THEMA: Verfolgt, beklaut und umkreist, dennoch ...
16 Okt 2011 18:15 #209097
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  • Sanne am 16 Okt 2011 18:15
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Liebe chrissie,

mach mal bitte schnell weiter - bin doch schon so neugierig, was Ihr von Mapungubwe berichtet ;)

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
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17 Okt 2011 09:15 #209155
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  • chrissie am 17 Okt 2011 09:15
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Es freut mich, dass ihr weiterhin "bei der Stange bleibt". Das spornt mich an, den RB möglichst schnell fortzusetzen :). Ich hatte während der Reise Tagebuch geschrieben, deshalb ist der Text nicht das Problem, jedoch die Fotos: sich zu entscheiden, welche man nimmt und dann muss ich gerade von Mapungubwe sie leider etwas bearbeiten, weil sie so blass geworden sind (Tipps, was ich beim Fotografieren falsch gemacht habe, werden gerne entgegen genommen)
casimodo schrieb:
Hallo Chrissie,

Danke für den wertvollen Tip mit dem Zelt in Tlopi. Wir haben im März nächsten Jahres drei Nächte dort gebucht und werden SanParks nochmal anmailen.

Viele Grüße
Carsten

Schön, dass dir mein Bericht nützlich ist. Ich habe deinen RB nämlich auch verschlungen.

@ Sanne
Soviel schon vorweg: Von Mapungubwe haben wir nur Gutes zu berichten, besonders der TreeTopHide hat es uns angetan
Gruss Chrissie
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Letzte Änderung: 17 Okt 2011 10:54 von chrissie.
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17 Okt 2011 17:14 #209246
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  • Ina am 17 Okt 2011 17:14
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Liebe Chrissie,

auch ich habe jetzt Deinen super Bericht entdeckt. VIELEN DANK! Du bist ja wirklich fix.
Ich bin schon auf die Fortsetzung(en) gespannt.

Bis bald beim Berliner Treffen. Ich freu mich schon
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika:
www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
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17 Okt 2011 18:40 #209256
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  • chrissie am 17 Okt 2011 09:15
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Montag, Marakele NP – Mapungubwe NP
Auch diese Nacht war wieder sehr windig, die Zeltplanen raschelten lautstark aneinander. Immer wieder haben wir das Gefühl, dass Fledermäuse ihre Runden in unserem Zelt bzw. im Zwischenraum des Innen- und Außenzeltes drehen wie letztes Jahr im Letaba-Camp im Krüger NP. Als wir morgens das Zelt von außen inspizieren, stellen wir fest, dass es offensichtlich doch nur der Wind war. Als wir aufstehen, ein Kronenducker steht grasend nah an unserem Zelt, am Wasserloch sind Hagedasch-Ibisse und Nilgänse. Als drei Kuhreiher angeflogen kommen, versuchen Gänse sie zu vertreiben. Etwas später versuchen die Ibisse das Gleiche, aber die Reiher fliegen nur kurz auf.
Unser Leichtsinn, dass Toastbrot auf dem Tisch kurz aus den Augen zu lassen, wird bestraft: Eine Grünmeerkatze ergattert sich ihr Frühstück. Als Fahndungsfoto taugt es nicht, aber als Beweis B)



Gerne wären wir noch einen Tag länger geblieben, aber so machen wir uns um auf dem Weg zum Mapungubwe Nationalpark. Auf dem Weg zum Gate sehen wir noch Bärenpaviane, eine Giraffe und kurz vor dem Ausgang Warzenschweine



20 Minuten nach Verlassen des Parks sind wir in Thabazimbi. Benzin war auch schon mal preiswerter: 10,4 Rand/Liter –ok im Vergleich zu daheim ist das günstig. Bei Pick & Pay stocken wir unsere Vorräte auf und weiter geht es Richtung Lephalale. Zuerst ist die Straße wunderbar zu befahren, doch hinter Lephalale häufen sich die Baustellen, an denen wir jedoch zügig vorbei kommen. Unangenehm wird es erst hinter dem Abzweig zum Grenzübergang Grobler’s bridge: Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Kurz vor Swartwater steht der erste größere Baobab. Uns knurrt inzwischen der Magen und besonders mich drückt die Blase. „Picknickplätze“ kommen nun gar nicht mehr, so dass wir uns einfach an einen halbwegs geeigneten Platz am Straßenrand stellen. Fliegen verleiden uns das Essen. Bis auf Baobabs ist die Landschaft sehr eintönig und die Strecke zieht sich. Kurz vor Alldays geraten wir in eine Polizeikontrolle, aber nachdem Christian seinen Internationalen Führerschein gezeigt hat, können wir weiterfahren. Im Ort tanken wir sicherheitshalber noch mal auf. Gegen 15:00 h erreichen wir Mapungubwe. Vom Parkeingang bis zum Leokwe Camp sind es 14 km. Die ersten Tiere, die wir sehen, sind Oryx. Kurz vor dem Camp äst eine Giraffe. Die Landschaft ist wunderschön: felsig, viele Baobabs.



Unser Cottage wirkt riesig: Wohnküche mit Mikrowelle, Toaster, TV, Veranda, großes Schlafzimmer, Bad und Außendusche.









Später machen wir uns auf zur ersten Erkundungstour: Impalas, eine Steinantilope (steenbok) auf einem Felsen und als Highlight können wir Elefanten beobachten, wie sie über einen Zaun steigen. Es ist beeindruckend, wie vorsichtig und gar nicht tollpatschig die grauen Riesen den Elektrozaun übersteigen. Am Confluence Lookout stören wir Klippschliefer, die schnell vor uns flüchten. Am Lookout gibt es sowohl einen Sonnenaufgang- als auch –untergangdeck. Dazwischen sind zwei weitere Decks, auf denen Bänke stehen. Bis auf eine Gruppe Schwarzer sind wir allein.









Auf dem Heimweg sehen wir noch einen Klippschliefer im Baum, mehrere scheue Zebras sowie eine Giraffe.





Christian hat heute keine Lust, den Grill anzuwerfen. Das trifft sich gut, ich hatte auch schon gedacht, ob es sich lohnt. So verspeisen wir nur ein paar Scheiben Toast. Anschließend schauen wir uns die ersten Fotos an.
Tageskilometer: 468
ÜN: Leokwe Camp
Gruss Chrissie
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18 Okt 2011 07:10 #209284
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  • BriZA am 18 Okt 2011 07:10
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Liebe Chrissie,
verfolge gespannt Deinen informativen Bericht. Wir haben Marakele und Mapungubwe nächstes Jahr auch im Programm und ich verschlinge mit Vorfreude Text und schöne Bilder.
Bitte schreib´ bald weiter.

LG,
BriZA
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18 Okt 2011 17:26 #209394
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BriZA schrieb:
Bitte schreib´ bald weiter.
LG,
BriZA

Dein Wunsch ist mir Befehl B)

Dienstag, Mapungubwe NP
Als der Wecker klingelt, können wir vom Bett den Sonnenaufgang beobachten. Nach einer ersten Tasse Tee bzw. Kaffee geht es um 06:30 h los an Zebras und Gnus vorbei zum Tree Top Walk, wo wir eine gute Stunde verbringen:







Ein Graufischer ist erfolgreich beim Sturzflug ins Wasser und verspeist anschließend einen kleinen Fisch.



Nicht ganz so spektakulär sind Waffenkiebitze, Hagedasch-Ibis und Nilgänse anzusehen. Auf der Weiterfahrt zum Confluence Lookout sehen wir Giraffen und ein Eland, leider nicht in fotografischer Reichweite. Auch am Lookout verweilen wir ein Weilchen und sehen in weiter Entfernung eine kleine Gruppe, wahrscheinlich beim Morning Walk.



Nach dem Frühstück schauen wir uns den Pool an, der sich schön in die Felsenlandschaft einpasst. Noch ist das Wasser a…kalt, so dass wir die Zeit lieber auf unserer Terrasse genießen, bevor wir erneut um Treetop Hide aufbrechen. Wir sehen dort in weiter Entfernung einen Elefanten und wünschen uns, er würde bei uns unter dem Boardwalk vorbeilaufen. Auf die anwesenden Bärenpaviane kann Christian verzichten. Den schönen Weißstirnspint lasse ich mir nicht entgehen:



Danach fahren wir zum Gate, da wir uns für einen weiteren Versuch zur Nachtsafari entschlossen haben. Bisher waren unsere diesbezüglichen Versuche nicht sonderlich erfolgreich. Ich würde einerseits gerne auch den westlichen Teil des Mapungubwe NPs besuchen, aber 40 Minuten pro Weg lassen den Aufwand für uns nicht sinnvoll erscheinen, so setzen wir unsere Rundfahrt entgegen dem Uhrzeigersinn fort. Auch hier scheinen die Tiere bis auf eine einzelne Eland-Antilope und eine Oryx Siesta zu halten. Leider ist die Oryx in den Büschen verschwunden, bevor wir die Kamera schussbereit haben.
Bei der Abzweigung zum Schroda Dam und zur Poaches Corner sind wir irritiert, da beides als 4X4 –Route ausgewiesen ist, die Angestellte an der Rezeption mir jedoch den Rundweg als 2x4 eingezeichnet hat. Da es jedoch keine Alternative ist, fahren wir Richtung Poaches Corner an der Zebra Pan vorbei.



Weiter geht es in Flussnähe, wo wir wieder auf Elefanten treffen, die über den Zaun hinwegsteigen. Hier gefällt mir die Atmosphäre hier besonders gut. Am Picknickplatz des Confluence-Lookout endet die 4x4- Strecke. Ich weiß nicht, ob ich die Angestellte missverstanden habe oder ob das inzwischen als 4x4-Route zählt, denn auf der groben Karte, die wir beim Einchecken erhalten haben, ist diese Strecke nicht als 4x4-Strecke gekennzeichnet. Mit einem Wagen, der hohe Bodenfreiheit hat, war sie zu unserem Zeitpunkt problemlos machbar, mit einem „normalen“ Auto könnte es sein, dass man ab und an mal „aufsetzt“. Wir stärken uns am Picknickplatz, jedoch können wir es nicht unbeschwert genießen, da uns die Fliegen arg belästigen. Ich wedele permanent mit der Hand vor meinem Gesicht, um die lästigen Viecher loszuwerden, das Pärchen in einiger Entfernung missversteht diese Geste und winkt zurück.:) Dennoch gehen wir zum dem Confluence Point gegenüberliegenden Viewpoint, von dem wir einen schönen Blick über die Landschaft haben. Leider steht die Sonne für Fotoaufnahmen im Gegenlicht und der hübsche Gecko mit dem blauen Schwanz stellt sich nicht für eine Fotoaufnahme zur Verfügung.



Zurück im Camp gehen wir noch mal zum Pool, sind es doch 35 ° C, testen, ob das Wasser sich inzwischen aufgewärmt hat. Es ist immer noch recht kalt, aber ich finde es herrlich, die Beine darin abzukühlen. Fotoapparat und Camcorder haben wir im Auto gelassen, welch ein Fehler! So haben wir leider keine Aufnahmen von den Klippspringern, wie sie ihren Durst am Pool stillen. Bis Christian das Equipment geholt hat, sind die Klippspringer mit dem Trinken fertig.





Schade, aber wenigstens kann ich zwei Geckos auf den Chip bannen.





Christian fängt zeitig zu grillen an: T-Bone-Steak, Burenwurst, Shakalaka (Grüße an Sanne und Moose on the Loose ;) ), Kartoffeln, Gemsquash.



Die Nachtsafari startet um 19:00 h am NP-Eingang. Bis dorthin sehen wir Zebras (eins fährt Christian beinahe an :blush: ), Buschhasen und Impalas. Wir sind die einzigen, die am Nightdrive mit Lennart teilnehmen. Er gibt sich sehr viel Mühe, leuchtet alles ab, aber besondere Sichtungen sind uns in den zwei Stunden leider nicht gegönnt: Impalas, Zebras, viele Gnus, Klippspringer, Elefanten, Busch- und Springhase, Eland. Laut seiner Aussage ist der Vollmond schlecht für Sightings. Die Rückfahrt zum Leokwe Camp erfolgt ereignislos. Müde fallen wir gegen 22:00 h ins Bett.

Tageskilometer: 74
ÜN: Leokwe Camp
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