Ich möchte hier nur meine letzten - negativen - Erfahrungen mit Avis Safari Johannesburg schildern. Jeder kann sich dann selbst seine Meinung zu Avis Safari bilden und entscheiden, ob er dort einen Camper bucht oder nicht.
Wir hatten im Februar 2025 für 3 Wochen einen Camper der Kategorie K gebucht. Ziel der Reise waren Mabuasehube und KTP, deshalb war dieses Fahrzeug für uns aus mehreren Gründen geeignet: großer 80l Kühlschrank, Dusche und Alu-Dachbox, um das Holz außen zu lagern.
Wir hatten 3 Autos während der Reise, soviel also zur Qualität von Avis.
Zur Übernahme (Auto 1):
Das Auto (Ford Ranger) war neu, der Aufbau alt, aber im ersten Moment ok.
Wir bleiben die erste Nacht nach der Autoübernahme prinzipiell immer in der Nähe der Station, um eventuelle Mängel noch am nächsten Tag beheben zu können.
Zum Glück hat es in dieser Nacht durchgehend geregnet, denn als wir am nächsten Morgen unser Zeug in die Kabine räumen wollten, kam uns ein Wasserfall vom Dach entgegen und die ganze Kabine war bereits nass. Ich möchte gar nicht daran denken, wenn uns das erst in Mabuasehube passiert wäre.
Wir sind dann sofort zu Avis gefahren, wo uns nur ungläubige Gesichter entgegen blickten. Die einzige Möglichkeit war, ein neues Fahrzeug aufzutreiben. Grund des Wasserfalls war übrigens ein schlecht- bzw. nicht abgedichtetes Solarpanel. Stunden später war dann ein Fahrzeug aufgetrieben, direkt aus der Werkstatt. Das musste natürlich noch gereinigt und kontrolliert werden, was wieder einige Zeit in Anspruch genommen hat. Der zuständige Mitarbeiter Sence hat sich vielmals entschuldigt und sicherte uns einen Miettag Rückerstattung zu. Auf unsere Anfrage, ob wir das schriftlich haben können, wurde uns versichert, dass das nicht nötig sei, darum werde er sich persönlich kümmern. Am frühen Nachmittag sind wir dann endlich mit Auto 2 von Johannesburg Richtung Grenze Botswana gestartet.
Auto 2:
Am 2. Tag in Mabuasehube hat der Low-Battery-Alarm die ganze Nacht gepiept. Gut, dass die Campsites sehr weit voneinander entfernt sind, aber für eine gute Nachtruhe ist das nicht förderlich. Wir sind täglich sicher 100 km gefahren und das Gefrierteil war auf -5 Grad gestellt, das sollte eine gute Batterie eigentlich schaffen. Das Gefrierteil konnten wir dann nicht mehr benutzen, um die Batterie so wenig wie möglich zu belasten.
Einige Tage später - bereits im KTP - ist die Heckklappe beim Öffnen herausgefallen. Die Aufhängung war gebrochen, die Gasdämpfer aus der Verankerung gerissen. Mit Kabelbindern konnten wir das zumindest provisorisch fixieren, aber eine Lösung für die restlichen Tage war das nicht. Nach Kontakt mit Avis wurde ein Tausch in Mata-Mata vereinbart. Das Auto sollte aus Windhuk geliefert werden. Den nächsten Vormittag verbrachten wir also mit Warten statt mit einem Game drive.
Auto 3:
Das Auto kommt am Vormittag in Mata-Mata an. Die Kabine ist komplett verschmutzt, aber mittlerweile ist das Anspruchsniveau schon sehr gesunken. Bis alles von Auto 2 in Auto 3 umgeräumt ist, die Papiere fertig sind, das Tanken beider Autos erledigt ist, ist es bereits wieder früher Nachmittag. Abends beim Aufbauen des Dachzeltes fällt uns auf, dass auf einer Seite die Zips gebrochen sind. Na ja, Kleinigkeiten, aber trotzdem ärgerlich.
Am nächsten Tag bemerken wir, dass der Kühlschrank nicht mehr funktioniert. Kein Strom. Beim Bewegen des Kabels funktioniert er wieder. Also irgendwie mit Klebeband das Kabel fixiert und hoffen, dass es hält. Am Abend ist der Kühlschrank wieder out-of-order, diesmal mit Errorcode 07, der Kompressor startet nicht mehr. Wir zurren den Kühlschrank mit einer Bandschlinge zu und er funktioniert wieder. Am nächsten Tag beginnt der Brake fluid low level Alarm zu piepen. Das begleitet uns den ganzen Tag, alle 10 Minuten muss die Warnung bestätigt werden. Ein Blick in den Bremsflüssigkeitsbehälter zeigt, dass dieser leer ist.
Auf der Rückreise nach Johannesburg haben wir noch einen letzten Übernachtungsstop. Am nächsten Morgen startet der Motor nicht mehr, die Starterbatterie ist leer. Wir beschließen, gleich zu Avis zu fahren und das Auto abzugeben, um am nächsten Morgen keinen Stress zu haben.
Am nächsten Morgen ist offizielle Abgabe bei Avis. Alle Mängel werden von Sence dokumentiert und er verspricht uns, dass Kevin (Manager) sich spätestens nach ein paar Tagen bei uns meldet und wir eine Entschädigung erhalten werden.
Wieder zu Hause angekommen, warten wir auf Nachricht von Avis, aber es kommt nichts. Vom Deposit werden 900 Rand einbehalten, warum wissen wir nicht. Ich habe mehrmals die Abrechnung angefordert, aber es wurde keine geschickt.
Ich habe mehrere Emails an Avis (Kevin) geschickt, aber keine einzige Email wurde beantwortet und von der versprochenen Entschädigung haben wir keinen einzigen Euro erhalten. Dieses Verhalten von Avis finde ich absolut unter jeder Würde.