THEMA: Südafrika 2015: Rundreise ab / bis Johannesburg
20 Mär 2018 19:58 #515895
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  • yanjep am 20 Mär 2018 19:58
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Danke für die Blumen. Beim Schreiben werden Erinnerungen wach, bald geht es "as the crow flies" in den Norden von Namibia und nächstes Jahr nach Kapstadt und die Gardenroute :)

Aber jetzt auf zur letzten Etappe:


Nach einem letzten ausführlichen Schwatz mit dem Host sind wir wieder aufgebrochen. Auch diese Lodge kann ich, wie eigentlich alle in denen wir waren, ausdrücklich empfehlen. Die Aussicht auf Rhinos im Garten hat was, der Garten ist wunderschön und der Host war sehr nett und hilfsbereit.

Die Fahrt nach Salt Rock als Zwischenstop auf dem Weg in die Drakensberge bot mal wieder den viel zitierten Gegensatz von 1. und 3. Welt (3. Welt auf der Fahrt vorbei an Siedlungen aus Blechhütten und dem üblichen menschlichen und tierischen Leben neben und auf der Straße) und das recht wohlhabend anmutende Städtchen Salt Rock als Vertreter der 1. Welt.
Salt Rock ist eine hübsche kleine Stadt, unsere Unterkunft Zuider Zee Guest Houseten in einem Wohngebiet liegt am Rande eines Wohngebiets. Dort gibt es Holzbungalows wie unseren und Apartments im Haupthaus. Wir durften wählen und entschieden uns für den Bungalow mit Blick auf den auch hier wieder sehr schönen Garten.



Blick von der Terrasse über die Gärten bis zum Meer.

Dankenswerter Weise hatten wir zwei Schlafzimmer, so daß ich meine Erkältung ausleben und in der Nacht nach Herzenslust herumhusten konnte, ohne dauernd einen Ellenbogen in die Rippen zu kriegen :silly:

Gerne wären wir einen Tag länger geblieben, aber leider war die Anlage für den nächsten Tag ausgebucht. Den Abends haben wir auf Anraten des Host in einer recht netten Kneipe, in der es Köstritzer Schwarzbier für Mattes, Wein für mich und natürlich die obligatorischen Hamburger für uns beide gab, verbracht.

Insgesamt muß ich sagen, daß die Tips der Gastgeber für geeignete Verpflegungsstätten immer ausgezeichnet waren. Nun ja, sie leben dort und wissen, wo es gut ist :)

Der letzte Teil der Reise führte uns nach einer recht langen und eintönigen Fahrt für fünf Nächte in die Drakensberge, wo wir im Berghaven Holiday Cottages im Champagne Valley untergekommen sind. Der Blick vom Bett und der Terrasse aus war wunderbar,





Bei Tag schon wunderschön




In der Dämmerung noch viel schöner

es gibt auch einen kleinen Angelteich, auf dem man mit einem Boot herumpaddeln kann, wenn man mag.

Womit auch bewiesen werden kann, wie Bilder lügen können. Tatsächlich habe ich bei den beiden Bildern gemogelt und den Angelteich fotografiert, während ich auf dem Bauch vor dem Teich gelegen habe,

Tatsächlich sah es so aus (aber auch sehr schön, wie ich finde)








Das Gelände ist sehr weitläufig, die Hütten stehen weit genug auseinander, so daß man seine Ruhe hat.





Blick von der anderen Seite.

Die Betreiberin ist auch wieder sehr nett und hilfsbereit, eine kleine Bibliothek wird im Haupthaus für die Gäste vorgehalten.

Tja, wir hatten eigentlich vor, in den Drakensbergen zu wandern und den einen oder anderen Geocache zu suchen. Soweit der Plan....
Leider ist es anders gekommen als gedacht. Da ist natürlich nicht den bezaubernd schönen Drakensbergen anzulasten sondern war der ins Uferlose wuchernden Bürokratie geschuldet. Die Drakensberge sind nicht ein einziger Nationalpark sondern es gibt mehrere kleine Nationalparks in den Drakensbergen. Warum auch immer solche Zaunkönigreiche geschaffen wurden statt einen Nationalpark aus den Bergen zu machen. Die Eintrittsgebühr von jeweils 35 Rand pro Person ist allerdings nicht wirklich teuer.

ABER: Vor der Wanderung steht die Bürokratie, die hier in einem Maß auf die Spitze getrieben wird, daß es uns, ehrlich gesagt, gelangt hat. Zuerst sind wir zum Royal Natal Park gefahren, haben brav unseren Obolus entrichtet und wollten einen simplen Spaziergang auf einem der Wanderwege machen. Bevor man uns auf die Piste lassen wollte, sollten wir uns durch einen wirklich ellenlangen Fragebogen arbeiten. Name, Adresse, Telefonnummer (Mobil und Festnetz???, wollten die uns in Dortmund anrufen?), Car-Registration, ob wir einen Schlafsack mithaben (ganz offensichtlich nicht), ob wir Wanderschuhe anhaben (offensichtlich ja) und so weiter und so fort. Gefühlt (oder tatsächlich?) 10 Seiten mit mehr oder weniger sinnvollen Fragen waren durchzuarbeiten. Man konnte noch nicht mal mogeln und "leck mich" in die Spalten schreiben sondern der Torwächter hat jede einzelne Frage vorgelesen und die Antwort eingetragen. Bei der Frage nach der Farbe unserer T-Shirts ist Mattes der Kragen geplatzt, er hat die Brocken hingeschmissen und wir sind unverrichteter Dinge wieder gefahren. Und wenn Mattes die Hutschnur platzt, wars das. Jeder Versuch ihn umzustimmen ist ähnlich erfolgversprechend wie ein Hippo zu überreden, ein Tütü anzuziehen und ein bißchen Spitzentanz vorzuführen oder eine Meerkatze, keine Lebensmittel mehr zu klauen sondern einen Job beim Straßenbau anzunehmen B) . Mir hat diese sinnentleerte Fragerei über Seiten allerdings auch gelangt, das war einfach nur nervig. Nun mag man anmerken oder sich denken "die sollen sich nicht so anstellen, das bißchen Fragebogen ausfüllen" aber es ist eben wie es ist B)

Die Bratwurst, die wir fürs Abendessen vorgesehen haben, war dann auch noch ungenießbar... Aber um den Tagesabschluß doch noch annehmbar zu gestalten, haben wir aufgrund eines Tips der Unterkunftsbetreiberin eine sehr nette Kneipe mit Wifi, Wein und Hamburgern aufgetan, was die Laune deutlich gebessert hat.

Bei zwei weiteren Versuchen, einen Wanderweg in zwei der andern Zaunkönig-Naturschutzgebieten unter die Füße zu nehmen, sollte jeweils der gleiche endlose Fragebogen ausgefüllt werden, was wir schon aus Rücksicht auf Mattes Bluthochdruck erst gar nicht angefangen haben sondern wieder umgedreht sind. Bekannte wußten zu berichten, daß die Fragerei relativ neu ist und sie bei ihrem Besuch wenige Jahre vorher vollkommen unbehelligt in die Parks konnten.

Nun ja, so sind wir halt so ein bißchen umhergefahren und haben uns die wunderbare Bergwelt von außerhalb der Nationalparks angeschaut,










den Blick auf die Berge von der Terrasse aus genossen, relaxt und die Reise ausklingen lassen. Was ehrlich gesagt auch nicht das schlechteste war.

Die letzte Fahrt hat uns durch den sehr schönen und fragebogenfreien Golden Gate Park geführt. Fragebogenfrei, weil der Park zu SanPark gehört, die weniger datenhungrig sind und außerdem das Pförtnerhäuschen nicht besetzt war :laugh:





Ziel war als letzte Nacht vor dem Rückflug der Ort Harrismith, wo wir im Mountain View Inn genächtigt haben. Das Motel liegt mitten in einem Einkaufszentrum und ist ok für eine Zwischenübernachtung. Für den Abend haben wir uns dort in eine Kneipe verzogen, die einen auf "American Diner" macht, aber guten Wein und gute Hamburger bietet (also so langsam können wir einen "Führer zu den besten Hamburgern" und "Kochen mit nur einem Topf" schreiben).

Wir haben auf der Terrasse gesessen, als ein weißer PKW beim Wenden den etwa kniehohen Plastikzaun vom Nachbargeschäft umgefahren hat und weggefahren ist. Anstatt das Plasteteil einfach wieder aufzurichten, wurden wir von der Ladeninhaberin als offensichtliche Zeugen dieses Frevels intensiv zu unseren Beobachtungen vernommen, konnten aber nichts Sachdienliches beitragen. Es wurde dann noch die Security herbeigerufen, die das naheliegenste getan hat, nämlich den Zaun einfach wieder aufgestellt :P

Mattes ging es nicht gut und er hat sich irgendwann ins Bett verkrümelt, aber ich hatte noch keine Lust, mich an so einem schönen warmen Abend vor dem Rückflug in den Dortmunder Herbst ins Bett zu verziehen. Also habe ich mich auf eine Bank vor dem Zimmer gesetzt und einen meiner geliebten Schimanski-Tatorte, die ich mir bei youtube runtergeladen und gespeichert hatte, auf dem Tablet anzusehen. Es wurde recht spät und der arme Security-Mitarbeiter ist immer öfter um mich rumgeschlichen um zu sehen, ob ich als letztes zu bewachendes Objekt nicht endlich ins Bett gehen will. "Geh schlafen, weiße Frau" war überdeutlich in seinem Gesichtsausdruck zu lesen :whistle: Nein, ich will noch nicht ins Bett, ich will meinen Tatort gucken. Gefahren irgendwelcher Art waren nicht ersichtlich und ich habe dem armen Mann gesagt, er könne ruhig Feierabend machen. Das konnte er mit seinem Gewissen und seiner Berufsehre nicht vereinbaren, also habe ich ihm eine "Überstundenzulage" in Form eines großzügig bemessenen Trinkgeldes überreicht. Das war offenbar in Ordnung, ich konnte meinen Tatort in Ruhe und Frieden zu Ende gucken.

Die Fahrt zum Flughafen war, je näher wir Johannesburg kamen, über die Autobahn recht anstrengend, aber zum Glück war alles gut ausgeschildert. Die Fahrzeugrückgabe war dann schnell erledigt, weil dem Mitarbeiter bei der Rückgabestation nur interessiert hat, ob der Tank voll war; das war er, also Klamotten raus aus der Karre, Schlüssel übergeben und fertig.

Wir sind dann nach einem letzten Castle Bier auf der Raucherterrasse noch ein bißchen durch den Flughafen gestromert und haben dann in der sehr gut ausgestatteten Emirates-Lounge bei leckerem Essen und Trinken (Amarula, Wein und Schampus) auf unseren Flug gewartet. Der Rückflug war mit einer 777ER, der Zwischenstopp mitten in der Nacht konnte zum Glück wieder in der Emirates Lounge im A 380 Terminal in bequemen Sesseln, WLAN , einer Dusche und einem Frühstück vom Buffet ganz gut überbrückt werden. Frühmorgens ging es mit dem A380 weiter, der Flug konnte mit Frühstück (wahlweise mit Saft oder Schampus), Lunch und einem abschließenden Besuch in der Bordbar ausgehalten werden .

Als Film gab es unter anderem den auf Video brandneuen Jurassic World, das übliche Gerenne, Gekreische und Gemampfe, aber ganz unterhaltsam anzuschauen.

Das Unterhaltungsprogramm bei Emirates ist ohnehin große Klasse, die Filme sind on demand, man kann also während des Essens als zivilisierter Mensch den Film anhalten und danach weitergucken. Es gibt aktuelle Spielfilme, Filmklassiker, alle mögliche Disney Filme, einen Sportkanal und die wunderbar kitschigen Filme aus Arabien und Bollywood (ich liebe diese Bollywoodfilme) nebst Musik und Spielen. Beim Angebot werden keine Unterschiede zwischen den Klassen gemacht, IFE ist für alle gleich.

Mattes döst meist irgendwie vor sich hin und mir kommt auf Flügen die Aufgabe zu, die Mahlzeiten für ihn auszuwählen, die seinen Ernährungsvorschriften oder besser "Kenn ich nicht, mag ich nicht, ess ich nicht" entsprechen. Also kein Fisch oder was sonst im oder in der Nähe von Wasser lebt, Brokkoli, etc. etc.
Da fällt mir ein, irgendwann auf einem Flug Richtung Australien war die Business überbucht und wir wurden als Statuskunden kurzerhand in die First verfrachtet. Da war die Essensfrage nicht leicht zu lösen. Ein Zwischengang war wahlweise Kaviar, Hummer und noch irgendwas, das wir zwar noch nicht probiert haben aber bestimmt nicht mögen. Der arme Steward hat in seiner Verzweiflung sehr leckere Tomatensuppe aus der Eco für uns organisiert (weil nicht aufessen, das geht nicht, nicht in meiner First, so der O-Ton)

Nach der Landung in Düsseldorf wurden wir schon von dem bestellten Fahrer der Sixt-Limousine erwartet (kostenfrei in der Buchungsklasse bis 40 Kilometer, dann 1 Euro pro Mehrkilometer) und in das herbstlich kalte und regennasse Dortmund gefahren. Ich schätze diesen Service sehr, denn mit allem Gepäck nach dem langen Flug noch mit Bahn und Taxi nach Hause zu fahren, ist deutlich weniger angenehm.

Damit endet die Reise, im nächsten und letzten Teil schreibe ich noch was zu den (überwiegend sehr positiven) Eindrücken von Land und Leuten und was uns der Spaß unter dem Strich gekostet hat.

Yanjep
Letzte Änderung: 20 Mär 2018 22:32 von yanjep.
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20 Mär 2018 21:42 #515908
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Ein kleines Fazit von unserer ersten Reise nach Afrika:

Wir waren noch nie auf dem afrikanischen Kontinent und wollten in Südafrika als "Africa for beginners" mal schauen, wie es uns dort überhaupt gefällt.

Überwältigend waren natürlich die Tiere. Nicht nur die Großen sondern auch die kleinen Tiere und die Vögel, z.B. diese metallisch schimmernden schwarzen Vögel. Besonders die Tiere, die hierzulande mehr schlecht als recht in Zoos gehalten werden, in freier Wildbahn zu sehen und ihr Sozialverhalten zu beobachten, war überwältigend. Unser erster Elefant, den wir während der Flußfahrt beobachten konnten, hat uns umgehauen. Im Kruger dann beim ersten gamedrive ein alter Elefantenbulle, der direkt neben der Straße im Schatten an einem Baum gelehnt hat; wir haben uns kaum getraut, vorbeizufahren (tut er was, will er spielen). Als wir im Unauffälligkeitsmodus vorbeigeschlichen sind, hat er uns nicht mal beachtet B)

Die Leute waren sehr offen und freundlich, wir sind überall schnell ins Gespräch gekommen. Die Schulkinder im Botanischen Garten z.B. hatten überhaupt keine Berührungsängste und waren richtig niedliche Teenies. Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt, auch beim Einkaufen in ländlichen Supermärkten wurden wir nicht weiter beachtet. Wenn überhaupt, haben Mattes lange Haare die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich gezogen.

Die Natur in den Nationalparks in den Bergen war ein Erlebnis besonderer Art.
Auch das unglaubliche Gewusel und Gewimmel auf den Straßen und Märkten war schon was Besonderes. Für erfahrene Afrikareisende mag das bestimmt lapidar klingen, aber für uns war es eine komplett neue Erfahrung.

Unseren Vorlieben ist auch entgegengekommen, dass wir meist in frei stehenden Cottages mit Selbstversorgung untergekommen sind. Wir stehen nicht so auf Hotel und Restaurant sondern bevorzugen selber kochen und eigene Terrasse zum abends draußen sitzen. Oder aber eine Gaststätte nach unserem Geschmack mit Hausmannskost.

Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir auch mal in einer privaten game lodge Station machen sollen oder nicht. Wir haben uns dagegen entschieden, weil wir viel Geld für Leistungen hätten zahlen müssen, auf die wir keinen Wert legen. Wie z.B. Vollpension und zwei mal täglich organisierte gamedrives mit allen möglichen Leuten an Bord. Allein die Vorstellung, im Morgengrauen ohne eine ausreichende Menge an Kaffee im Bauch im "Sprich mich bloß nicht an-Modus" mit irgendwelchen potentiellen Nervbolzen in einem gamedrive-Fahrzeug durch die Gegend gefahren zu werden, läßt uns schaudern. Für andere mag das blöd klingen, aber unser Ding ist es nun mal nicht. Letztlich hat es uns in den Unterkünften mit Selbstversorgung oder den von den hosts empfohlenen Lokalen sehr gut gefallen.

Außerhalb der Nationalparks war allerdings die Landschaft auf unserer Reiseroute arg zersiedelt und mit Bäumen in Monokultur bewachsen. Immer abwechselnd Monokultur / Blechhütten / Monokultur / Blechhütten. Oder endlose Felder mit Zuckerrohr, Zuckerrohr und nochmal Zuckerrohr....
Allerdings verschafft die Agrarwirtschaft den Leuten Lohn und Brot, das ist uns völlig klar. Schön anzusehen ist es trotzdem nicht.

Ich fand ganz gut, dass wir die Unterkünfte vorgebucht haben, auch wenn das sonst nicht so unsere Gewohnheit ist. Das hat es uns erspart, abends erst noch lange zu suchen. Die bushbaby lodge z.B. war gar so ohne weiteres zu finden und lag im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Busch. Andere Unterkünfte lagen mitten in einem Wohngebiet und wären gar nicht so einfach zu finden. Dank Internet und Google Street View ist es ja einfach, schon vorher zu sehen, was man sich da zusammenbucht.

Vier Wochen waren allerdings ein bißchen zu lang für die Strecke, drei Wochen hätten völlig gelangt.

Nervig fand ich die überbordende Bürokratie mit ihrem Formularwesen. Oder Mitarbeiter, die endlos und gefühlt getrübt von keiner Ahnung, Dienst nach Vorschrift schiebend, auf ihrem Terminal rumgehackt haben wie in bei der Autovermietung und beim Ausstellen der Wild Card .

Aufgefallen ist mir auch der Einkommensunterschied zwischen Schwarz und Weiß. Hier die schicken Einfamilienhäuser der Weißen mit schwarzem Hauspersonal, das offenbar für kleines Geld abwäscht und den Garten macht und da die Hütten auf dem Land, in denen die schwarze Bevölkerung lebt. Vorurteile gegenüber der schwarzen Bevölkerung scheinen auch recht weit verbreitet zu sein, wie ich aus so einigen Bemerkungen im Gespräch herausgehört habe. in Kneipen oder Restaurants, die von Weißen frequentiert wurden, habe ich Schwarze auch nur als Kellner oder Klofrau gesehen, nie als Gäste.
Das war jedenfalls in Namibia, wo wir im Mai 2017 waren, anders. Sogar im absoluten Tourischubs Joes Bierhaus saßen schwarze Gäste, ebenso wie in einigen Unterkünften morgens am Frühstückstisch. In einer Unterkunft war ein Trupp Monteure über das Wochenende untergebracht, deren Chefin eine schwarze Frau war. Auch Manager in den Unterkünften und Camps waren oft Schwarze, die ihren Job kompetent und selbstbewußt gemacht haben. Da fehlt es in Südafrika noch so ein bißchen.

Ausgegeben haben wir:

657 Euro für den Mietwagen

1.214 Euro für Unterkünfte

225 Euro für Benzin

709 Euro für Lebensmittel, Kneipe, Hamburger und Eintrittsgebühren incl. Wild Card

und natürlich die Flüge

Und jetzt habe ich fertig und trinke erst mal einen Amarula

Danke fürs Lesen

Yanjep
Letzte Änderung: 20 Mär 2018 23:18 von yanjep.
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20 Mär 2018 22:13 #515917
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  • Makra am 20 Mär 2018 22:13
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Danke für deinen schönen Bericht ! Wann seid ihr da gewesen ? Wir haben im Mai 17 eine ähnliche Tour gemacht und in den Drakensbergen im Thendele Camp gewohnt. Da musste man glücklicherweise noch nicht seine gesamte Persönlichkeit offen legen ;)
Liebe Grüße
Makra

Warum ist man heutzutage mit einer anderen Meinung immer gleich ein Feind, und nicht einfach jemand mit einer anderen Meinung?
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20 Mär 2018 22:20 #515918
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  • Mattes-do am 20 Mär 2018 22:20
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Wir waren im September/Oktober 2015 dort.

Ich könnte mir vorstellen das man Leute die In den Camps übernachten doch etwas anders behandelt als simple Tagestouristen (die ja auch nicht soo viel Geld da lassen).

Gruß,
Mattes
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20 Mär 2018 22:35 #515920
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  • Makra am 20 Mär 2018 22:13
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Mattes-do schrieb:

Ich könnte mir vorstellen das man Leute die In den Camps übernachten doch etwas anders behandelt als simple Tagestouristen (die ja auch nicht soo viel Geld da lassen).

Du meinst sozusagen zur Abschreckung .... :P
Liebe Grüße
Makra

Warum ist man heutzutage mit einer anderen Meinung immer gleich ein Feind, und nicht einfach jemand mit einer anderen Meinung?
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20 Mär 2018 22:44 #515922
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  • yanjep am 20 Mär 2018 19:58
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Oder es ist das Papier für die Fragebögen war ausgegangen, der Drucker war kaputt, der Mann, der Fragebögen nachliefern soll hat sich krank gemeldet :evil:

Oder sie sind zu dem Schluß gekommen, daß man es mit der Fragebogenausfüllerei auch einfach bleiben lassen kann.


Yanjep
Letzte Änderung: 20 Mär 2018 22:46 von yanjep.
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