24.08.25 - Third Bridge -> Magotho
Wie immer stehen wir früh auf und machen uns um kurz nach 6 auf den Weg auf den Gamedrive. Im Camp werden wir noch angesprochen und von weiteren Deutschen gefragt, ob wir heute zurück fahren. Wir sagen, dass wir bereits um 8 Uhr verabredet sind und nun sind wir ein Convoy aus 3 Fahrzeugen.
Wieder sind wir die ersten, die morgens unterwegs sind und das frühe Aufstehen lohnt sich. Wir sehen die Hyänen wieder und können ein paar schöne Fotos machen.
Sonst bleibt der Morgen sehr ruhig und wir sehen bis auf wenige Giraffen nicht viel. Deshalb sind wir pünktlich um 8 Uhr am Gate und hoffen, dass wir unser Überbrückungskabel noch zurück bekommen. Am Gate warten unsere deutschen Freunde bereits und wir haben Glück, denn genau zu diesem Zeitpunkt kommen auch die Campmitarbeiter zum Gate und wir kriegen das Kabel zurück.
Am Gate tragen wir uns noch aus und wir starten gemeinsam auf den Weg nach South Gate.
Zum Austragen an den Camps: Gibt es hier eine Regelung dazu? Wir waren immer ziemlich verwirrt, weil es willkürlich schien, in welchen Camps man sich austragen musste. Wahrscheinlich haben wir das auch nicht überall richtig gemacht.
Der Weg zurück über die Brücken war in diese Richtung gar nicht so einfach, mehrfach verfahren wir uns, aber finden schließlich doch den Weg zurrück und es gibt keinerlei Probleme. Nach der First Bridge trennen wir uns und wir fahren vor, wollten wir doch noch der Xini Lagoon einen Besuch abstatten, denn am Tag zuvor wurden dort Löwen gesichtet. Die wollten wir natürlich auch finden! Als wir ein paar OSV sehen, fragen wir nach und tatsächlich, sie bestätigen uns, dass auch sie auf dem heutigen Gamedrive Löwen gesichtet haben. Wir machen uns also auf den Weg und einige Zeit und Nachfragen bei anderen Autos später finden wir tatsächlich 5 junge Löwen und sind glücklich über die ersten Katzen im Urlaub, hatten wir doch auf vergangenen Reisen nicht so viel Glück damit. Vor allem Jana als großer Löwenfan war happy.
Die Löwen haben wir hinter einem Busch gefunden und gerade als wir ankamen, haben sie entschieden den Platz zu wechseln und zu unserem Glück folgen sie dabei der Straße. Nach ein paar hundert Metern finden sie einen schönen Schattenplatz und legen sich hin. Auch die Fomies sind mit bei dieser Sichtung und wir wussten bereits, dass wir uns spätestens übermorgen in Mbudi wiedersehen würden.
Wir bleiben insgesamt über eine Stunde bei den Löwen und machen uns dann vor allem aus Zeitgründen weiter auf den Weg nach Magotho. Wir wollten möglichst günstig wieder auf die "Hauptstraße" Richtung South Gate kommenund nicht den ganzen Weg durch die Xini Lagoon zurück fahren, den wir gekommen sind. Dies gestaltet sich aufgrund des hohen Wasserstands nicht ganz einfach und kurz vor der Hauptstraße finden wir eine riesige Herde Elefanten, die den Weg blockieren und nicht so scheinen, als ob sie bald weiter gehen. Wir beobachten das Schauspiel einige Minuten, drehen dann aber um, um einen anderen Weg zu finden, weil es schon recht spät ist.
Den Weg, gerade nach dem Moremi haben wir ein wenig unterschätzt, aber landschaftlich war die Strecke mal wieder wunderschön! Tiere haben wir nicht so viele gesehen, außer in Khwai auf der Brücke über den Mbudi Channel (glauben wir jedenfalls) unseren ersten Büffel. Der war aber ziemlich weit weg, sodass wir kein Foto machen.
Angekommen in Magotho melden wir uns an und man teilt uns mit, dass unsere Campsite 13 bereits besetzt. Das ist uns aber eigentlich egal, weil wir die Plätze sowieso alle nicht kennen und nicht beurteilen können, welcher der beste ist. Trotzdem fahren die angestellten mit uns dorthin und reden mit den Leuten vor Ort. Das wollten wir gar nicht und es wundert uns, nachdem wir schon gesagt haben, dass wir gerne einen anderen Platz nehmen und es nicht schlimm ist. Danach bringt man uns zu einem anderen Platz direkt am Wasser. Dieser gefällt uns sehr gut und als wir angekommen sind, war eine riesige Herde Elefanten auf der anderen Seite am Fluss. Wunderschön.
Der Mitarbeiter erklärt uns noch das wichtigste zum Zeltplatz und wir fahren direkt zu den Ablutions, um uns zu duschen, denn die Zeit ist schon sehr fortgeschritten und wir wollten noch einen Sunset Drive machen.
Kurz vor 16 Uhr war es dann so weit und wir sind los gefahren. Wir sind beeindruckt wie viele Tiere hier sind, große Herden von Antilopen, Gnus und Zebra sehen wir gleich zu Beginn (da hatten wir aber scheinbar Glück - an den nachfolgenden Tagen haben wir keine Herden irgendeiner Tierart gefunden - das war aber nicht so schlimm

)
Nach gar nicht so langer Zeit finden wir nochmal Löwen! Diesmal waren es insgeamt 13 Löwen mit einigen Jungtieren, die im Schatten Schutz vor der Sonne gesucht haben.
Die Löwen sind leider nicht so motiviert sich zu bewegen und deswegen beschließen wir weiter zu fahren und später nochmal wieder zu kommen.
Nach kurzer Zeit treffen wir eine nette Gruppe auf 4 Personen in einem anderen Auto. WIr bleiben stehen und unterhalten uns kurz druch das Fenster, aber diese Gruppe hatte irgendwie was magisches, man hat ihnen den Spaß und die Freude an der Natur hier irgendwie angesehen und die gute Laune von ihnen ist uns bis heute positiv im Gedächtnis geblieben. Sie haben uns nach den Löwen gefragt und wir haben uns gefreut Ihnen genau zeigen zu können, wo sie sind, habe ich es doch auf meiner Tracks4Africa Karte eingespeichert. Die Gruppe freut sich und erwähnt beiläufig, dass ja hier auch Wildhunde, angeblich genau bei Campsite 13, zufällig die einzige Campsite, deren Ort wir kennen, weil es hätte unsere sein können. Also sind wir dorthin gefahren und das Timing war perfekt. Als wir ankamen, lagen alle noch schlafend auf dem Boden, doch nur kurze Zeit später erheben sie sich, spielen ein wenig und am Ende schwärmen sie aus, um (wie wir glauben) auf Jagd zu gehen. Sie bewegen sich sehr schnell und verteilen sich in alle Richtungen. Einige Autos versuchen ihnen zu folgen, doch wir halten dies für unmöglich und fahren zurück zu den Löwen.
In der Zwischenzeit hat sich bei den Löwen nicht viel getan, sie lagen noch immer an derselben Stelle und wir waren sicher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, weiter zu fahren. Wie es das Schicksal aber wollte, hatten wir schon wieder genau das richtige Timing: schon nach kurzer Zeit sind die Löwen aufgewacht und wir durften eine ganze Zeit lang beobachten, wie das Familienleben unter Löwen so ist, bis sie sich langsam aber sicher auf den Weg in den Busch gemacht haben, dem wir nicht folgen konnten.