21.08.25 - South Gate - Third Bridge
Pünktlich um 5:45 Uhr klingelt der Wecker und wir starten in unsere Morgenroutine, die wir jeden Tag beibehalten sollte: Aufstehen, das Zelt abbauen, die Ablutions aufsuchen, Sonnencreme & Peaceful Sleep auftragen, ein Getränk und das Frühstück in die Fahrerkabine bringen und losfahren.
Die Nacht war bei mir wieder recht kalt, aber gut. In der Nacht haben wir ein paar Elefanten auf der Campsite gehabt, die unsere Wildkamera aber nicht erfasst hat. Für uns war es aber beeindruckend, wie gut man die Tiere in der Nacht doch bemerkt, wenn man lediglich in einem Zelt schläft. Auch Löwen haben wir in der Nacht gehört. Diese Geräuschkulisse hat uns richtig gut gefallen und wir vermissen sie bereits.
Der Plan für den heutigen Tag war, dass wir auf dem Weg nach Third Bridge noch einen Game Drive in der Xini Lagoon machen. Etwa um 6:20 Uhr mnachten wir uns noch vor Sonnenaufgang auf den Weg und am Wasserloch etwa 3 km vom South Gate entfernt haben wir die ersten Elefanten gesehen.
Weiter in Richtung Xini Lagoon haben wir außerdem einen Bau von Zwergmanugsten (?) gefunden.
In der Xini Lagoon selbst war die Navigation in dem Sinne nicht ganz so einfach, dass wir die Straßen nicht kannten und deshalb nicht wussten, ob bestimmte Strecken unter Wasser sind oder nicht. Auf Wasserdurchfahrten wollten wir in diesem Gebiet verzichten. Am Ende lief es dann tatsächlich darauf hinaus, dass wir denselben Weg, den wir rein gefahren sind, auch wieder raus gefahren sind. Die Xini Lagoon hat uns aber sehr gut gefallen, ist sie doch landschaftlich wunderschön. Auch einige schöne Tiersichtungen hatten wir.
Ein Kampfadler?
Wieder den ganzen Weg zurück zur Hauptstraße Richtung Third Bridge gab es bis zur First Bridge nur noch einen Elefanten, der in Mitten des Weges einen Baum verspeist hat. Nachdem wir ihm ca. eine halbe Stunde zugeschaut haben, haben wir gewendet und gehofft eine Umfahrung zu finden, denn diese Mahlzeit schien noch eine ganze Weile zu dauern. Glücklicherweise sind wir relativ schnell auf einen Parallelweg gestoßen, den wir nutzen konnten. Nach kurzer Zeit kamen wir dann bereits zur First Bridge, die noch intakt war. Unmittelbar hinter der Brücke befand sich aber unsere erste Wasserdurchfahrt. Leider haben wir scheinbar weder auf dem Hinweg, noch auf dem Rückweg ein Foto hiervon gemacht.
Nach der Querung ging es also weiter zur Second Bridge und kurz vorher ist ein usn entgegenkommendes Auto stehen geblieben und hat uns den Weg nochmals erläutert: Bis zur Second Bridge vorfahren, dann rechts bis zur Boga Site fahren und dann das Wasser auf der rechten Seite queren. Leider ist die offizielle Detour noch beschildert. Hierzu können wir aber nichts sagen, weil wir dort gar nicht waren.
Die Wasserdurchquerung ist uns leicht gefallen, allerdings wussten wir gleich auf der anderen Seite nicht, wie es weiter geht. Erstmal sind wir links gefahren, kamen aber recht schnell an eine Wasserdurchquerung ohne Fahrspuren, sodass wir uns dazu entschieden haben, umzukehren. Dieser Weg wäre zu unserem Zeitpunkt aber der richtige gewesen, man hätte die Wasserquerung durch einen kurzen Umweg durch den Wald umfahren können. Bilder dazu gibt's auch irgendwo im Forum hier.
Wir sind aber dann den anderen Weg gefahren und haben dort auch andere Autos gesehen, sodass wir angenommen haben, richtig zu sein. Nach kurzer Zeit standen wir aber wieder vor einer Wasserquerung ohne Fahrspuren. Anders als in der anderen Querung, die wir gemieden haben, war das Wasser hier aber klar und man konnte die Tiefe gut abschätzen. Wir haben also unseren Mut zusammen genommen und sind durch gefahren. In der Mitte haben wir ein Hindernis getroffen, haben die Querung aber trotzdem gut und ohne Schäden geschafft. Der Weg bis zum Camp war dann nicht mehr weit.
Vor Ort haben wir dann als erstes gefragt, ob nicht doch eine Campsite frei ist und wir das Tented Camp tauschen können - leider ging dies aber nicht. Eine Tour mit dem Boot in das Okavango Delta kostet pro Boot und Stunde P900. Von anderen Mitreisenden haben wir gehört, dass sich diese Bootstour durchaus lohnt, wir hatten aber schon im vorhinein des Urlaubs entschieden, dass wir stattdessen in Mbudi eine Mokorotour machen wollen und darauf verzichten. Wenn wir das nächste mal kommen, werden wir die Tour in Third Bridge sicherlich mitnehmen.
Das Tented Camp ist schon sehr schön, aber bei uns waren unheimlich viele Insekten im Zelt, darunter auch einige Mücken und wir hatten kein Mosquitonetz dabei. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, trotzdem im Dachzelt des Autos zu schlafen, das wir zu diesem Zeitpunkt schon lieb gewonnen haben. Die private Außendusche (davon sind wir schon immer Fan gewesen) und die private Toilette waren aber trotzdem willkommener Luxus. Auch ein Elefant kam uns bei unserer Ankunft begrüßen.
Als wir dann anfangen wollten zu kochen, haben wir leider feststellen müssen, dass unser Gepäck die Reise nicht so gut vertragen hat. In der Schublade sind einige Getränkedosen kaputt gegangen und eine Packung Nudeln hat sich geöffnet. Diese waren nun aufgeweicht überall verteilt (sogar außerhalb der Schublade). Außerdem hat sich die Abdeckung gelöst, in der der Kompressor und viele weitere Dinge verstaut sind. Diese Abdeckung sollte uns auch später noch oft Probleme bereiten, war sie doch in unserem Auto nur aufgelegt und bei der ersten Erschütterung schon nicht mehr an der richtigen Stelle. Auch im Kühlschrank sind Dosen kaputt gegangen, sodass wir erstmal putzen durften.
Danach gab's dann ein Curry mit Reis und nach einer Dusche haben wir unseren Sunset Drive gestartet. Geplant war es, die Mboma Loop abzufahren. Am Vortag wurden Wildhunde gesichtet und wir hatten die Hoffnung, vielleicht auch welche zu finden - wenn nicht, war das aber auch nicht schlimm.
Generell haben wir in unserer Zeit in Third Bridge unglaublich viele Giraffen gesehen. Ab diesem Tag haben wir Abends immer zusammen gesessen und den Tag einem Tier gewidmet. Dieser Tag wurde später einem Straßenpärchen gewidmet.
Der östliche teil der Mboma Loop war sehr tierreich und landschaftlich sehr schön. Nach dem östlichen Teil der Insel kommt man bis zur Mboma Mokoroa Station zu einem Tiefsandteil und auf der westlichen Seite ändert sich die Vegetation erheblich und man befindet sich auf einmal in einem recht dichten Wald. Tiere haben wir hier keine gesehen, aber die Landschaft war fantastisch. Man hat gemerkt, dass hier selten Auto herfahren, weil der Weg deutlich verwachsener war und man an einigen Stellen Blocken durch umgefallene Bäume antrifft. Irgendwann sind wir zu einer Wasserdurchfahrt gekommen, an der wir schließlich umgekehrt sind. Auf dem Rückweg haben wir das erste Mal unsere neuen deutschen Freunde getroffen, die auch regelmäßig in diesem Forum unterwegs sind und die wir im Laufe unserer Reise noch öfter gesehen haben.
Die Highlights unserer Sichtungen sind hier:
Zu unserem Straußenpaar gibt es
hier noch ein (leider schlecht gefilmtes) Video.