THEMA: Und Caracals soll es ja auch geben!
10 Okt 2013 16:22 #307700
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Hallo Ideles,
habe mich mal so klamm heimlich auch mit ins Auto gequetscht. :)
Wird ja spannend, ganz Südafrika in einem Urlaub. Da braucht man nicht ständig Flüge zu buchen?! :silly:
Bin gespannt wie's weiter geht...
VG
cfm
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11 Okt 2013 09:43 #307773
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13. Juli: Mokala National Park – Augrabies Falls National Park

Heute brechen wir um 7:30 von unserem Camp auf und fahren Richtung Lilydale Gate. Nach ca. 2 Stunden verlassen wir den Park und begeben uns auf eine der längsten Fahrstrecken die wir bei dieser Reise vor uns haben. Aber man kann ja auch Stop & Go Baustellen mit Humor nehmen. Besonders wenn man vergessen hat, wie lange unser Zielpark – Augrabies Falls offen hat. Gegen 16:00 kommen wir in Upington an Hier tanken wir auch unser allererstes mal. Nach rund 900km. Wir waren uns schon fast sicher, dass die Tankanzeige hinüber ist, aber kurz vor Upington hat ist sie dann doch zum Leben erwacht. Nach einigem überaus stressigen suchen geht es noch schnell zum einkaufen und wir sind um 17:30 in Augrabies Falls (das Gate hätte eh noch bis 19:00 Uhr offen gehabt).





Auf der Campsite sind nur noch wenige andere Leute – dafür aber, wie wir später noch feststellen sollten, Baboons.



14.Juli: Augrabies Falls National Park


Heute schlafen wir zur Abwechslung einmal aus. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg und gehen den Dassie Trail. Wir sehen nur wenige andere Leute – auf der Campsite ist ausser uns nur mehr eine Gruppe Deutsche.
Den Dassie Trail selbst fand ich eigentlich nett, es war schön zwischendurch wieder einmal die Beine strecken zu können. Er war nicht übermäßig anstrengend, man muss auch keine gewaltingen Höhenmeter überwinden, teilweise kraxelt man ein wenig. Ich habe auch keine Ahnung wie lang wir de facto gebraucht haben. Es war auf alle Fälle lohnenswert, man sieht einige weitere Wasserfälle und kommt bei ziemlich beeindruckenden Aussichtspunkten vorbei.










Nach dem Trail spazieren wir nochmals zu den Fällen selbst. Dort sehen wir auch Dassies, die nicht sofort reissaus nehmen, wenn wir uns nähern.




Am frühen Nachmittag wollen wir uns dann Mittagessen kochen, die Gruppe Deutsche ist derweiln zu einem 4x4 Trail aufgebrochen. Wir denken uns nichts böses und freuen uns sogar noch, dass so viele Baboons am Campingplatz sind und die auch gar nicht so scheu sind. Der Grundgedanke war, dass einer beim Auto bleibt und das Essen bewacht und der andere richtet derweiln zum Kochen her. Ich bewache und denke mir so, es wird doch bestimmt ausreichenm wenn ich mich direkt daneben hinstelle und schon mal die Sachen herausrichte – es reicht nicht aus. Und schon ist ein Packerl Nudeln geschichte. Dieser Affe war höchstens einen halben Meter von mir entfernt und hat sich einen Dreck für meine mehr oder wengier drohenden Gesten interessiert. Die einzige Genugtuung die ich hatte war, dass er, als er unsere Nudeln erbeutet hat, von den anderen verprügelt wurde, die auch ihren Anteil wollten.

Wir haben trotzdem gekocht, die Küche dort hat zwei Eingänge, die auch überaus regelmäßig patrolliert wurden. Zum Glück haben sie unser Dachzelt ignoriert, im Gegensatz zu den Zelten der anderen Camper.

Aber wir haben daraus gelernt und für den restlichen Urlaub waren wir gewappnet: Wenn irgendwo ein Schild ist (bzw. man an der Rezeption schon gewarnt wird), dass man auf sein Essen aufpassen soll, dann meinen die das auch so.
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12 Okt 2013 11:08 #307924
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15.Juli: Augrabies Falls National Park – Kalahari Transfrontier National Park

Bis jetzt war unser Navi auch bei den Zeitangaben ziemlich akkurat – und nun behauptet es, dass wir 9 Stunden nach Two Rivers brauchen werden. Wir haben also in aller herrgottsfrühe gefrühstückt, das Zelt abgebaut (ich werde immer besser darin, wenn es in der Früh nur nicht so verdammt kalt währe) und sind zurück nach Upington. Dort haben wir, bei dem uns mittlerweile wohlbekannten Pick & Pay (und dem uns wohlbekannten Parkwächter) eingekauft, haben bei der uns wohlbekannten Tankstelle noch ein letztes mal vor dem Park getankt und sind los zum KTP, den Schildern folgend (das erste haben wir in Upington gesehen). Die Straße ist asphaltiert, und man kommt auch nicht bei weiß Gott was für Kreuzungen vorbei, nichtsdestotrotz passieren wir so alle 50km ein Schild : KTP 200 km.

Nach ca. 1,5 Stunden (wir waren also ziemlich genau zwischen Upington und unserem Ziel) plötzlich in betont ruhigen Tonfall: „Schlag einmal das Benutzerhandbuch auf und schau nach was dieses Warnlicht da bedeutet!“. Wie das Handbuch nach einigem Suchen uns mitteilte, gibt es ein Problem irgedwo in unserem Dieselmotor und es weißt uns an, den nächsten Toyota-Dealer aufzusuchen. Wir beschließen einfach in Two Rivers nachzufragen und fahren etwas weniger fröhlich zum Park.

Nach insgesamt etwa 4,5 Stunden (also die Hälfte von dem was das Navi behauptete – es ist ja auch schon ein wenig betagt) kommen wir beim Gate an. Vorbildlich wie wir sind (und top informiert), erledigen wir auch alles um in Mata-Mata dann nach Namibia ausreisen zu können. Und wir bekommen auch unser Permit-Heftchen.

In Two Rivers werden wir erstmals zur Werkstatt dirigiert, wo man uns überzeugend erklärt, dass wir einen neuen Dieselfilter brauchen. Also alles nicht so tragisch wie befürchtet – es scheint wohl häufiger vorzukommen.

Wir haben noch ca. 1,5 Stunden Zeit bis zum Gateschluss (um 17:00) und fahren noch eine kleine Runde. Und freuen uns dabei wie die Schneekönige dass wir endlich einen Schakal sehen. Wir hatten ja keine Ahnung, dass die hire im KTP nicht so wahnsinnig selten sind.







Die Landschaft gefällt uns hier sehr gut, es ist natürlich wieder etwas völlig anderes als in Augrabies Falls.


16.Juli : KTP


Heute steht im wesentlichen die Fahrt von Two Rivers nach Nossob auf dem Programm. In Two Rivers war es in der Nacht eiskalt, eigentlich normal für die Jahreszeit, aber es war wohl die kälteste Nacht auf unserer Reise.
Der Wunsch heute lautet: Eine Katze. Hätten wir vielleicht präziser ausdrücken sollen. Etwa eine Stunde nachdem wir das Camp verlassen haben kreuzt vor uns eine African Wildcat die Straße, posiert kurz im Gebüsch und ist wieder weg. Das wars dann auch schon mit den Katzensichtungen für den restlichen Tag.









Einige Zeit später sehen wir ein Auto parken, wir fragen natürlich was los ist: 3 Geparden liegen unter dem Baum dort hinten…Aber man sieht sie nur, wenn sie geraden den Kopf heben – also wir sahen sie nicht, auch nicht innerhalb der nächsten Stunde intensivsten Baumbewachens.





Etwas frustriert, die letzten Kilometer vor Nossob ein wenig rumpelig, kommen wir am späten Nachmittag in Nossob an. Wir buchen auch gleich eine Sunset-Drive für den nächsten Abend, richten uns auf der Campsite ein und grillen zur Abwechslung einmal nicht - es gibt Pfannenpizza.
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12 Okt 2013 11:36 #307928
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Hallo Ideles,

ja mit den Katzen isrt das so eine Sache. Mal sieht man 18 Löwen an einem Nachmittag :whistle: , dann wieder ewig lange nichts. :pinch:

Zwei Fragen hätte ich heute. Wo gabs den Uhu/Eule zu sehen? Nossob?
Und könntest Du bitte das Pizza-Rezept hier veröffentlichen? Mal ein wenig kulinarische Abwechslung auf safari ist auch nicht schlecht. Merci. :-)

VG
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13 Okt 2013 20:10 #308092
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So...oute mich nun auch als Mitleser :laugh:
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, vor allem audf die Tage im KTP - waren wir doch einen Monat später selber dort :)

Gruß Annika
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14 Okt 2013 14:36 #308159
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Hallo
Zwei Fragen hätte ich heute. Wo gabs den Uhu/Eule zu sehen? Nossob?
Und könntest Du bitte das Pizza-Rezept hier veröffentlichen? Mal ein wenig kulinarische Abwechslung auf safari ist auch nicht schlecht. Merci. :-)

ich glaube der Vogel (sollte eine Spotted Eagle Owl sein, wenn ich nicht irre) war ein paar Kilometer vor Nossob

ein richtiges Rezept kann ich auch nicht liefern, das Prinzip lautet oft: was man halt gerade da hat, aber ich versuchs mal:
man nehme:

-Mehl und Backpulver (oder gleich self raising flour)
-Wasser
-Salz
-Zwiebel
-Dosentomaten
-Gewürze (ital. Kräuter /Oregano/Basilikum oÄ)
-Öl für die Pfanne
-was man so auf die Pizza drauftun möchte

Ca. 300g Mehl (und Backpulver) werden mit Wasser (wieviel kommt ein wenig aufs Mehl an, vielleicht 150-250ml?) und ein wenig Salz zu einem klebrigen, nicht flüssigen Teig verarbeiten.

Wenn man Zeit und die Muße hat, brät man vorher in einem Topf die kleingeschnittene Zwiebel in Öl an, gibt die Dose Tomaten dazu und schmeckt die Sauce mit Salz und Kräutern (Chili ist hier auch ganz gut) ab.

Man gibt ein wenig Öl in die Pfanne, pazt Teig hinein, so dass der Boden so höchstens 1/2 cm dick bedeckt ist und stellt das ganze auf den Gaskocher/ins Feuer bis die Unterseite anfängt sich braun zu färben. Dann dreht man den Teigfladen um.

Hat man einen Sauce gemacht, tut man die jetzt auf die angebräunte Teigseite. Hat man keine, kann man die Tomaten auch einfach so drauftun (und die Kräuter und die Zwiebeln).

Dann kommen die restlichen Zutaten auf die Pizza. Das ganze lässt man stehen, bis der Belag ebenfalls warm ist (wenn man Käse auf der Pizza hat, stand in dem Rezept, dass er besser schmilzt, wenn man die Pfanne zudeckt - kann ich nicht beurteilen, ich hasse Käse und daher haben wir das nicht ausprobiert) - man sollte nur aufpassen, dass der Boden nicht anbrennt.

Es werden so 3-4 Pizzen (je nach Pfanne natürlich), für uns zu zweit hat es ganz gut gepasst.



So, den Bericht werde ich dann später vortsetzen

lg Ideles
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