THEMA: Südafrika 2018 - Ohne Braai gibt es keine Katzen
04 Nov 2018 18:38 #537871
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22. September 2018: KTP- Kieliekrankie

So, nun habt ihr 1 Woche warten müssen bis es hier jetzt weitergeht, und ich habe schon fast vergessen, wo wir stehen geblieben waren :unsure: . Das :whistle: war jetzt wohl nicht so schlimm, denn ich habe es ja am vergangenen Sonntag angekündigt. Ihr konntet euch also darauf einstellen B)
Manchmal passieren Dinge jedoch unvorhergesehen. Man stellt sich etwas vor, und nichts kann dieses Bild trüben, und dann kommt es doch völlig (na ja: zumindest etwas :P ) anders. Es gibt da so einen netten Spruch: „erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“! Normalerweise braucht man mir mit solchen Pseudo-Lebensweisheiten gar nicht zu kommen, aber in diesem Fall………. :ohmy: .
Lange Rede, kurzer Sinn: der KTP sollte uns noch so manches Rätsel aufgeben, er hat uns ganz schön gefordert, und der Begriff „Safari“ hat dort eine vollkommen neue Bedeutung bekommen. Erst einmal mussten wir lernen mit „wenig“ zufrieden zu sein, wobei, wie definiere ich „wenig“? Es ist ein ruhiger Park. Manchmal fährt man 1-2 Stunden und sieht gar nichts, und wenn man dann etwas sieht, dann ist das Tier häufig weit in der Ferne zu sehen oder winzig klein :ohmy: . Oft wird es auch von Buschgras verdeckt, ist also sehr schwierig zu fotografieren. Größere Herden von Huftieren sind nicht an jeder Ecke zu finden und die Großkatzen, die wir endlich in Hülle und Fülle zu sehen glaubten :) , ja, :whistle: auf die mussten wir warten, und zwar wirklich sehr lange, aber dann, ja dann wurden wir mehr als reichlich für unsere Geduld belohnt :laugh: , und das meine ich jetzt nicht nur im Hinblick auf „Mietzekätzchen“, obwohl die Sichtung dieser Spezies hatten wir nach 3 Afrikareisen wirklich mehr wie verdient B) !
Ihr fragt euch sicher, warum legt sie so viele Karten schon offen auf den Tisch? Na, ganz einfach, damit ich nicht am Ende der ersten 3 Tage völlig alleine weiterfahren muss, denn richtig spannend wird es für die meisten, natürlich „erfolgsverwöhnten“ B) Leser erst einmal nicht werden.
Obwohl, :whistle: mein Mann, der würde ja noch da sein, denn der war genauso begeistert wie ich von den vielen Greifvögeln, dem anderem Federvieh, von den Erdmännchen, die Babys hatten, den verschiedenen Huftieren, den Schakalen und dem süßen Kapfuchs, der eigentlich schneeweiß wie ein Polarfuchs aussah. Und dann war da auch noch die wunderschöne Landschaft, die man fast für sich alleine hatte. Eine Ruhe war das, so ganz anders als im Etosha, im KNP oder im Addo Nationalpark. Selten begegnete uns ein Auto, und wenn wir eine schöne Sichtung hatten, dann hatten wir sie meistens ganz für uns alleine. Den Kapfuchs z.B. aus dem Intro, den konnten wir in aller Ruhe so lange beobachten wie wir wollten. Wir haben ziemlich viele Fotos von dem kleinen Kerlchen gemacht :) . Die Leute dort waren sehr entspannt, keiner drängelte sich hektisch oder gar rücksichtslos vor, so wie wir das bereits im Etosha oder KNP erfahren hatten :angry: . Selten habe ich so gut geschlafen in einem Nationalpark. Ganz wunderbar. Und dann die Wilderness Camps, die waren etwas ganz Besonderes :laugh: .
Aber jetzt erst einmal der Reihe nach, zurück auf die Straße von Upington nach Twee Rivieren, wo wir uns unser Permit holen wollten. Ich hoffte inständig, bei der Buchung keine Fehler gemacht zu haben, denn das war auch so ein Kapitel, über das man Romane schreiben könnte, aber, :whistle: da muss jeder wohl seine eigenen Erfahrungen machen :evil: .
Viele sagen, dass sich die Strecke von Upington in den KTP fürchterlich zieht, was auch wohl stimmt, wenn man sie schon oft gefahren ist. Gemildert wird es jedoch allemal durch die schöne rotsandige Dünenlandschaft. Wir sahen sie auf südafrikanischer Seite zum ersten Mal und waren begeistert.







In Twee Rivieren verlief alles problemlos, und ausgestattet mit unserem Permit lief ich zur Tankstelle, wo mein Mann bereits den Reifendruck abließ und den Wagen volltankte. Dann konnte es los gehen: KTP, :laugh: wir sind da, zeig uns, was du zu bieten hast!
Unser Ziel für die 1. Nacht war Kieliekrankie. Dort waren wir zur Sundownerzeit mit Fomi Gila und ihrem Mann Peter verabredet.
Als erstes fielen uns die riesigen Webervogelnester auf. Nicht dass wir vorher noch keine gesehen hätten, jedoch im KTP gab es schon ein paar gigantische Exemplare.





Wir sahen auch ein paar prächtige Greifvögel und einen einsamen Sekretär. Letzteren hatten wir zuvor nicht einmal im KNP gesehen. Dementsprechend ging es für uns schon einmal sehr gut los.
Beim ersten tippe ich auf einen Gleitaar?????? . Bingo :woohoo: , danke Nette ("speed66") und Bele ("Champagner") :) !



Die beiden entdeckten wir in ziemlicher Entfernung, dementsprechend schlecht sind die Fotos. Sind das Adler??????

Tawny Eagle/Raubadler. Danke Nette ("speed66") und Bele ("Champagner") :) !



juveniler Bateleur Eagle/Junger Gaukler. Danke Nette ("speed66") und Bele ("Champagner") :) !



Sekretär



Schnell erreichten wir Kieliekrankie und wurden sehr herzlich von Willem willkommen geheißen. Er wies uns die Nr. 3 zu. Nr. 4 ohne Nachbarn sollten wir dann am Ende unserer Tour bekommen, wo wir noch einmal 2 Nächte dort sein würden. Was für ein Ausblick, und blitzeblank war es auch :) , so ganz anders als im Mokala. Willem hatte seinen Laden prima in Schuss, und wir fühlten uns gleich wohl www.sanparks.org/par...ation.php#wilderness .





In diesem Durchgang tümmelten sich abends die Mäuse :ohmy: , und ich hasse Mäuse. Die sind für mich sehr viel schlimmer als Spinnen B) .



Danach fuhren wir noch einmal los und zwar Richtung Nossob River. Es dauerte gar nicht lange, da wurden wir von einem netten Paar informiert, dass rechts kurz nach der nächsten T-Junction ein männlicher Löwe liegen würde. Na, den wollten wir schnell suchen, aber……… wir haben ihn leider nicht gefunden :( . Schade, aber egal, Morgen würden wir dann ja sofort in der Frühe losfahren, und, so dachten wir, dann würde einer Katzensichtung ja nichts mehr im Wege stehen :) .
Ein bisschen bekamen wir aber dennoch vor die Linse.

Pale Chanting Goshawk/Singhabicht



Crowned Lapwing/Kronenkiebitz. Mir kamen sie dort sehr groß vor. Vielleicht ist es eine spezielle Sorte, oder ich war noch nie so dicht dran :unsure: ??
Nein, es ist eine Weißflügeltrappe. Danke "CuF", danke Friederike :) .





Riesentrappe



Nun aber ab, wir waren ja schließlich verabredet, und die Sonne stand schon sehr niedrig. Gisela und Peter waren uns gleich sympathisch und wir baten sie, zu uns zum Sundowner zu kommen. Ich hatte nämlich noch eine kleine Küchenkrise zu bewältigen, da ich vergessen hatte, das Fleisch zu marinieren, und auf Schuhsohle hatte ich so gar keinen Appetit :dry: .
So begann für uns die 1. Nacht im KTP.




Gute Nacht!
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07 Nov 2018 20:35 #538300
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23. September 2018: KTP-Kalahari Tented Camp

Ganz so schlimm ist es ja im September mit dem frühen Aufstehen nicht. Die Gate-Öffnungszeiten sind von 6.30-18.30 Uhr, und eher darf man auch die Wilderness Camps nicht verlassen. Normalerweise gehöre ich ja eher der Fraktion „Eule“ an, jedoch in Afrika schaffe ich immer mühelos den Wandel zur „Lerche“ :laugh: . Warum wohl :unsure: ?
Herzlich verabschiedeten wir uns von Willem und freuten uns jetzt schon, ihn bereits in ein paar Tagen wieder zu sehen. Beim Abschied sagte er uns, dass wir, wenn wir wollten, ruhig ab 10 Uhr schon da sein könnten. An diesem Tage hätte er nur ein Häuschen zu putzen, und von daher wäre es egal. Als Check-in-Zeit sehr komfortabel :) !
Was der Tag wohl bringen würde :unsure: ? Wir waren mehr wie gespannt! Würden wir heute endlich Katzen sehen oder hätten wir gar eine ganz besondere Sichtung?
Für die gut 80 km hatten wir als reine Fahrzeit ca. 2 Stunden kalkuliert, und damit lagen wir in keinster Weise falsch. Teilweise sogar waren kleine Abschnitte wegen zu starker Versandung gesperrt, und auf halber Strecke wurde es stellenweise sehr rumpelig :sick: .
Diesen hübschen Steinbock hatten wir wohl in seiner Morgenruhe gestört.



Dann sahen wir erneut Adler: Tawny Eagle/Raubadler





und endlich auch wieder Streifengnus, die ich in dieser Landschaft sogar ausgesprochen hübsch fand.





Da wir alle Zeit der Welt hatten, konnten wir uns in Ruhe mit unserem Auto an die Seite stellen, die Scheibe bereits herunterkurbeln und warten, ob irgendwelche Vögelchen Gefallen an einem der Bäume finden würden. Und wie sie das taten. Seht selbst, endlich hatten wir sie mal dicht vor der Linse :laugh: . Das machte richtig Spaß.

Dieses Vögelchen kann ich nicht benamen. Vielleicht bekomme ich Hilfe :kiss: . Irgendeine Taube???? Ja richtig :P und zwar eine Ring-Necked Dove/Kapturteltaube. Danke Friederike ("CuF") :kiss: !





Bee Eater/Bienenfresser



Crimson-Breasted Shrike/Rotbauchwürger



Auch die Streifenhörnchen waren bereits aktiv und frühstücken das, was der Boden hergab, vermutlich irgendwelche Früchte oder Samen.





Einen hübschen Kronenkiebitz, dessen Kopf mich immer irgendwie an eine Mönchstonsur erinnert, konnten wir auch fotografieren.





Und dann huschte etwas Weißes auf der rechten Seite der Pad an unserem Auto vorbei. Was kann das denn gewesen sein? Wir fuhren ein paar Meter, und dann sahen wir eine weiße Kehrseite, der Rest steckte in einem Erdloch. Es dauerte gar nicht lange, da kam das kleine Kerlchen komplett an die Oberfläche, und wir hatten unseren 1. Kapfuchs gesichtet :laugh: . Vorbildlich posierte er vor unserer Kamera, so als wollte er sich für einen Modeljob empfehlen. Entertainment pur für uns, wir liebten es, und konnten uns nach ziemlich langer Zeit nur sehr schwer trennen :woohoo: .







Es geht gleich noch weiter........
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07 Nov 2018 21:05 #538303
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Und hier geht es weiter........

In allerbester Laune fuhren wir weiter. Die Kalahari hatte uns schon nach sehr kurzer Zeit. Das sah man auch daran, dass ich nicht entsetzt aufschrie als mein Mann eine Maus eine Brants' Pfeifratte (danke Sascha ("H.Badger")) sichtete, nein, :dry: ich schaffte es sogar sie zu fotografieren :ohmy: . Normalerweise kann ich die gar nicht anschauen. Mein Mann muss die immer entsorgen, wenn die Nachbarkatze mir als höchste Wertschätzung eine tote Maus in den Garten oder auf die Terrasse legt. Zur Erklärung vielleicht: :whistle: wenn mich jemand um die Ecke bringen will braucht er mir nur eine Maus ins Bett legen. Lebendig oder tot, völlig egal, absolut unerklärlich, warum ich dann fürchterlichstes Herzrasen bekomme :sick: . Ich kann mich an kein schlimmes Erlebnis erinnern, und eigentlich sind diese Tiere gar nicht eklig, sondern eigentlich ganz flauschig und niedlich. Spinnen, zumindest in Deutschland :P , machen mir dagegen gar nichts, und die sind ja nun wirklich nicht hübsch sondern optisch doch eher „unattraktiv“ B) , obwohl, es gibt auch "attraktive" Spinnen ;) .



Nach dieser Mutprobe :dry: rumpelten wir dann weiter durch die wunderschöne Landschaft. Der Frühling hatte Einzug gehalten.



Dann auch einmal die sonst üblichen „Verdächtigen“: Straußenvögel, Springböcke und Kudus. Im KTP eine willkommene Abwechslung, denn die Häufigkeit einer solchen Sichtung ist eher im unteren (zumindest bei uns) Bereich angesiedelt.











Irgendwann kam die Abzweigung zum Kalahari Tented Camp (KTC). Wir hatten doch tatsächlich geschlagene 6 Stunden von Kieliekrankie bis hierhin gebraucht :ohmy: . Irgendwie war uns das gar nicht aufgefallen, denn wir hatten immer zu tun gehabt. Langeweile, absolute Fehlanzeige :) . So sollte Urlaub sein: Entspannung gepaart mit Abenteuer.
Im KTC wies man uns die Nr. 15 zu. Das war das letzte Zelt und leider noch nicht renoviert :angry: . Ziemlich runtergekommen war es von innen, aber, da halbwegs sauber, würden wir es wohl für die eine Nacht aushalten.

Das KTC wird z.Z. renoviert. Die Zelte Nr. 1-5 sind fertig, und für jedes kommende Jahr plant man 2 weitere Zelte zu renovieren. Also :whistle: wird die Fertigstellung wohl noch Jahre dauern . Bei unserem Aufenthalt wurde zudem der Pool erneuert, so dass wir ihn nicht benutzen konnten. Aber wer jetzt glaubt, durch Baulärm belästigt zu werden, soll sich nicht so große Sorgen machen. Es kann jedoch dort schon manchmal sehr laut werden, aber das ist dann kein Baulärm, sondern rührt von einer anderer Quelle her :dry: . Davon werde ich aber erst nächste Woche berichten, wenn wir 2 Nächte in der Honeymoon Suite verbringen werden…………….. :ohmy: Solange werdet ihr euch gedulden müssen!







Da es an diesem Tag sehr heiß war, machten wir erst einmal ausgiebig Mittagspause. Ich glaube, ich habe sogar 2 Stunden geschlafen.
Danach ging es dann noch einmal für 1 Stündchen auf die Pad. Wir sahen 2 Sekretäre, 1 Oryxantilope und 3 spielende Schakale. Für den KNP oder den Etosha wäre diese Ausbeute eher mau gewesen, wir jedoch waren zufrieden. Es sah so friedlich aus als die Schakale im Auob Tal spielten :) .









Zum heutigen Sundowner hatten wir wieder eine Verabredung :) und zwar in der „Honeymoon Suite“, und da das für uns bedeutete, einmal von einem Ende des Camps zum anderen zu laufen, hielten wir es für sicherer, den Wagen zu nehmen.
Die Honeymoon Suite war um Längen besser als unsere Bruchbude. Frisch renoviert und deutlich geräumiger, obwohl das normale Zelt auch nicht gerade klein ist. Ein anständiges Bad mit Dusche und Wanne (letztere ist eigentlich überflüssig, es sei denn, es ist bitterkalt und man möchte heiß baden) und nicht so ein abgewohnter Bretterverschlag wie in unserer Nr. 15. Hier ließ es sich aushalten :woohoo: .
Gisela und Peter warteten schon. Gisela hatte einen schönen Leoparden fotografieren können :laugh: und war natürlich dementsprechend happy. Was für ein Erlebnis, und das Foto war ihr wirklich sehr gut gelungen :P .
Es war schon spät als wir uns verabschiedeten. Hier sollten sich leider unsere Wege trennen :( . Schade, denn wir hätten mit den beiden jeden Abend zusammensitzen können :) .
Mein Mann kümmerte sich schnell um unseren Braai, und es war warm genug, noch ein wenig draußen sitzen zu bleiben.
Später als gestern, so gegen 22.00 Uhr, ging es dann in die Federn.

Gute Nacht!
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09 Nov 2018 18:41 #538513
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Hallo, ihr Lieben,

bevor es nachher noch ein Kapitel gibt - es wird allerdings spät werden, denn ich muss es noch schreiben :P - möchte ich kurz noch etwas loswerden.

Hier im Forum wird zur Zeit viel über Pro und Kontra KTP diskutiert. Da geht es zum einen über die etwas, ich nenne es mal „schwierige“ Buchungssituation und dann über die Qualität des KTP als Safari-Destination. Ich finde das sehr gut, denn diejenigen, die noch nie da waren, erfahren vieles im Vorfeld aus verschiedenen Blickwinkeln, und diejenigen, die schon da waren, können darüber nachdenken, ob sie ähnlich empfinden. Das nennt man „Meinungsaustausch“, und mir hat das im Vorfeld sehr geholfen.
Wenn ich jetzt die Information von Werner („loser“) lese, dass es demnächst ein neues Camp im KTP geben soll, dann macht mich das sehr traurig. Der Park ist gut so wie er jetzt ist, eine noch relativ „unverbrauchte“ Natur. Vor allem eine himmlische Ruhe, eine zum Niederknien schöne Landschaft. Ich stelle mal nachher ein paar Fotos dazu ein, vielleicht versteht man mich dann etwas besser :) .
Wir waren ja überwiegend aus dem Grunde gekommen, endlich einmal Großkatzen zu sehen, und :whistle: , ich habe es ja schon angedeutet, wir werden im Verlaufe unseres Aufenthaltes für unser Empfinden noch wirklich viele davon sehen :laugh: . Alles gut und schön, aber das war es dann am Ende nicht, was mir vordergründig in Erinnerung geblieben ist. Vielmehr waren es die kleinen Dinge, die, mit denen man sich stundenlang beschäftigen konnte, ohne, dass es einem langweilig wurde. Ich habe in der Woche so viel von der Natur gelernt wie nie zuvor in meinem Leben. Bei den Sichtungen habe ich vor Ort direkt nachgelesen und es manchmal bedauert, keinen kompetenten Guide dabei zu haben. Schön wäre es gewesen, noch mehr von Flora und Fauna zu erfahren. Aber man lernt auch so dazu: :whistle: z.B. dass die Geckos sehr nützliche Tierchen sind und mir das Leben leichter machen, indem sie die Mücken fressen :kiss: . Das Foto dazu kommt noch. Ja, lacht ruhig, nur habe ich mir vorher nie Gedanken darüber gemacht, und im KTP hatte ich die Muße, mich mit diesen „Nebensächlichkeiten“ zu befassen, mit den Dingen, die sonst zu kurz kommen. Auf Mauritius habe ich sie noch aus unserer Unterkunft verscheucht, hier durften sie bleiben :woohoo: ,
Auch erfährt man in der Nachbereitung noch immer wieder etwas Neues. Im nächsten Kapitel werde ich das Foto eines Sekretärpärchens, welches hoch oben auf einem Baum hockte, einstellen. Nun habe ich immer gedacht, dass der Sekretär zur Ordnung der Kranichvögel oder der Trappen gehört. Vor 2 Wochen stand ich mit meinem Fernrohr und Fotoapparat in einem Unterstand im Diepholzer Moor, einem der großen Rastplätze der Kraniche auf ihrem Flug Richtung Frankreich/Spanien. Nur hatten die Fotos der Kraniche so gar nichts mehr mit denen der Sekretärvögel gemeinsam. Im KTP hatte ich mein Hauptaugenmerk überwiegend auf ihren Gang gelegt, und da hätte man schon auf die Idee einer Verwandtschaft kommen können. Ich habe dann noch etwas gelesen, und siehe da :ohmy: : der Sekretär gehört zur Ordnung der Greife.
Warum erzähle ich das alles? Unsere Reisen, und das ist wohl bei den meisten Usern hier so, dienen in erster Linie der Erholung, denn es sind Urlaubsreisen und keine Geschäftsreisen. Wir haben uns im KTP hervorragend erholt, uns quasi „entschleunigt „. Dadurch wurde die Basis gelegt, offen für Dinge zu werden, für die wir uns sonst eher nicht interessieren. Und das war wirklich schön, eigentlich einer der schönsten Urlaube, die ich je gehabt habe. Und wenn ich dann folgendes lese,

marimari schrieb:
Der ganze Hype um den KTP. Für uns war das a) landschaftlich und b) tiertechnisch einer der langweiligsten Parks,in dem wir je waren :P
Da bringt mich keiner nochmals so schnell hin. Tiersichtungen kriegt man in der Kolonne...Auto an Auto..
Gruss u. viel Spass beim jahrelangen vorher Buchen ;)

Quelle: namibia-forum.ch/for...r-park.html?start=24

dann kann ich diese Meinung akzeptieren, denn so hat es dieser User empfunden. Für mich jedoch ist diese Bewertung nicht nachvollziehbar, denn wir haben kaum Menschen/Autos gesehen, hatten keine Tiersichtungen in der Kolonne, Auto an Auto, und was die Landschaft und die Tierwelt anbelangt, muss ich mich, so glaube ich, nicht wiederholen :) .
Man sollte jedoch nicht mit einer übertriebenen Erwartungshaltung diesen Park bereisen, denn dann wird man vielleicht am Ende enttäuscht sein. Wir haben unterwegs häufig gehört, dass der KTP „überbewertet“ wird und auch wir mussten den Begriff „Safari“ für uns einmal komplett neu definieren, aber dann………..ja, dann war es richtig schön.

Bis nachher!

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09 Nov 2018 20:28 #538520
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24.September 2018: KTP-Urikaruus

Manchmal frage ich mich, woran es liegen könnte, dass mir so 08/15-Pauschalreisen so gar nicht liegen. Wahrscheinlich, da meistens die ganz besonderen Orte nicht angefahren werden, sondern alles irgendwie im Schnelldurchlauf, möglichst viel in 14 Tagen, abgespult wird. Natürlich entspanne ich mich auch gerne mal mit einem guten Buch ein paar Tage im Liegestuhl am Meer, aber die Betonung liegt dabei ganz deutlich auf „ein paar Tagen“ B) , denn Entspannung kann ich auch bei uns im Garten finden. Ganz anders verhält es sich jedoch in Afrika, da ist jeder Tag für mich irgendwie (ent)spannend. Es gibt nichts Schöneres als ganz früh am Morgen aufzustehen (und das aus dem Mund einer Nachteule :P ), das Fernrohr und den Fotoapparat zu nehmen, ins Auto zu steigen und einfach los zu fahren und dabei nicht zu wissen, was am Ende des Tages unterm Strich dabei heraus gekommen ist: das ist Entertainment pur, denn irgendetwas fängt das Fernrohr immer ein :) . Gott sei Dank habe ich den richtigen Mann dazu geheiratet :kiss: , sonst hätte ich ein gewaltiges Problem :ohmy: .
Vorab: :whistle: es sollte ein sehr ruhiger Tag werden.
Unser heutiges Tagesziel war Urikaruus. Eine Nacht konnte ich ergattern :P , und obwohl ich eigentlich kein Freund von Einzelübernachtungen bin, wollte ich unbedingt selbst erfahren, warum Urikaruus allgemein als „schönstes Wilderness-Camp“ bezeichnet wird. Gelesen hatte ich, dass häufig Löwen das Wasserloch dort besuchen sollten, und dieses Wasserloch sollte wirklich direkt vor der eigenen Terrasse liegen. Willem erzählte uns an unserem 1. Abend in Kieliekrankie, dass Erik, der Campwart von Urikaruus, ihm wohl erzählt hätte, dass zur Zeit einige Löwen dort liegen sollten. Na, wenn das nicht ein gutes Omen wäre, dachten wir uns und machten uns in der Frühe ziemlich schnell auf den Weg. Erst ging es noch kurz die 3 km nach Mata Mata direkt an die Grenze nach Namibia. Dort sollte man nämlich Handyempfang haben, und so konnte ich ein paar Lebenszeichen in Form von SMS an unsere Kinder absenden.



Dann ging es schnell wieder auf die Pad Richtung Urikaruus. Heute sollte es richtig heiß werden. Schon morgens um 7.00 Uhr waren 28 Grad erreicht :( . Zudem war es leicht schwül, ein Gewitter lag in der Luft.
Wir sahen in weiter Ferne einen Straußenvogel und



ein Sekretärpärchen hoch oben auf einem Baum. Diesen Vogel hatte ich bislang nur am Boden schreitend beobachten können. Wahrscheinlich hatten sie dort oben ihr Nest. Optisch erinnert mich der Sekretär jedoch eher an eine Trappe oder einen Kranich und nicht an einen Greif, zu deren Ordnung er gehört. Das Foto ist leider sehr schlecht :( , aber man kann, so glaube ich, gut darauf sehen, was ich meine.



Auch einen hübschen Schakal konnten wir im hohen Gras entdecken.



Immer wieder glasten wir die wunderschöne Landschaft auf der Suche nach Katzen ab. So langsam hatten wir es aber einmal verdient ;) ! Was würden das für Fotos werden: Löwen in den Sanddünen und in der breiten Ebene :laugh: .









Aber außer einer Gnuherde und einem zugegebenermaßen bildhübschen Gelbschnabeltoko sahen wir nichts „Nennenswertes“.





So langsam stellte sich ein wenig Frust ein. So viel Pech konnte man doch gar nicht haben :angry: . Nach 4 Reisen ins südliche Afrika nicht eine Großkatze halbwegs gut sichtbar, das konnte eigentlich nicht sein, :whistle: war aber so.
Wir rumpelten also weiter, es wurde immer heißer und heißer, und so langsam meldeten sich auch meine Blase und mein Magen. Meine Blase musste noch warten, meinem knurrenden Magen jedoch konnte Abhilfe geschaffen werden. Wir stellten uns, so gut es ging, unter einen Schatten spendenden Baum und frühstückten erst einmal. Und dann war da plötzlich unter einem Baum eine Bewegung. Ein Blick durch mein Fernrohr bestätigte meine Vermutung: dort lagen 2 männliche Löwen. Ganz großes Kino, oder? Genau das wollten wir ja, aber……….: :whistle: es war wie immer: sie lagen nur, man konnte sie eigentlich nicht sehen, und es sah auch nicht so aus, als sollte sich das bald ändern :angry: . Es war einfach zu heiß, und wahrscheinlich waren sie noch von der nächtlichen/morgendlichen Springbock-Mahlzeit vollgefressen :unsure: .



Wenn ich nicht so gut erzogen worden wäre B) , hätte ich jetzt einmal laut in die Landschaft hinein geschrien, so aber schluckte ich meinen Frust tapfer herunter. Als ob das Tier meine Traurigkeit gespürt hätte, stand es langsam auf und präsentierte sich uns in seiner ganzen Schönheit :laugh: . Nach 4 Reisen ins südliche Afrika unsere erste uneingeschränkt sichtbare Großkatze. Endlich, Mensch, hatten wir ein Glück, und das ganz genau ……….. :whistle: für sage und schreibe weniger als 1 Minute, denn dann legte sich der Bursche wieder faul ins Gras und wir sahen wieder nur ein paar Löwenhaare :dry: .







„Zählt diese Sichtung überhaupt“ :unsure: , fragte ich meinen Mann, denn wir hatten einen Schreibblock im Auto, in dem wir unsere Sichtungen eintrugen. Die Rubrik „Großkatzen“ war noch gänzlich ohne Eintragung, aber nun schrieb ich schnell, bevor ich es mir noch anders überlegen konnte, „Löwe Nr.1 in der Nähe vom 13. Bohrloch“ hinein. Das geht so in Ordnung, oder :evil: ?

Es geht gleich noch weiter.......
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Nachdem sich wirklich nichts mehr tat fuhren wir weiter und sahen noch einen Kudu :P .





Bereits gegen 11.00 Uhr erreichten wir Urikaruus. Wir hofften, dass wir schon willkommen waren :unsure: . Waren wir, denn mehr als herzlich wurden wir von Erik begrüßt. Er wies uns die Nr. 1 zu, die zur linken Seite keinen direkten Nachbarn hat. Ein wirklich wunderschönes Camp mit einem Wasserloch direkt vor der hauseigenen Terrasse. Auch in der geräumigen Küche ließ es sich hervorragend arbeiten. Einziger Wermutstropfen war der spärliche Schatten auf unserer Terrasse. Dafür hatte aber unser Häuschen den besten Blick auf das Wasserloch.







Wir beschlossen, das Camp heute nicht mehr zu verlassen. Wir hatten hier alles, was wir brauchten, und obwohl Erik uns bei der Begrüßung gesagt hatte, dass die Löwen fort wären und auch wohl nicht sofort wiederkommen würden (warum auch immer er das wusste????), wollten wir auf das warten, was da kommen würde. Es war einfach zu schön dort.
Viele Tiere kamen nicht, aber wir waren trotzdem zufrieden und verbrachten einen sehr entspannten Tag in Urikaruus :laugh: . Der Mittagsschlaf musste leider ausfallen, es war einfach trotz Ventilator viel zu heiß im Schlafzimmer :sick: . Wir sahen eine Herde Gnus, die ihren Durst dort stillte. Mir schien, dass ein Tier immer die Umgebung auf mögliche tierische Gefahren absuchte.



Auch sahen wir wieder Rotbauchwürger, einen Gelbschnabeltoko und einen Trauerdrongo. eine Kapkrähe. Danke Matthias ("Fotomatte").







Ein Adler zog einsam seine Kreise, ein anderer ruhte sich auf einer Baumspitze aus. Bei näherem Betrachten sieht man, dass er dort ein Nest gebaut hat.





Kapturteltauben stillten ihren Durst. Kurz bevor die Nacht hereinbrach, besuchten noch Schakale und eine einzelne Trappe das Wasserloch von Urikaruus.







Viel Tiere gesehen hatten wir heute wirklich nicht :huh: . Ja, so kann es auch manchmal im KTP kommen, und da muss man dann durch. Für diesen Tag war es auch schwer, passende Fotos zu finden. Irgendwie waren die Tiere fast immer zu weit weg, standen im falschen Licht, oder wir beherrschten die Kamera nicht :ohmy: . Und trotzdem hatten wir einen schönen Tag. Dort habe ich endlich angefangen, in meinem Buch zu lesen, meine Fotos zu sortieren, dort konnten wir den ganzen Tag auf unserer eigenen Terrasse ausruhen, dort hatten wir ein ganz fantastisches Oryxfilet mit Butternutkürbis und griechischem Salat, und :whistle: dort haben wir dann auch noch die 2. Flasche Wein des Abends angebrochen. Es ging uns also sehr gut.
Das Gewitter blieb aus, und es kühlte sich nur sehr langsam ab. Mit geöffneten Fenstern bekamen wir jedoch ausreichend frische Luft, und einer guten Nacht stand nichts mehr im Wege.

Gute Nacht!
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