THEMA: Winter in der Karoo -Frühling am Kap - Herbst 2018
01 Dez 2018 23:15 #541135
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Bevor es für uns nächste Woche erneut in den Süden geht, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um einen "kleinen" Bericht unserer letzten Reise nach Südafrika zu starten... ;) Die Wettervorhersage für die nächsten Tage sagt viel Regen voraus und so hoffe ich, dass ich das ein oder andere Kapitel noch vor dem Abflug schaffe und ihn nach dem Urlaub zu Ende bringe. "Druck aufbauen..." nennt man das wohl - ich weiß nämlich aktuell nicht, wie hoch meine Motivation ansonsten sein wird, von zwei Reisen zu berichten... :laugh: :whistle:

Aufgrund einiger "Umstände", bot sich im Frühsommer die Gelegenheit, eine weitere Reise nach Südafrika zu planen. Da der Rückreisetermin aufgrund unserer Namibia Buchung feststand, planten wir (für unsere Verhältnisse) spontan eine Route, die sowohl neue, als auch wohlbekannte Ziele der "Mütter-Tour" aus 2017 beinhaltete. Von daher werden im Laufe der Reise einige Wiederholungen - wenn auch unter völlig anderen Umständen - auftauchen... :pinch:

Unsere Route im Detail:
Mi, 29.08.2018 Abflug FRA-CPT mit Ethiopian Airlines
Do, 30.08.2018 Kapstadt - Wild Olive Guesthouse
Fr, 31.08.2018 Jacobs Bay - De Ware Jacob
Sa, 01.09.2018 " "
So, 02.09.2018 " "
Mo, 03.09.2018 " "
Di, 04.09.2018 Laingsburg - Snyderskloof Cottage
Mi, 05.09.2018 " "
Do, 06.09.2018 Beaufort West - Karoo NP Cottage
Fr, 07.09.2018 " "
Sa, 08.09.2018 " "
So, 09.09.2018 Cradock - Mountain Zebra NP Cottage
Mo, 10.09.2018 " "
Di, 11.09.2018 Addo - Addo Elephant NP Tent
Mi, 12.09.2018 " "
Do, 13.09.2018 Wilderness - Wilderness Beach Villa
Fr, 14.09.2018 " "
Sa, 15.09.2018 Stanford - White Water Farm
So, 16.09.2018 " "
Mo, 17.09.2018 " "
Di, 18.09.2018 Abflug Markus CPT-FRA mit Ethiopian Airlines
...
Do, 22.11.2018 Abflug Nadja CPT-FRA mit Ethiopian Airlines

Unterwegs waren wir erstmals mit einem Ford Ecosport, dies war der Tatsache geschuldet, dass die Mietwagenpreise aufgrund des Randkurses kurz vor Abreise enorm gesunken sind und der Aufpreis nun nur wenige Euros betrug.

Nach dem langen Sommer, steht auch hier so langsam der Winter in den Startlöchern, aber vielleicht hat ja trotzdem der ein oder andere Lust, uns auf unserer Tour "Winter in der Karoo -Frühling am Kap - Herbst 2018" zu begleiten.

Ein kleiner Vorgeschmack...



Viele liebe Grüße,
Nadja

PS: Die Sonne ist aktiviert (wenn das nur immer so einfach wäre... :whistle: )
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02 Dez 2018 00:33 #541143
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29.08. - 30.08. Abflug und Ankunft in Kapstadt

Obwohl (oder vielleicht auch weil) ich dieses Mal am Abflugtag frei habe, gestaltet sich der letzte Tag als äußert stressig... Taschen nochmal umpacken, putzen, Zahnarzt stehen auf dem Programm und so bin ich froh, als wir (Markus und ich) uns frisch geduscht um viertel vor fünf, mit je zwei Reisetaschen und Rucksack beladen, bei Nieselregen und schwülen 27 Grad auf den Weg zur nahe gelegenen S-Bahn Station machen. Der Fahrstuhl zum Gleis funktioniert (wie so oft) nicht und die Rolltreppe läuft in die entgegengesetzte Richtung... Also schleppen wir unser Gepäck hinunter und schwitzen bereits wieder, als wir endlich die Bahn in Richtung Hauptbahnhof besteigen. Der ICE nach Frankfurt läuft jedoch pünktlich ein und nachdem wir freie Sitzplätze gefunden und unser Gepäck verstaut haben, harren wir der Dinge, die da kommen... Die kommen schon bald in Form einer Durchsage, da es eine Bombenentschärfung in Köln gibt und noch niemand ahnt, welche Auswirkungen dies auf den Zugverkehr haben wird. :pinch: Nach etlichen verwirrenden Durchsagen wird bald klar, dass der Zug einen Umweg nach Siegburg fahren und Köln komplett ausgespart wird. Nun gut, uns soll's recht sein - so lange wir irgendwie rechtzeitig am Frankfurter Flughafen ankommen... :evil: Mit 25 Minuten Verspätung treffen wir in Siegburg ein: geschafft! Doch bei der nächsten Durchsage vermuten wir, dass irgendwo eine versteckte Kamera im Einsatz ist?! Es steht ein Zugführerwechsel an, doch der neue Zugführer steht leider im Stau auf der Autobahn. :blink: Und so warten wir, und warten...

Wie auch immer, als es weitergeht holt er alles auf, was geht und wir erreichen Frankfurt schließlich mit nur 19 Minuten Verspätung!



Das übliche Prozedere verläuft reibungslos. Schon bald sind wir unsere Reisetaschen los und nachdem wir uns telefonisch nochmal von der Familie verabschiedet haben, sitzen wir auch schon im Flieger.



Dort sitzen wir allerdings etwas länger, da es erst 40 Minuten nach der geplanten Abflugszeit einen freien Slot für die Maschine gibt. Aber wir können uns nicht beklagen, da wir die Reihe 32, mit mehr Beinfreiheit, ergattern konnten und der Platz neben mir frei bleibt! ;) Der erste Flug mit Ethiopian Airlines verläuft somit mehr als angenehm, das Personal ist freundlich, der Service prima und das vorbestellte vegetarische Menü schmeckt sogar ziemlich gut.

Um 6.20h landen wir in Addis Abeba und werden durch einen kurzen Bustransfer direkt zum richtigen Gate gebracht und müssen noch nicht einmal mehr durch die Sicherheitskontrolle. Auch wenn es quirlig zugeht, haben wir uns im Vorfeld aufgrund diverser Berichte) den Zwischenstopp hier wesentlich chaotischer vorgestellt... :P Wir finden Sitzplätze und es gibt sogar freies WLAN, so dass die ohnehin kurze Wartezeit von nicht mal 2 Stunden rasend schnell rum geht.



Pünktlich geht's mit dem Dreamliner weiter nach Kapstadt und auch die "normalen" Plätze in Reihe 14 bieten relativ viel Beinfreiheit im Vergleich zu anderen Airlines. Lediglich mein rechter Sitznachbar nervt mich ziemlich, da er während der 6 Stunden Unmengen von Getränken ordert (das Bordpersonal dachte bei der ersten Bestellung, er bestellt für uns mit...) und keine zwei Minuten ruhig sitzen bleibt. Nach der Landung packt er sich tatsächlich zwei Flaschen Rotwein und zwei Dosen Bier ein, seinen Konsum während des Fluges habe ich irgendwann nicht mehr verfolgt, da ich einfach schlafen wollte... :angry:



Irgendwann ist jedoch auch dieser Flug vorbei und im Landeanflug erkennen wir Schnee auf einzelnen Bergen... Wie bitte, Schnee??? Das kann doch nicht wahr sein... :dry:



Um viertel vor zwei landen wir in Kapstadt und hier läuft alles wie am Schnürchen... Schnell sind wir durch die Immigration durch und alle Reisetaschen drehen schon bald auf dem Gepäckband ihre Runden! Das war eine unserer größten Sorgen im Vorfeld, die knappe Umsteigezeit in Addis Abeba und ob auch wirklich alle vier Reisetaschen ihren Weg im ersten Anlauf finden würden. :unsure: Aber auch hier können wir nur sagen: topp! Zügig machen wir uns auf den Weg zum Hertz Schalter, nehmen die Schlüssel in Empfang und rollen um viertel vor drei mit unserem Ford vom Parkplatz. :) Endlich sind wir wieder hier!!! :woohoo: :woohoo: :woohoo:
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02 Dez 2018 15:20 #541188
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30.08.2018 - Wild Olive Guesthouse, Kapstadt

Kapstadt begrüßt uns mit blauem Himmel und angenehmen 23 Grad. Und so genießen wir den relativ kurzen Weg bis zu unserem Guesthouse und freuen uns einfach, wieder hier zu sein!



Wir haben uns zum einen für das Wild Olive Guesthouse entschieden, da Markus dort bereits im Vorjahr übernachtet und gute Erfahrungen gemacht hat. Der ausschlaggebende Punkt war jedoch, dass wir bereits Wochen vorher für den Abend im "Mzansi" reserviert haben und das Wild Olive nicht allzu weit entfernt davon liegt. Auf dem Weg zum Guesthouse machen wir also direkt einen kurzen Abstecher ins Township Langa, um den Weg und die Lage vor Ort zu checken. B)



Da Markus sich im Vorfeld bereits intensiv mit der Strecke beschäftigt hat, finden wir das Restaurant auf Anhieb, so dass wir beruhigt die letzten Kilometer zum Guesthouse in Angriff nehmen können.

Im Wild Olive Guesthouse werden wir freundlich von Maike begrüßt und auf unser Zimmer Nr. 02 geleitet. Dies liegt im ersten Stock und ist großzügig geschnitten, so dass wir unserer zahlreiches Gepäck ohne Probleme unterbringen... ;) Laut ihrer Aussage ist es der erste schöne Tag mit Sonnenschein seit Wochen. Prima, das freut uns - so kann es bleiben! :)





Wir fragen Maike nach ihrer Meinung und sie ist absolut nicht davon angetan, dass wir abends allein nach Langa fahren wollen und rät uns dringend davon ab. :dry: Mmh, jetzt sind wir so gut "vorbereitet" und dann das?! Wir lassen das Ganze erstmal sacken und fahren in ein nahe gelegenes Einkaufscenter, um Wasser, ein paar Snacks für die Fahrt sowie eine neue SIM-Karte zu kaufen. Danach gehen wir doch auf Maike's Vorschlag ein und buchen den Shuttleservice, den sie uns empfohlen hat. Nach dem langen Flug, kann es schließlich nicht schaden, sich am Abend fahren zu lassen...

Zur vereinbarten Zeit werden wir also von Lizo "Mc" Mgobozi abgeholt. MC ist ein äußert lustiger und aufgeschlossener Geselle, der als Guide auch Townshiptouren anbietet. Die Fahrt zum Restaurant gestaltet sich also als kurzweilig und interessant. Interessant bleibt es auch, als wir bei Mzansi vorfahren... :huh: Alles ist nämlich stockdunkel und liegt verlassen da... :unsure: MC begleitet uns hinein und wir werden von Mama Mzansi empfangen. Anscheinend hat kurzfristig eine große Gruppe abgesagt und somit wären nur 3 Personen (uns eingeschlossen) übrig für den Abend, was zur Folge hat, dass sie alles abgesagt hat... Markus hat jedoch keine Mail erhalten und entsprechend enttäuscht sind wir! :( Ihr Angebot, uns etwas zu essen zu machen, lehnen wir jedoch ab - alleine wollen wir nicht im Restaurant sitzen, denn schließlich hatten wir uns wochenlang auf ordentlich Aktion und Gesang etc. hier gefreut. Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns von MC wieder zurück zur Unterkunft fahren zu lassen.

Er kann nichts dafür und somit zahlen wir ihm den vereinbarten Betrag von R300 für den Shuttle - für ihn leicht verdientes Geld, da er ja nun nicht nochmal los muss... Wir hingegen müssen nochmal los, denn wir haben Hunger und somit machen wir uns, nach Rücksprache mit unseren Gastgebern, auf den Weg zum nahe gelegenen "Forries". Ein gut besuchter und lauter Pub bzw. Restaurant. Wir entscheiden uns jeweils für Rumpsteaks (in unterschiedlichen Variationen), die wirklich gut sind. Grandios sind jedoch die Calamari Tubes, die wir zur Vorspeise bestellen! Ein Gedicht... :P Aufgrund von fehlendem Kleingeld freut sich zu guter Letzt auch der Parkwächter über einen ordentlichen Tipp, bevor wir um 22.00h müde ins Bett fallen. Über die vorhandenen Heizdecken freuen wir uns sehr - nachdem die Sonne untergegangen ist, ist es nämlich empfindlich kalt geworden... ;)

gefahrene Kilometer: 28
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02 Dez 2018 15:55 #541192
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31.08.2018 - Fahrt nach Jacobs Bay

Nachdem wir tief und fest geschlafen haben, werden wir um sieben wach und machen uns erstmal einen Tee bzw. Kaffee, denn es ist kühl im Zimmer und ein Blick nach draußen lässt erahnen, dass es auch dort kühl sein wird... :dry: Es regnet!

Eine kurze, heiße Dusche weckt jedoch die Lebensgeister und so sitzen wir um kurz nach acht in dem netten Frühstücksraum und lassen es uns schmecken.





Gut gestärkt packen wir alles zusammen und versuchen, unseren Ford sinnvoll zu beladen. Da der Kofferraum relativ klein ist, entschließen wir uns dazu, die Sitze umzuklappen, damit die vier Reisetaschen Platz finden. Der Foto- sowie der normale Rucksack kommen davor, so dass wir von vorne Zugriff haben. Normalerweise bevorzugen wir es, wenn das Gepäck "unsichtbar" im Kofferraum liegt - doch bei dem Ecosport ist eher das Gegenteil der Fall - alles liegt schön sichtbar auf einer Ebene... :pinch:

Wir begleichen unsere Rechnung und rauschen bei 15 Grad, Wolken und Nieselregen um kurz vor zehn vom Hof. Unser Weg führt uns nach Norden, an die Westcoast - totales Neuland für uns, aber aufgrund der Reisezeit hoffen wir, auf das ein oder andere Wildblümchen zu treffen... :whistle:



Toll, während Deutschland schwitzt, fahren wir hier durch den Regen... :ohmy: Entsprechend trübe sind auch die Bilder...











Auf dem Weg zur Westcoast darf ein Fotostopp am Bloubergstrand natürlich nicht fehlen!!!





Den Table Mountain kann man noch nicht mal erahnen...





... okay, müssen wir halt nochmal wiederkommen! ;) Wir lassen uns die Freude nicht nehmen und inspizieren den Strand. Viel los ist ohnehin nicht bei dem Wetter und ich wage mich vor bis zum Wasser.



Ein paar Kilometer weiter halten wir erneut und beobachten Wasser- sowie Zugvögel.











Ein Black Oystercatcher Paar watschelt auf der Suche nach Fressbarem über den Strand und wir beobachten diese hübschen Vögel eine ganze Zeit lang.





Einige wenige Unerschrockene wagen sich bei diesen Temperaturen sogar ins Wasser! :blink:



Und auch die allgegenwärtigen Möwen müssen auf's Bild gebannt werden...



Wir folgen der R27 weiter nach Norden und so langsam lockert sich die Wolkendecke und es wird heller. :)



Auf dem Weg passieren wir eine riesige Power Station, die nicht so ganz ins Landschaftsbild passt. :unsure: Aber gut, irgendwo muss der Strom für all die Menschen ja herkommen...





Da wir gut in der Zeit sind, entschließen wir uns für einen Abstecher nach Yzerfontein und es ist unglaublich, mit jedem Kilometer in Richtung Meer wird es sonniger... Rechts und links entdecken wir Blumenansammlungen auf den Weiden und Wiesen und als wir diesen abseits gelegenen Ort erreichen, werden wir entsprechend begrüßt.





Wir fahren hinunter bis zum Hafen und machen ein paar Bilder. Allein aufgrund einzelner Sonnenstrahlen und etwas blauem Himmel, steigt unsere Laune und wir finden es hier ganz wunderbar... :laugh:







"Unser" Ford Ecosport







Wir entdecken die ersten Dassies des Urlaubes und ich lasse es mir nicht nehmen, einen der beiden alten "Lime Kilns" (Kalkofen) genauer zu inspizieren. Diese wurden mit Muschelschalen und Brennholz betrieben und gelten seit 1980 als National Monumente.









Mit ein paar letzten Impressionen verabschieden wir uns von diesem kleinen Ort, der uns irgendwie gut gefallen hat und setzen unsere Fahrt fort...











Da der Wildcoast NP quasi auf dem Weg liegt, möchte Markus die Gelegenheit nutzen, an der Rezeption nochmal bezüglich des "Steenbok-Trails" nachzufragen. Nur während der Wildblumenblüte kann man im August und September 1- oder 2-Tageswanderungen durch die Postberg Sektion des Nationalparks unternehmen. Das Manko ist, dass bei dem Steenbok Trail nur 20 Personen am Tag zugelassen sind und alle Plätze während unseres 4-tägigen Aufenthaltes in dieser Region bereits vor Monaten ausgebucht waren. Markus hatte diesbezüglich diverse Telefonate geführt und Mails geschrieben, doch es gab keine Chance. Nun hatte er die stille Hoffnung, dass vielleicht jemand abgesagt hatte?!?!

Somit fuhren wir gegen Mittag am südlichen Ende (West Coast Gate) in den Park, den wir bisher noch nie besucht hatten.



Immer wieder lässt sich die Sonne zwischen den Wolkenbergen blicken und wir freuen uns über erste Blumensichtungen nahe der Information/Restaurant... Wie schön! :)







An der Rezeption angekommen, werden wir von der freundlichen Dame aufgeklärt, dass niemand abgesagt hat. :( Schade!!!! Am Montag gebe es jedoch noch einen freien Platz, da nur 19 Anmeldungen vorliegen... :blink: Ja, super! Das bringt uns doch nicht weiter... :S Markus lässt all' seinen Charme spielen und schließlich ruft die Dame beim zuständigen Ranger an und fragt nach, ob "ausnahmsweise" eine Person mehr zugelassen wird und nach diversen Rückrufen bekommen wir das "Go"!!! :woohoo: :woohoo: :woohoo: Wir hatten es gehofft, aber nicht wirklich daran geglaubt und nun dürfen wir tatsächlich den Steenbok Trail laufen! Grandios!!!

Da schreckt uns auch der Warnhinweis im Restaurant nicht weiter... :lol:



Auf dem Weg zum Langebaan Gate im Norden flattert uns schließlich noch ein Southern Double-collard Sunbird vor die Linse, den wir trotz des schlechten Lichtes ablichten.



Ein paar letzte Bilder und dann sind wir wieder draußen. Aber in den kommenden Tagen haben wir schließlich genügend Zeit, diesen Park in Ruhe zu erkunden! ;)





Beim Verlassen des Parks verlässt mich leider auch der Akku unserer Sony und der Ersatzakku ist im Fotorucksack nicht aufzufinden - zum Glück lässt sich die Kamera während der Fahrt über den Zigarettenanzünder aufladen... :S :whistle:

Die letzten 35 Kilometer führen durch Langebaan und an riesigen Minen bei Saldanha vorbei...



... bevor wir um kurz vor drei in Jacobs Bay ankommen.



Jacobs Bay ist ein verschlafenes "Nest", das zwischen den Hotspots Langebaan und Paternoster an der Küste liegt. Von der
asphaltierten Hauptstraße führen verschlungene Gravelroads zu den Häusern, es gibt einen Kiosk, ein Café und aktuell kein Restaurant... Ein sehr ruhiges Pflaster also! :laugh:

Ohne Probleme finden wir unsere Unterkunft "De ware Jacob" und werden von der Besitzerin Diane zu unserem Cottage C geleitet. Diane und Christian haben sich vor etlichen Jahren hier ihren Traum erfüllt und betreiben mittlerweile 4 Self-catering Cottages, die in einem liebevoll angelegten Garten verteilt sind.



Unser Cottage ist klein, aber sehr gemütlich und mit allem ausgestattet, was man so braucht. (Incl. Heizdecke... ;) )









Vom Wohn- und Schlafraum haben wir Zugang zu zwei Terrassen, ein Traum, leider ist es zu kalt, um draußen sitzen zu können... :(













Auch wenn wir keine große Lust haben, wir müssen nochmal los zum Großeinkauf! Im nahe gelegenen Vredenburg gibt es eine große Mall, wo wir unsere Vorräte beim gut sortierten Checkers für die kommenden Tage aufstocken, Geld ziehen, Trockenfrüchte und Biltong sowie Getränke und keinen neuen Akku für die Kamera ergattern können...

Zurück im Cottage machen wir uns einen Salat mit Schafskäse und Thunfisch, den wir draußen auf der Terrasse essen. Leider ist es ziemlich frisch, sobald die Sonne weg ist und auch drinnen ist es aufgrund fehlender Heizmöglichkeiten nicht sonderlich angenehm. Also verkriechen wir uns bald ins Bett und machen dort die Planung für die nächsten Tage. Da der Stecker meiner Heizdecke zu kurz ist, muss ich auf meine Wärmflasche zurück greifen, die ich für diesen Urlaub das erste Mal eingepackt habe. Zu dem Zeitpunkt weiß ich noch nicht, dass es eins der wichtigsten Utensilien dieser Reise werden wird... :blush:

gefahrene Kilometer: 219
Letzte Änderung: 02 Dez 2018 17:21 von Fortuna77.
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02 Dez 2018 19:31 #541227
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01.09.2018 - Rund um Jacobs Bay

Die Nacht ist kalt und ich bin froh, dass ich meine Wärmflasche dabei habe, trotzdem liege ich lange Zeit wach und wache entsprechend gerädert um halb acht auf. Immerhin scheint heute die Sonne und auch wenn es frisch ist, frühstücken wir draußen, bevor wir uns um halb zehn zu Fuß auf den Weg zum Meer machen.

Die Webervögel vor unserem Cottage bauen fleißig und so entsteht das ein oder andere Nest während der nächsten Tage. ;)





Obwohl Jacobs Bay wirklich überschaubar ist, müssen wir ein wenig suchen, um einen Weg zu finden, der bis zum Meer führt. Die Straßen im Ort sind ringförmig angeordnet und irgendwie landen wir immer wieder in einem "Loop".





Schließlich erreichen wir das Meer und folgen der Küstenlinie.

















Zwei Möwen machen sich über einen Fisch her, der am Strand liegt...







Außerdem entdecken wir angespülte Quallen, die ich im Wasser zwar nicht mag, aber immer schöne Fotomotive abgeben. ;)







Wir erklimmen ein paar Felsen und genießen den Ausblick auf das tosende Meer.



Etliche Schiffwracks liegen im Wasser...





Wir laufen den Weg zurück zum Hafen (in dem auch das mittlerweile geschlossene Restaurant liegt) und folgen dann einem Weg, der uns zurück zur Hauptstraße führt.









Brimstone canary / Schwefelgirlitz (?)



Die Blütenpracht ist eine wahre Wonne und ich könnte stundenlang all' diese hübschen bunten Blumen fotografieren. :blush:













Als wir wieder im Cottage eintreffen, lernen wir auch den Besitzer Ian kennen, der uns freundlicherweise direkt ein Verlängerungskabel für meine Bettseite besorgt! :) Dann kann in den folgenden Nächten ja nix mehr schiefgehen... ;)

Fortsetzung folgt
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02 Dez 2018 19:59 #541230
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01.09.2018 - Teil 2 - West Coast National Park

Normalerweise ist Markus im Urlaub der Fahrer (nein, es liegt natürlich nicht daran, dass er ein schlechter Beifahrer ist, sondern weil ich immer Fotos machen möchte während der Fahrt... ;) B) :whistle: ). Im Vorfeld haben wir jedoch besprochen, dass ich in diesem Urlaub auch öfter mal das Steuer übernehmen darf und so fahren wir beschwingt am späten Vormittag (bei angenehmen 18 Grad) zum West Coast NP.

Hier ein Bild auf die Lagune, wenn man von Langebaan aus auf's Gate zufährt.



Das Check-in Procedere ist hier soweit fortgeschritten, wie wir es bisher in keinem der SANParks erlebt haben... Die Wildcard wird eingescannt, man erhält einen Bon und weiter geht's... Kein langwieriges Ausfüllen von Listen mit Passnummern etc... Sehr praktisch!

Der erste Birdhide ist nur wenige Kilometer vom Eingang entfernt und meine Fahrt somit, für den heutigen Tag, schon wieder beendet. :laugh:













Leider kein sehr scharfes Bild von den Flamingos, sie haben es nur aufgrund des kreuzenden Pelikans hierher geschafft... ;)



















Es gefällt uns unheimlich gut an diesem schönen Birdhide und das Beste ist, niemand außer uns lässt sich dort blicken. Am Parkplatz treffen wir einige Fahrzeuge, aber scheinbar ist den meisten Besuchern der Weg zum Birdhide zu weit?! :huh:

Kurz hinter dem Seeberg Birdhide, führt ein Weg zum Seeberg Viewpoint den Berg hinauf. Hier ist deutlich mehr los und einige Besucher wuseln über die Felskuppe und genießen den wundervollen Ausblick.



Es ist einfach unbeschreiblich... das blaue Wasser in der Lagune, das Blütenmeer soweit das Auge reicht... :woohoo: :woohoo: :woohoo: Wir sind einfach glücklich, eine neue Region zur besten Zeit, entdecken zu dürfen! :blush:









Adlerauge Markus entdeckt im Tal (genauer gesagt in dem gelben Dreieck im unteren Drittel des Bildes) zwei Elands...



Stark gezoomt erkennt man, wie sie gemütlich zwischen den Blumen liegen und die Sonne genießen. Wir sind happy, Elands sehen wir nicht so häufig und freuen uns immer sehr über eine Sichtung dieser riesigen aber sehr scheuen Antilopen. Und ruhende Elands in Blumendeko hatten wir noch nie... :laugh:



Keiner der anderen Gäste entdeckt die Tiere, man kann es ihnen jedoch nicht verdenken, alle sind geflasht von der Farbenpracht.







Schweren Herzens reißen wir uns los und fahren weiter zum Visitor Center und Geelbeek Restaurant. Mit einer kleinen Aufmerksamkeit wollen wir uns bei der netten Dame bedanken, die sich so sehr dafür eingesetzt hat, dass wir den Trail am Montag machen können. Leider haben wir kein Glück, denn sie ist nicht (mehr) da, an diesem Tag... Also laufen wir zu einem der beiden Birdhides, die in der nähe des Restaurants liegen. Die Beschilderung ist schlecht und so folgen wir zuerst einem Trampelpfad, der sich jedoch bald verläuft. Dann finden wir jedoch den richtigen Weg und erreichen den Birdhide.







Aufgrund der Ebbe sind die Wasservögel und Flamingos weit entfernt und wir kehren bald zum Restaurant zurück, wo wir uns einen Sonnenplatz sichern.

Wir bestellen einen Straußenburger für Markus und Calamari mit Salat für mich und genießen unser spätes Lunch...





Das Essen ist sehr lecker und das Personal unheimlich nett... Markus hat im Vorfeld einige positive Feedbacks zum Geelbeek Restaurant gelesen und wir können es nur bestätigen! Eine klare Empfehlung, wenn man vor Ort ist (Öffnungszeiten beachten!).

Was für ein toller Tag! Wir sind begeistert von dem Park - so schön haben wir es uns nicht vorgestellt, allerdings hat die Wildblumenblüte einen nicht unerheblichen Anteil daran... :kiss:





Der Birdhide am Abrahamskraal Waterhole ist unsere letzte Station des Tages.



Dieser Birdhide liegt in Richtung West Coast Gate, also ziemlich nahe am Ein-/Ausgang und es ist einiges los... Viele Vögel, leider jedoch auch zwei Pärchen, die sich in einer unmöglichen Lautstärke unterhalten und ihren Spaß haben. :evil: Meine bösen Blicke stören sie nicht wirklich, immer wieder wird laut gelacht und getuschelt - unmöglich, wie rücksichtslos einige Menschen sind! :angry:

So beobachten wir einige fleißige Webervögel...







...Cape-Bulbul...



...ein Red-knobbed Coot / Kammblesshuhn...



...eine cape shoveler / Kap-Löffelente...



...und schließlich einige Strauße auf der anderen Seite des Wasserloches.



Nach zwanzig Minuten nehmen wir schließlich Reißaus. Schade, hier hätten wir es in Ruhe durchaus noch etwas länger aushalten können... :(

Gegen fünf verlassen wir den Park und fahren zurück nach Jacobs Bay, dort genießen wir die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse, bevor es draußen zu kalt wird und wir Fotos sichern und früh ins Bett verschwinden. Hier ist es heute auf beiden Seiten schön warm! :)

gefahrene Kilometer: 125
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