THEMA: April 2015 - Unterwegs in Südafrikas Norden
19 Mai 2015 09:37 #385281
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Liebe FoMis,

seit etwas mehr als zwei Wochen sind wir wieder zurück aus Südafrika. Der Reiseverlauf war für uns diesmal etwas spannender als in den letzten Jahren, denn wir waren den überwiegenden Teil als Selbstfahrer (Lodgehopper) unterwegs.
Ich sollte dazu anmerken, dass es für mich keine Erholungsreise war, sondern ich armer Kerl wurde ins südliche Afrika geschickt, um Unterkünfte zu testen. Ein harter Job! :whistle:

Zum Glück hatte ich meine Frau dabei, die mich unterstützte. Die Unterkünfte deckten ein breites Spektrum ab, sowohl beim Komfort wie auch bei den Übernachtungspreisen. Ich kann ganz klar sagen: Als Privatmann wäre mir die eine oder andere Lodge auf dieser Reise viel zu teuer gewesen, als „Geschäftsreisender“ habe ich mich halt damit abgefunden, auch in solchen Unterkünften wohnen zu müssen. ;)

Unsere Reise in der Übersicht:

12.04.15 Flug mit SAA von Frankfurt nach Johannesburg

13.04.15 Ankunft in Johannesburg, Transfer zum Gebäude der Federal Air. Weiterflug zum Madikwe Privat Game Reserve, Transfer zur Mateya Safari Lodge, 3 Übernachtungen

16.04.15 Road-Transfer zur Madikwe Hills Private Game Lodge, 3 Übernachtungen

19.04.15 Transfer zum Madikwe Airstrip, Rückflug nach Johannesburg, Transfer zum Safari Club Hotel, 1 Übernachtung

20.04.15 Flug mit Airlink von Johannesburg nach Polokwane, Übernahme des Mietwagens, Fahrt über Louis Trichard zum Soutpansberg. Dort Transfer zur Sigurwana Lodge, 2 Übernachtungen

22.04.15 Fahrt zum Mapungubwe NP, Zwischenstopp in Alldays zum Einkaufen, 2 Übernachtungen im Leokwe Camp

24.05.15 Fahrt zum Grenzposten Pont Drift, Parken unseres Mietwagens, Grenzübertritt nach Botswana, Transfer zur Tuli Safari Lodge, 3 Übernachtungen

27.05.15 Transfer zum Grenzposten Pont Drift, Weiterfahrt mit dem Mietwagen über Musina zum Pafuri Gate , Kruger Nationalpark. Weiterfahrt zur „The Outpost“ Lodge, 2 Übernachtungen

29.05.15 Durchquerung des nördlichen KNP bis zum Letaba Restcamp, 1 Übernachtung

30.01.15 Fahrt via Phalaborwa Gate nach Timbavati zum Kings Camp, 3 Übernachtungen

02.05.15 Fahrt via Orpen Gate in den Krüger, Weiterfahrt in südlicher Richtung bis zur Jock Safari Lodge, 1 Übernachtung

03.05.15 Fahrt nach Nelspruit (Mpumalanga Airport) via Malelane Gate. Abgabe des Mietwagens. Flug mit Airlink nach Johannesburg, am Abend Weiterflug mit SAA nach Frankfurt

04.05.15 Ankunft in Frankfurt

hier schon mal ein paar Bilder, die (hoffentlich) Lust auf mehr machen :)









... wird fortgesetzt ...
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20 Mai 2015 09:09 #385389
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Montag 13.04.2015

Nach einem ruhigen Flug sind wir pünktlich in Johannesburg gelandet. Die Einwanderungsprozedur inklusive Fieberscanner geht ziemlich schnell, unser Gepäck ist auch bald da und wir erreichen ohne Zollkontrolle die Ankunftshalle. Hier werden wir von einem Mitarbeiter der Federal Air bereits erwartet. Er hält ein großes Schild mit unserem Namen in der Hand. Guter Service! Dieses Schild hätten wir vermutlich aus 1.000 Meter Entfernung sehen können.
Ich bitte unseren Abholer darum, einen ATM ansteuern, damit ich mein Kontingent an Bargeld aufstocken kann. Normalerweise reise ich als „Mr. Cash“, das war in der Vergangenheit auch kein Problem, denn das Risiko, im Okavango Delta oder in der Kalahari ausgeraubt zu werden, erschien mir sehr gering. Ausserdem war ich immer unabhängig von irgendwelchen Automaten. Diesmal jedoch hatte ich mich entschieden, lieber vor Ort Geld aus dem ATM zu ziehen, unter anderem auch deshalb, weil der Wechselkurs gegenüber einem Tausch in Deutschland natürlich um einige besser ist. Ich hatte deshalb zwei EC Karten von zwei verschiedenen Konten dabei. Die führen wir daheim auf Guthabenbasis und sie wurden vor der Reise soweit aufgefüllt, dass wir diese Reise eigentlich ohne Geldprobleme „durchziehen“ können. Beide Karten wurden von mir in den letzten Jahren problemlos im Ausland (Schweiz) getestet.

Unser Abholer führt uns zu zwei ATMs im Ankunftsbereich, beide sind kaputt! Ich weiss, dass er es etwas eilig hat, will uns im Gebäude der Federal Air abliefern, um noch andere Reisende abzuholen, aber ich bitte ihn trotzdem, einen anderen Automaten zu suchen. Dafür müssen wir einen Stock nach oben. Wir finden einen ATM, ich stecke die erste Karte hinein: Transaktion abgelehnt! WARUM? In Europa funktioniert sie doch auch! Mit klopfendem Herzen probiere ich die zweite Karte, die funktioniert. Leider ziehe ich – jetzt etwas hektisch – nur die vorgeschlagenen 1.000 ZAR anstatt die Summe zu erhöhen. Böser Fehler! Von den eingeplanten 4.000 ZAR am ersten Tag habe ich nur ¼ der Summe zur Verfügung, damit komme ich nicht weit! :S Aber gut, was hilft´s. Zum Glück habe ich einen „Notgroschen“, den ich in Deutschland eingetauscht habe. Der hilft mir zumindest in der ersten Woche weiter.

Wir folgen unserem „Guide“ nach draußen. Unser Gepäck wird in den Van eingeladen, wir setzen uns hinein und fahren los. Die Basis der Federal Air ist auf der anderen Seite des O.R.Tambo Airport. Nach ungefähr 15 Minuten haben wir bereits die Schranke zur Einfahrt erreicht. Wir sind heute früh die einzigen zwei Gäste, trotzdem stehen wir an einem Check-in Schalter, unser Gepäck wird gewogen und mit Labels versehen. Zu guter Letzt erhalten wir sogar noch in Plastik eingeschweisste Bordkarten. Darauf steht: Flug 1.

Es ist 08:15, wir betreten die Lounge der Federal Air. Bei dieser Ausstattung kann man wirklich nicht meckern! Essen und Getränke sind umsonst, es ist angenehm ruhig und auch die Sitzmöbel sind sehr bequem. Es gibt auch einen kleinen Garten, davor sind die Federal-Air-Flieger abgestellt. Wir haben noch etwas Zeit, denn unser Flug nach Madikwe soll erst um 10:00 starten.


Die Lounge der Federal Air


Madikwe Airstrip


Mateya Lodge - Haupthaus


Mateya Lodge - Weinkeller

Warum Madikwe? Das Madikwe Tierreservat (ehemaliges Farmland) wurde 1991 eröffnet und umfasst ca. 750 qm² Fläche. Es ist zurzeit immerhin das fünftgrösste Reservat in Südafrika. Sehr speziell ist das „Zusammentreffen“ verschiedener Ökosysteme, deshalb kann man viele unterschiedliche Spezies in ihrer natürlichen Umgebung antreffen. Oryx, Springböcke, Impalas, Buschböcke und natürlich auch die „Big 5“ plus Cheetahs und Wilddogs sowie viele andere Tiere sind auf einem relativ kleinen Gebiet zuhause. Ich persönlich war an braunen Hyänen interessiert, die hatte ich bisher noch nie gesehen.
Auch landschaftlich ist dieses Gebiet mit seinen roten Inselbergen, die aus dem Buschland emporragen, meiner Meinung nach sehr reizvoll.

Inzwischen erscheint eine südafrikanische Reisegruppe in der Lounge. Ob die wohl mit uns fliegen? Sie holen sich ein paar Getränke und setzen sich in den Garten. Um kurz nach 09:00 kommt eine Angestellte der Federal Air zu uns und teilt uns mit, der Flieger wäre startbereit. Wir sind also früher dran als geplant. Uns ist das ganz recht, so kommen wir früher an unser Ziel. Wir nehmen unser Handgepäck und laufen zum Ausgang. Die besagte Dame sitzt jetzt hinter einem Schalter und nimmt unsere Bordkarten entgegen. Dann müssen wir durch eine Gepäck- und Personenkontrolle. Wir stellen fest, dass die Südafrikaner nicht mit uns fliegen, Ruth und ich sind also die einzigen Passagiere. Hmmm… ganz schön viel Aufwand für zwei Leutchen :whistle:
Wir werden am Rand des Flugfelds abgeholt und zum Flugzeug gebracht. Es ist eine einmotorige Maschine mit Platz für 20 Personen. Nach der Begrüssung durch die Piloten können wir uns zwei der zwanzig Plätze aussuchen. Wir beschliessen, uns direkt hinter unsere „Chauffeure“ zu setzen. Kurz darauf wird der Motor angelassen und wir rollen Richtung Startbahn. Es ist eine der Bahnen, die auch vom internationalen Flugverkehr benutzt wird. Zwei, drei Maschinen sind noch vor uns dran, dann erheben wir uns in die Lüfte und fliegen nach Nordwesten Richtung Madikwe Private Game Reserve.

Eine knappe Stunde später setzen wir auf der Betonpiste des Madikwe Airstrip auf und rollen aus. Guide Francois und Tracker Devine begrüssen uns, das Gepäck wird umgeladen, und wir starten Richtung Mateya Lodge. Etwa eine Viertelstunde später haben wir unser erstes Ziel erreicht.
Mateya liegt am Rand eines Granitfelsens in den Gabbro Hills. Es handelt sich um eine ziemlich exklusive Lodge, maximal 10 Gäste können in 5 Suiten untergebracht werden. Wir werden von den Managern begrüsst, kurz eingewiesen und dann zu unserem Chalet gebracht. Auf dem Weg dorthin erfahren wir, dass wir in den nächsten drei Tagen die einzigen Gäste sein werden. Mein lieber Mann, noch exklusiver geht es kaum ! Alle Angestellten werden also nur für uns da sein, irgendwie fühlen wir uns sofort wie VIPs :laugh:

Wir beziehen unsere Unterkunft, öffnen erst einmal alle Schiebetüren und geniessen den Blick in das Buschland. Ach ist das schön! Endlich sind wir wieder in Afrika ! Auf dieses Gefühl mussten wir 4 ½ lange Monate verzichten! Draussen ist es angenehm warm, also testen wir zunächst einmal ausgiebig die Aussendusche. Danach relaxen wir auf der Terrasse, gegen 12:30 laufen wir zum Haupthaus, denn wir haben einen Tisch zum Lunch reserviert. Ach ja, ich hatte es vergessen: Reservieren war natürlich komplett überflüssig, denn wir sind ja die einzigen Gäste.
Die Besitzer sind Kunstfreunde, deshalb ist die gesamte Lodge mit unzähligen Figuren, Bildern, und vielen anderen Gegenständen aus Afrika dekoriert. Unser gedeckter Tisch befindet sich auf einer offenen Terrasse mit Blick zum Wasserloch. Während wir noch die Terrasse und die davor gelagerte Feuerstelle inspizieren können wir einen rotgefärbten Eli im Buschland entdecken. Plötzlich erscheinen immer mehr Tiere, eine komplette Herde mit kleinen Jungtieren bewegt sich auf das Wasserloch zu. Was für ein Einstand! Wir können uns wirklich nicht beklagen. Inzwischen bittet unser persönlicher Kellner uns zum Tisch. Als meine Frau sich setzen will, schiebt er sofort Ihren Stuhl zurück. Ruth ist kurz irritiert, so viel Höflichkeit ist sie von mir nicht unbedingt gewöhnt.

Wir bestellen einen perfekt gekühlten Weisswein, dann kommt der Koch an unseren Tisch und fragt nach unseren Wünschen. Wir entscheiden uns für einen Salat, der mit ein paar kleinen „Schweinereien“ angereichert ist. Um es kurz zu machen: Das Essen ist köstlich, der Wein schmeckt prima und die Leute vom Service sind extrem freundlich, wir fühlen uns rundherum gut aufgehoben. Wir kommen mit unserem Kellner ins Gespräch und haben ziemlich schnell einen „guten Draht“ zueinander gefunden. Ruth möchte immer genau wissen woher die Leute kommen, wieviel Kinder sie haben usw. Fast alle freuen sich über so viel Interesse und es dauert in der Regel nicht lange und wir werden bei jedem Zusammentreffen wie gute Freunde behandelt.
Etwas später ziehen wir uns zurück, gegen 15:30 erscheinen wir wieder mit Fotoausrüstung zum High Tea, denn um 16:00 geht es endlich hinaus in den Busch.

... wird fortgesetzt ...


Mateya Lodge - Aussichtsdeck


Mateya Lodge - Unser bescheidenes Chalet


Mateya Lodge - Ausblick von unserer Terrasse
(mit privatem Pool)


Mateya Lodge - Schlafraum


Mateya Lodge - Badezimmer (rechts geht es zur Innen- und Aussendusche)
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21 Mai 2015 15:32 #385539
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Hallo Konni,

schön das Du dabei bist :)

Jetzt geht es weiter ...

Die vergangene Regenzeit hat es nicht wirklich gut gemeint mit Madikwe, dafür regnete es im April umso mehr, der Busch präsentiert sich also sehr grün und sehr dicht. Eigentlich keine idealen Voraussetzungen für gute Tiersichtungen. Zunächst steuern wir eine Wasserstelle an und treffen auf 3 Rhinos. Die schnauben etwas genervt und verziehen sich ins dichte Buschwerk.


ein schöner Rücken kann auch entzücken ...

Ausser ein paar Enten, einem Graureiher und einem Fisheagle sind keine weiteren Tiere zu entdecken. Wir fahren hin, wir fahren her, der Kommentar unseres Guides: „Today it´s really quiet in the bush“. Diesen Spruch sollten wir auf unserer Reise noch öfter hören. Wir passieren Springböcke und Kudus, irgendwann nähern wir uns einem Hyänenbau. Tatsächlich: Ich kann meine ersten braunen Hyänen sehen. Sie liegen vor dem Bau und lassen sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Francois erklärt uns, dass die beiden noch ziemlich jung und von der Mutter abhängig sind. Die ist gerade unterwegs und deshalb liegen die Jungen recht gut versteckt unter einem Busch und dösen. Nur die Köpfe schauen heraus. Eine Hyäne gähnt herzhaft, dann kehrt wieder Ruhe ein. Wir fahren weiter.


Unterwegs mit Francois und Devine

Etwas später wuseln ein paar Erdhörnchen in der Nähe der Pad herum. Aber auch die sind ziemlich schüchtern und ich kann nur einige wenige Bilder machen. Langsam wird es dämmerig. Plötzlich spricht Francois mit jemandem über das Funkgerät. Das Gerät ist stumm geschaltet, unser Guide hat einen Kopfhörer in einem Ohr, deshalb hören wir nicht, was der Gesprächspartner zu sagen hat. Ich finde diese Methode übrigens sehr gut, denn dadurch wird man bei einer interessanten Tiersichtung nicht durch ein quakendes Funkgerät gestört.
Francois beendet das Gespräch und teilt uns mit, dass Löwen gesichtet wurden. Also fahren wir weiter. Irgendwann erreichen wir die Stelle, bleiben aber noch auf der Pad stehen und warten. Hier in Madikwe hat man sich darauf geeinigt dass nie mehr als drei Fahrzeuge gleichzeitig sich den Tieren nähern.

Ein paar Minuten später kommt ein Wagen aus dem Busch, jetzt dürfen wir offroad fahren und uns die Löwen anschauen. Was mich etwas erstaunt: Obwohl wir uns Raubtieren nähern, bleiben die Tracker auf ihrem Sitz ausserhalb des Fahrzeugs. Das kenne ich so nicht. In Botswana ist es üblich, dass sie bei einer Annäherung an Löwen oder Leoparden ins Auto kommen.
Das Löwenrudel hat sich aufgeteilt. Einige Katzen liegen satt und dösend unter einem Busch, ein Löwenmann und zwei Jungtiere knabbern noch an den Resten eines erlegten Gnus herum. Inzwischen ist es so dunkel, dass die Szene mit Scheinwerfern beleuchtet wird. Aus der Dunkelheit taucht ein Schakal auf. Er wagt sich ziemlich dicht an die Löwen, aber die letzten Meter sind ihm dann doch zu riskant. Nach etwa einer Viertelstunde verlassen wir den Platz, denn es gibt noch andere Interessenten, die sich die Löwen anschauen möchten. Immerhin gibt es im Reservat ca. 30 Lodges, da kommen schon einige Safarifahrzeuge zusammen.





Auf der Rückfahrt stoppen wir kurz bei einer Typfelhyäne, dann geht es zurück zur Lodge. Gegen 19:00 ist der Gamedrive beendet. Wir werden mit feuchten Tüchern und einem Getränk empfangen, erfrischen uns kurz und gehen direkt zum Haupthaus. Hierholen wir erst mal den Sundowner nach. Inzwischen ist der Tisch gedeckt und unser Kellner erwartet uns zum Dinner. Um 19:30 sitzen wir bei angenehmen Temperaturen an unserem Zweiertisch auf der offenen Terrasse, über uns den Sternenhimmel. Fledermäuse schwirren um uns herum. Am beleuchteten Wasserloch können wir einen alten Büffel beim Trinken beobachten. Wir nehmen die Speisekarte (Special Dinner for Ruth + Walter) und wählen unsere Gänge aus. Ich mache es wieder kurz: Das Dinner ist äusserst schmackhaft, der südafrikanische Rotwein passt wunderbar dazu, unser netter Kellner kommt singend aus der Küche und serviert uns das Essen, ist das wirklich unser erster Abend in Afrika? Wir können es kaum glauben! In diesem Moment ist Deutschland ja soooooo weit weg. Total entspannt laufen wir nach dem Dinner zu unserem Chalet (die Lodge ist eingezäunt) und lassen uns wenig später in unser bequemes Bett fallen. Wir sind uns ganz sicher: Das war ein toller Auftakt für unsere aktuelle Reise. Wenn es so weiter geht, dann können wir absolut nicht meckern!





Dienstag 14.04.2015

Um 05:15 klingelt das Telefon. Wakeup Call! Wir sind allerdings schon wach und können uns ganz entspannt auf den Tag vorbereiten. Es ist noch kühl draussen, aber wie immer haben wir uns nach dem „Zwiebelprinzip“ angezogen. Erst das Hemd / T-Shirt, darüber eine Fleecejacke, darüber eine Weste. Sobald es wärmer wird, können wir uns also Stück für Stück entblättern. Francois erwartet uns schon. Es bietet uns Tee / Kaffee und Muffins an. Um kurz vor 06:00 begrüssen wir Devine, kurz darauf sind wir schon wieder auf der Pirsch. Auch heute ist es ziemlich ruhig im Busch. Um 06:20 erscheint die Sonne am Horizont. Was für ein prachtvolles Farbenspiel! Wir können uns gar nicht satt sehen.


Sonnenaufgang in Madikwe

Weiter geht es. Ein verschlafener Schakal, ein paar Gnus und Zebras, natürlich die Impalas, als Highlight am Morgen finden wir drei (Breitmaul) Rhinos. Gegen 08:00 stoppen wir für einen Kaffee und ein paar Cracker. Später kreuzt ein imposanter Nashornbulle unseren Weg. Irgendwann folgen wir einer Büffelherde, doch die Tiere sind sehr misstrauisch und lassen uns nicht wirklich nah herankommen. Die Vogelwelt präsentiert sich auch nicht unbedingt von ihrer Schokoladenseite. Einige Glanzstare, hier und da ein Drongo, ein Korhaan lugt aus dem hohen Gras. Als Highlight kann ich einen Purple Roller fotografieren. Den hatte ich bisher noch nicht vor der Linse. Auf dem Weg zur Lodge sehen wir noch ein paar Zwergmangusten, dann wird es wieder ruhig.

Gegen 09:15 sind wir zurück. Wir gehen kurz ins Chalet und ziehen uns etwas luftiger an, denn es ist angenehm warm geworden. Dann wird es Zeit für das Frühstück. Als wir den gedeckten Tisch auf der Terrasse erreichen müssen wir kurz nach Luft schnappen. Wer bitte soll DAS alles essen? Wir sind doch nur zu zweit! Der komplette Tisch ist „zugebaut“. Da gibt es Croissants, Muffins, kleine Brötchen, Obstsalat, grünen Salat, Wurst, Lachs, verschiedene Sorten Käse und selbstverständlich auch Cornflakes, Joghurt, Müsli, und so weiter. Und – wie gesagt – das alles für zwei Leute. Ach ja, später werden wir noch gefragt, ob wir gebratene Eier, Schinken, Bohnen usw aus der Küche haben wollen. Ursprünglich hatte ich den Plan, mein Gewicht zu halten. Das kann ich nach diesem Angebot hier komplett vergessen! :evil:

Als wir unser Frühstück beendet haben erscheint der Koch und fragt uns, was wir denn gerne zum Lunch essen wollen. Juhu! Wir haben ja noch 3 Stunden, um wieder hungrig zu werden! In weiser Voraussicht entscheiden wir uns wieder „nur“ für einen Salat mit Krabben, das sollte absolut genügen.

Die Zeit bis zum Nachmittag verbringen wir mit duschen, entspannen, unserem Lunch, meine Frau vergnügt sich in unserem Privatpool, dann ist es auch schon wieder Zeit für die nächste Ausfahrt. Francois hatte vorgeschlagen, dass wir am Nachmittag etwas früher aufbrechen. Wir wollen in den südlichen Teil des Reservats fahren, dort sollen sich die Cheetahs aufhalten. Natürlich haben wir sofort zugestimmt.
Gegen 16:45 treffen wir auf die Geparde. Um den Genpool der Rennkatzen aufzufrischen hat man von ausserhalb ein Weibchen geholt. Das ist jetzt in der Boma (mit einem Elektrozaun gesichertes Areal) eingesperrt und soll sich an die neue Umgebung gewöhnen. Auf der anderen Seite des Zauns befinden sich vier Gepardenbrüder. Die sind scheinbar mit der Anwesenheit des Weibchens überhaupt nicht einverstanden. Sie rasen am Zaun entlang, fauchen, springen in die Luft und „verprügeln“ sich vor Aufregung gegenseitig. Manchmal haben wir die Befürchtung, dass sie uns und unser Fahrzeug über den Haufen rennen, so knapp laufen sie vorbei und fixieren immer wieder fauchend das Weibchen. Die gibt quiekende Töne von sich, kommt an den Zaun um sich einige Sekunden später wieder zu verstecken. Irgendwann beruhigen sich die Brüder und legen sich – völlig ausgepumpt – in den Schatten. Francois erklärt uns, es wäre nicht klar ob die Brüder das Weibchen – sobald es in die Freiheit entlassen wird – akzeptieren. Es könnte durchaus sein, dass es von seinen Artgenossen getötet wird.





Gegen 17:15 wird es Zeit für uns, den Rückweg anzutreten. Unterwegs kreuzt eine ausgewachsene braune Hyäne unseren Weg. Für schaut sie richtig traurig „aus der Wäsche“. Auch die leicht gebückte Haltung passt gut dazu. Um 17:40 stoppen wir. Jetzt ist es Zeit für unseren Sundowner, denn die Sonne bewegt sich schnell Richtung Horizont. Kurz vor 18:00 ist der Feuerball verschwunden.
Gegen 19:00 haben wir die Lodge erreicht. Vor dem Dinner bekommen wir noch den (klimatisierten) Weinkeller gezeigt. Es ist unglaublich, aber hier lagern einige tausend Weinflaschen. In diesem Moment haben wir nicht mehr das Gefühl, im afrikanischen Busch zu sein.
Heute Abend kommt noch ein Gast zum Dinner, es ist unser Guide Francois. Während er uns am ersten Tag noch etwas wortkarg vorkam ist er inzwischen viel aufgeschlossener. Wir haben eine Menge Themen und es ist keine Sekunde langweilig.

Letzte Änderung: 21 Mai 2015 15:40 von leofant.
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21 Mai 2015 17:56 #385564
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habe gerade Schwierigkeiten mit meiner Internet Leitung zu hause, mal sehen ob es klappt ...

Mittwoch 15.04.2015

Auch heute stehen wir natürlich pünktlich „auf der Matte“. Um kurz vor 06:00 sind wir endlich auf Pirsch. Ein paar verschlafene Gnus laufen über schwarze Erde. Dunkle Tiere auf schwarzem Grund – kein wirklich gutes Motiv. Ein paar Impalas, Kudus, Giraffen und weit entfernte Büffel - das war es dann auch schon am Vormittag. Nach dem Kaffeebreak stöbern wir noch zwei Löwen auf. Während Frau Löwin uns interessiert beobachtet, ist das für den Herrn schon zu viel Anstrengung. Er dreht zwar seinen mächtigen Kopf in unsere Richtung, hebt ihn dabei aber keinen Millimeter vom Boden hoch. Er gibt uns das Gefühl, dass wir ihn nur langweilen, also fahren wir bald weiter.



Wir schauen bei den jungen Hyänen vorbei, auch die liegen dösend vor ihrem Bau. Ein Springbock am Rand der Pad tut uns leid. Sein Kopf und Körper ist mit Fliegen übersät und der arme Kerl hat keine Sekunde Ruhe vor ihnen. Mit den Fliegen haben auch wir so unsere Probleme. Tracker Devine hat uns schon längst mit Fliegenwedeln (ein Zweig mit vielen Blättern dran) ausgestattet. Auch in den Fahrzeugen, denen wir begegnen, sitzen Guides, Tracker, Gäste und wedeln was das Zeug hält.

Zum Glück lassen die nervigen Viecher uns wenigstens beim Frühstück auf der Terrasse weitgehend in Ruhe. Als kleines Highlight taucht eine Gruppe Elands am Wasserloch auf. Nach dem Frühstück ziehen wir uns zurück. Wir duschen und relaxen, genehmigen uns mittags einen kleinen Snack mit einem guten Weisswein und bald ist es wieder Zeit hinaus zu fahren. Heute besuchen wir einen anderen Teil des Parks. Wir fahren am Rand einer Hügelkette entlang und haben einen tollen Ausblick auf die Tiefebene. Vor uns tauchen vier Giraffen auf. Sie schauen uns zwar etwas misstrauisch an, sind aber nicht bereit, den Weg freizugeben. Also zuckeln wir langsam hinterher. Was mir bei Francois auffällt: Er käme nie auf die Idee, ein Tier zu stören oder gar mit aufheulendem Motor zu verscheuchen. Wir merken in jeder Minute, dass er die Tiere liebt und respektiert. Egal ob es sich um einen Käfer, ein Impala oder einen Löwen handelt.

Irgendwann schlagen sich die Langhälse dann doch in die Büsche um ein paar Akazienbäume anzuknabbern. Wir haben in der Vergangenheit gelernt, dass Akazienbäume sich gegen Giraffen und Konsorten wehren können, indem sie einen übel schmeckenden Saft in ihre Blätter pumpen und ausserdem Tannin freisetzen, das von den umstehenden Bäumen wahrgenommen wird. Die wiederum verstehen das Warnsignal und produzieren dann den üblen Saft, bevor ein Pflanzenfresser ihre Blätter frisst. Francois erklärt uns, dass die Giraffen gelernt haben, die Bäume gegen die Windrichtung abzufressen Dadurch können die Akazien ihre unmittelbaren Nachbarn nicht warnen. Wir finden, das ist eine sehr interessante Theorie.





Wir erreichen einen kleinen Stausee. Als wir den Damm hochfahren erschrecken wir eine Rhino Mama mit Nachwuchs, die gerade am Ufer stehen und trinken. Sie rennen aber nur ein paar Meter, dann halten sie wieder an. Ein drittes Rhino kommt zum Wasser. Obwohl es schon dämmert kann ich noch ein paar Bilder schiessen, mit denen ich einigermassen zufrieden bin.



Wir beobachten die massigen Tiere noch eine Weile, dann fahren wir ein kleines Stück weiter und stoppen für den Sundowner. Die Sonne ist schon untergegangen und färbt den Himmel orange ein, davor steht ein abgestorbener Baum, der mit Nestern von Webervögeln dekoriert ist. Das alles zeichnet sich als schwarzer Scherenschnitt vor dem dunkelblau / orangen Himmel ab. Wir seufzen tief, stossen mit einem Glas Weisswein an und lassen die Magie des Augenblicks auf uns wirken. Auch unsere beiden Begleiter können nur allzu gut verstehen, dass wir in solchen Momenten aufhören zu reden und nur noch diese einzigartige Stimmung geniessen. Ich bin hochzufrieden, denn ich weiss, dass für meine Frau ein perfekter Abend in Afrika immer mit einem tollen Sundowner – bevorzugt an einem Wasserloch oder auf einem Fluss – anfängt. Und heute vermissen wir nicht das kleinste Detail :woohoo:



Es ist dunkel geworden, Zeit um aufzubrechen. Um 18:30 sitzen wir im Auto, eine Dreiviertelstunde später erreichen wir die Lodge. Die Managerin empfängt uns mit feuchten Tüchern und einem Getränk, dann gehen wir noch für einen Drink an die Bar. Unser letztes Dinner auf Mateya verbringen wir wieder allein, nur unser Kellner ist bei uns und liest uns alle Wünsche von den Augen ab. Wie immer ist er guter Laune und wir haben noch eine Menge Spass. Nach dem Dinner gehen wir zeitig ins Chalet und schlafen bald ein, denn morgen früh geht es noch mal auf die Pirsch, bevor man uns zur Madikwe Safari Lodge bringt.

Donnerstag 16.04.2015

Es ist kühl heute früh. Solange wir uns in der Lodge aufhalten ist das ok, aber als wir im Auto sitzen, nehmen wir die Decken, die Devine uns in weiser Voraussicht anbietet, dankbar an. Wir kurven etwa eine halbe Stunde durch die Gegend, dann kommt ein Funkspruch, der uns augenblicklich hellwach macht. Gar nicht weit von uns hat man ein Löwenrudel entdeckt, dass in der Nacht ein Zebra gerissen hat. Das verspricht Action – also nichts wie hin! Glücklicherweise sind wir erst das zweite Fahrzeug, das am Schauplatz erscheint, also müssen wir nicht warten, bis wir an der Reihe sind.

Drei Löwinnen liegen mit blutverschmierten Schnauzen etwas abseits während sich eine jüngere Katze noch sattfrisst. Dann kommen noch zwei Halbstarke hinter einem Busch hervor, auch diese beiden sind rot eingefärbt. Jetzt ist die kühle Luft für uns Beobachter natürlich von Vorteil, denn die jüngeren Löwen balgen herum und jagen sich gegenseitig, anstatt sich vor der Tageshitze zu verkriechen.







Wir schauen der Truppe eine gute halbe Stunde zu, dann verfolgen wir eine der Älteren, die zu einem Wasserloch geht. Das bringt mir ein Foto von einer trinkenden Löwin, die sich im Wasser spiegelt.



Für uns geht es weiter an den Marico River, der hier die Grenze des Madikwe Game Reserves bildet. Allerdings ist das Ufer an den meisten Stellen dicht bewachsen und die Tiersichtungen halten sich stark in Grenzen. Wir können ein paar Vervet Monkeys und einige Wasservögel beobachten, fahren langsam um eine Biegung und plötzlich ist Francois begeistert. Am Ufer erscheint ein Bushbuck mit zwei Weibchen. Unser Guide erklärt uns, diese Tierart hätte er in den letzten drei Jahren erst zweimal zu Gesicht bekommen. Da haben wir scheinbar eine Rarität am Marico River aufgespürt :cheer:

Wir kehren um und fahren Richtung Lodge. Unterwegs begegnet uns ein Mitglied des Löwenrudels, wohin mag die Dame wohl gehen ? Um 09:30 frühstücken wir ganz entspannt, dann wird geduscht und gepackt und um 11:45 sind wir abreisebereit.

Die Crew hat sich noch einmal versammelt um uns zu verabschieden, wir sind ein wenig traurig, dass wir Mateya verlassen müssen. Es war schon ein besonderes Gefühl, drei Tage lang als einzige Gäste von allen verwöhnt zu werden. Wir lassen die Zeit Revue passieren und sind uns einig, dass wir absolut nichts zu beanstanden hatten. Die einzige „Reklamation“, die wir eventuell anbringen können: Das wirkliche Buschfeeling erlebt man halt in einem Superluxushotel wie Mateya nur sehr eingeschränkt. Aber das sehen die Gäste, die sich hier normalerweise aufhalten, bestimmt ganz anders!

Dann ist es soweit. Wir sitzen im Fahrzeug, winken noch einmal und eine Minute später ist die Lodge hinter dichten grünen Büschen und Bäumen verschwunden.

... wird fortgesetzt ...



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So, die letzten Tage war ich ziemlich "busy", hoffe es geht jetzt erst mal wieder etwas schneller voran mit
dem RB. Ich bleibe am Ball !

Hier ist die Fortsetzung von Madikwe:

Donnerstag 16.04.2015 - Mittagszeit

Der Weg zur Madikwe Hills Lodge ist nicht wirklich weit. Wir fahren einmal um den Hügel, dann sehen wir schon das Hinweisschild. Wir folgen der gewundenen Pad, dann geht es noch mal steil bergauf und wir haben unser Ziel nach einer knappen Viertelstunde erreicht. Während Mateya am Fusse eines Hügels liegt, wurde die Madikwe Hills Lodge den Hügel hinauf gebaut. Die Chalets liegen also nicht auf einer Ebene, sondern sind sozusagen auf verschiedenen Stockwerken zu finden. Insgesamt gibt es 10 Chalets und eine private Villa für Familien. Damit ist diese Unterkunft mehr als doppelt so gross wie Mateya.
Wir verabschieden unseren Begleitern Francois und Devine und werden von der Managerin begrüsst. Während fleissige Helfer bereits unser Gepäck wegtragen bekommen wir noch eine Einweisung bei einem kühlen Getränk. Dann werden wir über einen Holzplankenweg zu unserem Häuschen geführt. Auf der Rückseite befinden sich die Felsen, auf der Vorderseite haben wir einen weiten Blick ins Tal. Der erste Eindruck ist nicht übel, zumal bei einer Fläche von ca. 150 qm auch keine Platzangst aufkommt. Hinter der Eingangstür ragt ein grosser Felsbrock in den Innenraum, er wurde also in die Wand integriert. Wohnbereich, Schlafbereich und Bad haben jeweils verglaste Schiebetüren. Davor gibt es im Aussenbereich eine Holzveranda mit kleinem Pool. Der dient aber eher als Vogeltränke und ist höchstens als Sitzbad geeignet.


Madikwe Hills - Chalet


Madikwe Hills - Schlafbereich


Madikwe Hills - Badezimmer


Madikwe Hills - Aussicht von der privaten Terrasse

Nachdem wir uns eingerichtet haben wird es auch schon Zeit für das Lunch. Über einen Holzsteg, der an grossen Felsen entlangführt, geht es zum Haupthaus. Auch hier hat man einen Felsen im Innenraum integriert, es wirkt sehr rustikal. Von der Terrasse aus hat man einen schönen Blick zum Wasserloch und über die Ebene bis zur nächsten Hügelkette. Wir setzen uns an einen Zweiertisch und werden von der aufmerksamen Kellnerin auch sofort nach unseren Wünschen gefragt. Die Dame wirkt sehr freundlich und sehr entspannt. Es gibt drei Gerichte zur Auswahl, da sollte eigentlich jeder auf seine Kosten kommen. Nachdem wir bestellt haben geniessen wir bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein den schönen Ausblick. Es dauert nicht lang und unser Weisswein steht auf dem Tisch, jetzt sind wir rundherum zufrieden :kiss:


Madikwe Hills - Main Area


Madikwe Hills - Main Area

Die bestellte Pasta schmeckt lecker, der Service ist – wie bereits gesagt – gut, sogar das W-Lan funktioniert einigermassen zufriedenstellend. Es wird Zeit für mich, einen Hilferuf an die Dame, die mich nach Südafrika geschickt hat, abzusetzen. Der lautet in etwa so: „Hilfe! Ich habe keine Ahnung, wie ich diese Reise weiter finanzieren soll! Ich brauche eine gute Idee.“

Nach dem Lunch entspannen wir auf unserer privaten Terrasse, um 15:30 finden wir uns wieder zu Tee, Kaffee und einem kleinen Imbiss ein. Unser Guide Jaques stellt sich vor. Wir werden von drei weiteren Gästen begleitet. Einer kommt aus Kanada, die anderen zwei kommen aus Deutschland. Wie der Zufall es so will leben sie etwa 30 km entfernt von unserem Wohnort, wir sind also quasi Nachbarn.
Wir treffen unseren Tracker Dennis am Auto, dann geht es endlich los. Zunächst einmal gibt es – ausser zwei anderen Fahrzeugen - rein gar nichts zu sehen. Dann treffen wir immerhin auf drei Crowned Lapwings, die mit viel Gezeter davon fliegen. Etwas später sehen wir zahlreiche Impalas, die dicht gedrängt zusammenstehen und in eine Richtung starren, aber wir können den Grund dafür nicht erkennen.
Die Pad führt an Mopane Büschen vorbei, hier bewegt sich etwas! Wir halten an und sind innerhalb kurzer Zeit von einer Elefantenherde umringt. Sie sind so dicht am Fahrzeug, dass wir mit dem Weitwinkelobjektiv hantieren müssen. Einige junge Elis sind dabei. Sie wissen, dass ihre Mütter auf sie aufpassen, deshalb bläst der eine oder andere sich mächtig auf und einer startet sogar einen Scheinangriff auf das Fahrzeug. Da schlottern uns aber richtig die Knie :P
Dann allerdings ist eine der Tanten doch beunruhigt und kommt wirklich sehr nahe an die Fahrzeugfront. Sie streckt den Rüssel aus, um uns zu wittern. Tracker Dennis könnte sie jetzt in den Rüssel zwicken, aber komischerweise hat er dazu keine Lust :whistle:
Eine halbe Stunde lang haben wir rund um den Wagen jede Menge Action. Einige Halbstarke probieren ihre Kräfte aus und schieben sich gegenseitig in die Büsche. Ein anderer stellt sich kurz auf die Hinterbeine, um unserem Tracker zu drohen, wir wissen gar nicht, wo wir überall hinschauen sollen.


Schaulaufen der Elis


Ist das nah genug ?

Dann ist die Herde weitergezogen und auch wir fahren weiter. Jetzt ist es wieder mal sehr ruhig im Busch. Zumindest eine Gruppe Impalas überquert unseren Weg und ich kann noch probieren, springende Antilopen aufzunehmen.
Der Himmel ist mit dunklen Regenwolken bedeckt, deshalb stoppen wir heute etwas früher für den Sundowner und warten nicht, bis die Sonne knapp über den Horizont gewandert ist. Ein frischer Wind bläst über die Ebene, also fahren wir langsam Richtung Lodge. Unterwegs begegnet uns ein Rhinobulle. Er hat einen Sender am rechten Fuss. Dieses mächtige Tier mit einer Art Fusskettchen zu sehen ist schon irgendwie witzig :laugh:


Rhino mit Fusskettchen

Danach tut sich nicht mehr viel und wir erreichen gegen 19:00 kurz vor einem Regenguss die Lodge. Auch hier werden wir mit einem feuchten Tuch und einem Getränk empfangen. Mit einem Regenschirm „bewaffnet“ bringen wir unsere Sachen ins Chalet, danach geht es zum Dinner. Unser Guide Jaques und das Paar aus Deutschland leisten uns Gesellschaft. Der Abend vergeht schnell bei interessanten Gesprächen, denn Jaques weiss natürlich einige Anekdoten zu erzählen und auch mit den Deutschen kommen wir sehr gut aus.

Freitag 17.04.2015

Unser Wecker holt uns um 05:15 ohne Mitleid aus den Träumen. Draussen ist es windig und bewölkt; als wir unsere Tür öffnen merken wir schnell, dass es kühler ist als die Tage vorher. Das hält uns selbstverständlich nicht davon ab, an der Pirsch teilzunehmen. Nach dem Minifrühstück holt uns Jaques ab und um kurz vor 06:00 sitzen wir bereits im Fahrzeug. Heute fährt nur das deutsche Paar mit uns. Ich muss lachen, denn unser Guide outet sich als „Sissy“. Wir haben eine Temperatur von molligen 10° Celsius und er hat doch tatsächlich Handschuhe an :whistle:

Wir kreuzen ein wenig durchs Gelände, finden ein paar Impalas, Springböcke und Gnus. An einer Gabelung liegen zusammengerollt zwei Schakale, sie erschrecken als wir stoppen, schauen uns missmutig-verschlafen an und legen sich demonstrativ hinter einen Busch.

Jaques beschliesst, noch einmal nach den Löwen zu schauen, die wir bereits gestern (da waren wir noch mit dem Fahrzeug der Mateya Lodge unterwegs) beobachten konnten. Bevor wir die Stelle erreichen fallen uns zwei Schakale auf, die in der Gegend herumlungern. Auf einem Baum sitzen ein paar Geier. Tatsächlich ist das Löwenrudel nicht weit entfernt. Vom Zebra sind hauptsächlich noch der Brustkorb, der Kopf und ein Bein übrig. Wir positionieren uns am Rand der „Bühne“ und beobachten die nächsten 2 ½ Stunden, was sich so tut. Es dauert nicht lange, dann sind die Löwen von drei Schakalen umzingelt, die nur darauf warten, einen Happen Zebrafleisch zu ergattern.
Plötzlich bewegt sich etwas hinter einem Busch. Jetzt tauchen noch zwei braune Hyänen auf. Auch die sind sehr interessiert an den Zebraresten, beobachten die Szene aber ebenfalls aus respektvollem Abstand. Die jüngeren Löwen ducken sich und fixieren die unwillkommenen Gäste. Nach einigen Minuten pirscht sich ein Schakal ziemlich nahe heran. Mutig, mutig! Kaum habe ich es gedacht, springt schon einer der jungen Löwen auf und rennt dem Schakal hinterher. Der ist aber schneller und rettet sich aus der Gefahrenzone. Eine Weile passiert nichts, dann nähert sich eine brauen Hyäne. Auch die wird erfolgreich verjagt. So geht das immer weiter bis es einer ausgewachsenen Löwin zu bunt wird. Sie packt die Zebrareste und zieht sie unter einen Busch. Die anderen Löwen sind sichtlich satt und kümmern sich nicht darum. Einer der Schakale sprintet zu der vorherigen Stelle und findet immerhin einen Knochen, an dem noch Fleischreste sind. Neidisch wird er von den anderen Interessenten angestarrt.


Verrutschter Lippenstift ?


Der Schakal lauert schon ...


Eben langt´s !!!


Sie guckt so traurig :S

Inzwischen haben die Sonnenstrahlen die Wolkendecke durchbrochen und wir können uns etwas aufwärmen. Dann starten wir zur Rückfahrt. Gegen 09:00 sind wir wieder zum Frühstück in der Lodge. Von der Terrasse aus können wir eine Herde Impalas am Wasserloch beobachten. Deren Ruhe wird allerdings sehr schnell gestört, denn eine Gruppe Junggesellen taucht auf und das gefällt dem „Platzhirsch“ gar nicht. Schnaubend rennt er im Kreis, um seine Mädels gegen eventuelle Interessenten zu verteidigen.
Nach dem Frühstück sind dunkle Wolken am Himmel aufgezogen. Wir verbringen den restlichen Vormittag bei strömendem Regen in unserem Chalet. Glücklicherweise hat sich – pünktlich zum Lunch – das schlechte Wetter wieder verzogen und wir können bei Sonnenschein auf der Terrasse der Main Area sitzen und den Vögeln beim Trinken und Baden am Pool zusehen. Hier in Madikwe Hills sehen wir zum ersten Mal Tree Dassies. Die hatten wir am Anfang mit den Rock Dassies verwechselt. Beide gehören zur Familie der Klippschliefer und beide Arten leben auf dem Areal der Lodge.


Tree Dassie


Mittags am Pool


Badegast (1)


Badegast (2)

Inzwischen sind mehr Gäste in der Lodge angekommen. Da gibt es zum Beispiel drei Paare aus Johannesburg. Die sind eben mal die ganze Strecke nach Madikwe mit dem Minibus gefahren, um ein Wochenende auf die Pirsch zu gehen. Wie wir erfahren machen sie das öfters. Sie erreichen Madikwe am Freitagmittag und am Sonntag geht es dann – nach dem Morning Gamedrive – wieder nach Joburg zurück. Das erinnert uns wieder daran, dass Südafrika viel grösser ist als Deutschland und dass man deshalb auch längere Fahrtstrecken gewohnt ist, um an sein Ziel zu kommen.

Um 16:00 starten wir unseren Gamedrive. Zunächst steuern wir den uns bereits bekannten kleinen See an. War es die letzten Male ziemlich ruhig am Wasser, so erleben wir heute das krasse Gegenteil. Scheinbar haben sich die Elis aus der Gegend hier verabredet, denn plötzlich tauchen aus allen Richtungen Elefanten auf, es sind bestimmt über 150 Tiere, die sich am See versammeln. Wie das so ist, wenn verschiedene Herden aufeinandertreffen, hören wir sie grummeln, schnauben und tröten. Alle stürmen zunächst einmal zum Wasser um zu trinken, dann pudern sich einige ein, während speziell die jüngeren Elis ihre Kräfte messen und sich gegenseitig wegdrücken. Die ganz Kleinen plantschen im Wasser herum oder versuchen – noch etwas ungeschickt – mit dem Rüssel einen Ast hochzuheben und wegzuschleudern. Überall gibt es etwas zu sehen und zu fotografieren, wir wissen gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollen


Grosses Familientreffen


Wir haben uns lieb

Eine halbe Stunde später sind die meisten grauen Riesen wieder weiter gezogen und auch wir verlassen den See. Ein paar Giraffen und Kudus später erhalten wir einen Funkspruch: es wurden Löwen gesichtet! Also steuern wir diese Stelle an. Ausser uns ist nur ein Fahrzeug vor Ort, wir können uns also sofort dazustellen. Zwei Löwenmänner liegen dösend unter einigen Büschen. Immerhin heben sie bei unserer Ankunft die Köpfe und gähnen herzhaft. Das reicht für ein paar Fotos.
Dann steht einer sogar auf und läuft ein paar Schritte, bevor er sich wieder scheinbar kraftlos hinfallen lässt. Der zweite Löwe reinigt sein Fell, auch bei dieser Prozedur fallen ein paar Fotos für mich ab. Der Tag neigt sich dem Ende zu, also wird es Zeit für den Sundowner. Den geniessen wir heute direkt neben dem Airstrip. Dennis hatte vorher relativ frische Cheetah Spuren gefunden, aber die Rennkatzen wollen sich leider nicht auf dem Rollfeld zeigen.


Nachdenklicher Löwe


Ich will Euch nicht mehr sehen !

Nachdem die Sonne untergegangen ist fahren wir zurück. Auf dem Weg zur Lodge machen wir noch mal einen Schlenker zum See. Und siehe da: Zwei Rhinos stehen am Ufer und trinken. Sie lassen sich durch unsere Anwesenheit überhaupt nicht stören, das freut uns natürlich sehr.


Durstige Rhinos

Gegen 19:00 werden wir in der Lodge begrüsst; wir bringen unsere Sachen weg, dann geht es nach einem Drink an der Bar direkt zum Dinner. Das Essen in der Madikwe Hills Lodge ist übrigens wirklich lecker, mein Eland-Filet und Ruths Fisch (Kingklip) schmecken hervorragend.

Samstag 18.04.2015

Als wir heute früh um 05:30 zur Main Area laufen sind die Sterne verschwunden. Dunkle Wolken hängen drohend über dem Land. In der Ferne zucken Blitze zur Erde, den Donner hört man allerdings nicht. Wir sind zwar in einem komplett offenen Fahrzeug unterwegs, zögern aber trotzdem keine Sekunde, auf die Pirsch zu gehen. Tracker Dennis verteilt vorsichtshalber Regenponchos. Kein schlechter Gedanke, wie sich noch herausstellen sollte. Wir treffen auf ein Rhino mit Jungtier. Die Mama kümmert sich nicht um uns, während das Junge uns neugierig beäugt.
In der Ferne können wir wieder erkennen, wie zahlreiche Blitze vom Himmel zucken und wie die Regenschleier bis zur Erde hängen. Die Südafrikaner sind heute Richtung Süden aufgebrochen um eventuell die Cheetahs zu sehen, das Unwetter befindet sich genau in dieser Richtung. Das scheint ein feuchtfröhliches Vergnügen für sie zu werden. Dennis findet frische Rhinospuren, also fahren wir offroad auf schwarzem und rotem Lehmboden. Wir spüren ein paar Regentropfen, plötzlich hören wir ein merkwürdiges Rauschen und dann öffnen sich auch schon die Himmelsschleusen. In Rekordzeit ziehen wir uns die Ponchos über, aber es dauert nicht lange, und der Regen findet trotzdem seinen Weg durch den Schutz. Zum Glück habe ich ein Regencape, darin kann die Kamera einwickeln. Jaques hat sofort Gas gegeben und wir rasen in höchstmöglichem Tempo den Weg entlang. Der Regen klatscht uns ins Gesicht, wir beugen uns nach vorne, um wenigstens etwas geschützter zu sein. Unser Fahrer hatte noch nicht mal Zeit, die Windschutzscheibe hochzuklappen, wie kann er überhaupt etwas sehen? Tracker Dennis ist blitzartig ins Auto gesprungen, denn bei unserem wilden Ritt über die Pad wäre er vermutlich vom Sitz gefallen.
Dann haben wir die Gravelroad, also die „Hauptstrasse“ erreicht. Jetzt hält Jaques an, um die Scheibe hochzuklappen. Er entschuldigt sich bei uns für die Raserei, aber das Risiko, im Lehmboden stecken zu bleiben war einfach zu gross. Deshalb hatte er nur ein Ziel: Raus aus dem Schlamm! Gesehen hat er auf der Fahrt tatsächlich so gut wie nichts, er hat den Weg eher gefühlt.
Es schüttet immer noch wie aus Eimern und alle Insassen unseres Fahrzeugs sind inzwischen nass bis auf die Unterwäsche. So gerne ich in Fahrzeugen ohne Dach unterwegs bin, in solchen Momenten hätte ich gegen einen Regenschutz nichts einzuwenden :blink:

Kurz bevor wir die Lodge erreicht haben hört der Regen wieder auf, trotzdem frieren wir jetzt und sehnen uns nach einer heissen Dusche. Zurück im Chalet wollen wir duschen, aber es dauert sehr, sehr lange, bevor wir warmes Wasser haben. Vielleicht wird das Wasser weniger vorgeheizt wenn die Gäste auf der Pirsch sind? Leider habe ich vergessen, mich danach zu erkundigen. Und ausserdem – wie war das? Ach ja, Africa is NOT for Sissies :S

Um 08:30 gehen wir frühstücken und siehe da: Die guten Geister der Lodge haben bereits Tische und Stühle abgetrocknet und wir können schon wieder auf der Aussichtsterrasse sitzen. Sehr aufmerksamer Service! Kurze Zeit später reisst der Himmel wieder auf und es wird sofort merklich wärmer. Die restliche Zeit bis zum nächsten Gamedrive verbringen wir auf der Terrasse unseres Chalets. Ruth liest, während ich Vögel beobachte. Natürlich erscheinen wir noch gegen 13:00 zum Lunch.

Als wir um 16:00 die Lodge verlassen müssen wir gar nicht weit fahren, um eine witzige Situation zu erleben. Der schwarze Boden ist zäh und klebrig und die Springböcke, die herumwandern haben jetzt schwarze Lehmschuhe mit Plateausohlen an. Alle sind plötzlich ein Stückchen grösser und bewegen sich fast wie auf Stelzen. Ein Gnu rennt an uns vorbei und auch diese Bewegungen sehen aus wie in Zeitlupe, denn es muss sich schon kräftig vom Boden abdrücken, um vorwärts zu kommen.


Sprinbok mit Lehmschuhen

Zunächst einmal folgen wir den Wegen und vermeiden es, offroad zu fahren. Bald schon hat die Sonne den Boden anscheinend festgebacken, jetzt laufen auch die Tiere wieder etwas „normaler“ durch die Gegend. Unsere Fahrt wird zweimal durch Elefantenherden gestoppt, die vor uns und hinter uns auftauchen, aber die Tiere sind offensichtlich sehr entspannt obwohl sie einige Babies mit sich führen. Gegen 17:30 verlassen wir den Weg und stoppen mitten im Busch. Dennis hat heute eine Spezialität für uns. Er hat einen Gaskocher dabei und darauf brät er jetzt kleine Filetstückchen, die gibt es dann zum Sundowner - eine herrliche Idee!

Während wir uns unterhalten hören wir ein paar krachende Äste in der Nähe. Dann sehen wir einen Eli, dann noch einen und bald erscheint eine kleine Herde. Wir schauen zu Jaques und Dennis, aber die geben uns zu verstehen, dass wir ruhig hier stehenbleiben können. Wir haben einen Mitfahrer aus Johannesburg, der ist total fasziniert, denn er war noch nie zu Fuss so nahe bei einer Herde. Plötzlich erscheinen zwei kleine Elis auf der Bildfläche. Die beiden dürfen – wirklich ganz in unserer Nähe – raufen und spielen, ohne dass die Mütter eingreifen, das ist auch für uns eine neue Situation. Vielleicht liegt es daran, dass die Herde den Abstand zu uns jederzeit selbst bestimmen kann und sich deshalb nicht bedroht fühlt. Wir jedenfalls sind entzückt von dem sorglosen Spiel der beiden, das wir auf Augenhöhe erleben dürfen.


Hier riecht´s nach Mensch


Hier auch !


Eli - Kindergarten

Die Sonne hat sich zum Sundowner zwar hinter den Wolken versteckt, aber das Erlebnis mit den spielenden Elis hat uns voll und ganz entschädigt. Gut gelaunt steigen wir ins Fahrzeug und fahren zur Lodge zurück. Im Chalet angekommen wartet eine kleine Überraschung auf uns. Man hat uns ein Bad eingelassen und die Wanne mit Blättern und kleinen Lichtern dekoriert. Das ist aber wirklich nett! Wir nehmen das Angebot gerne an und entspannen uns in der Badewanne. Leider langt es nur für ein kurzes Bad, denn die Uhr tickt unerbittlich weiter. Unseren Drink nehmen wir heute auf der Terrasse. Dort lodert ein Feuer und der Sternenhimmel ist auch wieder zu sehen. Das anderen deutsche Ehepaar erscheint ebenfalls, setzt sich zu uns und wir sind uns einig: Wir fühlen uns hier in der Madikwe Hills Lodge sehr wohl! Inzwischen hat sich die gesamte Crew versammelt und singt und tanzt für die Gäste. An diesem Abend gibt es ein tolles Buffet. Für meine Frau ist das ein Paradies, denn sie liebt es, alle Speisen zu probieren und sich ein paar Anregungen für die heimische Küche zu holen.

Letzter Abend hin, letzter Abend her - gegen 21:30 sind wir schon wieder müde und ziehen uns zurück

Sonntag 19.04.2015

Heute ist unser Abreisetag, aber wir haben Glück. Laut Flugplan holt uns der Flieger erst um 14:30, wir können also noch den Gamedrive mitmachen. Allerdings bleibt es ziemlich ruhig im Busch. Es gibt zwei Highlights: Zunächst treffen wir auf ein Löwenrudel. Allerdings sind die Katzen nicht entspannt. Sie befinden sich scheinbar auf der Jagd, denn sie schauen uns genervt an und stoppen bei ihrer Wanderung keine Sekunde. Irgendwann verschwinden sie im dichten Buschwerk, hier können wir ihnen nicht mehr folgen.
Auf der Rückfahrt sehen wir einen Pickup am Rand der Piste. Zwei Angestellte einer Lodge stehen auf der Pritsche und beobachten etwas. Jaques fragt nach und erfährt dass die beiden einen Leoparden entdeckt haben. Also verlassen wir die Piste und fahren offroad in die angepeilte Richtung. Tatsächlich erspähen wir einen Leo, allerdings mag der unsere Anwesenheit überhaupt nicht und rennt weg. Wir folgen ihm noch eine Minute über Stock und Stein, dann bricht Jaques die Verfolgung ab. Es hat einfach keinen Sinn. Der Leopard möchte mit uns nichts zu tun haben. Jaques will ihn nicht hetzen, dass hätte ja nur zur Folge, dass er in Zukunft Angst vor den Fahrzeugen hätte und das will natürlich keiner.

Zurück in der Lodge frühstücken wir noch einmal, dann wird geduscht und gepackt. Um 12:00 haben wir unser Chalet geräumt und machen es uns auf der Terrasse bequem. Inzwischen habe ich auch eine Antwort auf meinen Hilferuf via E-Mail bekommen. Die Info lautet: „Mach Dir keine Gedanken. Habe Dir Geld mit „Western Union“ geschickt. Sobald Du in Joburg bist, gehst Du auf dem Airport zur ABSA Bank. Zeig Ihnen die Transaktionsnummer und das Codewort und alles wird gut“. Ich bin zunächst erleichtert, habe ja noch keine Ahnung, dass die Sache nicht so einfach ist, wie es den Anschein hat.

Gegen 13:00 Uhr bietet man uns noch ein Lunch an, um 14:00 werden wir von Jaques und Dennis zum Airstrip gebracht. Vorher habe ich den netten Menschen in der Rezeption gebeten unser Hotel in Joburg zu informieren, dass wir NICHT am Airport, sondern bei Federal Air abgeholt werden wollen. Ich bin gespannt, ob das so klappt

Unser Kommentar zu Madikwe Hills: Die Lodge hat zwar nicht den Standard von Mateya, das ist aber auch gar nicht nötig. Wie bereits erwähnt waren die Räume gross und sauber, das Essen lecker, das Personal sehr, sehr freundlich und „auf zack“. Wir können uns einen weiteren Besuch hier durchaus vorstellen. Natürlich habe ich auch noch was zu meckern: Ab und zu hatten wir in Madikwe schon das Gefühl, wir wären in einem grossen Safaripark. Das hängt ganz einfach mit der Anzahl der Lodges bzw der Fahrzeuge zusammen, die man unterwegs zwangsläufig trifft. Aber trotzdem kann ich dieses Game Reserve empfehlen.
Die traurige Geschichte am Schluss: Die Wildhunde in Madikwe sind leider wieder extrem selten geworden. Von 3 Rudeln hat aktuell nur eines ( = 7 Tiere) überlebt. Die anderen sind an Tollwut gestorben. Ich liebe die Wilddogs und wünsche mir deshalb, dass es bald wieder zahlreichen Nachwuchs bei ihnen geben wird.

Wir erreichen den Airstrip, die Maschine steht bereits da. Ausser uns wartet noch eine weitere Person. Wie sich herausstellt ist es ein Guide einer anderen Lodge, der Heimaturlaub hat und mit uns zurück fliegt. Mehr Fluggäste werden es nicht sein. Wir begrüssen die Piloten, verabschieden uns von Jaques und Dennis und nehmen in der Maschine Platz. Pünktlich um 14:30 rollen wir zur Startbahn.

... wird fortgesetzt ...


Wir kuscheln gerne


Lecker Touristensteak ? Warum nicht!
Letzte Änderung: 27 Mai 2015 15:30 von leofant.
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  • leofant am 19 Mai 2015 09:37
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Liebe Fomis,

dieser Teil des Berichts hat keine Fotos. Es sind einfach nur ein paar Situationen, die ich hier beschreibe und
die halt zum RB gehören. Vielleicht ist es trotzdem interessant :)

Sonntag 19.04.2015- am Nachmittag

Der Flug zurück nach Joburg ist etwas unruhiger als der Hinflug. Ganze Wolkengebirge türmen sich vor uns auf und das Flugzeug hüpft auf und ab. Manchmal geht es im Blindflug mitten durch die Wolken, das mag ich überhaupt nicht, denn ich sehe gerne wohin wir fliegen.

Mir fällt sofort die Anekdote aus einem Buch ein das ich erst kürzlich gelesen habe. Da war eine Familie in einem kleinen Buschflieger in der Nähe des Krügerparks unterwegs. Unglücklicherweise knallte ein Storch durch die Frontscheibe und betäubte den Piloten. Der Familienvater (er sass auch vorne) musste die Maschine solange in der Luft halten, bis der Pilot wieder zur Besinnung kam :S

Jetzt tauchen sogar dunkle, schwarze Wolken auf, die werden aber umflogen. Aus diesem Grund dauert der Rückflug auch etwa fünfzehn Minuten länger. Endlich kommt der Flughafen in Sicht. Wir fliegen noch eine Schleife, dann setzt die Maschine sanft auf der Landebahn auf und rollt zum Hangar der Federal Air. Schnell ist unser Gepäck entladen und ein paar Minuten später stehen wir vor der Lounge. Hier wartet bereits ein Minibus auf uns, das Hotel hat meine Anfrage also tatsächlich berücksichtigt. Unser Fahrer ist sehr aufgeschlossen. Als er hört dass wir aus Deutschland sind, packt er sofort seinen gesamten deutschen Wortschatz aus. Sein Name ist Khutzo (ist hoffentlich richtig geschrieben), ich übersetze ihn mit „gut so“. Das gefällt ihm sehr, er lacht und wiederholt seinen „deutschen“ Namen immer wieder.

Um 16:00 sind wir im Safari Club Hotel angekommen. Die Unterkunft ist zweckmässig, das Preis-Leistungsverhältnis ist gut. Für eine Nacht kann man es hier durchaus aushalten. Da wir noch zum Flughafen müssen vereinbare ich mit Khutzo, dass er uns in einer halben Stunde abholt. In der Zwischenzeit bringen wir unsere Sachen ins Zimmer. Gegen 17:00 taucht unser Fahrer wieder auf. Dann geht es ab zum Airport. Ich vereinbare mit Khutzo, dass er uns in ca. einer Stunde wieder abholt.
Wir tauschen unsere Telefonnummern aus, dann steigen wir aus und betreten die Ankunftsebene. Um diese Zeit ist eine Menge Betrieb auf dem O.R. Tambo Airport, überall wuseln frisch angekommene Fluggäste herum. Zunächst suche ich einen ATM. Leider weigert er sich – wie schon vor einer Woche - die erste EC Karte zu akzeptieren. Zum Glück bin ich mit der zweiten Karte erfolgreicher. Diesmal ziehe ich 2.000 Rand.
Dann laufen wir zur ABSA Bank. Die ist nicht besonders voll, ich finde tatsächlich sofort eine Bankangestellte. Ich schildere ihr meinen Wunsch, via Western Union Geld abzuheben. Die Dame schüttelt den Kopf. „Das machen wir hier nicht. Da müssen sie zu unserer Geschäftsstelle in Joburg Downtown.“ Ich frage: „Und die haben heute am Sonntag offen?“ Sie schüttelt wieder den Kopf: „Nein, nur Montag bis Freitag zu den normalen Geschäftsstunden.“ Na toll! Ich brauche das Geld aber heute! Morgen Vormittag fliegen wir bereits nach Polokwane, ich habe keine Zeit für Stadtrundfahrten. Ich versuche es noch einmal: „Aber ich habe eine Info per SMS, dass ich das Geld hier am Airport bekomme!“. Die Dame hat keine Lust mehr, sich mit mir zu unterhalten. „Nein, das ist nicht möglich“ sagt sie und dreht sich von mir weg. :evil:

Genervt verlasse ich die Bank. Was jetzt? Ich brauche unbedingt das Geld, sonst können wir unsere weitere Reise vergessen! Ich lasse meine Frau an einer Ecke stehen und laufe einfach planlos durch die Gegend – was kann ich bloss tun? Ich fühle mich gerade sehr hilflos.
Hinter der nächsten Ecke entdecke ich plötzlich ein Schild: Amex / Western Union. Ich komme mir vor wie ein Ertrinkender, der einen Strohhalm in seiner Nähe entdeckt. Sollte ich etwa Glück haben? Ich sehe vier Bankschalter, drei davon sind besetzt. Hinter dem freien Schalter sehe ich eine junge Frau, die gerade Euroscheine zählt. Ich schaue sie mit meinem höflichsten Lächeln an, tatsächlich, sie unterbricht ihre Arbeit und blickt auf.
„Eine Frage, ich habe das Western Union Schild gesehen, kann ich bei ihnen mit einem Transaktionscode und dem Passwort Geld bekommen?“ Sie lächelt mich an und nickt. „No Problem“. Ich kann es gar nicht glauben und zeige ihr das Display meines Smartphones. „Schauen sie, man hat mir diesen Code und dieses Passwort geschickt. Sie können mir das Geld auszahlen? Ich bräuchte es aber in Rand.“ Wieder nickt sie und sagt: „Ich brauche nur ihren Pass und sie müssen ein Formular ausfüllen.“ Inzwischen stehen hinter mir zwei weitere Kunden. Ich bin hin und hergerissen. Meine arme Frau wartet auf mich, wird garantiert immer nervöser und hat keine Ahnung, dass ich mich in ihrer Nähe befinde. Ich würde sie gerne zu mir holen. Aber ich kann jetzt unmöglich hier weg, ich muss meine Chance nutzen! :woohoo:

Nachdem ich das Formular ausgefüllt habe und mein Pass kopiert ist holt die Bankangestellte tatsächlich ein Bündel Südafrikanische Rand aus einer Schublade. Dann bekomme ich die Summe vorgezählt. Ich versuche, das Sichtfeld meiner Hintermänner einzuschränken, es muss ja nicht jeder mitbekommen, dass ich mir gerade die Taschen mit Bargeld vollstopfe. Dann habe ich alles verstaut. Ich bedanke mich noch einmal bei ihr und wünsche einen Supersonntag! Dann renne ich zurück zu meiner Frau. Die steht noch brav an der Stelle, an der ich sie verlassen habe. Allerdings hat sie jetzt ziemliches Herzklopfen und ist heilfroh, mich zu sehen. Ich umarme sie, entschuldige mich und erkläre ihr die Situation. Jetzt ist sie natürlich auch happy, dass es wieder weitergeht.
Erst telefonieren wir mit unserer Retterin in Deutschland um zu sagen, dass die Transaktion geklappt hat, dann rufen wir Khutzo an. Eine Viertelstunde später klingelt unser Telefon, er steht genau vor dem Ausgang und wartet. Also, nichts wie raus aus dem hektischen Airport und hinein in den gemütlichen Minibus!
Kurze Zeit später werden wir bei unserer Unterkunft abgesetzt. Wir wünschen unserem Fahrer einen schönen Abend, dann beschliessen wir, erst einmal einen Wein auf die ganze Aufregung zu trinken. Getränke kann man sich an der Bar in der ersten Etage selbst holen. Wir sehen eine Preisliste, notieren unsere Zimmernummer und öffnen den Kühlschrank. Hmmmm… richtige Weinkenner scheint es hier nicht zu geben. Weisswein und Rotwein liegen einträchtig nebeneinander, die Temperatur ist für den Weissen zu warm, für den Roten zu kalt :unsure:
Egal, wir wollen unseren „Reichtum“ feiern und prosten uns trotzdem zu. Gegen 19:00 gehen wir ins hoteleigene Restaurant. Ausser uns sind noch zwei Gäste anwesend. Angeboten wird ein einziges Gericht, aber das ist uns heute wirklich total egal. Zu unserer Überraschung schmeckt das Essen gar nicht so übel. Später kommt der Koch um zu fragen, ob wir zufrieden sind. Ich bekomme schnell heraus, dass er aus Botswana kommt. Als ich mich auf Setswana bedanke und ihm sage, das Essen war gut, da fällt er mir beinahe um den Hals vor Freude. So oft passiert ihm das garantiert nicht, dass Touristen aus Europa sich mit ihm in seiner Muttersprache unterhalten! Kleine Anmerkung: Ich kenne eigentlich nur ca. zwanzig Worte auf Setswana, kann die aber durchaus geschickt einsetzen :whistle:

Nach dem Dinner ziehen wir uns ins Zimmer zurück. Ich zappe mich durch die fünf TV Programme, bin aber nicht wirklich zufrieden mit dem Angebot. Also sortiere ich lieber noch ein paar Fotos.

Montag 20.04.2015

Heute früh sind wir nicht im Stress, also stehen wir erst um 07:00 auf, dann wird geduscht, gepackt und gefrühstückt. Pünktlich um 09:00 kommt der Shuttle Service, der ist übrigens im Hotelpreis inbegriffen. Am Airport herrscht schon wieder grosse Hektik, diesmal ist die Halle „Domestic Departures“ unser Ziel. Wir geben unsere Seesäcke auf, dann reihen wir uns in die Schlange vor der Personenkontrolle ein. Am Gate angekommen stellen wir fest, dass unser Flug etwas Verspätung hat. Irgendwann steht der Bus bereit zum Einsteigen. Ein paar Minuten später halten wir vor unserem Airlink-Jet.

Der Flug dauert noch nicht einmal eine Stunde, kurz nach 13:00 landen wir in Polokwane und rollen fast bis zum Eingang des Terminals. Wir müssen nicht lange warten, dann haben wir unser Gepäck auf dem Rollwagen verstaut und verlassen das Gebäude. Die Autovermietungen sind nur ein paar Schritte weiter, schnell ist der Europcar Schalter gefunden. Wir werden freundlich begrüsst, Pass und Führerschein wird vorgelegt, der Mietvertrag wird ausgefüllt, dann ruft die Dame irgendwo an. Das Gespräch lautet in etwa: „Könnt ihr den Double Cab vorfahren? Wie ? Der ist noch nicht fertig? Nein! Ich hatte 13:00 gesagt, nicht 15:00! Bitte beeilt Euch, die Kunden warten!“. Sie legt auf und lächelt genervt. „Sorry, es dauert noch einen Moment.“ Ich antworte ihr: „Wir würden uns freuen, wenn es schnell gehen könnte denn wir haben noch eine längere Fahrt vor uns.“
Etwas später kommt ihr ein Gedanke. Sie gibt mir den Autoschlüssel. „Bitte gehen sie doch schon mal mit dem Gepäck zum Wagen, der sollte jetzt fertig sein. Ich komme auch gleich.“ Wir laufen zum Parkplatz, tatsächlich steht da „unser“ Nissan Double Cab. Er kommt gerade aus der Wäsche und ist noch tropfnass. Ich zücke meine Checkliste und gehe mit dem Mechaniker die einzelnen Punkte durch. Sind die Lichter ok? Funktionieren Blinker und Scheibenwischer? Wie sieht das Ersatzrad aus? so arbeiten wir uns durch meine Liste.

Dann packen wir unsere Sachen ein und sind startbereit. Ich stecke das Duplikat des Übergabeprotokolls ein, merke aber nicht, dass mir die Kopie des Mietvertrages noch fehlt. Dann erscheint die Angestellte, fragt ob alles ok ist und verabschiedet sich. Auch sie denkt nicht mehr daran, dass die Kopie noch bei ihr auf dem Schreibtisch liegt. Das sollte uns ein paar Tage später noch Kopfschmerzen bereiten. :S

Gut gelaunt steigen wir ins Auto und fahren los. Ich brauche nicht sehr lange, um mich an die Rechtslenkung und den Blinker auf der „falschen“ Seite zu gewöhnen. Es dauert nicht lange und wir fahren bereits auf der Nationalstrasse 1 Richtung Norden.

... wird fortgesetzt ...
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