THEMA: Kinder und Katzen in der Kalahari
22 Mai 2016 21:22 #431765
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  • H.Badger am 22 Mai 2016 21:22
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12.02.2016

Heute bricht unser letzter voller Tag in Südafrika an. :(
Früh am Morgen machen meine Frau und ich zwei kurze Solo-Ausflüge in den Park, damit sich unsere Kinder noch etwas ausruhen und ihren Bewegungsdrang stillen können, schließlich müssen wir heute noch bis nach Johannesburg fahren.
Auf unseren Morgentouren sehen wir noch einmal die typischen Huftiere der Buschsavanne und auch Breitmaulnashörner zeigen sich erneut. Katzen haben sich dieses Jahr im Pilanesberg jedoch gegen uns verschworen, aber das stört uns nach unserer Zeit im KTP kaum.



Fotos machen wir aber vor allem von einigen Vögeln, so von Maskenwebern und einem prachtvollen Oryxweber.









In den späten Morgenstunden werfen wir dann unser Gepäck ins Auto und durchqueren letztmalig den Park in Richtung Bakubung Gate. Unterwegs freuen wir uns über unsere erste Sichtung eines Ellipsenwasserbockkalbes und über ein übermütiges Zebrafohlen, das ausdauernd Kapriolen schlägt und sich des Lebens freut und wir uns mit ihm.







Kurz vor dem Gate machen wir am Lemgau Dam unseren letzten Halt und beobachten eine große Zahl von Sommergästen. Bestimmt fünfzig Weißstörche waten durch das flache Wasser. Gesellschaft leisten ihnen einige Marabus, deren enorme Größe im Vergleich mit unserem heimischen Adebar erst so richtig deutlich wird.









Mit diesen Eindrücken verabschieden wir uns vom Pilanesberg und treten unsere Rückreise nach Johannesburg an, die flott und ohne erwähnenswerte Ereignisse verläuft - einzig ein Gewitter, das wir durchfahren müssen, macht die Reise etwas abenteuerlich, da Blitze in schneller Taktung zur Erde fahren und die Sichtweite wegen des Regens arg reduziert ist. Zum Glück kommen wir aber sicher durch das Unwetter und erreichen den O.R. Tambo Airport am späten Nachmittag.
Dort geben wir unser Auto ab und werden bereits von einem überaus freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter der Africa Sky Lodge erwartet, der uns in einem Kleinbus zu unserer letzten Übernachtungsdestination bringt.
Die Lodge gefällt uns gut: Niedrige Gebäudeflügel gruppieren sich um einen schönen Garten, die Zimmer sind geräumig und luxuriös eingerichtet. Auch das Abendessen schmeckt uns und die Angestellten fallen durch ihre ausgeprägte Kinderfreundlichkeit auf.
Nach dem Essen bringen wir unsere Kinder ins Bett und packen alles für den morgen anstehenden Flug nach Mauritius zusammen. Intelligentes Packen benötigt Zeit und so sind wir bis spät in die Abendstunden beschäftigt, bevor auch wir erschöpft und voller schöner Erinnerungen einschlafen können.

13.02.2016

Nach einem recht schnellen Frühstück werden wir zurück zum Flughafen gebracht. Gilbert, der Angestellte, der uns auch gestern abgeholt hat, hilft uns aufs Liebenswürdigste dabei, das Gepäck einzuchecken (wir müssen am Schalter nochmal alle Koffer umpacken, da zwar das Gewicht des Gepäcks in Summe unter der Obergrenze liegt, aber ein Gepäckstück leider allein zu schwer ist...). Die Verabschiedung fällt herzlich aus - wir sind uns sicher, dass wir, wenn wir während einer der nächsten Reisen mal wieder eine Zwischenübernachtung in Flughafennähe benötigen sollten, uns erneut für die Africa Sky Lodge entscheiden würden.

Der Flug nach Mauritius startet pünktlich und wir sind gespannt, was uns in der nächsten Woche auf der Insel als Kontrastprogramm zu unserer Zeit in Südafrika und Namibia erwarten wird.
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23 Mai 2016 14:40 #431803
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hallo Badger,
eine wunderschöne Tour die Ihr gerade macht mit vielen wunderschönen Tiererlebnissen.
Habe eine Frage, wie ist genau die Adresse der African Sky Lodge in Johannesburg - denn habe mal nachgesehen , es gibt 2 Gästehäuser
in der Umgebung von Johannesburg. Vielen Dank und schöne Tage auf Mauritius - bin gespannt was Du darüber berichtest.
Liebe Grüsse
Hanne
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23 Mai 2016 20:26 #431863
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  • H.Badger am 22 Mai 2016 21:22
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Hallo Hanne,
die Unterkunft heißt korrekt Africa Sky Guest House und befindet sich in 182 Outeniqua Ave, Pomona, Kempton Park.
Schön war, dass wir von der Mietwagenrückgabe direkt abgeholt wurden und am nächsten Tag auch um nichts Sorgen machen mussten. Außerdem war es etwas günstiger als die City Lodge im OR Tambo, die wir sonst immer gebucht hatten, da sie uns dort mit zwei kleinen Kindern nicht mehr in einem Zimmer schlafen lassen wollten und wir dann zwei Doppelzimmer hätten buchen müssen.

LG
Badger
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23 Mai 2016 21:21 #431873
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Fortsetzung 13.06.2016

Der Flug nach Mauritius geht recht schnell vorbei. Bereits der Landeanflug präsentiert uns die grüne Insel, die von einem weißen Korallengürtel malerisch umgeben ist.
Am kleinen Flughafen wundern wir uns darüber, warum es im Gebäude so schwül ist, bemerken aber beim Heraustreten, dass die feuchte Hitze, die uns hier erwartet, das Flughafeninnere geradezu kühl erscheinen lässt.
Wir fahren mit einem Sammeltaxi vom Flughafen, der im Süden der Insel liegt ganz in den Norden zu unserem Hotel für die nächste Woche, das in Grand Gaube gelegene Zilwa Attitude. Die Fahrt zieht sich enorm, denn es werden verschiedene Hotelanlagen angefahren und wir sind als letztes dran. Einen solchen Touristentransfer hatten wir lange nicht mehr - überhaupt ist der (durchaus schicke) Massenbetrieb auf der Insel ein deutlicher Kontrast zur weitgehenden Einsamkeit unserer letzten Reiseetappen. Ein Umstand, an den wir uns erst nach Ablauf der ersten Tage gewöhnt haben werden.

Im Hotel werden wir mit einem kleinen Snack begrüßt und genießen die herrliche Aussicht auf den indischen Ozean, die sich vom Eingangsbereich des Hotels aus bietet.



Danach bringt man uns in ein schlichtes und trotzdem schickes Zimmer, dessen Aircondition in den nächsten Tagen unser bester Freund werden wird, denn die feuchte Hitze hat es hier wirklich in sich.
Wir machen heute nur noch einen kleinen Rundgang auf der Hotelanlage, deren Ausmaß architektonisch geschickt kaschiert ist, und erkunden den Strand, Nach Sonnenuntergang essen wir im Freiluftrestaurant des Hotels ein Dinner in Buffetform, das gut, aber nicht überragend ist. Überhaupt muss man sich daran gewöhnen, warme Speisen bei 35 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit zu sich zu nehmen und mit wirklich vielen Menschen gemeinsam die Mahlzeiten zu verbringen. Die Kinder haben damit die kleinsten Probleme... Unsere kulinarisch versierte Große spricht dann auch den Nudeln am Kinderbuffet reichlich zu - natürlich pur und ohne jede Soße.
Gesättigt und erledigt geht es für uns alle vier ins Bett.

Hier noch einige Eindrücke, die sich uns bei der Erkundung des Hotels geboten haben:

















Die nächste Woche werden wir einerseits damit verbringen, das Meer zu genießen, Sandburgen zu bauen und zu schnorcheln oder mit den Kindern Glasbodenboot zu fahren (...oder der Hitze zu entkommen und im heruntergekühlten Zimmer zu liegen...). Andererseits wollen wir natürlich die Insel erkunden und vor allem auf diese Ausflüge möchte ich euch in den nächsten Tagen gern mitnehmen.
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23 Mai 2016 21:48 #431884
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Hallo Badger,
danke erst einmal für den schönen Reisebericht. Für eure Kinder ist das bestimmt eine tolle Mischung gewesen. Genau das meinten unsere beiden Mädchen auch. Fahrt mal erst nach Südafrika in den Krügerpark und dann einen langen Stopover mit uns auf Mauritius. Mal schauen, wie es wird. Hoffe mal, dass es Mitte Oktober noch nicht so schwül sein wird, ansonsten ist das ja die reinste Frischzellenkur, wenn man alles Gift ausschwitzt :evil:
LG und ich hoffe, du lässt uns noch ein wenig teilhaben an deinen Erlebnissen auf Mauritius
Beate
Reiseberichte:
Aktuell: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: namibia-forum.ch/for...n-pampa-und-eis.html

Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 namibia-forum.ch/for...rika-maerz-2017.html
Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen namibia-forum.ch/for...es-keine-katzen.html
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25 Mai 2016 21:06 #432164
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Erster Ausflug: Erkundung des Nordens

Auf Mauritius haben wir darauf verzichtet, einen Mietwagen für die gesamte Woche zu buchen, wir wollen es hier schließlich etwas ruhiger angehen... Um von A nach B zu gelangen, ist ein eigenes Auto aber auch gar nicht nötig (Landstraßen sind auch nur schlecht beschildert...), da Taxifahren sehr verbreitet und erschwinglich ist. Wir lassen uns also am Morgen über den Empfang des Hotels ein Taxi rufen und handeln mit dem Fahrer einen Festpreis für den Besuch der Orte aus, die wir in unserem Reiseführer als für uns interessant befunden haben. Der Fahrer wird uns zu allen Punkten fahren und immer auf uns warten. Die Besichtigungen selbst machen wir auf eigene Faust.
Während wir warten, entdecken wir einige Tiere auf dem Hotelgelände.





Zuerst führt uns die Route nach Pamplemousses, einer kleinen Stadt gar nicht weit vom Hotel entfernt, die einen wunderschönen botanischen Garten beherbergt. Der Rundgang ist sehr lohnenswert und führt durch unterschiedlichste Vegetationszonen und vorbei an Gehegen mit Javahirschen und Riesenschildkröten, die von den Seychellen importiert wurden, da die heimischen Vertreter bereits vor Jahrhunderten von den Seefahrern ausgerottet worden sind (wie auch der Dodo und der Großteil der übrigen endemischen Fauna. Die gegenwärtige Tierwelt besteht fast gänzlich aus eingeführten Arten).
Trotz der Morgenstunden ist es schon wieder sehr heiß und drückend schwül, daher ist der Spaziergang ziemlich anstrengend und wir sehen auch nicht jede Ecke des Parks.









Auf der Weiterfahrt sehen wir am Straßenrand einen kleinen tamilischen Tempel und bitten den Fahrer anzuhalten. Die religiöse Vielfalt der Insel ist für uns einer der faszinierendsten Aspekte unseres Aufenthalts, vielleicht auch, weil hinduistische Gotteshäuser für uns eine ganz neue Erfahrung sind.





Unsere letzte Station dieses Ausflugs führt uns schließlich zum größten Hindutempel der Insel, dem Maheswarnath Tempel. Ein lokaler Führer bietet uns seine Dienste an und wir verständigen uns mit Händen und Füßen, da er keine uns irgendwie bekannt erscheinende Sprache zu sprechen scheint. Er führt uns durch die verschiedenen Schreine der Anlage und stattet vor allem unsere große Tochter mit allerlei Opfergaben aus, die sie den Götterstatuen darbringen soll. Wir sind fasziniert von der Fremdartigkeit der Anlage und genießen die dort herrschende Ruhe, die nur ab und zu durch religiöse Gesänge einer Frauengruppe unterbrochen wird, sodass wir mit allen Sinnen genießen können.









Ziemlich erschöpft kommen wir wieder im Hotel an und verleben dort entspannt den Rest des Tages.

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Letzte Änderung: 25 Mai 2016 21:09 von H.Badger.
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