THEMA: "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP Nov. 2018
24 Apr 2019 16:55 #554597
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Tag 17 – 16. November 2018 – Löwenfrühstück und viel Wellblech mit Rührei
Kgalagadi Transfrontier Park, Gharagab – Bitterpan Wilderness Camp


Sonnenaufgang Gharagab

Zum Glück sind wir wiedermal um fünf wach, denn bereits um halb sechs bekommen wir nach einer ruhigen Nacht einen hohen Besuch. Der Löwenmann trinkt kurz am Wasserloch, stolziert dann die Düne zu unserem Häuschen hoch und legt sich ca. 30m von uns entfernt in den noch kühlen Sand.


Löwensuchbild - Löwe auf Düne ohne Zoom


Löwe auf Düne mit Zoom

Kurz darauf gesellt sich ein zweiter Löwe dazu. Trinken am Wasserloch, eine kurze Begrüssung und schon lässt er sich unter den nächsten Busch fallen.


Garagab Wasserloch

Gharagab überzeugt! Hier wollen wir nächstes Mal unbedingt zwei Nächte verbringen. Ich glaub ich könnte das jeden Tag bis an mein Lebensende tun: früh aufstehen, Tiere beobachten, lesen, träumen, essen... Keine Verpflichtungen, ultimative Ruhe und dieses wunderbare Afrika-Licht! :) Schade müssen wir heute bereits wieder weiter reisen. Gemütlich frühstücken wir und behalten im Augenwinkel stets die beiden Löwenmännchen im Blick. Diese nehmen es jedoch gelassen und verschieben sich mit der Zeit einzig mehr und mehr in den Schatten.



In der Arena unten am Wasserloch sind die Oryx zwar sehr nervös, lassen es sich jedoch nicht nehmen, immer wieder Rangeleien miteinander anzuzetteln. Eindrücklich, mit welcher Kraft und Lautstärke die Hörner aneinander krachen. Bessere Unterhaltung hätten wir uns für diesen Morgen nicht wünschen können!


Gharagab Cabin No. 4

Irgendwann verabschieden wir uns von Erik. Selbstverständlich packen wir einen grossen Sack gebrauchte Bettwäsche ins Canopy, welchen wir für ihn nach Nossob bringen. Die 30km Fahrt durch die Dünen bis ins Nossob Riverbed gestaltet sich zwar sandig, ist aber problemlos machbar mit dem Hilux.







Kurz nach acht treffen wir auf einen Bat-eared Fox, welcher sogleich im hohen Gras verschwindet. Netterweise dreht er sich nochmals für ein Foto zu uns um. Ansonsten ist die Strecke geprägt von wunderbarer, einsamer Landschaft und vielen hübschen Steenböckchen.


Diese Ohren! Bat-eared Fox

Gegen neun sind wir bereits zurück auf der 'Hauptstrasse'. Von Verkehr ist auch hier keine Rede. Nördlich von Lijersdraai kreuzt eine Tüpfelhyäne das Flussbett und geht schleunigst in Richtung Süden. Am Polentswa Wasserloch liegen wiederum drei Löwen. Dieses Mal handelt es sich um zwei Weibchen und einen Halbstarken. Sie liegen weit entfernt im Schatten. Wir ziehen bald weiter.


Agamen am Kwang Wasserloch

Erst am nördlich von Nossob gelegenen Cubitje Quap Wasserloch wird es wieder richtig spannend. Hier haben sich wie wir es uns bereits gewohnt sind diverse Greifvögel und Geier eingefunden. Und es werden laufend mehr! :woohoo:


Raubadler / Tawny Eagle


Weissrückengeier / White-backed Vulture


Rotkopfamadinen / Red-headed Finches

Weissrücken- und Ohrengeier, Raubadler, Bateleure, Schlangenadler und Sekretäre geben sich die Klinke in die Hand. Zwischenzeitlich zählen wir über sechs juvenile und ausgewachsene Gaukler aufs Mal. Es wird gestartet und gelandet, was das Zeug hält. Unterhaltung pur!


Gaukler / Bateleur


Schwarzbrust-Schlangenadler / Black-chested Snake Eagle


Gaukler, Weissrückengeier und Ohrengeier


Weissrückengeier im Flug / White-backed Vulture


Weissrückengeier / White-backed Vulture


Ohrengeier / Lapped-faced Vulture

Ein Lannerfalke dreht seine Runden und lanciert immer wieder einen Angriff auf die ansässige Rotkopfamadinen-Gruppe. Währenddessen vergnügt sich Familie Sekretär am Wasser.


Lannerfalke / Lanner Falcon


Ohrengeier / Lapped-faced Vulture




Sekretäre / Secretary Birds





Trotz hohen Temperaturen geniessen wir das Schauspiel. Dani knipst sich die Finger wund! Irgendwann ist es uns dann doch zu heiss :pinch: . Wir fahren die letzten Kilometer nach Nossob mit geschlossenen Fenstern und aktivierter Klimaanlage...



In Nossob geben wir den grossen Wäschesack von Gharagab ab und versuchen unser Geld vom nicht durchgeführten Night Drive vom 12. November zurückzubekommen. Natürlich weiss niemand etwas von uns und unser Zettel ist verschwunden :dry: . Wenigstens bekommen wir ein Formular, um das Geld allenfalls zurückfordern zu können. Alternativ sollen wir den Night Drive in Mata Mata machen. Später gibt’s ein kühles Getränk und ein kurzes Bad im Pool B) . Um drei lassen wir uns das Tor nach Bitterpan öffnen und machen uns auf den beschwerlichen Weiterweg. Davon wussten wir zum Glück aber noch nichts :whistle: .




Hier siehts noch harmlos aus...

Zu Beginn stellt uns die Spur nach Bitterpan einige relativ hohe Sanddünen in den Weg, welche der Toyota jedoch gut meistert. Danach folgen knappe drei Stunden massivstes Wellblech. Dani hat noch selten so geflucht :blush: . Komplett durchgerüttelt kommen wir in Bitterpan an und müssen feststellen, dass unsere Eier sich während der Fahrt zu Rührei entwickelt haben :blink: . Nun wird zuerst die Kühltasche geputzt, danach erst die Küche und unser Cabin eingeräumt.


Bitterpan




Bitterpan, Cabin No. 2

Der nette Empfang von Willem's Stellvertreter, die wunderbare Landschaft und das tolle Camp entschädigen für die beschwerliche Anreise und das ungewollte Rührei. Wir sind wieder etwas versöhnt. Ausser uns übernachtet heute nur ein älteres südafrikanisches Paar hier im Camp. Auch sie sind zum ersten Mal hier und haben bereits die ersten Dünen auf der Zufahrtsstrasse nicht geschafft. Zum Glück waren sie früh dran und durften dann über die Upper Dune Road von Moravet her reinfahren...






Bitterpan Küche und Gemeinschaftsraum

Die Chalets in Bitterpan sind eher klein, besitzen je einen Braai sowie ein eigenes Badezimmer, welches über den gemeinsamen Steg erreicht wird. Die Küche bietet zwei Koch- und Abwaschstellen, welche man sich teilt und verfügt über vier Kühlschränke und einen grossen Tisch. Wir entscheiden uns, das Feuer an der grossen Gemeinschaftsfeuerstelle zu entfachen.





Es ergeben sich nette Gespräche mit dem Camp Attendant und den beiden Südafrikanern, welche sich jedoch schon bald in ihr eigenes Häuschen zurückziehen. Das Gemsbok-Steak schmeckt wie gewohnt vorzüglich hier im Busch. Ausser einigen Schleiereulen ist am beleuchteten Wasserloch niemand unterwegs. Was solls – wir hatten auch so einen aufregenden Tag!


Blick in Richtung Wasserloch mit Mond


Nacht-Foto-Versuch
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05 Mai 2019 13:36 #555515
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Tag 18 – 17. November 2018 – Wildcat mit Nachwuchs
Kgalagadi Transfrontier Park, Bitterpan – Mata Mata Restcamp

In Bitterpan beginnt unser Morgen zwar früh, aber gemütlich. Ausser einem Oryx, welcher gerade die Pan am anderen Pfannenende verlässt sind (noch) keine Tiere unterwegs. Der Blick auf die von der Morgensonne beleuchtete Pfanne ist fantastisch.


Bitterpan


What a view!

Nach der gestrigen beschwerlichen Anfahrt entscheiden wir uns heute für die Strecke, welche bei Moravet in die Upper Dune Road zweigt. Auf mehrere Stunden Gerüttel haben wir keine Lust mehr :whistle: . Wir verabschieden uns vom Camp Attendant, packen erneut einen grossen Schmutzwäschesack für Mata Mata ins Canopy und sind bereits früh auf Pad. Die Strecke nach Moravet ist sehr einfach zu befahren. Immer wieder begegnen wir Oryxantilopen, Steenböckchen und der einen oder anderen Weissflügeltrappe.


Weissflügeltrappe / Northern Black Korhaan - leider ohne Ton :laugh:


Lannerfalken / Lanner Falcon

Zurück im Auob fahren wir zuerst einige Kilometer südlich. Es scheint, als ob wir das einzige Auto sind, das unterwegs ist...


Riesentrappe / Kori Bustard




Ein müder Kaptriel / Spotted Thick-Knee


Schwalbenschwanzspint mit Schmetterling / Swallow-tailed Bee-eater


Rotschulter-Glanzstar / Cape Starling

Zwischen Batulama und Auchterlonie liegen zwei Cheetahs weit weg unter einem Busch. Vermutlich handelt es sich um eine Mutter mit ihrem bereits grösseren Cub. Eine Straussenfamilie mit fünf Küken trotz der Hitze. Ihnen werden wir in den nächsten Tagen noch einige Male begegnen. Und auch am Schluss sind immer noch fünf Küken da, was uns sehr freut :) .







Kurz vor zehn erspäht Dani ein eben geborenes Springbock-Kitz unter einem Baum. Die Mutter steht noch blutverschmiert und etwas mitgenommen in der Nähe.



Das Kleine macht seine ersten wackligen Gehversuche. Bereits eine halbe Stunde später springt es der Mutter in grossen Sprüngen hinterher. Gebannt folgen wir den Beiden.





Da es heute noch nach Mata Mata gehen soll, entschliessen wir uns zur Umkehr. Die Cheetahs haben sich keinen Zentimeter bewegt. Da das Licht noch schlechter und die Distanz immer noch gleich ist, fahren wir weiter. Unterbrochen von einer längeren Picknick-Pause bei Kamqua arbeiten wir uns langsam nach Norden. Zwischen Urikaruus und Dertiende Boorgat liegen zwei Löwenmännchen im Schatten. Auch sie lassen wir gewähren. Das Highlight des heutigen Morgens sind unsere ersten Giraffen dieser Reise :) . Den Beiden könnten wir ewig zuschauen beim Trinken.


Dertiende Boorgat


Erdhörnchen


Kronenkiebitz / Crowned Lapwing


Brauner Schlangenadler / Juv. Brown Snake Eagle

Pünktlich um zwei treffen wir in Mata Mata ein, liefern die mitgebrachte Wäsche ab und erkundigen uns wegen einem Night Drive für Morgen. Dies sollte klappen. Im Shop decken wir uns mit zusätzlichem Trinkwasser und kalten Getränken ein, bestellen frische Roosterkoek für den heutigen Abend und richten uns dann im Chalet Nr. 5 häuslich ein.

Unser Nachmittags-Gamedrive ist bis auf ein besonderes Highlight sehr ruhig. Liegt es daran, dass ich heute am Steuer sitze :P ?


Sekretärenpaar auf ihrem Nest in der Nähe von Sitzas



Südlich von Craig Lockart dann unser Highlight des Tages! Eine African Wildcat, auf welche uns ein netter Parkbesucher aufmerksam macht. Und als wir feststellen, dass sie nicht alleine in der Astgabel sitzt, sondern ein süsses Kitten dabei hat sind wir mehr als hin und weg :woohoo: ! Auch wenn sie sich leider wirklich nicht optimal im Geäst platziert haben.











Lange stehen wir bei den Beiden. Sie zu beobachten ist besser als jedes Kino! Irgendwann tut uns die Katzenmutter sogar den Gefallen und springt vom Baum. Es gelingen uns ein, zwei Fotos und weg ist sie.





Da auch das Kleine nicht mehr zu sehen und die Zeit bereits fortgeschritten ist, begeben wir uns langsam auf den Rückweg. Pünktlich zur Gateschliessung sind wir zurück im Camp, holen unsere leckeren Roosterkoek ab und machen uns an die Zubereitung des Abendessens. Danach geht’s schon bald in die Heia, schliesslich wollen wir Morgen wieder früh raus…
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09 Mai 2019 18:51 #555870
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Tag 19 – 18. November 2018 – Eulen satt
Kgalagadi Transfrontier Park, Mata Mata Restcamp

Unsere morgendliche Ausfahrt beginnt mit der Sichtung eines süssen Cape Fox-Babies, ca. 5 km südlich von Mata Mata. Leider gibt es nur einen einzigen Platz mit guter Sicht auf den Bau. Und dieser ist über längere Zeit besetzt. So fahren wir nach einiger Zeit ohne Fotos weiter und hoffen, die Kapfüchse heute Abend oder Morgen in der Früh nochmals anzutreffen. Die Weiterfahrt hat sich gelohnt, denn einen Kilometer weiter spaziert eine ganze Löwenfamilie durch den Busch auf der gegenüberliegenden Seite des Flussbetts. Mindestens sechs bis sieben Löwen sind zu erahnen, verschwinden jedoch mehr und mehr. So widmen wir uns den kleineren, nicht minder spannenden Tieren sowie der schönen Landschaft.


Juv. Brauner Schlangenadler? / Juv. Brown Snake Eagle?Juv. Schwarzbrust-Schlangenadler / Juv. Black-chested Snake Eagle







Besonders die Vogelwelt des KTPs zeigt sich heute von ihrer besten Seite.


Kronenkiebitz / Crowned Lapwing




Kaptriel / Spotted Thick-Knee


Kaptriel beim brüten / Spotted Thick-Knee


Rotbauchwürger / Crimson-breasted Shrike





Besonders über die Fotos des brütenden Kaptriels und des Rotbauchwürgers, welcher sonst immer nur nervös im Schatten rumhüpft, freuen wir uns sehr. Langsam beginnen um halb neun unsere Mägen zu knurren. So kommt es gerade passend, dass am Dertiende Boorgat Wasserloch ein stattliches Löwenmännchen müde unter einem Busch liegt. Zeit fürs Frühstück! B)


Kapkrähe / Cape Crow






Kaptäubchen / Namaqua Dove

Dabei werden wir bestens von einer Kapkrähe unterhalten, welche ungeniert auf unserer Frontscheibe hin und her hüpft und sich auch nicht davor scheut, via Seitenspiegel zum Fenster reinzuschauen. Ein Lannerfalke jagt kleinen Vögeln hinterher und irgendwann macht sich der Löwe auf die Socken. Wir folgen ihm ein Stück auf der Strasse, er verschwindet jedoch mehr und mehr in der Ferne.

Um zehn sind wir bereit umzudrehen. Bei Vertiende Boorgat liefern sich zwei Oryx einen eindrücklichen Revierkampf. Ihnen scheint die Hitze nichts auszumachen.







Anders sieht es bei den beiden Milchuhus aus. Mit gespreizten Flügeln sitzen sie auf ihrem Ast und beäugen uns kritisch. Im selben Baum erspähen wir auch einen schönen Raubadler.


Milchuhu / Verreaux's Eagle-Owl








Raubadler / Tawny Eagle

Bei Craig Lockart liegt nun ein Löwenmännchen schlafend unter einem Baum. Da hier momentan keine Action mehr zu erwarten ist, geht es für uns bald weiter. Um zwölf sind wir zurück im Camp, bestellen erneut frische Roosterkoek für heute Abend, klären die Formalitäten unseres Night Drives und hauen uns dann zwei Stunden aufs Ohr. Bevor wir nachmittags nochmals raus fahren gelingen uns ein paar Fotos der Mata Mata-Erdmännchen, welche sich gleich neben unserem Chalet 'eingenistet' haben.







Als sich Dani noch kurz was im Shop besorgt, höre ich den typischen Ruf des Perlkauzes im Baum nebenan und kann ihn nach einigem Suchen auch erspähen. Ich liebe diese kleinen Kerle über Alles!


Perlkauz / Pearl-spotted Owlet



Irgendwann schaffen wir es dann doch noch auf Pad. Die nachmittägliche Runde führt uns nochmals bis Deertiende Boorgat. Die Sichtungen sind im Vergleich zum Morgen eher mau. Beim Kapfuchsbau stehen wir lange, aber ohne Erfolg.


Springbockidylle im Abendlicht







Auf der Rückkehr zum Camp zwischen dem Kalahari Tented Camp und Mata Mata stossen wir auf ein etwa elfköpfiges Löwenrudel, welches gerade zur Jagd aufbricht. Eine braune Hyäne, welche andere Besucher ebenfalls noch im Busch erspähen verpassen wir leider knapp.


Löwin nach Sonnenuntergang

Zum Abendessen geniessen wir den restlichen Reissalat vom Mittagessen mit Boerewors-Hot Dogs. Pünktlich um halb zehn startet dann unser Night Drive mit dem Guide Andris. Er ist ein toller Guide, welcher sich wirklich Mühe gibt, alle Gäste zufriedenzustellen. Leider erweisen sich unsere Mitfahrer, ausser einem, dieses Mal als sehr schwierig. Die amerikanisch-französische Reisegruppe, welche im Kalahari Tented Camp dazu steigt benimmt sich leider (sorry für die wüsten Worte) 'unter aller Sau'. Auch nachdem ihnen Andris mehrmals erklärt, dass wir für Springböcke und andere tagaktive Tiere nicht jedes Mal anhalten werden und diese vor allem mit den Scheinwerfern auch nicht blenden wollen, rufen sie bei jedem Springbock mehrmals Stop, Stop, Stop. Sie ärgern sich, wenn Andris irgenwann nicht mehr für Springböcke anhält und ihnen ist bereits nach einer halben Stunde todlangweilig. Als sie sich dann noch lauthals beschweren, dass wir noch keinen Leoparden angetroffen haben und dass es ja kaum was zu sehen gäbe platzt mir beinahe der Kragen. Ich habe noch selten innerlich so gekocht, wie auf diesem Drive :evil: . Unsere Sichtungen waren nämlich wirklich toll:


Weissgesicht-Ohreule oder auch Südbüscheleule / Southern White-faced Owl


Giant Ground Gecko?


Eindrücklich, wenn Giraffen wie aus dem Nichts auftauchen und die Pad queren


Bat-eared Fox

Nicht auf den Fotos abgebildet sind mehrere Kapfüchse, Schakale, ein Skorpion, eine Puffotter, drei verschiedene African Wildcats, unzählige Spring Hares, Scrub Hares sowie zwei Fleckenuhubabies. Wir waren wirklich froh, als wir unsere störenden Mitfahrenden wieder im Kalahari Tented Camp abladen konnten :lol: . So undankbare Leute, welche nicht schätzen, an welch wunderbarem Ort sie sich hier befinden haben wir noch selten erlebt. Auch unser Guide taute danach sofort wieder auf. Als Genugtuung hatten wir kurz vor Mata Mata dann nochmals eine Sichtung des grossen Löwenrudels vom frühen Abend :woohoo: .







Sie wuseln rund ums offene Game Drive Vehicle und wir wissen kaum, wo wir zuerst hinschauen sollen. Auch Andris ist hellauf begeistert und bleibt nochmals lange mit uns bei den Löwen stehen. Und wir lachen uns ins Fäustchen… :laugh: Pünktlich um Mitternacht sind wir zurück im Camp und verabschieden uns herzlich von unserem Guide und dem anderen netten Mitfahrer aus Indien. Was wir noch nicht wissen; Morgen folgt bereits das nächste Highlight B) .
Letzte Änderung: 14 Mai 2019 23:12 von @Zugvogel.
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15 Mai 2019 16:33 #556328
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Tag 20 – 19. November 2018 – Tag der Katzen
Kgalagadi Transfrontier Park, Mata Mata – Kalahari Tented Camp

Nach einer sehr kurzen Nacht befinden wir uns vor Sonnenaufgang bereits wieder auf Pad. Leider zeigt sich der Himmel heute dicht bewölkt. Schlechtes Foto- aber scheinbar gutes Sichtungswetter. Beim Cape Fox-Bau von gestern ist heute nur das Muttertier zu sehen. Und auch sie verschwindet bald schon in ihrer Höhle. So ziehen wir nach einer halben Stunde weiter, was sich als glückliche Fügung erweist.





Eins, zwei, drei, nein sogar VIER Gepardenmännchen befinden sich rund ums Sitzas Wasserloch :woohoo: . Dies wird wohl die als 'Musketeers' bekannte Gepardengruppe sein, welche sich seit einigen Jahren in der Region behauptet. Ihre prallen Bäuche zeugen von einer kürzlich erfolgten erfolgreichen Jagd.







Nach längerer Wartezeit nähern sie sich dem Wasserloch. So nahe durften wir diese athletischen Katzen noch nie beobachten. Ihr 'Miauen' (anders kann man es wirklich nicht beschreiben :blink: ) wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Herrlich zu erleben, wie liebevoll sie miteinander umgehen und kommunizieren. Da könnte sich manch ein Mensch ein Stück davon abschneiden...











Irgendwann ziehen sich die Geparden weit weg in den Schatten eines Baumes zurück. Auch wir machen uns auf die Socken.




Die Gnus freuen sich, dass wieder Ruhe am Wasserloch einkehrt :laugh:

Erst halb neun und bereits so viel erlebt! Es folgen zwei flauschige Fleckenuhu-Babies in einer Astgabel :blush: .


Junge Fleckenuhus / Spotted Eagle-Owl chicks

Und die nächsten Katzen lassen nicht lange auf sich warten! :woohoo: Während am Craig Lockart WH einige Field Ranger das Wasserloch reparieren und Teile davon neu betonieren, liegen drei Löwenmännchen entfernt im Schatten. Die zwei jüngeren Tiere sowie ein älteres Männchen beobachten die Situation interessiert. Und kaum sind die Field Ranger davon gebraust, wollen sich die neugierigen Katzen die Situation selbst anschauen :laugh: .















Den älteren Mähnenlöwen mit den Porcupine-Stacheln im Hals- und Bauchbereich kennen wir bereits von gestern. Wir sind froh, dass er nun zwei junge Gefährten bei sich hat und hoffen, er wird die Stacheln bald wieder ohne weitere Schäden los. Wir frühstücken gemütlich bei den Löwen und fahren weiter, als sie sich unter den Baum bei den Wassertanks zurückziehen. Es folgen die nicht minder hübschen üblichen Verdächtigen:


Streifenliest / Striped Kingfisher


Dalkeith


Vertiende Boorgat


Ground Agama

Beim Vertiende Boorgat halten wir ein Nickerchen. Kurz vor elf werden uns vom netten Traktorfahrer zwei Löwinnen unter einem Busch oben am Hang gezeigt. Es ist schön zu sehen, wie sich auch alle Sanparks-Angestellten, welche wir treffen über spezielle Sichtungen freuen. Und dies zieht sich durch die zwei Wochen, welche wir im KTP verbringen. Die beiden Löwinnen hätten wir selbst nie und nimmer erspäht! Diese Sichtung sollte sich gegen Abend noch auszahlen :whistle: .

Es folgt bei Kamqua eine längere Bee-eater Foto-Session. Kein Wunder sind sie Dani's Lieblingsvögel…


Schwalbenschwanzspinte / Swallow-tailed Bee-eater





Zwischen Rooibrak und Montrose treffen wir auf eine Cheetah-Mutter mit ihrem fast ausgewachsenen Jungtier. Von der Lokalität her und anhand meiner Identifizierung müsste es sich um Hanri und ihre Tochter handeln. Die Beiden haben vor kurzem gefressen und ruhen sich im Schatten aus.


Hanri mit Cub







Auch wir brauchen so langsam eine Pause und steuern die Auchterlonie Picknicksite an. Die Highlights vom Nachmittag werden in Kürze folgen B) .
Letzte Änderung: 15 Mai 2019 16:39 von @Zugvogel.
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16 Mai 2019 21:01 #556487
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19. November 2018 – Zweiter Teil

Nach einer längeren Pause bei Auchterlonie arbeiten wir uns langsam wieder den Auob hoch. Die Cheetahs liegen immer noch faul unter ihrem Busch. Kurz darauf begegnen wir einem kleinen Springböckchen, welches sich perfekt in seine Umgebung einfügt.




Raubadler / Tawny Eagle

Neben dem posierenden Raubadler finden wir am Deertiende Boorgat frische Löwenspuren. Die Verursacher sind jedoch nicht auszumachen. Wir haben ja sowieso noch eine andere Verabredung :laugh: . Unser Plan ist es nun zu schauen, was sich denn am Vertiende Boorgat bei den beiden Löwinnen tut. Wir stellen unser Fahrzeug unten an der Strasse ab und müssen keine fünf Minuten warten, bis die beiden Damen sich entschliessen, zum Wasserloch runter zu kommen. Wir sind das einzige Auto. Sie steuern direkt auf uns zu. Was für majestätische Tiere das sind!















Wir lassen die beiden Damen gewähren und rollen weiter nordwärts. Der Tag neigt sich so langsam dem Ende zu. Noch ist aber nicht Schluss mit tollen Sichtungen :woohoo: .



Nördlich von Craig Lockart haben wir das Glück, nochmals zwei Geparden zu begegnen, welche direkt vor unserem Auto die Strasse überqueren. Netterweise legen sie sich einen Moment an den Strassenrand, bevor sie auf der gegenüberliegenden Seite des Flussbetts verschwinden. Was für ein Katzen-reicher Tag! :)









Die zwei bis drei Wochen alten Fleckenuhus sitzen immer noch in ihrer Astgabel, haben sich aber etwas schöner positioniert als am frühen Morgen.


Junge Fleckenuhus / Spotted Eagle-Owl Chicks

Müde und erschlagen von all den Eindrücken des heutigen Tages kommen wir kurz nach sieben Uhr im Kalahari Tented Camp an. Es ist das letzte Camp im KTP, welches wir noch nicht kennen. Unser Zelt ist frisch renoviert und gefällt uns sehr. Einzig die Entfernung zum Wasserloch bzw. Flussbett ist hier wirklich gross.



Unten im Flussbett steht das elfköpfige Löwenrudel von gestern. Ein ziemlich perfekter Abschluss eines ziemlich perfekten Tages! Nun fehlen uns nur noch die gefleckten Katzen... :silly:
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29 Mai 2019 16:07 #557656
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Tag 21 – 20. November 2018 – 'Kgalagadi always delivers!'
Kgalagadi Transfrontier Park, Kalahari Tented Camp – Kieliekrankie Wilderness Camp

Bei stark bewölktem Himmel schlafen wir heute aus :P . Bis 5.30 Uhr! Es folgt eine kurze Fotosession im Tented Camp, dann machen wir uns auf die Socken.


Kalahari Tented Camp







Am Cape Fox-Den stehen dieses Mal keine weiteren Autos. Dank der Pole-Position und einiger Geduld gelingen uns schöne Fotos der Kapfüchsin mit ihrem Jungtier. Grosses Kino trotz fahlem Licht!











Nach etwa zwei Stunden verschwinden die beiden definitiv in ihrem Bau. Für uns geht es weiter mit einigen schönen Sichtungen. Im Auob ist wirklich immer was los… Bei Veertiende Boorgat sind ausser Spuren nichts mehr von den beiden Löwinnen von gestern Abend zu sehen.


Schwalbenschwanzspint / Swallow-tailed Bee-eater




Drei Raubadler / Tawny Eagles

Während wir die Gruppe Raubadler mit unserem Feldstecher beobachten, trottet lautlos eine Löwin an uns vorbei zum Wasserloch. Das kann doch nicht war sein! Was für ein Glück :woohoo:. Sie trinkt kurz und verschwindet sogleich wieder im Busch. Wir sind sprachlos. Fünf Minuten später oder früher; wir hätten sie verpasst.



Es folgt ein grummliger Kapfuchs südlich von Urikaruus, einige Bienenfresser, zwei Straussenfamilien sowie eine grosse Gruppe Erdmännchen nördlich von Montrose.





















Gegen elf Uhr treffen wir etwas südlich von Gemsbokplein auf vier Autos. Hier scheint es etwas Spezielles zu geben :ohmy: . Aber egal wie sehr wir unsere Augen anstrengen und unseren Feldstecher bemühen, wir finden einfach nichts! Auf unsere Nachfrage macht uns ein netter südafrikanischer Besucher auf eine Leopardin hoch oben unter einem Baum an der Kante des Flussbetts aufmerksam. Auch mit Feldstecher ist sie nur schwierig zu erkennen. Wow! Unser erster Leopard dieses Jahr und auch erst der zweite überhaupt beim dritten KTP-Besuch.


Mbali mit Löffelhund-Kill

Durch dass die Leopardin sehr weit weg und erhöht liegt, haben alle Autos eine gute Sicht. Es wird nicht übermässig umherrangiert und bleibt auch die nächsten Stunden ruhig an der Sichtung. Viele Autos kommen und gehen, nur wir und ein weiteres Fahrzeug bleiben stehen. Die Leopardin verspeist einen Löffelhund, welchen sie scheinbar am früheren Morgen gejagt hat. Es ist unheimlich spannend zu sehen, wie gründlich sie ihrer Beute in stundenlanger Arbeit das Fell abzieht und keinen Happen Fleisch am Knochen zurücklässt.

Nachdem wir bereits eine halbe Stunde bei der Leopardin stehen können wir ca. 50m weiter nördlich einen zweiten Leoparden erkennen! Zwei Leoparden auf einen Streich - das hatten wir auch noch nie ;) .


Madi

Es stellt sich heraus, dass die Leopardin mit dem Kill Mbali und der Leopard weiter nördlich ihr Bruder Madi ist. Die beiden sind ca. elf Monate alt und wurden in den letzten Tagen mehrmals zusammen mit ihrer Mutter Miera, aber auch vermehrt alleine gesehen. Sie scheinen aktuell dabei zu sein, sich von ihrer Mutter zu lösen und müssen lernen, alleine zurecht zu kommen :dry: .



Es folgt ein stundenlanges Hin und Her. Leider extrem weit weg :( . Mal verschwindet Madi, taucht dann einige Zeit später wieder auf und verschwindet wieder. Wir harren in der brütenden Hitze bis um viertel nach vier aus. Irgendwann ist kaum noch was vom Löffelhund übrig und auch Mbali zieht sich hinter den Kamm des Flussbetts zurück.

Zeit auch für uns zum Aufbrechen. Wir brauchen dringend Diesel und Trinkwasser :pinch: ! In Twee Rivieren füllen wir den Tank mit Sage und Schreibe 125l Diesel, bunkern weitere 20l Wasser im Kofferraum und machen danach einen gemütlichen Gamedrive zurück in den Norden. Zum Glück sind die Tage im Sommer so lang!


Weissflügeltrappe / Northern Black Korhaan




Hier oben haben wir die Leoparden am Nachmittag zuletzt gesehen :huh:


Kronenkiebitz / Crowned Lapwing


Brants' Whistling Rat / Brants' Pfeifratte

Bei Gemsbokplein stehen nun keine Autos mehr und auch wir können die beiden Leoparden nicht mehr aufspüren. So entschliessen wir uns nach diesem langen Tag definitiv nach Kieliekrankie aufzubrechen. Viel weiter, als bis zu diesem wohl bekannten Schild mit dem Weissbürzel-Singhabicht kommen wir nicht:



Kurz nachdem wir das Schild passiert haben, nehme ich im linken Augenwinkel eine Bewegung war und erkenne zwei stattliche Mähnenlöwen, welche gemächlich durch die Dünenlandschaft auf uns zu spazieren. Löwen auf der Dune Road, auch das haben wir noch nicht erlebt :) !















Wir geniessen diese intensive Begegnung sehr. Es stösst ein zweites Fahrzeug dazu, auch sie Bewohner von Kieliekrankie. Lange begleiten uns die Löwen der Strasse entlang und bieten tolle Fotomöglichkeiten. Ob sie zum Kieliekrankie Wasserloch unterwegs sind? Uns läuft leider die Zeit davon :pinch: !

Wir verabschieden uns vom König der Tiere und treffen auf die Minute pünktlich um halb acht in Kieliekrankie ein. Es folgt eine kurze Unterhaltung mit den Insassen des anderen Fahrzeugs (in südafrikanischer Profifotograf mit seinem Kunden) und das Einräumen unseres Chalets Nr. 2. Gerade als es dunkel wird sind wir damit fertig. Leider brechen bereits unsere letzten vier Nächte im KTP an. Wie schnell die Zeit vergeht.

Weil ein starker Wind bläst machen wir heute kein Feuer und kochen nur Pasta mit Sauce. Diese geniessen wir zusammen mit dem für unsere erste Leo-Sichtung aufgesparten 'Boschendal Brut' gemütlich auf unserer Terrasse. Zum Glück haben wir diesen gestern noch kalt gestellt ;) . Wieder einmal sind wir nach diesem Tag überwältigt aber der Schönheit des KTPs und seiner grandiosen Tierwelt...
Letzte Änderung: 29 Mai 2019 23:12 von @Zugvogel.
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