THEMA: Südafrika 2020 - Von Kapstadt nach Port Elizabeth
27 Jun 2020 15:22 #591036
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  • casimodo am 27 Jun 2020 15:22
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@ Bele
Dort morgen früh bei genau dem Wetter ne nette kleine Forumsrunde und danach alle nach Vergelegen zum Picknick :kiss:
Ich bekomme Schmerzen :( :dry: :pinch: :pinch:
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28 Jun 2020 10:55 #591081
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  • Sorimuc am 28 Jun 2020 10:55
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Liebe Bele, lieber Carsten,

herzlich willkommen auf unserer Reise!

Carsten, in deinen Reiseberichten habe ich im Vorfeld auch viel gestöbert und mir die ein oder andere Empfehlung abgeguckt, vielen Dank dafür :cheer:

Bele, danke für das Lob! Für die Bilder bin hauptsächlich ich zuständig, mein Mann hat da eher weniger Talent für :silly: Der Nachwuchs wächst und gedeiht und wird sich in den nächsten zwei, drei Wochen wohl auf den Weg machen - entsprechend beeile ich mich hier ein wenig, damit ich noch rechtzeitig fertig werde ;)

Liebe Grüße
Sonja
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28 Jun 2020 11:00 #591082
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  • Sorimuc am 28 Jun 2020 10:55
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Donnerstag, 27.02.2020

Nachts wurden wir plötzlich geweckt von einem sirenenartigem Geräusch – unsere erste Vermutung war der Rauchmelder. Tatsächlich entpuppte sich das Kreischen als Käfer, der in unserem „Ankleidezimmer“ saß und lautstark versuchte, mit seinen Freunden draußen Kontakt aufzunehmen :woohoo: Er hat sich dann in einer dunklen Ecke verkrochen, bevor wir ihn rausbringen konnten, war aber zum Glück den Rest der Nacht ruhig.

Dieser Tag war als Fahrtag geplant, es ging weiter Richtung Cederberge. Gegen neun frühstückten wir gemütlich und kamen mit einem Pärchen, ebenfalls aus München, ins Gespräch, die in entgegengesetzter Richtung nach Kapstadt unterwegs waren. Sie erzählten davon, dass sie unbedingt mit Haien tauchen wollten, jedoch nicht sehr erfolgreich waren – sie saßen vier Stunden im Neoprenanzug bei über 30 Grad auf dem Boot und haben gewartet, dass Haie auftauchen, was leider nicht passiert ist :dry:

Nach dem Frühstück packten wir unsere Siebensachen, checkten aus und machten uns auf den Weg. Recht weit kamen wir erstmal aber nicht, denn wir wollten noch zwei Weingütern einen Besuch abstatten. Zunächst stand Haute Cabrière auf unserem Plan: ein eher kleines Weingut mit Restaurant/ Bistro mit toller Aussicht auf Franschhoek, jedoch von der anderen Talseite aus als Dieu Donné.







Die Weinverkostung fand in einem dunklen Gewölbe statt, was etwas schade war, weil man dadurch die Aussicht gar nicht genießen konnte. Es gab für Marc insgesamt sechs Weine zum Probieren (2 Sparkling, 2 Weißweine, 2 Rotweine), die ihm alle im Vergleich zum gestrigen Tag nicht so gut geschmeckt haben. Wir haben hier entsprechend auch nichts gekauft, sondern sind dann noch nach La Grande Provence gefahren. Das Weingut hatte uns am Vorabend so gut gefallen, das wollten wir uns bei Tageslicht noch genauer anschauen.











Und es hat sich gelohnt! La Grande Provence ist wirklich ein tolles, weitläufig angelegtes Weingut mit schönem Park, eine Weinverkostung kann man draußen im Garten machen, das hatte richtig Flair.









Das Wetter war heute nicht ganz so heiß, für einen Fahrtag aber umso angenehmer. Marc testete hier die Premium Selection, bestehende aus drei Weißweinen und 3 Rotweinen. Ich bin dann im Anschluss natürlich weiter gefahren. Es hieß ja, in 2,5 Stunden wäre man in den Cederbergen, also kein Stress. Um 12:15 Uhr verließen wir Franschhoek in der Erwartung, spätestens gegen 15 Uhr an unserem Ziel anzukommen. Aber weit gefehlt… :blink:

Aufgrund einer Kombination aus starkem Verkehr in Paarl (trotz Mittagszeit war dort echt viel los, jede Ampel war rot und dazu diese vielen Stopp-Kreuzungen, an denen immer alle halten) und blöder Streckenführung durch unser Navi haben wir uns hier grandios verkalkuliert. Anstatt bei Paarl einfach direkt rechts abzubiegen, schickte es uns die Strecke über den Bain’s Kloof Pass, die landschaftlich zwar wirklich toll war, aber halt ein Bergpass, auf dem wir richtig viel Zeit liegen ließen.











Danach fuhren wir dann durch die Apfelanbauregion, in der ständig Schwertransporter mit Apfelkisten unterwegs waren, die man nicht gut überholen konnte und die außerdem sehr langsam fuhren. Wer mich kennt, weiß, dass ich prinzipiell kein sehr geduldiger Mensch bin, und wenn ich Hunger habe, macht es das nicht besser :evil:

Auf der ganzen Strecke war dann auch kein Restaurant oder Bistro oder auch nur eine Tankstelle mit kleinem Shop oder so zu finden, in dem wir hätten einkehren können. Irgendwann war ein kleines Weingut am Straßenrand angeschrieben, das aber schlicht und einfach nicht existierte (oder wir waren zu doof, es zu finden). Da die Fahrt ja „nur“ zweieinhalb Stunden dauern sollte, hatten wir auch nichts zu essen dabei – dummer Anfängerfehler, der uns in Zukunft nicht wieder passieren sollte.

Das letzte Stück bis zur Mount Ceder Lodge war dann eine Padstraße, die sich malerisch durch die Cederberge wand. Am Ende hatten wir für die Strecke fast fünf Stunden gebraucht, gegen 17 Uhr erreichten wir endlich die Lodge.





Wir wurden sehr herzlich durch Gladston willkommen geheißen, der auf den ersten Blick eher distanziert wirkte, uns aber im Lauf der Zeit mit seinem schwarzen Humor mehr als einmal zum Lachen brachte. Wir bezogen unser Häuschen Puntjie, das eigentlich viel zu groß für uns beide ist, aber uns auf Anhieb sehr gut gefällt. Auf der riesigen Terrasse gibt es neben einer Loungeecke und dem Grill- und Essbereich einen eigenen Jacuzzi, im Haus selbst erwarteten uns zwei Schlafzimmer mit zwei Bädern und ein riesiger Wohnbereich. Man sieht zwar die anderen Häuschen in der Ferne, aber es ist total ruhig hier und man fängt quasi sofort an, sich zu entspannen. Den späten Nachmittag verbringen wir auf der Terrasse mit Lesen, und ich teste natürlich gleich noch den Whirlpool.















Das Abendessen hatten wir schon vorab bei der Lodge gebucht, und es war absolut okay. Vorab gab es Frühlingsrollen, zum Hauptgang Rinderfilet mit Ofenkartoffel und sehr guter Sauce, zum Dessert Erdbeer-Panacotta. So lange es hell war, hatte man von der Terrasse aus einen tollen Blick auf die Umgebung und die Berge, die von der untergehenden Sonne rötlich angestrahlt wurden.



Nach dem Essen fuhren wir zurück zu unserem Häuschen – man hätte die Strecke auch laufen können, aber nachts ist es hier wirklich stockdunkel, und angeblich soll es ja laut Gladston auch einen Leopard auf dem Gelände geben. Wir fielen direkt in die Federn, der Tag hatte uns doch etwas geschafft.
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Letzte Änderung: 28 Jun 2020 11:12 von Sorimuc.
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28 Jun 2020 14:53 #591100
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Hallo Sonja,
zunächst meine herzlichen Glückwünsche und alles Gute für eine schöne, glückliche Schwangerschaft.

Nachdem sich hier der Sommer verzogen hat, habe ich mich mit Dir nach Südafrika gebeamt. :)
Hout Bay ist nicht unbedingt mein Lieblingsort - aber die Unterkunft gefällt mir sehr gut!
Auch die Weingüter waren neu für mich - schon notiert! *sehnsüchtiges Hufescharren....*
Und ich freue mich, dass das Navi Euch über den Bain's Kloof-Pass geführt hat - wir finden ihn ganz zauberhaft und gut zu befahren.
So, und nun freue ich mich auf Eure nächsten Etappen!

Viele Grüße
Christina

PS. Zu unserer Grundausstattung nach Ankunft gehört neben Wasser und Wein immer Tuc - leicht salzig, leicht fett, gut gegen den "kleinen Hunger" zwischendurch. Bei dem ich sehr ungeduldig werde..... :dry:
Letzte Änderung: 28 Jun 2020 14:59 von Strelitzie.
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29 Jun 2020 10:08 #591131
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Liebe Christina,

vielen Dank für die Glückwünsche! Du hast natürlich absolut recht, landschaftlich hatten wir sicherlich die schönste Strecke in die Cederberge gewählt (bzw. das Navi hat das für uns gemacht ;) ). Und dass immer für den Notfall ein paar Snacks im Auto liegen, dafür habe ich den Rest der Reise dann auch immer gesorgt :laugh:

Liebe Grüße,
Sonja
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29 Jun 2020 10:46 #591142
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Freitag, 28.02.2020

Unsere Nacht war etwas ungemütlich, weil das Doppelbett furchtbar hart war, fast als würde man auf einem Holzbrett schlafen. Naja, wir werden halt auch nicht jünger :P Marc brauchte jedenfalls erstmal ein bisschen Morgengymnastik, um seinen Rücken zu dehnen. Gegen halb zehn fuhren wir zum Restaurant, wo wir Frühstück gebucht hatten. Es gab Joghurt mit frischen Früchten, Müsli, Spiegeleier mit Speck, Toast mit Marmelade, O-Saft und Kaffee – also alles, was der Mensch braucht. Gleichzeitig konnten wir uns auf den aktuellen Stand der Nachrichten bringen, da WLAN hier nur an der Rezeption und im Restaurant verfügbar ist.







Für den Vormittag hatten wir geplant, den Waterfall-Trail zu laufen. Dafür fuhren wir ca. 5,5 km zurück Richtung Ceres, ließen dort das Auto stehen und liefen einen kleinen Pfad durch die tolle Berglandschaft der Cederberge. Große Bambusbüsche und andere Sträucher spendeten immer wieder Schutz vor der Sonne, und am Ende erreichten wir einen kleinen Wasserfall, der sich in ein kleines Wasserbecken ergoss. Ich vermute mal, nach den winterlichen Regenfällen wird er deutlich mehr Wasser führen, an diesem Tag war es eher ein kleines Rinnsal, aber trotzdem total nett. Wir hielten uns eine Weile dort auf, bevor wir uns auf den Rückweg machten. In Summe waren wir ca. eineinhalb Stunden unterwegs, wir haben auf der ganzen Wanderung niemanden getroffen.















Zurück bei der Lodge haben wir uns kühle Getränke aus dem Kühlschrank geholt und ein wenig die Aussicht von der Terrasse aus genossen, während der Koch unsere vorbestellten Lunchpacks vorbereitete. Diese bestanden aus Sandwiches, Nektarinen, Saft, Müsliriegel und Chips. Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich bei unserem Häuschen und lasen in den superbequemen Sesseln auf der Terrasse.







Gegen vier, als es dann nicht mehr ganz so heiß war, sind wir zur Badestelle am Fluss gelaufen. Hier wurde eine kleine Liegewiese mit Steg ins Wasser total schön angelegt, ein großer Baum spendete Schatten. Natürlich habe ich mich auch im Wasser erfrischt, nur zu weit raus schwimmen wollte ich nicht, da man irgendwann nicht mehr auf den Grund sehen konnte.











Im Anschluss sind wir direkt zur Rezeption weiter gelaufen, um unser Grillpaket für den Abend abzuholen – unter „Grillpaket“ haben wir uns etwas in der Größe des mittäglichen Lunchpakets vorgestellt, tatsächlich entpuppte sich das Paket aber als riesiger Korb, der so schön zurecht gemacht war. Leider etwas unhandlich, aber Marc hat ihn wohlbehalten zu Fuß zurück in unser Häuschen gebracht :laugh: Der Korb enthielt zwei Stück Fleisch für jeden, Boerewors, Sandwiches als Vorspeise und Rote-Beete-Chutney, Kartoffeln und zweierlei Salat. Also, hungrig waren wir an dem Abend definitiv nicht mehr.









Es hatte kurz gedauert, bis wir das Prinzip des Grills verstanden hatten: man befüllt zunächst den Feuerkorb mit Holz, zündet es an und lässt es ein Weilchen brennen. Die Glut fällt unten durch das Gitter und man kann sie mit dem Schürhaken rüberschieben unter den Grill. Zu diesem leckeren Mahl gab es für Marc den Rest der Flasche Wein vom Vorabend, einen Sauvignon Blanc aus den Cederbergen, der Marc sehr gut geschmeckt hat. Danach ließen wir den Abend bei lauen Temperaturen mit ein paar Partien Kniffel auf der Terrasse ausklingen.

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