THEMA: Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
24 Jan 2024 18:43 #681084
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  • Tinochika am 24 Jan 2024 18:43
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Danke Matthias,

da haben wir wieder einmal nicht aufgepaßt. Eigentlich hätten wir es wissen müssen. Die Zeichnung der Brustfedern ist unterbrochen und setzt sich unter den Flügeln fort. Das unterscheidet ihn vom Rotkopffalken doch sehr.
Wir haben noch einmal nachgeschlagen und dabei erfahren, dass der Wanderfalke mit bis zu 350 km/h im Sturzflug der schnellste Vogel der Welt ist. Umso verwunderlicher ist es, dass Hartwig ihn im Flug gerade noch aufs Bild gebracht hat.
Hättest Du nicht aufgepaßt wäre er in Höchstgeschwindigkeit hier im Forum verschwunden.
Wir hätten ihn dann auch nicht auf unserer Liste der Erstsichtungen im KTP.



Nachtrag :
Wir sehen gerade, dass die falsche Bestimmung des Falken nicht des Rätsels Lösung ist.
Da tippen wir doch eher mal auf den Schwarzstorch. Wir waren auch sehr erstaunt ihn in der trockenen Kalahari zu sehen.

tigris schrieb:
also mir ist spontan bei diesem Vogel ein anderer Falke eingefallen!


Ahhh… logo Simone,

du hast an Liselotte in der Heilig-Geist-Kirche Heidelberg gedacht.


Liebe Grüße

Ingrid und Hartwig
Letzte Änderung: 24 Jan 2024 21:39 von Tinochika.
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24 Jan 2024 23:11 #681092
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Hallo Ihr zwei Chikas,

Simone war schon auf dem richtigen Dampfer, der Falke war gemeint. Laut Verbreitungskarte im Roberts dürfte es Wanderfalken eher nicht geben, auf jeden Fall ist es kein typisches Habitat und ich habe dort noch nie einen gesehen.
Einen Schwarzstorch hingegen habe ich tatsächlich auch schon mal im Auobtal gefunden.

Viele Grüße, Matthias
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25 Jan 2024 12:37 #681124
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fotomatte schrieb :
Laut Verbreitungskarte im Roberts dürfte es Wanderfalken eher nicht geben, auf jeden Fall ist es kein typisches Habitat

Hallo Matthias,
das hätten wir jetzt nicht vermutet. In dem kleinen Büchlein von Niel Cillié , Animals of the Kgalagadi, sind beide sowohl Schwarzstorch, als auch Wanderfalke verzeichnet.

www.outdoorphoto.co....als-of-the-kgalagadi

Schaut man in den Raptor und Veld Guide, so kann man sehen, dass ein Verbreitungsgebiet der Wanderfalken auf jeden Fall südlich von Twee Rivieren liegt.
Wir haben den Falken auch im südlichen Teil des Parks gesehen und bei seiner Fluggeschwindigkeit ist er sicher doppelt so schnell wie wir wieder in Upington.
Den Storch hätten wir zumindest bei der Trockenheit die im November dort vorherrscht, nicht erwartet.
Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
Letzte Änderung: 25 Jan 2024 12:47 von Tinochika.
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25 Jan 2024 14:26 #681132
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  • fotomatte am 24 Jan 2024 23:11
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Sodele, weil Ihr jetzt mein Interesse so richtig gekitzelt habt, habe ich mal den "Official Information Guide" von SANParks aus´m Regal gezogen.
Beide Arten, also Falke wie auch der Storch sind für den KTP gelistet. Beim Wanderfalke aber mit einem #, was bedeutet: Rare, even once-off sightings. Wie auch immer, der typischere Falke für dieses Gebiet dürfte mit Sicherheit der Lanner sein.

Könnt Ihr euch also doppelt über das schöne Foto freuen.

Gerne erwarte ich eure weiteren rare sightings. B)

Achja, noch was: die Wissenschaft ist sich noch uneins, ob jetzt der Wanderfalke oder der Baumfalke den Geschwindigkeitsrekord hält. Ich stelle mir aber auch die Beweisführung und die exakte Ermittlung der erreichten Geschwindigkeit einigermaßen schwierig vor.

Viele Grüße, Matthias
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28 Jan 2024 20:15 #681390
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11.11.2023

Twee Rivieren - Nossob

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Eigentlich wollten wir heute Morgen packen und zur pünktlich zur Toröffnung um 
05:30 Uhr losfahren.
Der Handy-Alarm reißt uns aus dem Tiefschlaf. Jetzt nur wegen des Packens, früher aufzustehen war gestern Abend keine so gute Idee. 
Wir stellen den Wecker erneut und schlummern noch ein Stündchen friedlich weiter.
Räumen wir unseren Kram halt später zusammen. Wir werden schon vor 10:00 Uhr rechtzeitig zum Check-out wieder zurück sein.
Eine Stunde später rappelt erneut das Handy.
Etwas ausgeruhter und nach kurzer Katzenwäsche starten wir dann zu unserem morgendlichen Gamedrive.
Wir fahren erst ein Stück bis zur Rezeption, die abseits vom Camp liegt, um unseren Laufzettel abzuholen.
Gegen 05:40 Uhr sind wir die Einzigen, welche noch das Permit abholen. Die kleine Verspätung erweist sich jedoch später als ein Glücksfall.
Die anderen Fahrzeuge sind alle bereits losgefahren. 
Morgens bildet sich in den großen Camps Mata Mata, Nossob und hier in Twee Rivieren immer eine kleine Menschenschlange bei der Ausgabe der Permits. Jetzt ist keiner mehr hier und wir erhalten den Zettel schnell, ohne anstehen zu müssen.
In den Wilderness Camps ist das logischerweise anders. Es gibt nur wenige Chalets bzw. Gäste und man erhält den Laufzettel nach einem kurzen aber herzlichen Guten Morgen ganz ohne Wartezeit. Die  Campmanager sind immer pünktlich zur Stelle und nicht alle Bewohner brechen schon um 05:30 Uhr zum Gamedrive auf.
Wir wollen  jedenfalls ca. 35 Kilometer bis Kij Kij fahren und dabei die dazwischen liegenden Wasserstellen Samevloeiing, Leeuwdrill und Rooiputs ansteuern.
Nach drei Kilometern Strecke erreichen wir das erste Wasserloch. 
Samevloeiing liegt unweit der Abzweigung  Auobtal/Nossobtal.
Von der Straße hat man keine direkte Sicht darauf. Wir biegen in den kurzen Zufahrtsweg ein und was sehen wir? Nichts. Nur ein stilles, verwaistes Wasserloch in der Landschaft.
Hier warten wollen wir nicht und fahren gleich weiter.
Nach elf Kilometern Strecke erreichen wir Leeuwdrill.
Etwas Besonderes können wir nicht sehen. Nur ein Oryx steht am Wasser.



Wir wollen gerade weiter fahren, da entdecken wir fast gleichzeitig auf der anderen Straßenseite im Gestrüpp zwei junge Löwinnen. 





Tief geduckt und lautlos schleichen sie sich an.



Glücklicherweise stehen wir mit unserem Auto so, dass wir ihnen die Sicht auf ihre vermeintliche Beute nicht nehmen und haben dabei selbst einen genialen Blick auf die schönen Tiere.
Angst, dass wir nun unsere erste ernsthafte Jagd erleben müssen, haben wir nicht, denn zwischen dem Wasserloch und den Löwen liegt die offene Straße.
Langsam, Pfote um Pfote, pirschen sie sich näher an den Oryx heran.





Es ist schon toll zu sehen, wie sich die Katzen bewegen, die Beute dabei immer fest im Blick.
Umgekehrt haben wir sie als Fotobeute genauso fest im Visier. 
Sie beachten uns überhaupt nicht, also stören wir sie auch nicht.

Wie schon von uns vermutet erkennt der Gemsbok die Gefahr, die ihm droht, und sprintet plötzlich davon.



Genauso abrupt beenden die Löwinnen ihren Jagdmodus und laufen dann nach Katzenart völlig gemächlich und entspannt über die Straße zum Wasserloch. Ein dritter halbwüchsiger Löwenmann folgt ihnen. Er hatte sich gut getarnt, denn erst jetzt bemerken wir ihn.
Die drei trinken nun am Wasserloch. Ihre Mäuler sind teilweisen blutverschmiert und ihre Bäuche sind voll gefressen. Da war der Jagdversuch von eben nur halbherzig und gehörte in die Kategorie Übungsstunde.











Unsere Vermutung bestätigt sich auch gleich.
Eine starke und große Löwin ergänzt jetzt das Trio.
Sie ist auch blutverschmiert und die Jungtiere laufen ihr freudig entgegen.











Diese vier Löwen sind uns schon im April bei Kij Kij begegnet. 
Die drei Jungtiere sind seither prächtig gewachsen und wir sind froh, die komplette Familie wiederzusehen.
Die Löwenmutter wird unter den  Gamedrivern gerne als  „Super-Mom“ bezeichnet. Diesen Namen hat sie erhalten, weil sie ihren Nachwuchs trotz schwieriger Umstände und den damaligen Verletzungen des männlichen Jungtiers gut durchgebracht hat.
Wie man sieht, sind sie jetzt schon fast selbstständig.
Zu viert gehen sie über die Straße zurück zum Wasserloch.



Anschließend schmusen die beiden weiblichen Jungtiere, im Schatten eines Baumes, mit der Mutter. 







Der Halbwüchsige scheint darauf aber keine Lust mehr zu haben.
 
Jungs schmusen ab einem bestimmten Alter halt nicht mehr so gerne mit der Mama, zumindest nicht in der Öffentlichkeit.



Das war jetzt ein schönes Erlebnis, wären wir heute Morgen, wie alle anderen zehn Minuten früher losgefahren, dann hätten wir diese Szenen alle verpasst und könnten Euch davon auch nichts erzählen.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort, so muss eine Safari sein. :)

Es ist nun Zeit, unsere Fahrt fortzusetzen. Bis Kij Kij sind es noch weitere 23 Kilometer. Nach neun Kilometern passieren wir die verlassen wirkende Wasserstelle von Roiiputs und erreichen unser vormittags Ziel.
Am Wasserloch fliegen nur ein paar Tauben und einige Gnus löschen ihren Durst.



Kij Kij ist schön in die Landschaft eingebettet. Die untere Dünenstraße beginnt hier und bildet eine Abwechslung zu den mehr frequentierten Straßen im Nossob- und Auobtal. 
Sie bildet auch die direkte Verbindung nach Kieliekrankie. Die Straße endet beim Rastplatz von Auchterlonie. Sie führt einen quer durch die Dünenlandschaft. Garantiert sieht man auf der Strecke kleine Steinböckchen. Auf anderen Reisen sind uns auch Honigdachse begegnet. Am Ende dieser Reise werden wir auch nicht von der Strecke enttäuscht. Die Zeit ist aber heute zu kurz, um diese Richtung für die Rückfahrt nach Twee Rivieren einzuschlagen. Bei uns steht ja noch das Packen und Auschecken an.
Es hat sich dennoch gelohnt, bis hierher zu fahren.
Hoch oben auf den Dünen entdecken wir in großer Entfernung einen jungen Mähnenlöwen. Was für eine schöne Aussicht auf Kij Kij die er doch hat. 





Der Ort ist vergleichbar mit einem Logenplatz im Theater, die Bühne ist das Tal mit dem Wasserloch. Schauspieler sind die Tiere, die sich in dieser Kulisse bewegen.
Das Publikum, in diesem Fall der Löwe, verfolgen diese Vorstellung aus privilegierter Position
So langsam wird es Zeit für uns, zurückzufahren.
Etwas vom Wasserloch entfernt liegen die Überreste einer Hyäne. Sie ist Opfer von Löwen geworden, und sie war nicht die einzige Braune, die es in dieser Gegend erwischt hat.





Im Netz existiert ein Video, wo man die Löwen sehen kann, wie sie spielend die Braune Hyäne bei Kij Kij attackieren.
Der Ausgang auf diesem Videoclip ist ungewiss, es fließt kein Blut und man erfährt auch nicht, ob die Braune das überlebt hat.  Jetzt wissen wir, wie das Spiel endete.
Wir sind froh, dass wir nicht bei dem Kill dabei waren. 
Der Hinweis …. Not for sensitive people…, , den man oft vor dem Betrachten von Clips mit solchen Jagdszenen liest, wäre für uns zutreffend.
Wir fahren weiter.
Wieder bei Leuwdrill angekommen, sehen wir einige Spätaufsteher, die von Twee Rivieren her gekommen sind. An der Straße stehen insgesamt vier Fahrzeuge entlang der Wasserstelle. 
Wir halten kurz in zweiter Reihe an und kommen dabei mit einer Südafrikanerin ins Gespräch.
Voller Begeisterung erzählt sie uns, dass hier vier Löwen hinten beim Wasserbehälter liegen.
Ganz aufgeregt deutet sie auf „Super-Mom“ und ihre Kinder.
Jetzt sehen wir sie auch. Sie dösen im Schatten so vor sich hin.
Wir bedanken uns bei der Frau ganz herzlich für den Hinweis, erzählen allerdings nichts von unseren Erlebnissen, die wir heute Morgen an gleicher Stelle hatten. Da waren wir schließlich ganz allein bei der Löwenfamilie. Sie waren noch aktiv und nicht so verschlafen wie jetzt. Eigentlich ist nichts langweiliger als schlafende Löwen zu beobachten. 
Wir wollen ihr die Begeisterung über die Löwen jedoch nicht verderben, sie ist so zufrieden mit der Sichtung.
Auf der Weiterfahrt haben wir wieder allein für uns eine schöne Sichtung.,
Eine kleine Gruppe Erdmännchen wuselt ganz nahe an einer Straßenseite herum.
Leider ist der Lichteinfall an dieser Stelle nicht so gut. Wir fotografieren gegen die Sonne.
Dabei entstehen bedauerlicherweise nur recht farblose Aufnahmen, die wir jetzt beim Auswählen der Bilder aber recht schön finden. Die Motive bereiten uns jetzt noch Freude. 









Das Blatt wendet sich, als eine kleine Gruppe blitzschnell die Sandstraße überquert. Glücklicherweise verschwinden sie nicht sofort im Gebüsch, sondern erlauben uns noch ein paar Fotos von ihnen zu machen.











Bei den verschiedenen Aufnahmesituationen kann man ganz genau erkennen, welch wichtige Rolle das richtige Licht in der Fotografie spielt.
Letzte Änderung: 29 Jan 2024 02:23 von Tinochika.
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29 Jan 2024 02:01 #681393
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Hallo Hartwig und Ingrid,
Eben habe ich euren Bericht entdeckt und steige auch noch dazu. Ein Bericht von euch ist immer lesens-und sehenswert. Finde ich und viele Fomis auch.
KTP geht immer. Was ich nicht verstehe dass euch die Hitze dort nicht viel ausmacht. Denn im Uri Container zu übernachten ohne Klima Anlage ist nicht gerade leicht. Kühlt es denn etwas ab in der Nacht im November?
Die Löwenbegegnung mit der Super Mom war ja wirklich toll und my lion heart was happy!
Danke dass ihr berichtet!
Liebe Grüsse Von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road!

Expedition Antarktis:
www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html

Island In Herbstfarben
www.namibia-forum.ch...-september-2018.html


Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/

Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
safaritalk.net/topic...ca-and-namibiab/page
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