27.08.25 - Mbudi Campsite -> Savuti Campsite
Nach einer weiteren ruhigen Nacht in Mbudi war unser Plan in der Magotho Area einen Morning Drive zu machen und dann weiter nach Savuti zu fahren. Also sind wir um 5:45 Uhr aufgestanden und waren bereits um 6:10 Uhr auf dem weg nach Magotho. Als wir ankamen, haben wir direkt Vogel-Glück gehabt und zwei bisher unbekannte Vogel (leider nicht perfekt) erwischt.
Laut Google ein Goldbugpapagei?
Spornkuckuck?
Wir sind glücklich über diese Sichtung und fahren weiter. Viele Tiere sehen wir auch an diesem Morgen nicht, aber dafür haben wir unheimlichen Glück und finden die Löwenfamilie wieder! Diesmal liegen sogar die 4 Männchen ein wenig abseits der Familie. Darüber hinaus haben die Löwen in der Nacht wohl einen Kill gemacht und sind noch mit den Überresten beschäftigt. Genau erkennen, was die Löwen hier gefangen haben, wissen wir nicht, aber den Hörnern nach zu urteilen, tippen wir auf einen Gnu. Vielleicht kann das ja jemand genauer bestimmen. Es war sehr schön vor allem den Kleinen zuzuschauen, wie sie mit den Knochen und Hörner spielen. Auch die Erwachsenen haben teilweise mitgemacht.
Die Löwen haben diese Pose eine ganze Zeit lang gemacht. Weiß vielleicht jemand, was dieses Verhalten bedeutet?
Nachdem wir die Löwen (fast als einziges Auto) weit über eine Stunde lang beobachten durften, sind sie weiter gezogen und wir sind ihnen nicht mehr gefolgt, weil wir eine lange Fahrt vor uns hatten. Trotzdem sind wir noch eine Weile geblieben und haben das Schauspiel danach bewundert. Neben zwei großen Greifvögeln, die wir nicht eindeutig bestimmen konnten, haben wir auch einen äußerst unsicheren Schakal dabei beobachten dürfen, wie er sich an den Resten zu schaffen macht.
Um kurz nach halb 10 haben wir uns schließlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf den Weg nach Savuti gemacht. Einerseits freuen wir uns darauf ein neues Gebiet zu erkunden, andererseits hätten wir gerne noch mehr Zeit mit den Löwen in Khwai verbracht. Nachdem wir sehr viel negatives über die Strecke gehört haben, waren wir uns unsicher, wie lange die Fahrt wohl dauern würden. Als wir am Gate ankamen, haben wir nochmal nachgefragt, ob die Tankstelle in Muchenje wirklich geöffnet hat. Das Personal am Gate war sichtlich von unserer Frage verwirrt und hat uns versichert, dass die Tankstelle immer geöffnet ist. Wir waren froh und man hat uns ohne unser Nachfragen gesagt, dass wir unbedingt die Marsh Road nehmen sollen. Dem sind wir natürlich gefolgt und wir waren begeistert, wie einfach die Strecke zu fahren war. Wahrscheinlich war diese Strecke sogar die am besten zu fahrende Strecke auf unserer Reise. Landschaftlich schön war sie auch und sogar wenige Tiere haben wir entlang der Strecke gesehen. Auf dem Weg haben wir auch gleich in der Nähe vom Camp das Marabou Wasserloch mitgenommen. Dort angekommen haben wir allerdings nur einen einsamen Elefanten beim Trinken vorgefunden und sind deshalb nur kurz geblieben.
Generell war die Landschaft in Savuti eine willkommene Abwechslung zu dem, was wir vorher in Khwai und im Moremi gesehen haben. Auch die Auswahl an Game-Drive Strecken kam uns hier enorm groß vor, sodass wir extrem froh waren in Savuti auf Rat des Forums nicht nur eine, sondern zwei Nächte zu verbringen. Sonst hätten wir mit Sicherheit das Gefühl gehabt, hier etwas verpasst zu haben.
Gegen 12:15 Uhr kommen wir bereits am Camp an. Der Check funktionier hervorragend und der Parkranger erzählt uns, dass am Morgen am Wasserloch auf der Pump Pan direkt vor dem Camp udn am Wasserloch in Rhinovlei Löwen gesehen haben. Wir sind glücklich und hoffen am Abend eben diese Löwen zu sehen. Außerdem gibt es hier für 8 Dollar am Tag WiFi und einen kleinen Shop. Wir finden die Ruhe ohne Handyempfang aber sehr entspannend und denken gar nicht darüber nach das WiFi zu kaufen.
Wir haben Campsite CV10 udn weil es noch recht früh ist, haben wir noch jede Menge Zeit ein Curry zu kochen und Wäsche zu waschen. Die Ablutions in Savuti haben uns richtig beeindruckt und waren mit Abstand die schönsten und saubersten auf unserer Reise. Im Camp haben wir uns gleich wohl gefühlt.