THEMA: Dem Lockruf gefolgt.. ein Landy Abenteuer!
10 Dez 2014 14:50 #365748
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Liebe Fomis,
es soll weitergehen, aber das Hochladen der Fotos dauert immer ziemlich lange.
Habt etwas Geduld!

@Fleur, ich freue mich, dass du dabei bist. Machst du gerade Urlaub oder Weihnachtsshoppen in New York? Hm ?...was heißt denn "endlich mal loslegen" ?
Ich habe in diesem Jahr lange überlegt, ob ich meine Erlebnisse veröffentlichen soll. Es gibt schon so viele Berichte mit tollen Fotos. Ich gehöre aber zu denjenigen, die selber gerne von den Tipps und Berichten der anderen Fomis profitieren. Da fühlt man sich irgendwie verpflichtet zu schreiben, außerdem war es eine tolle Reise. Ich hoffe, du/ihr genießt sie mit uns?

@Uwe und Ruth - schön, dass ihr bei uns vorbeischaut! Erwartet aber bitte keine so super Fotos. Da seid ihr für zuständig!

Liebe Grüße
Biggi
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10 Dez 2014 20:04 #365778
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Auf nach Botswana
Und nun soll es endlich über die Grenze nach Botswana gehen ...


Nach 462,2 Kilometer (ab Benoni) erreichen wir die Grenze zu Botswana Grabler`s Bridge/Martin`s Drift.





Von der Gnu Ranch benötigen wir 1,45 Stunden. Um 11.15 Uhr fahren wir nach Botswana ein. Die Formalitäten dauern keine 20 Minuten.


Hier werden die Einreiseformulare ausgefüllt!
Auch mit dem Auto ist die Grenze nach Botswana schnell passiert. Doch hätte bei einer gründlichen Durchsicht der Papiere dieses anders sein müssen, aber das sollen wir erst am nächsten Grenzübergang merken. Dort treten unerwartete erste Schwierigkeiten auf, die sich noch häufen sollen. Eigentlich hätte man das bereits merken müssen. Später mehr zu unseren Abenteuern an den Grenzübergängen.
Am Grenzübergang Martin`s Drift hat man uns gar nicht weiter kontrolliert, weder der Inhalt des Kühlschranks, noch das Gemüse oder eventuelles Fleisch interessiert irgendjemanden.
Botswana
Wir folgen den nächsten 60 KM einer fürchterlichen Schlaglochpiste bis zur A1, biegen dann nach Palapaye ab und erreichen alsbald Serowe. Dort ziehen wir Geld aus dem ATM und kaufen noch ein bisschen ein. Ich erwerbe einen kleinen Potjie, den wir nach Deutschland mitnehmen können. Er ist aber so klein, dass er in jedem Feuer untergeht und nur für eine Portion geeignet ist. Im Einkaufszentrum von Serowe befindet sich, neben einem großen Supermarkt, ein gut ausgestatteter Campingladen, der auch Autoteile verkauft.
Wir tanken 70 l nach, Kilometerstand 97223 KM.



Gegen 15.35 Uhr erreichen wir das nur 25 Kilometer entfernt liegende Khama Rhino Trust...



...und erhalten einen sehr schönen Campingplatz. Dieser liegt 3,8 Kilometer von der Rezeption entfernt. Wir freuen uns auf einen ersten Gamedrive. Afrikanische Urlaubsstimmung macht sich breit! Doch ... dann die Enttäuschung.



Dass die Entfernung des Campingplatzes von der Rezeption für uns ein Problem sein könnte, hätten wir allerdings bei der Ankunft nicht gedacht. Wir wollen wenig später zum Gamedrive aufbrechen, aber irgendwie bockt der Landy und will nicht mit. Wir versuchen es mit gut zureden, anschieben und der Kontrolle aller sichtbaren Kabel, nichts hilft. Da stehen wir nun, in der Wildnis, 3,8 Kilometer von der Rezeption entfernt, ohne Handynetz!

Schön ist es hier, ganz alleine sind wir auch nicht, es gibt ausreichend bunte Vögel und verhungern würden wir auch nicht, jedenfalls nicht so schnell. Noch ahnen wir aber nicht, dass das doch zum Problem werden könnte.
Wir (Isa und ich) suchen also wieder Nachbarn. Zufällig kommt gerade auf der nächsten Campsite eine holländische Familie an. Der Mann ist so nett, uns zur Rezeption zu fahren, während unsere Männer auf die Kinder und die Frau aufpassen. Das Auto hat nur vier Plätze und die Frau ist sehr ängstlich, schließlich soll es in der Umgebung einen Leoparden geben. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass diese Familie uns ein weiteres Mal zur Hilfe kommen wird.
Von der Rezeption rufen wir bei M., dem Autovermieter, an und schildern unser Problem. Er erklärt uns, dass sei gar kein Problem, wir sollen einfach die Kabel von der Batterie entfernen und das System neu "resetten". Später ruft dann auch noch ein anderer Miteigentümer zurück und versichert uns, wenn das Problem nicht zu lösen sei, käme ein Mechaniker aus Francistown. Das sind über 230 Kilometer, nur ein paar Stunden entfernt!
Wir treffen dann aber auf weitere Landrover-Fahrer und bitten sie um Hilfe, in der Hoffnung, sie haben Erfahrung mit dem Auto und seinen Eigenarten. Es sind zwei Fahrzeuge aus Südafrika. Beide Männer fahren zu unserer Campsite und versuchen die Batterie zu überbrücken. Sie geben sich alle Mühe und kontrollieren alle Systeme, leider rührt sich der Landy immer noch nicht.
Die netten Guides des Parks fahren Isa und mich zur Campsite zurück. Wir erklären ihnen unser Problem, so wissen sie immerhin, dass wir hier einsam und verlassen warten. Im Verlauf des Abends telefonieren wir mit dem Eigentümer noch ein paar Male über das Sat-Telefon und vereinbaren, dass er sich um 8.00 Uhr am nächsten Morgen erneut über die Rezeption bei uns meldet. Das ist irgendwie sehr umständlich! Er wird versuchen den Mechaniker aus Francistown zu erreichen, der am nächsten Tag kommen soll. Mit den Guides haben wir vereinbart, dass sie uns am nächsten Morgen zur Rezeption fahren. Sie sind wirklich hilfsbereit und sehr nett. So sitzen wir also am Feuer, es gibt keine Tiere und keinen Gamedrive mehr, nur ein paar Sorgen und viele Sterne über uns, das ist wirklich schön!

Leider müsst ihr nun genauso lange auf unsere vierbeinigen Freunde warten, wie wir, aber sie kommen noch ...
demnächst , wenn unser Auto wieder fit ist. Das Landy-Abenteuer hat begonnen.
Bis dahin wünsche ich euch einen netten Abend
Biggi
Letzte Änderung: 10 Dez 2014 20:49 von tiggi.
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11 Dez 2014 18:26 #365889
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Und weiter geht es ... :) :) :)

Pünktlich um 7.45 Uhr erscheint der Safariwagen vom Khama Rhino Sanctuary. Auf die Jungs ist wirklich Verlass! Man bringt Manfred und mich zur Rezeption. Wir stehen in der Kälte, frieren und warten und warten. Es erfolgt irgendwie kein Rückruf. Über die Rezeption und das Privathandy der Angestellten melden wir uns erneut bei M. Kurze Zeit später erfolgt der Rückruf von S., der uns mitteilt, dass nur die Frau des Mechanikers in Francistown erreichbar sei. Wir müssen warten. Aber worauf und wie lange? S. will sich noch einmal melden. Manfred und ich stehen inzwischen in der Sonne, um ein bisschen der Kälte zu entkommen.
Inzwischen versammeln sich viele der Safariguides und schließlich meint der Chef des Camps, es gibt in Serowe einen guten Mechaniker, der auch für die Safarifahrzeuge zuständig sei und der kennt sich auch mit dem Landrover aus.
Warum kam am Vorabend niemand auf die Idee, einen Mechaniker aus Serowe zu bestellen?
Es dauert nicht lange und ein uralter weißer Golf aus Serowe erscheint mit drei Mechatronikern. Sie stehen um unser Fahrzeug, bauen den Beifahrersitz aus, öffnen die Batterie und wechseln ein gebrochenes Kabel. Nach nur 15 Minuten ist die Reparatur beendet und der Wagen springt sofort an. So einfach geht das und wir warten immer noch auf einen Mechaniker aus Francistown?
Als wir die Mechaniker fragen, was sie nun bekommen, meint der eine, sie haben noch gar nicht gefrühstückt. Dann schlüpfen sie aus ihren Blaumännern und nehmen an unserem Tisch Platz.
Der war noch gedeckt, denn ich habe auch noch nichts gegessen. Die drei setzen sich und in kürzester Zeit ist unser einziges Nutellaglas leer und wir um viele Brötchen ärmer. Nur das Nutellaglas ist für uns ein Problem, denn es gibt in Botswana kein Nutella zu kaufen. Unser Sohn braucht sein Nutella!! Für die Anfahrt und die Reparatur verlangen sie dann 400 Pula.

Als wir nach einer Quittung fragen, schauen sie uns an als wären wir vom Mars. Quittungen gibt es hier in der Wildnis nicht. War auch eine blöde Frage, wir sind in Afrika. Nur wie sollen wir dem Vermieter erzählen, was wir verauslagt haben?
Wir sind so froh, dass der Fehler gefunden wurde und denken nicht weiter darüber nach. Für uns beginnt nun ein Urlaubstag.

Die Mechaniker hatten einen gesegneten Appetit!

"Ach hätten sie doch die Blaumänner anbehalten?!"
Julians Blick spricht Bände...Nutella !!! :evil: :evil:

Nach dem kalten Start in den Morgen brauchen wir jetzt eine heiße Dusche und dann ein stärkendes Frühstück , zumindest das, was noch vorhanden ist - Müsli, Joghurt usw.
Zur Ausstattung des Autos gehören auch Duschlaken. Wir bekamen beim Start eine Tasche mit Handtüchern in den Wagen gelegt, stellten jedoch bald fest, dass es nur drei Duschlaken gab. Das vierte Handtuch war ein kleines Händehandtuch. Zum Glück haben wir immer auch unsere eigenen Handtücher dabei. Es ist schon gut, wenn man sich nicht immer auf die Ausstattungslisten der Vermieter verlässt.


Hier trocknen noch unsere Duschtücher am Auto

Zum Fönen benutze ich die Steckdose im Männerabteil, denn unsere ist "out of order" und treffe dabei den holländischen Nachbarn, der sich gleich nach dem Auto erkundigt. Wir wünschen einander einen netten Urlaub und ahnen noch nicht, dass wir uns bald wiedersehen.

Bevor wir unsere Campsite aber verlassen, erhalten wir noch einmal Besuch von den Südafrikanern, die am Vorabend versuchten das Auto zu starten. Sie erkundigen sich, wie es nun aussieht und waren froh zu hören, dass der Wagen jetzt läuft. Sie kamen vom Gamedrive zurück und erzählen, dass sich auf der Serowe Pan Nashörner befänden.
Anschließend nehmen wir uns noch Zeit für einen kurzen Gamedrive durch den Park. Es ist schade, denn wir stehen ja irgendwie unter Zeitdruck und wollen noch bis zum Tiaan`s Camp an den Boteti und hier lohnt es sich wirklich die vielen Tiere zu suchen. Wir sind zwar ein bisschen verärgert, über den verlorenen Nachmittag ohne Gamedrive, aber auch erleichtert, dass wir hier nicht länger festsitzen müssen. Für einen kurzen Gamedrive nehmen wir uns trotzdem die Zeit.

Und so starten wir über teilweise sehr tiefsandige Wege zu dem Pan`s Edge Drive mit einem Wasserloch und fahren in einem Rundbogen wieder zur Malemas Pan und zurück. Verschiedene Hides bieten Beobachtungsmöglichkeiten, die wir jedoch aus den bekannten Gründen nicht mehr besuchen können.


In einiger Entfernung sehen wir immer wieder die Nashörner. In diesem Schutzreservat sollen inzwischen über 40 von ihnen leben. Es sollen die letzten Nashörner Botswanas sein.










Wir sehen in einiger Entfernung Oryxe, Kudus, Springböcke, Gnus, Zebras und Strauße und die Nashörner. Leider ist kaum Zeit, um wirklich nah an die Tiere zu fahren.










An diesem Wasserloch gab es viele Geier, aber wir konnten keinen Kadaver erkennen.





Leider mussten wir viel zu schnell das Khama Rhino S. verlassen, gerne wären wir noch geblieben.
Dieses Community-Projekt zur Erhaltung der Nashörner finanziert sich aus den Einnahmen der Gäste und durch Spenden. Zur Anlage gehören neben einem kleinen Laden, auch ein Restaurant mit Pool und es stehen Chalets zur Vermietung zur Verfügung.

Biggi
Letzte Änderung: 11 Dez 2014 19:56 von tiggi.
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14 Dez 2014 17:41 #366140
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Auf nach Khumaga an den Boteti

Um 12.40 Uhr verlassen wir das Khama Rhino Sanctuary um nach Khumaga zu fahren. Über eine allerbeste TAR (A 14), mit sehr wenig Verkehr und nach drei kleinen Pausen erreichen wir das Dorf.




Eine trockene und nicht sehr interessante Savannengegend wird durchfahren.

Wir stoppen vorher noch in Rakops, kaufen ein paar Kleinigkeiten ein, vor allem Brot fehlt uns. Ca. 4 Kilometer hinter dem Dorf, begegnen uns die ersten Dickhäuter an der Straße nach Khumaga.





Ansonsten ist die Straße von Ziegen, vielen Eseln, Pferden und Rindern sehr belebt. Der breite Grünstreifen neben der Straße wird als Weide genutzt.

Und kurz vor Khumaga kreuzen erneut Elefanten unseren Weg...


Gegen 17.30 Uhr erreichen wir das Tiaan`s Camp...

...und werden ganz herzlich aufgenommen.

Der Auotvermieter, dem unsere Reiseroute bekannt war, hat bereits unseren Besuch dort angekündigt, denn der Eigentümer Tiaan fährt auch einen Landrover und sollte noch einmal nach den Kabeln schauen. Er findet aber alles soweit ok. Na ja, so viel sieht man ja auch nicht, wenn man den Motor anschaut.



Die Campsite gefällt uns ausgesprochen gut. Weißer Sand, ein Schattendach und tolle geräumige Duschen, mit Mosaiken, die uns spontan an Hundertwasser denken lassen und eine liebevoll gepflegte Gartenanlage.





Heike (Miteigentümerin, Angestellte von Tiaan) hat uns in der Bar mit Savanna versorgt, von der Aussichtsterrasse genießen wir einen herrlichen Blick über den Boteti und so wird es endlich ein entspannter Abend.





Unser Wagen läuft jetzt prima, wir haben Wasser und Brot, nun kann der Urlaub endlich beginnen. Die Abende sind noch sehr frisch, so dass wir immer ein wärmendes Feuer benötigen. Heute gibt es ein leckeres Essen, gezaubert aus Reis mit Fleischbällen und Soße. Wir erwachen am nächsten Morgen mit der Sonne und ...


schauen über den Boteti


Nach dem Frühstück führt Heike uns durch die Anlage mit den liebevoll eingerichteten Chalets und erzählt uns die Geschichte, wie es zu diesem Camp kam. Tiaan ist botswanischer Staatsbürger, verheiratet, aber seine Frau lebt in Maun. Heike ist Deutsche und mit der Frau von Tiaan befreundet. Sie hat das Camp mit Tiaan aufgebaut. Im Moment wird noch weiter gebaut (abgeschirmt, hinter einem Zaun) - ein Häuschen für Heike.






Es gibt immer mehr Fomis, die das Camp besuchen wollen, deshalb hier die vielen Bilder:


Das Restaurant, in dem Heike leckeres Essen serviert. Im Hintergrund ist der grüne Zaun zu erkennen, der die Baustelle abgrenzt.


Am Pool - klein, aber fein!

Die Dachterrasse.

Weiter geht es morgen mit dem Durchqueren des Makgadikgadi ...

Biggi
Letzte Änderung: 05 Feb 2015 08:11 von tiggi.
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15 Dez 2014 16:38 #366235
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Durch den (unaussprechlichen!) Maki Park :silly: :blush: nach Gweta zum Planet Baobab

Inzwischen ist es der 3. August, wir verlassen das Camp gegen 10.30 Uhr, um mit der Fähre den Boteti zu überqueren. So gelangen wir in den Makgadikgadi National Park.





Nur ca. 500m hinter dem Camp befindet sich die Fähre. Umgeben von vielen Rindern suchen wir uns einen Weg ans Wasser. Der Fährmann ist nicht sehr gesprächig. Julian, Isa und ich steigen aus, um zu filmen und ein paar Fotos zu machen. In der Zwischenzeit soll der Chefpilot auf die Fähre fahren, dazu muss er kurz ins Wasser, um dann genau die Auffahrrampen der Fähre zu treffen. Das klappt auch ganz gut. Kaum steht der Wagen auf der Fähre, schmeißt der Kapitän seinen Motor an und fährt auch schon los.



Was war denn das? Und wir? Das war lustig. Man(n) lässt uns einfach zurück, aber wir können ja schwimmen! (Mit den Krokodilen), denkt sich wohl der Bootsführer, oder möchte er uns separat hinüberbringen, damit er eine Fahrt mehr hat und beschäftigt ist?
Wir beobachten, wie der Chefpilot mitten auf dem Fluss den Wagen zwei Meter zurücksetzen muss, um die Fähre im Gleichgewicht zu halten. Am anderen Ufer angekommen geht es wieder durchs Wasser, die Rampen können nicht hochgezogen und an Land gelegt werden. Zum Glück bleibt die Fähre nicht drüben. Der Fährmann hat ein Erbarmen und kommt, um uns zu holen. Zumindest denken wir das! (Die Überfahrt haben wir als Video aufgezeichnet, jedoch noch nicht so bearbeitet, dass man das über You tube hochladen kann).

Inzwischen ist ein neues Fahrzeug eingetroffen. Oh, bekannte Gesichter!
Es ist die Holländische Familie aus dem Khama Rhino Trust, die uns vor zwei Tagen aus der misslichen Lage befreit hat. Auch sie wollen mit ihrem Auto auf die Fähre, aber jetzt wissen wir ja, es geht durchs Wasser und unsere Schuhe sind dazu wenig geeignet. Zum Glück können wir uns in den Wagen oder aufs Dach der Holländer quetschen und so trockenen Fußes ans andere Ufer gelangen.
Die Fähre kostet 130 Pula fürs Auto mit den 4 Personen.








Angekommen! Und "ER" ist so stolz!






Am Gate zum National Park wollen wir unsere 120 Pula pro Person zgl. 10 Pula fürs Auto zahlen. Doch die Kasse ist noch verschlossen und der Officer mit dem Schlüssel erscheint erst um 14.00 Uhr, also sollen wir am Ausgang am Phuduhudu Gate zahlen und können durch den Park reisen. Wir wollen diesen nur als Transitstrecke bis fast nach Gweta durchfahren.
Besonders viele Tiere treffen wir nicht, aber eine tolle Landschaft.





Immer wieder fahren wir ans oder durchs Wasser. Wir begegnen Zebras, Gnus, Kudus vielen Impalas und einem Waran, viele Vögel tummeln sich am Wasser ...




Die Zebras bereiten uns besonders viel Spaß! Hoffentlich langweile ich euch nicht damit?








Mit den Zebras haben wir unsere SD Karte zum Glühen gebracht! Vielleicht lag es daran, dass die Auswahl an Tieren nicht so groß war? :silly: :silly: :woohoo: Die Zebras verfügen über einen braunen Ansatz an der Mähne, das war uns bisher noch nicht so bewusst aufgefallen!
In der Ferne stehen Gnus...










Es gab auch irgendwo Kudus!






Impalas




Kleine Piepmätze und ..





... und zu guter Letzt tauchen noch 11 Giraffen und drei Elefanten auf.




Die letzten Zebras streckten die Zunge heraus, jetzt wollten sie uns wohl los werden. :blush: :woohoo:

Die letzten 20 KM Pad sind eine fürchterliche oder allerfeinste Wellblechpiste. Wir fahren durch Tiefsand.

Das waren ziemlich viele Fotos. Es geht nun mit weniger weiter....

Biggi
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@ Karsten: Ja, wir werden tatsächlich stiefmütterlich behandelt, was die Versorgung mit dem Anschluss an die Welt betrifft. Das ist sicherlich mit einer der Gründe, warum wir immer flüchten müssen und selber die Welt erkunden. ;)
@ Holger: Ich freue mich, dass du dabei bist !

Es geht auch noch ein bisschen weiter heute....


Vom Planet Baobab zum Senyati Camp
Am Nachmittag erreichen wir das Planet-Baobab-Camp und können wieder einen tollen Sonnenuntergang zwischen den Baobabs erleben.



Eine Hängematte an einem dieser Mammutbäume lädt zum Schaukeln und Träumen ein.



Dieses Camp kennen wir bereits von anderen Besuchen und sind auch dieses Mal wieder ganz begeistert. Eine einladende Bar, eingebettet in eine Landschaft mit vielen jungen und alten Baobabs, die nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet werden.





Ein netter Pool und phantasievoll eingerichtete Waschhäuschen erfreuen auch das Herz von Julian und Isa.


Aus Coladosen sind die Rahmen der Spiegel gestaltet.


Am wärmenden Feuer lassen wir auch diesen herrlichen Abend ausklingen. Für 30 Pula hat man uns ausreichend Feuerholz gebracht. Es gibt ein Essen bestehend aus Nudeln mit Tomatensoße und Corned Beef, dazu ein Savanna oder einen leckeren Früchtesaft. Wir haben noch versucht in Gweta etwas Fleisch zu kaufen, doch der einzige kleine Supermarkt hatte nichts, außer ein paar Dosen Öl, Maismehl, Brot oder Keksen. Er ist auf den örtlichen Bedarf eingestellt.



Tags darauf starten wir mit einer herrlichen Dusche in diesen bunten afrikanischen Hütten. Von außen sind diese nur durch Afrikaner (Bilder) zu erkennen und so geschieht es, dass der Chefpilot irgendwie, ohne Brille, nicht genau zwischen Männchen oder Weibchen unterscheiden kann. Er landet im Frauenhaus und da der Platz wie immer sehr gut belegt ist, trifft er auch hier außerirdische weibliche Wesen, die ihn mit Blicken strafen. Oh ja, Dank seines Sohnes erkennt er dann doch noch rechtzeitig die Notlage einiger Frauen und wechselt die Hütte!
Wir fahren bis Nata. Ein Zwischenstopp, um das Auto zu checken, tanken, uns mit Geld zu versorgen und ein paar Beobachtungen am Rande zu machen.
Kilometerstand: 97884 für 800 Pula getankt. Der Diesel ist hier übrigens billiger als in Südafrika.




Klassenreise auf afrikanische Art und Weise!



Kurz hinter Nata erfolgt eine Veterinärkontrolle. Offensichtlich besteht aber gerade keine Gefahr einer Maul- und Klauenseuche. Wir fahren durch, ohne die Schuhe oder das Auto zu desinfizieren. Auf den folgenden Kilometern haben wir dann so unseren Spaß mit dem ein oder anderen neuen Verkehrsschild.


Unser Ziel ist das Senyati Camp, 10 Kilometer vor Kazungula.Wir stoppen immer mal wieder für das ein oder andere Foto. Z. B. an einem Termitenhügel, bei den Menschen, die ihr Riedgras verkaufen oder einfach nur, weil ein uns unbekanntes Schild unsere Aufmerksamkeit erregt.
Dear Disclaimer .... Wildlife area .. Careful Elefants crossing... usw.





Tja, und genau hier tauchen sie dann auch wieder auf, aber es kommt noch viel besser!
Bisher verlaufen unsere Stopps völlig harmlos, aber der letzte ist wirklich sehr aufregend.
Unser Sohn steigt aus dem Landy, um das Verkehrsschild mit dem Elefanten zu fotografieren. Nach seinem Foto, will er noch ein kleines Geschäftchen erledigen. Isa sitzt noch im Auto und betrachtet die Landschaft, als sie plötzlich ganz ruhig sagt:" Die Tiere da drüben sehen wie Löwen aus... vier Löwen am Straßenrand." Es sind tatsächlich vier Löwen, die direkt an der TAR liegen. Wir rufen unserem Sohn zu, dass da Löwen sind, er reagiert spontan und ist super schnell wieder im Auto! Leider ziehen sich die Löwen ins Dickicht zurück, bevor unsere Kameras sie erfassen können. Nun wissen auch unsere Kinder, um die Bedeutung der grünen Schilder!
Wir fahren noch ein paar Kilometer und biegen irgendwann auf die Sandpad zum Senyati Camp ab. Der Tiefsand ist hier wie eine Rutschbahn im Winter, aber ein herrlicher Ausblick, wenn man die Bergkuppe erreicht hat und ins Leshoma Valley hinunterblickt, entlohnt dafür.
Wir erreichen das Senyati Camp am frühen Nachmittag.




Vor der Rezeption



Wie wir dort empfangen werden und weitere Elefantenbilder demnächst....

Biggi
Anhang:
Letzte Änderung: 18 Jan 2015 13:25 von tiggi.
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