THEMA: Südafrika 2020 - Von Kapstadt nach Port Elizabeth
16 Jun 2020 15:52 #590470
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Hallo zusammen,

schön, dass ihr dabei seid! Jetzt geht es auch direkt los mit dem ersten Tag in Kapstadt.

Freitag, 21.02.2020 + Samstag, 22.02.2020

An einem regnerischen Freitagabend ging es dann endlich los. Die letzten Tage hier in München waren kalt und grau gewesen, zusätzlich war es wie üblich vorm Urlaub in der Arbeit sehr stressig, und eine dicke Erkältung hatte mich auch noch erwischt. Ich war also durch und durch urlausreif.

Ein guter Freund, der sich in unserer Abwesenheit um unseren Kuschelkater kümmern würde, chauffierte uns und unser Gepäck zum Flughafen, wo wir wie üblich noch im Airbräu einkehrten, bevor unser Direktflug von München nach Kapstadt startete. In Summe war es einer der angenehmsten Flüge, die ich je erlebt hatte – als Schwangere gehörte ich im Zuge des Priority Boarding mit zu den Ersten, die an Bord gehen durften, die Stewardess brachte mir eine große Flasche Wasser, damit ich jederzeit gut versorgt war und pünktlich startete der Flieger gen Süden. Die Zeit verging schnell mit Film gucken, essen, dösen. Das einzige, was auf Dauer sehr unbequem wurde, waren die Thrombose-Strümpfe, die ich prophylaktisch tragen musste. Die habe ich dann auch direkt nach der Landung erleichtert entsorgt :laugh:

Um halb acht Uhr morgens landeten wir in Kapstadt, unser Gepäck wartete schon am Band und in Nullkommanix hatten wir auch unseren Mietwagen bei Europcar abgeholt. Über billiger-mietwagen.de haben wir einen Toyota Corolla Quest gebucht. Zwar hatte dieser gefühlt null Leistung, uns war aber hauptsächlich wichtig, dass sämtliches Gepäck im Kofferraum Platz hatte und das Navi funktioniert. An der Victoria Road machten wir einen ersten kurzen Stopp und atmeten die salzige, frische Meeresluft ein.



In Kapstadt scheint es viele sportliche Menschen zu geben, da überall Läufer und Radfahrer unterwegs waren. Bereits gegen neun Uhr erreichten wir unsere Unterkunft in Hout Bay, das Dreamhouse Guest House. Wir wurden sehr nett empfangen und durften dann auch direkt noch frühstücken, was nach der langen Anreise sehr gut getan hat. Direkt an den Tisch wurden frischer Obstsalat mit Joghurt, Eier, verschiedene Wurst- und Käsesorten, frisch gepresster O-Saft und Kaffee serviert. Dazu gab es den traumhaften Ausblick direkt auf die Bucht von Hout Bay. Nur Strom gab es gerade keinen aufgrund von Load Shedding. Wenn der Verbrauch zu hoch ist, wird tagsüber für ein bis zwei Stunden gebietsweise der Strom abgeschaltet.





Nachdem wir gemütlich gefrühstückt hatten, bezogen wir unsere Serenity Suite. Diese befindet sich in einem separaten Häuschen, welches aus zwei Zimmern sowie einem Gemeinschaftsbereich mit Küche und Wohnzimmer besteht. Sobald man das Wohnzimmer betreten hatte, eröffnete sich über ein Panoramafenster wieder der tolle Blick über die Bucht. Nach einer ausgiebigen Dusche ruhten wir uns auf der Terrasse etwas aus, bis es leicht anfing zu regnen, dann dösten wir im Bett noch ein bisschen weiter, um den entgangenen Schlaf der letzten Nacht aufzuholen.







Nachmittags fuhren wir runter nach Hout Bay, kauften ein paar Kleinigkeiten, Wasser und Snacks bei Pick’N’Pay und parkten danach am großen Parkplatz bei Mariner‘s Wharf. Am frühen Abend war hier natürlich wenig los (Fischmarkt ist nur morgens am Wochenende), aber direkt am Hafen spielte eine Band und wir spazierten ein wenig an den Fischerbooten entlang.















Fürs Abendessen kehrten wir schließlich im The Dunes Restaurant ein, das von außen sehr ansprechend wirkte. Das Essen war leider nur so lala, meine Kalamari waren ziemlich verkocht und der Reis kaum gewürzt. Somit hatten wir das schlechteste Essen der Reise bereits am ersten Abend abgehakt. Wir ließen den Abend gemütlich ausklingen und fielen dann schon bald in unsere weichen Betten.



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20 Jun 2020 11:08 #590678
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Sonntag, 23.02.2020

Nach einer sehr erholsamen Nacht wachten wir morgens bei strahlendem Sonnenschein auf. Es war leicht windig, was wir aber als sehr angenehm empfunden haben. Beim Frühstück auf der Terrasse mit dem traumhaften Ausblick wurden wir noch zu Vorsicht gewarnt: Die südafrikanische Sonne sei gnadenlos. Ist ja nicht so, als wüssten wir das nicht, oder? :unsure:



Vormittags brachen wir auf Richtung Kap der Guten Hoffnung. Zunächst ging es über den Chapman’s Peak Drive nach Süden, eine traumhafte Küstenstraße, die viele Haltebuchten mit Ausblick zu bieten hat, einer schöner als der andere. Zunächst hat man einen herrlichen Blick auf die Bucht von Hout Bay, später auf die Straße an sich, die teilweise in die Felsen geschlagen wurde, was wirklich beeindruckend aussieht.















Wir bogen ab ins Landesinnere und auf Landstraßen gen Süden bis ans Kap der Guten Hoffnung.







Das Kap der Guten Hoffnung ist ein Nationalpark, kostet somit Eintritt. Am Gate gab es drei Reihen für Autos, eine für Busse und Camper. Als wir ankamen, waren ca. 8 Fahrzeuge vor uns in der Schlange, nichtsdestotrotz brauchten wir eine gute halbe Stunde, bis wir endlich durch waren. Wir hatten wirklich keine Ahnung, warum das so lange dauerte, wir hatten in unter einer Minute bezahlt und unsere Tickets erhalten. Am schnellsten war entgegen aller Erwartungen tatsächlich die Busspur, weil hier nur die Reiseleiter ausstiegen und vorab schon am Kassenhäuschen bezahlten.

An der Gabelung Cape Point/ Cape of Good Hope entschieden wir uns, zunächst zum Cape of Good Hope zu fahren. Am Straßenrand entdeckten wir Paviane, unter anderem eine Mama, welche in aller Ruhe ihr Baby gelaust hat.







Als wir am Aussichtspunkt ankamen, war schon relativ viel los, viele kommen aber nur in Reisebussen, stellen sich an der Schlange vor dem berühmten Schild an und fahren dann wieder. Wir dagegen zogen uns die Turnschuhe an und liefen die dahinterliegende Klippe hoch.









Theoretisch kann man oben auf den Klippen entlang bis zum Cape Point laufen, wir spazieren jedoch über den kleinen Trampelpfad, der teilweise mit Holzstegen präpariert ist, nur bis zum Diaz Beach. Dort waren wir fast alleine, saßen schön in der Sonne und picknickten. Während des ganzen Tages war es herrlich sonnig und ein teils stürmischer Wind blies – schnell war es mir in meiner Windjacke aber zu warm und ich genoss die Sonne im kurzärmeligen T-Shirt. Das sollte mit später noch zum Verhängnis werden…















Wir liefen den gleichen Weg zurück und waren nach ca. 2,5 Stunden wieder am Parkplatz. Dort hatte sich mittlerweile direkt am Strand eine Herde Strauße versammelt, eigentlich ein tolles Fotomotiv – wenn da nicht der eine Herr mit seinem Teleobjektiv gewesen wäre, der nicht hinter der Absperrung bleiben wollte, sondern direkt zwischen den Straußen stand und wahrscheinlich deren Wimpern fotografiert hat. Es war tatsächlich nicht möglich, ein Bild zu machen, ohne dass er irgendwie mit drauf war :S

Na gut, weiter ging es zum Cape Point, wo noch viel mehr los war. Wir fuhren mit dem Flying Dutchman, einer alten Standseilbahn, nach oben, waren ja heute schon genug gelaufen. Neben dem neuen Leuchtturm, der über Treppen recht leicht zugänglich ist, gibt es noch einen Weg zum alten Leuchtturm (ausgeschildert mit 1,5 Stunden, wir brauchten hin und zurück aber nur 45 Min.), der um die Klippe herum ganz nach vorne führt. An dieser exponierten Stelle ist es extrem windig, aber auch hier ist kaum mehr was los.















Fazit: Oftmals wird ja bemängelt, dass diese Ecke sehr touristisch und überlaufen ist – wenn man aber auch nur Sehenswürdigkeiten „abhaken“ möchte und sich nicht ausreichend Zeit nimmt, um auch mal die Umgebung zu erkunden, können einem leicht viele Highlights entgehen.

Unser nächster Halt war Simon’s Town, wir wollten den Pinguinen in False Bay noch einen Besuch abstatten. Vor Ort stellten wir erschwerte Fotobedingungen aufgrund von starkem Wind fest, innerhalb kürzester Zeit fühlte man sich wie sandgestrahlt. Es gibt zwei Wege, einen am Meer entlang, einen oberhalb durch den Busch, wo man aber gute Chancen hat, auf Klippschliefer zu treffen. Wir nahmen uns viel Zeit für die süßen Pinguine und beobachteten, wie sie aus dem Wasser watschelten oder sich in die Fluten stürzten, ihre Eier ausbrüteten oder die Produktion selbiger in Angriff nahmen. Allgemein wirkten die Pinguine an einem Sandstrand mit türkisblauem Wasser im Hintergrund total surreal, da man sich Pinguine ja eigentlich viel eher irgendwo in eisiger Umgebung vorstellt. Wem das lieber ist, der könnte sich auch einfach eine Eintrittskarte für den Boulders Beach nebenan holen und dort Baden, denn auch dort sitzen ein paar einzelne Pinguine auf den Felsen, allerdings viel weniger als in der benachbarten False Bay.















Im Anschluss ging es zurück nach Kapstadt über Constantia, welches sich im goldenen Abendlicht, mit seinen Weinbergen und Alleen mit alten knorrigen Bäumen sehr ansehnlich präsentierte. Nach einer dringend notwendigen Dusche, um uns des Sandes von Simon’s Town zu entledigen, fuhren wir zu Massimo’s in Hout Bay – laut eigener Aussage und der des Reiseführers sollte es hier die beste Pizza in ganz Südafrika geben. Und die war wirklich nicht schlecht! Massimo’s ist ein netter Italiener mit großem Holzofen im Zentrum des Restaurants und sehr freundlichem Service. Wir teilten uns zwei knusprige Pizzen mit Feigen, Mascarpone, Parmaschinken und Honig sowie Feta, Bacon und Avocado. Als Nachspeise gab es einen Schoko-Brownie mit Vanilleeis, dann waren wir pappsatt und äußerst zufrieden. Zurück im Gästehaus beschlossen wir den Tag mit Lesen, dann fielen wir müde in die Federn. Kurz vor dem Einschlafen bemerkte ich, dass meine Haut leicht spannte und mir allgemein recht warm war...
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Montag, 24.02.2020

Als wir morgens aufstanden, erwartete uns herrliches Wetter, die Sonne strahlte bereits vom Himmel, es war schon richtig warm und wir genossen beim Frühstück den Blick auf die Bucht von Hout Bay. Leider musste ich feststellen, dass ich mir beide Unterarme inkl. Handrücken sowie mein Dekolleté am Vortag so richtig verbrannt hatte – ich hatte mich zwar mit Sonnenschutz eingecremt, aufgrund des kühlen Windes aber wohl einige Zeit zu spät :S Marc dagegen hatte den ganzen Tag die Windjacke an, weil er leicht erkältet war, und blieb daher verschont.



Somit war an dem Tag langärmelige Kleidung, Kopfbedeckung und LSF 50 angesagt. Gut, dass es morgens bereits knapp 30 Grad hatte und kaum ein Lüftchen ging :blink: Nach dem wieder superleckeren Frühstück haben wir uns ganz gemütlich Richtung Hafen aufgemacht, da wir eine Hop-on-hop-off Tour durch die Stadt geplant hatten, der erste Bus von Hout Bay jedoch erst um 10:30 Uhr startete.
Den Fischmarkt in Hout Bay haben wir leider verpasst, da dieser nur am Wochenende stattfindet. Stattdessen spazierten wir noch ein wenig am Strand entlang und hielten die Füße ins s**kalte Wasser. Währenddessen erreichte ein Schwimmer das Ufer und kam Baywatch-like aus dem Wasser – höchsten Respekt für ihn, ich bin normal nicht zimperlich, was kaltes Wasser anbelangt, aber hier wäre ich nicht mal bis zu den Knien rein gegangen.

Pünktlich startet der rote Bus ab Mariner’s Wharf. Ich bin normalerweise nicht so der Fan von diesen Bustouren und erkunde Städte lieber auf eigene Faust, aber zum Einen war der kühle Fahrtwind auf dem Oberdeck bei der Hitze richtig angenehm und zum anderen wohnten wir ja ein wenig außerhalb von Kapstadt, und dies war eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen. Durch Camps Bay, Seapoint und die weiteren Vororte fuhren wir auf der Victoria Road immer an der Küste entlang, eine wirklich wunderschöne Strecke, auf der man nach jeder Kurve anhalten und die tollen Ausblicke auf Kapstadt, den Tafelberg und die Zwölf Apostel bewundern könnte. Der Bus tat dies natürlich nicht, aber da wir abends sowieso noch selbst in die Stadt fahren wollten, merkten wir uns schon mal die schönsten und lohnenswertesten Spots.













An der V&A Waterfront stiegen wir schließlich aus und spazierten am Hafen herum. Wir bummelten über den Craft & Food Market – wenn wir zu dem Zeitpunkt schon sicher gewusst hätten, dass unser Kind ein Mädchen wird, hätte ich mich bei all den süßen, handgenähten Kleidchen etc. wohl nicht zurückhalten können.





An einem Smoothie-Stand gönnen wir uns einen kühlen, gesunden Saft und bummelten dann weiter durch das Hafenbecken, vorbei am Riesenrad und dem bekannten Clocktower, und durften sogar miterleben, wie die Brücker über den Kanal, der als Hafeneinfahrt dient, ausschwenkte, damit ein Schiff passieren konnte.















Am Silo Hotel bestiegen wir wieder den Bus weiter bis in die Long Street, wo wir in die blaue Linie umsteigen und unsere Mini-Peninsula-Tour fortsetzten bis zurück nach Hout Bay. Gegen 15 Uhr waren wir wieder zurück und genossen den heißen Nachmittag im Schatten am Rand des erfrischenden Pools.









Das Dreamhouse Guest House hat uns übrigens super gut gefallen und wir können es nur wärmstens weiter empfehlen, wenn man eine Unterkunft sucht, die sich nicht direkt in Kapstadt befindet. Wir wohnen gerne lieber etwas außerhalb und fanden es als Einstand in Südafrika perfekt. Später am Nachmittag fuhren wir erneut Richtung City, diesmal mit dem eigenen Auto zum Sundowner auf dem Signal Hill. An der Victoria Road hielten wir mehrfach an und freuten uns über den wunderbaren Blick auf die Stadt und das Umland.





Zum Sonnenuntergang auf dem Signal Hill waren wir natürlich nicht die Einzigen – das liegt hauptsächlich daran, dass man mit dem Auto theoretisch bis ganz nach oben fahren kann. Praktisch besteht das Ende der Zufahrtsstraße jedoch aus einem Roundabout, sprich alle Autos müssen auf gleicher Strecke zurück nach unten fahren. Da aber viele Leute den Sonnenuntergang bewundern wollten, parkten bereits viele Fahrzeuge seitlich an der Straße – die Leute fahren also hoch, finden keinen Parkplatz, kehren um und kommen aber nicht mehr zurück wegen der anderen hoch fahrenden Autos. Wir haben zum Glück noch rechtzeitig umgedreht und ein Stück unterhalb geparkt, wo die Straße breiter wurde, und sind den Rest dann zu Fuß hoch gelaufen. Es war auf jeden Fall ein herrliches Schauspiel, da die Leute irgendwann einfach aus ihren Autos ausgestiegen und gegangen sind :woohoo: Da war kein Durchkommen mehr, egal in welche Richtung… Hat aber offenbar niemanden gestört, am Ende waren ja alle wegen dem Sonnenuntergang da. Wir genossen den Ausblick auf Kapstadt, den Tafelberg, Lions Head und das Meer und suchten uns mit unseren Getränken einen Platz auf dem Startfeld der Gleitschirmflieger.











Nach dem Sonnenuntergang wurde es schnell dunkel, und wir fuhren zurück nach Seapoint. Auf Empfehlung hatte ich uns einen Tisch im NV-80 reserviert, einem Grill- und Steakrestaurant. Einfach zu finden war es wahrlich nicht – nachdem wir an der angegebenen Adresse ankamen, aber nirgendwo ein Schild oder ähnliches erkennen konnten, sind wir auf gut Glück in ein Einkaufszentrum gelaufen, wo sich das Restaurant im 1. Stock hinter einer ganz unscheinbaren Tür mit mini kleinem Schild verbirgt. Kaum durch die Tür getreten, befindet man sich wie in einer anderen Welt, mit angenehmer Musik und stylischem Interieur. Auch der Service war hervorragend, genauso wie das Essen. Für mich gab es Springbock Loin mit Süßkartoffelbrei und Grillgemüse, Marc wählte ein Rib-Eye Steak mit getrüffeltem Kartoffelbrei. Eine Nachspeise passte leider beim besten Willen nicht mehr rein.

Danach ging es zurück nach Hout Bay, es war ein schöner, lauer Sommerabend, und auf unserem Zimmer stand Amarula als Betthupferl bereit, zumindest für einen von uns. Morgen verlassen wir die Region um Kapstadt und fahren weiter nach Franschhoek.

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Letzte Änderung: 22 Jun 2020 10:40 von Sorimuc.
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24 Jun 2020 10:33 #590863
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Dienstag, 25.02.2020

Die Nacht war relativ unruhig aufgrund eines ungebetenen Besuchers in unserem Zimmer: eine Mücke, die sich natürlich nur auf mich gestürzt hat, hatte den Weg nach drinnen gefunden :evil: Marc hat selig weiter geschlafen, während meine Arme und Beine total zerstochen wurden. Sämtliche Versuche meinerseits, die Mücke zu finden und zur Strecke zu bringen, sind leider fehlgeschlagen.

Wir genossen ein letztes Mal das überragende Frühstück mit Obstsalat, frischer Avocado, einem Brotkorb mit unterschiedlichsten Brotsorten und nach Wunsch zubereiteten Eiern – hier blieben wirklich keine Wünsche offen. Dann wurde es langsam Zeit für die Abreise, wir packten unsere Siebensachen, brachten alles zum Auto, beglichen unsere Rechnung und fuhren dann erstmal Richtung Tafelberg.

Die Idee sah folgendermaßen aus: Einfach mal vorbeifahren und die Lage checken, vielleicht ist ja nicht so viel los und wir können mit der Seilbahn hochfahren. Aber keine Chance: Bereits die Schlange für die Tickets war (nicht nur gefühlt) zwei Kilometer lang, und danach musste man ja nochmal an der Bahn selbst anstehen. Wir hatten keine Lust, den halben Tag in der Schlange zu warten, noch dazu in der prallen Sonne bei bereits morgens echt heißen Temperaturen. Den Tafelberg haben wir geistig somit auf den nächsten Südafrika-Besuch verschoben – da können wir dann hoffentlich auch unseren ursprünglichen Plan umsetzen und zu Fuß hochwandern.

Unser Weg führte uns weiter nach Muizenberg. Dort fanden wir einen Parkplatz direkt am Strand, spazierten selbigen entlang, erfrischten unsere Füße ins Wasser und beobachteten das Treiben der vielen Surfer.



Natürlich bewunderten wir auch die bekannten bunten Strandhäuschen, die aber bei genauerem Hinschauen leider in relativ schlechtem Zustand sind.





Zum Baden sind wir dann leider nicht mehr gekommen, weil Marc plötzlich bemerkt hatte, dass er seinen Geldbeutel und sein Handy im Safe des Dreamhouse Guest House vergessen hatte. Somit mussten wir nochmal umkehren und zurückfahren, was uns locker eine Stunde gekostet hat :whistle:

Da es dann bereits Mittag war, fuhren wir als nächstes das Vergelegen Wine Estate in Somerset West an. Ich hatte am Tag vorher noch versucht, einen Picknickkorb zu bestellen, mit dem man normalerweise im Kampferbaumwald picknicken kann. Bei der Ankunft erfuhren wir jedoch, dass dieser Service diese Woche aufgrund einer Konzertveranstaltung nicht angeboten werden konnte.







Vergelegen ist ein sehr schönes Weingut, wir lehnten das Angebot zu einem Winetasting jedoch erstmal ab und schlenderten lieber ins Restaurant, um unseren Hunger zu stillen. Marc aß eine knusprige Pizza, dazu gab es ein Gläschen Chardonnay und ich bestellte den Burger (ohne Chardonnay) – eine wirklich grandiose Idee bei 35 Grad Außentemperatur. Wahrscheinlich war einfach der Hunger zu groß, aber den Rest des Tages fühlten wir uns pappsatt und total überfressen.



Nach dem Essen liefen wir eine Weile durch den großzügig angelegten Park, besichtigen das toll restaurierte Gästehaus, den kreisförmig angelegten Rosengarten, in dem die Rosen nach Farben angeordnet wurden, was bei voller Blüte wohl aussieht wie ein Regenbogen, die uralten und knorrigen Kampferbäume sowie die Bibliothek. Für ein Winetasting war es uns definitiv zu heiß, daher ging es im Anschluss direkt weiter nach Franschhoek.





















Auf dem Weg dorthin kamen wir auch durch Stellenbosch, und im direkten Vergleich ist Franschhoek zwar kleiner, aber wirkt auch wesentlich idyllischer. Im Lavender Farm Guest House hatten wir das letzte freie Zimmer ergattert, zwar ohne Terrasse und mit Lage zum Parkplatz, was aber überhaupt nicht schlimm war. Das Zimmer war toll eingerichtet und richtig groß. Beim herzlichen Empfang werden uns direkt nach unseren (also hauptsächlich Marcs :blush: ) Vorlieben Weingüter und Restaurants empfohlen. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir am Pool, der bei der weiterhin anhaltenden Hitze eine willkommene Erfrischung darstellte. Mit solch anhaltend gutem Wetter hatte ich in Südafrika eigentlich gar nicht gerechnet, aber es sollte uns den Rest der Reise so begleiten.









Abends hatten wir ernsthaft überlegt, ob wir überhaupt noch in den Ort fahren sollten, weil wir immer noch so satt vom Mittagessen waren :woohoo: Zum Glück haben wir uns aber dafür entschieden und sind auf Empfehlung im Café Roca eingekehrt. Dieses liegt etwas zurückversetzt in einem Innenhof, der mit seinen mit Lichterketten geschmückten Bäumen mediterranes Flair versprüht. Passend dazu gab es Tapas: Wir entschieden uns für Tomate Caprese, Kartoffelgnocci, Knoblauch-Calamari und Vanille-Panacotta, alles war sehr fein zubereitet und total lecker. Marc hatte dazu zwei Gläser Chardonnay vom Weingut Dieu Donné, welches wir auch für den nächsten Tag auf dem Plan hatten.
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Mittwoch, 26.02.2020

Morgens erwachten wir wunderbarerweise durch den Duft von frisch gebrühtem Kaffee – kein Wunder, denn der Frühstücksraum lag direkt neben unserem Zimmer. Um kurz vor neun fanden wir uns dann genau dort ein – leider konnte man nicht draußen frühstücken, das ist uns bei angenehmen Temperaturen immer lieber. Es war zwar noch ein bisschen frisch draußen, aber mit Pulli wäre es auf jeden Fall gegangen. Das Frühstück im Lavender Farm Guesthouse war okay, von der reinen Auswahl her ähnlich zu unserer Unterkunft in Kapstadt, an den Kleinigkeiten konnte man jedoch Unterschiede erkennen: Die Kaffeemaschine funktionierte anfangs nicht, weshalb wir recht lange auf den ersehnten Muntermacher warten mussten :evil: , die Brotauswahl war mit normalem und Vollkorn-Toast eher begrenzt, der O-Saft war nicht frisch gepresst etc. Zusätzlich wurden aber auch Haferbrei und verschiedene Eierspeisen angeboten.

Auf dem Tagesprogramm stand heute das Abklappern diverser Weingüter (im Endeffekt waren es dann nur zwei). Erst mussten wir jedoch noch einkaufen, es fehlte uns an Wasser und Sonnencreme. Das konnten wir direkt bei Pick’n‘Pay an der Hauptstraße in Franschhoek erledigen. Danach hatten wir als erstes Weingut Dieu Donné ausgewählt, und es war noch relativ früh, als wir dort ankamen (ca. 10:30 Uhr). Entsprechend waren wir die einzigen Gäste. Die Dame am Empfang schien ob der frühen Tageszeit noch etwas unmotiviert und wenig begeistert, von ihrem Handy ablassen zu müssen. Hier wählt man eine Weinverkostung nach Kategorie (Basic, Premium etc.) – Marc entschied sich für vier Weine (zweimal weiß, zweimal rot) aus der mittleren Kategorie und wir setzten uns auf die Terrasse und genossen den tollen Ausblick über das Weinanbaugebiet.











Vor allem der Sauvignon Blanc hatte ihm gut geschmeckt, und wir nahmen zwei Flaschen davon mit, zum einen für die Tage, an denen wir Selbstversorgung geplant hatten, und falls am Ende noch etwas für daheim übrig bleiben sollte, wäre es auch nicht so schlimm :laugh: Man darf laut Ausfuhrbeschränkungen pro Person nicht mehr als 3 Liter Wein ausführen, also vier Flaschen, das ist nicht viel. Als wir fuhren, waren wir immer noch die einzigen Gäste, auf dem Parkplatz kam aber gerade die Weintram mit einigen verkostungswilligen Passagieren an.

Weiter ging es für uns nach La Motte. Bereits die Zufahrt gefiel uns sehr gut, vor allem die Häuschen im kapholländischen Stil und der schöne Innenhof, eine große Wiese mit verstreut gruppierten Loungemöbeln, um die sich ein Restaurant, ein kleiner Shop und eine Kunsthalle gruppierten. Über eine Brücke erreichten wir das Gebäude für die Weinverkostungen. Man zahlt dort 80 Rand für insgesamt sieben Weine – das ist absolut in Ordnung, da hier auch echt hochwertige Weine dabei waren. Ein netter Praktikant aus Hamburg bediente uns und erzählte uns Informatives zu den einzelnen Tropfen. Langsam bekamen wir auch Hunger und gönnten uns im Restaurant noch einen kleinen Lunch. Für mich gab es eine Käseplatte, Marc wählte die mit Pesto überbackene Aubergine, und beides war ganz hervorragend.















Es war mittlerweile halb drei, ziemlich heiß und reichte dann auch erstmal mit Weinen. Marc verträgt eh nicht so viel und ich darf ja nicht… Somit habe ich uns im Anschluss zum Gästehaus zurück chauffiert.

Dort verbrachten wir einen entspannten Nachmittag am Pool, bis wir uns später frisch und auch ein wenig schick gemacht haben für unser Dinner auf dem Weingut La Grande Provence. Das Restaurant ist immer gut gebucht, aber unsere Unterkunft konnte zum Glück noch kurzfristig einen Tisch für uns reservieren. La Grande Provence ist auch super schön angelegt. Man fährt zunächst eine Weile durch Weinberge, lange und schnurgerade Alleen entlang. Der Innenhof war mit Lichterketten beleuchtet, und insgesamt herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre mit gutem Service.





Wir entschieden uns für ein 4-Gang-Wahlmenü. Ich hatte als Vorspeise irgendwas mit rote Beete, was geschmacklich toll abgestimmt war. Als Zwischengang gab es Straußentartar, ebenfalls sehr lecker, aber auch gut scharf. Nach einem zarten Rinderfilet folgte Blaubeerparfait mit weißer Schokoladenganache als Dessert. Marc wählte Blumenkohlsuppe, Caprese mit Pesto, Springbock und Panacotta, dazu die Weinbegleitung, die wohl sehr stimmig war. Insgesamt war es ein sehr schöner Abend, wenn auch kein günstiger Spaß, das muss man sagen.





Wir haben hier in Franschhoek auf jeden Fall zwei Abende sehr gut gegessen, und werden beim nächsten Besuch mehrere Tage dort einplanen (+ einen Fahrer, denn ich werde das dann sicher nicht mehr übernehmen :lol: ).
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Donnerstag, 27.02.2020

Nachts wurden wir plötzlich geweckt von einem sirenenartigem Geräusch – unsere erste Vermutung war der Rauchmelder. Tatsächlich entpuppte sich das Kreischen als Käfer, der in unserem „Ankleidezimmer“ saß und lautstark versuchte, mit seinen Freunden draußen Kontakt aufzunehmen :woohoo: Er hat sich dann in einer dunklen Ecke verkrochen, bevor wir ihn rausbringen konnten, war aber zum Glück den Rest der Nacht ruhig.

Dieser Tag war als Fahrtag geplant, es ging weiter Richtung Cederberge. Gegen neun frühstückten wir gemütlich und kamen mit einem Pärchen, ebenfalls aus München, ins Gespräch, die in entgegengesetzter Richtung nach Kapstadt unterwegs waren. Sie erzählten davon, dass sie unbedingt mit Haien tauchen wollten, jedoch nicht sehr erfolgreich waren – sie saßen vier Stunden im Neoprenanzug bei über 30 Grad auf dem Boot und haben gewartet, dass Haie auftauchen, was leider nicht passiert ist :dry:

Nach dem Frühstück packten wir unsere Siebensachen, checkten aus und machten uns auf den Weg. Recht weit kamen wir erstmal aber nicht, denn wir wollten noch zwei Weingütern einen Besuch abstatten. Zunächst stand Haute Cabrière auf unserem Plan: ein eher kleines Weingut mit Restaurant/ Bistro mit toller Aussicht auf Franschhoek, jedoch von der anderen Talseite aus als Dieu Donné.







Die Weinverkostung fand in einem dunklen Gewölbe statt, was etwas schade war, weil man dadurch die Aussicht gar nicht genießen konnte. Es gab für Marc insgesamt sechs Weine zum Probieren (2 Sparkling, 2 Weißweine, 2 Rotweine), die ihm alle im Vergleich zum gestrigen Tag nicht so gut geschmeckt haben. Wir haben hier entsprechend auch nichts gekauft, sondern sind dann noch nach La Grande Provence gefahren. Das Weingut hatte uns am Vorabend so gut gefallen, das wollten wir uns bei Tageslicht noch genauer anschauen.











Und es hat sich gelohnt! La Grande Provence ist wirklich ein tolles, weitläufig angelegtes Weingut mit schönem Park, eine Weinverkostung kann man draußen im Garten machen, das hatte richtig Flair.









Das Wetter war heute nicht ganz so heiß, für einen Fahrtag aber umso angenehmer. Marc testete hier die Premium Selection, bestehende aus drei Weißweinen und 3 Rotweinen. Ich bin dann im Anschluss natürlich weiter gefahren. Es hieß ja, in 2,5 Stunden wäre man in den Cederbergen, also kein Stress. Um 12:15 Uhr verließen wir Franschhoek in der Erwartung, spätestens gegen 15 Uhr an unserem Ziel anzukommen. Aber weit gefehlt… :blink:

Aufgrund einer Kombination aus starkem Verkehr in Paarl (trotz Mittagszeit war dort echt viel los, jede Ampel war rot und dazu diese vielen Stopp-Kreuzungen, an denen immer alle halten) und blöder Streckenführung durch unser Navi haben wir uns hier grandios verkalkuliert. Anstatt bei Paarl einfach direkt rechts abzubiegen, schickte es uns die Strecke über den Bain’s Kloof Pass, die landschaftlich zwar wirklich toll war, aber halt ein Bergpass, auf dem wir richtig viel Zeit liegen ließen.











Danach fuhren wir dann durch die Apfelanbauregion, in der ständig Schwertransporter mit Apfelkisten unterwegs waren, die man nicht gut überholen konnte und die außerdem sehr langsam fuhren. Wer mich kennt, weiß, dass ich prinzipiell kein sehr geduldiger Mensch bin, und wenn ich Hunger habe, macht es das nicht besser :evil:

Auf der ganzen Strecke war dann auch kein Restaurant oder Bistro oder auch nur eine Tankstelle mit kleinem Shop oder so zu finden, in dem wir hätten einkehren können. Irgendwann war ein kleines Weingut am Straßenrand angeschrieben, das aber schlicht und einfach nicht existierte (oder wir waren zu doof, es zu finden). Da die Fahrt ja „nur“ zweieinhalb Stunden dauern sollte, hatten wir auch nichts zu essen dabei – dummer Anfängerfehler, der uns in Zukunft nicht wieder passieren sollte.

Das letzte Stück bis zur Mount Ceder Lodge war dann eine Padstraße, die sich malerisch durch die Cederberge wand. Am Ende hatten wir für die Strecke fast fünf Stunden gebraucht, gegen 17 Uhr erreichten wir endlich die Lodge.





Wir wurden sehr herzlich durch Gladston willkommen geheißen, der auf den ersten Blick eher distanziert wirkte, uns aber im Lauf der Zeit mit seinem schwarzen Humor mehr als einmal zum Lachen brachte. Wir bezogen unser Häuschen Puntjie, das eigentlich viel zu groß für uns beide ist, aber uns auf Anhieb sehr gut gefällt. Auf der riesigen Terrasse gibt es neben einer Loungeecke und dem Grill- und Essbereich einen eigenen Jacuzzi, im Haus selbst erwarteten uns zwei Schlafzimmer mit zwei Bädern und ein riesiger Wohnbereich. Man sieht zwar die anderen Häuschen in der Ferne, aber es ist total ruhig hier und man fängt quasi sofort an, sich zu entspannen. Den späten Nachmittag verbringen wir auf der Terrasse mit Lesen, und ich teste natürlich gleich noch den Whirlpool.















Das Abendessen hatten wir schon vorab bei der Lodge gebucht, und es war absolut okay. Vorab gab es Frühlingsrollen, zum Hauptgang Rinderfilet mit Ofenkartoffel und sehr guter Sauce, zum Dessert Erdbeer-Panacotta. So lange es hell war, hatte man von der Terrasse aus einen tollen Blick auf die Umgebung und die Berge, die von der untergehenden Sonne rötlich angestrahlt wurden.



Nach dem Essen fuhren wir zurück zu unserem Häuschen – man hätte die Strecke auch laufen können, aber nachts ist es hier wirklich stockdunkel, und angeblich soll es ja laut Gladston auch einen Leopard auf dem Gelände geben. Wir fielen direkt in die Federn, der Tag hatte uns doch etwas geschafft.
Namibia 2013: Die Ersttäter-Tour
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Letzte Änderung: 28 Jun 2020 11:12 von Sorimuc.
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