THEMA: "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP Nov. 2018
24 Mär 2019 11:07 #552057
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Tag 11 – 10. November 2018 – Abstecher nach Van Zylsrus
Upington – Van Zylsrus, Van Zylsrus Hotel

Obwohl wir heute ausschlafen könnten sind wir um sieben beide hell wach. Die Vögel pfeifen von den Dächern und die Sonne lacht vom Himmel. Der heutige Tag ist schnell erzählt, ist er in erster Linie einem weiteren Transfer von Upington nach Van Zylsrus gewidmet. Fotos sind auch nicht wahnsinnig viele entstanden.


Der Versuch eines geordneten Chaos

Nach einem leckeren Frühstück sortieren wir unsere Einkäufe und pirschen nochmals etwas durch den Garten der River Place Manor.







Leider ist es bereits ziemlich heiss und die Vögel verstecken sich mehrheitlich im Schatten. Drei Southern Red Bishop-Männchen jagen sich durchs Schilf, ein gutes Foto gelingt uns leider nicht. Die Bülbüls verhalten sich dafür kooperativer.


Maskenbülbül / African Red-eyed Bulbul


Maskenbülbül / African Red-eyed Bulbul

Später sichten wir im Oranje einen Water Monitor.


Water Monitor



Nach dem Check-out halten wir noch einen längeren Plausch mit dem Besitzer der Unterkunft und einem seiner Farmer-Freunde. Wir fragen sie nach der besten Route nach Van Zylsrus. Sie empfehlen uns die kürzere, aber ruppigere Route via Askham. Um viele Tipps und eine Notfalltelefonnummer reicher verlassen wir die River Place Manor, holen im Upington Slaghuis unser vorbestelltes Fleisch ab (vakuumiert und eingefroren) und befinden uns schon bald auf der R360 in Richtung Kgalagadi. An der Tanke in Askham senken wir unseren Reifendruck wie empfohlen auf 1.5 bar und schwatzen noch etwas mit dem freundlichen Tankwart, welcher sich über die Arbeit freut.



Die Pad (R31) nach Van Zylsrus erweist sich als deutlich weniger schlimm als überall erzählt wurde. Es gibt einige sandige Passagen, aber kaum Schlaglöcher und nur wenig Wellblech. So treffen wir bereits um vier im verschlafenen Ort ein, wo wir im Hotel sehr nett begrüsst werden und unser originelles Zimmer erhalten. Das Van Zylsrus Hotel ist ein Kunstwerk an sich und eine Oase der Ruhe. Liebevoll gestaltete Mosaike, bunte Skulpturen, farbige Wände und ein veritabler grüner Garten mit plätscherndem Brunnen und Pool laden zum Verweilen ein. Wir fühlen uns sogleich wohl und gönnen uns kalte Getränke an der Bar. Hier trifft man sich und so kommen wir schnell mit allerhand Leuten ins Gespräch. Das nette Paar aus Johannesburg berichtet begeistert von ihrem ersten KTP-Besuch, der Besitzer der Unterkunft erzählt uns allerlei Geschichten von den heissen Sommern und den kalten Wintern in der Kalahari und auch mit einigen Voluntären vom Kalahari Meerkat Project unterhalten wir uns gut. Ihnen dürfen wir morgen früh einen Besuch abstatten, worauf wir uns sehr freuen :) . Nebenbei läuft Rugby: England - Neuseeland. Die Stimmung ist im positiven Sinne aufgeheizt ;) .

Zum Abendessen gönnen wir uns leckere südafrikanische Gerichte (Bobotie für Dani und einen Game Pie für mich) zu einem unverschämt günstigen Preis von R75 pro Person. Wir sind absolut begeistert! Nach dem Begleichen der Rechnung erhalten wir noch unsere Frühstückspakete für Morgen und hauen uns früh aufs Ohr.

Schliesslich werden wir morgen früh um 5.20 Uhr bei den Erdmännchen erwartet :woohoo: . Die Vorfreude ist gross!
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27 Mär 2019 17:07 #552400
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Tag 12 – 11. November 2018 – Erdmännchen satt
Van Zylsrus – Kgalagadi Transfrontier Park, Twee Rivieren

Mit dem Besuch des Kalahari Meerkat Projects geht für uns ein grosser Traum in Erfüllung!

Das Kalahari Research Centre (KRC) (http://kalahari-meerkats.com/kmp/) wurde 1993 in der südlichen Kalahari, nahe von Van Zylsrus von einem Professor der University of Cambridge gegründet. Seither wurden dort verschiedenste (Langzeit-) Forschungsprojekte mit unterschiedlichen Säugetier- und Vogelarten durchgeführt. Das älteste und bisher grösste Projekt ist das Kalahari Meerkat Project (KMP), welches unter anderem unter der Leitung der Schweizer Professorin Marta Manser steht.

Da das Kalahari Meerkat Project jeweils nur am Sonntagmorgen besucht werden kann und dies für einmal perfekt in unsere Reiseplanung passte, wollten wir uns diesen Leckerbissen natürlich nicht entgehen lassen :woohoo: ! In freudiger Erwartung holt uns der Wecker um vier Uhr früh aus den Federn. Zuerst noch im Dunkeln und später im schönsten Morgenlicht fahren wir auf der R31 zum vereinbarten Treffpunkt mit den Projekt-Volontären.


Typische Kalahari-Morgenstimmung

Ausser uns sind noch zwei weitere Gruppen aus dem Hotel unterwegs zum Projekt-Besuch. Vor Ort werden wir jedoch jeweils einem Volontären zugeteilt und machen uns alleine auf zu 'unserer' Erdmännchen-Familie. Da wir von allen Besuchern am 'sportlichsten' aussehen werden wir auserkoren, die am weitesten entfernte der vierzehn Meerkat-Familien zu besuchen. Diese hat ihren Bau vor kurzem auf einer benachbarten Farm bezogen. Zuerst geht es mit Zoe, der englischen Voluntärin mit dem Hilux los weiter in Richtung Westen, danach sind wir ca. einen Kilometer zu Fuss unterwegs. Auch mehrere Zäune müssen überwindet werden, bis wir um sechs bei unseren Erdmännchen ankommen, welche jedoch alle noch am Schlafen sind :whistle: .

So setzen wir uns hin, plaudern mit Zoe, welche bereits seit elf Monaten im Projekt arbeitet und erfahren viele spannende Dinge über das Forschungsprojekt und die Erdmännchen an sich. Die Meerkats hier im Projekt sind wild, jedoch an Menschen gewohnt. Dies macht den Besuch dieses Projektes für Fotografen (und andere Erdmännchen-Liebhaber) so interessant. Normalerweise werden die Erdmännchen jeden Morgen, Mittag und Abend einzeln gewogen, sowie ihr Verhalten während mehrerer Stunden beobachtet und dokumentiert. Am Sonntag werden die Tiere nur morgens gewogen, weshalb an diesem Tag Besuche möglich sind.

Um halb sieben ist es soweit! Das erste Erdmännchen streckt noch etwas verschlafen seinen Kopf aus dem Bau. Bald folgen ihm die weiteren fünf Familienmitglieder.





Eigentlich bestünde unsere Meerkat-Familie aus sieben Tieren (fünf Erwachsene und zwei bereits etwas ältere Jungtiere), wobei eines der Männchen seit einigen Tagen verschwunden ist. Das dominante Weibchen ist zudem hochschwanger. Die Forscher hoffen immer noch, dass sich die Familie vor der Geburt wieder einen Bau etwas näher beim Forschungszentrum sucht :whistle: . Denn in diesem Bau werden sie danach für die ersten Wochen verweilen.

Für die Tiere beginnt der Tag mit dem aufwachen und aufwärmen in der Morgensonne in der Nähe ihres Baus.





Zoe macht sich an die Arbeit und versucht die Tiere mit Wasser oder gekochtem Ei auf ihre Waage zu locken.


Handy-Foto - sorry für die Qualität



Wir hingegen dürfen uns frei zwischen den Erdmännchen bewegen, welche überhaupt nicht scheu sind und uns neugierig beobachten. Es ist einzig verboten, die Tiere anzufassen. Daran halten wir uns selbstverständlich.








Handy-Foto

Ein Teleobjektiv wird nicht gebraucht, sondern wäre eher hinderlich. So nah sind wir den süssen Rackern.









Wir geniessen dieses Zusammentreffen in vollen Zügen. Was für ein Privileg! Nach ungefähr einer Stunde entfernen sich die Erdmännchen auf der Suche nach Nahrung mehr uns mehr von ihrem Bau. Wir lassen sie ziehen und verabschieden uns schweren Herzens von ihnen. Quer übers Farmgelände gelangen wir zurück zum Fahrzeug. Wie toll war denn das! :woohoo:


Abschiedsfoto



Wir bedanken uns bei Zoe mit einer Tafel Schokolade (solche Luxusartikel bekomme sie hier in der Wüste selten) und fahren los in Richtung Askham. Unterwegs halten wir für ein Schildkrötenpaar, welches wir sicher über die Pad eskortieren





und geniessen später im Schatten eines Baumes Teile unserer Frühstückspakete. Für Mittagessen ist also auch gleich gesorgt. In Askham werden wir bereits freudig vom Tankwart erwartet, füllen unsere Reifen mit mehr Luft und tanken auch gleich voll. Auf Asphaltstrasse geht es dann nach Twee Rivieren, wo wir unerwartet früh um halb elf Uhr eintreffen.

Wir sind 'zu Hause' angekommen! :)

Obwohl das Computersystem zurzeit 'down' ist können wir einen Sunset Drive buchen. Nun geht es für uns aber zuerst in den Park. Unser Chalet können wir ab 14 Uhr beziehen. Via Samevloeeing fahren wir das Auob-Flussbett hoch bis Kamfersboom und wieder zurück. Unsere ersten gesichteten Tiere sind Erdmännchen – passend zum Tag! Springböcke folgen natürlich schon bald :silly: . Es ist wahnsinnig heiss (42°C) und die Sichtungen halten sich in Grenzen. Vor allem Oryxe und Strausse prägen diesen ersten Gamedrive. Ausserdem erspähen wir kurz vor Houmed einen Fleckenuhu mit Chick. Fast alle Wasserlöcher werden von Sekretären frequentiert. Fotos gibt es erst wieder von unserem Sunset Drive, alle anderen haben Dani's Qualitätsstandarts nicht Stand gehalten :silly: .

Den Nachmittag verbringen wir in unserem grosszügigen Chalet (No. 27), schlafen zwei Stunden und gönnen uns ein leckeres Eis sowie später ein Bad im Pool. Wie schön ist es, wieder hier in der Kgalagadi zu sein! B)

Um halb sieben geht unser Sunset Drive los. Wir sind die einzigen Gäste. Dies erstaunt und freut uns sehr. Es folgt ein Feuerwerk an nachtaktiven Tieren. Das hatten wir uns nicht im Traum erhofft. Den Start macht eine Southern White-faced Owl, einer Erstsichtung für uns B) .


Weissgesichts-Ohreule / Southern White-faced Owl

Die Sichtungen folgen Schlag auf Schlag: mehrere Fleckenuhus, Schleiereulen, Kaptriele (wir wussten nicht, dass die vor allem nachtaktiv sind), ein Stachelschwein (weit weg, aber endlich mal ein Stachelschwein :woohoo: ), Spring Hares und Scrub Hares.


Schleiereule / Western Barn Owl

An unserem nördlichsten Punkt, dem Leeudril Wasserloch schleicht ein Genet um den Wassertank während wir unter einem Baumstamm eine Kapfuchsfamilie beim herumturnen beobachten können. Auf dem Rückweg treffen wir auf eine nicht sehr scheue African Wildcat sowie einige Löffelhunde.


African Wild Cat

Zum Abschluss zeigt uns die Rangerin auf der Strasse zwischen Samevloeeing und Twee Rivieren einen frischen Aardvark-Bau mit Spuren der letzten Nacht. Bisher habe sie in der Kalahari noch nie ein Aardvark gesichtet. Auch hier treffen wir den Verursacher der Spuren leider nicht an. Wie gerne würden wir unsere Kamerafalle hier platzieren ;) .

Kur vor Twee Rivieren treffen wir noch auf zwei Geparden, welche lange der Strasse entlang im Flussbett gehen. Viel besser hätte dieser Sunset Drive nicht sein können. Wir sind begeistert und überglücklich wieder in der Kgalagadi zu sein!

Mal schauen, was der morgige Tag so bringt. Getreu nach dem Motto 'Breakfast with Lions'…
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03 Apr 2019 20:40 #553028
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Tag 13 – 12. November 2018 – Ein vielversprechender Start
Kgalagadi Transfrontier Park, Twee Rivieren – Nossob Rest Camp

Nach einer moskitogeplagten Nacht heisst es (wie jeden Tag die nächsten zwei Wochen) um fünf Uhr aufstehen :evil: . Schnell haben wir alles gepackt, räumen unser geräumiges Chalet und holen unseren Laufzettel am Exit-Gate. Bevor wir zum Tor raus sind verzeichnen wir bereits die erste Sichtung. Eine Verreaux Eagle-Owl sitzt auf einem Baum und blickt auf uns runter.




Verreaux Eagle-Owl / Milchuhu oder auch Blassuhu und weil der lateinische Name so schön ist: Bubo lacteus :kiss:

Da wir noch im Camp sind dürfen wir das Auto verlassen und können uns den hübschen Uhu aus nächster Nähe angucken. Bereits wenige hundert Meter weiter folgt das nächste Highlight. Ein Cheetah liegt am Twee Rivieren Wasserloch.



Was für ein Start in den Tag! Möglicherweise ist dies einer der beiden Geparde, welche wir gestern Abend auf dem Sunset Drive in Richtung Twee Rivieren gehen sahen. Wir verweilen lange, machen uns dann aber irgendwann auf die Weiterfahrt, weil die Katze immer mehr im Gegenlicht liegt und sie zudem keinerlei Anstalten macht, sich zu bewegen.


Frisches Aardvark-Loch inklusive frischen Spuren, aber ohne Aardvark

Es folgen die üblichen Verdächtigen, wie Schakal, Gnus, Erdmännchen und -hörnchen, über die wir uns jedoch sehr freuen…









Einen Honeybadger sehen wir von weitem, er entfernt sich jedoch in einem Höllentempo und gönnt uns leider keine Fotos. Nur den ihn begleitenden Goshawk erwischen wir bei einer kurzen Pause auf einem Baum.


juv. Weissbürzel-Singhabicht / Pale Chanting Goshawk

Kurz vor acht Uhr treffen wir am Rooiputs Wasserloch auf ein Löwenmännchen, welches im Schatten vor sich hindöst. Wir entschliessen uns zu parkieren und wollen uns ein kleines Frühstück gönnen. Schliesslich sind wir bereits seit mehr als drei Stunden wach und haben noch nichts im Bauch. Gerade als wir unsere Müsli-Schalen vorbereitet haben nähert sich aus Richtung der Campsites eine Löwenmutter mit einem etwas älteren Jungtier. Zielstrebig peilen sie das Wasserloch an.


Löwenmama, das Jungtier folgte weiter hinten

Ich frage mich noch, ob die eventuell zum Löwenmann dazu gehören oder eben nicht. Die Antwort kommt postwendend :pinch: . Aus seinem Tiefschlaf erwacht rennt der Kater zielstrebig auf die Löwenmutter zu. Die zwei scheinen sich nicht zusammen zu gehören.



Das Löwenkind, welches der Mutter mit etwas Abstand folgt erkennt den Ernst der Lage zum Glück sofort und rennt schnurstracks das Flussbett hoch. Die Löwin stellt sich dem Männchen entgegen, entscheidet sich dann aber auch zur Flucht, als sie merkt, dass das Junge davongekommen ist. Unser Müsli muss warten! :blink: Wir jagen den Löwen nach und sind fasziniert, aber auch etwas angespannt ab dieser Situation. Glücklicherweise entscheidet der Löwenmann irgendwann, dass ihm die Verfolgung bei dieser Wärme dann doch zu viel ist, kehrt um und legt sich dann unter einen Busch auf der Düne.

Das ging ja (für uns und die Löwenfamilie) nochmals gut! :woohoo: Wir sind beruhigt und beenden unser restliches Frühstück ungestört. Es geht weiter nördlich mit einigen schönen Sichtungen.




Strauss mit Hals...


...und ohne Hals ;)


Kapfuchs


Landschaft mit Oryx


Wiedehopf / African Hoopoe


Streifenliest / Striped Kingfisher

Bei Melkvlei legen wir eine längere Pause ein. Etwas südlich liegen unter einem Busch zwei Löwinnen. Sie lassen sich jedoch nicht stören und werden von uns mit dem Fernglas im Auge behalten. Es tut gut, etwas herumzugehen und die müden Glieder zu strecken. Ein Fleckenuhu mit zwei Jungvögeln hat es sich auf dem grossen Baum auf dem Picknickplatz gemütlich gemacht.


juv. Fleckenuhu / Spotted Eagle-Owl



Während der Elternvogel sowie ein Jungtier auf einem dicken Ast sitzen, hockt das zweite Jungtier auf dem Boden. Keine Ahnung, wie es dorthin kam. Flugfähig scheint es noch nicht, aber vielleicht irren wir uns auch…





Wieder sind wir hin und weg! Die Tiere sind total entspannt und besonders der Jungvogel auf dem Baum sehr neugierig, während das erwachsene Tier seine Augen kaum offen kriegt. Wie der junge Uhu so auf dem Ast rumturnt, sich mal hinlegt und dann wieder vorwitzig runterschaut wundern wir uns nicht, dass das zweite Jungtier nun auf dem Boden sitzt.





Nebenbei schnacken wir mit einem in Südafrika lebenden Holländer und einem Schweizer Paar aus Stäfa. Die Welt ist klein!




Nossob-Flussbett

Gegen elf Uhr geht’s weiter. Bei Kij Kij liegen zwei faule Löwinnen im Schatten unter einem Baum. Bei Cheleka machen es ihnen zwei Löwenmännchen gleich. Sie haben den Schatten auf dem Parkplatz für sich beansprucht und frönen dem Nichtstun.







Die Oryx würden gerne ans Wasser, trauen sich jedoch nicht so recht.


Cheleka Wasserloch


Da haben es die Vögel besser als die Oryx

Auf der Weiterfahrt ist es ruhig. Bei der Hitze ist es den Tieren nicht zu verübeln, dass sie sich zurückziehen. Dennoch treffen wir bei Kaaspersdraai auf fünf Tüpfelhyänen, welche verteilt im Schatten Mittagsruhe halten. Wir haben dasselbe vor und fahren deshalb weiter nach Nossob, wo wir unser Häuschen mit der Nr. 10B beziehen können. Es folgen ein Eis, ein kaltes Getränk sowie ein Bad im erfrischenden Pool. Und zwar in genau dieser Reihenfolge :) .

Am frühen Abend machen wir uns nochmals auf zu einem Gamedrive. Nördlich von Rooikop liegt eine Löwin mitten in einer Kurve auf der Pad.


Kalahari Roadblock


Durch nichts aus der Ruhe zu bringen

Unter anderem genau aus diesem Grunde sollte man immer langsam unterwegs sein :woohoo: . Es folgt dieser Lanner Falcon:


Lannerfalke / Lanner Falcon

Wir fahren bis Marie se Gat und stellen uns dort zusammen mit einigen anderen ans Wasserloch. Leider ist und bleibt es ruhig. Dafür halten wir einen netten Schwatz mit Roland aus Scarborough, welcher Sage und Schreibe sechs Wochen im KTP verbringt! Irgendwie sind ja schon etwas neidisch! B) Auf der Rückfahrt erleben wir einen zauberhaften Sonnenuntergang.



Dies ist einer der Gründe, wieso es uns immer wieder nach Afrika zieht. Besser gehts einfach nicht! :) Unsere Löwin von vorhin (vermuten wir) liegt nun am Rooikop Wasserloch.


Löwin bei Rooikop

Uns hat es zu viele Autos und zu wenig Licht. So entschliessen wir uns zur frühzeitigen Rückfahrt ins Camp. Und wir werden belohnt! Gleich ums Eck streift diese Brownie über die Strasse und will zum Wasserloch. Wir sind die Einzigen, die sie bemerken. Sobald die Hyäne jedoch die Löwin am Wasserloch wittert kehrt sie um.



Leider entsteht nur noch ein Beweisbild. Die Brownie scheint in letzter Zeit arg was durchgemacht zu haben. Immer wieder erstaunlich, wie diese Tiere solche üblen Verletzungen wegstecken, die sind wirklich zäh. So schnell sie aufgetaucht ist, verschwindet sie wieder im Feld. Voller Eindrücke und mehr als zufrieden treffen wir zurück in Nossob ein, holen unsere vorbestellten Roosterkoek im Shop ab (R5 pro Stück), tanken und entzünden sogleich ein schönes Feuerchen.





Das Abendessen schmeckt fantastisch. Der Night Drive, welcher wir vorreserviert hatten findet leider nicht statt. Wir warten vergebens vor der Reception. Man hat uns wohl vergessen :dry: . Irgendwie können wir Sanparks nach so einem Tag nicht böse sein. 'This is Africa'. So setzen wir uns noch kurz mit einem Gin Tonic in den Hide am Wasserloch. Ausser einigen Schleidereulen und Springböcken ist es jedoch ruhig. Der Tag war auch so mehr als toll!
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05 Apr 2019 18:58 #553237
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Tag 14 – 13. November 2018 – Union's End Magic
Kgalagadi Transfrontier Park, Nossob – Grootkolk Wilderness Camp

Pünktlich zum Sonnenaufgang verlassen wir Nossob in nördliche Richtung. Beim Pigmy Falcon Nest am Abzweiger in die Mabua-Region herrscht tote Hose. Dafür stolziert eine Riesentrappe im schönsten Licht durchs Flussbett.


Riesentrappe / Kori Bustard


Brant's Whistling Rat

Bei Cubitje Quap machen zwei Schakale halbherzige Jagdversuche auf die Kapturteltauben. Wir bleiben lange stehen und beobachten das Geschehen. Die Schakale liegen mehrheitlich faul im Schatten. Nur hin und wieder sprinten sie los in Richtung Wasserloch. Später gesellen sich Sandgrouses und Namaqua Doves dazu, sowie ein Habicht, welcher es auf die Blutschnabelweber abgesehen hat.


Cape Turtle Doves / Kapturteltauben


Blutschnabelweber / Red-billed Queleas




Vogelversammlung: Kapturteltauben, Blutschnabelweber sowie ein Gelbbauchgirlitz


Kapturteltauben sowie ein Kaptäubchen / Namaqua Dove




Garbarhabicht im Kleidwechsel? / Garbar Goshawk

Auch er ist in diesen frühen Morgenstunden nicht erfolgreich. Weiter geht's. Die Pad wird während diesen zwei Wochen im KTP sehr regelmässig begradigt. Über übermässig Wellblech können wir uns definitiv nicht beklagen :) .




Ground Agama

Bei Kang liegen fünf Löwendamen im Schatten. Leider haben zwei Autos so parkiert, dass sonst niemand einen Blick auf die Tiere werfen kann. Obwohl eigentlich genügend Platz für alle da wäre… :evil: Wir parkieren etwas weiter weg im Schatten und geniessen unser Frühstück – mit Löwen :laugh: !

Weil es im Oktober in der Nossobregion (und auf der Botswana-Seite) kurzzeitig etwas geregnet hat, zeigen sich entlang des Flussbetts immer wieder diese tollen Blüten.


Lindneria clavata


Female Ground Agama


Lannerfalke bei Kousant / Lanner Falcon

Am Polentswa Wasserloch liegen zwei Mähnenlöwen im Schatten eines Baumes. Eine Herde Gnus wartet in der Ferne sehnsüchtig aufs Wasser. Hin und wieder erhebt sich einer der beiden Löwen und stillt seinen Durst am Wasserloch. Die Gnus werden noch lange warten müssen…


Polentswa WH



Besser haben es da die Sekretäre, welche elegant in der Nähe des Wasserlochs landen, sich einige Schlucke genehmigen und dann sogleich wieder davonfliegen. Langsam wird es immer heisser, wahrscheinlich liegt die Temperatur bereits wieder um die 40°C. So erstaunt es uns nicht, bei Lijersdraai zwei badende bzw. schlafende Tüpfelhyänen anzutreffen.


Lijersdraai WH



Später werden die Plätze getauscht :huh: .





Weit und breit ist kein anderes Tier zu sehen. Das Kannaguas Wasserloch beschert uns dann noch eine wunderbare Gaukler-Sichtung. Neben den Gauklern haben Ohren- und Weissrückengeier das Wasserloch in Beschlag genommen.


Juv. Gaukler / Bateleur



Kurz nach vierzehn Uhr treffen wir in Grootkolk ein. Für uns ist es das erste Mal, dass wir dieses hochgelobte Wilderness Camp ergattern konnten und wir sind sehr gespannt, wie es uns gefallen wird. Der gute Blick aufs Wasserloch verspricht schon mal einiges B) . In der Mittagshitze ist es jedoch ruhig. Ein Schwarzbrust-Schlangenadler gönnt sich ein Bad, während ein schöner Kudubulle sich nur zögerlich nähert. Nachdem wir das Chalet eingeräumt haben gönnen wir uns ein kleines Nickerchen.

Um fünf geht es nochmals los, in für uns bisher unbekanntes Terrain. Wir wollen Union's End ansteuern und uns die Gegend dort mal angucken. Sichtungstechnisch ist es sehr ruhig, dafür gefällt uns die Landschaft und die Ruhe hier im hohen Norden umso mehr.






Weissbürzel-Singhabicht / Southern Pale-chanting Goshawk

Kurz vor achzehn Uhr folgt ein fulminanter Tagesabschluss, der nicht besser hätte sein können! :woohoo:







Eine Löwenfamilie, bestehend aus Papa, zwei Löwinnen und einem verspielten Jungtier hat es sich am Union's End Wasserloch gemütlich gemacht. Erst liegen sie faul im Sand. Später kommt immer mehr Bewegung in die Truppe. Auf der anderen Seite folgt dieser bombastische Sonnenuntergang! :woohoo:


Union's End WH



…und wir wissen teilweise gar nicht, wo wir hinschauen sollen.









Leider zwingt uns die Uhr irgendwann zur Umkehr. Noch ein paar letzte Fotos...







...ob wir sie Morgen nochmals zu Gesicht bekommen?





Bis ganz nach Union's End haben wir es heute nicht geschafft :silly: . Dies werden wir Morgen selbstverständlich nachholen. Auf die Minute pünktlich sind wir um halb acht zurück in Grootkolk. Schnell ein Feuer entfachen und zarte Schweinssteaks vom Upington Slaghuis auf den Grill hauen. Lecker!

Nach dem Essen besucht uns eine süsse Ginsterkatze, sowie ein Nashornkäfer, welcher sich prompt in meinen Locken verfängt. Zum Glück befreit ihn Dani und er zeigt sich danach geduldig (oder schockiert) für ein Foto.







Noch lange sitzen wir am Wasserloch, welches regen Besuch erhält. Eine Herde Oryx, mehrere Schleiereulen und Nightjars, zwei Schakale und dann kommt auch noch Löwenbesuch. Ein imposantes Männchen stattet dem Wasserloch um halb zehn einen Besuch ab, eine halbe Stunde später nochmals und nachts noch mindestens zwei weitere Male.

Grootkolk macht seinem Ruf alle Ehre! :)
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Tag 15 – 14. November 2018 – Ende der Welt
Kgalagadi Transfrontier Park, Grootkolk Wilderness Camp

Irgendwann in der Früh werden wir durch das melodische Rufen eines Löwen geweckt. Der Kerl von gestern Abend ist immer noch in der Nähe. Um viertel vor fünf kommt er ein letztes Mal zum Wasserloch, danach haben wir ihn leider nicht mehr gesehen. Während Dani heute etwas länger liegen bleibt geniesse ich einen Kaffee mit Sicht auf das Wasserloch. Was gibt es Schöneres, als auf unserem Mäuerchen zu sitzen und der Wildnis beim Aufwachen zuzusehen! :)

Nach der Löwen-Nacht ist es an diesem milden Morgen sehr ruhig am Wasserloch. Einzig unsere Vogeltränke wird rege besucht. Wir frühstücken gemütlich und machen einige Fotos vom tollen Camp.


A happy cook


Grootkolk - Chalet Nr. 2




Grootkolk - Gemeinschaftszelt

Später entschliessen wir uns doch noch zu einem kurzen Drive. Zuerst geht’s runter nach Kannaguass. Dort ist nicht wirklich was los und so kehren wir um. Vielleicht sind die Löwen bei Union's End noch in der Gegend!? Ich nehme es vorweg, das sind sie natürlich nicht… :dry:


Gabarhabicht / Gabar Goshawk


Weissrückengeier / White-backed Vulture


Union's End


Female Ground Agama

Irgendwie fühlt man sich hier schon etwas wie am Ende der Welt. Aber ein besonders schönes Ende! Im Gästebuch entdecken wir den Eintrag unserer Freunde Jean & Gavin, welche es im September bis hier hoch geschafft haben. Die Welt ist klein! Schön, dass wir sie am Ende unserer Reise in Bonnievale treffen werden.





Ohne spektakuläre Sichtungen ruckeln wir zurück nach Grootkolk.


Secretary Bird / Sekretär


Schöne 'Puschel'


Steppenfalke / Greater Kestrel


Schwarzbrust-Schlangenadler / Black-chested Snake Eagle

Gegen Mittag sind wir zurück im Chalet und gerade als wir einen kühlen Gin Tonic geniessen, kommen unsere Camp-Nachbarinnen mit der Bitte nach einem Kompressor zu uns. Sie haben sich einen schleichenden Platten eingefangen und mussten nach dem Radwechsel feststellen, dass das Reserverad noch plätter ist. Ein weiteres Reserverad haben sie leider nicht mit dabei. Dani erweist sich als Retter in Not und hilft den zwei netten Damen, das Rad erneut zu wechseln und den Pneu mit dem schleichenden Platten aufzupumpen. Die Mittagshitze ist unerträglich :S . Wir sind alle froh, als die Arbeit in der prallen Sonne irgendwann beendet ist. So schliesst man neue Freundschaften :whistle: . Unsere zwei Nachbarinnen leihen sich unseren Kompressor bis morgen aus und werden dann nach Nossob fahren müssen, um ihre beiden Reifen reparieren zu lassen.


Am Camp-Wasserloch liefern sich ein Oryx und ein Gnu ein Duell

Wir geniessen ein spätes kleines Mittagessen und hauen uns dann zwei Stunden aufs Ohr. Um halb fünf machen wir uns erneut auf nach Union's End. Der Gamedrive bietet sich an, weil die Chalets nun mehr und mehr an der Sonne stehen. Es ist immer noch richtig heiss! Den Tieren geht es ganz gleich wie uns und so halten sich die Sichtungen auch an diesem Nachmittag in Grenzen: einige Springböcke, Gnus und Oryx im Schatten, mehrere Schlangenadler und 'frische' Löwenspuren, aber kein Verursacher.




Union's End

Union's End steht auch am Abend verlassen da. Der Sonnenuntergang ist wieder mal gewaltig! Kurz vor unserer Rückkehr ins Camp sehen wir einen Bat-eared Fox auf Insektensuche. Es ist bereits recht dunkel...









Wir werfen den Grill an und bekommen während dem Kochen Besuch von einer Braunen Hyäne am Wasserloch :woohoo: .


Exquisite Rindsspiesse vom Upington Slaghuis


Wohlverdiente Entschädigung fürs Reifenwechseln :laugh:

Pünktlich zum Abendessen folgt ein Mähnenlöwe und trinkt lange. Sein regelmässiges 'Schlürfen' begleitet unser gesamtes Abendessen.


Grootkolk WH

Später gesellen sich einige Schakale dazu. Und noch ist der Reigen am Wasserloch nicht beendet. Um halb zehn taucht ein ausgewachsener Caracal für kurze Zeit am Wasserloch auf :woohoo: . Leider hat der Camp Attendant kurz vorher das Licht bereits ausgeschaltet :S . Im Schein der Taschenlampen gelingt uns kein ansehnliches Foto. Wie schade! Kurz später jagt mir eine Walzenspinne einen gehörigen Schreck ein, weil ich sie im Dunkeln erst für einen Gecko halte :evil: . Denn niedliche Geckos gibt hier viele… Teilweise müssen wir aufpassen, dass wir nicht auf sie treten beim kochen und abwaschen.


Bibron's Gecko

Langweilig wirds hier nie! Mehr und mehr verstehen wir, warum gerade Grootkolk so beliebt ist bei den KTP-Besuchern...

Gerade als wir ins Bett gehen wollen erscheinen drei Löwendamen am Wasserloch. Später gesellt sich der Mähnenlöwe von vorhin dazu, beziehungsweise wartet in der Nähe. Es kommt zu einem ziemlich lauten Streit vor Chalet Nr. 4. Irgendwann wird es dann doch ruhig. Um elf liegen wir endlich in unseren Betten und sind gespannt, was uns Morgen erwarten wird…
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Tag 16 – 15. November 2018 – Spektakuläres Gharagab
Kgalagadi Transfrontier Park, Grootkolk - Gharagab Wilderness Camp

Der Wecker klingelt um halb sechs. Heute müssen wir diesen schönen Fleck Erde leider bereits wieder verlassen. So geniessen wir erst mal den Sonnenaufgang hinter den Chalets sowie die Vögel beim Frühschoppen.


'Little Grootkolk Waterhole'

Pünktlich zum Frühstück um sieben tauchen zwei sehr durstige junge Löwenmännchen am Wasserloch auf und leisten uns für die nächste Stunde oder so Gesellschaft.






Gelbbauchgirlitz / Yellow Canary

Neben den beiden Löwen schwirren auch jede Menge hübsche Vögel durch die Luft.


Kapsperling, Rotkopfamadine, Siedelweber


Rotkopfamadine / Red-headed Finch






Kapsperlinge / Cape Sparrows


Siedelweber / Sociable Weavers



Rums sind wieder zwei Stunden vergangen :whistle: . So langsam müssen wir unsere sieben Sachen zusammen sammeln. Um viertel vor zehn verabschieden wir uns von Isaac und fahren los in Richtung Gharagab. Auch dies eine Übernachtungs-Premiere für uns! Passend zu gestern sind auch heute Morgen nur wenige Tiere unterwegs hier im Norden. Die Landschaft entschädigt das Sichtungspech jedoch allemal. Neben einem jungen Kampfadler treffen wir nach Geinab auch auf eine gemischte Gruppe Erdmännchen und Erdhörnchen. Sie wusseln umher und sind im Gegenlicht schwer zu fotografieren.

Am Union's End Wasserloch treffen wir auf eine Gruppe Field Ranger, die dabei sind das Windrad zu reparieren, welches nun wieder rund läuft. Mit viel Geduld (und Zeit) gelingen uns einige tolle Fotos von Schwalbenschwanzspinten bei der Fütterung der Jungvögel.


Schwalbenschwanzspint / Swallow-tailed Bee-eater











Immer wieder erstaunlich, wie erfolgreich die Bee-eater bei der Insektenjagd sind. Im Minutentakt werden von den Eltern diverse Köstlichkeiten angeliefert. Es scheint, die Jungvögel werden niemals satt...

Durch wunderschöne Dünenlandschaften geht es dann sehr gemütlich in Richtung Gharagab. Es ist wahnsinnig friedlich und ruhig hier.


Pad nach Gharagab



Die Strecke ist ohne Schwierigkeiten zu befahren. Den 4x4 brauchen wir trotz aufgewärmtem Sand definitiv nicht auf der Hinfahrt.





Neben Springböcken und Oryx sehen wir auch unseren ersten Northern Black Korhaan. Der hat ja Allüren :huh: .






Empfangskomitee

Auf die Minute genau um vierzehn Uhr treffen wir in Gharagab ein und werden sehr nett von Erik begrüsst. Unser zugeteiltes Häuschen Nr. 4 liegt ganz am Rande des Camps, was uns sehr freut und sich später als goldrichtig herausstellt. Wir räumen ein, schlafen eine Runde und machen es uns dann mit einem spannenden Buch auf der tollen Veranda bequem.





Der Blick auf das etwas weiter unten liegende Wasserloch und die weite Landschaft ist fantastisch. Hier haben wir das Paradies gefunden!







Im zauberhaften Abendlicht erleben wir dann wieder einmal einen magischen Kalahari-Moment: eine Brownie taucht am Wasserloch auf :woohoo: .









Wie haben wir das nur verdient? :silly: Irgendwann macht sie sich auf die Socken und spaziert die Düne hoch direkt auf unser Chalet zu.











Als sie nur noch wenige Meter entfernt ist überlegt sie es sich doch wieder anders. Und trabt nochmals runter zum Wasser. So ein abendliches Bad hat schon was B) . Wir geniessen und fotografieren wie verrückt.





Nun macht sie sich definitiv auf die Socken und schlendert dabei nochmals schön an unserer Veranda vorbei. Sensationell!







Neben unserer allerersten Brownie-Sichtung 2015 an der Lesholoago Pan (ebenfalls im Abendlicht) ist das mit Abstand die beste Sichtung, welche wir bisher von dieser Hyänenart hatten. Wir könnten nicht glücklicher sein! :)



Bei einem kühlen Savanna lassen wir den Abend ausklingen. Zum Sonnenuntergang spazieren wir noch zum Viewing Deck und lauschen dem beginnenden Konzert der Barking Gekos.


Gharagab Sunset





Leckere Hamburger und Sweet Potatoes vom Grill runden diesen rundum wunderbaren Tag ab. Wir enden mit dem üblichen Procedere. Geschirr wegräumen, abwaschen, lesen und den nächtlichen Kalahari-Geräuschen lauschen; gute Nacht.
Letzte Änderung: 19 Apr 2019 00:47 von @Zugvogel.
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