THEMA: Südafrika 2015: Rundreise ab / bis Johannesburg
16 Mär 2018 14:13 #515183
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  • Netti59 am 16 Mär 2018 14:13
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Hallo Mattes,
ist die Wanderung eventuell hier beschrieben?
www.blyderiversafari.../graskop_trails.html

Der Wasserfall sieht sehr schön aus, die Wanderung hat sich richtig gelohnt ;)

LG Netti
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16 Mär 2018 15:20 #515196
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  • Graskop am 16 Mär 2018 15:20
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Hallo Mattes, Hallo Netti,
vielen Dank euch beiden!
Wir wollten heute eigentlich mit dem neuen Graskop Lift
fahren und unten im Tal ein wenig wandern. Der Lift war aber defekt
und so haben wir einen neuen Versuch zu den Falls gestartet.
Beim ersten Mal hab ich einfach zu früh aufgegeben, weil sich der Weg
auf einmal teilte. Dabei hätte ich einfach nur weiter latschen müssen :woohoo:
Beide Wege führen zum Erfolg. Lohnt sich echt, die Fälle sind wunderschön!!
Danke noch mal.
LG
Graskop
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16 Mär 2018 18:20 #515255
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  • yanjep am 16 Mär 2018 18:20
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Hi Graskop,
freut mich, daß Dir die Fälle gefallen haben. Ich hoffe, Du hattest Badesachen mit :)

Aber weiter mit dem Bericht:

Am nächsten Tag sind wir von Graskop durch ein zauberhaft schönes Bergpanorama




zu unserer nächsten Unterkunft, dem Arimagham Guest House in Phalaborwa in der Nähe des Gates zum KNP gefahren. Es wurde langsam knalleheiß, ein willkommener Kontrast zum Nebel und Regen an der Panoramaroute.

Das Guesthouse liegt in einem Wohngebiet und sieht von außen eher unscheinbar aus, hat aber einen wunderschönen Garten. Auch die Zimmer sind nett möbliert und man kann auf der Terrasse mit Blick auf den Garten draußen sitzen. Wie offenbar üblich, ist das Anwesen festungsähnlich gesichert mit Rolltor, stabilen Zäunen und allem drum und dran. Der Inhaber ist ein Wiener, der seit 50 Jahren in Südafrika lebt und früher ein Unternehmen in der Touristikbranche geführt hat. Er ist sehr nett, hat aber für deutsche Gewohnheiten etwas sonderbare Ansichten über Selbstverteidigung und die dafür nötigen Mittel (incl. 45er immer am Mann). Abends waren wir in einem von ihm empfohlenen Grill und haben leckere Hamburger gegessen und Wein getrunken. Die Empfehlung war gut, allerdings haben bei dem wunderbaren Wetter die anderen Gäste drinnen gehockt statt auf der Terrasse (klar, es lief Rugby). Dann noch ein Glas Wein im Guesthouse (an den Vorräten des Host in der Hausbar dürfen auch Gäste gegen einen wirklich kleinen Obolus teilhaben) und eine leider unruhige Nacht, weil sich Mosquitos im Duschvorhang eingenistet hatten. Aber das Frühstück war gut und reichhaltig.

Am nächsten Tag wollten wir "mal eben" die Wild Card am Gate erwerben und durften erleben, daß die südafrikanische Bürokratie die vielgescholtene deutsche Bürokratie vernichtend um Längen schlägt. Was die nicht alles mit der Aura leichter Überforderung mit ihrem Terminal veranstaltet haben, bis wir dann nach Ausfüllen eines Fragebogens endlich eine vorläufige Wild Card in Händen hatten...... Dabei wollten wir nur für ein paar Tage in den Kruger zum Tiere gucken, dafür gibt es ja den Park und die Wild Card :whistle: . Was mir an der Wild Card sauer aufgestoßen ist, ist der Umstand, daß Besucher aus Überseee nicht nur zackig mehr zahlen müssen und daß es nur täglichen Eintritt gibt oder eine Jahreskarte. Gerade für Besucher aus Übersee wären Wochen- oder Monatspässe besucherfreundlicher.

Als wir endlich aus dem Office raus waren, wollten wir eigentlich zu einem Pub in einem Baobab-Tree fahren, haben uns aber wegen der Hitze und der doch recht langen Strecke entschlossen, den Rat unseres Host zu folgen und von einer Lodge aus eine Flußfahrt auf dem Olifants River zu unternehmen. Die Anfahrt zur Lodge war etwas abenteuerlich, die Strecke führte quer durch eine Industrieanlage. Wir haben uns promt verfahren und wurden von der Security auf den rechten Weg geleitet. :whistle: Kurz vor dem Ziel ist uns noch ein großer und offensichtlich als Einzelgänger unterwegs gewesener Büffel (unser erster)



mehr oder weniger direkt vor das Auto gerannt. Im Barbereich der Lodge haben wir noch ein paar Castle Bier getrunken, bis es um 15:00 dann losging mit der Flußfahrt.



Während wir langsam und gemütlich den Olifant River längsgetuckert sind, haben wir am anderen Ufer unseren ersten frei lebenden und nicht von tristen Zoomauern eingeschlossenen Elefanten gesichtet und natürlich hingebungsvoll fotografiert. Ich habe bestimmt 100 Fotos von dem Eli gemacht, so aufregend fand ich es.





Krokodile, Kormorane, Reiher, echt afrikanische Ausflugsboote und Flußpferde waren weitere Erstsichtungen. Sehr schön das ganze.





Zum Abschluß gab es noch einen (auch hier den ersten) echt afrikanischen Sonnenuntergang über dem Fluß.





Abends haben wir wieder Hamburger und Wein im Grill verspeist, die anderen Gäste saßen auch wieder drinnen (was Wunder, es gab Rugby). Nach einer weiteren Klönrunde mit dem Host konnten wir diese Nacht ungestört und ohne Mozzi-Attacken schlafen.
Offenbar wurden sie einer der Behandlungen unterzogen, die unser Host bei jeder Art unerwünschter Eindringlinge für angemessen hält :ohmy:

Wir waren häufig in privat geführten Guesthouses und mir hat gut gefallen, dass wir überall netten und persönlichen Kontakt mit den Betreiber hatten, die uns mit guten Tips für schöne Restaurants / Bars und Ausflüge versorgt haben und man interssante Infos über das Alltagsleben in Südafrika erhalten hat.
Yanjep
Anhang:
Letzte Änderung: 16 Mär 2018 18:49 von yanjep.
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17 Mär 2018 07:37 #515315
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  • ANNICK am 17 Mär 2018 07:37
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Guten Morgen Yanjep,

Fast hätte ich die Reise verpasst......... :whistle:

Habe noch ein Plätzchen auf dem Dach gefunden und freue mich schon auf andere Tiersichtungen. :)

Schönes Wochenende wünscht
Annick
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17 Mär 2018 10:50 #515335
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  • yanjep am 16 Mär 2018 18:20
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Schön, daß Du dabei bist.

Tiere kommen, weil nun geht es in den Kruger-Nationalpark.

Yanjep
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17 Mär 2018 13:33 #515370
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  • yanjep am 16 Mär 2018 18:20
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Morgens haben wie uns erst mal verproviantiert und sind dann zum Gate aufgebrochen. Frohgemut wollten wir in den KNP einfahren, aber der Mann am Gate wollte uns nicht durchlassen und hat uns mit lässiger Geste Richtung Parkplatz gewiesen. Uns dann auch noch zu sagen, warum er uns nicht reinlassen will, wäre wohl etwas viel der Mühe gewesen.
Wir haben etwas gerätselt, wie es wohl weitergehen mag, es war später Vormittag, die Temperatur im Auto rückte langsam in Richtung Backofen :S .

Wir haben dann beobachtet, daß die anderen Parkbesucher am Gate ein Blatt Papier vorgewiesen haben. Aha, ein offizieller Zettel, der den Zugang ermöglicht...... Vermutlich bekommt man den im Büro. Allerdings haben wir am Vortag am Gate des Parks die Wild Card erworben. Den Schluß, daß wir als Touris aus Übersee möglicherweise in nächster Zeit an gerade diesem Gate in den Park möchten, hat die Dame, die uns gestern die Wild Card ausgestellt hat, offenbar nicht gezogen. Sonst wäre es naheliegend gewesen, uns auch gleich das Permit anzubieten oder zumindestens zu informieren, daß wir eines brauchen und - noch weitergehend - das Formular zum Ausfüllen zu geben. Mattes stand kurz vor dem emotionalen Siedepunkt, also bin ich alleine in das Büro und habe dann auch das Permit bekommen. Erstaunlich genug, daß man auch ein Permit braucht, um den Park wieder zu verlassen.... Aber wenigstens das sollte automatisch beim Auschecken in der letzten Unterkunft ausgestellt werden. Um den Park zwischendurch zu verlassen, weil man z.B. einkaufen will, braucht man noch ein extra Permit, daß man sich vor der Ausfahrt am Gate ausstellen lassen kann. Vergißt man das: Siehe oben :silly:

Noch ein Wort zu den Unterkünften und dem Eintritt / Wild Card: Die Camps sind schöner als im Etosha, wie ich finde. Zu den Campingplätzen kann ich nichts sagen, wir hatten feste Unterkünfte. Es gibt Hütten in verschiedenen Kategorien (mit Küche und Bad / nur mit Bad und Gemeinschaftsküche / mit ohne alles und Gemeinschaftsbad und Gemeinschaftsküche). Nur wenn man eine Unterkunft mit Küche hat, gehören Kochutensilien und Geschirr dazu, sonst nicht. Rechtzeitiges Buchen empfiehlt sich. Es gibt aber recht nette Restaurants, die an private Betreiber verpachtet sind und ganz ordentlich ausgestattete Shops. Man merkt schon, daß sie nicht staatlich betrieben werden.
Die Wild Card ist ein Jahr lang gültig und nicht übertragbar. Sie ermöglicht den Eintritt in SanParks, die Unterkünfte sind nicht inbegriffen und extra zu bezahlen. Man kann sich leicht ausrechnen, ob sich die Wild Card lohnt oder ob man mit Tagestickts günstiger wegkommt. Es gibt auch Parks anderer Betreiber, da gilt die Wild Card natürlich, oder besser gesagt leider, nicht.

Aber jetzt weiter im Reisebericht:

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft im Mopani Rest Camp haben wir trotz Mittagshitze schon die ersten Elefanten, Antilopen und Gnus gesehen, sehr schön!













Die Lage des Camps ist sehr schön an einem Damm mit vielen Vögeln



(Beispielbild, andere Vögel als diesen glänzenden Gesellen gab es natürlich auch)

gelegen und die Hütte einfach aber mit allem ausgestattet, was wir benötigen. Nach Spagetti Carbonara zum Abendessen habe ich noch eine Runde im mittlerweile unbeleuchteten Pool gedreht (war ein bißchen unheimlich, ehrlich gesagt). Wir haben noch ein Paar Gläschen sehr leckeren südafrikanischen Weißwein weggeschlabbert und dann ab ins Bett.

Am nächsten Morgen sind wir gegen 8:00 losgefahren (ich weiß, wir hätten früher loskommen sollen, aber ich mag nicht im Morgengrauen aufstehen und ohne Frühstück losfahren). Tiersichtungen mit Elefanten, Büffeln, Zebras und Antilopen hatten wir trotzdem reichlich.
















Herr und Frau Büfffel im Schmusemodus

Ist schon beeindruckend, die Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, statt im Zoo. Vor allem bei den Elefanten kann ich mir nicht vorstellen, daß die mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten und Platzbedarf in einem Zoo auch nur annähernd artgerecht gehalten werden können. Nach einem Besuch im Shingvedzi Camp, wo gerade ein Festival mir klassischer Musik stattgefunden hat, sind wir zu unserem Camp zurückgefahren. Dort konnte ich zu meinem größten Erstaunen feststellen, daß der Raum hergerichtet und das Geschirr abgewaschen worden ist. Da hätte ich im Leben nicht mit gerechnet.

Nach Spagetti Bolognese (wir mögen nicht grillen) noch ein bißchen faulenzen und im Pool plantschen sind wir gegen Abend in Richtung Bar geschlendert in der Hoffnung auf ein gemütliches Glas Wein auf der Terrasse. Pustekuchen, die Bar war zu und das Restaurant proppevoll ( Hatte ich schon erwähnt, daß Rugby WM war?). Na egal, dann eben Sonnenuntergang gucken am Damm,





ein paar Chips zum wohlweislich vorrätig gehaltenen Wein futtern und ab in die Falle.

Yanjep
Anhang:
Letzte Änderung: 17 Mär 2018 13:56 von yanjep.
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