25.08.25 - Magotho -> Mbudi Campsite
Nach einer erstaunlich ruhigen und warmen Nacht stehen wir kurz vor Sonnenaufgang auf und machen uns fertig für den Morning Drive. Diese Nacht hatte ich das erste mal üppig warme Schlafsachen mit (extra Hose & dicke Pullover) und natürlich war es diese und auch alle folgenden Nächte, in denen ich das so gemacht habe, deutlich wärmer

Als wir morgens los gefahren sind, haben wir natürlich sofort nach dem Kill von gestern Abend geschaut, aber dieser war weg. Wir fahren den Fluss mit zur Cam's Corner ab und fahren über das Inland zurück. Leider haben wir heute weniger Glück mit den Tiersichtungen. Das klingt jetzt etwas gegenteilig, aber auch die Wildhunde vom Vortag sehen wir erneut, allerdings nur, weil zwei Fahrzeuge weit abseits des wegen stehen und etwas beobachten. Wir bleiben also auf dem Weg stehen und nach einiger Zeit erkennen wir die Wildhunde, aber fahren schnell weiter, denn aus unserer Perspektive sehen wir nur den Rücken der Hunde und wir wissen nicht, ob es erlaubt ist hier Offroad zu fahren und entschließen uns aus diesem Grund weiter zu fahren. Dafür sehen wir die ersten Wasserböcke im Urlaub und auch eine Gabelracke erwischen (leider nicht ganz scharf).
Danach fahren wir ins Mbudi Camp, in dem wir auch gleich eine Mokoro Tour buchen. Man empfiehlt uns die Tour abends zu machen, am besten um 16 Uhr. Wir willigen ein, obwohl wir nicht ganz sicher sind, ob wir auf den Sunset Drive wirklich verzichten wollen. Ins Mbudi Camp kommt man übrigens nur, wenn man eine sehr leichte Wasserdurchfahrt fast direkt nach dem Abbiegen von der Hauptstraße mitnimmt. Generell hatten wir hier das Gefühl, dass das Thema Wasserdurchfahrten hier anders bewertet wird. Im Magotho Gebiet haben wir zahlreiche Fahrzeuge gesehen, die die Wasserdurchfahrten sprichwörtlich mitnehmen wollten, gibt es dort doch oft parallele Wege nur etwa 5m entfernt, einer trocken, einer nass. Wir haben das allerdings nicht gemacht, wenn es nicht sein musste.
Wir sind mit kurz nach 10 Uhr ziemlich früh im Camp und haben deswegen viel Zeit. Wir waschen, bereiten Stockbrot für das Abendessen vor und kochen ein Chili con Buchweizen. Wir hatten Campsite 3 und fanden die Lage perfekt. Nah an den Ablutions und doch sehr privat. Generell fanden wir es hier wirklich schön und durch das herzliche Auftreten der Campmitarbeiter haben wir uns direkt willkommen geführt.
Da wir die Frage Magotho oder Mbudi hier schon oft gelesen haben ist hier
unsere persönliche Antwort auf die Frage:
Magotho schien uns etwas wilder zu sein, da in der Gegend einfach viel mehr Tiere sind. Den Kontakt zu den Mitarbeitern dort fanden wir nicht so angenehm, wir haben uns eher so gefühlt, dass wir dort nicht so willkommen, es war einfach nicht so nett und herzlich wie auf eigentlich allen anderen Campsites, die wir besucht haben. Die Ablutions nahe unserer Campsite in Magotho waren alt und nicht sehr einladend (kaputt, nicht sauber, viele Mücken), aber es stand schon ein neuer, noch nicht fertiger Ablution Block daneben. An einem der anderen Tage haben wir uns einen anderen, neuen und bereits fertig gestellten Ablution Block in Magotho aus Interesse angesehen und die waren wirklich schön. Hier war darüber hinaus viel los, weil wir direkt an einer Game Viewing Strecke waren und deswegen viele Autos direkt an der Campsite vorbei gefahren sind.
Mbudi hingegen war sehr ruhig und auch die obligatorische Belehrung war hier viel lockerer. Die Tiere seien hier für gewöhnlich nicht so eine große Bedrohung. Auch im dunkeln sei es sicher zu den Ablutions (und zur Mokoro Station) zu gehen, wenn man eine Taschenlampe habe. Ob das wirklich so eine vernünftige Sache ist, wissen wir nicht und wir haben es dementsprechend auch nicht geteste. Auf unserer Campsite haben wir trotzdem einige Tiere gesehen, darunter eine Herde Wasserböcke, Elefanten und Hippos. Die Strecke bis zur Magotho Area fanden wir nicht so schlimm und auch nicht so lang. Generell haben wir in Magotho morgens deutlich weniger Autos gesehen als Abends und morgens waren wir auch trotz der ca 15 minütigen Anreise sicher eher einer der ersten vor Ort. Zum Sunset Drive startet man eben einfach 15 Minuten früher. Die Ablutions waren in Ordnung bis gut. Sie waren sauber, aber jetzt auch kein Highlight. Wir planen bereits die nächste Reise nach Botswana und da werden wir statt 1 Nacht Magotho, 2 Nächte Mbudi auf 3 Nächte Mbudi, idealerweise wieder auf Campsite 3, wechseln.
Um 16 Uhr sind wir also zu unserer Mokoro Tour gestartet. Nach einer kurzen Einführung ging es auch schon los. Unser Poler war nicht so gesprächig, aber auf unsere Fragen hatte er immer Antworten. Zunächst fuhren wir an unserer Campsite vorbei, um Hippos anzusehen und fahren danach zurück in Richtung Dorf. Das Mokoro Fahren hat uns gefallen, es ist sehr friedlich und man hat Zeit sich über kleinen Dinge zu freuen. Über die Flora weiß unser Poler bestens Bescheid und wir lernen viel, wissen wir doch sehr wenig über Pflanzen. Als wir unseren Poler auf die Löwen ansprechen, die wir gestern gesehen haben, erzählt er uns, dass die Löwen häufig im Dorf unterwegs sind und scheinbar gerne Jadg auf die Hunde machen. Wir sind schockiert, haben wir doch einen eigenen Hund und könnten uns gar nicht vorstellen, ihn zu verlieren. Für unseren Poler hingegen war es ganz natürlich, dass das passiert und lachend erklärt er uns, dass die Leute Dorf eben wegen dieser Löwen jedes Jahr auf neue Hunde aus anderen Gebieten kaufen müssen. Nach einer kurzen Strechpause mit Aussicht auf Elefanten machen wir uns wieder auf den Weg zurück und um 18 Uhr sind wir wieder im Camp.
Auf unserem Fußweg zurück zum Camp treffen wir die Fomies wieder und unterhalten uns nett miteinander. Diesmal scheint es das letzte mal zu sein, dass wir uns sehen, denn nun geht es für uns in verschiedene Richtungen weiter.
Zurück auf dem Camp machen wir ein Feuer und lassen uns Stockbrot schmecken, dass wir mittags vorbereitet haben. Und wieder stellen wir fest, dass wir zu wenig Mehl eingepackt haben