THEMA: Dem Lockruf gefolgt.. ein Landy Abenteuer!
18 Dez 2014 15:29 #366503
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@ "Dankebutton-Drücker": Vielen lieben Dank für eure Unterstützung!!! :kiss: :kiss: :kiss:

Achtung! - Dieser Teil ist nur für Dickhäuter geeignet! :woohoo: :evil: :woohoo:
Im Senyati Camp
Dieses Camp gehörte einst zu unseren Lieblingsplätzen in Afrika. Nun hat der Besitzer Louw eine neue Frau, namens Lou, die die Preise drastisch erhöht hat. Es wird auch berichtet, dass Louw das Camp sogar verkaufen wird und wegzieht. Durch das Namibia-Forum und Louws Tochter Juanita, zu der ich bisher noch einen E-Mail Kontakt hatte, erfuhren wir die unerfreuliche Neuigkeit. Juanita hat inzwischen das Camp verlassen und lebt nun auch woanders.
Bereits im Vorwege der Buchung hatten wir einigen Ärger wegen der Teuerung und falschen Preisangaben. Aber na ja, wir sind dem Ärger aus dem Weg gegangen und haben den Rest draufgezahlt, sind auch nur eine, statt zwei Nächte geblieben und erhielten dafür ein großes Chalet.


Es war Chalet Nr. 6, an einem kleinen Wasserloch gelegen. Unser altes Chalet Nr. 2 ist ausgebucht, aber dieses ist ebenso gut gelegen und verfügt außerdem über zwei große Schlafzimmer mit jeweils 4 Betten. Mäuse- oder Rattendreck gibt es keinen.




Gegen das Ungeziefer wurden Köder ausgelegt, wie man unter der Toilette erkennen kann.



Wir fanden alle Räume sauber und ordentlich vor.



Für Anita B. aus dem Forum sollten wir ebenfalls ein Chalet bezahlen. Sie hatte es vorgebucht, da jedoch die Überweisung mit hohen Auslandsgebühren verbunden ist, zahlten wir den Betrag vor Ort. Sie hat uns das Geld vorher überwiesen. Sie erhielt umgehend eine Bestätigung von Lou, der neuen Frau und alles lief korrekt ab.
Kaum erreichen wir unser Chalet, strömen auch schon, wie gewohnt die Elefanten herbei und unser Sohn liegt nur noch mit der Kamera im Gras. Von der Aussichtsterrasse hat man nach wie vor einen fantastischen Blick, auch der Bunker war geöffnet und wir haben tolle Ausblicke auf die Elis erhaschen können.






Am Wasserloch!



Es ist so, wie man es vom Camp kennt, viele Elefanten und diese nicht nur am Wasser, sondern auch zwischen den Hütten und Chalets.










Die Kleinen drängeln zwischen den Großen!






Die Quelle wird offensichtlich immer noch mit Elefantenwein angereichert :evil: - es schmeckt!!!


und nun noch ein paar Detailaufnahmen...





Die Gute benötigt Zahnweiß, habe ich leider vergessen! :laugh: Aber so ist sie vielleicht uninteressant für Wilderer?










Der Teil ist heute ziemlich elilastig, ich hoffe ihr haltet das aus?






Er/Sie winkt zum Abschied, das passt irgendwie.


Der dicke A.... soll den heutigen Abschluss bilden.

Biggi
Letzte Änderung: 18 Jan 2015 13:26 von tiggi.
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21 Dez 2014 13:44 #366724
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Einkauf in Kasane

Da es noch früh am Nachmittag ist, nutzen wir die Zeit zu einem Abstecher um nach Kasane zum Einkaufen zu fahren. Ein frischer Salat und Fleisch für den Abend, sowie ein paar Holznilpferde gehören ab sofort zu uns. Natürlich suchen wir auch noch Nutella, aber das gibt es hier nicht. Jetzt wissen wir auch, warum die Mechaniker über unser Glas hergefallen sind!
Nach der Shoppingtour bleibt noch Zeit für einen Cappuccino auf der Chobe Safari Lodge .
Kostenfrei erhalten wir zudem noch ein Entertainprogramm nach Affenart. Die kleinen und niedlich aussehenden Monkeys, hier die Meerkatzen, schauen zwar lustig und nett aus, sind aber super dreist. Wir beobachten, wie sie den Bartresen gut im Auge haben und immer, wenn der Kellner sich weg dreht, ganz geschickt ein Zuckertütchen stibitzen und später auch mit großem Erfolg die Milch entwenden.


Häufig sind sie viel dreister, als die größer und gefährlicher aussehenden Baboons. In der Nachmittagssonne lässt es sich am Fluss herrlich sitzen und die Elefanten im gegenüber liegenden Sumpf beobachten.


Wir lieben die Chobe Safari Lodge. Es ist ein so schönes Plätzchen am Fluss.

Die Rückfahrt zum Senyati Camp wird noch einmal sehr interessant, denn mitten in Kazungula befindet sich eine Wasserbüffelherde. Als wir auf der Hauptstraße entlang kommen, sind bereits viele Autos, Ranger und das Militär damit beschäftigt, diese Tiere in die richtige Richtung zu jagen. Sie bringen doch einiges durcheinander. Elefanten haben wir hier immer mal vereinzelt gesehen, aber eine große Herde Wasserbüffel bisher noch nicht.

Ankunft am Chalet



Hausbesuch!
Inzwischen ist es spät geworden, denn den Sundowner nehmen wir in elefantöser Gesellschaft auf der Terrasse ein. Ein sehr schönes Schauspiel, bis sich plötzlich der Strom verabschiedet und wir im Dunkeln sitzen.
Böse Zungen meinen, dass Lou immer zur gleichen Zeit den Strom abstellt, damit alle Gäste die Terrasse verlassen. Als wir in unserem Chalet ankommen, funktioniert hier alles wunderbar. Die Terrasse liegt aber immer noch im Dunkeln.
Nach Einbruch der Dunkelheit setzen wir im Senyati Camp unseren Grill in Gang und zu dem (Sirloin)-Fleisch wird ein Salat gereicht.


Am nächsten Morgen wecken uns die Elefanten durch ihr lautes Trörö...





... und bereits gegen 8.00 Uhr verlassen wir unser Häuschen. Wunderbar haben wir geschlafen! Es ist schade, dass Louw dieses Camp abgeben will und sich die Preise so drastisch erhöht haben. Es ist ein traumhaftes Plätzchen.
Niemand kann verstehen, warum Louw sein geliebtes Plätzchen nun aufgeben will . Noch vor zwei Jahren, am 17. Januar 2012, erschien in "Die Zeit online 3/12" (www.zeit.de/ 2012/3/P-Barnard) ein Artikel über sein Leben und den Aufbau des Camps.

Wir fahren entlang der langen Schlange mit wartenden LKWs nach Kazungula, biegen dann zum Chobe National Park ab und erreichen wenig später das Sedudu Gate, an dem wir unsere Permits bezahlen.

Nun erwartet aber bitte nicht so viele Tiere im Chobe, wir haben den Eindruck, sie haben heute alle Ausgang. Ein paar Pictures werden noch kommen, aber keine Highlights. Auf diese müsst ihr bis Sambia warten.

Biggi
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24 Dez 2014 13:31 #366930
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Dickhäuter und Langhälse will mein PC heute nicht hochladen. Ich verspreche euch, sie laufen nicht weg und werden nach Weihnachten alle da sein! Bis dahin:
Ein frohes Fest!!!!
Biggi


Ho, ho, ho, die Langhälse haben ihr Weihnachtsprogramm beendet und schauen mal vorbei!





Eine Giraffe im Gegenlicht mit Madenpickern, aber kaum zu erkennen.
Nachdem wir die Riverfront in Höhe des Ihaha Camps verlassen haben, tauchen doch noch einige Vierbeiner auf...




Manche sind sehr hungrig und lassen sich gar nicht stören, ...

andere sind verängstigt und suchen lieber Mamas Nähe!




Mittagspause unter einer Akazie!





Wir folgen der Pad langsam zum Sedudu Gate zurück, als plötzlich wieder Elefanten unseren Weg kreuzen...







Er schaut ganz neugierig in unseren Wagen ... :silly:


Ein ganze Weile schauen wir dem Nasenpopler zu! :silly: :woohoo: Ih!






Es muss eine leckere Mahlzeit gewesen sein (?) :sick:



Kurz vor dem Gate verschwand diese Säbelantilope ...

und die Elefanten schliefen... Elefanten und Wasserbüffel hatten wir dann doch noch genug!
Kudus sehen wir nur von hinten ...


Aber später geht es noch aufs Wasser und dann gibt es wieder .... Elefanten und...
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28 Dez 2014 17:35 #367145
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Mit dem (Speed-)Boot über den Chobe oder ein traumhafter Sonnenuntergang

Unser nächstes Ziel ist die Kubu Lodge. In den letzten Jahren haben wir immer auf der Chobe Safari Lodge gecampt, was uns gut gefallen hat. Leider kann man hier keine Campsite reservieren und da Carsten M. uns des Öfteren darauf hinwies, dass wir zu einer Zeit reisen, da alle Europäer unterwegs sind und es dieses Jahr sehr voll sei (so ein Quatsch, aber ich habe ihm geglaubt) buchten wir die Kubu Lodge vor.
Unsere Ankunft am Nachmittag fällt dort eher kühl aus. Als ich nach einer möglichen Reservierung zum Dinner frage, erklärt man mir, dass für heute Abend bereits eine Gruppe angemeldet sei und man nicht mehr als 20 Leute versorgen könne. (?)
Hm, na ja, eigentlich habe ich mich darüber gefreut, denn das Buffet auf der Chobe Safari Lodge war sowieso mein Favorit. Also melden wir uns dort zum Essen an. Es ist zwar ungünstig, da wir extra mit dem Auto dorthin fahren müssen, aber nächstes Mal buchen wir wieder gleich dort. Was nimmt man nicht alles für ein gutes Essen auf sich?
Irgendwie lösen sich immer mal wieder Schrauben und Muttern an unserem Dachgepäckträger und nur ungern wollen wir aus den Dachzelten Bodenzelte machen. Deshalb versuchen wir im "Baumarkt" von Kasane neue Muttern zu kaufen. Es ist jedoch Mittagszeit als wir dort ankommen und somit genießen wir nur den Blick durch die Stahlstäbe.
Auf dem Gelände der Kubu Lodge, auf dem Weg zur Campsite, treffen wir dann einen Angestellten, fragen ihn, ob er zufällig eine entsprechende Mutter für uns hat und es dauert nicht lange und er erscheint mit Werkzeug und befestigt eine Mutter, hurra! Das ist wirklich nett.
Dennoch haben wir das Gefühl, dass man nicht unbedingt auf Campinggäste eingestellt ist. Wir müssen mehrfach darum bitten, das Toilettenhäuschen für uns zu öffnen. Das dauert in gewohnt afrikanischem Tempo einige Zeit. Da sind wir schon sehr erstaunt, wie schnell der Mechaniker mit seinen Schrauben und Muttern bei uns war.



Von der Kubu Lodge aus können wir aber noch eine Sundowner Boatcruise buchen. Wir sind mit einem kleinen Boot, das wir uns mit einem anderen niederländischen Pärchen teilen, unterwegs. Das Boot ist nicht mehr als eine Blechschüssel mit einer Plane als Sonnenschutz, es flitzt teilweise viel zu schnell über das Wasser, aber es ist eine wirklich schöne Tour.


Hier beginnt der Nationalpark und unsere Permits werden überprüft.
Der Chobe ist an vielen Stellen am Beginn des Parks sehr breit, aber nicht allzu tief, deshalb nutzen viele Elefanten die flachen Stellen, um auf das gegenüberliegende Ufer von Sedudu Island zu kommen.


Der Vorteil von einem kleinen Boot ist wirklich, dass man den Tieren sehr nahe ist. Fast könnte man sie streicheln! :woohoo:






Die Gräser werden mit ihren Wurzeln herausgerissen. Sie müssen hier besonders schmackhaft sein, aber die Elefanten achten auch auf eine abwechlungsreiche Nahrung, damit sie möglichst viele unterschiedliche Nährstoffe zu sich nehmen. Da sind sie vernünftiger als manch ein Mc `ès -Fan! :sick:
Leider konnte ich nur den Eli im Gegenlicht aufnehmen, mit dem Aussteigen war das ein bisschen schwierig! :evil:



Neben den vielen Elefanten, die wir beim "River-crossing" beobachten, fallen uns auch immer wieder die großen und kleinen Vögel ins Auge, Nilpferde, Krokodile und Lechweantilopen, aber auch Wasserbüffel.


Der Brocken tauchte neben uns auf...

Warane schlichen viele durchs feuchte Gras...

..diese Schwalbe fährt als blinder Passagier mit :blush:

Die Vogelwelt ist reichhaltig anwesend. Leider haben sich nicht alle Vögel bei uns vorgestellt, deshalb lass ich das lieber mit der Bestimmung. :ohmy: Aber viele von euch kennen die Piepmätze ja ohnehin schon! ;) Da gibt es Ibisse, Klaffschnäbel. Schlangenhalsvögel oder ein Blaustirn-Blatthühnchen... oder Kormorane.



Und wunderschöne Baumwurzeln..

















Puh, das waren jetzt viele Pieper!
Zu guter Letzt tauchte noch ein Kingfischer auf.
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Letzte Änderung: 28 Dez 2014 18:29 von tiggi.
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29 Dez 2014 16:07 #367245
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Victoria Fälle und ein Boma-Abend - unser Touristenprogramm!

Julian und Isa sind das erste Mal in dieser Gegend Afrikas, deshalb haben wir kurzentschlossen unsere Route umgestellt und einen Kurzaufenthalt bei den Vic Falls eingeplant. Der Tag wird zu einem der typischen Touri-Tage, wie sie oft angeboten werden. Aber es ist toll!

Auf der Campsite der Kubu Lodge ist es heute Morgen sehr ruhig, zum Frühstück werden wir von drei Buschböckchen besucht.


Der Sambesi plätschert leise dahin- alles wirkt so friedlich.

Es hat sich noch ein weiterer Camper dazu gesellt, aber sonst herrscht hier Stille. Wir stehen wenige Meter vom Sambesi entfernt. Ein Warnschild zeigt, dass auch hin und wieder Nilpferde diese Plätze besuchen. Aber heute bleibt der Besuch aus.



Wir fahren über Kazungula, wo wir noch einmal tanken, zur Grenze nach Simbabwe. Leider sind wir nicht sehr früh unterwegs, so dass sich vor uns eine lange Schlange mit Tagesgästen befindet, die die Victoria Fälle besuchen wollen und alle ein Visum benötigen. Geduldig warten auch wir. Bei uns dauert es gleich etwas länger, denn wir benötigen ein Reentry-Visum und wir müssen für das Auto noch so einige Gebühren entrichten. Das Visum kostet 45 US$/Person und berechtigt zur zweimaligen Einreise, für das Auto zahlen wir 55 US$ Versicherung und 50 US$ TAX (Steuern). Nach 1 Stunde und 45 Minuten glauben wir, es geschafft zu haben, als man uns erneut zurückruft. Es fehlt eine wichtige Bescheinigung fürs Auto. Nur welche? Wir sind ein bisschen ratlos und wollen nicht recht verstehen, was noch fehlen soll. Lange Gespräche folgen. Wir machen den Leuten klar, dass es sich um ein Mietfahrzeug handelt und legen alle Bescheinigungen vor.
Immer wieder gehen wir noch einmal alle Papiere durch, eine weitere Bescheinigung gibt es nicht. Nach einer zähen Diskussion sind die Grenzer schon ziemlich genervt, (wir auch!) und lassen uns endlich durchs Tor fahren. Dass dieses fehlende Dokument uns noch weitere Schwierigkeiten bereiten soll, ahnen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Außerdem hat man uns nicht eindeutig sagen können, was genau fehlt.

Wir sind in Simbabwe zum ersten Mal in diesem Jahr 6.8.2014
Wir folgen der Straße nach Victoria Falls und werden schon nach 3 Kilometern an einem Roadblock angehalten. Wir vermuten erst einmal nur Schlechtes, denn im Forum wurde immer wieder über die vielen Roadblocks mit einer unverschämten Abzocke berichtet. Für diesen Fall habe ich extra den Bußgeldkatalog von Simbabwe ausgedruckt. Ich suche ihn heraus, er liegt auf meinem Schoß. Den Führerschein möchten die Beamten sehen und die Lichtanlage wird überprüft. Alles ist in Ordnung und wir dürfen schnell weiter fahren. Puh, das war ja einfach. In den nächsten Wochen werden wir 20 weitere Polizeikontrollen nur in Simbabwe erleben!
Auf der graden Straße nach Vic`Falls versuche ich derweil immer wieder das Navi, welches zur Autoausstattung gehört, auf Simbabwe zu programmieren. Wir versuchen es zu viert und müssen schnell feststellen, dass man uns wohl nicht in diesem Land fahren lassen will. Es finden sich einfach keine Karten auf dem Gerät. Im weiteren Verlauf stellen wir dann auch fest, dass das Navi weder Sambia noch Malawi Karten beinhaltet. Das war eine große Pleite, denn bei der Buchung haben wir schließlich extra unsere Reiseländer angegeben. Sie stehen sogar einzeln im "letter of authorisation", der uns berechtigt, das Fahrzeug über die verschiedenen Landesgrenzen zu bringen. Hier hat wohl jemand ganz gewaltig geschlampt! Nein, nur etwas vergessen und das passiert schließlich in den besten Familien.
Bis nach Vic Falls gelangt man allerdings auch ohne Navi, aber seid ihr schon einmal im Lower Sambesi oder in Mana Pools ohne Navi von Pad zu Baobab und zurück gefahren? Hurra, das Abenteuer beginnt - aber die Illmis verlassen sich zum Glück nicht immer nur auf andere.

Wir haben unser eigenes Navi dabei und das wird uns später retten, „Dank“ an Chrigu und seine tracks4africa Karten an dieser Stelle und an Hartmut Gierig von der Amadeus Garden Lodge. Dazu aber später mehr.
Nun warten die Victoria Wasserfälle auf uns. Wir fahren direkt zum Parkplatz, lassen den Wagen dort und betreten den National Park, nachdem wir 30 US$/Person Eintritt bezahlt haben.

Wir besuchen die Statue David Livingstones, der die Fälle 1855 entdeckt haben soll und schlendern dann vom Devils Katarakt bis zum Viewpoint No. 14.


Entlang dieser ca. 830 m breiten Wasserfälle gibt es immer wieder herrliche Ausblicke.














Regenbögen, die durch Sonne und Gischt entstehen
... und zahlreiche Vögel, die sich am Ende des Rundwegs auf einer Wiese ausruhen, begleiten uns. Im kleinen Regenwald schützen teilweise einige Bäume vor dem Nieselregen.
In diesem Jahr führt der Sambesi aber besonders viel Wasser und entsprechend stark sind auch die Nieselschauer. Das ist nicht nur ein Sprühnebel. Wir sind schon bald durchnässt und müssen unsere Kameras im Rucksack verstauen. Die letzten Meter bis Danger Point laufen wir nicht mehr. Hier ist die Vegetation sehr offen und es zieht noch mehr Regen herüber.








So unterschiedlich können die Launen der Natur sein!








Die oberen drei Bilder stammen aus der Linse unseres Sohnes und wurden mit einem Verlaufsfilter aufgenommen!






Während wir den Regenwald verlassen und dem Plattenweg zur Brücke folgen, schauen wir immer wieder in die Landschaft und weniger auf den Boden. Ein Fehler, wie sich noch zeigen soll!
Aber es gibt ja zum Glück nette Japaner, die aufmerksamer sind als wir. Sie nehmen die Tierwelt offensichtlich besser wahr und so habe ich wieder einmal großes Glück. Ein Japaner warnt mich vor einer Schlange, sie zieht sich direkt vor meinen Füssen über den Weg. Ob sie gefährlich ist, kann niemand sagen. Trotzdem bin ich ab jetzt deutlich aufmerksamer. Leider ist meine Kamera in dem Moment bereits trocken im Rucksack gelagert. Manchmal auch nicht so gut!
Wir drehen bald um, da wir schon komplett durchnässt sind und laufen die 1,2 Kilometer zum Cafe durch den Wald, nicht direkt am Wasser entlang, aber auch hier werden wir von dem Sprühnebel noch erreicht. In diesem Wald leben neben kleinen Antilopen auch dreiste Meerkatzen, denen wir noch ein paar Minuten zuschauen.


Am Infocenter werfen wir noch einen Blick auf die Schautafeln, Isa ergattert noch ein paar Halsketten, an einer Box reinigen wir unsere Hände mit Desinfektionstüchern, die man kostenfrei dort entziehen kann. Und das in Afrika!








(Wir reinigen uns die Hände)


... und verlassen die Vic Falls.
Das war nur eine kleine Auswahl an Fotos, wir haben so viele erstellt, dass die Entscheidung, welches Bild veröffentlicht werden soll, sehr schwer fällt.
Nun haben wir uns eine Stärkung verdient und da die Kinder das traditionsreiche Victoria Falls Hotel noch nicht kennen (erbaut in der Kolonialzeit durch die Briten), soll dieses unser Ziel sein. Von der Terrasse hat man einen herrlichen Blick auf den Sambesi und der Sprühnebel der Fälle markiert die Schlucht.





Biggi
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Letzte Änderung: 22 Feb 2015 16:33 von tiggi.
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30 Dez 2014 14:25 #367351
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...noch ein bisschen Victoria Falls

Ich habe für diese Nacht zwei Doppelzimmer in der Amadeus Garden Lodge gebucht.



Diese Unterkunft kennen wir bereits von früheren Besuchen, so dass wir den Weg auch ohne Navi finden.
Dort werden wir wieder sehr herzlich empfangen. Katharine arbeitet immer noch hier. Vor zwei Jahren war sie mit ihrem 10. Kind schwanger. Wir erkundigen uns nach dem Nachwuchs. Ein kleiner lebhafter Junge, wie sie uns schildert, ist das geworden. Sie zeigt uns auch gleich die Zimmer, direkt am Pool gelegen. Es ist hier wunderschön. Eine Dusche und etwas Erholung brauchen wir jetzt, aber stopp, da war ja noch ein Problem! Ja, wir haben hier die Möglichkeit, das Internet zu nutzen und so an die tracks4africa Karten zu gelangen.
Ich habe diese Karten vor einem halben Jahr käuflich erworben, sie aber nur über Base Camp auf meinem Tablet dabei. Über das Internet gelingt es uns schließlich die Karten auf unser eigenes Navi zu überspielen. Ich habe auch die Micro SD Karte dabei, aber durch das Überspielen aufs Tablet, waren sie nicht fürs Navi funktionsfähig. Tja, den Fehler habe ich verbockt, aber schließlich lernt man daraus und wofür haben wir Julian und Isa dabei? Isa, die beruflich im IT-Bereich arbeitet und unser Sohn, der ohnehin die Technik besser beherrscht als die Eltern, wie er behauptet. Außerdem kam ich gar nicht auf die Idee, diese Karten vor Reiseantritt zu überprüfen, denn wir wussten ja, dass wir ein Navi vom Autovermieter bekommen sollen. Aber zum Glück habe ich unser Navi eingesteckt. Wir mussten einmal 7 US$ zahlen und waren nun wieder stolze Besitzer der Karten.
Julian hat sich eine Seitentasche seiner Outdoorhose im Auto zerrissen und hier findet sich auch eine Gelegenheit, sie nähen zu lassen. Ein Angestellter sieht die Hose und fragt, ob er behilflich sein kann. Am nächsten Morgen ist die Hose wieder genäht da. Kostenpunkt 5 US$.
Im Laufe der Reise haben sich die Zusatzkosten zum Auto ganz schön summiert. Es kam doch das ein oder andere Schräubchen oder Reparaturkosten hinzu, und es gab kein Nutella mehr!
Jetzt wollen wir aber noch ein bisschen über den Handwerkermarkt bummeln. Vic` Falls ist sehr touristisch und es bieten sich hier für Julian und Isa Möglichkeiten, noch einmal ein paar Souvenirs zu kaufen. Wir parken vor dem Markt und schon sind wir umringt von lauter netten Männern, die alle unser Auto bewachen wollen. Aber wovor? Als wir danach fragen, erklärt man uns, hier sei alles sicher - also noch einmal, warum muss unser Auto dann bewacht werden?
Es bleibt uns ein Rätsel. Der junge Mann hätte auch gleich sagen könne, dass er gerne 1 oder 2 US$ hätte. Das wäre wenigstens ehrlich.


Stolz werden die Produkte präsentiert!

Sehr schön, aber für den Flieger zu schwer!

Kaum betritt man den Markt, wird man wie auf einem türkischen Basar von lauter Menschen umringt, die alle ihre tollen Waren anpreisen. Um die Leute auch wieder loszuwerden, habe ich Preise genannt, die wohl unter deren Vorstellung liegen. Aber dieses Mal war ich die Blöde - die Männer ließen sich sofort darauf ein. Somit steht jetzt in unserem Haus ein Giraffenpärchen (8US$) und eine Trommel (5 US$). Eigentlich wollten wir das gar nicht kaufen. Übrigens, mit der Trommel haben wir auch blinde Passagiere nach Deutschland eingeführt. Die Trommel begann vor ein paar Wochen zu leben! Jetzt ist der Wurm allerdings entfernt und kann keinen Schaden mehr anrichten.

Es gehören zu diesem Markt auch zwei größere Häuser, in denen nur die Frauen Tücher, Holzschalen u ä. verkaufen.


Manfred und ich mussten noch auf Isa und Julian warten, und so vertreiben wir uns die Zeit mit den Kindern. Sie wollen gerne fotografiert werden, dabei achten die Frauen aber genau drauf, dass auch alle Kinder fotografiert werden.




Den Sundowner nehmen wir, auf der sehr schön gelegenen Victoria Safari Lodge, ein.






Es ist einer meiner Lieblingsplätze, die Terrasse am Pool mit Blick in die Ferne auf die untergehende Sonne.



Hier könnte ich stundenlang sitzen. Regelmäßig kommen Elefanten vorbei. Das Wasserloch ist ein Stückchen entfernt, wird abends aber beleuchtet und ist immer wieder einen Besuch wert. Um 18.00 Uhr reicht man afrikanische Snacks zum Sundowner - auch immer wieder lecker! Außerdem kann man hier einen guten Cappuccino genießen. Der heutige Tag steht ganz unter dem Motto: Wir sind Touris und lassen es uns gut gehen!

Verträumte Blicke!!!






Langsam verschwindet die Sonne und die Elefanten kommen..




und nehmen ihren Sundowner zu sich...
... und gehen wieder. Die ganze Szenerie wirkt wie aus einem Urlaubskatalog bestellt!

Gegen 19.00 Uhr wechseln wir den Platz und fahren zum Boma Haus, das sich ca. 1,2 Kilometer entfernt auf dem Gelände befindet. Ich habe bereits von Deutschland aus, einen Tisch für vier Personen reserviert und das klappte tatsächlich - prima!




Nachdem wir passend gekleidet wurden,


empfängt uns die Tanzgruppe


danach werden wir ins Chidobe Village an den Tisch begleitet und man serviert zur Begrüßung Sorgumbier in Blechtassen. Der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftig und gar nichts für mich. Der Chefpilot und Julian trinken das aber aus. Wahrscheinlich mit angehaltener Luft!

Dann noch schnell ein paar Nüsse hinterher und .... lecker! :sick: :silly:
Im Laufe des Abends essen wir uns durch die gesamte afrikanische Küche, müssen an einem Trommelworkshop teilnehmen, unserem Sohn und Isa wird die Zukunft durch den Songoma (Medizinmamm) vorausgesagt und wer immer noch nicht genug hat, lernt auch noch die Stammestänze kennen.
Dieser Abend ist nur für unsere Kinder als Abschluss des Touriprogramms gedacht, denn schon am nächsten Tag geht es in die Gebiete, wo Zivilisation nicht so üppig ist.


Vorspeisen.. und


... schmackhafter Nachtisch!



Lecker, lecker, lecker....!
Zum Nachtisch gibt es dann...


...und hier noch einmal in Großaufnahme, für alle, die die Spezialität nicht kennen! :woohoo: :evil:


Zum Glück kann sich jeden sein Essen selber zusammenstellen.






Tänze und Dinge, die man nicht wirklich braucht, aber.. :blush: viele kaufen sie dennoch.



Der Sangoma kommt vorbei und lädt in seine Hütte ein, dort wirft er Knöchelchen!




Nach Tanz, Essen und Musik fallen wir erschöpft, aber glücklich in unsere Betten und genießen es , mal nicht im Zelt zu schlafen. Der nächste Morgen:
Wir schlafen allerdings erst einmal etwas länger, bekommen ein herrliches Frühstück zur Stärkung und treffen noch auf Hartmut Giering, den deutschen Eigentümer der Lodge. So verzögert sich unsere Abfahrt, aber auch solche Gespräche sind immer wieder interessant. Hartmut lebt seit vielen Jahren in Simbabwe, er verfügt über ein fundiertes Wissen zur Politik und den Hintergründen in Simbabwe und so manches Vorurteil können wir nun aus dem Weg räumen. Desweiteren bekommen wir noch die Adresse eines Schweizers, der in Lusaka lebt und Landrovermechaniker ist. Zu diesem Zeitpunkt stecke ich die Adresse gut weg, nichts ahnend, dass ich sie irgendwann suchen werde. Hartmut erklärt auch, dass er die Amadeus Garden Lodge bald abgeben will. Auf der gegenüberliegenden Seite besitzt er schon ein neues Grundstück, wo er sich zurück ziehen will. Er möchte auch noch ein bisschen reisen.
Unser Navi wird noch einmal überprüft. Es scheinen alle Karten vorhanden zu sein. In Vic`Falls finden wir nun auch endlich eine Gasfüllstation und lassen unsere Gasflasche betanken.



Es soll eine 5 l Flasche sein und uns ist nicht ganz klar, wo das Gas geblieben ist. Sie war schon von Anfang an sehr leicht, aber vielleicht ist ja etwas entwichen? Zumindest lassen wir 5,9 l auffüllen, kann das sein? Eigentlich nicht möglich und dafür zahlen wir auch noch 16 US$. Eine Abzocke! Aber wir haben bereits in Botswana versucht, die Flasche nachzufüllen und das war bei so einer kleinen Flasche nicht möglich. Aber, wer glaubt, wir hätten nun für das verbrauchte Gas schon alles bezahlt, der irrt. Eine Überraschung erwartet uns noch nach unserer Rückkehr in Deutschland.
Jetzt sind wir auf dem Weg zu unserem größten Grenzabenteuer und zugleich auch zu dem schwierigstes. Ein letzter Blick zu den Wasserfällen ist uns gegönnt, während wir die Grenzbrücke zwischen Sambia und Simbabwe überqueren. Julian geht zu Fuß. Er möchte noch ein paar Fotos mitnehmen, besonders die Bungee-Springer interessieren ihn.



Ein letzter Blick nach links, ein letzter Blick nach rechts und...
1 Kilometer hinter der Grenze befindet sich die sambische Abfertigung.
Sambia, wir kommen - aber erst im neuen Jahr!
Bis dahin wünsche ich euch einen guten Rutsch, ganz viel Gesundheit und weiterhin viele spannende Reiseabenteuer!
:kiss: :kiss: :laugh: :laugh:
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