THEMA: Makuleke & Tuli Wilderness mit EcoTraining
08 Jun 2023 06:13 #667723
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Hallo,

im Oktober 22 war ich mit EcoTraining zwei Wochen im südlichen Afrika unterwegs. Einen RB habe ich schon zeitnah danach im Nachbarforum verfasst, aber da ich auch gerne hier den ein oder anderen RB still mitlese, wollte ich jetzt auch mal etwas „zurückgeben“ und kann so selbst nochmal gut in den Erinnerungen schwelgen. Und vor allem ist es auch eine Art der Reise, von der man nicht häufig liest und auch die beiden Destinationen sind hier nicht oft mit in den Routen enthalten :)

Noch kurz zu mir und meiner Reiseerfahrung: Christian, 37, männlich, seit 2017 mit meiner Frau schon 3x in SA gewesen (2017: Kapstadt, Garden Route, Addo + Amakhala PGR; 2018: Panoramaroute, Klaserie PGR, Kruger, Wilderness Trail im Hluhluwe-Imfolozi, St. Lucia, Drakensberge, Nambiti PGR; 2019: Kruger, Panoramaroute, Klaserie PGR, Magoebaskloof, Kruger, ReturnAfrica Pafuri Camp, Mapungubwe, Welgevonden PGR). Schon der erste Game Drive im Addo hat mich mit dem Safari-Fieber infiziert und spätestens beim Wilderness-Trail ein Jahr später hat es mich vollkommen erwischt. Dementsprechend wuchs bei mir der Wunsch viel Zeit im Busch zu verbringen und noch mehr darüber zu erfahren. Eine richtige mehrwöchige Field Guide Ausbildung wäre hier natürlich das Optimum. Da Job, Frau und unser kleiner Sohn dies aber nicht „erlauben“, habe ich eine Alternative gesucht.

Ursprünglich war ein sogenanntes zweiwöchiges EcoQuest mit EcoTraining geplant, das ist eine Art Guide-Schnupperkurs, also neben täglichen Aktivitäten hat man da dann noch „Unterrichtseinheiten“. Aus verschiedenen Gründen hat das dann doch nicht geklappt und relativ kurzfristig hat Natucate – die Agentur, wo ich gebucht habe – zusammen mit EcoTraining mir dann folgendes angeboten:

1 Woche „private Safari“ in der Makuleke Concession, ganz oben im Norden des Krugers &
1 Woche Teilnahme am 55-Days Field Guide Course im Northern Tuli Game Reserve


Und dazu habe ich nicht Nein gesagt, schließlich konnte ich so dann auch tatsächlich in eine echte Guide-Ausbildung reinschnuppern als nur einen Schnupperkurs zu machen. Und Makuleke (die 2 Nächte dort 2019 haben mich einfach umgehauen) und Tuli standen eh ganz oben auf meiner Wunschliste von den EcoTraining-Regionen.

Wer mitfahren möchte, darf gerne aufspringen :)



























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08 Jun 2023 06:37 #667725
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06. - 08.10.22

Am 06.10.22 ging es dann für mich mit LH von Berlin aus los, abends stieg ich dann in Frankfurt in den Flieger (super Schnäppchen für die Premium Economy geschossen). Beide Flüge waren unspektakulär entspannt, in JNB landeten wir jedoch mit ner halben Stunde Verspätung (LH bzw FRA waren daran nicht schuld).



Anschließend ging es für mich per kostenlosem Shuttle zum Emerald Guesthouse (ca. 5 Min vom Flughafen entfernt und „Startpunkt“ für alle EcoTraining-Kurse). Für eine Nacht ist das dort vollkommen in Ordnung, auch am Abendbrot und Frühstück gab es für den Preis nichts zu meckern.







Am 08.10.22 wurde ich dann nach dem Frühstück von Safari-Link zum Pafuri-Gate gefahren. Ich war der einzige Fahrgast, die Fahrt verlief unkompliziert und mein Fahrer machte einen guten Job. Gegen 14 Uhr kam ich am Kruger-Gate an und wurde dort von Vici, EcoTraining Makuleke Campmanagerin, und Denise, 1-Year-Student aus der Schweiz und gerade als Backup-Guide hier stationiert, empfangen. Noch kurz die Formalitäten am Gate klären (als EcoTraining-Gast zahlt man nur R110 für den Kruger) und dann war ich nach knapp dreieinhalb Jahren endlich wieder im Kruger.

Bis zum Makuleke Camp fährt man ca. 40 Min, erst auf der H1-9 und dann ab auf die nicht öffentlichen Wege Richtung Limpopo. Wer die H1-9 kennt, weiß dass man auf dem Abschnitt nicht sonderlich viel zu sehen bekommt. So waren es für mich auch nur ein zwei Impalas und ne Handvoll Zebras. Aber egal, ich war glücklich endlich wieder hier zu sein :)

Im Camp angekommen wurde ich noch von Henry, langjähriger EcoTraining Instructor und großer Birder, begrüßt und zum Zelt gebracht. Die Zelte für die Schüler / Gäste sind für EcoTraining-Verhältnisse schon Luxus. Relativ große Zelte auf einer Plattform mit überdachter Veranda, einem Badezimmer mit Dusche, Waschbecken und Klo, 2 Betten mit Moskitonetz und ein paar kleine Sideboards um die Klamotten zu verstauen. Da kann man definitiv nicht meckern.

Meine Unterkunft für die erste Woche






Study Deck




Hinten ist mein Zelt zu sehen


Ankunftsplatz / Garage vom Camp


Nachdem ich mich ein bisschen eingerichtet hatte, ging ich zum „Study Deck“, dort wird gegessen und normalerweise findet dort auch der Unterricht statt. Es gab das übliche Sicherheitsbriefing für mich und ich habe mit Henry abgeklärt, was ich denn gerne als einziger „Gast / Schüler“ sehen will / machen will. Ich wollte auf jeden Fall im Lanner Gorge wandern, nachdem ich ihn 2019 schon von oben gesehen habe. Wie passend, dass Henry das sowieso für den nächsten Morgen geplant hatte. Zwischenzeitlich kam noch Tsundzukani an, der in zwei Tagen als Lead-Guide übernimmt, weil Henry abreist.

Kurz darauf ging es dann auch los mit dem ersten Game Drive. Wir sahen viele Zebras (die gibt’s hier wohl häufiger als Impalas), ein paar Kudus, wegrennende Warthogs und diverse gefederte Freunde :)



Double Banded Sandgrouse


White-fronted Bee Eater


Kudu-Reste










Die Landschaft am Limpopo ist schon echt traumhaft


Wir entdeckten weiter weg auf der Spitze eines toten Baumes einen Greifvogel. Es war nicht direkt klar, um was es sich handelte, bis dann ein Foto von mir Klarheit schaffte:





Wir hatten tatsächlich einen Palm-Nut Vulture gesichtet. Die sind generell sehr selten (nur ca. 40 Vögel in ganz Südafrika) und bisher gab es in der Pafuri-Gegend nur eine gemeldete Sichtung. Zur Sichtung kam dann zufällig noch eine Gruppe von The Outpost Lodge (neben ReturnAfrica und EcoTraining die einzige Möglichkeit, die Makuleke Concession zu erkunden). Der Guide war mit einer kleinen 3-Generationen-Familie dabei. Der 10-Jährige saß gelangweilt hinten, seine Eltern saßen in der Mitte und fanden es auch ganz cool, und die Oma vorne ist vollkommen ausgeflippt und hat Gänsehaut bekommen, als ich ihr das Foto zeigte. Die war Birderin durch und durch und fand den Palm-Nut Vulture noch viel besser als die Pels Fishing Owl, die man mit Glück auch in der Region zu Gesicht bekommt.



Und als wir dann zu unserem Sundowner-Platz fahren wollten, liefen plötzlich zwei Elefanten durchs hohe Gras auf der Überflutungsebene (der Limpopo ist hier nicht weit weg gewesen). Es war auch schnell klar, wo sie hinwollten: eine kleines Wasserbecken. Wir konnten uns super positionieren und beobachteten die beiden Bullen beim Trinken.







Der größere von den beiden wollte uns dann genauer begutachten und kam ganz langsam immer näher, bis auf zwei drei Meter kam er heran. Er war echt riesig und wir blieben mucks Mäuschen still. Er lief dann noch einmal vorne rum, positionierte sich an der Seite und riss demonstrativ direkt vor uns ein riesiges Büschel Gras aus, was er auf seinen Rücken schleuderte. Danach zogen die beiden wieder weiter und wir waren alle mehr als happy über diese tolle Elefantensichtung.

>





Wir blieben dann einfach für den Sundowner (auch wenn die Sonne schon untergegangen war) an Ort und Stelle, schauten den Elefanten nach, und machten uns dann im Dunkeln auf den Rückweg. Tsundzi übernahm das Spotlight und entdeckte 2 Genets und eine Bushpig-Familie (sowas sieht man hier auch nicht alle Tage).



Nach dem äußerst gelungenen ersten Game Drive gab es im Camp dann das Abendessen. Es gab panierte Chicken-Stripes, Kartoffeln mit Sour Creme und Cole Slaw und als Nachtisch noch irgendeinen „Milk-Cake“. Alles wirklich sehr lecker. Nach einem Bierchen gings dann für alle ins Bett. Ich hatte mich noch auf die Veranda gesetzt, Fotos durchgeschaut und gesichert. Währenddessen muss um die Ecke, vermutlich am anderen Campende, mindestens ein Elefant gewesen sein, da ich immer wieder hörte, wie große Äste brachen. Hyänen habe ich auch noch gehört. So lässt sich der Abend doch gut ausklingen. Der Wecker wurde auf 4:30 gestellt :)
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08 Jun 2023 07:08 #667727
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Guten Morgen - ich bin dabei :) !

EcoTraining, speziell im Tuli Block, ist mir jahrelang im Kopf rumgespukt, zumal ich jemanden (ursprünglich aus dem Forum, schon lange aber auch persönlich) kenne, der das gemacht hat und begeistert war. Inzwischen fühle ich mich ein klitzekleines bisschen zu alt dafür (ich weiß nicht mal, ob es eine Altersbeschränkung gibt, vielleicht würde es sowieso allein deshalb nicht mehr in Frage kommen ), bin aber froh, zumindest mal wieder etwas darüber lesen zu können!

Deine Fotos gefallen mir sehr gut und ich habe auch den Eindruck, dass du das Ganze nicht gemacht hast, um dich danach als Oberchecker zu fühlen und mit einer Karriere als Guide zu liebäugeln, sondern einfach aus großem Interesse (so wäre es auch bei mir gewesen). Ich habe mir vor einiger Zeit einen dieser Schinken der recht erfolgreichen Buchautorin zugemutet, die ebenfalls eine Guide-Ausbildung gemacht hat und so tut, als ob sie die Größte wäre. Abgesehen davon, dass ich ihre etwas sülzige und mit viel Effekthascherei geschmückte Schreibe nicht abkann, mit der sie Erlebnisse, die viele von uns so auch schon teilweise zahlreich hatten, als absolut sensationell darstellt, musste ich spätestens an der Stelle, wo sie von Wasserbüffeln (! in Afrika) berichtet hat, das Buch zur Seite legen :woohoo: :sick: .

Aber zurück zu dir (ich will mich doch eigentlich gar nicht aufregen :laugh: ) : ich freue mich auf die (offensichtlich recht zügige) Fortsetzung deines Berichts - vielen Dank schon mal dafür!

Liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 08 Jun 2023 07:10 von Champagner.
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08 Jun 2023 09:22 #667730
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Spannend! Da komme ich auch mit.
So eine Ausbildung interessiert mich auch schon lange.
Da hattest Du aber Glück, dass sie das extra für Dich organisiert haben!
Was muss man da preislich für eine Woche rechnen?
Viele Grüße
Doro
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08 Jun 2023 13:25 #667744
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Danke fürs Mitfahren @Bele
Also eine Altersbeschränkung gibt es nicht wirklich und so wie ich das mitbekommen habe, ist auch eigentlich bei fast jedem Kurs, sogar auch dem 1-Jährigen, immer eine Person Ü60/Ü70 dabei. Man muss sich eben nur körperlich so fit fühlen, um auch die Walks mitmachen zu können :) 

Du hast es richtig erkannt, ich habe die Reise nur für mich gemacht, für eine tolle Zeit, bei der ich der Natur so nah wie möglich sein kann und dabei noch mein "Fach"Wissen erweitere. Und ich hätte auch bei einem richtigen langen Kurs mit Abschlussqualifiktion anschließend keine beruflichen Ambitionen. Für meine Rente (also in ca 30 Jahren) - oder im besten Fall wenn das Kind ausm Haus ist und der Job eine längere Auszeit ermöglicht - möchte ich auf jeden Fall einen richtigen Kurs machen und dann mal schauen, ob ich tatsächlich auch bestehen würde. 

Ich weiß natürlich wen du meinst und bin auch gewaltig über die "Wasserbüffel" gestolpert. Ich habe mich auch sehr über ihre entschuldigende "Erklärung" in den sozialen Medien gewundert... Aber ihr erstes Buch war tatsächlich der Grund, wieso ich 2019 bei unserer Hochzeitsreise ReturnAfrica Pafuri Camp mit eingeplant hatte (weil mich ihre Beschreibungen der Makuleke Concession sehr fasziniert haben) und mich näher mit EcoTraining und deren Angeboten beschäftigt hatte :) 


@Doro
also ich habe für die 2 Wochen ca 2500€ bezahlt, knapp 180€ pro Nacht. Vergleichbar also mit ner äußerst günstigen Lodge in nem PGR. Dazu kamen noch ca 450€ für den Transfer (JNB - Makuleke - Tuli - JNB). Das war der normale Preis für nen Ecoquest, weil ich das auch ursprünglich gebucht hatte. Was meine beiden Wochen, so wie sie dann tatsächlich waren, gekostet hätten, wenn man das so bei EcoTraining anfragen würde, kann ich nicht sagen. Bei dem 55-Tage-Kurs wären es wohl ca. 130-140€ pro Nacht inkl Transfers. Die Preise steigen natürlich jährlich und sind abhängig vom Kurs. Für die Nächte in JNB am Anfang und am Ende habe ich ca 50€ gezahlt. Und nen bisschen was für kalte Getränke in den Camps aus der Honesty Bar, Snacks/Verpflegung auf den Transfers, Mitbringsel/Souvenirs. Der Flugpreis lag bei mir bei 1100€ für Premium Economy (zum Buchungszeitpunkt waren das nur 100€ mehr als ich für Economy mit extra Beinfreiheit-Sitzen gezahlt hätte). Mit allem drum und dran habe ich also ca 4500€ gezahlt. Günstig ist es nicht gewesen :)
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08 Jun 2023 13:28 #667745
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09.10.22

Um 4:30 klingelte mein Wecker, das Thermometer zeigte angenehme 17 Grad an und kurz darauf ertönten auch die Trommeln zum Aufstehen. Nach der Dusche raschelte es in meiner Zeltecke und ich entdeckte meinen ersten Besucher. Eine Akazienratte kletterte auf meinem aufgeklappten Koffer rum, und die dachte gar nicht daran zu verschwinden, selbst als ich meinen Fuß in ihre Richtung bewegte, machte sie keine Anstalten meinen Koffer in Ruhe zu lassen. Irgendwann verkroch sie sich endlich wieder in ihre Ecke und ich lasse seitdem auch für nen kurzen Moment nichts mehr offen. First Lesson learned :)





Nach dem Kaffee machten wir uns wieder zu viert auf den Weg, wir fuhren Richtung ReturnAfrica und kamen irgendwann auch am Airstrip und dem Baobab House vorbei, danach ging es am Ufer des Luvuvhus immer weiter. Auf dem Weg sahen wir viel Plains Game, natürlich Impalas, viele Nyalas, Kudus, sogar ein paar Elands.









Zwischendurch hatte man immer wieder mal einen schönen Blick über den Fluss. Gestoppt haben wir jedoch nur selten und nie lange, schließlich hatten wir ein Ziel: Den Luvuvhu Richtung Lanner Gorge Aussichtspunkt entlang walken. Möglich ist das auch nicht immer, das Zeitfenster zwischen „noch zu viel Wasser“ und „es wird schon wieder zu viel Wasser“ ist nicht sonderlich groß. Henry ist seit 17 Jahren in der Industrie tätig, war schon unzählige Male in Makuleke und dennoch war dies sein erster Walk im Gorge.

Von hier aus starteten wir unseren Walk


Mit Krokodil-Begrüßung


Um 6:30 ging es dann den kurzen Weg in Reih und Glied zum Fluss hinunter, sobald wir aber im Wasser waren, konnte die übliche Walking-Formation aufgebrochen werden. Die Schuhe blieben durchgängig aus, der Luvuvhu floss noch, teilweise war das Wasser knietief, und die Sandbänke waren so klein, dass sich ein An- und Ausziehen der Schuhe nie gelohnt hätte. Die Landschaft dort ist einfach unglaublich schön, schwer in Worte zu fassen und auch die Fotos geben nicht die volle Größe und Schönheit wieder. Ständig konnte man stehenblieben und einfach nur staunen.















Nach anderthalb Stunden machten wir unsere erste Kaffeepause, die große Felsenwand spendete uns zu dieser Zeit auch noch ausreichend Schatten.

Hier sieht man im Größenvergleich wie hoch die Felswand war










Um 9:30 legten wir eine Schwimmpause ein, die Sonne brannte schon recht ordentlich und der Sand war mittlerweile so erhitzt, dass man darauf nur noch ein paar Schritte laufen konnte. Die Stelle, die wir uns ausgesucht hatten, war teilweise auch so tief, dass man nicht mehr stehen konnte, und auch voll von größeren Fischen. Das kühle Nass tat echt gut und wir hatten definitiv unseren Spaß.





White-crowned Lapwing Eier an unserer "Badestelle"


Und dann war es auch langsam Zeit für den Rückweg, wir hatten eigentlich gar nicht geplant so lange unterwegs zu sein und dementsprechend spärlich war unsere Verpflegung. Somit ging es ohne großartig längere Stopps mit zwei kürzeren Schattenpausen zurück durch den Fluss.



White-fronted Bee-eater über uns


An der letzten Biegung vor unserem Auto Stand dann an Ufer ein Dagga Boy. Nachdem alle Möglichkeiten durchgesprochen wurden, wie der Büffel eventuell reagieren könnte, liefen wir im Wasser den Weg, den der Büffel am allerwenigsten nehmen würde. Der hatte offenbar aber sowieso keinen Bock auf uns und lief die Böschung hoch als wir näherkamen.





Nach 5,5 Std im Fluss und ca. 16.000 Schritten durchs Wasser oder auf Sand saßen wir wieder im Auto und machten uns auf den Rückweg.

An Impalas und Nyalas wurde vorbeigefahren. Gestoppt hatten wir jedoch für Elands, die zusammen sich mit Wasserböcken an einer malerischen Stelle zusammengefunden hatten.







Da im Hintergrund ist die Brücke der H1-9 wonach dann die Makuleke Concession beginnt


Und kurz bevor wir wieder auf die Teerstraße bogen, lag noch mitten auf dem Weg ein White-fronted Bee Eater im Sand. So heizt er sich bzw seine Feder richtig auf und entfernt so auch Parasiten.



Der Walk war so lang und anstrengend, dass Tsundzi sogar auf den Gravel Roads einschlief


7,5 Std später waren wir dann endlich zurück im Camp. So spät, dass wir direkt Breakfast und Lunch auf einmal serviert bekamen. Das, und viele kalte Getränke, waren nach dem „Morning“ Walk auch echt nötig. Das Thermometer zeigte 14 Uhr dann 38 Grad an, im Schatten und in meinem Zelt. Ich hatte es versucht, aber bei den Temperaturen und null Wind war an einen Mittagsschlaf für mich nicht zu denken, auch wenn ich ihn echt gebraucht hätte. Somit ging ich aufs Study Deck, sicherte Fotos usw.

Auf einen ausgiebigen Nachmittagsdrive wurde heute verzichtet, dafür fuhren wir einfach auf direktestem Wege zum Sundowner zum Limpopo. Gesichtet hatten wir trotzdem noch eine Giraffe. In anderen Teilen des Krugers teilweise an jeder Ecke zu sehen, hier oben im Norden aber echte Seltenheit.



Baboons machen sich aus dem Staub, als wir uns dem Limpopo nährten




Der Sonnenuntergang im trockenen Limpopo (bis Anfang September ist eher wohl immer noch geflossen) war sehr entspannt und schön. Ein typischer südafrikanischer Sonnenuntergang, von denen man nie genug haben kann.





Die zweite Hälfte des Rückweges fuhren wir dann in kompletter Dunkelheit, also Dunkel war es nicht, denn der Vollmond sorgte für ausreichend Beleuchtung, aber jegliches Licht vom Auto war aus. Auch eine besondere Erfahrung.

Zum Abendessen gab es reichlich Beef Stew mit Reis, Kürbis und Brokkoli. Sehr lecker. Alle verzogen sich anschließend recht flott in ihre Zelte. Ich setzte mich mit Laptop noch auf meine Veranda zur Fotosicherung und Reisebericht schreiben. Plötzlich hörte ich aus dem inneren meines Zeltes ein Rascheln. Tatsächlich befand sich direkt hinter mir eine kleine Echse. Als ich reinkam, verdrückte sie gerade den Rest einer Motte. Danke dafür, aber erschreckt hatte ich mich trotzdem ein bisschen.

Um 22 Uhr legte ich mich nach einer kalten Dusche dann ins Bett und hoffte, dass es Nachts noch deutlich abkühlen würde, 27 Grad sind mir zum Schlafen einfach zu warm :)
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