Prolog:
Bereits im Januar 2023 (

das ist kein Tippfehler) stolpere ich auf Youtube über Videos von Villiers Steyn („The Safari Expert“), in denen er begeistert von irgendwelchen Camps im Tuli-Block berichtet. Vor allem das Wort „affordable“ taucht dort immer wieder auf. Dies klingt in meinen schwäbischen Ohren einerseits höchst verlockend

, im Zusammenhang mit dem Tuli-Block aber auch sehr befremdlich

. Also muss ich natürlich recherchieren, was dieser Experte unter „erschwinglich“ versteht (das ist ja auch immer eine Ansichts- bzw. Einkommenssache).
Tatsächlich sieht das auf der Website von Tuli Wilderness erstaunlich günstig für eine Gruppe von maximal 10 Leute aus. Wo ist wohl der Haken

? Das fragen wir uns übrigens bis heute …
Tanja schaut sich diese Videos auch an, meint, dass das CKGR, wo sie eh mal hin will, nicht sooo weit weg davon ist und beginnt somit bereits mit einer Tourplanung

. Blöd nur, dass wir in ein paar Monaten ja erst mal unsere 2023er-Tour vor uns haben bzw. hinter uns bringen müssen

.
Ende 23 verlinke ich in unserer Birdle-Gruppe, die aus Simone, Tanja und mir besteht und die sich jeden Morgen zum Raten „trifft“, die Tuli-Videos erneut und gestehe, dass ich dort immer noch gerne mal hinwollen würde. Den anderen beiden geht es ähnlich und überhaupt wird es ja auch mal wieder Zeit für eine Langweiler-Reise, die letzte ist schließlich schon ein paar Wochen her und die nächste „nur“ im Kaiserstuhl und „erst“ für im Juni 24 gebucht.
So in etwa ist unsere Logik…

und schon nehmen die Dinge ihren Lauf!
Ich schreibe Tuli Wilderness Anfang Januar 2024 an (ohne überhaupt zu wissen, ob bei den anderen 6 auch Interesse bestehen würde, Tanja z.B. muss das erst noch familienintern klären

) und lasse mir die Preise und Konditionen bestätigen. Der erste Kontakt mit Julie, der Inhaberin von Tuli Wilderness, ist sehr angenehm und so schildere ich ihr daraufhin unsere Problematik, dass wir ohne eigene Fahrzeuge unterwegs sein und vermutlich in Johannesburg landen werden. Alles kein Problem, sie haben oft Kunden, die so anreisen und sie könne mir einen Shuttle empfehlen. Da wir (ich meine, es waren Tanja und ich, oder war Simone auch schon dabei?) aber bereits ein bisschen weitergedacht haben und im Anschluss eine Bushways-Tour im Sinn haben, frage ich gleich noch nach einem Shuttle nach Maun oder Khumaga oder so, wo wir uns dann mit Bushways treffen könnten. Hmmm, ein Transfer in Botswana ist ein bisschen schwieriger zu finden und auch wesentlich teurer. Naja, egal, ist ja auch nur so eine Idee…
Am 25. Januar 2024 schreibe ich Heiko von Bushways an, ob ich mit ihm mal über die Idee für eine Tour in 2026 reden könne. Ja klar, er sei gerade in Deutschland, wir könnten sogar über Festnetz telefonieren. Nachdem ich ihm meine grobe Idee geschildert habe meint er, dies sei erstens ein toller Plan mit Tuli usw. und zweitens könne Diteko (

er spricht sofort von ihm, ohne dass ich bereits einen Guide-Request gemacht hätte ) uns doch auch direkt dort abholen. Huch

, das ist ja ein tolles Angebot und macht alles sehr viel einfacher.
Tja, und dann geht alles sehr, sehr schnell

. Ich frage jeden einzelnen der Gruppe im Privatchat (damit niemand vor der ganzen Gruppe zugeben muss, dass er/sie keine Lust mehr auf diese Typen geschweige denn auf eine gemeinsame Reise und dann auch noch in das öde Botswana habe), ob er/sie Interesse an einer solchen Tour hätte und schwupp, nach kurzer Zeit haben alle zugestimmt. Das ist schon sehr sehr speziell in unserer Gruppe

: es gibt keine Zaudernde oder Zögernde, alle wissen ganz schnell, was sie wollen! So sind wir nun neun Leute (statt acht in 2023, weil Tom damals nicht mitkonnte) und können in die Feinplanung einsteigen.
Am 27. Januar 2024 schreibe ich dann diese Nachricht (die ich erst vor kurzem wieder entdeckt habe) in unserer Gruppe, ohne da schon zu wissen (da wir uns noch gar nicht auf das genaue Reisedatum geeinigt hatten), dass wir exakt auf den Tag genau in zwei Jahren zu unserer neuen Tour aufbrechen werden

!
Bei neun Leuten ist es theoretisch auch gar nicht sooo trivial, ein gemeinsames Reisefenster zu finden. Wir wollen gerne weniger Staub und Trockenheit, Wärme statt winterliches Ambiente daheim und auch weniger andere Touristen erleben als 2023, außerdem steht der Wunsch nach ein paar Vogel-Sommergästen weit oben auf der Wunschliste einiger der Teilnehmenden. Aber auch das wuppen wir in Rekordtempo und entscheiden uns (auch weil einige schon andere Termine in 2026 geblockt haben für andere Reisen) für Ende Januar/Anfang Februar 2026. Uns ist allen klar, dass wir damit ein Risiko bezüglich des Wetters eingehen

– aber no risk, no fun

!
Am 1. Februar schickt mir Heiko eine Preiskalkulation für unsere Planung und die ist natürlich mal wieder so, dass wir nicht nein sagen können

. Die Preise blieben übrigens bis zur endgültigen Zahlung knapp zwei Jahre später stabil.
Wir einigen uns darauf, dass wir an dem Tag, an dem wir nach Johannesburg anreisen, nicht gleich mit dem Shuttle nach Tuli Wilderness weiterreisen, sondern eine Nacht in der Nähe des Flughafens einplanen. Erstens können wir noch gar keine Flüge buchen und kennen daher keine Ankunftszeiten und zweitens hat niemand von uns Lust auf Stress wegen verspäteter Flüge und auf eine lange Autofahrt nach einem Nachtflug.
Also planen und rechnen wir noch eine Nacht in Johannesburg ein und fertig ist die Tour

. Wir buchen bei Bushways und Tuli, Gare aus dem Bushwaysoffice bestätigt uns kurz darauf die gewünschten Campsites, Juli unsere Exklusivbuchungen für Mohave und Serolo und jetzt müssen wir nur noch knapp 2 Jahre warten

.
Ich hoffe, im Bericht geht es dann etwas schneller los….