THEMA: Lebo's Bicycle Tour Soweto
29 Okt 2018 20:23 #537278
  • Sanne
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  • Sanne am 29 Okt 2018 20:23
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Ihr Lieben,
gern möchte ich unsere Erfahrungen zur Soweto Bicycle Tour teilen: www.sowetobackpacker...ctions/bicyle-tours/

Gestern sind wir von unserer Tour aus Botswana zurückgekommen. Zu Beginn und am Ende waren wir noch in Johannesburg und zum Abschluss unserer Reise haben wir eine Fahrradtour durch Teile von Soweto gemacht. Ich hatte vor Jahren einen Bericht im deutschen Fernsehen über einen Anbieter gesehen, die Lebo’s Bicyle Tours. Im Bericht war es noch ein sehr kleines Unternehmen, das ganz am Anfang stand. Heute bieten sie zig verschiedene Touren an. Soweto mit dem Fahrrad für 2, 4 oder 8 Stunden und auch unterschiedliche Tuk Tuk Touren. Wir hatten uns für eine vierstündige Fahrt entschieden und aufgrund der Hitze war ich anschließend froh, meine drei Mitreisenden nicht zu der achtstündigen Fahrt überredet zu haben.

Wir wurden von unserer Unterkunft abgeholt und zur „Zentrale“ von Lebo gebracht. Der Eigentümer, Lebo, hielt eine sehr schöne humorvolle Ansprache, alle Guides stellten sich vor und auch die Besucher sollten Namen und Herkunftsland nennen. Es war beeindruckend zu hören, dass zwischen Neuseeland, USA, Dänemark fast alle denkbaren Nationen vertreten waren und auch einige Südafrikaner hatten eine Tour gebucht.

Bei den Fahrrädern konnte man zwischen Mountain Bike und City-Rad wählen. Ich hatte mich für eins mit Oma-Lenker entschieden, meine Bandscheiben haben es mir gedankt. Helme wurden gestellt, Wasser sollte man nicht vergessen. Ich hatte vorher nicht darüber nachgedacht, wie hügelig es in Soweto ist und aufgrund der Hitze war es durchaus anstrengend. Aber man hat so einen ganz anderen Zugang zu der Umgebung, das war wirklich grandios. Da man ja mit dem Fahrrad sehr viel langsamer als mit dem Auto ist (wir zumindest), hat man viel Zeit, das Ganze auf sich wirken zu lassen.

Wunderschöne Häuser mit liebevoll gestalteten Zäunen und Mauern, hübschen Vorgärten und recht heruntergekommenen Häusern und Wellblechhütten wechseln sich ab. Manchmal fährt man durch stinkende oder kohlende Müllberge, dann wieder sieht man wieder gepflegte Vorgärten. Händler bieten Obst und Gemüse feil, aber auch Haushaltsgestände kann man an jeder Ecke kaufen. Mancher wäscht ausgiebig sein Auto, an der nächsten Ecke sieht man, wie hoch der Wassermangel ist. Ein Handy scheint jeder zu besitzen. Wir werden überall sehr freundlich begrüßt und wie immer in Afrika sind vor allem die Kids fasziniert von uns weißen Touristen. Schnell haben wir ein paar „adoptiert“, sie wollen unbedingt fotografiert werden, die Bilder anschauen und bieten dafür im Gegenzug ihr geliebtes Wassereis an, was natürlich nur noch gefärbtes Wasser mit Geschmack ist.

Auf der Tour sieht man neben dem alltäglichen Leben natürlich auch die Häuser, in denen Nelson Mandela und Desmond Tutu wohnten und vor allem das Hector Pieterson Museum, das dem Sowetoaufstand von 1976 Tribut zollt, als sich schwarze Südafrikaner gegen die Einführung von Afrikaans in den Schulen auflehnten.
Ich möchte die Tour jedem ans Herz legen, wir waren sehr begeistert. Anbei einige Bilder, ich konnte mich nicht entscheiden, welche ich posten soll, deshalb werden es leider viele…

Liebe Grüße
Sanne

















































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