THEMA: Reisebericht: Wo sind all die Elefanten hin?
01 Sep 2012 13:40 #251733
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Hallo Casimodo,

danke für das Lob, ich freu ich, dass Dir unser Reisebericht (ich schreibe und Micha liest Korrektur)gefällt.
Wenn wir im Mapungubwe nicht kurz vor Schluss noch Elefanten gesehen hätten, hätte ich den Glauben daran wohl ganz verloren. Aber ab dem Kruger hat sich das Elefantenthema ja dann äußerst positiv gelöst, siehe die heutige Fortsetzung.

Viele Grüße
Susanne
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01 Sep 2012 13:47 #251735
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03.08.2012 – Kruger NP, Camp Mopani oder endlich Elefanten!

Heute Morgen war der Himmel beim Aufstehen wieder strahlend blau und versprach einen sonnigen und warmen Tag.
Wir frühstückten wieder in Ruhe, da wir vor der Fahrt Richtung Phalaborwa Gate zunächst nochmals im Vodaphone Shop in der Tzaneen Mall vorbeischauen wollten. Der Shop öffnet aber erst um 09.30h. Kurz danach waren wir dann auch tatsächlich dort und legten uns für die restlichen zwei Wochen unseres Urlaubs 250MB an Datentarif zu. Mit der Versicherung, dass wir die Karte einfach nur in den Stick einlegen müssten und alles andere von selbst funktionieren würde, gingen wir wieder zum Auto.

Weil sich das alles zu einfach anhörte, um wahr zu sein, probierten wir das gleich mal aus. Und – es tat sich natürlich absolut nichts. Also wieder rein in die Mall. Da der Vodaphone-Shop vorhin schon ziemlich voll war und wir nicht ewig warten wollen, probierten wir unser Glück in einem PC-Laden. Der Mitarbeiter dort fummelte ungefähr 10 min an unserem Tablet herum und präsentierte uns dann stolz einen funktionierenden Zugang. Als wir ihn bezahlen wollte, winkte er nur ab und wünschte und noch einen schönen Urlaub…:)

Endlich konnten wir uns auf den Weg in den Kruger machen. Gegen 11:30h Uhr kamen wir nach ca. 120 km Fahrt am Phalaborwa Gate an. Schon auf dem Parkplatz erhielten wir das Formular, das man ausgefüllt zum Permiterhalt abgeben muss. Mit deutscher Gründlichkeit füllten wir das natürlich auch schon ordentlich aus, bevor wir uns in der Schlange anstellten. Alle anderen vor uns füllten es natürlich erst am Schalter aus, mancher wusste dann seine Autonummer nicht und musste wieder rauslaufen – so kann man auch künstlich eine Warteschlange erzeugen.

Nachdem uns Mara davon überzeugt hatte, dass man ausnahmsweise den Nachtisch auch vor dem Mittagessen zu sich nehmen kann und glücklich mit einem Eis im Auto sass, konnten wir endlich in den Park fahren.

Wir entschieden uns dafür, zunächst beim Sable Overnight Hide vorbeizuschauen. Dort hatten wir 2008 sehr viele Tiere gesehen. Außerdem lag der Masorini Picknickplatz gleich in der Nähe. Kurz nach dem Abzweig auf die S 21 hatten wir auch schon unsere erste Tierbegegnung: Büffel.
Ich gebe zu, dass ich zu Büffeln ein zwiespältiges Verhältnis habe. Die ersten Sichtungen begeistern mich immer total und irgendwann denke ich dann aber nur noch „Kühe“, wenn ich welche sehe…
Jetzt war jedenfalls noch Begeisterung angesagt.





Kurz danach standen mehrere Autos an Rand. Alles schaute suchend in den Busch. Als wir fragten, wurde uns erklärt, dass hier bis vor kurzem mehrere Löwen gelegen hätten. Jetzt seien sie aber wohl anscheinend Richtung Wasser weitergezogen, zumindest wäre hier im Moment nichts zu sehen. Schade, das wäre es natürlich gewesen. Gerade mal eine halbe Stunde im Park und schon die ersten Löwen gesehen. Wir fuhren den Weg noch ein Stück sehr langsam entlang, aber die Löwen blieben verschwunden.

Am Hide war kaum etwas los. Lediglich ein paar Impalas standen in Wassernähe.




Wir machten uns daher recht bald wieder auf den Weg zum Picknickplatz. Als wir am Masorini Wasserloch vorbeifuhren, standen sie auf einmal da: Elefanten! Endlich! Und gleich mehrere Tiere!




Mara war total begeistert. Das war schon etwas anderes als die einsamen Elefantenbullen im Pilanesberg NP. Nach einer Weile fuhren wir weiter zum Masorini Picknickplatz und verspeisten unser Mittagessen: Salamibrötchen und zum Nachtisch Mandarinen. Irgendwie seltsam dieser Mandarinengeruch bei über 25°C Außentemperatur…;)

Während des Essens konnten wir durch die Büsche beobachten, wie die Elefanten wieder vom Wasserloch abzogen. Als wir wieder im Auto saßen und an der Abbiegung zur H9 standen, kamen gerade noch zwei Tiere aus dem Busch, direkt seitlich auf Emma zu. Der Abstand betrug ungefähr noch 10m. Dem vorderen Elefant missfiel es offensichtlich sehr, dass wir ihm im Weg standen. Er wedelte heftig mit den Ohren und trompetete laut. Mara verfolgte das alles mit offenem Mund, während Micha eilends dafür sorgte, dass wir aus dem Weg kamen.:ohmy:

Zwischen dem Masorini und dem Erfplaas Wasserloch gab es einen Weg, der lediglich für Fahrzeuge mit höherem Bodenabstand gekennzeichnet war. Allerdings war der auf unserer Karte von 2008 noch nicht eintragen. Micha machte sich Hoffnung auf eine „Hoppelstrecke“ und wollte ihn unbedingt fahren. Ich war dagegen, da wir ja keine Ahnung hatten, wohin der Weg führen würde. Zähneknirschend gab Micha nach. Als sich anhand der später gekauften aktuellen Karte von 2012 herausstellte, dass das Ganze tatsächlich eine passende Strecke gewesen wäre, durfte ich mir einiges anhören…:whistle:

So fuhren wir weiter auf der H9, bis die Abzweigung auf die S 132, später S133 kam. Nach unseren ersten Sichtungserfolgen sah es nun wieder ziemlich mau aus, aber das mag auch an der Uhrzeit gelegen haben. Ohne größere Aufenthalte erreichten wir die H14 und überquerten den Letaba. Dort sahen wir einige Wasserböcke grasen. Weiter ging es Richtung Norden bis zur H1-6. Am Confluence Lookout machen wir einen kurzen Zwischenstopp. Dort war allerdings statt viel Wasser nur eine kleine Pfütze zu sehen. Danach beschlossen wir, jetzt erst einmal ins Camp zu fahren. Dort kamen wir gegen viertel vor drei an.

Als mir die Rezeptionistin unseren Bungalow auf der Karte markierte, schwante mir schon böses, aber ich war nicht geistesgegenwärtig genug, sofort zu protestieren. Sie hatte uns die Nr. 16 zugewiesen, den Bungalow, an dem der gesamte Verkehr des Camps vorbeiführt. Nachdem wir uns die Lage angeschaut hatten, beschlossen wir, einen Tausch zu versuchen. Nachdem wir versichert hatten, im Haus selbst nichts angerührt zu haben, konnten wir den Schlüssel glücklicherweise gegen Nr. 40 tauschen, der um einiges ruhiger liegt.

Wir hatten einen Bungalow für 4 Personen gebucht, das zweite Zimmer mit Stockbett. Alles war Kruger typisch natürlich alles ziemlich eng, aber Mara freute sich wieder sehr, zumindest ein bisschen Platz für sich alleine zu haben. Wirklich nervig fand ich lediglich, dass es in der Küche kein Spülmittel gab und auch auf unsere Bitte hin keines organisiert wurde. Das haben wir in keinem anderen Camp erlebt. Also spülten wir eben mit Maras Duschgel…




Da Mara heute den Mittagsschlaf hatte ausfallen lassen und daher erfahrungsgemäß spätestens gegen sieben ins Bett will, entschlossen wir uns, den Rest des Tages im Camp zu verbringen und früh zu Abend zu essen. Zur Abwechslung gab es Pasta mit Tomatensauce.

Wir saßen danach zu zweit noch einige Zeit auf der Terrasse. Die wunderbare Ruhe im Busch wollte sich allerdings nicht einstellen, dafür war es rings um uns einfach viel zu laut. Irgendwo wurde eine Party gefeiert. Nun ja, die Nachteile eines Main Camps. Nächstes Mal werden wir uns wohl für die Bush Camps entscheiden.
Letzte Änderung: 18 Jul 2013 07:14 von mamba29.
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03 Sep 2012 18:27 #252117
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04.08.2012: Rund um Mopani oder der Tag des Büffels

Am nächsten Morgen packten wir neben der Fotoausrüstung auch unsere Dreckwäsche ins Auto, wir wollten direkt nach dem Gamedrive zur Wäscherei rüberfahren.

Wir entschieden uns dafür, auf der H1-6 weiter nach Norden zu fahren, um dann am Top of Capricorn caim auf die S144/S143 abzubiegen. Große Erwartungen hatten wir angesichts doch sehr buschigen Landschaft nicht wirklich. Mopani schien nicht so ganz unser Ding zu sein. Es ging dann aber gleich relativ erfolgreich los, wir sahen kurz nach dem Start aus dem Camp mehrere Giraffen und Büffel. Dann kam erst mal wieder lange nichts. Kurz vor dem Tihongonyeni Wasserloch entdeckten wir die ersten Tsessebe-Antilopen. Als wir wenig später das Wasserloch erreichten, konnten wir uns über eine rege Tierwelt freuen: Zunächst waren wenige Zebras, eine Tsessebe-Antilope sowie eine Roan-Antilope zu sehen. Kurz darauf kamen ein Sekretär dazu und einige Zeit später drei Schabraken-Schakale, die rund um das Wasserloch miteinander fangen spielen. Zum Schluss tauchten noch zwei anscheinend miteinander rivalisieren Zebraherden auf, die immer wieder versuchten, einander zu verjagen.







Weiter ging es an einem offenbar recht frisch abgebrannten Stück vorbei, das noch leise vor sich hinkokelte. Mitten hindurch spazierte ein weiterer Sekretär. Kurz darauf sahen wir noch ein Steinböckchen,eine Manguste und einen Hornraben.
Da wir dieses Mal ein weisses Auto hatten, hat uns der Hornrabe in Ruhe gelassen. Im letzen Urlaub mit rotem Polo hatten die lieben Tiere angefangen, am Auto herumzupicken...:angry:





Als wir auf der S50 am Wasserloch Nshawu No. 3 stoppten, sahen wir zwar keine Tiere, aber mehrere junge Südafrikaner, die versuchten, ihren mit dem Hinterrad im Matsch steckengebliebenen Renault wieder flott zu bekommen. Da wir natürlich kein Abschleppseil an Bord hatten, konnte Emma nicht weiterhelfen. Auf einen Rancher warten wollten sie auch nicht unbedingt. Kurz entschlossen stieg Micha trotz Maras leicht panischem „Nein, Papa, man darf hier nicht aussteigen!“ aus dem Auto und half den Jungs, das Auto aus dem Matsch zu schieben. Das ging glücklicherweise innerhalb von kürzester Zeit. :woohoo:

Vorbei am zu diesem Zeitpunkt leeren Mooiplaas Wasserloch erreichten wir den Mooiplaas Picknickplatz, wo wir gegen halb zehn endlich frühstückten. Mara hatte sich unterwegs schon mit einem Joghurt und einem Müsliriegel versorgt.
Der Picknickplatz ist recht schön angelegt. Es gibt einige Bäume, die Schatten spenden. Die Vogelbelästigung durch Tokos und Glanzstare während des Essens hielt sich noch in Grenzen, da haben wir im Laufe der Reise noch weitaus schlimmeres erlebt. Affen waren erfreulicherweise keine zu sehen, dafür gab es massenhaft Eichhörnchen. Aber die haben es ja wenigstens nicht aufs Essen abgesehen.
Danach schauten wir noch kurz am Fluss vorbei und beobachteten einige Vögel.





Anschließend ging es weiter zum Pionieer Hide, wo wir zu Maras großer Freude endlich wieder Hippos sichteten. Außerdem gab es einige Krokodile zu sehen.





Danach fuhren wir ins Camp zurück und wollten endlich unsere Wäsche waschen. Das wurde leider nichts, da beide Maschinen besetzt waren und nicht ersichtlich war, wann diese fertig sein würden. Den Nachmittag mit Warten dort verbringen wollten wir dann auch nicht.
Also wusch ich einen Teil der Sachen von Hand aus. Als Wäscheleine kam der Transportspanngurt des Kindersitzes zum Einsatz, der im Laufe der Reise auch noch als Kühlschranksicherung vor den Affen gedient hat. Außerdem wurde die Leiter des Hochbetts umfunktioniert…
Danach gönnten wir uns alle erst mal eine ruhige Mittagspause.

Am späten Nachmittag starteten wir erneut zum Gamedrive. Geplant hatten wir, vorbei am Mooiplaas Wasserloch das Dreieck S50/S49 zu fahren. Mara war aber von unserem Besuch am Pionieer Hide so begeistert gewesen, dass sie da unbedingt nochmals hinwollte. Dieses Mal hatten wir das Glück, dass sich die Hippos relativ nahe an der Brücke aufhielten. Wir mussten also gar nicht bis zum Hide fahren und dort aussteigen, sondern konnten sie schon von der Brücke aus gut beobachten. Als Mara die Weiterfahrt genehmigt hatte, fuhren wir endlich richtig Mooiplaas. Kurz bevor wir am Wasserloch ankamen, wunderten wir uns schon über die großen Mengen Staub in der Luft. Dann sahen wir den Grund: Büffel. Und zwar eine riesige Herde. So viele Tiere auf einmal hatten wir vorher noch nie gesehen. Es war ein absolut unglaubliches Bild.






Letzte Änderung: 18 Jul 2013 07:14 von mamba29.
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03 Sep 2012 18:30 #252118
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Mitten in der Büffelherde stand noch ein einsamer Elefant, der sich angesicht der wirklich riesigen Menge an Büffeln nicht so ganz wohlgefühlt haben muss…







Nachdem wir längere Zeit am Wasserloch geblieben waren, entschieden wir uns, jetzt die geplante Runde zu fahren und danach nochmals an Wasserloch zu fahren. Unterwegs war allerdings absolut nichts Aufregendes zu entdecken. Gegen viertel nach fünf waren wir wieder am Wasserloch und warteten dort auf den Sonnenuntergang.








Nachdem wir kurz vor sechs wieder im Camp angekommen waren, entschieden wir uns, heute auf das Kochen zu verzichten und das Restaurant von Mopani zu testen. Die Karte entspricht dem Standardangebot, das es in den meisten Camps gibt. Wir entschieden uns für einen Grillteller und Mara mal wieder für Würstchen mit Pommes. Das Restaurant in Mopani ist ein reines Außenrestaurant, das abends nicht allzu gut beleuchtet ist. Wer Wert darauf legt, sein Essen genau zu sehen, sollte eine Stirnlampe zum Essen mitbringen. Wir haben uns mit Kerzenlicht begnügt.

Danach machten wir zu Maras großer Freude eine kleine Taschenlampenwanderung durch das Camp bis zu unserem Bungalow. Nachdem ich auch an diesem Abend schnell wieder unsere Koffer und Taschen so weit als möglich zusammengepackt hatte, beendeten wir diesen Abend noch mit einem gemütlichen Savanna auf der Terrasse und anschließend einem guten Buch im Bett. Zuvor hatten wir noch kurz besprochen hatten, wie wir morgen weiter nach Olifants fahren wollten.

Fazit Mopani: Die Umgebung von Mopani hat ihren bei uns nicht allzu guten ersten Eindruck am zweiten Tag eindeutig wiederlegt. Sowohl der Morning Drive mit unseren Sichtungen am Tihongonyeni Wasserloch als auch der Evening Drive mit der Büffelherde am Mooiplaas Wasserloch waren ein tolles Erlebnis. Lediglich das Camp hat uns nicht überzeugt. Zu groß, zu laut, zu eng bebaut. Bei unserem nächsten Kruger Besuch werden wir auf die Annehmlichkeiten von Shop und Restaurant verzichten (und Maras Eisvorrat so mitführen..) und in Buschcamps übernachten.
Letzte Änderung: 18 Jul 2013 07:15 von mamba29.
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04 Sep 2012 05:23 #252166
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Liebe Susanne,
schön, dass Du so fleißig schreibst, da kriege ich noch viel mit bevor es losgeht bei uns!
Die Bilder sind so schön, v.a. das mit dem Elefanten zwischen den Büffeln, Wahnsinn! Und auch die Sonnenuntergangsbilder sind toll.
Ich kann Mara sehr gut verstehen, ich hoffe auch auf viele, viele Hippos :woohoo:
Liebe Grüße, Alexa
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05 Sep 2012 18:59 #252524
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05.08.2012: Auf dem Weg nach Olifants oder der Hippotag

Mara wachte am nächsten Morgen wieder um kurz nach halb sechs mit der Frage auf, wann wir denn wieder Tiere gucken gehen würden.:)

Also zogen wir uns zügig an, beluden Emma und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Etappenziel Olifants. 2008 hatten wir in Olifants lediglich gefrühstückt, als wir auf dem Weg von Satara nach Letaba waren. Nachdem wir das Camp damals sehr hübsch gefunden hatten, haben wir hier auf dieser Reise ebenfalls zwei Nächte eingeplant.

Zunächst fuhren wir auf der Teerstraße H1-6 Richtung Letaba. Allerdings kamen wir nicht besonders weit, das sich wenige Kilometer nach Mopani ein Stau bildete. Ihr ahnt es wahrscheinlich schon: Die Büffelherde von gestern hatte ihr Nachtquartier am Wasserloch abgeschlagen und zog weiter. Und das in aller Seelen- und Gemütsruhe über die Straße. Manche der lieben Tierchen blieben auch mitten auf der Straße stehen und beobachteten interessiert die Autos um sie herum. Wir standen ungefähr an 5. Stelle in der Schlange und beobachteten nach einer Weile nicht mehr die Büffel, sondern das Verhalten der Autofahrer. Der an zweiter Stelle schien es nämlich ungeheuer eilig zu haben und nötigte das vor ihm stehende Fahrzeug, immer weiter auf die Tiere zuzufahren. Um an ihm vorbeizufahren und die Sache selbst anzugehen, fehlte ihm aber anscheinend der Mut. Nach ungefähr einer halben Stunde zentimeterweisem Vorrücken fasste sich der Vordermann dann ein Herz und fuhr vorsichtlich auf die Büffel zu, die auch freundlich Platz machten. Angesichts der Größe der Herde hätten wir bei weiterem Warten hier wohl den Vormittag verbringen können…





Danach ging es ohne weitere Zwischenfälle nach Letaba. Unterwegs sahen wir noch einen Elefanten, ein Kudu mit Baby, Wasserböcke am und im Fluss sowie einen Strauß. Kurz vor Letaba spazierte dann noch eine Giraffe über die Straße.






Wir entschieden uns dazu, in Letaba Frühstückpause zu machen und steuerten die Day Visitor Area an, die etwas außerhalb von Letaba liegt und durch einen Steg mit dem Camp verbunden ist. Es gibt sogar einen separaten Pool, der allerdings 10R Eintritt kostet. Der Picknickplatz ist schön und schattig angelegt. Gasgrills hätte man für 19R mieten können, wir hatten uns allerdings für ein Continental Breakfast mit Brot und Marmelade entschieden.

Der Picknickplatz war vogel- und affenfrei. Es spazierten lediglich zwei Buschböcke durch die Gegend, die sich aber nicht für unser Essen interessierten. Zurück am Auto entledigten wir uns unserer wärmeren Kleidungsschicht. Die Temperatur hatte merklich zugenommen, es war gegen zehn Uhr schon ziemlich heiß.

Nach Letaba bogen wir auf die S46/S93 am Letaba-Fluss entlang Richtung Olifants Lookout ein. Diese Strecke waren wir 2008 schon mit einem Polo gefahren und hatten angesichts der teilweise recht heftigen Bodenwellen/Löchern an den Flussloops wenig Spaß daran. Mit Emma sollte das nun anders werden. Sie schaffte es natürlich spielend durch die Unebenheiten, so dass Micha und Mara wieder viel Spaß hatten.;)

Unterwegs sahen wir zunächst jede Menge Hippos. Laut den Angaben auf unserer Kruger Karte gibt es im Park ungefähr 3100 Tiere. Nach dieser Strecke hatten wir das Gefühl, mindestens die Hälfte davon gesehen zu haben.




Daneben konnten wir noch einige Elefanten, Wasservögel und eine Giraffe beobachten.



Als wir am Olifants Lookout gegen kurz vor ein Uhr ausstiegen, wollten wir die Autotüren gleich wieder zumachen. Es war für winterliche Verhältnisse unglaublich heiß. Natürlich sind wir trotzdem ausgestiegen und konnten uns auch gleich an einer Elefantenherde erfreuen, die den Wasserflecken nach zu urteilen gerade von einer Badeparty am Fluss gekommen war. Aber auch ohne Elefanten ist der Blick auf den Olifants Fluss ein wirklich toller Anblick.






Auf den Elefantenbildern sind übrigens noch ziemlich viele entwurzelte Bäume u.ä. vom Hochwasser zu Beginn des Jahres zu sehen. Gerade in der Gegend um Olifants scheint es besonders extrem gewesen zu sein. Hier sind uns noch die meisten Überreste davon aufgefallen.


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