THEMA: Ostern im Krüger - mit Bat im Bett
06 Jun 2017 09:59 #477239
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Willkommen in der Lodge:


Der Empfang und die schöne Lodge, am Trockenflussbett „Sand River“ gelegen, entschädigten für das Gerüttel der Anfahrt. Die Lodge besteht aus 10 Chalets, die mit Holzstegen miteinander verbunden sind, jedoch recht weit auseinander liegen.









Nach dem Erfrischungsdrink brachte man uns in Chalet #1, ganz am Ende der Anlage gelegen, schön privat.







Tagsüber durfte man hier allein gehen, nach Einbruch der Dunkelheit wurde man begleitet.
Wir genossen die Ruhe der schönen Terrasse, beobachteten einen sehr aufgeregten Impala-Bock, einige Vögel und die herrliche Außendusche. Was ist das Leben doch schöööööön….. :)


Erbitte Hilfe: Wie heißt der Vogel?




Der Gelbschnabeltoko sollte die nächsten beiden Tage noch eine große Rolle spielen...

Um 15.30 Uhr gingen wir zum Maindeck



- hier begrüßte uns unser Guide Charl, ein junger Lehrer (Bio/Erdkunde/Astronomie) aus Kapstadt.
Es gab Fingerfood-Leckereien (warum habe ich kein Foto gemacht???), Obst und Käseplatten.
Dann lernten wir unsere Mitfahrer kennen - ein sehr sympathisches Flitter-Pärchen aus Irland und drei befreundete Amerikaner.
So hatte jeder eine Reihe für sich - und der Gamedrive begann um 16.00 Uhr.
Letzte Änderung: 06 Jun 2017 10:19 von Strelitzie.
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08 Jun 2017 08:37 #477454
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Ich hoffe, es hat beim Warten keiner einen Sonnenbrand bekommen.... B)
Es geht also los:
Wir saßen also im Auto und Charl fragte zunächst nach unseren Erfahrungen im südlichen Afrika; wer schon zuvor auf Safaris war, wer was sehen möchte ... die Amerikaner waren Birder - und sagten sofort, dass sie NUR Interesse an Vögeln hätten.... upps, das konnte ja lustig werden. Uns "fehlte" noch der Leo für unsere Big5, überhaupt gern Katzen...
Charl begann dann erstmal, einen Termitenhügel genau zu erklären - wir hatten ja mindestens 3 Stunden Zeit für den Gamedrive.... ;) Da quakte der 1.Amerikaner lauthals dazwischen: er hatte einen Gelbschnabeltoko entdeckt....

Die Lodge hat ihre eigene Konzession, in der es jedoch sehr „quiet“ war, so fuhren wir auf den Straßen des KNP- allerdings auch später auf den abgeriegelten.
Zunächst sahen wir Giraffen - auch wenn man anfangs genauer hinsehen musste.





Die Affen hatten gerade "Hygiene" auf dem Kinderstundenplan stehen





Da knatterte das Funkgerät und Charl erhielt eine Meldung .... zuvor mussten wir aber die komplett zerstörte Straße umfahren; der Fluss hatte ganze Arbeit geleistet.



An einem Loop sahen wir dann den Grund der Meldung des Funkgeräts: 12 Cubs! Ein herziges Dutzend.









Sie warteten auf Mütter und Tanten, hatten auch keine Lust - oder ein Verbot - sich zu bewegen, vielleicht mal ein bißchen zusammenzurücken - für ein Familienfoto.




Die Birder machten übrigens kein einziges Foto! :woohoo:

Den Sundowner genossen wir an einem Hippo-Pool, mit hereinbrechender Dunkelheit machte sich das mächtige Hippo gerade auf zum Dinner.







Beim Herumspielen mit Licht und Dunkelheit verstellte ich meine Kamera - das obligatorische Chamäleon im Baum verpasste ich, weil ich in der nun völligen Dunkelheit an meiner Kamera nichts erkannte. Die Taschenlampe hatten wir nicht mit und auch kein Handy! :blink:



Ich drehte an allen Knöpfen, als uns plötzlich, kurz vor der Lodge zwei Stachelschweine vor das Auto liefen - und ich knipste einfach nur, in der Hoffnung, irgendwas ließe sich mit Photoshop schon herausholen….









Ich hatte allerdings zufällig den „Nachtmodus“ auf meiner Kamera erwischt - ich wusste bis dahin gar nicht, dass es sowas gab… Ich war jedenfalls zufrieden! :) 20.000 Iso machte es möglich!
Charl erklärte uns schließlich noch den südlichen Sternenhimmel, ganz der Lehrer machte er es wirklich toll!

Um 19.30 Uhr waren wir wieder in der Lodge, enterten die Bar, der GinTonic und Amarula auf Eis schmeckten und das anschließende 3-Gang-Dinner ebenso. Es wurde an langer Tafel gegessen, zusammen mit den beide Guides der zwei Autos.
Nach dem Abendessen wurden wir von unserem Guide zu unserem Chalet gebracht, wo wir noch bei Kerzenschein und Räucherspirale auf der Terrasse saßen.
In der Nacht zeigte ein mächtiges Löwengebrüll an, dass er in der Nähe wohnte....
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09 Jun 2017 15:08 #477577
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So, neuer Tag - es geht weiter! :)

Um 5.20 klingelte unser Handy- meine Güte, im Urlaub! :laugh: - um 5.30 Uhr kam der Guide-Weckruf (hier per Telefon, wie unromantisch...) , dann ging es zum Früh-Frühstück, Tee, Kaffee, Gebäck - um 6.00 Uhr war Abfahrt.
Zunächst sahen wir die Baboons bei der Morgentoilette - wobei einer es sehr wörtlich nahm. Die Frauen im Auto schrieen dann entsetzt auf, als der Kleine zur "Untersuchung" ansetzte...







Dann fuhren wir an den Platz mit den Löwencubs - sie waren wohl dem Ruf der Mütter gefolgt.
Charl suchte den sehr aktiven Nachtlöwen - und entdeckte ihn! Der war leider leider noch sehr müde von seiner bewegten Nacht und lag sehr verdeckt im mannshohen Gras. Er hatte noch keine Lust auf Touristen….







Mitten auf der Straße mussten wir dann dieser Schnecke Vorfahrt gewähren (sie war ca. 10 cm groß) - ich fand sie sehr eindrucksvoll, habe aber leider ihren Namen vergessen.



Ein einsamer Mungo turnte auf einem Felsen,





und dann entdeckte ich in weiterer Entfernung eine Elefantenherde. Immer wieder erstaunlich, wie schnell Elefanten doch sind. Während wir auf die Elefanten warteten, sahen wir den 200. Gelbschnabeltoko, immer wieder wurde er auf's Neue bestaunt. Dabei wünschten sich unser Birder an Bord unbedingt einen Sekretär!







Nach der kleinen Elefantenherde entdeckte ich Giraffen





und am "Hippo-Pool" einen Nimmersatt Sattelstorch! Danke, Walter.



Kein Ersatz für einen Kori Bustard oder Sekretär, aber die Amerikaner freuten sich.
Dann machte ich sie noch auf eine hübsche Gabelracke aufmerksam und Charl sah einen Hammerkopf





Anschließend fuhren wir einen großen Loop, es kam mir endlos vor… Die Anti-Poaching-Einheit war auch schon auf dem Weg



Nachdem wir alle gut durchgeschüttelt waren, fragte ich vorsichtig an, wonach wir vielleicht Ausschau halten sollten - ich hatte ja nämlich schon die Elefantenherde, die Giraffen.... entdeckt. :)
Rhino-Familiy war die Antwort von vorn - Charl war etwas genervt von den Amerikanern, die bei jedem vorbeifliegenden Gelbschnabeltoko um "Stop" baten!
Und endlich entdeckte ich, im tiefen Gebüsch, einen grauen Rücken - und rief kurz, leise: „Stop“.
Der Ami-Birder brüllte anschließend im Wortschwall, dass ich etwas entdeckt hätte und Charl rückwärts fahren müsse! Da war dann auch das Rhinobaby verschwunden….. grrrrrrrrr







Wir warteten dann eine Weile, bis sich die scheue Familie wieder ans Licht wagte - ich ärgerte mich maßlos über den Menschen. Interesse an der Rhino-Familie hatte keiner der Amerikaner - nur an den Madenhackern und am 205. Yellow Hornbill ….. Wir waren lange unterwegs, die Route beschreibe ich nicht- wegen der Rhinos.
Auf dem Rückweg sahen wir noch einen Steenbok und ein paar Waterbucks.





Auf die Gabelracke machte ich die Birder dann nicht aufmerksam - auch ich war genervt von ihnen. Das sollte aber noch steigerungsfähig sein....


Um 10.00 Uhr kehrten wir zurück zum Frühstück, das schon sehr liebevoll von zahlreichen Damen der Lodge vorbereitet war. Die lange Tafel war wieder drinnen gedeckt, die Verandascheiben waren aber alle aufgezogen. Schnell deckte ich uns einen Tisch draußen ein - das schöne Wetter musste genossen werden, zu Hause goss es noch immer!



Warum habe ich den kahlen Tisch - und nicht den schön gedeckten fotografiert? Warum nicht das schön angerichtete Frühstücksbuffet? Hm - das schreit nach Wiederholung! :whistle:
Letzte Änderung: 09 Jun 2017 16:50 von Strelitzie.
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10 Jun 2017 21:33 #477750
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Nach dem späten Frühstück, eigentlich war es schon ein Brunch, ging es zur Erholung und Augenpflege ins Chalet. Auf der Terrasse hielt ich Ausschau nach dem Löwen, sah aber nur einen ständig mit sich selbst kämpfenden Impala-Bock. Dann beobachtete ich die Meerkatzen bei ihrem Trinklehrgang - zuerst holte sich Mama eine Erfrischung, dann wurde das nicht mehr ganz kleine Junge zur Dusche gebracht und eingewiesen.









Irgendwann fiel mir ein, dass es hier doch einen Pool gab und das in der Nähe des Office das Wlan funktionieren sollte - allerdings sehr laaaangsam.



Um 15.30 Uhr gab es wieder High-Tea, um 16.00 Uhr Abfahrt zum Gamedrive. Zunächst fuhren wir durch das schöne, aber ruhige Konzessionsgebiet, Charl hoffte, Hyänen zu sehen. In Ermangelung eines Sekretärs hielten wir aber für diverse Gelbschnabeltokos... ;) dann sahen wir wieder einige Giraffen, leider sah eine recht "geflickt" aus.





Affen, Impalas erwähne ich gar nicht mehr und dann ein leider weit entfernter Löwe im Trockenflussbett - er musste direkt vor unserer Lodge liegen!


mit Phantasie sieht man ihn langgestreckt vor den Steinen hinten liegen

Anschließend sahen wir diesen schönen Vogel (Crested Barbet, danke M@rie), ich freute mich mit unseren Birdern


Den Sundowner nahmen wir direkt am Riverbed des Sabie, dazu fuhren wir die gesperrte Straße - die am Ende den Wassermassen zum Opfer gefallen war.
Dabei begegneten wir kurz einem Nyala, wie schön.







Während des Sundowner knackte es ständig im dichten Busch hinter uns, mich verließ der Mut und fix saß ich sicher im Auto. Und wenig später, gerade als meine Mitfahrer auch an Bord waren, kam er aus dem Dickicht!


Episode am Rande: bei der Abfahrt vom Sundowner fragte Charl, ob jemand eine Insektenbrille haben wolle - nein, es benötigte keiner die Brille - alle Mitfahrer waren Brillenträger. Nach ca. 10 minütiger Fahrt rief einer meiner amerikanischen Freunde: Stop! Nun wollte er doch eine Brille haben..., zum dreimaligen Platzwechsel während der Fahrten will ich ja gar nichts sagen - dafür müsste Charl ja nicht in der Dunkelheit das sichere Auto verlassen! :blink:

Zurück auf der Teerstraße trafen wir dann auf den zweiten Guide der Lodge, der den Male-Löwen verfolgt hatte - und nun erlebten wir ein einzigartiges Schauspiel: Lion on the Road
der Löwe ging unbeirrt neben uns seinen Weg, er lief auf der Teerstraße neben dem Auto her - wenn man den Arm ausgestreckt hätte, hätte man ihn streicheln können…. Dabei roarte er ständig recht furchteinflößend! Leider habe ich in der Aufregung gar nicht daran gedacht, das Tele mit Weitwinkel zu tauschen - teilweise war der Schöne zu dicht zum fotografieren. Aus dem anderen Fahrzeug arbeitet man unentwegt mit Blitz…. grrrrr, das arme Tier!
Die „Guided-Lion-Tour“ dauerte gute 30 Minuten, dann entließen wir ihn in die Nacht! Er begleite uns die ganze Nacht über mit seinem Brüllen!













Nach der Rückkehr in die Lodge blieben wir am Firepit mit Amarula und GT bis zum Dinner sitzen, das Essen war wieder sehr gut und glücklich wurden wir später zu unserem Chalet gebracht. Schade, es war hier schon unser letzter Abend.
Letzte Änderung: 10 Jun 2017 23:01 von Strelitzie.
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11 Jun 2017 21:14 #477832
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Good Morning - the same procedure as every day: um 6.00 Uhr hatten wir aber schon 22 Grad. D^er Gamedrive fand nur zu Fünft statt (leider verzichteten die Amerikaner nicht - es wäre heute schön gewesen!)
Wir hatten unseren letzten Gamedrive hier; und uns fehlte noch ein Leopard zu Komplettierung unserer Big5.
Wieder sahen wir Giraffen auf dem Weg zur Mainroad, eine große Baboon-Horde hatte die Straße in Besitz genommen.



Charl fuhr zunächst ins Konzessionsgebiet, er hoffte auf die Hyänen - und freute sich sehr, als er sie uns zeigen konnte. Mama Hyäne freute sich auch sichtbar!









Die Amerikaner interessierten sich allerdings wenig bis gar nicht für die Hyänen, erst als einige Vögel ins Sichtfeld kamen, wurden sie lebendig.





Auf der Brücke war leichter Stau, ein Fish Eagle beobachtete ein großes Croc beim Frühstück - leider konnte man nicht erkennen, wer hierfür sein Leben gelassen hatte.









Hier bekamen wir von einem anderen Guide eine Info über eine Sichtung - die Stimmen wurden gesenkt, ich hörte „Toppy“ - und vermutete daraus „Leopard!“ Oh bitte , ich fragte aber vorsichtshalber nicht nach - man belauscht ja anderer Leute Gespräche nicht…. :) Nun konnte Charl gern Gas geben.... :whistle:

Dann sahen wir diesen Woodland Kingfisher (danke, Konni)- der wirklich einen Stop wert war!





Und schon sichtete der laute Amerikaner einen nächsten Vogel: Stop! Der 295. Yellow Hornbill! So ging es weiter - wir stoppten für diverse Eagle im Baum, an einem Kudu, an Zebras … meine Sichtung eines wunderschönen Lilac Breasted Roller behielt ich für mich - ich war genervt, weil ich Angst hatte, dass der Leo vielleicht schon das Weite gesucht hatte!





Schließlich kamen uns auf dem Loop zahlreiche Autos entgegen, ich ahnte Böses…. Endlich kamen wir an den Koppjes an - unser Guide stellte sich brav an - und machte keine Anstalten, eine gute Sichtposition zu erlangen. Wir standen - und warteten….. Ein Südafrikaner mit seinen Kindern auf dem Schoß, stand so im Weg, dass keiner sich bewegen konnte. Ein Jüngling aus dem Auto setzte sich ins geöffnete Fenster, machte Anstalten, auf das Dach zu klettern. Da platzte einem Guide der Kragen und er forderte ihn auf, den Platz zu verlassen. Es gab einen Disput, der Guide zeigte seinen Ausweis - der Jüngling kletterte ins Innere. Der Vater blieb stehen - dort stand er wohl schon weit über eine Stunde und hatte den Leopard wohl sehen können - wir jedenfalls nicht! Der Leopard blieb ein Phantom! Ich schäumte innerlich! :evil:
Ich weiß, die Birder können nichts für unsere „Fehlsichtung“ - aber einen Schuldigen muss man ja schließlich haben, um richtig wütend sein zu können…..
Schließlich fuhr der ca. 6 jährige Sohn des Südafrikaners, auf Papas Schoß, das Auto langsam weg… Welch krönender Abschluss!

Auch wir fuhren weiter, aber wir hatten ja immerhin zum x.ten Male Eagle und Yellow Hornbill fotografiert! Ich entdeckte dann, zur Entschädigung, zwei Nashörner







und etwas später lag ein Rudel Wilddogs am Straßenrand. Charl war überglücklich -und konnte gar nicht verstehen, dass mir der verpasste Leo mehr am Herzen lag, dass ich mich nicht überbordend über die Wilddogs freuen konnte, es gäbe davon im Krüger weitaus weniger als Leoparden.







Die kleine Gruppe Nashörner war dann zu weit entfernt.



Zum Schluss fuhren wir noch an das Wasserloch am Transport Dam (zwischen Skukuza und Pretoriuskop), an dem sich der legendäre Battle Löwen vs. Büffel ereignet hatte - auch hier herrschte Ruhe, bis auf ein paar Zebras und Wasserböcke und einen kleinen süßen Frosch, die sich das Ufer teilten.







Hiermit endete unser Gamedrive, wir hatten bisher noch keinen Leopard gesichtet, die Birder keinen Sekretär - wir erfuhren aber noch Folgendes:
Das Blickfeld eines Besuchers des Krüger NP - jeweils ca. 200 m links und rechts der Straßen (Pad /Teer) ergibt 7% der Gesamtfläche des Krüger Nationalparks.

In der Lodge angekommen, war der Frühstückstisch wieder liebevoll in der Dining Area gedeckt, Charl deckte uns schnell unseren Tisch im Freien und wir genossen unser letztes Frühstück in der schönen Rhino Post Lodge. Unser Gepäck hatten wir schon vor dem Gamedrive gepackt, die Betten im Chalet waren schon frisch bezogen. So machte wir uns kurz frisch und verabschiedeten uns dann von unserem wirklich tollen Guide Charl, der es nicht leicht hatte mit unserer Besatzung und deren sehr unterschiedlichen Interessen! Wir sollten einige Tage später noch an Charl denken ...
Letzte Änderung: 12 Jun 2017 15:43 von Strelitzie.
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12 Jun 2017 15:28 #477912
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... und weiter geht es :

Unser nächstes Ziel war das Talamati Bushveld Camp - und eigentlich hatte ich mir den Weg über die Pad S36 ausgewählt. Charl und ein Gast aus Südafrika rieten uns jedoch davon ab - und zur Hauptroute H1-2. So hielten wir am Tshokwane Picnic Spot, kauften dort im Kaffeeshop Brot ein und fuhren weiter bis zum Kumana Waterhole, dort gab es leider fast nichts zu sehen. Ein einsames Krokodil döste vor sich hin.
Kurz danach bogen wir auf die S125 ab - eine wunderschöne Strecke! Dicht palmenbestanden, im Flussbett stand ein Elefant,



ich hoffte sehr, dass wir ihm oder seinen Artgenossen nicht auf diesem schmalen Hohlweg begegneten - das wäre sehr eng geworden! Ansonsten hatten wir keine Sichtungen - bis ich „Stop, Giraffen“ rief. Mein Mann fragte: „Wo?“ :)







Die Pad mündete in die S36, hier waren das Hamilton’s Tented Camp und die Hoyo-Hoyo Lodge ausgewiesen. Das beruhigte mich, denn bislang waren wir sehr einsam auf der Strecke, Handyempfang war auch nicht. Die Pad war frisch gegradet, ging dann in die S145 über und schließlich kamen wir um 15.20 Uhr, nach 92 km, im Talamati Bush Camp an.



Der überaus freundliche Ranger an der Rezeption begrüßte uns sehr freundlich, es muss ziemlich langweilig sein, dort den ganzen Tag zu sitzen. Er wies uns noch nachdrücklich auf die Monkeys hin...
Das Camp hat nur 15 Chalets, Tagesbesucher sind nicht zugelassen - es gibt dort allerdings auch nichts besuchenswertes - wenn man vom Bird-Hide absieht!
Wir erhielten dann für die Nacht Chalet #4, ich hatte hier nämlich nur für je 1 Nacht eine Unterkunft bekommen: 1.Nacht Zweibett-Chalet, 2. Nacht Familien-Chalet mit zwei Schlafzimmern.
Leider hatte Hobis Notifier keinen Erfolg gebracht und auch an der freundliche Ranger konnte uns keinen Tausch anbieten. Aber wir sollten am nächsten Tag Chalet #5 bekommen.
So fuhren wir zum Chalet, das uns gut gefiel. Es war sehr geräumig, sehr sauber.









Wie schade, dass die SanPark-Unterkünfte alle so funktional eingerichtet sind. Aber da auch hier alle Gegenstände, egal ob Mikrowelle, Kühlschrank oder Herd mit Inventar-Nummern beklebt und in jeder Unterkunft Inventar-Zettel hängen, wären wohl Dekogegenstände schnell verschwunden….
Wir holten zunächst die Lebensmittel aus dem Auto, der Kofferraum blieb offen, weil noch eine Tasche ausgeladen werden sollte - bei meiner Rückkehr nach weniger als einer Minute sah ich dann die Handabdrücke, längst durch das ganze Auto, die ich schon auf der Scheibe im Lower Sabi gesehen hatte ….. AFFEN! Voll Schreck durchsuchte ich das Auto: Handy, Stecker, Rucksack waren noch da - sogar die Bananenschale. Da hatten wir ja noch mal Glück!!! Wie dumm von uns! :blink:
Anschließend kochten wir unseren Tee und beim Setzen in die bequemen Terrassenmöbel bemerkte ich, dass wir beobachtet wurden. So sammelte ich schon mal vorsorglich Kiesel …. und wir mussten sie auch benutzen!
Es fiel uns schwer, auf die Affen zu werfen, aber durch bloße Rufe oder Händeklatschen ließen sie sich nicht abhalten.
Wir machten eine Runde durch das Camp - gingen auf den Bird-Hide. Hier konnten wir eine Waterbuck-Herde am Wasserloch beobachten, ansonsten war Stille, dann wollten wir an der Rezeption einen Beutel Eis kaufen.
"Did you see the leopard?" :woohoo: - fragte grinsend der Ranger, und erzählte uns von der Sichtung einer gerade zurück gekehrten Besucherin.
Das Eis wurde schnell ins Haus gebracht, dann ging es auf Leopardensuche. Er sollte ziemlich nah am Camp gewesen sein;
d.h. wir müssen eigentlich an ihm vorbei gefahren sein... :S
Wir fuhren in grobe Richtung Orpen, es kam uns ein Auto entgegen, die Fahrerin beschrieb uns, dass der Leo in ca. 1 Kilometer Entfernung liege. So fuhren wir ganz langsam ….1km, 2km - nichts! Dann bemerkten dann ein Auto hinter uns. Nach guten 2 km km uns ein weiteres Auto entgegen, der den Leoparden in ca. 3 km gesehen hatte… Also im Schritttempo weiter - bis wir den Schönen dann endlich liegen sahen. Da das andere Fahrzeug nur kurz anhielt, hatten wir den Leoparden für lange Zeit allein. Ich war überglücklich!















Leider dämmerte es bereits, es war kein Fotolicht mehr und die Gatezeit rückte heran - so fuhren wir schließlich los. Wie schön! Und die Big5 hatten wir auch zusammen. ;)

Um 17.55 Uhr erreichten wir das Gate - zum Abendessen kochte ich Pasta mit Tomatensoße und Salat, die Monkeys fanden bei den grillenden Nachbarn spannender…
Letzte Änderung: 12 Jun 2017 15:41 von Strelitzie.
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