THEMA: CuF im KTP und Moremi Juli-August 2014
05 Mär 2015 17:50 #376201
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10.August Von Nossob zum Kaa-Gate

Fast die ganze Nacht durch hörten wir Löwengeröhre.
Wir starteten früh, weil wir nicht wussten, wie die Piste bis zum Kaa-Gate aussehen würde. Insgesamt war der Weg sehr ruppig.
Vor dem Abzweig zum Kaa-Gate machten wir Rast auf dem Parkplatz und frühstückten. Dort sprachen uns auch Eulenmuckels an und wir unterhielten uns eine Weile über das Woher und Wohin. Wir fuhren eine Weile nach ihnen los und fanden sie später auf einer kleinen Anhöhe stehend und spähend. Da spähten wir natürlich auch und sahen links von uns ein Löwenpaar sitzen, die sich von der Sonne beschienen ließen.
Später trafen wir Ruth und Uwe wieder und bedankten uns für den Löwentipp, aber sie hatten sie gar nicht gesehen, nur „etwas blutiges Gedärm“ auf der Sandpad und daraufhin geschlossen, dass irgendwo Katzen sein müssten. Sie fuhren zurück und konnten uns am Kaa-Gate berichten, dass es nicht nur „unsere“ zwei ‚Paul und Klärchen‘, sondern insgesamt fünf Löwen „beim Frühstück“ gewesen wären.
Am Gate erklärte man uns den kurzen Weg zu einem einfach Campingplatz, wo wir uns einrichteten und die in Nossob nicht trocken gewordene Wäsche aufhängten. Immer wieder hörten wir von fern Wiedehopfe rufen, als würden die uns ärgern wollen. Die Sonne ging unter und der ‚jahresgrößte‘ Vollmond stieg auf.
Die ganze Nacht hindurch brüllten Löwen. Als C. nachts einmal raus musste und wieder ins Zelt geklettert kam, hörte man ein ärgerliches Knurrgrunzen, aber wir konnten nicht feststellen, welches Tier sich gestört gefühlt haben konnte. Da F. wach war, konnte auch nicht ihr Schnarchen gewesen sein.
In Vollmondnächten sollen Löwen den größten Appetit auf Menschenfleisch haben,
da habe ich ja noch einmal Glück gehabt.











sunset auf der anderen ostw. Seite Moonrise




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05 Mär 2015 20:40 #376232
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11.August Vom Kaa-Gate nach Kang, Kalahari-Restcamp


Wir fuhren langsam, die schöne, parkähnliche Landschaft genießend bis Zutshwa, die Reifen bekamen nun wieder Normaldruck. Weiter flott auf Gravel Road bis Hukuntsi und Teerpad bis Kang. Unterwegs umfuhren wir zwei große Pans. Die Tierwelt bis Zutshwa war sehr scheu, vermutlich sind das noch Jagdgebiete für Trophäenjäger.
In Kang wollten wir Geld abheben, aber der Automat war ausgeweidet worden. Zum Glück konnten wir an der Tankstelle mit Rand bezahlen.
Im Kalahari-Restcamp, 25 km hinter Kang, bekamen wir einen netten Platz mit eigenem Waschhäuschen und richteten uns ein. Bis zum Dunkelwerden amüsierten uns die ein wenig zänkisch wirkenden Elsterdrosslinge und wir sahen mehrere Riesenglanzstare.
Das Abendessen im Restaurant war ganz vorzüglich, die Gesellschaft am Nachbartisch weniger: Großspurig, das Servicepersonal schikanierend und sich beschwerend, weil die sich erlaubt hatten, hinter dem Tresen ein wenig zu lachen.
Den Tag beschlossen wir am Lagerfeuer mit einem Glas Scotch.















eine 'Hausnummer'


Letzte Änderung: 05 Mär 2015 20:50 von CuF.
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06 Mär 2015 12:06 #376293
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12.August Von Kang nach Maun, The Kraal

Die Fahrt nach Maun schien ewig zu dauern – erst auf der A 2 bis Ganhzi, dann die A 3 bis Maun. Wir wechselten von Pause zu Pause den Driver.
Esel, Kühe, Ziegen und Schafe am Straßenrand, die ersten gelb blühenden Kameldornakazien und cremeweißblühende Sträucher .
In Maun fuhren wir zuerst in die Stadt, um Geld abzuheben und die Campsite im Moremi zu buchen – eher einen Platz zu erbetteln, denn wir hatten nichts gebucht – und den Parkeintritt zu bezahlen. Das alles ging nicht, das gesamte Zahlsystem war zusammengebrochen und niemand konnte uns sagen, wann es wieder funktionieren würde.
Unser Frust wich aber beim Faulenzen auf dem Freisitz am Thamalakane, nachdem wir unser übliches Zimmer dort bezogen und etwas gegessen hatten. Unsere Gastgeberin, June Leversedge, erzählte uns, dass sie zurzeit abends regelmäßig nach Sonnenuntergang einen Bat Hawk beobachten würden, wir konnten ihn aber leider nicht entdecken. Das Froschkonzert, einem begleitenden ‚Bassfrosch‘ mit sehr tiefer Stimme vom Flussufer war unsere Gutenachtmusik.

13.August Maun, The Kraal

Wir frühstückten beim Vogelkonzert auf dem Freisitz und beobachteten Rotschnabeldrosseln am Flussufer.
Danach fuhren wir in die Stadt, Geldautomat, Tankstellen, Supermarktkassen funktionierten wieder und wir hatten großes Glück, noch unsere Lieblings-Campsite in Third Bridge, Moremi, reservieren zu können. Die sehr freundliche, etwas korpulente Managerin hatte zu unserem Vorteil rechtzeitig einen Radiergummi zur Hand!!!
Dann noch schnell zur DWNP die Park-Fee entrichten.
Vor uns ein paar aufgeregte, arrogante Eidgenossen, die entsprechend zögerlich von dem Schalterpersonal behandelt wurden.
Da wir freundlich sind, ging es bei uns ganz schnell.
Im Getränkegroßhandel, nahe Airport, versorgten wir uns mit Schweppes Tonic und FLEUR DU CAP-Weinen, weiß und rot, dort kaufen auch die Lodges und Farmer.
Da wir mittlerweile fast 30 Postkarten bekritzelt, aber nirgendwo im KTP Briefmarken hatten erwerben können („may be tomorrow…“ war immer die gängige Auskunft gewesen), fuhren wir noch zur Post, vor der sich eine große Menge Menschen versammelt hatten. Im Gebäude selbst standen, lagen und saßen viele alte, sehr gebrechlich wirkende Menschen, teilweise blind und warteten ergeben auf – was? Da von allen acht Schaltern nur 4 besetzt waren und zwei davon dann auch unter Hinweis auf die „lunchtime“ dicht machten, gaben wir den Versuch auf, Briefmarken zu kaufen.
[Na, dann eben in -FRA- mit 0,45€.] Wir aßen Mittag am Flughafen, gingen noch in Junes Souvenirgeschäft, ließen etwas außerhalb der Stadt unsere leere Gasflasche befüllen, ordneten unsere Habseligkeiten und saßen abends wieder auf der Terrasse über dem Fluss, wo wir Graufischer, Klaffschnabel und einen Schlangenhalsvogel beobachteten.










Letzte Änderung: 06 Mär 2015 12:11 von CuF.
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06 Mär 2015 17:51 #376347
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14. August Von Maun nach Moremi, Third Bridge Campsite

Die Fahrt hierher führte über die Southern Loop, die Bodumatau-Route war überflutet.
Kurz vor dem Gate lagen 3 pappensatte, schlafende Löwen in der Sonne und ließen sich auch durch mehrere Autos überhaupt nicht stören.
Wir bekamen einen schönen Platz unter einem blühenden Leberwurstbaum. Etwas später kam noch ein französisches Ehepaar mit zwei kleinen Mädchen, mit denen wir uns den sehr großen Platz teilten. Sie waren sehr nett, aber ihr Englisch war so kariös wie unser Französisch, so dass ein ausführliches Gespräch nicht möglich war.
Wir unternahmen noch eine Rundfahrt um Nboma-Island.
Moorantilopen (Letschwe), Schwalbenschwanzbienenfresser, Gabelracken, Heilige Ibisse, Giraffen, Impalas und Elefanten, von denen ein einzelner genüsslich einen Baum schälte und die Rindenstreifen so gründlich kaute wie F. die getrockneten Papayas und Mangos.
Der Sternhimmel war phantastisch klar, die Milchstraße deutlich sichtbar und das Kreuz des Südens und Skorpion dem Horizont schon näher gerückt als zu Anfang unserer Reise. Später, hoch im Norden, war unser Sommerdreieck, Altair ( im Sternbild Adler), Deneb (Schwan) und Wega (Leier) zu sehen.
Angenehm überrascht waren wir vom Zustand des Ablutionblocks – neue Waschbecken mit gefliester Umrandung, funktionierende Toilettenspülungen und Duschköpfe, genügend Haken zum Aufhängen der Utensilien und alles sehr sauber. Im Jahr davor war das nicht der Fall gewesen.
Flusspferde grunzten uns in den Schlaf und am frühen Morgen ästen Impalas rund um das Auto.






























Afrc. Jacana


Afrc. Sacr. Ibis
Letzte Änderung: 06 Mär 2015 18:08 von CuF.
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10 Mär 2015 17:47 #376774
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15. August Third Bridge, Moremi

Third Bridge ist sehr zentral für unsere geplanten 4-tägigen gamedrives. Im Westen liegt Mboma Island, wenige Kilometer ostwärts Xakanaxa, im Süden der Southern Loop; alle Routen mit Schleifen und Rundwegen entlang der Lagunen, Wasserläufen und durch abwechslungsreiche Waldlandschaften. Das Camp ist, wie beschrieben, ordentlich und wir sind autark und gut mit Fahrzeug und Ausrüstung versorgt.
Hier ist für uns das Tierparadies am Südrand des Okavangodeltas und nicht so überlaufen wie der ChobeNP.
Der Morgendrive führte uns über die überflutete Third Bridge und wir standen lange an verschiedenen Lagunen.
Fotos sprechen am besten über Landschaft und Tierwelt.
Nachmittags hatten wir eine Motorbootsfahrt gebucht in der Hoffnung, es könne eine birdwatchingtour werden, es wurde aber eher eine birdhuntingtour, denn der Guide raste so schnell, dass wir Vögel erst im letzten Moment und dann nur noch wegfliegen sehen konnten. So sahen wir zwar Malachiteisvögel, die aber schnell im Schilf verschwanden. Die drei äsenden, bis zum Bauch im Wasser stehenden Elefanten waren den Lärm wohl gewöhnt und ließen sich nicht stören, von Flusspferden sahen wir nur untertauchende Köpfe und das Babykrokodil war auch nicht gerade sensationell. Mit uns fuhren noch zwei Südafrikaner und drei Spanier und deshalb waren die Kosten (370 Pula statt 1300) verschmerzbar für diese blöde Raserei. Für F. hatte sich die Ausgabe ohnehin gelohnt, weil endlich, endlich bemerkte mal jemand ihre Courteney-Stiefel aus Simbabwe, auf die sie seit Jahren so stolz ist (das einzige Paar von den vielen, die regelmäßig geputzt werden) und sprach sie darauf an.















Glossy Ibis


links Hadeda Ibis


H. I.


Sporengänse






Fleckenuhu versus Milchuhu






grimmig



































16.August Third Bridge Campsite

Morgens stand eine Giraffe am Leberwurstbaum und delektierte sich an den honigtriefenden roten Blüten, die auch für einen Trupp Goldbugpapageien interessant waren.
Auf der Morgenfahrt sahen wir, Warzenschweine, Sattelstörche, weiße und schwarze Reiher, Gabelschwanzracken und einen Perlkauz.
Nach der Mittagsruhe fuhren wir zu Mboma-Island und auf der Fahrt durch die gewundenen Wege fuhren wir über einen abgebrochenen Ast, der hochschlug und uns den linken Seitenspiegel abriss. Wir mussten aussteigen und das baumelnde Teil abmontieren, um nicht weitere Kratzer am Auto zu riskieren. Dabei wurden wir von einigen Giraffen neugierig betrachtet, die sich aber glücklicherweise besserwisserischer Kommentare enthielten.
Das Fehlen des Spiegels war dennoch auch ein Glück, denn sonst hätte F. nicht endlich einen Wiedehopf entdeckt, der nichts gegen das Fotografiertwerden einzuwenden hatte und während wir ihn lange beobachteten, entdeckten wir auch einen Haubenbartvogel.
Auf dem Rückweg zum Camp sahen wir noch einen Geparden mit Sendehalsband und von weitem ein Krokodil. Schon aus der Entfernung sahen die Zähne furchterregend aus.
Auf der Ebene kurz vor dem Eingang zum Camp trafen wir auf eine große Büffelherde, die staubaufwirbelnd davonzog.
Diesen wieder ereignisreichen Tag beendeten wir mit einer guten Flasche 'Roten'.
Morgen versuchen wir, die Büffel noch einmal zu erwischen.
Nachts hörte man immer wieder die Äsgeräusche und leisen Tritte von Antilopen, die durch das Camp zogen.












Tsessebe






Perlkauz






Haubenbartvogel















Letzte Änderung: 13 Mär 2015 16:12 von CuF.
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10 Mär 2015 19:16 #376789
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Guten Abend Bele,

kleine Dinge werden sofort erledigt!!
Sind die Schuhe nicht prima geputzt?,No :pinch: !!!

Danke für Dein Interesse am Bericht und an
den Fotos, nicht böse sein, bitte.

Viele Grüße
CuF


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