THEMA: Südafrika 2018 - Ohne Braai gibt es keine Katzen
14 Dez 2018 15:43 #542613
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3. Oktober 2018: Zederberge, Tag 2

Sehr gut hatten wir in „Mount Ceder“ geschlafen. Kein Tiergebrüll, keine Zivilisationsgeräusche, nichts hatte uns gestört. Ich zog die Jalousien hoch, und wieder einmal schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Nichts Besonderes, wir hatten wirklich sehr viel Glück mit dem Wetter in diesem Urlaub :P . Wir hatten keinen Frost mehr, und die niedrigsten Nachttemperaturen lagen bei +10 Grad, über Tag war es bis auf 2 Stunden trocken und eigentlich fast immer sonnig mit Temperaturen um die 25-30 Grad. Nur im KTP und in Augrabies Falls war es leicht wärmer gewesen und an 2 Tagen auch leider sehr schwül.
Zum Frühstücken war die Terrasse, die leider noch im Schatten lag, ein wenig zu kühl, und so machten wir es uns erst einmal im Wohnbereich gemütlich. Für den Fall, dass es im Haus zu kalt werden würde, hatte ich am Vortag an der Rezeption einen Sack Feuerholz für den Innenkamin gekauft. Den hatten wir gestern Abend nicht gebraucht, und auch jetzt war es warm genug im Haus. Vom Küchenfenster aus sah ich eine Herde Baboons, die versuchte, die Mülltonnen zu plündern. Diese hatten jedoch ein spezielles Verriegelungssystem, so dass sie erfolglos wieder abziehen mussten :woohoo: . Es hatte genug geregnet, und von daher würden sie schon etwas finden. Da machte ich mir keine Sorgen.
Göga schlug vor, sich ein wenig auf dem Farmgelände die Beine zu vertreten. Das Areal war aber relativ groß, und da konnte man schon so manche Stunde wandern :unsure: , und ich hatte mir ja meinen eigenen Plan zurechtgelegt: lesen, im Whirlpool liegen und entspannen und dabei die schöne Landschaft genießen. Das nennt man „Wellness“, und die meisten Männer können mit diesem Begriff so gar nichts anfangen :angry: :ohmy: .
Ich wandere eigentlich sehr gerne, aber hier im „Puntje“ hatte man alles für einen „ruhigen“ Tag, und das darf dann auch wohl mal sein. Schließlich hatte ich Urlaub, und gerannt wird zuhause schon genug.
Da es in unserem Haus selbst kein WLAN gab, sondern nur im Haupthaus an der Rezeption, motivierte ich mich damit, dass ich ja unseren Kindern Fotos dieser tollen Landschaft schicken könnte, und das machte es dann ein wenig „erträglicher“ B) . Später wollte ich dann Göga mit einem leckeren Mittagessen an den heimischen Tisch locken. Dass ich das dann eigentlich nicht mehr brauchte, sondern ein anderer Umstand mir die Arbeit abnehmen würde, sollte ich schon nach 5 Minuten merken.
Wir wanderten Richtung Fluss, wo auch ein Badestrand sein sollte. Hier erst einmal ein paar Fotos der herrlichen Landschaft.













Blühender Fynbos und Sukkulenten, wunderschön!















Kennt jemand diese Pflanze mit den hübschen Schoten? Ja! Es ist eine Ballonerbse "Lessertia frutescens". Danke Nette ("speed66").




Heute Abend folgt die Fortsetzung, die Vorweihnachtszeit nimmt mich leider voll in Beschlag..........
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14 Dez 2018 21:05 #542639
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Und hier geht es weiter……….

Wir gingen also Richtung Fluss.



Nur was war das :ohmy: :angry: ? Schon nach 100 Metern umschwirrten uns tausende von kleinen Fliegen. Ging man rückwärts war es nicht ganz so schlimm, nur eben auch nicht gut zum wandern. Diese kleinen Plagegeister waren extrem lästig, und als wir am Badesteg standen, wurde es immer schlimmer. Dass es viel geregnet hatte, sah man unten am Fluss besonders gut. Der Untergrund war richtig matschig, bester Boden zum Gedeihen der Fliegenlarven :sick: . Da half nur ein: Tropenhelm, denn über „Peaceful Sleep“, was ich natürlich sofort versprühte, lachten sich die Fliegen kaputt. Da wir jedoch keinen Tropenhelm besaßen, blieb nur eins: der Rückzug :whistle: ( :) ).
Aber vorher ging es dann doch noch schnell zum Farmhaus. Eine wunderschöne Anlage. Einen kleinen Laden gab es auch, wo man das Nötigste kaufen konnte, denn zum nächsten Lebensmittelmarkt war es wohl sehr weit.







Sind das Aloen? Nein natürlich nicht! Das ist eine "Klivie". Danke Konni ("Daxiang").



Ein bisschen Federvieh gab es dann auch noch vor die Linse. Als erstes eine Nilgans.



Hagedasch Ibis



Felsentaube



Hier sieht man sehr schön ihren farbenfrohen Hals.



Nur machte es keinen Spaß, sich draußen aufzuhalten. Die Fliegen quälten uns ganz schön. Auf unserer Terrasse hatten wir davon gestern und auch am Morgen nichts bemerkt. Vielleicht war es dort ja wirklich besser B) . Und genau das war es, dort gab es nämlich nicht eine einzige dieser Spezies. Im Gästebuch des „Puntje“ lasen wir in Einträgen, dass andere Gäste die gleichen Erfahrungen gemacht hatten. Es schien also nichts mit dem vielen Regen zu tun zu haben.
Göga kam aber trotzdem in den Genuss meiner Kochkunst. Wir hatten noch Auberginen, Zucchini, Tomaten und Paprika, und mit ein paar Zehen Knoblauch, ein paar Zwiebeln und gefriergetrockneten mediterranen Kräutern gab das ein ziemlich gutes Ratatouille. Zum Stippen musste nur leider getoastetes Toastbrot herhalten, denn dort gab es weit und breit kein Baguette :angry: .
Den Nachmittag verbrachte ich, wie ich es geplant hatte und zwar mit Lesen und Ausruhen.





Den Whirlpool benutzten wir nicht sehr lange, denn wir hätten wahrscheinlich gesundheitlichen Schaden genommen. Die Wassertemperatur betrug deutlich über 40 Grad, und bereits nach 10 Minuten war man gar gekocht :ohmy: . Ob ein technischer Defekt vorlag oder ob sich die Wärme einfach unter der Schutzplane entwickelt hatte, sollten wir nicht erfahren. Was hätte eine Reklamation genutzt? Der Monteur wäre wahrscheinlich erst am nächsten Tag erschienen, und wenn es an der Plane gelegen hätte, was hätten wir machen können, denn man sollte diese nach Nutzung des Pools wieder aufziehen. So schonten wir in Afrika lieber unsere Nerven, in Europa hätten wir reklamiert, und wenn nicht Abhilfe geschaffen worden wäre, den Reisepreis entsprechend gemindert. Um wie viel kann ich nicht sagen, aber dafür gibt es ja spezielle Tabellen. Ein Gutes hat die Wärme ja: auch im tiefsten Winter ist der Pool zu benutzen.
Göga hatte keine Lust zum Lesen und pirschte lieber ein paar Vögeln, die sich an unserer Terrasse tummelten, hinterher. Hier ein Wellenastrild.


Kapsperling



Diesen Vogel kenne ich nicht. Wer hilft, ihn zu bestimmen? Es ist ein Rotschwanzschmätzer/Familiar Chat. Danke Maddy ("maddy") und "Konni ("Daxiang").



Der Abend war relativ mild und wir konnten noch ein Weilchen draußen sitzen. Mit dickem Vlies und Wollmütze den Grill bewachen, negativ :P !



Schade, Morgen sollte schon unser letzter Tag in den Zederbergen sein. Sehr bedauerlich, denn der Erholungsfaktor war hier extrem hoch.

Gute Nacht!
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19 Dez 2018 22:36 #542983
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3. Oktober 2018: Zederberge, Tag 3

Vorab: in diesem Urlaub sollte das der letzte Tag des exzessiven Müßigganges sein, und ich habe wirklich Probleme gehabt, ein paar passende Fotos zu finden, denn wenn Müßiggang, dann richtig!

Wieder einmal schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. In Afrika haben wir eigentlich immer Glück mit dem Wetter, richtigen Regen haben wir bis auf einmal in Graskop noch nie gehabt :laugh: . Aber da hatte es dann auch den ganzen Tag geschüttet.
Wir frühstückten ausgiebig und machten uns dann auf, mit dem Wagen ein wenig die Gegend um den Matjiesrevier zu erkunden. Unser Ziel sollten die berühmten „Cederberg Cellars“ sein. Der Wein ist wirklich ausgezeichnet, und wir konnten ruhig unsere „Vorräte“ noch ein wenig aufstocken.
Was für eine grandiose Landschaft. Wunderschön, nur wirklich vorwärts kam man nicht. Die Straße war teilweise sehr eng, an vielen Stellen hatte sie Fußball große Schlaglöcher, stieg steil an, um dann gleich wieder steil abzufallen. So wirklich Freude kam da bei Göga nicht auf, und ich weigerte mich zu fahren, denn mir wurde als Kind schon manchmal schlecht, wenn ich mit dem Schlitten unsere Deiche hinunter sauste :whistle: :sick: .





Kaum vorstellbar, dass dieser Fluss schon einmal die 1.80 m erreicht haben soll :unsure: .





Wir trafen einen Schäfer, der eine Herde Schafe den Berg herunter trieb. Hilfe bei dieser Arbeit bekam er von seinen beiden Hunden, die energisch dafür sorgten, dass die Herde beieinander blieb. Freundlich winkte er uns zu und zeigte voller Stolz auf seine Herde. Wir denken, es war die Herde seines weißen Arbeitgebers, dem Erscheinen nach war er wohl zu arm, diese sein Eigen nennen zu können.





Bei den „Cederberg Cellars“ standen wir vor verschlossenen Türen. Warum? Wir wissen es bis heute nicht. Die Öffnungszeiten hatten wir beachtet.
Es wurde immer wärmer. Bereits um 11.00 Uhr morgens zeigte das Thermometer 30 Grad an. Eigentlich perfektes Wetter für einen faulen Urlaubstag. Also beschlossen wir, langsam zurückzufahren. Kurz vor der Einfahrt zur Lodge wies ein Schild auf „San Rock Paintings“ hin. Das hatte ich bislang nur in Twyfelfontein in Namibia gesehen, und ich fand es schon damals sehr interessant. Irgendwie faszinierend diese ockerfarbenen Felszeichnungen und Gravuren, die von einer längst vergangenen Zeit zeugen und uns heutigen Menschen Hinweise und Einblicke in die private Welt der Jäger und Sammler und die Entwicklung der Buschmänner geben. In Südafrika haben Forscher vor kurzer Zeit eine mehr als 70000 Jahre alte Zeichnung gefunden. Wie alt die Zeichnungen in der Nähe der Mount Ceder Lodge sind, kann ich leider nicht sagen.
Hier ging es lang. Das Gelände war erst ein bisschen unwegsam, aber irgendwann haben wir dann den richtigen Weg gefunden. Die Zeichnungen befanden sich relativ versteckt hinter dichtem Gebüsch.







Mit der Qualität in Twyfelfontein kann man diese Malereien natürlich nicht vergleichen, aber uns hat es gefallen.











Später gibt es noch ein weiters Kapitel, und das wird von Gögas privatem Game Walk handeln :whistle: !
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19 Dez 2018 23:20 #542986
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Und hier geht es weiter..........

Gegen 13.00 Uhr waren wir zurück, und den Rest des Tages habe ich dann wirklich nur gefaulenzt, gelesen, ein wenig Wäsche gemacht und die Beilagen für den abendlichen Braai vorbereitet. Göga konnte natürlich nicht still sitzen und pirschte mal wieder ein paar Tieren hinterher. Ihm sind ein paar sehr schöne Aufnahmen gelungen, nur brauche ich mal wieder Hilfe bei der Bestimmung. Bis auf den gelben Maskenweber bin ich völlig ahnungslos :( . Konni ("Daxiang") hat geholfen. Danke :kiss: !
Kapfrankolin



Schwalbenpärchen





Uferzistensänger





Proteagirlitz



Auch einen hübschen Schmetterling konnte er fotografieren: African Clouded Yellow/Gelbling. Danke Matthias ("fotomatte").





Upps, wer guckt denn da? Ein Klippschliefer!



So ein putziges Tierchen, und er konnte es auch noch in seiner ganzen Schönheit betrachten.



So schnell können drei Tage vorbeigehen. Viel unternommen hatten wir in den Zederbergen nicht, aber das muss auch mal sein :woohoo: .
Die nächsten Tage sollten wieder mit mehr Aktivität gefüllt sein. Wir fuhren nach Paternoster, aber zuvor galt es noch ein kleines „Abenteuer“ zu überstehen :whistle: .

Gute Nacht!
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28 Dez 2018 19:32 #543614
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5. Oktober 2018: Paternoster

Ziemlich zeitig standen wir auf, bepackten zügig unser Auto, und nach einem schnellen Frühstück starteten wir Richtung Paternoster an der Westküste Südafrikas, 90 Minuten Fahrtzeit nördlich von Kapstadt und von daher bei den Kapstädtern als Ferienort sehr beliebt. Unsere Wahl war auf Paternoster gefallen, da uns auf den Fotos insbesondere die schönen, weiß verputzten Cottages mit ihren blauen Türen ins Auge gefallen waren. Die Dächer waren häufig mit Reet gedeckt, und besonders schön fand ich die blühenden Vorgärten mit ihrer maritimen Deko, überwiegend alte, bunt angestrichene Fischerboote. Alles sah sehr idyllisch aus, und ich freute mich schon sehr. Ein bisschen Abwechslung tat uns sicherlich gut, und ein bisschen Zivilisation auch :whistle: , denn das bedeutete zugleich, dass ab heute auch unsere Selbstversorgung zu Ende sein würde. Irgendein diensthabender Geist würde uns morgens das Frühstück servieren, und abends würden wir essen gehen. Auch mal schön :woohoo: , obwohl, wenn ich ehrlich war, hatte mir das abendliche „braaien“ nicht das Geringste ausgemacht. Wir waren mittlerweile ein eingespieltes Team: Göga grillte das Fleisch, und ich sorgte für die Beilagen. Umgekehrt wäre es leider nicht gegangen, denn dann hätte es nur Fleisch gegeben und keine Beilagen :dry: . Ich nahm mir vor, Göga zuhause die Zubereitung von Salat und Kartoffelgerichten beizubringen, damit wir auch einmal tauschen könnten, aber irgendwie habe ich wohl kein Talent bei der Vermittlung dieser eigentlich doch sehr einfachen Fähigkeiten :( , so sagt zumindest Göga :whistle: .
Der Morgen war wirklich schön, Dunst hing noch in der Luft, aber man merkte schon, dass es wieder einmal ein warmer und sonniger Tag werden würde. Das würde sich auch bis Paternoster nicht ändern, denn das Wetter übers Wochenende sollte bilderbuchmäßig bleiben.







In der Gegend um Ceres reihte sich eine Obstplantage an die andere: Kirschen-, Äpfel- und Birnenbäume standen teilweise schon in voller Blüte, teilweise kamen die Bäume noch sehr winterlich daher. Dazwischen große Verpackungsfabriken für den Export der Früchte, die dann ab Februar in unseren Regalen zum Verkauf liegen.





Wir fuhren Richtung Citrusdal, dem drittgrößten Obstanbaugebiet des Landes. Von dort stammen die Apfelsinen, die bei uns als „Cape Orangen“ verkauft werden. Auch dort reihte sich eine Plantage an die nächste.







Teerstraße wechselte sich mit Schotterpiste ab. Wir kamen sehr gut voran.



Ich kann es nicht beschwören, aber ich glaube, es war so ca. 20 Km vor Citrusdal: die Landschaft wurde immer gebirgiger, wir fuhren wieder auf Schotter, die Piste wurde immer enger, und wir kamen durch die vielen Kurven nur noch sehr langsam voran. Göga steuerte gerade das Auto eine ziemlich steile Anhöhe hinauf als er urplötzlich stark bremsen musste. Das Auto geriet ein wenig ins Rutschen, aber das hatte er schnell wieder im Griff :) . Ein großer Truck versperrte die Straße, wir konnten ihn nicht überholen. Ein Trecker versuchte, den Truck den Berg hinauf zu ziehen. Ein sehr abenteuerliches Unterfangen, denn der Truck kam dabei gefährlich ins Rutschen. Wie das nur möglich war :unsure: ? Hinter uns hatte sich schnell eine kleine Schlange gebildet. Wir konnten also nicht mehr ausweichen und waren auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, dass der Trecker den Truck sicher hochzog. Mir war in der senkrechten Position überhaupt nicht wohl, wenn der Trecker mit dem Truck ins Rutschen gekommen wäre, dann wäre es das für uns gewesen :ohmy: . Irgendwann wurde es Göga dann wohl doch zu heikel. Die Seitenspiegel wurden eingeklappt, sein grimmiger Blick verriet vollste Konzentration, und dann tat er endlich das, was "wahre Männer" B) in Filmen immerzu machen :whistle: . Er rettete sein Weib, indem er das Auto todesmutig am Truck vorbeizog :woohoo: . Mein Held :kiss: :kiss: ! Wie er das ohne jeden Kratzer an unserem Auto geschafft hat, weiß ich bis heute nicht, denn da passte eigentlich nichts mehr dazwischen. Ich habe ein Foto gemacht, welches des Moment des Überholens dokumentiert. Der Truckfahrer schaut ziemlich skeptisch drein und schrie uns irgendetwas zu. Ich habe es nicht verstanden, und das war auch bestimmt besser so :dry: .



Dieses Foto machte Göga dann von oben, als wir aus der Gefahrenzone heraus waren. Auf dem Foto sieht das Ganze natürlich nicht so schrecklich aus, wie es in Wirklichkeit war. Auf alle Fälle war mein Bedarf an Abenteuer für diesen Tag komplett gedeckt worden.



In Vredenburg stockten wir unsere Getränkevorräte wieder auf.
Bereits gegen 12.30 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage, das „ah!Guesthouse“ ahguesthouse.com/ . Unser Gastgeber Arnold kam gerade vom Einkauf und hieß uns auf herzlichste willkommen. Das Zimmer war auch schon fertig. Perfekt! Das Gästehaus, welches direkt am Strand lag, gefiel uns sehr gut. Es hatte Stil und war sehr geschmackvoll eingerichtet. Die Bilder an den Wänden waren fast ausnahmslos eine Auftragsarbeit bei einem örtlichen Künstler. Auch unser Zimmer im 1.Stock bot an Annehmlichkeiten alles, was man sich so wünscht: einen Kühlschrank, Klimaanlage, ein großes Bett, ausreichend Stauraum und dazu ein anständiges Bad mit separatem WC. Die Zimmer im oberen Stockwerk hatten eine gemeinsame Dachterrasse, auf der im Sommer das Frühstück bzw. das Dinner serviert werden kann. Bequeme Liegen mit Sonnenschirmen luden zum Faulenzen ein, und der Blick auf die Bucht von Paternoster war einfach nur grandios.

















Wir ruhten uns ein wenig aus und starteten dann gegen 14.00 Uhr Richtung „Cape Columbine Nature Reserve“. Am Eingang musste man einen kleinen Obolus entrichten, denn die Wildcard wurde leider nicht akzeptiert. Bevor der Leuchtturm hier erbaut wurde war der Küstenstreifen ein wahrer Schiffsfriedhof mit zahlreichen Wracks. Den Namen „Columbine“ erhielt diese Region denn auch von dem britischen Schiff namens „Columbine“, welches dort 1829 sank.



Göga hatte Lust, sich die Welt einmal von oben anzusehen und stieg den Leuchtturm hinauf.





Ich blieb unten und ließ mir an dieser Stelle den Wind um die Nase wehen.



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Von da aus wanderten wir weiter bis zum Campingplatz. Zahlreiche Kapstädter hatten sich dort mit riesigen Wohnwagenburgen installiert, einige hatten bereits das Holz für den Braai angezündet. Eine ganz toller Platz, und ich kann nur jedem raten, der diese Ecke einmal mit einem Wohnwagen bereist, dort ein paar Nächte zu bleiben, denn es ist wirklich wunderschön dort. Direkt am Meer, nachts hört man das Meeresrauschen, und auch die sanitären Anlagen scheinen in Ordnung zu sein. Kinder spielten am Strand, und ein paar Todesmutige trauten sich sogar ins Wasser :ohmy: .









Eingerahmt wird dieser Platz von einer wunderschönen Dünenlandschaft, in der man natürlich nicht so ohne weiteres wandern kann. Aber es gibt ausgetretene Pfade, und ich denke, die waren wohl zum Wandern frei gegeben.







Auch hier hatten sich Reste der Frühlingsblüte erhalten.











Ich tat das, was ich am Meer sehr gerne mache: ich fotografierte den Boden. Die Natur gibt uns nämlich die besten Farbkompositionen, da ist nichts unmöglich oder zu gewagt, und ich mag diese Farbenfülle sehr :) .
.










Gegen 17.00 Uhr brachen wir auf, fotografierten noch die „weiße Ortschaft“ Paternoster aus einer anderen Perspektive, und dann ging es ab ins Gästehaus.









Arnold hatte uns für 19.00 Uhr einen Tisch in der „Noisy Oyster“ reservieren lassen, und da wir vorher noch duschen mussten und auch zu Fuß dorthin gehen wollten, wurde es langsam Zeit. Arnold versicherte uns, dass die Gegend hier sehr sicher wäre. und von daher gibt es wohl auch in Paternoster keine Taxis. Das Stück zum Restaurant konnte man wirklich gut laufen. Auf dem Hinweg war es ja noch hell, und auf dem Rückweg sorgten viele Straßenlaternen dafür, dass alles gut ausgeleuchtet war. Wir wussten, dass dies nicht vor Überfällen schützt, aber wir fühlten uns so sicher wie die Einheimischen, die dort mit ihren Hunden (keine Kampfhunde!!! :whistle: :dry: ) Gassi gingen.
Der Fisch in der „Noisy Oyster“ war ganz hervorragend, und auch der Service und das Ambiente (ein gemütliches Kaminfeuer brannte) stimmten. Also, eine ganz klare Empfehlung :) .



Gegen 22.00 Uhr waren wir wieder im Gästehaus, nahmen auf der Dachterrasse noch einen kleinen Absacker und gingen dann ins Bett, denn Morgen hatten wir eine Tagestour geplant. Es sollte in den Westcoast Nationalpark gehen.

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