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Bevor es richtig losgeht, noch ein paar Ergänzungen, die ich leider im Eingangs-Post geplant, aber vergessen hatte.
Das wichtigste zur Einordnung: wir waren vom 02.08. - 03.09. unterwegs. Zur Übersicht habe ich natürlich auch noch eine schöne Route unserer gefahrenen Strecke mitgebracht: Insgesamt summierte sich unsere Strecke am Ende auf 3.839 selbstgefahrene Kilometer - für 31 Tage somit eine halbwegs erträgliche Gesamtstrecke (auch wenn wir natürlich trotzdem an manchen Tagen sehr viel und lange im Auto saßen) |
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02.08.2025 Anreise
Nun geht es endlich los - leider noch mal mit wenig Bildern im Vergleich zum Text - das wird sich aber zeitnah ändern, versprochen. Der Vorteil einer für Afrika-Reisen verhältnismäßig kurzen Vorbuchungszeit von wenigen Monaten ist, dass die Wartezeit nicht so lange ist. Umgekehrt wird es manchmal dann natürlich auch etwas stressiger und man kann manches nicht in der gleichen Tiefe vorbereiten/planen (sofern das überhaupt nötig ist). Da wir erstmals im europäischen Sommer ins winterliche Afrika wollten, wollten wir natürlich eigentlich auch noch den einheimischen Sommer möglichst umfangreich ausnutzen - da machte uns nur leider das Wetter ein wenig einen Strich durch die Rechnung. In der Woche vor Abflug waren die Temperaturen und das Wetter in Deutschland und Südafrika nahezu identisch - also wenigstens kein Sprung von >30°C in Deutschland zu 10-15°C in Südafrika. Natürlich blieben auch kurzfristige Komplikationen nicht aus. Mit Erschrecken mussten wir zudem feststellen, dass wir uns für den Abflug ausgerechnet den ersten Tag der bayerischen Sommerferien ausgesucht hatten. Nach den Bildern von ewig langen Schlangen am Flughafen im letzten Herbst schwante uns Böses. Das Packen verlief hingegen routiniert, wie bereits geschildert hatten wir am Ende insgesamt 4 mittelgroße Reisetaschen, eine Kraxe, zwei Handgepäckrucksäcke und einen Kinderkoffer fürs Flugzeug dabei. Auf Kindersitze haben wir diesmal verzichtet, da die Vermieteten in der Vergangenheit in Südafrika bisher immer in Ordnung waren. Wenn nötig, hätten wir uns wohl auch auf 3 Taschen beschränken können, aber wir hatten ja Platz und das Gepäck ohnehin bereits gebucht. In leichter Panik aufgrund eines möglicherweise übervollen Flughafens buchte ich vorab einen Parkplatz in Terminalnähe (meine Eltern sollten das Auto dann später von dort einsammeln und heimbringen). Alle Taschen ins Auto zu bringen, war wieder einmal eine kleine Herausforderung. Da natürlich auch überall Stau angesagt war, starteten wir extra früh. Nieselregen und 15°C vereinfachten uns den emotionalen Abschied vom Sommer. Tatsächlich war zwar viel Verkehr, wir kamen jedoch gut durch und waren somit deutlich zu früh am Flughafen. Die Parkplatzreservierung zeigte sich als sinnvoll, da wir ohne Reservierung nicht reingekommen wären und auf einen der externen Parkplätze hätten ausweichen müssen. Der Checkin war noch nicht geöffnet. Eine anwesende Mitarbeiterin hatte jedoch mit Blick auf unseren Gepäck-Berg und die Kinder Mitleid, verschob ihre Brotzeitpause um 5 Minuten und nahm unser Gepäck vorab entgegen. Auch wenn wir keine Fans von Extra-Würsten für Familien mit Kindern auf Reisen sind, so ist doch so viel Service-Bereitschaft lobend zu erwähnen. Auch lobend zu erwähnen ist in Bezug auf Condor, dass sie hinsichtlich des Gepäcks deutlich flexibler sind als andere Airlines. Es gibt zwar nur 20kg statt 23kg pro Person, das Gepäck kann jedoch höchst offiziell auf verschiedene Gepäckstücke und Personen verteilt werden, solange das gebuchte Gesamtgewicht nicht überschritten wird. Insgesamt war es jedoch nirgendwo voll, trotz angeblichen Rekord-Wochenende. Vielleicht spielte hier das Terminal/Gate eine Rolle. Die Zeit bis zum Abflug vertrieben wir uns Bingo-Spielen, Flugzeugen beobachten und einem kleinen Abendessen. Nach Frankfurt ging es mit einem Flugzeug der kroatischen Linie Flyair41. Bis auf eine leichte Verspätung verlief alles nach Standard. In Frankfurt hatten wir ebenfalls Glück und mussten, entgegen bisheriger Erfahrungen, nur einen kurzen Weg zum neuen Gate und zur Passkontrolle zurücklegen. Auch eine erneute Sicherheitskontrolle fand nicht statt. Ein wenig überrascht waren wir schon, wie viel einfacher und besser manches beim vermeintlichen Billigflieger im Vergleich zur Lufthansa funktionierte.. Das Boarding begann bereits über eine Stunde vor Abflug. Über die Frage, wie sinnvoll es ist, mit kleinen Kindern die Möglichkeit des bevorzugten Boardings in Anspruch zu nehmen, kann man sicher geteilter Ansicht sein - wir haben diesen Vorteil bisher immer genossen, auch wenn man dafür deutlich länger im Flugzeug sitzt. Leider zog sich alles erheblich. Erst mussten wir ca. 30min im Bus vor dem Flieger warten, dann im Flieger nochmals über eine Stunde, da noch auf Anschlussreisende gewartet wurde. (Die Kinder waren natürlich ganz heiß darauf, mit einem gestreiften Flugzeug zu fliegen) Wir hatten uns für eine Mittelreihe entschieden. Da Condor mit 2-4-2 Bestuhlung fliegt, keine leichte Entscheidung, aber im Ergebnis wohl das bequemste und stressfreieste mit Kindern, da die beiden so auf den beiden mittleren Sitzen gut schlafen können. Mit über einer Stunde Verspätung ging es schließlich um 21:50 Uhr los. K2 war zu diesem Zeitpunkt bereits im Sitzen eingeschlafen und ließ sich glücklicherweise auch durch den Start nicht wecken. K1 wollte partout nicht schlafen und bestand darauf, auf das Essen zu warten. Das zog sich natürlich nochmals bis ca. 23:15 Uhr.. Danach war dann jedoch schnell Schlafen angesagt. Beide Kinder schliefen gut bis ca. 6/7 Uhr. Wir Erwachsenen taten uns etwas schwerer, man dämmert halt immer mal wieder für einige Zeit weg. Das Essen war ersichtlich “günstig”, aber erträglich, der Sitzabstand weniger schlimm als befürchtet, jedoch die Sitze doch eher von der härteren Sorte. Dafür ist das nagelneue Infotainment positiv zu erwähnen - HD-Auflösung, super responsiv und mit der Möglichkeit, die eigenen Kopfhörer per Bluetooth zu verbinden - endlich mal was Zeitgemäßes. Zum Frühstück gab es eine okaye warme Apfeltasche. Insgesamt ist der Gesamteindruck - im Vergleich zu Lufthansa - doch sehr positiv und es ist sicher gut, wenn es etwas mehr Konkurrenz gibt. Die Ankunft in Johannesburg war direkt am Gate mit einer Stunde Verspätung. Der Weg zur Passkontrolle war wie immer weit. Dort war zwar keine Riesenschlange, es dauerte dennoch einige Zeit, bis wir durch waren (ca. 40 Minuten nach Landung). Dafür war unser Gepäck bereits vollständig auf dem Band. Wir suchten zunächst etwas nach den Autovermietungen (wir hatten zuletzt 2018 direkt am Flughafen gemietet und wussten nur noch, dass wir irgendwo raus mussten). Ein freundlicher Mitarbeiter des Flughafens (von denen dort etliche mit offizieller Weste und Karte rumlaufen) bemerkte uns sofort und lotste uns auf den richtigen Weg. Mit Hertz am Flughafen Johannesburg hatten wir in der Vergangenheit sehr durchwachsende Erfahrungen (Wartezeit von 1-2 Stunden, Dokumente nicht vollständig, falsche Sachen abgebucht..). Auch die aktuellen Google-Rezensionen ließen Schlimmes befürchten. Hinzu kam, dass wir - mutmaßlich aufgrund eines Datenbankfehlers - wie bereits geschildert einen extrem attraktiven Preis für Group R (Toyota Fortuner) hatten, so dass wir innerlich bereits auf jede Menge Diskussionen gefasst waren. Tatsächlich war am Schalter jedoch überhaupt nichts los. Wir wurden nett und freundlich bedient und erhielten ohne jede Bemerkung zum Preis einen Fortuner mit unter 10.000 Kilometern auf der Uhr. Sogar die beantragten Cross-Border-Dokumente lagen bereits vorbereitet bereit. Etwas geschmälert wurde die positive Erfahrung durch offenbar suboptimale Prozessabläufe. Das System hatte sich für den Vertrag vor Ort nicht unsere aktuellen Daten, sondern die Daten unserer letzten Buchung aus 2018 gezogen, die somit erst einmal aktualisiert werden mussten. Zudem fehlten die Kindersitze in der Buchung, konnten jedoch ad hoc beschafft werden. Auch in der Tiefgarage bei der Übergabe war man bemüht. Die Kindersitze waren in Ordnung, einzig der Einbau gestaltete sich wie immer beim ersten Mal mit unbekanntem Sitz und Auto bei spärlicher Beleuchtung etwas umständlich - Helfen wollte oder konnte aber kein Mitarbeiter (wir sollten einfach nach der Anleitung Googlen). Insgesamt erwies sich das Fahrzeug als Top - wirklich ein nahezu perfektes Fahrzeug. Der bisherige Durchschnittsverbrauch war mit 6,7l erfasst. Wenn es solch ein Fahrzeug auch bei uns gäbe, könnte man fast schwach werden. Fährt sich super, riesiger Kofferraum und bei Bedarf können 7 Personen mitfahren.. (Unser Auto ein paar Tage später) Mit Gepäck im Auto gehen wir nochmal zurück zum Flughafen und holen eine Sim-Karte bei MTN (hier haben wir uns preislich etwas übers Ohr hauen lassen, dafür ging alles schnell und einfach), etwas Bargeld (das uns bis zum Ende des Urlaubs reichen wird), Kekse und Wasser im Supermarkt. Gegen 11:30 Uhr, d.h. fast 3 Stunden nach Landung, geht es endlich los. Natürlich hätte man an der einen oder anderen Stelle vielleicht 15 Minuten einsparen können, aber insgesamt zieht es sich dann doch immer, bis alles erledigt ist, selbst wenn es nirgendswo außergewöhnlich lange Wartezeiten gibt. |
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03.08.2025 Dinokeng NR Chameleon Bush Lodge
Die Strecke bis zu unserer ersten Unterkunft hatten wir bewusst kurz gehalten. Wir hatten lange hin und her überlegt, ob wir - bekannt und bewährt - wieder zum Amohela Guesthouse in Midrand fahren sollten oder etwas neues probieren. Wir hätten dort wieder wunderbar unseren ersten Einkauf anliefern lassen können und es gibt in der “Nähe” (für südafrikanische Verhältnisse) diverse gute Essens- und Einkaufsoptionen. Alternativ hatten wir erwogen, noch ein Stück weiter zu fahren und im Nylsvlei Nature Reserve zu nächtigen - dies erschien uns dann aber doch zu weit (und abseits von Einkaufsmöglichkeiten für den Fall der Fälle). Das Dinokeng NR ist in gewisser Weise speziell. Es ist ein umzäuntes Gebiet mit wilden Tieren, in dem jeder wiederum alle möglichen (umzäunten) Häuser, Unterkünfte, Farmen und teilweise sogar Betriebsstätten liegen. Die Preise für die Unterkünfte sind - verglichen mit ähnlichen Standards in der Umgebung - oftmals eher gehoben bis nicht nachvollziehbar. Wir fanden jedoch mit der Chamelon Bush Lodge eine bezahlbare Selbstversorgerunterkunft und entschieden uns daher schließlich dazu, dem Dinokeng NR mal eine Chance zu geben. Etwas getrübt wurde die Freude über den Übernachtungspreis von unter 100€ für ein schönes Haus durch den - für Ausländer im Vergleich zu Südafrikanern und angesichts der begrenzten Größe und Tierwelt - doch stattlichen Eintrittspreis von 500R für uns vier. Erst nach bereits erfolgter Buchung stieß ich noch auf die Zaagkuilsdrift Bird Sanctuary And Lodge, die für unsere Anforderungen auch ziemlich perfekt wirkte - falls jemand nochmal einen Tipp sucht. Wir brauchten eine knappe Stunde bis zum Reserve. Wir hatten unseren Eintritt bereits Online bezahlt und zeigten am Gate lediglich einen QR-Code vor. Dann fuhren wir die wenigen Kilometer auf der Durchfahrtsstraße bis zum Gate unserer Unterkunft - wo wir erst einmal vor verschlossenen Türen standen. Leider war die frisch erworbene Sim-Karte noch nicht eingelegt und installiert (ich hatte im Laden großspurig verkündet, dass ich das schon selbst kann) - also mussten wir teuer mit deutscher Sim die vermerkte Telefonnummer anrufen. Obwohl wir zu früh waren, konnten wir bereits unser Haus beziehen. Direkt beim Anfahren sahen wir 3 Giraffen, die am Zaun vorbei liefen. Die Kinder waren vollkommen aus dem Häuschen und auch wir haben uns natürlich über eine solche schöne Begrüßung sehr gefreut. Unser Haus war groß, sauber und gut ausgestattet. Die Aussicht in den Bush war sehr gut, es gab vor dem Zaun eine gemähte Schneise. Wir packten aus und fingen an, unser Gepäck aus den Reisetaschen aus- und umzupacken. Das Auto wurde nochmals genauer inspiziert und eingerichtet und wir spazierten ein wenig umher auf der Suche nach Tieren und Vögeln. Die Kinder machten sich mit Fernglas vertraut, ich mit der Bedienung der Kamera.. Am Zaun sahen wir immer wieder Impalas, Warzenschweine und einmal kurz einen Schakal - leider waren wir jeweils zu sehr aus der Übung für Bilder.. Anschließend machten wir uns auf den kurzen Weg zur Safari Mall - einem kleinen Shop mit Tankstelle und Restaurant nebendran. Eigentlich wollten war der Plan, erst am übernächsten Tag Großeinkauf zu machen und sich bis dahin extern zu verpflegen. Da es dort aber sehr lecker aussehende Marmeladen und Honig zu fairen Preisen gab, kauften neben Wasser gleich noch Brot und Saft, um wenigstens zu Hause frühstücken zu können. Anschließend gab es ein erstes Eis - man ist schließlich im Urlaub. Es war warm, aber nicht heiß. Nach der Rückkehr zum Haus wurde geduscht, etwas auf der Terasse gespielt und dann ging es wieder los zum Abendessen. Es gibt im Reserve eine reichhaltige Auswahl an Restaurants - aber: nahezu alle haben Sonntag abends zu, viele auch noch am Montag oder Dienstag (als Wort der Warnung). Dies schränkte die Auswahl doch sehr ein - das Kingfisher Restaurant in der Mogena Lodge hatte jedoch offen, war nahe und machte einen sehr guten Eindruck. Am Gate wurden alle möglichen Daten erhoben. Das Restaurant liegt sehr schön an einem Weiher/Wasserloch/Damm, wo man theoretisch schön auf der Terasse sitzen könnte. Da es jedoch mit untergehender Sonne ziemlich frisch geworden war, waren wir froh, dass man auch drinnen sitzen konnte. Es gibt eine gute Auswahl an Essen, wir empfanden es als sehr lecker und fair bepreist. Noch während des Essens legte K2 sich plötzlich auf die Bank und schlief dort einfach ein.. (Das ist uns sonst bisher noch nie passiert). Beim Bezahlen hieß es dann plötzlich, dass das Kartenzahlungsgerät kaputt sei.. Wir zahlten daher Cash (gut, dass wir etwas geholt hatten). Dies war übrigens das einzige Mal im gesamten Urlaub, dass wir (außer Trinkgeld) tatsächlich auf Cash angewiesen waren. Dann ging es im Dunkeln zurück - etwas ungewohnt, noch dazu in einem ungewohnten Auto, aber ohne jegliche Zwischenfälle und ohne Sichtungen, bevor es auch für uns früh ins Bett ging. |
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04.08.2025 Magoebaskloof - Rondebossie Farm Retreat
Die erste winterliche Nacht in Südafrika wurde dank warmer Wolldecken auch ohne Heizdecken gut überstanden. Wir frühstückten gemütlich in der Wohnküche und beobachteten die zahlreichen Vögel, die sich in den Büschen vor dem Fenster bewegten. Sehr positiv nahmen wir das große Interesse unserer Kinder an den Vögeln und am Vögelbeobachten zur Kenntnis. Wir packten zusammen, dann drehten wir noch einmal eine kleine Runde durch die Anlage auf der Suche nach Vögeln und Tieren. Gegen 10:00 Uhr ging es weiter auf eine unserer eher längeren Etappen bis in die Magoebaskloof. Bei der Fahrt aus dem Dinokeng NR sahen wir - vor allem nach dem Verlassen des Gates - immer wieder Tiere in Zaun-Nähe: Zebras, Springböckchen, Nyala und in der Ferne Giraffen. Es gibt also durchaus Tiere hier, ob sich die Selfdrive-Route tatsächlich rentiert, wird im Netz sehr unterschiedlich beurteilt. Für einen ersten Stop bzw. 1-2 Nächte mit etwas Bush-Feeling ist es eine gute Option, mit richtigen Parks kann man es aber wohl nur schwer vergleichen (auch wenn die Fotos im hervorragenden, alle zwei Monate erscheinenden Dinokeng Magazine einen anderen Eindruck machen). Wir fuhren wieder zur N1 und folgten ihr gen Norden. Wir hatten erwogen, unterwegs wenigstens einen Tagesbesuch im Nylsvlei NR einzulegen. Obwohl es nahezu direkt neben der N1 liegt, ist die Anfahrt aufgrund der weit auseinanderliegenden Ausfahrten doch etwas länger und ein gewisser Umweg. Da wir nicht wussten, was uns außer Vögeln erwarten würde und die Jahreszeit nicht die beste sein dürfte für das Vlei, fuhren wir einfach weiter. Es war interessant zu sehen, wie schnell es auf dem Weg Richtung Norden leer und einsam wurde. Es ging wohl primär durch größere Farmen. Das hätte ich ehrlich gesagt in dieser Gegend hier gar nicht erwartet, sondern es mir deutlich zersiedelter vorgestellt. An einem Rastplatz machen wir kurz Pause, dann entscheiden wir uns, weil es zeitlich gesehen gut liegt, die Mall of the North in Polokwane anzusteuern zum Mittagessen. Der Parkplatz wirkt sicher genug für ein vollbepacktes Auto. Im Panarottis freuen sich die Kinder über die große Spielfläche. Von den Pizzen hätte ich mir mehr erhofft - ok, aber nicht überragend. Da habe ich auch in Afrika schon bessere gegessen. Den Kindern waren, nachdem sie auf der Karte zu sehen waren, die Milch-Shakes nicht mehr auszureden. Tatsächlich geschmeckt hatten sie ihnen dann nicht wirklich.. Auch wenn wir eigentlich erst an einem der nächten Tage in Tzaneen unseren ersten Großeinkauf erledigen wollten, nutzen wir nun das Vorhandensein eines großen Checkers und ziehen den Großeinkauf einfach gleich durch - das spart uns den Weg bis nach Tzaneen. Dafür kostet es natürlich Zeit.. Wir finden das meiste von unsere Liste. Für einen Besuch bei Game oder anderer Läden bleibt jedoch leider keine Zeit mehr. Wir fahren nun weiter entlang der R71, erst durch dichter besiedelte Gegenden, dann wird es immer ländlicher und bergiger. Die Sonne nähert sich bereits dem Horizont - der Sonnenuntergang ist wirklich sehr früh.. Schließlich kommen wir noch im Hellen an und geben den übersandten Code am Tor ein - ohne dass sich etwas tut. Nach einiger Zeit kommt ein Fahrzeug von der Farm und hält an - auch hier öffnet sich kein Tor. Nach weiterer Zeit kommen ein paar Arbeiter und machen sich am Tor zu schaffen. Es ist also wohl defekt. Glücklicherweise kann es innerhalb kurzer Zeit repariert werden. Der Weg zur Farm ist etwas rumpelig, aber gut machbar. Wir werden sehr nett durch unsere Gastgeberin begrüßt, die uns alles zeigt. Das Cottage ist groß, sauber und gut ausgestattet. Die Aussicht aus dem Wohnzimmer ist sehr schön. Fotos habe ich leider von Innen nicht wirklich viele gemacht - man findet es aber leicht über alle üblichen Portale. (gesammelte Fotos der nächsten Tage) Die Auswahl an interessanten Unterkunftsoptionen ist in der Gegend relativ groß, die preisliche Bandbreite ebenso. Wir hatten uns für das Rondebossie Farm Retreat aufgrund der relativ zentralen Lage, das Vorhandensein von Tieren und einem offensichtlich guten Preisleistungsverhältnis entschieden. Kaum ausgeladen, wollen die Kinder sofort los und nach Farmtieren suchen. Leider finden wir auf die Schnelle nur ein paar Schafe. Die Kinder haben eine Menge Spaß auf der Terasse - leider sind manche Stellen der Wand frisch gestrichen.. Abends wird es hier doch nochmal frischer. Hier merkt man doch etwas die Höhenlage. Wir essen - nach unserem Pizzaessen mittags und aufgrund der vorgerückten Stunde - einfach Müsli zum Abendessen, bevor es in die mit Wärmedecken angenehm vorgewärmten Betten geht. |
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05.08.2025 Magoebaskloof - Rondebossie Farm Retreat
Die Nacht war kältetechnisch in Ordnung. Das Thermometer (das wir extra mitgenommen hatten, um das Kältegefühl quantifizierbar zu machen) in der Küche zeigte 12°C - mit Hausschuhen und Fleecejacke aber alles angenehm. Nicht nur bei den Temperaturen ist noch Luft nach oben, auch beim am Vortag erworbenen Baguette - welches sich als steinhart erweist. Zudem hatten Ameisen offenbar ihren Gefallen an einigen Vorräten gefunden, die wir noch nicht gut genug weg gepackt hatten.. Ich verbuche das mal unter üblichen Startschwierigkeiten.. Wir fahren die kurze Strecke zum Magoebaskloof Hotel - auch hier gibt es wieder strenge Zufahrtskontrolle mit Foto von ID, Check der Licence Disk etc.. Vermutlich hat hier irgendeine Sicherheitsfirma vorgefertigte System-Lösungen an alle Hotels in der Provinz verkauft.. Unser Ziel ist der Swartbos-Trail. Eine nette kleine Wanderung von ein paar Kilometern durch traumhaften Primärwald. Es geht zunächst ein Stück an der Straße entlang zurück, dann auf schmalen Pfaden talab- und auf durch den Wald. Der Weg ist sehr schön und gut zu gehen - bei Regen in den Tagen davor stellenweise mutmaßlich etwas rutschig. (Hotel mit Blick Richtung Tal) Immer wieder sehen wir Vögel, u.a. einen Knysna Lourie - jedoch zierte er sich etwas für ein Foto. Dafür sehen wir relativ nahe eine Gruppe Samango Monkeys in den Bäumen. Nach knapp 2 Stunden sind wir an einem Aussichtspunkt angelangt. Es liegt sehr viel Rauch von diversen Feuern über dem Tal. Die Runde ist fast zuende - K1 würde eigentlich gerne weiter laufen. Es gäbe noch einen kurzen Weg zu einem Wasserfall von unserem Parkplatz aus, wir beschließen jedoch, zunächst nach Haenertsburg zu fahren, um etwas zum Mittagessen zu suchen. Der Ort macht einen recht netten Eindruck mit vielen kleineren Läden und diversen Essensoptionen. Man merkt, dass die gesamte Gegend doch sehr vom Tourismus lebt. Wir landen schließlich auf der sonnigen Terasse des Pancake House. Im Hausinneren scheint es bei loderndem Feuer auch recht gemütlich zu sein. Die Pancakes sind in Ordnung, nichts Weltbewegendes. Anschließend erstehen wir noch hervorragendes Biltong im nebenan gelegenen Stellas Farmstall, bevor wir wieder nach Hause fahren. Nach kurzer Pause spazieren wir ein wenig über das Farmgelände und beobachten die Schafe. Da die Kinder offenbar noch nicht ausgelastet sind, fahren wir die Straße vor der Farm noch weiter hinauf in das Woodbush Forest Reserve, um dort etwas spazieren zu gehen. Auf den Wanderkarten sind eine Reihe Wege eingezeichnet, wir wollen mal sehen, wie es da oben aussieht und wo man dort langgehen kann. Die Gravel Road ist etwas rauer und hat ein paar tiefere Schlaglöcher - mit unserem Fortuner aber natürlich kein ernsthaftes Problem. Zufällig sehen wir ein Schild zu den Champion Trees - den laut Tourismuswerbung höchsten gepflanzten Bäumen der Welt. Wir parken an der Straße - die Zufahrtsstraße zum offiziellen Parkplatz wäre etwas grenzwertiger gewesen ohne Allrad. Extrem ausgefahren und schlammig. Die Beschilderung ist eher so “naja”. Wir gehen zuerst zu offenbar besonders großen mexikanischen Kiefern, können diese aber nicht so wirklich eindeutig identifizieren. Dann folgen wir dem Pfad, bis wir zum mehr oder weniger offiziell höchsten gepflanzten, aktuell noch stehenden Eukalyptusbäumen kommen. Beeindruckende Bäume und ein beeindruckender Wald. Etwas amüsant, dass Sponsor sämtlicher Beschilderungen ausgerechnet die bekannte Kettensägen-Marke Stihl ist. Gegen 17:15 Uhr sind wir zurück auf der Farm - es ist deutlich abgekühlt bei nur noch 13°C. Die Kinder spielen dennoch noch auf dem Hof Ball, bis es zu Dunkel wird. |
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06.08.2025 Magoebaskloof - Rondebossie Farm Retreat
Der heutige Tag begann so sonnig, wie der letzte aufhörte. Beim Frühstücken entzückten die um das Haus herumziehenden Schafe die Kinder. Für heute hatten wir uns einen Besuch bei den Debengeni Falls ausgesucht. Es gibt zwar in der Gegend eine Vielzahl an Wanderwegen und Attraktionen, aber es ist nicht immer so wirklich einfach, an übersichtliche Informationen zu kommen (oder ich bin zu blöd, sie zu finden). Auf der anderen Seite ist das Attraktive daran natürlich, dass man selbst mehr Entdecken kann und muss. Wir fahren die R71 ein gutes Stück Richtung Tzaneen. Unsere Unterkunft ist nahezu an der höchsten Stelle der Straße, ab hier geht es sehr kurvenreich bergab. Wir halten kurz am Mageobaskloof Farm Stall, so wirklich viel Spannendes gibt es aber nicht zu entdecken - die Lage ist aber echt gut und es soll recht lecker sein. Die Zufahrt zu den Falls ist über Gravel, bisweilen auch mit ein paar ausgewaschenen Stellen, die für Autos mit geringer Bodenfreiheit schwieriger werden könnten (wir haben aber oben dann auch Besucher mit einem Hyundai Stari gesehen). Die Wasserfälle erstrecken sich über eine relativ lange Strecke durch schönen, teilweise herbstlichen Wald. Es gibt ein relativ großes Picknick-Areal mit zahlreichen Hinweisen darauf, dass man nicht ins Wasser gehen soll. Man kommt zunächst relativ weit oben zum Fluss und kann dann auf der gegenüberliegenden Seite am Fluss entlang bergab gehen - was wir natürlich machen. Dort gibt es erneut eine Brücke und in der Theorie einen Weg nach oben. Dieser war jedoch so zugewachsen, dass wir lieber wieder umdrehten und den selben Weg wieder zurück nach oben gingen. Immer wieder sehen wir verschiedene Schmetterlinge und Vögel, zudem ein aktives Bienennest in einem Baum. Anschließend sehen wir noch einen Pfad, der am Wasserfall entlang nach oben führt und folgen ihm. Teilweise ist es etwas steil, aber alles gut machbar. Man sieht den Wasserfall aber immer nur durch dichtes Blattwerk. Oben trifft der Pfad auf den 5-tägigen Mageobaskloof Hiking Trail. Wir gehen noch ein wenig weiter am Fluss und machen auf einem Felsen am Fluss Brotzeit. Dann machen wir uns wieder auf den Weg zurück und halten am Krabbefontein Coffee Shop. Hier gibt es in einem äußerlich eher schäbig anmutenden Gebäudekomplex ein sehr hipp wirkendes Café. Zudem wird hier lokal Kaffee angebaut - einer von sehr wenigen kleinen Bereichen in Südafrika, wo dies wirtschaftlich sinnvoll versucht wird. Da ich als großer Kaffee-Fan vorher überhaupt nicht wusste, dass es überhaupt in Südafrika produzierte Kaffeebohnen gibt, wollte ich hier natürlich unbedingt vorbeischauen. Rund um das Café sind lauter Jungpflanzen zu sehen, die eigentlichen Felder (die man auch besuchen kann und wo es auch Wanderungen etc. durch gibt) liegen noch etwas weiter rauf. Wir essen noch eine Kleinigkeit, die Kinder spielen im Sand, es gibt auch eine Schaukel, einen Wasserlauf und eine Kletterwand. Dann kaufen wir natürlich noch Kaffee - wobei wir feststellen müssen, dass es aufgrund der bisher eher geringen Erträge leider keinen sortenreinen Kaffee von dort gibt, sondern nur vermischt mit Bohnen anderer afrikanischer Länder. Aber allein schon damit die Kinder einmal in echt sehen, wie Kaffeebohnen an der Pflanze aussehen, wäre es ein Stop wert gewesen. Zurück in unserem Ferienhaus mache ich mich mit den beiden Kindern auf die Suche nach Vögeln. Sonderlich erfolgreich sind wir leider nicht - vor allem da K2 immer lieber getragen wird und K1 voraus rennt. Beide wollen unbedingt Vögel suchen, die Details des sinnvollen Birdings müssen wir aber wohl noch üben. Am Abend spazieren wir nochmals über die Farm und besuchen die Schafe (und Ziegen). Damit endet unser Aufenthalt in der Magoebaskloof auch schon wieder. Die Gegend bietet echt viel Möglichkeiten an schönen Wanderungen, tolle Wälder, super Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und diverse nette Verpflegungsoptionen. Man kann hier sehr nett einige Tage verbringen - auch sehr gut gelegen auf dem Weg von oder zum Kruger. Auch unsere Unterkunft kann man guten Gewissens empfehlen. Wir hatten etwas Sorge, dass man die doch recht nahe R71 hören würde. Das war glücklicherweise jedoch nicht der Fall. Mag sein, dass es anders ist, wenn man sich bei wärmerem Wetter mehr draußen aufhält und mit offenen Fenstern schläft, das kann ich nicht beurteilen. |
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