THEMA: Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14
05 Feb 2014 20:06 #325151
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  • Steffi82 am 05 Feb 2014 20:06
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Guten Abend alle miteinander!

Ich muss zugeben, ich habe dieses Mal gleich zu Beginn des Reiseberichts ein kleines Problem: Ich finde nämlich keinen Schuldigen! :S … und dabei habe ich bisher doch immer jemandem die Schuld für unsere Reisen in die Schuhe schieben können :whistle: :whistle: :whistle: ! Dieses Mal nicht…

Deshalb – ein Novum :P : Die nachfolgend zu beschreibende Reise ist ganz alleine MEINE Schuld und wurde verursacht durch eine bislang unaufhaltsam wütende Infektion mit dem Virus Africanus.

In diesem Sinne war dieses Mal der arme Göttergatte schuldlos (…nicht ganz so vööööölllliiiig wie ich immer, aber zumindest ein bisschen… B) ) und ihm blieb gar nichts anderes übrig als mich nach Südafrika zu begleiten. Angesichts der – nicht zu leugnenden - Umstände, dass ich

a) in früheren Urlauben schon den ein oder anderen Elefanten übersehen habe :blush: ,
b) ständig damit drohe irgendwelche mir niedlich erscheinenden Tiere einzusammeln und unserem Haushalt daheim hinzu zu fügen :whistle: :whistle: :whistle: und
c) nachweislich völlig unorientiert bin :blush: ,

vertrat er nämlich vehement die Ansicht, dass man mich unter GAR keinen Umständen alleine im Busch umher irren lassen könne. :laugh:

(Für die anstehende Kenia-Reise, soviel sei vorweg genommen, sind wir dann aber wieder beim normalen Zustand der Dinge: Da bin ich mal wieder vöööööööölllig unschuldig! :P )

Dieses Mal also Südafrika! Dieses Mal wieder ein grünes Afrika in der Regenzeit! Was haben wir uns im Vorfeld auf diesen Urlaub gefreut und ihm entgegen gefiebert – sollte er doch mit 22 Tagen im Land unser bisher längster Urlaub werden – Dank sei der genialen Feiertagsverteilung 2013 über Weihnachten und Neujahr!

Und soviel sei vorweg genommen: Es war ein traumhafter Urlaub in einem wunderschönen Land mit ganz vielen tollen Eindrücken und Tiersichtungen! :cheer:

Allerdings: Wir hatten dieses Mal tatsächlich keine großen Pannen: keinen Reifenplatzer, keinen Buschbrand etc.! Statt dessen sind wir es – für unsere Verhältnisse - sehr gemütliche angegangen und waren meist zwei, teils drei Nächte an einem Ort.

Der ursprüngliche Arbeitstitel dieses Reiseberichts hieß dann auch so schön „Abhängen in Südafrika“, haben wir es doch gewissermaßen den Großkatzen des Landes gleich getan und es auch mal von der ruhigen Seite angehen lassen…



Nach der Sichtung meiner Fotos und einigem in Erinnerungen schwelgen, waren es tatsächlich aber die großen grauen Giganten des afrikanischen Busches, die für uns beide die Reise so unvergesslich gemacht haben und die auch euch, wie ich hoffe, in den nun folgenden Wochen des Reiseberichtschreibens gut unterhalten werden. :)

Bevor wir aber loslegen, unsere Route zur besseren Nachverfolgung:

20.12.2013 Abflug ab München mit South African direkt nach Johannesburg
21.12.2013 Ankunft in Johannesburg – Mietwagenübernahme – Fahrt zur Iketla Lodge (Nähe Ohrigstad)
22.12.2013 Iketla Lodge: Tagestour Panorama-Route
23.12.2013 Iketla Lodge – Krüger Nationalpark (Satara)
24.12.2013 Krüger Nationalpark – Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)
25.12.2013 Sabi Sabi Little Bush Camp
26.12.2013 Sabi Sabi Little Bush Camp
27.12.2013 Sabi Sabi Little Bush Camp – Krüger Nationalpark (Lower Sabie)
28.12.2013 Krüger Nationalpark (Pestana Krüger Lodge, Malelane Gate)
29.12.2013 Krüger Nationalpark – via Swaziland – Mkuze Falls Lodge
30.12.2013 Mkuze Falls Lodge
31.12.2013 Mkuze Falls Lodge – Thonga Beach Lodge
01.01.2014 Thonga Beach Lodge
02.01.2014 Thonga Beach Lodge
03.01.2014 Thonga Beach Lodge – Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve (Hilltop Camp)
04.01.2014 Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve (Hilltop Camp)
05.01.2014 Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve – Giant’s Castle Camp
06.01.2014 Giant’s Castle
07.01.2014 Giant’s Castle – Royal Natal Park (Thendele Camp)
08.01.2014 Royal Natal Park (Thendele Camp)
09.01.2014 Royal Natal Park – Maliba Mountain Lodge, Lesotho
10.01.2014 Maliba Mountain Lodge, Lesotho
11.01.2014 Maliba Mountain Lodge, Lesotho – Johannesburg – Abflug nach München
12.01.2014 Ankunft zuhause

Natürlich hatten wir an unsere Reise mal wieder nur ganz wenige Wünsche / Ansprüche :whistle: :
- ein Breitmaul-Nashorn (White Rhino), überhaupt einmal (hatten wir bislang tatsächlich keines!)
- mal wieder ein oder mehrere Hippos!
- mindestens einen fotogenen weiblichen Löwen (in Namibia wollten die Damen ja alle nicht fotografiert werden :unsure: )
- einen fotogenen männlichen Leoparden (*hust* - nein, wir sind gar nicht anspruchsvoll :whistle: )
- einen Klippspringer, überhaupt einmal (der müsste bei der 5. Afrikareise doch wirklich jetzt endlich mal drin sein :angry: … dachten wir …)

Ob sich unsere Wünsche erfüllten? – lasst euch überraschen! :)

Worauf ihr euch so alles freuen könnt:
- wir werden lernen, dass die Anmietung eines Autos der größten Fahrzeugkategorie nicht zwingend heißt, dass mein Göttergatte auch darin Platz findet! :blink:
- wir werden außerdem lernen, dass es Lebewesen gibt, die Regen total toll finden (soviel sei vorweg genommen: Wir gehören nicht dazu! :S )
- wir finden – zumindest gefühlt – die schönsten Schlagloch-Straßen, die der Staat Südafrika so zu bieten hat! :pinch:
- Niedlichkeitsalarm hoch zehn! – ganz, ganz viele niedliche Babytiere :woohoo: – wobei uns die Weihnachts-Impalchen (nicht zu verwechseln mit unseren hiesigen Oster-Lämmchen B) ) besonders ans Herz gewachsen sind! :cheer:
- Lektionen fürs Leben: Wir lernen wofür so ein Foto-Blasebalg alles gut sein kann und (so bedeutsame Dinge wie etwa), dass man zwar nicht den Käfer von der Butter schütteln kann, sehr wohl aber die Butter (samt Käfer) aus dem Tiegel ;)
- der Göttergatte verteilt mal wieder Namen an einige unserer tollen Tiersichtungen (bei den Elefanten war es aber uferlos, das konnte ich mir nicht alles merken…): Freut euch also auf Grumpy, Shorty und Sleepy, DAS Mammut, Hörnchen, Annabelle, die drei von der Tankstelle und viele andere :laugh:
- Viele tolle Unterkünfte an tollen Orten sowie eine sehr seltsame Unterkunft, in der wir scheinbar derart „gut“ ankamen, dass man gar kein Trinkgeld von uns wollte, sondern uns nur noch loshaben mochte :S !
- Und auch wenn wir dieses Mal keine Reifenpanne hatten – unser mieses Auto-Karma hat trotzdem mal wieder zugeschlagen und für ein „Klang“haftes Erlebnis gesorgt :whistle: :whistle: :whistle:
- und natürlich wie immer :cheer: : wunderschöne Landschaften, tolle Unterkünfte, viele Tiere und abermals viel zu viele Fotos davon! :)

Ansonsten: Wer Fragen hat, immer raus damit! Kommentare sind ausdrücklich gewünscht und immer willkommen! Danke-Button-Drücker auch sehr gerne gesehen! :)

Und wer lieber auf der sonnigen Seite des kommentarlosen Reiseberichtlesens verweilen möchte, dem lege ich einen „Klick“ auf die Sonne rechts oben in der blauen Überschriftenzeile nahe, dann gibt’s Reiseberichtsgenuß ohne Kommentare! :)

Und nun lade ich euch ein: Reist mit uns in ein sattgrünes Südafrika zur Regenzeit, lasst euch die Gischt der Wasserfälle an der Panoramaroute ins Gesicht spritzen, pirscht mit uns zusammen Elefanten über Elefanten im Krüger Nationalpark, verliebt euch in die Leoparde in Sabi Sabi, springt zusammen mit mir den kleinen Krabben am Indischen Ozean hinterher, kommt mit zu einer nächtlichen Tour zur Eiablage der Loggerhead-Schildkröten, verzweifelt ein klein wenig mit uns auf der Pirschfahrt im Hluhluwe und kommt zusammen mit uns zur Einsicht, dass die großen Dinge des afrikanischen Busches manchmal eben doch einfach so auf der Straße liegen…



Bitte Platz nehmen in unserem namenlosen Hilux, anschnallen und festhalten: Es wird bald losgehen!!!

Liebe Grüße
Steffi
Letzte Änderung: 05 Feb 2014 21:33 von Steffi82.
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06 Feb 2014 18:17 #325340
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  • Steffi82 am 05 Feb 2014 20:06
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Kapitel 1
Samstag 21.12. 2013

Ankunft in Johannesburg und Weiterfahrt zur Iketla Lodge (Nähe Ohrigstad)


oder auch: „Crap! You really don’t fit in!“

Ich bin ja immer etwas skeptisch, wenn alles wie am Schnürchen läuft! Nennt mich paranoid – aber irgendwo ist doch immer ein Haken, zumindest ein kleiner, klitzeklein … versteckt … der sich hinterrücks anschleicht um dann heimtückisch im unerwarteten Moment anzugreifen… :S

So verließen wir an diesem schönen 20. Dezember mittags mit kaum Verspätung unser Büro, der Winter selbst in Bayern in weiter Ferne, die Straßen (und alles andere auch) damit frei von jeglichem Schnee, kamen entspannt - für unsere Verhältnisse geradezu frühzeitig - am Flughafen München an, bekamen die ersehnten Sitzplätze am Notausstieg und starteten abends pünktlich gen Johannesburg!

Kann ja kaum besser laufen, oder? :whistle:

Und unser Urlaubsbeginn schnurrte weiter gemütlich vor sich hin: Christian konnte dank Beinfreiheit die halbe Nacht schlafen, ich sowieso, das Flugzeit landete sogar eine halbe Stunde zu früh, Gepäck war auch gleich da, wider Erwarten fanden wir den Flughafen Johannesburg recht übersichtlich und landeten zielgenau am Europcar-Schalter, wo wir gleich bedient wurden und standen um kurz nach halb zehn bereits am uns zugewiesenen Nissan NP300 Hardtop. Was will man mehr? Euch fällt nichts ein? :whistle: :whistle:

Uns schon! :woohoo:

Denn als wir in das Auto einstiegen, stellten wir fest, dass eines ganz nett gewesen wäre: Platz für den Fahrer! :blink: :blink: :blink:

Tja und da war er: Unser Haken! – mein 1,97 Meter großer Göttergatte passte nicht in den Wagen! :woohoo: :S :pinch:

Merke: Nur weil man das große Auto bucht, heißt das nicht, dass fahrerseits soviel Platz ist, dass Menschen über 1,85m selbst mit komplett zurückgefahrenem Sitz darin ansatzweise bequem Platz nehmen können. :whistle: :pinch: :whistle:

Mein lieber Mann hätte in dieser „Fahrposition“ zwar kreativ das Auto mit den Knien lenken und die Hupe mit seinem Bauch betätigen können :whistle: … komfortabel sah das Ganze aber selbst vom Beifahrersitz aus gesehen ganz und gar nicht aus! Eher ziemlich eingefaltet und gequetscht und seitens des kunstvoll verschachtelten Göttergatten mit dem entsprechenden Gesichtsausdruck versehen! :S

Mein Vorschlag: „Da müssen wir dir dann wohl die Beine kürzen!“ wurde auch nur mit Knurren quittiert und mir ging so langsam auf: Wenn ich die nächsten drei Wochen nicht selbst fahren wollen würde (was an sich schon gegangen wäre, aber dann sähe die Bebilderung des Berichts ein bisschen anders aus!), bräuchten wir jetzt eine Lösung für unseren Haken!

Christian faltete sich vorsichtig wieder aus dem Wagen und beschloss dem Europcar-Schalter einen zweiten Besuch abzustatten. Ich blieb derweil im Auto beim Gepäck!

Keine fünfzehn Minuten dauerte es und mein Mann kam mit einem sehr (!!!) ungläubig drein blickenden Mietwagenverleiher-Angestellten zurück. Also Live-Vorführung der Einfaltung ins Auto! B)

Was dazu führte, dass der nette Kerl fast vor Lachen abbroch und dem entsetzt-amüsierten Satz: „Crap! You really don’t fit in!“ :woohoo:

Aber was nun tun?

Unser freundlicher Angestellter vom Dienst konnte sich immer noch nicht ganz das Grinsen verkneifen und war ganz begeistert davon, wie eingefaltet mein lieber Mann in dem Nissan saß! Dann allerdings schaltete er in den professionellen Modus und versuchte unseren „kleinen“ Haken zu lösen. Problem war nur: Im Parkhaus standen locker acht von den Nissan NP300 herum, aber sonst kein anderer 4x4 :pinch: ! 20 Minuten und zwei längere Telefonate des wirklich engagierten Mitarbeiters später die gute Nachricht: Man habe gerade einen Toyota Hilux Doublecab zurück bekommen, dieser würde nur noch geputzt und getankt und stünde in einer Stunde für uns zur Verfügung! :cheer:

Und tatsächlich: Nachdem wir ein kleinen vorzeitigen Lunch bei Spur zu uns genommen hatten, stand unser Hilux blitzeblank geputzt für uns bereit, Christian fand darin tatsächlich ohne Probleme bequem Platz und so kurvten wir um genau fünf vor zwölf raus aus dem Flughafen-Parkhaus und hinein in den südafrikanischen Linksverkehr. :)

Das Herausfahren aus Johannesburg hatten wir uns wesentlich schlimmer vorgestellt, als es tatsächlich war und auch das Fahren an sich ging recht zügig von sich. Und hätten wir mal auf unsere Anfahrtsbeschreibung und den Tipps unserer Freunde zuhause gehört und wären bei Belfast von der Autobahn abgebogen, anstatt auf unser Navi zu hören :whistle: , dann wären wir sicherlich richtig fix in unserer ersten Unterkunft angekommen. Was wir aber nicht taten. :whistle: :blush: :pinch:

Und so lotste uns unser freundliches Navi über die R36 – und ich sage euch: So eine Straße habe ich noch nicht gesehen :blink: – was heißt Straße? Der Zustand ließ sich eher als „Schlaglöcher mit ein wenig Teer dazwischen inmitten von sehr ansprechender Landschaft“ beschreiben :pinch: . Und wenn man nicht gerade damit beschäftigt war eines oder mehrere der Schlaglöcher zu umfahren (Merke: Schlagloch an Schlagloch an Schlagloch führt nicht nur zu einem durchschlagendem Fahrerlebnis, sondern irgendwann auch zu mittelgroßen Kratern auf der „Straße“ :S ), so wich man kreativ dem entgegenkommenden Schwerlastverkehr aus. Das Landschaftserlebnis blieb daher leider so ein bisschen auf der Strecke!

Irgendwann war es aber geschafft und wir kamen um kurz nach halb fünf Uhr nachmittags gut durchgeschüttelt und leicht gerädert endlich in der Iketla Lodge bei Ohrigstad an. Dort wurden wir unglaublich herzlich empfangen, bekamen erst einmal einen kühlen Saft in die Hand gedrückt und wurden dann in unser Zimmer geführt.

Die Zimmer in der Iketla Lodge fanden wir wirklich sehr hübsch und geräumig :) .



Das Ganze in rund...



... und der Ausblick direkt vor unserem Chalet ins Tal...



Hier noch das Chalet von außen im besten Gegenlicht ;)



Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, genossen wir ein wenig den Ausblick ins Tal, bevor wir uns entschlossen noch den kürzesten von mehreren Wanderwegen an der Lodge auszutesten. Der einstündige Spaziergang am Plateau war dann auch genau das Richtige um sich nach der langen Sitzerei ein bisschen die Beine zu vertreten – mehr hätten wir dann aber an diesem Tag nicht laufen wollen.



Hier noch das Hauptgebäude der Lodge samt Pool...



Das nachfolgende Abendessen mit Avocado mit Biltong, Käse und Mayo als Vorspeiße, Rindersteak mit Kartoffelecken, Bohnen und Kraotten als Hauptgang und Dattelpudding zum Nachtisch als war sehr, sehr lecker :cheer: – allerdings konnten wir es nicht gar so richtig wertschätzen, weil wir spätestens beim Dattelpudding fast auf den Stühlen einschliefen (was wirklich nicht am Pudding lag! ;) ). Und so fielen wir recht bald an diesem Abend in unser Bett und schliefen wie zwei Steine sofort ein!

Was der nächste Tag bereit hält?
- Wir erkunden die Panoramaroute
- Suchen ein paar Wasserfälle
- und finden undurchdringlichen Nebel

Liebe Grüße
Steffi
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08 Feb 2014 10:23 #325551
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Kapitel 2
Samstag 22.12. 2013 –
Tagestour Panoramaroute


oder auch: „Was bitte ist ein Plan?“

Unseren ersten richtigen Urlaubstag gingen wir dieses Mal in aller Ruhe und – zugegebenermaßen – recht planlos an! Und das hieß: Wir schliefen erst einmal aus! Gut so richtig lange geschlafen, haben wir dann tatsächlich nicht, aber das lag daran, dass wir beide gegen halb acht putzmunter waren. Aber angesichts der Tatsache, dass die Sonne ja bereits um fünf Uhr aufging, ist halb acht für uns tatsächlich mega-lange Schlafen. ;)

Hier noch einmal unser Chalet von außen…



Nachdem wir uns am leckeren Frühstücksbuffet gestärkt hatten, machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein gegen halb neun auf den Weg zur Panoramaroute. Das Eigentümerpaar der Lodge hatte uns zuvor noch eine kleine Karte in die Hand gedrückt und uns ein paar Tipps mit auf dem Weg gegeben.

Und dann ging es los – ohne wirklichen Plan, aber gut gelaunt! :laugh: Dummerweise stellten wir recht schnell fest, dass die Wolken je näher wir der Panoramaroute kamen umso zahlreicher wurden :blink: . Zum Schluss konnte man wohl eher von einer Wolkenbank sprechen :S … Aber da wir keinen Plan hatten, waren wir ja flexibel :whistle: – und daher beschlossen wir, erst einmal den Wasserfällen rund um Sabie einen Besuch abzustatten.

Drei Wasserfälle liegen bei Sabie an einer eigentlich ganz guten Schotterpiste, zwei davon besuchten wir. Zuerst die Lone Creek Falls, die sich aus ziemlicher Höhe in ein kleines Becken stürzen. Um den Wasserfall herum ist ein kleiner Weg angelegt, so dass man den Wasserfall auch von einer etwas erhöhten Position bestaunen kann (der Gärtner hat bei der Anlegung des Ganzen nur vergessen, den Baum vor dem Wasserfall zu stutzen :whistle: :whistle: )



Der Weg direkt unten am Wasserfall entlang war dann etwas feucht, da die donnernden Wassermassen eine ziemliche Gischt erzeugten!



Wirklich ein sehr, sehr schöner Wasserfall, für einen kurzweiligen Besuch absolut zu empfehlen! :)

Danach fuhren wir noch zu den Horseshoe Falls. Anders als bei den Lone Creek Falls, kann man hier nicht bis fast vor den Wasserfall fahren, sondern muss ein kurzes Stück (sehr schön übrigens) durch den Wald spazieren. Auch die Horseshoe Falls fanden wir sehr beeindruckend und schön. Wem die Kälte des Baches nichts ausmacht kann dort übrigens auch sehr schön baden!



Nach den beiden Wasserfällen machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Blyde River Canyon. Auf dem Weg dorthin stoppten wir noch an den MacMac Falls, diese fanden wir – gerade im Vergleich zu den zwei bereits gesehenen Wasserfällen – zwar sehr beeindruckend, aber mit nur einem eher unglücklich angebrachten Aussichtspunkt, nicht so sehenswert. Dafür aber recht überlaufen :unsure:



Die Hoffnung, dass sich die Wolkenbank etwas aufgelöst hatte in der Zwischenzeit war aber leider vergebens :dry: . Bereits an den Abzweigungen Richtung „God’s Window“ wabberte uns dichter Nebel entgegen … Egal – wir hatten zwar keinen Plan, dafür aber Zeit – da machte ein bisschen Zick-Zack Fahren an der Panoramaroute nun wirklich nichts aus :whistle: ! Und schließlich war ja Urlaub! Daher beschlossen wir erst einmal weiter zu den Burke’s Luck Potholes zu fahren und später noch einmal zurück zu fahren – lag zwar nicht mehr wirklich auf dem Weg, aber was sollte es. Gesagt getan!

Entweder waren mehr Leute auf diese Idee gekommen oder sie hatten alle ihren Reiseführer gelesen, die ja allesamt dazu raten, die Potholes wegen der besten Ausleuchtung gegen Mittag zu besuchen – jedenfalls: An der Einfahrt zu den Dingern durften wir uns erst einmal in den ersten und einzigen Stau dieses Urlaubs einreihen :woohoo: .



Von den Potholes an sich waren wir dann zugegebenermaßen etwas enttäuscht: Irgendwie hatten wir uns das größer vorgestellt – keine Ahnung wieso!



Ich persönlich fand die Landschaft drum herum fast schöner und spektakulärer als die Löcher in den Felsen :whistle:



Aber ohne Zweifel ein wirklich hübscher Fleck Erde an den man zu etwas ruhigeren Zeiten (ich würde eher nicht mehr mittags dort aufschlagen) bestimmt ein bisschen länger verweilen kann!



Einen kleinen hübschen Wasserfall gibt's dort übrigens auch...



Und hier noch ein paar Löcher im Felsen ;)



... und noch mehr ...



Und zum Schluss noch einmal Landschaft neben den Löchern im Felsen B)



Nach unserer Besichtigung wollten wir wieder den Blick zurück zur Nebelbank wagen. Zuvor noch ein kurzer Abstecher zur „Buschküche“! -Die allerdings platzte aus allen Nähten, weswegen wir ein eher karges Bananen-Hilux-Picknick einlegten! ;) Dafür auch hier wieder eine tolle Szenerie...



Unsere Hoffnung auf nun wolkenfreie Aussicht am God’s Window wurde je näher wir der Abzweigung dorthin kamen, leider immer geringer! :huh: Es war zwar ein bisschen besser als vorher - die Wolkenbank schien immer noch über dem Gebiet zu hängen. Aber wir hatten ja Zeit und was ist noch einmal ein Plan? – also einfach mal hingefahren! :cheer:

Und so landeten wir flugs mitten in der Nebelsuppe! … wenn man bedenkt, dass wir wenige Kilometer zuvor noch strahlenden Sonnenschein hatten, war der Wetterumschwung schon recht krass! :blink:



Aus Spaß an der Freude hielten wir beim „Wonder View“-Aussichtspunkt (für den musste man auch keinen Eintritt zahlen) und blickten … nun ja … ins grenzenlose grau-weiß … :P



Man kann ja wirklich nicht behaupten, dass die „Aussicht“ nicht irgendetwas hatte … :whistle: :laugh:

God’s Window haben wir uns dann aber doch gespart, Aussicht mit Nebel sieht ja dann doch irgendwie immer ziemlich gleich aus…und dafür auch noch Eintritt bezahlen?

Dafür hatten wir am Pinnacle tatsächlich etwas weniger Nebel, weswegen wir uns die Felsennadel in Ruhe anschauen konnten.

Der Neben wird weniger...



Pinnacle



Insofern hatte sich die Rückfahrt auf alle Fälle gelohnt. :)

Auch an den Lisbon Falls war nun schönes Wetter – hier würde mich auch echt noch die Wanderung zum Fuße des wirklich wunderschönen Wasserfalls interessieren (man braucht ja Ziele für weitere Reisen, gell? :whistle: ).



Ganz generell fanden wir die Landschaft an der ganzen Panoramaroute mit den sanft geschwungenen Hügeln in diesem unglaublich sattem, strahlendem Grün wahnsinnig schön! :cheer:



Nach den Lisbon Falls beschlossen wir, dass nun der Wasserfälle Genüge getan sei und machten uns auf den Weg zu den letzten Aussichtspunkten in den Blyde River Canyon.

Die Aussichtpunkte „Lowveld View“ und „Three Rondavels“ waren für uns tatsächlich das Highlight des Tages, denn die Aussicht dort ist einfach nur der Hammer! :woohoo:



Ist das nicht einfach grandios?



Und hier erst!!! :cheer:



Die Rondavels...



Auch hier könnte ich mir vorstellen, mal ein bisschen ausgeprägter Spazieren zu gehen! :)

Nach dieser eindrucksvollen Tour tuckelten wir gemächlich zurück zur Iketla Lodge!

Zum Abendessen an diesem Tag gab es eine leckere Kartoffel-Lauch-Suppe, danach Kudu-Pie auf Kraut mit Gemüse und zum Nachtisch einen Karotten-Butternut-Kuchen! Alles wieder sehr schmackhaft und reichhaltig! :)

Fazit Iketla Lodge:

Eine sehr schöne, kleine und familiär-herzlich geführte Unterkunft, in der wir uns sehr wohl gefühlt haben. Als Ausgangspunkt für die Panoramaroute liegt sie eigentlich genial für all die, die etwas außerhalb und „in der Natur“ nächtigen wollen. Die Wanderwege an der Lodge schienen alle sehr gut gepflegt, wer also gerne wandert kann mit den längeren Wanderwegen auch den ein oder anderen Tag herum bringen!
Achja: Und das Essen war wirklich sehr, sehr lecker! ;)

Was ihr am nächsten Tag miterleben könnt?
- Wir fahren in den Krüger! :woohoo:
- Pirschen unsere ersten Elos!
- Mietzekatzen-Alarm die Erste :woohoo:
Letzte Änderung: 08 Feb 2014 10:25 von Steffi82.
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Kapitel 3
Sonntag, 23.12.2013
Iketla Lodge – Krüger Nationalpark (Satara Restcamp)


oder auch: „Welcome to the Jungle!“

Teil 1


Der Krüger Nationalpark, unendliches Buschland! Wir schreiben das Jahr 2013. Dies sind die Abenteuer des namenlosen Hilux, der mit seiner 2 Mann starken Besatzung, zwei Kameras und 4 Objektiven mehrere Tage unterwegs ist, um fremdes Buschland zu erforschen, tierisches Leben und jede Menge Schotterpisten. Gefühlte tausend Lichtjahre vom heimischen Bayern entfernt dringt die Besatzung des namenlosen Hilux in Gebiete vor, die sie bis dato nie zuvor gesehen hat!

B)

Ja, der Krüger! Der durfte natürlich bei unserer Reise nicht fehlen! Allerdings – wir waren skeptisch! :dry: Zoocharakter, Blechlawinen vor jeder Tiersichtung, rüpelnde Mit-Touristen, die sich bei Tiersichtungen nicht zu benehmen wissen, schlechtes Essen in den Camps :S und überhaupt voll, voller - Krüger eben! – das und so einiges anderes schwirrte uns im Kopf herum, als wir unseren Aufenthalt im Krüger zu planen begannen. Und dann auch noch über Weihnachten – zur Hauptreisezeit der Südafrikaner :unsure: ! Und in der Regenzeit – wo doch alles so zugebuscht ist, dass man kaum ein Tier sieht! Oh weih – uns schwante Übles! :S

Aber ausfallen lassen wollten wir den Krüger dann auch wieder nicht, denn auf der anderen Seite wurde uns ja auch von den grandiosen Landschaften, den unzähligen Elefanten, den abertausenden Impala und den vielen Nashörnern berichtet. :woohoo: Überhaupt: Nashörner! – wir wollten doch endlich einmal ein Breitmaulnashorn sehen! Und mit dem Wunsch führt ja irgendwie kein Weg am Krüger vorbei…

Mit diesen ganzen diffusen Informationen vor Augen planten wir unseren Aufenthalt dort lieber auf Nummer sicher! Was hieß: 1 Nacht im Krüger, 3 Nächte im Sabi Sand Wildreservat am Krüger, 1 Nacht im Krüger und 1 Nacht direkt außerhalb!

Was soll ich rückblickend sagen? – Wir hätten uns nicht so viele Gedanken machen sollen! :cheer:

Und ich bin verliebt – in einen Park, in seine Elefanten, seine Landschaften und allem was dort so kreucht und fleucht! :laugh: Und ich will da wieder hin!!!! :whistle: :whistle: :whistle:

Und das kam so…. ;)

An unseren zweiten kompletten Urlaubstag saßen wir hoch motiviert bereits um sieben Uhr morgens (ja, wir verbessern uns, was die Aufstehzeit angeht! ;) ) im Licht der strahlenden Sonne und des Mondes (ja, der war auch da! B) ) …



… am Frühstückstisch! Nach einem abermals leckeren Frühstück verabschiedeten wir uns von der Iketla Lodge und machten uns auf in Richtung Krüger.

Nach einem kurzen Stopp an einem super sortierten Super Spar entlang des Weges standen wir am späten Vormittag vor dem Orpen Gate. Und waren die einzigen! :blink: Kein Witz – an der Schranke war außer uns niemand und selbst am eigentlichen Gate, wo ein, zwei Autos parkten, stand außer uns bei der netten Parkrangerin niemand an! Damit hatten wir nicht so ganz gerechnet! Wo waren denn die Menschenmassen??? :huh:

Gut, sollte uns recht sein :) – wir waren sicher: Die kommen schon noch! Also in den Park gezuckelt und nach 300 Metern gleich eine Vollbremsung hingelegt – wir wurden nämlich empfangen…



Okay – eher war es so, dass wir den Herrschaften, glaube ich, in diesem Moment gerade kolossal im Weg herum standen: Die wollten nämlich über die Straße :whistle:



… und man sieht diesen Büffeln schon echt immer ihre miesepetrige Laune an!
:laugh:



Das fing doch gut an! Ein paar Meter weiter stand rechterhand eine Giraffe …



Und ein paar Impalas weiter hatten wir Elefantenpopo von hinten mit Warzenschwein-Garnitur! Von wegen in der Regenzeit sieht man hier nichts! :cheer:



Die Insassen des namenslosen Hilux waren nach 15 Minuten im Park bereits heillos begeistert! :woohoo: Ein paar andere Fahrzeuge waren uns mittlerweile tatsächlich begegnet, aber keine störenden Mega-Autoaufläufe! Und – zugegebenermaßen – es war schon wirklich alles recht zugebuscht und das Gras war teilweise weniger Wiese als undurchdringliche Wand :blink: , aber: Die Tiere im Krüger empfanden wir als überaus serviceorientiert, die standen nämlich oftmals direkt neben oder auf der Straße – das macht es dann selbst in der Regenzeit schwer sie zu übersehen. :cheer:

Und überhaupt: Überall Impala-Nachwuchs unter den Büschen! :woohoo:



Man sagt mir ja eine Paarhufer-Fixierung nach :whistle: – aber kommt, ihr müsst zugeben: Baby-Impala sind einfach nur Zucker!

Auf dem Timbavati Road (S 39) sahen wir dann neben vielem grünen Gras noch ein paar Gnus, Kudus…



… Baby-Impala…



Und unsere erste kleine Elefantenherde …

Das mit den Elefanten lief bei uns im Krüger übrigens immer so: Ihr erinnert euch? Regenzeit? Büsche? :whistle: Davon viele? :blink: Interessanterweise verschwinden darin auch tonnenschwere Kolosse unglaublich schnell. Von Weitem etwas zu sehen, ins Dickicht zu spähen – alles meist recht nutzlos! :S Außer man hat ein Faible für grünes Gras und Blattwerk :whistle: ! Das heißt man tuckelt gemütlich über die Pisten im Krüger, guckt in das grüne Dickicht wie es an einem vorbeizieht und plötzlich zieht der Elefant zusammen mit dem grünen Dickicht an einem vorbei :woohoo: ! Das resultierte dann meistens einem erquickenden Aufschrei meinerseits, bevor wir langsam und vorsichtig zurück rollten, bis wir wieder auf Höhe Elefant waren. Und die Elefanten dachten sich wohl mehr als einmal: „Die schon wieder! Sind die nicht gerade schon vorbei gefahren?“ :whistle:



Nach ein paar weiteren Kudus…



… schläfrigen Büffeln …



… und einer Blauracke …



erreichten wir um halb zwei Satara und checkten ein. Die Chalets in Satara sind wirklich recht alt und abgewohnt, waren aber blitzeblank geputzt. Und das Bett war nicht schlechter als das in der Iketla Lodge, was uns doch positiv überraschte :) . Für eine Nacht, war es hier definitiv zum Aushalten.

Soviel zu unserem Start in den Krüger und ab dem nächsten Teil geht's dann richtig los mit den Tieren und den Fotos ;) !

Liebe Grüße
Steffi
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Kapitel 3
Sonntag, 23.12.2013
Iketla Lodge – Krüger Nationalpark (Satara Restcamp)


oder auch: „Welcome to the Jungle!“

Teil 2


Wir machten kurz Rast und amüsierten uns über die Rotschnabel-Tokos, die auf dem Rasen umher sprangen und sich hier Mittagessen fingen…



… bevor wir gegen drei Uhr uns noch einmal in den Hilux schwangen um auf Pirsch zu gehen. Große Hoffnungen auf viele Tiere machten wir uns ehrlich gesagt nicht, es war nämlich unglaublich heiß über Mittag geworden. Dass wir bei der Hitze so viele Tiere am späten Vormittag gesehen hatten, verwunderte uns im Nachhinein richtig.

Und unsere Befürchtung schien sich zu bewahrheiten :unsure: . Auf der gesamten S90 lief uns gerade EIN einsames Impala über den Weg. Doch kaum waren wir auf die S41 abgebogen, änderte sich das Bild schlagartig :)

Neben Wasserböcken…



… die freundlich herüber blickten…



Lief uns dieser Geselle fast direkt vor das Auto :woohoo: .



Die Elefanten im Krüger sind schon herrlich schmerzbefreit, was die Touristen angeht. Und irgendwie wollten die immer, wenn wir kamen, über die Straße :whistle:



Hier noch ein bischen Landschaft mit Hippo-Punkten im Wasser ;)



Ein paar Giraffen und Wasserböcke später ...



....ertappten wir dann ein Hippo-Liebespaar inflagranti :woohoo:

Herr und Frau Hippo waren vor der Störung sichtlich nicht angetan :whistle:



Und während er gerne weiter „gekuschelt“ hätte, waren wir ihr zu viel Publikum :laugh: – was ihn ein paar Mal ziemlich ungeschickt ins Wasser pflatschen lies :whistle: .



Ist aber auch gemein, wenn die Liebste unter einem davon läuft :pinch: :laugh:



Aufgrund der schamhaften Hippodame durften wir das Schauspiel auch nur von hinten betrachten – zum halb kaputt Lachen hat es aber trotzdem gereicht ;)

Nach unserem lustigen Hippo-tainment waren wir eigentlich der Ansicht, dass es ja kaum mehr besser werden könnte. In der nächsten Bachsenke saßen zwar „nur“ ein paar Vögelchen – diese aber sehr freundlich zu uns rüber grinsend …

Yellow-billed Stork



Grey Heron




Für unseren ersten Tag hatten wir trotz knalliger Sonne und hohen Temperaturen doch schon einiges an Tieren gesehen, fanden wir! :)

Okay, noch kein Rhino und keine Miezekatzen, aber das würde bestimmt noch kommen!

….Manchmal auch schneller als man denkt! :whistle:

Als wir auf der H 6 schon wieder in Richtung Satara zuckelten, sahen wir vor uns plötzlich zwei Autos am Straßenrand die mit ihrem Fernglas in die Ebene guckten (also nicht die Autos, sondern deren Insassen ;) ). Wir also flugs daneben gestellt, Fernglas ausgepackt und gespäht … hhhmmmm...! Außer hohem Gras war nichts zu erkennen! :blink:

Also mal den freundlichen Südafrikaner vom Nachbarwagen gefragt! Dieser erzählte uns, dass sie gemeint hätten, im Gras eine Katze entdeckt zu haben! Und genau in diesem Moment erhob sich aus dem Gras ein Gepard, lief ein paar Meter in unsere Richtung und ließ sich dann wieder ins hohe Gras pflatschen! :woohoo: Herzlichen Dank auch, einmal wenn man mit den Nachbarn quatscht und die Kamera gerade nicht schussbereit hat! :S :pinch: :angry:

Aber wenigstens konnte man nun Ohren und Kopf der Großkatze erkennen! Ein Blick auf die Uhr – wir hatten noch Zeit genug bis Torschluss und das Kätzchen würde bestimmt noch einmal aufstehen! Also Motor aus und gewartet! :)



An der Katzenfront zuckte ab uns zu mal ein Schwanz und ein Ohr – sonst herrschte aber eher gepflegte Langweile! :dry:



Einmal wurde auch das Hinterteil keck gen Himmel gereckt – dann abermals gepflegte Langeweile! :unsure:



Zwischenzeitlich waren auch drei Game Drive Fahrzeuge der Singita Lodge eingetroffen, die sich mit den mittlerweile fünf anderen Fahrzeugen vor Ort etwas verkeilten (wir waren alle etwas doof geparkt, da konnten die armen Guides wirklich nichts fürs Verkeilen ;) ) – weswegen wir mal kurz ein paar Meter weiter noch vorne fuhren, um den Autoknoten zu lösen – und in der Hoffnung von weiter vorne etwas mehr von unserem Geparden als Ohren und Schwanzspitze zu erkennen. :)

Und dann passierte etwas ganz Seltsames :blink: . Als wir wieder geparkt waren, zuckte die Schwanzspitze nicht mehr im Gras, sondern hinter einem Busch hin und her :huh: ! Wollte der Gepard uns veräppeln? :blink: Hatte der sich wirklich genau in dem Moment bewegt, als wir uns umstellten? :S Des Rätsels Lösung kam, als plötzlich zwei Schwanzspitzen simultan in die Luft zuckten – das waren tatsächlich zwei Geparde! :woohoo: Und Nr. 2 hinter seinem Busch, bewegte sich sogar … und nun tut es mir leid, aber jetzt musst ihr ein paar Miezekatzenfotos aushalten… :whistle: :whistle: :whistle:

Kaum stand der eine auf, kam auch etwas Bewegung in den anderen, wenn auch zuerst nur gähnender Natur …



Ist das nicht ein Prachtbursche? :)



So schön (verschlafen B) )..



... Herumliegen im Gras macht echt müde :laugh: !



Allerdings schien man etwas publikumsscheu zu sein, denn Nr. 2 ging wieder auf Tauchstation im Gras …



Nr. 1 guckte derweil angestrengt in die Ferne …



… da tauchte im Bild plötzlich noch eine Gepardennase auf! :woohoo:



Wir hatten nicht einen, nicht zwei, - nein – wir hatten tatsächlich drei Geparde gefunden! :woohoo: Wie toll!



Die drei saßen eine ganze Zeit lang wie versteinert vor uns und blickten auf die Grasebene … Zeit genug, damit wir ihnen den Namen „Die drei von der Tankstelle!“ verpassten :laugh: .



Dann beschlossen die herrlichen Kreaturen leider von dannen zu traben…



Aber was für eine Sichtung! Und unsere ersten selbstgepirschten Geparde überhaupt :) (bisher hatten wir Geparde immer nur mit Guide!)!

Beschwingt fuhren wir die restlichen Kilometer nach Satara zurück. Auf dem Weg sahen wir nicht mehr wirklich viele Tiere, aber das war uns jetzt auch sowas von egal. :laugh:

Direkt vor dem Camp gab's dann aber noch eine große Zebraquerung …



Was für ein schöner erster Tag im Krüger – auch wenn uns die Rhinos bisher im Stich gelassen hatten!



Zum Abendessen gab’s in einem der beiden Restaurants Burger und Steak – beides geschmacklich und portionsmäßig ordentlich und vor allem für den Preis völlig angemessen! :) Das befürchtete schlechte Essen können wir daher wirklich nicht bestätigen! Gut gesättigt fielen wir dann auch recht schnell in unser Bett, gespannt was der nächste Tag so bringen würde!

Fazit Satara Restcamp:
Alte und einfache, funktionelle aber sehr saubere Unterkunft mit gar nicht mal so schlechten Betten (die waren echt absolut in Ordnung, da hatten wir wirklich Schlimmeres erwartet). Die Betten waren etwas kurz für einen fast 2 Meter Mann, aber so breit, dass mit ein bisschen Querlegen bequemes Schlafen problemlos möglich war. Zum Verweilen fanden wir die Unterkunft jetzt nicht so einladend, zum Schlafen und Grillen aber für den Preis völlig okay. Hier würden wir jederzeit wieder vorbei schauen! :)

Was der nächste Tag bereit hält?
- Wir suchen weiter nach unseren Nashörnern!
- Elo-tainment noch und nöcher :woohoo:
- Wir tun unser Möglichstes, dass auch bei gefühlten 35 Grad Außentemperatur weihnachtliche Stimmung aufkommt :whistle: B) :whistle:
- und wir fahren raus aus den Krüger und rein ins Sabi Sands Game Reserve

Liebe Grüße
Steffi
Letzte Änderung: 11 Feb 2014 18:27 von Steffi82.
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  • Steffi82 am 05 Feb 2014 20:06
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Kapitel 4
Montag, 24.12. 2013
Krüger Nationalpark (Satara Restcamp) – Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)


oder auch: „I Want a Hippopotamus for Christmas!“

Teil I

Im Jahre 1953 viele tausende Kilometer weit weg im fernen Kanada hatte die damals 10-jährige Gayla Peevey die Weitsicht ein Lied perfekt für unsere Reise im Jahre 2013 zu singen. Was? :blink: Ihr glaubt mir nicht? :huh: Okay nun mag mancher einwerfen, dass das wohl weniger mit Weitsicht, als vielmehr mit Zufall zu tun hat :whistle: – dem kann ich mich tatsächlich auch gar nicht verwehren. B)

Jedoch: Gayla Peevey sang - warum auch immer ;) - bereits 1953 den Soundtrack für unsere Reise!

Denn – und da müsst ihr mir nun wirklich zustimmen! – auch Weihnachten in Südafrika geht gar nicht ohne passende Weihnachtslieder. Und nein, ihr braucht jetzt nicht die Stirn zu runzeln :P , ob des Wörtchens „passend“ – das passende Weihnachtslied gibt es sehr wohl, eben aus dem Jahr 1953 und von besagter Sängerin und es hat den passenden Titel „I want a Hippopotamus for Christmas!“ :woohoo:

Passt wie die Faust aufs Auge oder? Oder besser gesagt: wie das Hippo in den Krüger! ;)

Und so verließen wir an diesem Morgen des 24. Dezembers kurz vor Sonnenaufgang das Camp legten unsere Weihnachts-CD ein und pirschten!

Der wolkenverhangene Himmel zauberte im Sonnenaufgang ein wunderschönes Landschaftspanorama…



An einem Damm in der Nähe von Satara standen Unmengen an Impala und grasten…



Und im Damm: Ja genau … Hippos! :laugh: Wenn man die Tiere im Krüger wirklich nur herbei singen müsste, damit sie erscheinen, wäre das eine ganz fantastische Sache :whistle: … ich kann allerdings berichten, dass dieser Versuch der Tierbeschwörung nur dieses eine Mal geklappt hat: Auf unser Gejaule von „The lion sleeps tonight!“ hat sich dummerweise nie ein Löwe gemeldet… :whistle: :pinch:

Aber zurück zu den Hippos am Damm … da hatte der Junior das recht witzige Problem, dass er sich nicht ins Wasser springen traute…



Irgendwann traute er sich doch … sehr … vorsichtig … ins Wasser zu rutschen und pflatschte dort recht unelegant und immer noch erstaunlich laut hinein … :woohoo:



Was die ganze Wiese voll Impala voller Panik davon springen ließ …



Nachdem der Damm nun Impala-entleert war, fuhren wir langsam an der Teerhauptstraße H 1-3 in Richtung Süden. Tierisch und auch verkehrstechnisch war hier an diesem Morgen nicht so wirklich viel los: Hier und da kreuzte ein Pavian und ein paar Wasserböcke blickten dann und wann zu uns herüber…



Bitte recht freundlich alle miteinander! :)



Und in den Bäumen gähnten die Affen herzhaft! :laugh:



Überhaupt Affen: Die haben uns in diesem Urlaub echt viel Spaß gemacht! Diese hier hatten sich so schnell an uns gewöhnt, dass sie auf einem Baumstamm vor uns ein Müttertreff veranstalteten…



Sind die nicht goldig? :)



Nach den Affen sahen wir dann aber erst einmal für längere Zeit kein Tier … kein einziges … gar nicht … :blink: Da Christian zudem meinte, dass ihn das Fahren auf der Teerstraße etwas langweile, entschieden wir uns, unser Glück auf einer Schotterpiste zu suchen. Doch außer viel Impala war auch dort nicht die Welt los…

Wir fuhren und fuhren, stellten fest, dass „Let it Snow“ nur bedingt zu Weihnachten im Krüger passt :whistle: , und fuhren und fuhren weiter, der Busch wurde immer dichter, wir fuhren und fuhren immer noch weiter … bis wir mal wieder an einem Elefanten vorbei fuhren :woohoo: . Kommando zurück! Alles zurück auf Elefant! :woohoo:

Und da stand er mitten im Busch und guckte uns an! Schöööön!



Wir beschlossen das Kerlchen ein bisschen zu beobachten, stellten jedoch recht schnell fest, dass er nicht alleine unterwegs war. Noch schöner! :) Und als wir da so standen und versuchten die Elefanten im dichten Buschwerk auszumachen, teilte sich keine fünfzehn Meter vor uns das Buschwerk und diese Dame hier stand auf der Straße…



… ein paar Sekunden später die nächste …



Und dann purzelte Elefant nach Elefant aus dem Dickicht: Groß, mittel, klein :woohoo:



Diese Elefantendame beäugte uns kurz etwas misstrauisch, kam aber dann zur Einsicht, dass direkt vor unserem Auto ein hervorragender Platz für ein bisschen Körperpflege war :laugh: …nach Flanke…



Gesicht …



und Ohren (den Elefanten im Krüger scheint sehr an der Pflege ihrer Ohr-Rückseite gelegen, zumindest konnten wir sie recht oft dabei beobachten :cheer: ) …



… waren wir wohl endgültig als harmlos eingestuft worden und es folgte, das bis dato bezauberndste Elefantenverhalten uns gegenüber, was wir je erlebt haben: Die Elefantendame schob ihr kleines Kalb nach vorne vor und fast hatte man das Gefühl, sie wollte es uns präsentieren und damit angeben :woohoo:



Vielleicht war das Ganze aber auch ein kleines „Elefanten 1x1 im Umgang mit Touris“, denn der Kleine wurde von der Mama immer wieder an gestupst, doch in unsere Richtung zu schnuppern…



Immer wieder erschrak er dabei vor seinem eigenem Rüssel, drückte sich schützend an Mama…



… die beruhigend brummelte und ihn geradezu aufmunternd wieder ein bisschen in Richtung Auto schob :woohoo:



Zu diesem Zeitpunkt waren uns die Kinnladen schon auf den Bogen gefallen vor lauter Ehrfurcht und Freude :woohoo: , gemischt mit leichten Anflügen von Panik, wenn das Kleine gar recht nah in unsere Richtung rüsselte :S .



Während der Rest der Herde in aller Seelenruhe hinter den beiden an uns vorbei zog um auf der anderen Seite zu grasen, standen die beiden eine gefühlte Ewigkeit vor uns, bis die Mama schließlich behutsam den Kleinen in Richtung Büsche lenkte…



Nicht ohne sich vorher zu verabschieden :cheer:



Und auch der Kleine hatte einen Gruß für uns übrig! :laugh:



Was für eine Elefanten-Sichtung! :woohoo: Und wir hatten die Tiere ganz für uns alleine gehabt, die ganze Zeit über! Konnte es überhaupt noch besser werden?

Konnte es! Eine fast noch beeindruckendere Elefantensichtung sollte an diesem Tag nämlich noch vor uns liegen! :whistle: Und noch ein paar andere tierische Gesellen …

Mehr dazu dann in den nächsten Teilen ;)

Liebe Grüße
Steffi
Letzte Änderung: 15 Feb 2014 10:26 von Steffi82.
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