THEMA: Zu viert durch die Karoo und Kap Region
01 Apr 2018 21:17 #517296
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Obwohl unsere letzte Reise nun tatsächlich bereits einige Monate zurückliegt, mache ich mich nun doch noch ran, ein paar Zeilen dazu zu verfassen... Schließlich war es ein etwas anderer und auch ein sehr besonderer Urlaub für uns! :laugh: :whistle:

Hier aber erstmal die Fakten:

Unsere Reisezeit:

27.10.17 - 20.11.17

Unsere Stationen:

De Kelders - Haus Giotto
Swellendam - Cornfields River B&B
Oudtshorn - B&B on Church
Karoo NP - Sanparks family cottage
Graaf Reinet - Karoorus
Mountain Zebra NP - Sanparks family cottage
Addo Elephant NP - Safari tent
Cape St. Francis - Chokka Trail
Plettenberg Bay - Angels rest farm
Kap Agulhas - Sanparks family cottage
Kapstadt - Cape Paradise Lodge

Geflogen sind wir (zumindest der Großteil von uns) mit Eurowings ab Düsseldorf und ab Zürich weiter mit Edelweiss Air bis nach Kapstadt.

Ab dort stand uns ein fast nagelneuer und geräumiger VW T5 für die folgenden 4.000 Landkilometer zur Verfügung.

Zurück ging es dann mit der Lufthansa von Kapstadt bis nach Frankfurt und von dort (für die meisten von uns) weiter mit dem Zug.

Zur Erklärung:

Normalerweise reisen wir, Markus und ich, seit 2012 immer wieder gemeinsam ins südliche Afrika, da auch uns der Virus infiziert hat und nicht loslassen will.... :silly:

Bei unserem letzten Urlaub war jedoch einiges etwas anders als sonst:

Ursprünglich war eine längere gemeinsame Reise für 2017 geplant. Da ich jedoch nicht meinen kompletten Jahresurlaub auf einen Schlag nehmen wollte/konnte, zog Markus seine 6-wöchige S.A. Reise zum Teil alleine durch. Er startete also bereits am 10.10. in Richtung Johannesburg und verbrachte gut zwei Wochen ohne mich im Kruger NP. :silly:

Ich startete 2,5 Wochen später in Richtung Kapstadt. Mit dabei: Markus' Mutter Renate (67) sowie meine Mutter Waltraud (76). :)

Die Reise war von uns natürlich wieder von langer Hand geplant worden und zugegebener Maßen war ich diejenige, die 1,5 Jahre zuvor bezüglich Markus' Idee ziemlich skeptisch war... B) Ein gemeinsames Wochenende ist ja okay, aber gleich eine Fernreise?! :unsure: Im Laufe der Zeit gefiel mir der Gedanke dann doch und die Ideen reiften...

Wir wollten den beiden Müttern zeigen, warum es uns immer wieder in dieses wunderschöne Land zieht. Wichtig war uns dabei, dass es für sie eine möglichst abwechslungsreiche und trotzdem auch für uns eine interessante Tour wurde und dass das Malariarisiko so gering wie möglich ist. Von daher entschieden wir uns für die Karoo und Kapregion. Einen Teil hatten Markus und ich bei unserer ersten Reise 2012 bereits "angekratzt", aber es gibt dort es so viele Stellen und Orte, die wir entweder noch einmal oder aber endlich einmal sehen wollten.

Aus den ursprünglich angedachten 2 Wochen wurden somit 25 Tage bzw. Nächte... :whistle:

Das in S.A. bekanntlich häufig die Sonne scheint, ist in diesem Bericht natürlich berücksichtigt und so kann er mit einem "Klick" auf die Sonne oben rechts auch ohne Kommentare gelesen werden... B)

Also, Platz haben wir und wer Lust hat, kann gerne mit einsteigen.

Viele Grüße,
Nadja
Letzte Änderung: 01 Apr 2018 22:07 von Fortuna77. Begründung: Text
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01 Apr 2018 22:55 #517306
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26./27.11. - Anreise und großes Wiedersehen in Kapstadt

Wie so oft vorm Urlaub, arbeitete ich am letzten Tag noch - ein eindeutiger Vorteil der Nachtflüge... ;) Um halb fünf ging es dann mit etwas Muffensausen per S-Bahn zum Flughafen nach Düsseldorf. Obwohl ich wusste, dass sowohl meine Mutter Waltraud, als auch Markus' Mutter Renate bereits rechtzeitig am Flughafen waren, wurde mir langsam aber sicher bewusst, dass die Verantwortung, die beiden Damen sicher nach Kapstadt zu bringen nun irgendwie in meiner Hand lag... :unsure:

Der Online Check-in bei Eurowings hatte am Vorabend ohne Probleme geklappt. Nur bei Edelweiss Air war ich nicht weiter gekommen... D.h. ich war eingecheckt (obwohl ständig eine Fehlermeldung kam), nur für die beiden Müttern bestand keine Chance ein Onlineticket zu erstellen. :ohmy: OMG! Die Vorstellung, Markus in Kapstadt am Flughafen erklären zu müssen, dass unsere Mütter ggf. erst einen Tag später in Kapstadt eintreffen würden, verursachte leichte Hitzewellen in meinem Körper... :blink: :pinch: :whistle:

Mit etwas Verspätung ging es von Düsseldorf nach Zürich. Die weiteren Tickets sollte ich dort am Transferschalter erhalten - easy also! B) Zu diesem Zeitpunkt wussten wir jedoch nicht, dass an diesem Schalter anscheinend nur "Problemfälle" bearbeitet wurden... Lange Rede, kurzer Sinn - nach 1,5 Stunden Hin- und Hergelaufe, passierten wir die Zollkontrolle einfach ohne gültige Tickets und erhielten am Gate unsere Tickets auf die letzte Minute.... :side: Drei Plätze nebeneinander gab' es natürlich nicht mehr, der Flieger wäre proppenvoll, wurde uns erklärt. "Egal, Hauptsache, wir kommen alle mit!!!" Warum zwischen Renate und mir schließlich ein Platz frei war und meine Mutter eine Reihe hinter uns saß hinterfragten wir nicht mehr... :P

Bis auf diese kuriose Ticketgeschichte, verlief der Flug ruhig und entspannt. Der Service war aufmerksam und das Essen (mit wunderbarem frischem Baguettebrot) war sogar recht gut! :) Pünktlich landeten wir bei strahlendem Sonnenschein in Kapstadt.





Die Immigration verlief zügig und auch unsere Koffer erhielten wir allesamt nach kürzester Zeit. Die Wiedersehensfreude war groß, als Markus uns in der Ankunftshalle empfing.



Er war bereits einen Tag vorher von Johannesburg nach Kapstadt geflogen, hatte das Auto übernommen und ein paar Basics eingekauft. Vom Flughafen aus ging es somit für uns direkt weiter in Richtung De Kelders.



Kapstadt zeigte sich von seiner besten Seite und wir hofften insgeheim, dass wir auch zum Ende unserer Reise nochmal ein ähnliches Wetter erleben würden, damit der geplante Besuch des Tafelberges nicht flach fiel... :whistle:









Unsere erste "Sichtung" - für uns fast normal - für unsere Mütter jedoch spektakulär! :woohoo:



Da wir gut in der Zeit lagen, legten wir am Weingut Raka, in der Nähe von Stanford, eine Pause ein und genossen die afrikanischen Sonnenstrahlen bei ein paar guten Tropfen sowie Käse und Cräckern. Zwei Kartons Wein wanderten anschließend in den großzügigen Kofferraum unserers VW... B)









Um kurz nach drei kamen wir schließlich in De Kelders an. Diesen Ort hatten wir bewusst an den Anfang der Reise gelegt, um die Chance auf Walsichtungen zu erhöhen...

Noch bevor wir im Guesthouse eincheckten, fuhren wir weiter bis zu dem kleinen Parkplatz am Meer, von wo aus wir die großen Riesen des Meeres direkt sehen konnten. Es war toll und wir konnten uns gar nicht losreißen!









Im Haus Giotto wurden wir von den Besitzern, Gina und Otto, kurze Zeit später herzlich empfangen. Das hübsche B&B verfügt über nur drei Zimmer und hat dadurch eine sehr persönliche Note. Von Vorteil war zudem, das Gina und Otto aus Namibia stammen und sich unsere Mütter zum Start dieser Reise mit ihnen gut verständigen konnten.











Wir machten uns kurz frisch, zogen uns um und machten uns nochmal zu Fuß auf den Weg zum Meer, um uns die Füße zu vertreten und nach den Walen zu schauen.





















Alle vier waren wir glücklich - was für ein gelungener Start in den Urlaub!!! :)

Zum Abendessen fuhren wir ins Boathouse nach Gansbaai - ein rustikaler Pub mit lokalem Publikum. Mehr wollten wir an diesem Ankunftstag nicht... Es gab Muscheln in Knoblauch und wahlweise Calamaris und Yellowtail für uns, dazu ein kühles Bier.







Anschließend fielen wir müde, satt und glücklich in unsere Betten. :kiss:

gefahrene Kilometer: 228
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02 Apr 2018 09:10 #517331
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29.10.2017 - Wir bleiben in De Kelders und wandern die Küste entlang

Nach einer erholsamen Nacht, weckte Markus mich gegen sieben Uhr - die Sonne schien bereits und es sollte ein schöner Tag werden! Auch unsere Mütter hatten ihre erste Nacht in Afrika gut überstanden und so trafen wir uns um acht und es gab ein leckeres Frühstück, zwei weitere Gäste waren ebenfalls da und somit war das B&B "ausgebucht". :lol: Gina gab uns noch ein paar Tipps für die Wanderung mit, die auf unserem Tagesplan stand - Otto war derweil für die Eierspeisen zuständig!

Um halb zehn machten wir uns - gut gestärkt - auf den mittlerweile schon bekannten Weg...









Von dem Parklplatz ging es einen kleinen Pfad hinab und dann immer der Küste entlang. Die Walfamilien tummelten sich bereits wieder in der Walker Bay... Ich lasse hier einfach mal Bilder sprechen...



















Wie man sieht, wurde es auch direkt angenehm warm, sobald man etwas geschützt war... :laugh:















Auch die kleinen Dinge mussten festgehalten werden! ;)













Schließlich ging es ein Stück hinab, zu dem Eingang der Klipgat Caves.

















Nach einem weiteren unwegsamen Stück über die Felsen erreichten wir schließlich den langen Sandstrand...













Den weitläufigen Strand hatten wir für uns alleine und mittlerweile war es schon ordentlich warm geworden, denn die Sonne brannte vom Himmel.



Sogar eine "Sichtung" hatten wir am Strand... :woohoo: Eine kleine Robbe war auf dem Weg ins Wasser. Renate hatte leider so ein Tempo drauf, dass sie davon nix mitbekam... :laugh:









Dafür ergatterte sie sich den schönsten Platz auf dem Felsen!









Blick zurück nach De Kelders.





Auf dem Rückweg folgten wir einem anderen Pfad und sahen viele schöne Pflanzen und Blumen.





Auch ein heruntergefallenes Webervogelnest konnten wir näher bestaunen.







Passend zur Kaffee- und Kuchenzeit kehrten wir zurück und ergatterten nach kurzer Wartezeit einen Terrassenplatz im "Cafe on the Rocks". Käsekuchen, Savanna und Wale im Hintergrund... gibt es etwas besseres?!











Den weiteren Nachmittag verbrachten wir im B&B, schrieben Tagebuch, studierten die weitere Wegstrecke und entspannten einfach. Waltraud und ich machten nochmal eine kurze Stippvisite bei den Walen, die jedoch am Nachmittag rar machten...





Dafür entdeckten wir unseren ersten Dassie.



Markus machte mit seiner Mutter währenddessen noch eine Wanderung in die andere Richtung De Kelders, damit wir nicht direkt am ersten richtigen Urlaubstag alle gemeinsam einen "Familienkoller" bekamen... :P

Für sieben Uhr hatten wir bereits Wochen vorher über Gina einen Tisch im Kloeks@home reservieren lassen.

Pünktlich und hungrig standen wir vor der Tür... Mit dabei: zwei Flaschen Rotwein vom Weingut Raka. Das kleine, unscheinbare Restaurant hat nämlich keine Schanklizenz und somit muss/kann man seine eigenen Weine mitbringen.





Wir entschieden uns alle vier für Rinderfilet mit Kartoffelpüree und Bohnen/Möhrengemüse. Zur Vorspeise gab es Springbockcappaccio und einen gemischten Salat. Alles war sehr lecker und beschwingt, nach zwei Flaschen Wein, liefen wir am Abend zurück.
Letzte Änderung: 02 Apr 2018 11:41 von Fortuna77. Begründung: Bilder ergänzt
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02 Apr 2018 22:56 #517462
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29.10.2017 - Vom Meer geht's nach Swellendam

Nach einer weiteren erholsamen Nacht in De Kelders, gab es für uns erneut um acht Uhr Frühstück. Dann wurde das Auto beladen und es hieß zum ersten Mal "Abschied" nehmen... Ein letztes Mal stoppten wir an dem kleinen Parkplatz und warfen einen Blick in die Walker Bay, doch die Wale ließen sich an diesem Morgen nicht blicken. Nun gut, zumindest erleichterte uns dies den Abschied... ;)

Frohen Mutes und gut gelaunt starteten wir unsere Fahrt. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass wir einen Teil unseres Raka-Weinvorats gut gekühlt bei Gina und Otto gelassen hatten... :evil: :whistle:





Auf der R43 ging es Richtung Süden und wir statteten dem The Great White House einen kurzen Besuch ab.



Von dort ging es weiter zum Danger Point, doch leider war die Zufahrt zum Leuchtturm am Sonntag verschlossen.



Ein paar Möwen und Oystercatcher dienten als Ersatzmotiv und auch die "Mitreisenden" auf der Rücksitzbank nutzten den Stopp und vertraten sich kurz die Beine.







Das Meer hatte einige skurrile Dinge angespült - nur schweren Herzens ließen wir den Fisch dort...



Durchs Hinterland ging es nach Elim und wir wollten die Kirche im Ort besichtigen. Dort wurde bei unserer Ankunft jedoch noch ein Service abgehalten und so warteten wir geduldig, um nicht zu stören. Als die Menschen schließlich aus der Kirche strömten, ergaben sich total niedliche Situationen, da die älteren Damen in festlicher Kleidung uns drei Frauen einzeln mit einem Händedruck begrüßten und in Gespräche verwickelten. Während Markus im Auto auf uns wartete, übersetzte ich an allen Fronten, bevor wir einen Blick in die Kirche werfen konnten... :laugh:





Nachdem die Prozession durch den Ort gezogen war, setzten auch wir unseren Weg weiter fort.



Diese Puffotter kreuzte unseren Weg - handelt es sich hierbei wohl um eine Puffotter?
Vielen Dank, Matthias! :)


Zur Mittagszeit trafen wir in Swellendam an und da wir zum Einchecken mal wieder zu früh dran waren, erledigten wir erst die Pflicht - schließlich hatten wir hier die letzte Möglichkeit, eine 2. Wildcard zu kaufen, bevor die neuen Preise gültig wurden.

Das Thermometer war während unserer Fahrt von angenehmen 24 Grad an der Küste auf 34 Grad geklettert. :blink: Willkommen in Afrika! :evil:



Der erste "Gamedrive" unserer Mütter im Bontebok NP war erwartungsgemäß recht unspektakulär - allerdings diente die Runde durch den Park schon mal als erste Lektion - wir sind hier nicht im Zoo und folglich sieht man nicht immer etwas!!! ;)

Zumindest zeigten sich zum Ende weit entfernt einige Red Hartebeest und ein paar Zebras. Und auch die Namensgeber des Parks präsentierten sich noch - und alle waren glücklich. (Vor allem Markus, dass die Runde über die schlechten Pisten vorbei war... :whistle: )







Um 15.00h erreichten wir unsere Stopp-over Unterkunft in Swellendam und wurden dort von dem Besitzer Anthony, wie lange vermisste Freunde empfangen! :laugh:

Schnell luden wir aus, bezogen unsere zwei Doppelzimmer und kühlten uns im Pool ab.







Im Garten tummelten sich neben etlichen Vögeln auch interessante Käfer...



Noch immer voller Tatendrang fuhren wir ins nahe gelegene Marloth Reserve und machten uns auf die Suche nach dem von Anthony beschriebenen Wasserfall.







Da uns der Weg zum Ende hin jedoch zu glitschig und steil wurde, entschieden wir uns für den Abbruch und drehten um. Einen weiteren Verlust wollten wir an dem Tag nicht in Kauf nehmen... :whistle:





Den Abend ließen wir schließlich bei einem guten Essen im Drostdy Restaurant ausklingen.





gefahrene Kilometer: 217
Letzte Änderung: 05 Apr 2018 20:29 von Fortuna77.
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03 Apr 2018 22:26 #517562
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30.10.2017 - Hot, hotter, Oudtshoorn...

Bereits um kurz nach sechs wurden Markus und ich wach... Da unser Zimmer über einen angrenzenden Wohnraum mit Küchenzeile verfügte, kochten wir uns schnell einen Tee, bevor wir mit Kameras bewaffnet durch den Garten pirschten. Die Sonne schien bereits, doch irgendwie waren die Piepmätze schon ausgeschlafener (und flinker) als wir... :blink:














Zumindest der Malachit Nektarvogel war ein recht dankbares Motiv - wenn in dem ganzen Grün mit Gegenlicht auch nicht immer leicht zu orten... B)









Um acht gab' es ein reichhaltiges Frühstück - nach den Eierspeisen an den beiden vorangegangenen Tagen, reichte es uns eigentlich erstmal mit Eiern, aber Anthony preiste sie so an, dass wir doch nicht ablehnen konnten... :P





Während wir frühstückten, wurde draußen unser Auto gewaschen. Als Service des Hauses! :dry: Mir passte das ja gar nicht, aber in S.A. steht ein sauberes Auto ja anscheinend hoch im Kurs... :unsure:

Der Abschied fiel noch herzlicher aus, als die Begrüßung am Vortag - Anthony ist schon eine besondere Type! :laugh: Am liebsten hätte er es gesehen, wenn wir auf dem Rückweg unserer Tour nochmal zum Kaffee vorbei gekommen wären - unglaublich gastfreundlich dieser Mensch!!!

Mit einem kleinen Umweg, ging es über die R60 und R62 nach Montagu, wo wir uns erstmal mit Trockenfrüchten und Nüssen eindeckten!















Neben dem Shop entdeckten wir die ersten Red Bishops unserer Reise im Schilf...









Die Laune war bestens... :laugh:



Eingedeckt mit etlichen Leckereien folgten wir nun weiter der "Route 62" durch die Karoo...







Ronnie's Sex Shop ließen wir links (oder besser gesagt rechts) liegen...



Wolkenformationen und ein leichtes gelbes Band am Straßenrand brachten etwas Abwechslung in die ansonsten endlos scheinende Strecke.





Nach weiteren 150 Kilometern erreichten wir Ladismith, hier war ein kurzer Stopp fällig und wir Mädels liefen noch bis zur Kirche vor, die jedoch leider verschlossen war.









Weitere 100 Kilometer lagen vor uns und die Temperatur stieg immer weiter. :blink: Ein leises Stöhnen war bereits von hinten zu hören... :S Ausgerechnet während unseres Aufenthaltes in Oudtshoorn stiegen die Temperaturen laut Wettervorhersage dort nochmal deutlich an. :evil:





Waltraud hielt bei jeder Gelegenheit alles mit ihrer kleinen Kompaktkamera fest. (Leider hatte sie kein Ladekabel dabei - wer kann denn auch ahnen, dass man in S.A. so viele Fotos machen möchte?! :lol: )







Manche finden es vielleicht langweilig, ich fand die Strecke durch die endlose Weite -wie beim ersten Mal- wunderschön...





Irgendwann war "Land in Sicht"



Doch kurz vor der Ortseinfahrt dann die Überraschung! Stau, oder wie?!?! :ohmy: :blink:



Tatsächlich gab es einen Streik der Landwirte und die Zufahrtsstraßen rund um Outdshoorn waren versperrt. Der Spuk sollte bis 14.00h dauern und so blieb uns nur eins... WARTEN!!! Oder besser gesagt: BRATEN! :evil: :evil:

Markus ergatterte noch einen Schattenplatz für unseren VW und wir nutzen die Zeit bestmöglich und machten ein paar Bilder... ;)









Nach einer halben Stunde kam schließlich Bewegung in die Sache. Einige 4X4 incl. Hänger wurden vorgefahren und gaben den Weg frei - kurzes Winken, alles klar, es ging weiter.

Bald passierten wir die typischen Straußenfederverkaufspunkte in Oudtshoorn, bogen einmal links und wieder rechts ab und waren schon auf der Zielstraße.



Den Weihnachtsmarkt in Oudtshoorn hatten wir irgendwie nicht richtig in unsere Tour eingeplant... :silly:



Schnell fanden wir unser kleines B&B (on Church) am oberen Ende der Straße. Es gibt dort nur zwei Gästezimmer und somit hatten wir den Grillplatz/Pool/Terrasse exclusiv für uns...







Die hübschen Zimmer verfügten über eine gut funktionierende Klimaanlage, zudem war der Pool zwar klein, aber eiskalt und erfrischend! :laugh:

Nachdem wir wieder etwas runtergekühlt waren, fuhren wir mit den Müttern nochmals in den Ort - schließlich begann langsam aber sicher die Zeit der Selbstverpflegung und so ein Großeinkauf in einem afrikanischen Supermarkt gehört auf alle Fälle zu den "to-do's" einer Afrikareise... :P

Nach wie vor war es glühend heiß, allerdings zog ein starker Wind auf und es fielen sogar ein paar Tropfen - wir kamen uns vor, wie in einem Western, wo der Sand über die Ebene bläst. :blink: Leider gab es keinen Regen, aber zumindest kühlte es am Abend etwas ab.

Lust auf Fleisch hatten wir an diesem Abend nicht, von daher improvisierten wir ein wenig, denn es lohnte nicht, für Gemüse o.ä. den Grill anzuschmeißen.



Mit einigen Kaltgetränken sowie unserem ersten Gin Tonic der Reise, ließen wir den Abend auf der Terrasse gemütlich ausklingen. :kiss:

gefahrene Kilometer: 299
Letzte Änderung: 03 Apr 2018 23:25 von Fortuna77. Begründung: Bilder ergänzt
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04 Apr 2018 22:24 #517680
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31.10.2017 - Cango Caves & Swartberg Pass (zumindest den befahrbaren Teil davon)

Obwohl es eine warme Nacht war, haben wir gut geschlafen. Markus hat irgendwann die Klimaanlage angestellt und ich lag' am nächsten Morgen unter meinen Decken versteckt - was gegen Kälte schützt, schützt auch gegen Hitze, oder wie war das?! :lol:

Aufgrund unseren übermäßigen Eierspeisenkonsum während der ersten Urlaubstage, hatten wir Luise, der Besitzerin des B&B, am Vorabend bereits Bescheid gegeben, dass uns Obst, Joghurt und etwas Toast zum Frühstück reichen würde. Sie war ganz erstaunt, erfüllte uns aber unsere Wünsche... Dazu hatte sie noch Croissants sowie Muffins gebacken, sehr lecker! :)





Pünktlich um 09:00h machten wir uns auf den Weg zu den Cango Caves, das Thermometer im Auto zeigte bereits 32 Grad an. :blink:

Die Cango Caves liegen ca. 29 km von Oudtshoorn entfernt und es ist unbedingt empfehlenswert, im Voraus Plätze für eine geführte Tour zu buchen. Dies hatte Markus bereits von Deutschland aus gemacht, zu diesem Zeitpunkt gab' es leider noch keinen Timeslot für eine deutsche Führung, die für unsere Mütter natürlich besser gewesen wäre. Aber auch so war es wunderschön dort und sehr faszinierend... Die Temperaturen in dem Höhlensystem liegen ganzjährig bei 18 Grad und so war es sehr angenehm dort.

Hier noch ein paar Infos von der Homepage:
29 km außerhalb von Oudtshoorn, am Kopfe des malerischen Cango-Tals, liegt das eindrucksvolle unterirdische Wunder der Kleinen Karoo – die Cango Caves. Sie finden die einzigartigen Tropfsteinhöhlen mit ihren gewaltigen Kammern und emporragenden Formationen in einem parallel zu den bekannten Swartbergen gelegenen Kalksteinmassiv. Die Cango Caves sind die einzigen Schauhöhlen Afrikas, in welchen die Besucher die Wahl zwischen Standardtour (einfach) und Abenteuertour haben. Alle Touren werden von erfahrenen, fachkundigen und autorisierten Führern geleitet. Sie werden auf Englisch angeboten, aber Afrikaans, Deutsch, Französisch und andere Sprachen sind möglich (bitte informieren Sie sich bei der Buchung Ihrer Tour über die Verfügbarkeit von Führern).


Die Standardtour ist in grün markiert, die Abenteuertour in rot.



Wir hatten natürlich die einfache Tour gebucht, da wir jedoch bis zum Start der Führung noch Zeit hatten, probierten wir natürlich aus, ob wir die Abenteuertour auch geschafft hätten... :laugh: Manchmal ist es ja auch gut, wenn man für die Bilder zuständig ist... Dann muss man sich nicht selbst zum Affen machen... :P







Impressionen vorm Eingang





Um zehn startete unsere Tour mit Liza und einer ziemlich großen Gruppe. Insgesamt war die Führung aber wirklich gut gemacht und beeindruckend. Bei den Bildern waren wir ein wenig enttäuscht, aber sie vermitteln zumindest einen Eindruck dieser tollen Höhlen...

































Nach einer Stunde war die Tour vorbei, leider hatten wir niemanden in der Gruppe dabei, der in der großen Halle vorsingen wollte/konnte. Es muss toll sein, die Akustik dort zu erleben. Manchmal finden sogar Konzerte dort statt.

Über die R328 ging es weiter zum Swartberg Pass. Ursprünglich war es unser Plan gewesen, den Pass auf dem weiteren Weg der Tour zu überqueren. Durch einen Steinabrutsch im letzten Herbst war er zu unserem Reisezeitpunkt jedoch leider noch immer gesperrt und so entschieden wir uns dazu, ihn als Tagesetappenpunkt aufzunehmen und so weit wie möglich zu befahren.

Hier die Bilder der Auffahrt:















Wieder kreuzte eine Schlange, wahrscheinlich eine männliche Boomslang (Afrikanische Baumschlange) - (vielen Dank, liebe Maddy :)) unseren Weg - leider war sie zu schnell bzw. wir konnten nicht so schnell stoppen, deshalb sind die Bilder etwas unscharf.. :dry: Kann uns vielleicht trotzdem hier jemand bei der Bestimmung helfen?! Mit Schlangen kennen wir uns noch so gar nicht aus... :laugh:







Am ersten Infoschild legten wir einen kurzen Stopp ein und bewunderten die Aussicht. Neben den Warnungen "Türen zu, wegen der Affen" (es waren zwar keine zu sehen, aber so was muss man ja trainieren :P ), folgte nun die nächste Warnung "Vorsicht, wegen den Schlangen!" :ohmy:















Ein kurzes Stück konnten wir noch weiter fahren, dann war endgültig Schluss für uns...













Wir kehrten um, eine Wanderung hier wäre bestimmt auch sehr schön gewesen, aber die Temperaturen waren uns einfach zu heftig... Und dort hätte man keinen Meter Schatten gehabt. :blink:

Auch der Rückweg bescherte uns schöne Ausblicke. Renate konnte besonders stolz auf sich sein - da sie unter Höhenangst leidet, war die Fahrt nicht ganz einfach für sie, aber sie meisterte es prima und quatschte auf dem Rückweg schon deutlich mehr, als während der Hinfahrt... :cheer:









Diese Schulkinder wurden gefühlten "mitten im nirgendwo" rausgelassen...





Bei einer Straußenherde hielten wir kurz an. Die Tiere hechelten richtig bei dem Wetter. Kein Wunder, lag' die Temperatur mittlerweile bei 39,5 Grad...











Leider war auch der Rust en Vrede Wasserfall aufgrund des Erdrutsches gesperrt - eine Wanderung fiel an diesem Tag somit flach. Langsam fuhren wir die Strecke weiter bis zur N12, sahen (entfernt) eine große Schildkröte und die ersten (heiligen) Ibisse. An einem Schattenplatz machten wir eine Pause und verzehrten unsere Muffins. Die Stimmung war aufgrund der Hitze etwas gereizt, da half' nur weiterfahren und abkühlen im Pool...









Markus und ich fuhren nochmal zum Tanken in die Stadt, besorgten ein paar Kleinigkeiten beim Pick&Pay und im Liquidstore, kauften Schlüsselanhänger aus Straußenfedern und frisches Biltong... Was man halt so macht, wenn man am nächsten Tag zügig den Weg fortsetzen möchte... ;) Renate und Waltraud hatten noch genug vom Trubel in der City und verbrachten die Zeit währenddessen lieber daheim auf der Terrasse. :P

Für den Abend hatte Luise einen Tisch (incl. Abholservice) im Nostalgie reserviert. Schließlich kamen wir in der Straußenhochburg nicht um ein leckeres Straußensteak herum. :)

Eine Viertelstunde warteten wir auf den Fahrer, dann fuhren wir selber das kurze Stück zum Restaurant hinunter. Schon seltsam, solch ein kurzes Stück zu fahren, aber dazu wurde uns dringend geraten... :unsure:



Wie sich herausstellte, hatte derjenige, der die Tischreservierung angenommen hatte, den Fahrdienst nicht notiert... Die Restaurantbesitzerin entschuldigte sich mehrfach und nachdem Luise auch noch im Restaurant anrief, da unser Auto nicht mehr an der Unterkunft stand, als sie zurück kam, ging der Malva Pudding zum Nachtisch für Markus auf's Haus!

Wir aßen alle Straußenfilet mit Kartoffeln und Gemüse, für Renate gab es vorher noch einen Bohnen- und für mich eine Butternutsuppe. Alles war sehr lecker!!! Yammi!!! :)







Daheim genehmigten wir uns auf der Terrasse noch einige Gin Tonic, bevor um elf dann die Lichter ausgingen. :kiss:

gefahrene Kilometer: 160
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