THEMA: Das schönste Ende der Welt - Südafrika März 2017
07 Mai 2017 20:50 #474214
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8.3.2017: Clarence Drive, Betty`s Bay, Cape Agulhas, Swellendam

Nun hieß es Abschied nehmen von Kapstadt. Das war auch gut so, denn uns reichte das Großstadtleben erst einmal. Heute sollten wir den gestrigen Tag fast noch einmal erleben dürfen: wir fuhren auf einer tollen, imposanten Panoramastraße, besuchten wieder einmal Pinguine und fuhren zuletzt auch noch an ein Kap, welches wirklich der geographisch südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents ist. Uns gefiel dieser Tag wesentlich besser, war es doch ruhiger und beschaulicher als am touristischen Hotspot „Kap der Guten Hoffnung“. Wir verließen Kapstadt in östlicher Richtung und fuhren die N2 runter in Richtung Somerset West nach Gordons Bay und dann die R44 nach Betty`s Bay. Den besonders malerischen Abschnitt zwischen Gordons Bay und Rooi Els nennt man „Clarence Drive“. Besser wäre es gewesen, diese Straße aus anderer Richtung kommend zu befahren, denn dann hätte man einen besseren Ausblick gehabt, aber so ging es auch. Es gab, anders als beim „Chapmans Peak Drive“, zahlreiche Parkbuchten, die wir zu ausgiebigen Fotostopps bei bestem Wetter nutzten. Auch hier sahen wir wieder viele Radrennfahrer, die für das Radrennen am kommenden Sonntag trainierten. Teilweise fuhren sie in halsbrecherischer Weise die Straße hinunter :ohmy: (Fotos habe ich leider nicht, die waren einfach zu schnell), und man konnte nur hoffen, dass ihren nichts passierte.











Als wir in das Gebiet um das „Kogelberg Nature Reserve“ kamen, zog sich der Himmel immer mehr zu. Wir hatten ganz schlechte Sicht bis kurz von Betty`s Bay.



Dann begann es auch noch leicht zu nieseln :huh: . Unser Ziel war das „Stony Point Nature Reserve“, wo auch eine größere Kolonie von Brillenpinguinen ansässig sein sollte. Es gefiel uns dort wesentlich besser als am völlig überlaufenen „Boulders Beach“, und zum Glück hatte es gleich nach unserer Ankunft aufgehört zu nieseln :) . Dieser Ort hatte seinen ganz besonderen eigenen Charme. Ich glaube, der Eintritt kostete nur 20 ZAR, und wir hatten die Meeresvögel, u.a. auch Kormorane fast für uns alleine. Auch ein paar Dassies konnten wir ausmachen. Ein langer Holzsteg führt die Besucher einmal längs durch die ganze Pinguinkolonie. Dabei ist man den Tieren ganz nahe, scheint sie aber kaum zu stören. Was für ein schöner Ort, der Gestank war allerdings sehr gewöhnungsbedürftig.













Na, was da wohl mal ausschlüpft?











White breasted Cormorant







Weiter ging es nach Cape Agulhas, welches der wahre südlichste Punkt Afrikas ist. Dort verläuft auch die geografische Grenze zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Indischen Ozean. Da es schon 15.30 Uhr B) war, fuhren wir direkt zum Leuchtturm, wo wir uns zumindest ein wenig die Beine vertreten wollten. So schade, wieder kaum Zeit, aber die Pinguine bei Betty`s Bay hatten uns so in den Bann gezogen, dass wir die Zeit vergessen hatten.
Wunderschön - es begann, sich wieder aufzuklaren - lag die herrliche Landschaft vor uns. Bunte Felsen, eine aufgewühlte See, gelbgrüner Fynbos, dazwischen „Atompilzblumen“, und das Ganze nur für uns allein.























"Atompilzblume" B)



Ein paar Fischer hatten einen guten Fang gemacht und wollten uns frischen Fisch (den Namen habe ich leider vergessen) schenken. Das Ganze scheiterte jedoch daran, dass wir keine Tiefkühltruhe hatten, denn frühestens im „Tsitsikamma Nationalpark“ hätten wir dafür Verwendung gehabt. Den Fisch hätte die bessere Hälfte von Fomi DoNo auch mit Sicherheit lecker zubereitet :kiss: .





Diese 2 Vögel konnten wir auch noch sichten und fotografieren: Kapstelze/Cape Wagtail



Kaprötel/Cape Robin Chat



Gerne wären wir ein paar Stunden dort gewandert, ganz easy, keine Steigungen, würzige Meeresluft, Einsamkeit, Natur pur, das ging aber nun ja nicht mehr. So mussten wir uns damit begnügen, auf Holzstegen nur die 1.5 km bis zum Fotostopp (Schild: Atlantischer Ozean-Indischer Ozean) und wieder zurück zu gehen, für mehr war leider keine Zeit. Dafür hatten wir fast bis zum Schluss das Areal für uns alleine. Kurz bevor wir gehen wollten kam eine Busladung Leute angerast, fast panisch, nicht ein Foto zu bekommen. Zumindest waren jetzt die vielen Schlangen, die dort leben sollten, bei dem Getrappel endgültig verjagt :angry: .Wir hatten immer noch gehofft, ein schönes Exemplar vor die Linse zu bekommen. Na, ja vielleicht hatten wir ja noch Erfolg auf der Toilette? Da war Old Woman recht „schissig“, und Old Man musste heldenhaft zur Hilfe eilen und das Objekt ihrer Begierde auf „Sauberkeit“ hin inspizieren :evil: . Irgendwann kommen wir wieder, und dann werden wir 1 Nacht bleiben, um wandern zu können. Vielleicht klappt es nächstes Jahr im September auf dem Weg vom „Kaglagadi Tranfontier Park“ nach Kapstadt. So ein Riesenumweg ist das auch nicht :unsure: .



In einer Stunde sollte es bereits dunkel werden, und daher hieß es: schnell auf nach Swellendam. Eigentlich waren wir ja im Urlaub und nicht auf der Flucht, aber unser Zeitmanagement war mal wieder unterirdisch. Wir müssen lernen, „disziplinierter“ zu sein oder uns einfach mehr Urlaubstage zu gönnen B) . Unterwegs sahen wir viel Viehwirtschaft: grasgrüne Wiesen (natürlich bewässert) welch ein Luxus für die Rinder, wechselten sich ab mit staubtrockenen Weiden, die wohl für die Schafe waren. Irgendwo auf unserer Reise bekamen wir erklärt, dass der einzigartige Geschmack der Karoo-Schafe daraus resultiert, dass sie auf ihren Weiden kaum noch etwas Brauchbares zum Fressen vorfinden und daher aus lauter Frust dann den wilden Rosmarin und Thymian fressen. Wie schön, da braucht man das Fleisch dann ja wohl nicht mehr einlegen. Abends sollten wir feststellen, dass das regionale Fleisch sensationell schmeckt.



Ziemlich spät erreichten wir die Unterkunft für diese Nacht, das „Schoone Oordt Country House“ in Swellendam www.schooneoordt.co.za/ . Herzlich wurden wir vom Manager persönlich empfangen, und unser Gepäck wurde sofort aufs Zimmer gebracht. Diner hatten wir bereits bei der Buchung vorbestellt, und eigentlich wollten wir in Ruhe noch einen Sundowner an der Bar zu uns nehmen, die Küche wollte jedoch um 21.00 Uhr bereits schließen. Okay, dann eben schnell duschen und ab zum Diner. Die Fotos des Zimmers sind mal wieder entstanden, als wir schon unser Gepäck überall „verstreut“ hatten. Das Zimmer war sehr geräumig, geschmackvoll eingerichtet, verfügte über Aircon, eine eigene Außenterrasse, eine kleine Pantryküche mit Kaffee-, Teezubereiter, Keksen, etc. Das Bad war riesig, mit allem, was man brauchte. Alles wirkte sehr gediegen und chic. Im Restaurant konnte man nur ein komplettes Menü essen, aber dagegen hatten wir gar nichts einzuwenden :P . Zum Hauptgang hatte ich „gras feed beef“ (die saftigen Wiesen hatte ich noch vor Augen) und mein Mann natürlich das berühmte „Karoo lamb“, alles sensationell lecker. Da auch die Weinkarte sehr gut sortiert war, ging es uns mal wieder wie „Gott in Frankreich“, und den Sundowner holten wir natürlich auch noch beim Aperitif nach :evil: . Leider existiert nur ein einziges Handyfoto vom Essen.













Müde, satt und zufrieden sanken wir gegen 22.00 Uhr ins Bett. Eine komplette Bewertung dieser Unterkunft kann ich natürlich erst Morgen nach dem Frühstück abgeben, und natürlich muss dazu auch noch das Gelände noch inspiziert werden.
Gute Nacht!
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10 Mai 2017 14:52 #474555
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9.3.2017: Wilderness

In der Nacht hatte es zum ersten Mal geregnet. Ein paar Mal wurden wir wach, da der Regen recht heftig auf das Dach prasselte. Jedoch pünktlich zum Frühstück war der ganze Spuk auch schon wieder vorüber. Als wir gegen 9.00 Uhr die Unterkunft verließen, schien bereits wieder die Sonne, und es versprach, ein schöner Tag zu werden.
Das Frühstück war genauso lecker wie das Diner, da gab es nichts zu meckern. Nach dem Frühstück erkundeten wir noch ein wenig die Anlage. In dem herrlichen Garten war sogar ein schöner Pool (leider nur ein Handybild) vorhanden.



Vorne rechts war unser Zimmer.









Fazit: wir waren in dieser Unterkunft nur 1 Nacht, und das, was wir in den paar Stunden geboten bekamen, war wirklich gut. Alles in hervorragender Qualität. Personal/Management sehr zuvorkommend, Zimmer prima, Umgebung sehr ruhig. In unmittelbarer Nachbarschaft gab es mehrere Restaurants.
Wir waren jetzt schon 1 Woche unterwegs und hatten viel erlebt, manchmal leider unter großem Zeitdruck. Heute wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen. Daher sind die meisten Fotos von diesem Tag auch mit dem Handy gemacht, wir waren heute einfach etwas faul B) . Auf dem Weg in die Stadt kamen wir an einigen Häusern im kapholländischen Stil vorbei, alles sehr sauber und gediegen.



Die ganze Stadt strahlte eine gewisse Art von Wohlstand aus. Eigentlich wollten wir nur Geld ziehen und unsere Snack- und Getränkevorräte in der Stadt auffüllen, entschieden uns dann aber doch noch, der architektonisch sehr auffälligen niederländisch-reformierten Kirche östlich des Zentrums einen Besuch abzustatten. Besonders alt ist sie noch nicht, Baujahr 1910.





Während mein Mann das Innere der Kirche besichtigte blieb ich beim voll bepackten Auto. Dort kam ich mit einem deutschen Paar ins Gespräch. Es waren Silke Schranz und Christian Wüstenberg, die normalerweise in ihrem Wohnmobil monatelang kreuz und quer durch die Welt fahren. Sie sind die Macher der Filme „Südafrika – der Kinofilm“, „Die Nordsee von oben“, „Die Ostsee von oben“ etc. Im letzten Jahr hatten sie Südafrika beruflich bereist, jetzt waren sie privat wiedergekommen und schienen alle Zeit der Welt zu haben. Ein interessantes Gespräch. Schade :( , ich hätte sie noch gerne viel gefragt, aber irgendwann mussten sie und leider auch wir natürlich weiter.
Über Heidelberg ;) und George ging es auf der N 2 weiter nach Wilderness, wo wir 4 Nächte bleiben wollten.



In der Gegend um Mossel Bay wurde es schlagartig grün und immer waldreicher. Nun verstand ich, warum man ab hier von der sogenannten „Gardenroute“ spricht. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir Wilderness und fuhren direkt zu unserer Unterkunft, dem „Wilderness Manor“ www.manor.co.za/ . Um es gleich vorwegzunehmen: es sollte die beste Unterkunft auf unserer Reise sein, und daher an dieser Stelle auch schon einmal mein
Fazit: Diese Unterkunft, die nur über 4 (!) Gästezimmer verfügt, liegt nicht direkt am Strand, sondern sehr ruhig oberhalb der Lagune. Von dort gelangt man innerhalb weniger Gehminuten zu allen ausgewiesenen bekannten Wanderwegen, die wir in den nächsten Tagen erwandern wollten. Zum Strand ging man ca. 20 Minuten, ebenso zum bekannten Restaurant „The Girls“, alles also kein Problem.
Wir wurden sehr herzlich von beiden Inhabern Gerald und J.D. (John David) begrüßt. Beide Jungs haben sich vor einigen Jahren hier einen Traum erfüllt: Gästebewirtung in einem wunderbaren Anwesen. Alle Wohnräume, lichtdurchflutet durch die großzügige Verglasung, bieten einen fantastischen Ausblick auf die Lagune. Im Wohnzimmer servierte man uns Kaffee und Kaltgetränke, und wir kamen miteinander ins Plaudern. Sie fragten uns nach unseren Plänen für die nächsten Tage und versorgten uns sogleich mit vielen Tipps und den dazu passenden Karten. Ihre Art, mit den Gästen umzugehen, würde ich als unaufdringlich und sehr charmant bezeichnen, wenn man sie brauchte, waren sie jedoch sofort zur Stelle. Kamen wir abends nach Hause, empfingen sie uns an der Haustür. Man fühlte sich sehr umsorgt, ohne dass es aufdringlich wirkte. Unser Zimmer war riesig, allein das nagelneue Badezimmer mit Badewanne, Regendusche und 2 Waschbecken hatte wohl 20 qm, und verfügte über einen sehr großen Balkon mit Blick auf die Lagune und den Strand, einen großen Kühlschrank mit Tee-, Kaffeezubereiter, jedoch keine Aircon, die wir auch nicht brauchten, da es sich nachts immer gut abkühlte (wahrscheinlich gibt es daher keine 5 Sterne, anders können wir es uns nicht erklären). Und dann war da noch das Frühstück :kiss: : J. D. kochte, und Gerald servierte, die Qualität war mehr als hervorragend. Preis-Leistung stimmte hier wirklich. Ich kann diese Unterkunft uneingeschränkt weiterempfehlen, die beste, die wir auf dieser Reise hatten.







Blick von unserem Balkon!









Am Nachmittag wanderten wir noch gemütlich an der Lagune entlang Richtung Strand. Bequem geht man vom „Wilderness Manor“ ein großes Stück dorthin direkt auf einem Holzsteg. Ein sehr schöner Weg, im Dunkeln nach dem Genuss von Wein sollte man ihn jedoch nicht benutzen :ohmy: .













Der Strand präsentierte sich uns von seiner besten Seite. Es war Ebbe, und die Weite war schier endlos. Der Wind war natürlich ideal zum Paragliden oder zum Surfen. Wir bummelten ein ganzes Stück Richtung Westen, der Strand dort war fast menschenleer.





Abends hatten uns Gerald und J.D. einen Tisch im Restaurant „The Girls“ besorgt www.thegirls.co.za/a...ent-page.php?id=home . Ich hatte Fisch, mein Mann Wild, alles sehr lecker. Es existieren leider nur ein paar verschwommene Handyaufnahmen. Wir waren froh, für Sonntag wieder reserviert zu haben. Kurz gesagt: „ehrliche“ Küche in lockerer Atmosphäre.





Da sich der hauseigene Shuttle an diesem Abend etwas verspätete, war es schon 23.00 Uhr, als wir endlich ins Bett sanken. Morgen wollten wir zum „Robberg Nature Reserve“ und dort wandern.
Gute Nacht!
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11 Mai 2017 21:29 #474706
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10.3.2017: Robberg Nature Reserve

Das Wetter war mal wieder herrlich. So beschlossen wir, heute im „Robberg Nature Reserve“ zu wandern. Die Fahrt ging über Knysna und Plettenberg, und das erwähne ich daher, da wir zweimal dort geblitzt wurden :ohmy: . Ich meine, mich zu erinnern, dass in Knysna ein fest installierter Blitzer stand :angry: .
Nun war es so, dass Fomi Sabine „Applegreen“ die gleiche Idee hatte und ebenso dort wanderte :laugh: . Da waren verschiedene Emails im Vorfeld hin und her gegangen, wir hatten alle Stationen abgeglichen, inklusive möglichem Treffen im Flugzeug zwecks zumindest gemeinsamen Genusses eines Sundowners B) , jedoch ohne Erfolg. Wir kamen zu dem Ergebnis: auf dieser Reise wird ein Treffen nicht klappen :( . Tja, und dann hätten wir uns doch noch treffen können und zwar auf dem gleichen Wanderweg, dem mittleren von 3 Wegen: „Witsand“ (5.5 km).



So ein „Schiet“ :( , gab es da doch ein paar schöne Stellen, wo man sich entspannt hätte unterhalten können.



Sabine "Applegreen" hat ihren Bericht gleich nach ihrer Rückkehr eingestellt, da waren wir noch in Afrika. Nach Durchsicht der Fotos sind wir dort von 11.00-15.00 Uhr gewandert, wann Sabine „Applegreen“ gewandert ist, weiß ich nicht, ich kann sie jedoch auf keinem unserer Fotos ausmachen, also muss sie wohl zu einer anderen Zeit gewandert sein, und damit es nicht zu langweilig wird, gibt es daher DIE FOTOS VOM ROBBERG NOCH EINMAL :laugh: :) :evil: , denn sonst wäre dieser Reisebericht nicht vollständig.
Es war eine der schönsten Wanderungen, die ich bisher gemacht hatte. Auch ich werde die Fotos überwiegend ohne Kommentar einstellen, wie soll man so etwas Schönes auch kommentieren. Am Ende gibt es dann noch ein persönliches Fazit von mir.



Der Wanderweg ist teilweise sehr eng!





Wo ist hier der Wanderweg :ohmy: ?









Nach diesen Tieren ist die Halbinsel benannt!







Nach dem anstrengenden Aufstieg hatte man tolle Ausblicke. Das ist "Witsand" (weißer Sand = wohl wahr) !











Unten war es auch wunderschön!











"Da blühte uns was" !



Teilweise sehr rustikal :evil: !



Schutzhütte bei schlechtem Wetter B)









Fazit: Wandern im „Robberg“ ist nicht so ganz ohne. Auf „Schlappen“ ist das nicht zu schaffen. Wir wunderten uns sehr, dass einige „Wanderer“ wirklich dachten, die Strecke in Flipp Flopps bewältigen zu können :ohmy: . Die Landschaft ist grandios, man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Es gibt keinen Schatten, daher sollte man viel Wasser und vor allem eine gute Sonnencreme und einen Hut mitnehmen. Teilweise führt der Wanderweg, nicht immer als solcher eindeutig zu erkennen, direkt an der Steilküste, die nicht immer abgesichert ist, vorbei. Also: nichts für Menschen mit Höhenangst, schwindelfrei sollte man sein. Einige Passagen sind recht abenteuerlich, da sehr eng und auch sehr steil. Ich erinnere mich, dass ich mich an einer Stelle richtig am Felsen hochziehen musste, für mich als Flachlandalpinist ungewohnt, aber ganz gut zu schaffen. Auf den offiziellen Karten der Gegend sind an einigen besonders steilen Stellen Totenkopf-Symbole abgebildet: bei Flut und starkem Wind kann es hier dann schnell gefährlich werden. Man sollte schon über eine gewisse Kondition verfügen, braucht jedoch kein Hochleistungssportler zu sein. Also: wer sonst auch gerne wandert, schafft das allemal locker, wer allerdings lieber einen einfachen Spaziergang möchte, der soll lieber den kurzen Weg „The Gap“ (2.1 km) nehmen, der ist dann wohl einfacher.
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11 Mai 2017 22:39 #474716
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Und weiter geht es hier:

Nach einer kurzen Rast auf der Aussichtsplattform am Eingang zum „Robberg“ fuhren wir wieder nach Wilderness. Gerald und J.D. hatten uns für heute Abend einen Tisch im „Serendipity“ reserviert www.serendipitywilderness.com/ . Wir hatten es nicht weit, nur gut 5 Minuten zu Fuß. Es war ein sehr milder Abend, und wir genossen erst einmal ein Willkommensgetränk (selbstgemachtes Bier) auf der Terrasse. Nachdem alle Gäste eingetroffen waren, ging es dann hinein, und der Chef erklärte das heutige Menü. Das Essen und die Atmosphäre waren erstklassig, vielleicht ein wenig konservativ und nicht so inspiriert wie im „La Mouette“ in Kapstadt, wir fanden es aber durchaus annehmbar und genossen den Abend. Preis-Leistung ist hier sehr gut, die Küche hat schon ein hohes Niveau. Einen Absacker gab es auch: einen Kräuterlikör aus der Karoo „Boegoeblitz“ für mich und einen hervorragenden Trester „Tanagra“ für meinen Mann, alles eine sehr gute Wahl.













Irgendwann war dieser Abend auch zu Ende, und wir gingen zu Fuß nach Hause. "Kalorien abbauen" :ohmy: war die Devise. Nun aber schnell ab ins Bett, denn Morgen sollte wieder gewandert werden.
Gute Nacht!
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14 Mai 2017 17:38 #475005
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11.3.2017: Wilderness: „Giant Kingfisher Trail“

Heute versprach ein heißer Tag zu werden. Bereits um 8.00 Uhr morgens zeigte das Thermometer 25 Grad im Schatten an.
Beim Frühstück hatten wir schon netten Besuch. Dieser hübsche Nektarvogel saß ziemlich lange direkt vor dem Fenster des Frühstücksraumes und labte sich an dem süßen Saft. Ich glaube, so einen hatten wir schon in Kirstenbosch gesehen:

Halsbandnektarvogel/Lesser Double Collared Sunbird



Und dann flogen auf einmal ganz viele wunderschöne „Knysna Lourie“ vorbei. Da wir zum Frühstück nicht unsere Fotoausrüstung dabei hatten, sind diese Fotos mit dem Handy gemacht worden und dementsprechend sch…... :angry:



Heute wollten wir im „Wilderness Nationalpark“, Teil des „Garden Route Nationalparks“, wandern. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt :) . In unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft begannen diverse Wanderwege, und somit hatten wir die Qual der Wahl. Da es wirklich schon sehr heiß war und die Sonne erbarmungslos brannte, entschieden wir uns für einen Wanderweg, wo man überwiegend im Schatten laufen sollte: den „Giant Kingfisher Trail“. Der ca. 7 km lange einfache Wanderweg führt durch den Küstenwald am Touw River. Ziel ist ein Wasserfall, wo man auch baden kann, wenn man denn möchte. Der Wanderweg beginnt und endet am „Ebb & Flow Restcamp North“ und dauert ca. 3-4 Stunden, ausgiebige Pausen inbegriffen. Bevorzugte Freizeitbeschäftigung in diesem staatlichen Restcamp ist neben dem Wandern das Kajak fahren. Die Boote kann man direkt am Restcamp mieten.
Es war schon sehr schwül an diesem Tag, und der Ranger, bei dem wir uns zu Beginn der Wanderung das Permit mit unserer Wildcard besorgten, riet uns zu Mückenschutz. Das hat mir das Leben gerettet :ohmy: , denn wenn es auch nur eine einzige Mücke in meiner Umgebung gibt, wird sie mich finden, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, und mein Mann liebt meine Nähe daher umso mehr, hat er doch Ruhe vor diesen Plagegeistern, die mich einfach zum Fressen gern haben. Trotz „Peaceful Sleep“ und langer Hosen hatte ich trotz allem wohl an die 15 Stiche :huh: , aber egal, die tun in der Gegend nichts, da sie ja Malaria frei ist. Auch auf Schlangen sollten wir acht geben, es wäre das „beste Schlangenwetter“ :ohmy: . Soviel vorab: wir sahen nicht eine einzige :( .
So ich lass jetzt mal ein paar Bilder sprechen, denn die können am ehesten die Eindrücke wiedergeben, die wir unterwegs gesammelt haben.

Zuerst ging es durch dichtes Unterholz!



Die Familie zeigte uns erst einmal, wie man die "Fähre" benutzt!



Zwischendurch schöne Blicke auf den Fluss!



Dann ging es aufwärts, teils über befestigte Stege!









Zwischendurch wanderten wir auch in der prallen Sonne :ohmy: !









Da blitzte der See schon durch die Bäume hindurch!



Man könnte fast denken, wie hätten dieses Fleckchen Erde für uns allein gehabt!



War aber leider nicht so :( !





Das sah alles sehr erfrischend aus, war aber wohl ziemlich kalt :evil: !



Dieses Tierchen fanden wir auch noch: Red Sided Skink/Trachylepis homalocephala: danke Konni (Daxiang")



Dann ging es auch schon wieder zurück!





Zwischendurch auch mal etwas fürs Auge :) !









Für heute Abend hatten wir keinen Tisch reserviert und entschieden uns daher für einen späten Lunch im „Salinas“ direkt am Strand von Wilderness. Von der Terrasse des „Salinas“ hat man einen sehr schönen Ausblick auf den Strand. Das ist aber auch schon alles. Das Essen hat uns nicht geschmeckt :( . Ich hatte, so glaube ich zumindest, einen Burger mit Salat und Pommes Frites und mein Mann Kingklip mit Beilage, der derart geschmacksneutral schmeckte, dass es auch genauso gut etwas anderes hätte sein können. Aber egal: es war preiswert und sättigend, und manchmal reicht das dann auch.



Heute Abend wollten wir einmal gar nichts machen :P , einfach in unserem gemütlichen Zimmer oder auf unserem Balkon die Seele baumeln lassen und dort eine Kleinigkeit essen. Im Sparmarkt deckten wir uns dafür mit Brot, Wurst etc. ein, Wein und Bier gab es dann im Bottle Store :laugh: . Wir brachten noch schnell die Sachen ins Quartier, und dann ab an den Strand, noch 2 Stunden wandern. Durch die steife Brise konnte man wenigstens die zunehmende Schwüle besser ertragen. Da wir unsere Fotoausrüstung auch zu Hause gelassen hatten existieren von dieser Wanderung keine Fotos :( .Wirklich schade, denn es waren sehr viele Schnecken am Strand, possierliche Tierchen, die relativ flink unterwegs waren. Es war Flut, und die Schnecken, die sich nicht schnell genug einbuddeln konnten, sprangen aufeinander drauf, bildeten also quasi Häufchen, um sich, so denke ich zumindest, dadurch zu schützen?? Vielleicht hat diese Prozedur auch eine ganz andere Erklärung. Ich habe nichts darüber in meiner vorhandenen Literatur gefunden. Es wurde dann auch schon dunkel und daher: schnell ab nach Hause und „nichts tun“ :evil: . Das musste einfach mal sein.
Morgen geht es dann auf Vogelpirsch in den Moorgebieten inmitten der Lagunen, Seen und Flüssen von Wilderness, und das sollte ein ganz besonderer Tag für uns werden :) Keine spektakulären Sichtungen und große Artenvielfalt, aber trotzdem sehr spannend.
Gute Nacht!
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12.3.2017: Wilderness - 1. Teil: "Pied Kingfisher Trail"

In der Nacht zog ein kräftiges Gewitter über Wilderness hinweg, und wir ahnten schon, dass wir unsere Pläne für den heutigen Tag begraben könnten. Als wir aufwachten, regnete es immer noch heftig, und dementsprechend war die Stimmung :( . Unser Plan für heute war eigentlich, in Knysna an der Lagune zu wandern. Was hatte ich in der Vorplanung für diesen Tag viel Zeit investiert, das Passende herauszusuchen. Na, ja, sollte dann wohl nicht sein. Bei Regenwetter macht das keinen Spaß, man hätte wohl nicht fotografieren können :( .
So überbrückten wir die Zeit bis der Regen natürlich wieder aufhörte (ist doch klar: wenn Engel reisen B) ) bei einem köstlichen Frühstück. Das Pilzomelette von J.D. war heute besonders lecker, wahrscheinlich seine Strategie bei Regenwetter, um die Gäste bei Laune zu halten :laugh: .
Pünktlich, nachdem wir gefrühstückt hatten, hörte es auch auf zu regnen, und es sollte der letzte Regen bis auf ein paar nächtliche Regentröpfchen im Tsitsikamma für die nächsten 9 Tage werden :) . Es sah jedoch nicht aus, als ob es sich so schnell aufklaren würde, denn es hielt sich nach wie vor zäher Nebel, und daher beschlossen wir, zum Wandern in Wilderness zu bleiben. Es gab noch einen Rundwanderweg, den sollte man im Sommer nicht bei Sonnenschein wandern, da es dort keinerlei Schatten gibt :ohmy: . Das war dann wohl genau das Richtige für uns beiden Oldies, zumal dieser auch noch den klingenden Namen „Pied Kingfisher Trail“ hatte. Alle, die sowieso Afrika in „grün“ schwer ertragen können, klinken sich jetzt bitte an dieser Stelle aus, denn es wurde noch grüner als es ohnehin schon war :evil: . Der Wanderweg ist ca. 10 km lang und soll sich besonders gut zur Vogelbeobachtung eignen. Er beginnt am „Ebb & Flow Restcamp South“ und führt teils auf Stegen durch sumpfiges Gelände am Fluss entlang. Wer mag, kann noch eine Schleife gehen und ca. 2 Km lang am Strand wandern (wir mochten nicht, da wir durch die vielen Fotostopps für die 8 km schon so lange gebraucht hatten und wir für den Nachmittag noch andere Pläne hatten). Ich hoffe, dass die Fotos einigermaßen diese ruhige Stimmung wiedergeben können. Heute waren wir völlig alleine in dieser zauberhaften Landschaft. Auch das ist Afrika :dry: .
Gleich zu Beginn der Wanderung trafen wir diese Gesellen:

Hagedasch Ibis



Helmperlhuhn



Nilgans



Kapturteltaube



Wir dachten schon, dass es diesmal sehr leicht sein würde, Vögel zu fotografieren, aber das war falsch gedacht :angry: . Entweder war das Objekt unserer Begierde verdeckt im Baum oder sehr weit weg und vom Licht her schlecht zu fotografieren.





Also genossen wir erst einmal die Landschaft, die wir mit Südafrika nie in Verbindung gebracht hätten: saftig grün und viel Wasser.











Leider fanden wir auch hier irgendwelchen Müll in der Natur. Schade :( !



Und weiter ging es!





Und dann kamen wir zu dieser Wiese!



Und da fanden wir dann folgende Vögel:

Vogel Nr. 1 ?



Vogel Nr. 2 ?



Kap Bülbül/Cape Bulbul: danke Konni ("Daxiang")



Drongoschnäpper/Southern Black Flycatcher: danke Konni ("Daxiang")



Kap Bülbül/Cape Bulbul: und ich dachte, es wäre ein neuer Vogel B) : danke Konni ("Daxiang")



Noch ein paar Pflanzenstudien. Es war überwiegend Fynboslandschaft, sehr bunt!







Da hatte es wohl gebrannt, aber das Riedgras wuchs bereits nach!



Dann trafen wir noch diesen Vogel: Oliventaube/African Olive Pigeon: danke Konni ("Daxiang")



Nach dieser "Plackerei" durften wir dann zu guter Letzt noch da durch :woohoo: ! Wir waren "not amused" :ohmy: .



Der 2. Teil wird dann von unseren „Erlebnissen“ in den Bird Hides berichten. Nicht Spektakuläres, aber wir hatten viel Spaß, die Vögel in Ruhe betrachten zu können.
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Letzte Änderung: 18 Mai 2017 01:29 von Old Women.
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