzwischen ist es fast Mittag und gut warm geworden) machen wir uns auf den weiteren Weg. Ein erneuter Besuch beim Sunset Dam ergibt keine neuen Bilder. Wir entscheiden uns wegen des Nthandanyathi Hides und guter Gepardensichtungen in der Vergangenheit für die S28. Die Fahrt ist, wohlmöglich auch aufgrund der Temperaturen, eher ereignislos. Am Hide selbst ist jedoch einiges geboten. Einige Elefanten trinken bereits, weitere kommen dazu. Auch eine Herde Zebras ist im Anmarsch. Leider spielt sich hier wieder eine Episode der Diskussion “Wie sinnvoll ist Safari mit kleinen Kindern?” ab. K2 ist zu energiegeladen, hampelt herum und möchte lieber Krach und Quatsch machen als leise zu sein. Alle Ablenkungen oder Ermahnungen helfen nicht. Da wir natürlich nicht alleine im Hide sind, brechen wir notgedrungen unseren Besuch trotz gebotener Action ab (auch wenn wir generell keine negativen Reaktionen anderer Besucher mitbekommen hatten). Hier zeigt sich eindrucksvoll, dass Safari mit kleinen Kindern eben auch Grenzen hat und nicht immer alles so wie gewünscht verläuft. Auch die weitere Fahrt ist relativ ereignisarm. Kurz vor Crocodile Bridge wird die Landschaft nochmals deutlich trockener und karger, fast schon trostlos. Am Vuhami River stoßen wir auf eine überdurchschnittlich große Herde Gnus. Die oft gerühmte S25 ist bis auf Bienenfresser, Stare, Grünmeerkatzen und einen stattlichen Kudu-Bullen ebenfalls eher unergiebig. Auch dass man hier beständig die Zivilisation außerhalb des Parks im Blick hat mit Feldern, Lodges oder Farmen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es ist etwas schade, dass man fast nie näher am Fluss entlang fahren kann. Schließlich kommen wir in Biyamiti an. Hierher wollten wir bereits seit vielen Jahren, da man immer wieder überschwängliche Meinungen zum Camp liest. 2022 waren uns die großen Unterkünfte schlicht zu teuer, dieses Jahr haben wir in den sauren Apfel gebissen in der Hoffnung, noch etwas günstigeres zu bekommen. Diese Hoffnung erfüllte sich leider nicht, insgesamt war sehr wenig Bewegung bei den Buchungen im gesamten Park für den August. Wir erhielten Haus Nummer 13. Der Grundriss ist etwas seltsam. Die riesige Terrasse ist rundherum verglast (und lässt sich auch nicht voll “öffnen”), die Küche dafür winzig im Gang. Alles könnte mal wieder eine Renovierung gebrauchen. Rein vom Standard her sind die Preise hier in jedem Fall nicht gerechtfertigt. Eine halbwegs vernünftige Aussicht auf den Fluss hat man nur von wenigen Units aus - hier wäre deutlich mehr Potential gewesen.. Wir räumen um und spielen auf der “Terasse”, dann begeben wir uns auf einen Spaziergang durchs Camp. Unter dem Bird Hide versteckt sich sehr zur Freude der Kinder jemand. Glücklicherweise sind wir genau zum richtigen Zeitpunkt zum Fluss gekommen. Eine Gruppe Elefanten läuft direkt ins Flussbett vor dem Zaun, um bei einem dort gegrabenen Loch zu trinken. Etwas weiter gibt es jedoch auch noch Oberflächenwasser. Die kleineren müssen sich ganz flach hinlegen, um mit ihrem kurzen Rüssel bis zum Waser zu gelangen. Auch ansonsten sind die Kleinen (die Elefanten) für jede Menge Spaß zu haben. Verbunden mit der schönen Abendstimmung eine wirklich traumhafte Sichtung - die wir komplett verpasst hätten, wenn wir nicht zufällig Richtung Zaun spaziert wären.. |
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13.08.2025 Biyamiti Teil 1
Für heute waren wir gespannt, was die vielgelobte Gegend rund um Biyamiti für uns zu bieten hatte. Wir waren heute früh dran und starteten bereits um 06:30 Uhr. Wir folgten der Camp-Straße nach Nordwesten und bestaunten einen schönen Sonnenaufgang. Bis auf einen Buschbock und einen Wasserbock bleibt es bis zum Biyamiti-Wehr jedoch in Bezug auf Tiere sehr ruhig. Mit der Ruhe ist es am Wehr dann aufgrund eines Paars Nilgänse dafür vorbei. Wir biegen nach rechts auf die S23 ein und folgen ihr nach Norden. Kurz darauf sehen wir ein Paar Klippspringer, die sich die Morgensonne auf den Pelz scheinen lassen. Wenig später stoßen wir auf eine kleine Gruppe Elefanten.Sie sind sehr entspannt - was auch gut ist, da immer wieder plötzlich ein Elefant verdammt nah am Auto vorbei läuft. Irgendwann wollen wir weiter - K2 aber nicht. Sie will unbedingt bleiben und weiter den Elefanten zusehen. Nach weiteren 5 Minuten müssen wir leider irgendwann die Reissleine ziehen und mit herzzerreißend nach Elefanten weinendem Kind weiterfahren. Die optimale Verweildauer bei Sichtungen ist, gerade bei einem Morning Drive, ja schon immer nicht so einfach einzuschätzen. Mit Kindern und ihrem eigenen Willen wird das leider nochmal eine Ecke komplizierter. Doch der nächste Stop ist nicht weit. Eine riesige Büffelherde blockiert die Straße. Da es bereits nach 08:30 Uhr ist und die “heiße” Phase des Morning Drives damit definitiv durch ist, sind wir entspannt und die Kinder ebenfalls. Ihre Zahl, Größe und Geräuschkulisse hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck. Irgendwann sind sie weitergezogen und wir können weiterfahren. Im Sand am Rand der Straße sehen wir Spuren einer kleinen Katze, aber keinen Verursacher, sondern nur Impalas. Über die S113 fahren wir zur H3 und biegen wieder nach Süden ab. Hier treffen wir noch auf eine Giraffe und warten gespannt darauf, ihre Zunge zu sehen. Glücklicherweise zeigt sie uns die Zunge kurz darauf. Dann können wir endlich am Afsaal Picknickplatz halten und aussteigen. Wenn man nicht nur die teilweise nur mäßig ergiebige Zufahrt nach Biyamiti hoch und runter fahren möchte ist die Dichte an Stop-Möglichkeiten hier im Süden überschaubar. Glücklicherweise haben unsere Kinder dies (auch Toiletten-mäßig bei K1) immer toll durchgehalten. Afsaal selbst ist sehr voll und im Vergleich zu anderen Plätzen in mäßig gutem Zustand. Wir frühstücken, beobachten große Gruppen von anderen Touristen und machen uns schließlich wieder - mit einem kleinen und bis auf eine Schildkröte (die die Kinder total begeisterte, aber auf Dauer nicht sehr spannend war) unergiebigen Schlenker über die Renosterpan - auf den Weg zurück nach Biyamiti. Am Wehr treffen wir auf einen Wooly Necked Stork und sehen in der Ferne im Flussbett einige Elefanten. Leider ist das Licht bereits viel zu grell. Die Adleraugen meiner Frau erspähen zudem auf einem Felsen am gegenüberliegenden Ufer zwei Löwenmännchen. Da die Runde ohnehin schon viel zu lang war, das Licht bescheiden und die Temperatur langsam recht hoch, wollen wir hier auch nicht längere Zeit warten, ob die Löwen sich vielleicht in Richtung Fluss bewegen. Wir überqueren den Fluss, beobachtet von einem Pied Kingfisher und fahren weiter Richtung Camp. Diesmal treffen wir auf ein paar mehr Tiere - Zebras, Kudus und die Büffelherde von vorher, die nunmehr im Flussbett weiterzieht. Als Highlight stoßen wir noch auf einen Zwergsperber in einem nahen Busch. Bis wir wieder zurück im Camp sind, ist es bereits Mittag. |
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13.08.2025 Biyamiti Teil 2
Die Mittagspause verbringen wir mit Spielen im Camp. Eigentlich wollten wir gegen 3/4 nochmals los. Davor wollten wir aber nochmal zum Zaun schauen - wer weiß was man heute verpassen würde. Im Camp treffen wir wieder auf unseren Buschbock. Unten am Fluss ist aber alles ruhig. Bis wir dann doch endlich starten, ist es fast schon etwas spät. Eigentlich wollten wir nochmal bis zum Wehr und nach den Löwen sehen - ob das bei nur noch knapp 2 Stunden klappt, mal sehen.. Wir freuen uns dafür zunächst über ein weiteres Raubtier am Straßenrand. Kurz darauf treffen wir auf eine Hyäne neben der Straße, die in etwas seltsamer Körperhaltung in einem Busch schläft. Sie kommt uns seltsam dick vor und rührt sich nicht. Die weitere Strecke ist eher ruhig. Abgesehen von ein paar Wasserböcken unten im Fluss und - in dieser Dichte doch ein wenig überraschend - einer weiteren Zwergmanguste, gibt es wenig zu sehen. Irgendwann ist klar, dass das bis zum Wehr definitiv nichts mehr wird und wir drehen um, um gemütlich zurück zu zuckeln. Einzig eine Giraffe kreuzt noch unseren Weg, ansonsten genießen wir einfach nur die schöne Natur um uns herum. Im schönsten Abendlicht auf einem kleinen Fahrweg durch die Natur zu rollen, in der Erwartung, dass hinter jeder Kurve etwas Spannendes warten könnte, ist für uns der Inbegriff von Urlaub - auch wenn dazu gehört, dass manchmal auch nichts passiert. Was wir im Camp am Zaun verpasst haben - wer weiß? |
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14.08.2025 Biyamiti Teil 1
Auch heute schaffen wir einen verhältnismäßig frühen Start und sind gegen 06:30 Uhr unterwegs. Der Plan für heute Morgen ist, möglichst auf direktem Weg nach Afsaal zu fahren und dort zu frühstücken. Idealerweise sollte der Drive in Summe nicht ganz so lang werden wie am Vortag. Mal sehen, ob er ergiebiger wird. Als erstes treffen wir auf Impalas und einige Kudus. In einiger Entfernung sitzt ein junger Gaukler auf einem Baum, leider nicht im besten Licht. In noch weiterer Entfernung zieht eine Elefantenherde durch den Busch. Recht nah ist dafür ein kleiner Perlkautz. Auch ein paar Elefanten zeigen sich. Nach fast 1,5 Stunden sind wir am Wehr. Die niedrige Position bietet einige schöne Foto-Möglichkeiten, auch wenn die Foto-Modelle nicht allzu spektakulär sind. Wir erhaschen einen kurzen Blick auf einen Schakal und können zwei Impalaböcke mein Kräftemessen beobachten. In Afsaal angekommen ist es heute noch nicht so voll wie gestern - mutmaßlich weil wir etwas früher dran sind. Wir bestellen uns klassisch Toast, Speck und Eier - für die Kinder ein absolutes Highlight. Es bestünden wohl keinerlei Einwände, das als Standard-Frühstück zuhause zu etablieren. Für den Rückweg nach Biyamiti wollen wir die - auch bisweilen vielgerühmte - S25 fahren. Dass das Licht nicht mehr das beste ist, überrascht nicht. Es ist aber zudem auch - wie bereits am östlichen Ende der S25 - extrem trocken und staubig. Bis auf einige Impalas und ein Warzenschwein sehen wir länger nichts - über Steinböckchen freuen wir uns aber selbstverständlich immer. Der weitere Verlauf hält noch eine Giraffe sowie einen einsamen Büffel bereit. Als für uns selteneres Highlight zeigt sich zudem noch ein Hawk Eagle. Etwas früher als am Vortag sind wir schließlich wieder zurück im Camp. Leider war auch dieser Drive gefühlt eher unterdurchschnittlich.. |
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14.08.2025 Biyamiti Teil 2
Die Mittagszeit verbringen wir mit dem Nachholen von Schlaf und Spielen. Nach den gestrigen Erfahrungen schaffen wir es heute etwas früher weg zu unserem letzten Abend Drive im Kruger NP für diesen Urlaub. Ziel ist, es diesmal bis zum Wehr zu schaffen. Der Ausflug beginnt vielversprechend. Als erstes kommen wir wieder an der Stelle vorbei, an der am Vortag die Hyäne lag. Bereits aus der Ferne sehen wir, dass sie dort immer noch liegt.. kurz darauf ist der Grund dafür auch olfaktorisch bemerkbar. Wir halten mit geschlossenen Fenstern, können aber weder Verletzung noch sonst eine Todesursache feststellen (so gut man das als Nicht-Veterinär auf 2-3 Meter Entfernung eben kann..). Nach einem guten Kilometer sitzt auf einem Baum neben der Straße ein Weißrückengeier, gegenüber wirft sich ein Toko im Abendlicht in Pose. Wenige Meter weiter findet sich ein ungleiches Pärchen im Baum. Kurz darauf gesellt sich auch der “Nachwuchs” dazu und die Patchwork-Familie ist perfekt. Irgendwann reißen wir uns von der Familie los und fahren weiter, nur um wenige Meter weiter auf ein Pärchen Tawny Eagles zu stoßen. Was ist denn hier heute los? Als wir uns dem Wehr nähern, treffen wir noch auf Giraffen und Zebras. Am Wehr selbst ist bis auf einen Hammerkop nichts los. Leider bleibt uns auch nicht die Zeit, um länger zu verweilen, sofern wir nicht unentspannt zurück rasen wollen. Eigentlich machen wir unsere Abend-Drives immer so, dass wir uns vorher einen Umkehr-Ort oder Zeitpunkt überlegen, der großzügig Luft lässt und uns erlaubt, die Rückfahrt dann mit Blick auf die Uhr so zu steuern, dass man kurz vor Gate-Schluss eintrifft. Dabei werden wir dann in der Regel immer langsamer, je näher wir dem Camp kommen - schließlich hatten wir schon die besten Sichtungen kurz vor Gate-Schluss. Jetzt hatten wir nur noch eine gute Stunde Zeit um wieder zurück zum Camp zu kommen, was zumindest nicht ganz so großzügig bemessen war wie es unseren Idealvorstellungen entsprechen würde. Wie das so ist, zeigt sich in so einer Situation natürlich immer gleich, dass man in einem Nationalpark mit Zeitplanungen immer aufpassen muss. Bereits nach wenigen Metern stehen wir vor einer größeren Elefantenherde, die die Straße für sich beansprucht. Auf so einer Straße wandert es sich natürlich deutlich besser, zudem scheinen die Sträucher an der Straße immer besonders lecker und interessant zu sein. So verstreichen die Minuten und wir werden doch etwas nervöser. Irgendwann können wir weiter. Kurz darauf zeigt sich eine Giraffe im schönsten Abendlicht. Im Fluss unten ist eine große Büffelherde zu sehen. Von unserer Patchwork-Familie ist nur noch ein Elternteil übrig. Kurz darauf sehen wir auf der Straße vor uns eine Hyäne die vor uns her läuft. Nach einiger Zeit wird uns klar, wo sie hin will - zu ihrer toten Verwandten. Nach einigen hundert Metern hat sie die andere Hyäne erreicht. Sie geht langsam hin zu ihr, schnüffelt und springt erschrocken einen Meter zurück. Offenbar kommt ihr die Situation komisch vor. Kurz darauf kommen zwei weitere Hyänen von der Seite. Was jetzt passiert, ist nichts für Zartbesaitete.. Die beiden neu hinzugekommenen Hyänen gehen sofort zu ihrer toten Verwandten, ziehen sie aus dem Busch - und versuchen, ihr Stücke herauszureißen. Kurz darauf kommt noch eine weitere Hyäne dazu. Uns ist klar, dass Hyänen wie sehr viele andere Carnivoren Opportunisten sind. Es dann aber mit eigenen Augen mitzuerleben, ist dann aber doch relativ eindrücklich. Die Kinder finden es auch seltsam, aber insgesamt kommt es ihnen wohl deutlich normaler und natürlich vor - oder sich machen sich schlicht weniger Gedanken. Die Sonne ist inzwischen untergegangen und die Uhr tickt weiter. Wir haben aber nur noch wenige Kilometer und gute 15 Minuten bis zum Gate-Schluss, so dass eigentlich alles kein Problem sein sollte.. Bis keine hundert Meter vor der Camp-Abfahrt ein Auto vor uns steht und vor ihm ein großer, einsamer Elefanten-Bulle, der immer wieder deutlich macht, dass das hier eigentlich sein Reich ist. Über das optimale Verhalten in solchen Situationen gibt es unendlich viele Meinungen und Einschätzungen von unendlich vielen erfahrenen Personen. Auch im Auto vor uns gibt es offenbar diverse Meinungen zum optimalen Vorgehen - jedenfalls werden alle Varianten durchprobiert (vielleicht in etwas zu raschem Wechsel). Langsam vorwärts, rückwärts, Motor aus, Hupen.. Wir beobachten das ganze aus sicherer Entfernung und denken uns natürlich immer, dass wir alles anders und besser machen würden.. So verrinnen die Minuten. Irgendwann hat der Elefant ein Einsehen und begibt sich ein paar Meter neben die Straße. Wir können die Chance nutzen und kommen auf die Minute pünktlich im Camp an. Eigentlich sind wir, was die Rückkehrzeit angeht, immer relativ entspannt. Schließlich sind wir oft genug mit Torschluss ins Camp gerollt (und es ging auch schonmal - Dank Elefanten-Roadblock - schief). Aber gerade mit kleinen Kindern im Auto ist man natürlich nicht unbedingt darauf erpicht, das Abenteuer bis aufs letzte auszureizen. Zudem sind übellaunige Elefanten wohl das größte realistische Risiko für Besucher in ihren eigenen Fahrzeugen. Auf jeden Fall für einen letzten Abend Drive im Park eine vernünftige Ausbeute an Erlebnissen. Als wir nach dem Abendessen die Kinder ins Bett bringen, hören wir seltsame Geräusche. Draußen muss irgendetwas los sein - und zwar richtig laut. Es ist ein Stöhnen, Grunzen, Brüllen - und Muhen. Ein Besuch am Zaun zeigt: Eine riesige Büffelherde zieht im Fluss entlang. Die Geräuschkulisse ist gigantisch. Tagsüber im Auto, selbst ohne Motor, nimmt man dies nie in gleichem Maße wahr wie zu Fuß, im Dunkeln, getrennt nur durch einen Zaun von hunderten Büffeln.. Fazit Biyamiti: Wir können die von allen Seiten geäußerte Begeisterung für dieses Camp nur bedingt nachvollziehen. Die großen Vorteile sind sicher die Abgeschiedenheit und die Lage direkt am (trockenen) Fluss. Allerdings sind die Sichtungen auf der Zufahrtsstraße doch eher unterdurchschnittlich und man fährt sehr lange, bis man irgendwo anders ist. Es fehlen die großen Flüsse in der Gegend, die anderswo immer Gewähr für ein paar nette Bilder bieten. Die Häuser sind, verglichen mit anderen im Park, sehr renovierungsbedürftig und altbacken - für einen weit überdurchschnittlichen Preis. Mit Ausnahme weniger Häuser hat man keinerlei Aussicht. Ich bin daher froh, das Camp endlich einmal besucht zu haben für einen eigenen Eindruck. Angesichts der Preise und der Schwierigkeit, überhaupt ein Haus zu bekommen, wird es für uns voraussichtlich bei künftigen Besuchen eher nicht die erste Wahl sein. |
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15.08.2025 eSwatini - Mantenga Cultural Village Teil 1
Nach 8 Nächten im Park heißt es heute leider nun Abschied nehmen für uns. Selbst bei über vier Wochen Urlaub ist die Zeit im Park leider endlich. Wir hätten - auch die Kinder - ohne weiteres noch deutlich länger so weitermachen können. Aber man will ja auch noch etwas anderes sehen oder tun.. Wir wollen über das Melelane Gate raus und dann immer gerade aus südwärts bis zum Ezulwini Valley. Beim Packen beobachten sich die Kinder und zwei Vervet Monkeys im Baum gegenseitig für etliche Minuten. Wir fahren schwerzen Herzen über die S25 Richtung Gate. Zum Abschied sehen wir unseren ersten und einzigen Papageien des Urlaubs. Der weitere Verlauf ist nett, aber unspektakulär. Wir sehen Zebras, Impalas, Steinböckchen und glücklicherweise noch eine Herde Elefanten, damit sich K2 von ihnen verabschieden kann. Auch für eine Giraffe stehen wir länger als sonst zum verabschieden. Ein paar Kudus im schönsten Morgenlicht komplettieren das Bild. Schließlich verlassen wir den Park und frühstücken am mehr oder weniger leeren Parkplatz vor dem Gate unsere Overnight Oats. Die Größte des Parkplatzes lässt erahnen, wie es hier manchmal zugeht - das wäre definitiv nichts für uns.. Fazit Kruger Der Park ist und bleibt weltweit einmalig. Das Level an Infrastruktur sowie das Preisleistungsverhältnis ist für ein Safari/Wildnis-Erlebnis, gerade mit Kindern, unübertroffen. Die Unterkünfte sind - im Vergleich zu anderen Unterkünften im Land und zum gebotenen Standard - nicht billig. So gut und einfach wie hier, ist es als Familie jedoch nirgendwo sonst auf der Welt möglich, auf Safari zu gehen. Wenn man will, kann man durchaus noch sehr erschwinglich nächtigen und sich selbst verpflegen. Der Nachteil all dessen ist bisweilen der Verkehr beziehungsweise die Menge anderer Besucher und eine nicht immer einfache Buchungslage. Man kann den anderen Besuchern aber - auch im Süden - meistens gut entfliehen, in dem man Hauptstraßen meidet. Zudem ist Malaria natürlich immer ein Thema. Hier sollte sich jeder anhand der allgemein verfügbaren (wissenschaftlichen) Quellen und eigener ärztlicher Beratung selbst für das richtige Vorgehen entscheiden und nicht den Meinungen einzelner Social-Media-Teilnehmer blind folgen. Wir hatten - mit immer mal wieder mulmigem Gefühl - weiterhin das Gefühl, dass das Risiko jedenfalls im August sehr überschaubar ist. Mit Prophylaxe wäre es möglicherweise einfacher abzuwägen und weniger mulmiges Gefühl - aufgrund des geringen Risikos wurde uns davon für die Kinder abgeraten. Was unsere Sichtungen angeht, bleibt ein etwas schales Gefühl. Es ist immer schwierig, sich zu beklagen. Es fehlten irgendwie die wirklichen Highlights, die man gefühlt früher häufiger hatte - ob nun mit Katzen oder anderen Tieren. Eigentlich kann es nicht wirklich an den Fahrzeiten oder Strecken gelegen haben - wir waren schließlich durchaus sehr früh und spät unterwegs und deckten große Distanzen über längere Zeit ab. Vielleicht hatten wir schlicht etwas Pech, oder man hat mit kleineren Kindern einfach weniger Aufmerksamkeit für den Busch als ohne oder bleibt kürzer irgendwo stehen, wo man alleine möglicherweise einfach mal 20 Minuten gewartet hätte. Dies deckt sich ein wenig mit den Erfahrungen aus dem Vorjahr. Vermutlich ist man schlicht weniger konzentriert und fokussiert. |
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