Moin allerseits!
Nachdem hier schon die ersten Reiseberichte aus dem August diesen Jahres reintrudeln, komme ich so langsam in Zugzwang. Also, ich tippe dann mal etwas über unsere diesjährige Reise nach Botswana zusammen.
Wie immer -
Vorgeschichte
Eigentlich bin ich nach unserer letzen Botswana-Reise 2023 (nein, davon gibt es keinen Reisebericht, wird es auch nicht geben) davon ausgegangen, dass das das letzte Mal war, dass wir in Botswana waren. Die beste aller Ehefrauen hatte einfach die Nase voll. Zu viel Camping, zu viel Ärger mit dem Auto.
Trotzdem fing ich Anfang 2024 an, an möglichen Reiseplänen zu schrauben. Schon das macht ja bekanntlich viel Spaß, auch wenn keine konkrete Reise ansteht, und man kann ja noch träumen

. Wie überrascht war ich dann als Claudia irgendwann sagte, ich solle mal planen, wir könnten ja mal drüber reden. YESS! Bingo!
Wir habe viel geredet, ich habe geplant, verworfen, neu geplant, mit netten Menschen aus dem Forum über Empfehlungen für Unterkünfte und Strecken gemailt und gesprochen. Dann kamen wir spontan auf die Idee, dass es nett wäre wenn meine Schwester nebst Ex-Verlobtem wieder mit dabei wären. Sie waren 2023 als Afrika-Ersttäter das erste Mal mit von der Partie, und mit ihnen hat es richtig Spaß gemacht. Wir wussten nur nicht ob sie das finanziell nochmal wuppen wollten und konnten.
Auf unsere Signal-Anfrage, ob für sie das Thema “Afrika” durch wäre, kam die lapidare Antwort
“wir können Euch doch nicht alleine fahren lassen, ihr verhungert doch!”. Frechheit

! Aber wir haben uns riesig gefreut! Also zu viert planen!
Erklären muss ich noch, dass Schwager Rolf a) echter Schwabe ist, was hin und wieder den Wunsch nach Untertiteln aufkommen lässt, und b) begeisterter Hobbykoch auf dem offenen Feuer ist. Schon 2023 hat er uns wunderbar bekocht, und wer sind wir, dass wir so unhöflich wären und uns bei seinen Aktivitäten in den Vordergrund drängeln würden?
Dadurch, dass die beiden mitfahren wollten, waren wir leider zeitlich etwas eingeschränkt. Berufsbedingt musste meine Schwester spätestens Anfang September wieder zurück sein, sonst wäre es teuer für sie geworden.
Letztendlich wurde die Reise so “beste-aller-Ehefrauen-kompatibel” wie möglich gebaut. Weniger Nächte im Camper, und dafür deutlich mehr in festen Unterkünften. Weiterhin wollten wir diesmal in Johannesburg starten, weil ich unbedingt in den Tuli Block wollte. Da wir weiterhin mit Khwai planten, wäre eine Rückfahrt bis Johannesburg arg weit geworden, wir entschieden uns für eine Rückgabe der Autos in Maun, und einen zusätzlichen Flug von Maun nach Johannesburg. Einfach mal was anderes machen. Und ich wollte/musste unbedingt Lufthansa fliegen!
Das Auto haben wir diesmal bei Bushlore gemietet.
Die Reise bestand aus neuen Zielen (Südafrika, Tuli Block, Khama Rhino), Zielen, die wir vor zwei Jahren nicht anfahren konnten (Bains Baobabs, Magotho), und bekannten Zielen, die wir unbedingt wieder sehen wollten (Boteti, Maun, Mbudi, Third Bridge).
Anfang / Mitte diesen Jahres, als bekannt wurde, dass üppige Regenfälle in Angola im Okavango, speziell rund um Third Bridge, für “Herausforderungen” sorgten, wurde ich etwas unruhig. Wir haben alle keine Erfahrung mit Wasserdurchfahrten, und da ich nicht riskieren wollte, mit dem Leihwagen abzusaufen, lag ich ständig Bele in den Ohren, wie denn jetzt die aktuellen Stände sind, ob es schon Empfehlungen gibt (völliger Blödsinn, wer kann das ein viertel Jahr vorher wissen!) etc. Sorry, Bele, wenn ich da etwas nervig war. Ich mache mir über solche Dinge immer viel zu viele Gedanken, mir fehlt das Wird-schon-klappen-Gen.
Kurz vor der Reise hatte ich noch einen sehr netten Austausch mit Holger (Sawadi) und Michel (falcon) hier aus dem Forum. Michel hatte sich nach langen Überlegungen gegen Third Bridge entschieden und noch einen Platz im South Gate Camp ergattert. Da wir genau an dem Tag auf dem Weg nach Third Bridge sein wollten, bot er uns an, mit auf seinen Platz zu kommen, falls wir es nicht bis nach Third Bridge schaffen sollten. Wir haben uns sehr über die Einladung gefreut! Nochmals vielen Dank, Michel!
Spoiler: Wir mussten das nette Angebot nicht annehmen, konnten uns damit aber leider nicht persönlich kennen lernen.
Vielen Dank auch an Holger, der uns auch von unterwegs mit aktuellen Meldungen versorgte. Leider hatten wir nur selten Internetzugang, so dass wir die wichtigsten Nachrichten erst bei unserer Rückkehr nach Maun bekamen.
Wir haben das erste Mal eine eSIM für Botswana genutzt. Und das war eine echte Entdeckung! Keine langes Anstellen bei den Läden im Land, einfach aktivieren, geht. das werden wir wohl in Zukunft immer so machen.
Claudia und ich habe wieder eine ziemlich umfangreiche Kameraausrüstung mitgeschleppt. Ergänzt wurde die Ausrüstung diesmal durch eine Wildkamera.
So, genug der Vorgeschichte, damit kann es losgehen.
Herzliche Grüße
Martin