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25.08.25 - Magotho -> Mbudi Campsite
Nach einer erstaunlich ruhigen und warmen Nacht stehen wir kurz vor Sonnenaufgang auf und machen uns fertig für den Morning Drive. Diese Nacht hatte ich das erste mal üppig warme Schlafsachen mit (extra Hose & dicke Pullover) und natürlich war es diese und auch alle folgenden Nächte, in denen ich das so gemacht habe, deutlich wärmer Als wir morgens los gefahren sind, haben wir natürlich sofort nach dem Kill von gestern Abend geschaut, aber dieser war weg. Wir fahren den Fluss mit zur Cam's Corner ab und fahren über das Inland zurück. Leider haben wir heute weniger Glück mit den Tiersichtungen. Das klingt jetzt etwas gegenteilig, aber auch die Wildhunde vom Vortag sehen wir erneut, allerdings nur, weil zwei Fahrzeuge weit abseits des wegen stehen und etwas beobachten. Wir bleiben also auf dem Weg stehen und nach einiger Zeit erkennen wir die Wildhunde, aber fahren schnell weiter, denn aus unserer Perspektive sehen wir nur den Rücken der Hunde und wir wissen nicht, ob es erlaubt ist hier Offroad zu fahren und entschließen uns aus diesem Grund weiter zu fahren. Dafür sehen wir die ersten Wasserböcke im Urlaub und auch eine Gabelracke erwischen (leider nicht ganz scharf). Danach fahren wir ins Mbudi Camp, in dem wir auch gleich eine Mokoro Tour buchen. Man empfiehlt uns die Tour abends zu machen, am besten um 16 Uhr. Wir willigen ein, obwohl wir nicht ganz sicher sind, ob wir auf den Sunset Drive wirklich verzichten wollen. Ins Mbudi Camp kommt man übrigens nur, wenn man eine sehr leichte Wasserdurchfahrt fast direkt nach dem Abbiegen von der Hauptstraße mitnimmt. Generell hatten wir hier das Gefühl, dass das Thema Wasserdurchfahrten hier anders bewertet wird. Im Magotho Gebiet haben wir zahlreiche Fahrzeuge gesehen, die die Wasserdurchfahrten sprichwörtlich mitnehmen wollten, gibt es dort doch oft parallele Wege nur etwa 5m entfernt, einer trocken, einer nass. Wir haben das allerdings nicht gemacht, wenn es nicht sein musste. Wir sind mit kurz nach 10 Uhr ziemlich früh im Camp und haben deswegen viel Zeit. Wir waschen, bereiten Stockbrot für das Abendessen vor und kochen ein Chili con Buchweizen. Wir hatten Campsite 3 und fanden die Lage perfekt. Nah an den Ablutions und doch sehr privat. Generell fanden wir es hier wirklich schön und durch das herzliche Auftreten der Campmitarbeiter haben wir uns direkt willkommen geführt. Da wir die Frage Magotho oder Mbudi hier schon oft gelesen haben ist hier unsere persönliche Antwort auf die Frage: Magotho schien uns etwas wilder zu sein, da in der Gegend einfach viel mehr Tiere sind. Den Kontakt zu den Mitarbeitern dort fanden wir nicht so angenehm, wir haben uns eher so gefühlt, dass wir dort nicht so willkommen, es war einfach nicht so nett und herzlich wie auf eigentlich allen anderen Campsites, die wir besucht haben. Die Ablutions nahe unserer Campsite in Magotho waren alt und nicht sehr einladend (kaputt, nicht sauber, viele Mücken), aber es stand schon ein neuer, noch nicht fertiger Ablution Block daneben. An einem der anderen Tage haben wir uns einen anderen, neuen und bereits fertig gestellten Ablution Block in Magotho aus Interesse angesehen und die waren wirklich schön. Hier war darüber hinaus viel los, weil wir direkt an einer Game Viewing Strecke waren und deswegen viele Autos direkt an der Campsite vorbei gefahren sind. Mbudi hingegen war sehr ruhig und auch die obligatorische Belehrung war hier viel lockerer. Die Tiere seien hier für gewöhnlich nicht so eine große Bedrohung. Auch im dunkeln sei es sicher zu den Ablutions (und zur Mokoro Station) zu gehen, wenn man eine Taschenlampe habe. Ob das wirklich so eine vernünftige Sache ist, wissen wir nicht und wir haben es dementsprechend auch nicht geteste. Auf unserer Campsite haben wir trotzdem einige Tiere gesehen, darunter eine Herde Wasserböcke, Elefanten und Hippos. Die Strecke bis zur Magotho Area fanden wir nicht so schlimm und auch nicht so lang. Generell haben wir in Magotho morgens deutlich weniger Autos gesehen als Abends und morgens waren wir auch trotz der ca 15 minütigen Anreise sicher eher einer der ersten vor Ort. Zum Sunset Drive startet man eben einfach 15 Minuten früher. Die Ablutions waren in Ordnung bis gut. Sie waren sauber, aber jetzt auch kein Highlight. Wir planen bereits die nächste Reise nach Botswana und da werden wir statt 1 Nacht Magotho, 2 Nächte Mbudi auf 3 Nächte Mbudi, idealerweise wieder auf Campsite 3, wechseln. Um 16 Uhr sind wir also zu unserer Mokoro Tour gestartet. Nach einer kurzen Einführung ging es auch schon los. Unser Poler war nicht so gesprächig, aber auf unsere Fragen hatte er immer Antworten. Zunächst fuhren wir an unserer Campsite vorbei, um Hippos anzusehen und fahren danach zurück in Richtung Dorf. Das Mokoro Fahren hat uns gefallen, es ist sehr friedlich und man hat Zeit sich über kleinen Dinge zu freuen. Über die Flora weiß unser Poler bestens Bescheid und wir lernen viel, wissen wir doch sehr wenig über Pflanzen. Als wir unseren Poler auf die Löwen ansprechen, die wir gestern gesehen haben, erzählt er uns, dass die Löwen häufig im Dorf unterwegs sind und scheinbar gerne Jadg auf die Hunde machen. Wir sind schockiert, haben wir doch einen eigenen Hund und könnten uns gar nicht vorstellen, ihn zu verlieren. Für unseren Poler hingegen war es ganz natürlich, dass das passiert und lachend erklärt er uns, dass die Leute Dorf eben wegen dieser Löwen jedes Jahr auf neue Hunde aus anderen Gebieten kaufen müssen. Nach einer kurzen Strechpause mit Aussicht auf Elefanten machen wir uns wieder auf den Weg zurück und um 18 Uhr sind wir wieder im Camp. Auf unserem Fußweg zurück zum Camp treffen wir die Fomies wieder und unterhalten uns nett miteinander. Diesmal scheint es das letzte mal zu sein, dass wir uns sehen, denn nun geht es für uns in verschiedene Richtungen weiter. Zurück auf dem Camp machen wir ein Feuer und lassen uns Stockbrot schmecken, dass wir mittags vorbereitet haben. Und wieder stellen wir fest, dass wir zu wenig Mehl eingepackt haben |
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Letzte Änderung: 26 Sep 2025 11:54 von BotsJM.
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26.08.25 - Mbudi Campsite
Nach einer wieder sehr warmen Nacht mit einem sehr laut schmatzenden Hippo in der Nähe machen wir uns früh am Morgen auf den Weg zur Magotho Area für unseren Morning Drive. Die Strecke von Mbudi nach Magotho kommt uns mit jedem Mal fahren kürzer vor und im ersten Teil finden wir zwar meistens nicht so viele große Tiere, aber dafür immer wieder einige Vögel, die wir versuchen im Flug zu erwischen. Da wir da noch nicht so geübt sind, gelingt uns das eher selten, sodass wir von diesem Morgen zwar einige missglückte Versuche haben, aber keines, das es Wert es zu teilen. Dafür sehen wir eine kurze Zeit später einen Affen beim Fressen. An diesen Morgen fällt uns wieder auf, dass zu unserer Zeit in Khwai morgens nichts los ist. Abends sind deutlich mehr Autos unterwegs als in den Nationalsparks, aber morgens ist es hier (zum Glück) sehr ruhig. Und so kommt es auch, dass wir die folgende Sichtung fast die ganze Zeit für uns hatten. Wir haben die Löwen wieder gefunden und haben fast 3 Stunden mit ihnen verbracht. Das war bis zu diesem Zeitpunkt unsere mit Abstand beste Löwensichtung, die wir je hatten. Wir hätten den kleinen sicher noch viele Stunden lang zusehen können, aber als wir schließlich gefahren sind, war es schon ziemlich heiß und die Löwen haben es sich im Schatten bequem gemacht. Sicherlich ist auch das Spielen nicht ganz unanstrengend gewesen. Zurück auf der Campsite haben wir entspannt und bemerken eine Herde Wasserbüffel in der Nähe und als wir uns zum Duschen auf den Weg zu den Ablutions machen, läuft uns auch ein Elefant über den Weg, den wir mit großem Abstand umgehen. Die Nähe zur Natur und den Tieren gefällt uns hier wirklich sehr gut und immer klarer wird unser Wunsch zurück nach Botswana zu kommen. Zum Mittag machen wir nochmals Pizza und wir genießen die Zeit. Gegen 15:30 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg in die Magotho Area für einen Sunset Drive. Anders als an unserem ersten Sunset Drive hier, sehen wir wesentlich weniger Tiere, keine Antilopen und keine Zebras weit und breit. Dafür sehen wir in der Nähe des bei Tracks4Africa eingezeichneten Hippo Pools die Löwen wieder. Anders als morgens sind wir aber leider nicht alleine bei den Löwen, sondern wir zählen über 15 Autos und daher ist es nicht so einfach einen Platz zu finden, der eine gute Sicht auf die Löwen ermöglicht. Das ist uns sogar schon fast zu viel Trubel. Dazu kommt noch, dass die Löwen nicht in der Laune sind, sich zu bewegen. Klar ist es trotzdem toll über 10 Löwen mit jungen zu sehen, aber die Sichtung von heute morgen hat uns ein wenig verwöhnt. Deswegen sind wir froh, dass eine recht große Herde Elefanten auf der anderen Seite des Flusses auftacht, im Wasser spielt und schließlich den Fluss auf unsere Seite quert. Die Löwen hingegen bleiben bis nach dem Sonnenuntergang im Schatten liegen, was wir bei Temperaturen von über 30°C auch gut verstehen können. Auf dem Weg zurück nach Mbudi machen wir noch eine weniger schöne Erfahrung. Aus der Ferne sehen wir mehrere OSV auf der Hauptstraße stehen. Langsam nähern wir uns und als wir da sind fragen wir, ob wir irgendwie helfen können. Wir werden gefragt, ob ein Arzt unter uns ist, was wir verneinen müssen und einer Guides bedankt sich herzlich, aber sagt, dass wir dann nicht helfen können. Als wir weiter fahren, sehen wir, dass ein alter Mann einige Wunde an Kopf und Oberkörper hat, die gerade verbunden worden. Wir wissen nicht genau, was passiert ist, aber wir vermuten, dass der Mann nach einem Schlagloch aus dem Auto gefallen sein muss. Abends sitzen wir noch am Feuer und freuen uns über den so erfolgreichen Tag, besonders Jana ist total glücklich über die schönen Löwensichtungen. Der Mann ist aber auch mehrmals Gesprächsthema und wir fragen uns, wie es ihm wohl geht. |
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Letzte Änderung: 02 Okt 2025 07:21 von BotsJM.
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27.08.25 - Mbudi Campsite -> Savuti Campsite
Nach einer weiteren ruhigen Nacht in Mbudi war unser Plan in der Magotho Area einen Morning Drive zu machen und dann weiter nach Savuti zu fahren. Also sind wir um 5:45 Uhr aufgestanden und waren bereits um 6:10 Uhr auf dem weg nach Magotho. Als wir ankamen, haben wir direkt Vogel-Glück gehabt und zwei bisher unbekannte Vogel (leider nicht perfekt) erwischt. Laut Google ein Goldbugpapagei? Spornkuckuck? Wir sind glücklich über diese Sichtung und fahren weiter. Viele Tiere sehen wir auch an diesem Morgen nicht, aber dafür haben wir unheimlichen Glück und finden die Löwenfamilie wieder! Diesmal liegen sogar die 4 Männchen ein wenig abseits der Familie. Darüber hinaus haben die Löwen in der Nacht wohl einen Kill gemacht und sind noch mit den Überresten beschäftigt. Genau erkennen, was die Löwen hier gefangen haben, wissen wir nicht, aber den Hörnern nach zu urteilen, tippen wir auf einen Gnu. Vielleicht kann das ja jemand genauer bestimmen. Es war sehr schön vor allem den Kleinen zuzuschauen, wie sie mit den Knochen und Hörner spielen. Auch die Erwachsenen haben teilweise mitgemacht. Die Löwen haben diese Pose eine ganze Zeit lang gemacht. Weiß vielleicht jemand, was dieses Verhalten bedeutet? Nachdem wir die Löwen (fast als einziges Auto) weit über eine Stunde lang beobachten durften, sind sie weiter gezogen und wir sind ihnen nicht mehr gefolgt, weil wir eine lange Fahrt vor uns hatten. Trotzdem sind wir noch eine Weile geblieben und haben das Schauspiel danach bewundert. Neben zwei großen Greifvögeln, die wir nicht eindeutig bestimmen konnten, haben wir auch einen äußerst unsicheren Schakal dabei beobachten dürfen, wie er sich an den Resten zu schaffen macht. Um kurz nach halb 10 haben wir uns schließlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf den Weg nach Savuti gemacht. Einerseits freuen wir uns darauf ein neues Gebiet zu erkunden, andererseits hätten wir gerne noch mehr Zeit mit den Löwen in Khwai verbracht. Nachdem wir sehr viel negatives über die Strecke gehört haben, waren wir uns unsicher, wie lange die Fahrt wohl dauern würden. Als wir am Gate ankamen, haben wir nochmal nachgefragt, ob die Tankstelle in Muchenje wirklich geöffnet hat. Das Personal am Gate war sichtlich von unserer Frage verwirrt und hat uns versichert, dass die Tankstelle immer geöffnet ist. Wir waren froh und man hat uns ohne unser Nachfragen gesagt, dass wir unbedingt die Marsh Road nehmen sollen. Dem sind wir natürlich gefolgt und wir waren begeistert, wie einfach die Strecke zu fahren war. Wahrscheinlich war diese Strecke sogar die am besten zu fahrende Strecke auf unserer Reise. Landschaftlich schön war sie auch und sogar wenige Tiere haben wir entlang der Strecke gesehen. Auf dem Weg haben wir auch gleich in der Nähe vom Camp das Marabou Wasserloch mitgenommen. Dort angekommen haben wir allerdings nur einen einsamen Elefanten beim Trinken vorgefunden und sind deshalb nur kurz geblieben. Generell war die Landschaft in Savuti eine willkommene Abwechslung zu dem, was wir vorher in Khwai und im Moremi gesehen haben. Auch die Auswahl an Game-Drive Strecken kam uns hier enorm groß vor, sodass wir extrem froh waren in Savuti auf Rat des Forums nicht nur eine, sondern zwei Nächte zu verbringen. Sonst hätten wir mit Sicherheit das Gefühl gehabt, hier etwas verpasst zu haben. Gegen 12:15 Uhr kommen wir bereits am Camp an. Der Check funktionier hervorragend und der Parkranger erzählt uns, dass am Morgen am Wasserloch auf der Pump Pan direkt vor dem Camp udn am Wasserloch in Rhinovlei Löwen gesehen haben. Wir sind glücklich und hoffen am Abend eben diese Löwen zu sehen. Außerdem gibt es hier für 8 Dollar am Tag WiFi und einen kleinen Shop. Wir finden die Ruhe ohne Handyempfang aber sehr entspannend und denken gar nicht darüber nach das WiFi zu kaufen. Wir haben Campsite CV10 udn weil es noch recht früh ist, haben wir noch jede Menge Zeit ein Curry zu kochen und Wäsche zu waschen. Die Ablutions in Savuti haben uns richtig beeindruckt und waren mit Abstand die schönsten und saubersten auf unserer Reise. Im Camp haben wir uns gleich wohl gefühlt.
Anhang:
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Nach einer zu langen Pause geht es heute endlich weiter!
28.08.25 - Savuti Campsite Nach einer angenehmen Nacht stehen wir noch im Dunkeln auf, statten den Ablutions noch einen kurzen Besuch ab und fahren direkt zum Wasserloch in der Nähe des Camps. Drei mal dürft ihr raten, welches Tier wir hier treffen: Richtig, einen Löwen! Diesmal einen einsamen männchen Löwen, der es sich am Wasserloch bequem gemacht hat. Anfangs hatten wir ihn für uns, aber schon nach wenigen Minuten kamen die ersten anderen Autos, woraufhin sich der Löwe ein ruhigeres Plätzchen gesucht hat und aus unserem Blickfeld verschwunden ist Also sind auch wir weiter zu den Savuti Plains gefahren. Zwei der Wasserlöcher hatten Wasser, das zugegebenermaßen nicht so einladend aussah. Trotzdem sehen wir aus der Ferne eine große Hyäne, die mit einigen Schakalen unterwegs war. Sie waren ziemlich unterwegs und wir haben uns schwer getan, ihnen zu folgen. Nach einiger Zeit verlassen auch sie den uns zugänglichen Bereich und wir fahren weiter zum Baobab Forest. Schon kurz nachdem wir die Savuti Plains verlassen haben, sehen wir rechts vom Weg zwei weitere Tiere. Na, wer errät, um welche Tierart es sich handelt? Die beiden Löwinnen scheinen komplett unterschiedliche Pläne zu haben. In der Ferne nähert sich ein Schakal und eine der Löwinnen beginnt aufmerksam in Richtung des Schakals zu schleichen. Der Schakal nähert sich und es liegt Spannung in der Luft bis.. die zweite Löwin verschlafen aufsteht, sodass der Schakal die Löwinnen sieht, wegläuft und in einem großen Bogen die Löwinnen passiert. Die launernde Löwin bricht ihr lauerndes Verhalten ab und legt sich hin. Die andere, humpelnde Löwin kommt dazu und kuschelt ein wenig. Nachdem der Schakal die Löwen passiert hat, trifft er die Hyäne und einen weiteren Schakal und wir denken, dass es die gleichen Exemplare sind, die wir vorher gesehen haben. Auch die Löwinnen schauen, was dort passiert. Als das Schauspiel vorbei war, fahren wir schließlich wirklich weiter bis zum Baobab Forest, der uns landschaftlich sehr gut gefällt. Tiere sehen wir aber keine. Weiter ging es zum Rhinovlei Wasserrloch, bei dem wir uns erhofft haben, die Löwen von gestern wieder zu sehen. Damit hatten wir auch nochmals Glück, das kleine Löwenrudel war noch immer da und lag in sehr schlechtem Licht entfernt auf einem Termitenhügel. Deswegen haben wir gar keine Fotos von den Löwen gemacht. Stattdessen war es richtig interessant zu sehen, wie sich die anderen Tiere beim Trinken verhalten, wenn Löwen in der Nähe sind. Als erstes kam ein unglaublich unsicherer Strauß und hat Minuten gebraucht, um sich zu trauen zu trinken. Danach kam eine ebenfalls stark verunsicherte Herde Impalas zum Trinken. Die Löwen haben sich allerdings nicht bewegt, sodass wir uns auch wegen der fortgeschrittenen Zeit zurück zum Camp begeben haben. |
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28.08.25 - Savuti Campsite Teil 2
Nachdem wir wieder im Camp waren, waren wir überglücklich und haben noch mehrmals darüber gesprochen, wie viel Glück man denn haben kann auf einem Game Drive gleich 3 mal an verschieden Stellen Löwen zu sehen. Wir denken, dass es nicht mehr besser werden kann, aber - Spoiler - das wird es noch. Wir machen es uns also auf unserer Campsite bequem und für Jana gibt es das erste mal im Urlaub einen Kaffee und ich mache mir einen Kakao dazu. Schon jetzt fällt uns auf, dass unsere Campsite scheinbar ziemlich beliebt bei den kleinen tierischen Bewohnern in der Gegend ist. Jana bereitet zum Mittag ein Kürbiscurry vor und ich kümmere mich um die Wäsche. In Savuti gibt es sogar an Ablutions Wäscheleinen, die wir aber nicht genutzt haben. Den Service fanden wir aber super! Als wir gegessen haben und ruhig am Tisch gesessen haben, ging auf unserer Campsite die Post ab. Einige Gelbschnabeltokos, Zwergmangusten, afrikanische Borstenhörnchen (?) und eine Mevesglanzstar (?) leisten uns Gesellschaft, graben im Sand herum, erkunden unser für den Abend angerichtetes Feuer und interagieren miteinander. Die Vögel hoffen auf Krümel, die uns beim Essen in den Sand fallen. Wir genießen das Schauspiel und insgesamt war dies eines unserer absoluten Highlights des Urlaubs. Nach einem entspannten Mittag machen wir uns auf zum Sunset Drive und sind schon gespannt, was uns heute erwartet. Und tatsächlich bleibt uns das Sichtungsglück treu, denn wir haben direkt an der Pump Pan vor dem Camp eine Erstsichtung: ein Gaukler. Sonst sind beide Wasserlöcher in der Gegend aber verlassen. Auf dem Sighting Board haben wir gesehen, dass morgens am Marabou Waterhole Löwen gesichtet worden, deswegen haben wir uns auf den durchaus ziemlich weiten Weg dorthin gemacht. Auf der Strecke haben wir auch den Savuti Plains einen Besucht abgestattet und haben eine Giraffe gefunden, die sich am Wasserloch erfrischt hat. Auf einem schlechten Teil der Strecke zum Marabou Waterhole passieren wir ein tieferes "Schlagloch" im Sand und ab diesem Ereignis beginnt unser tapferer Hilux ziemlich nervig zu klappern. Wir sind kurz stehen geblieben und haben nach möglichen Ursachen gesucht, aber nichts gefunden. Als wir endlich am Marabou Wasserloch angekommen sind, haben wir keine Löwen gefunden, aber stattdessen die größte Herde Elefanten, die wir je gesehen haben. Wir beobachten das wunderschöne Schauspiel eine ganze Weile lang. Danach fahren wir noch das am heutigen Nachmittag leere Wasserloch a der Rhinovlei an und fahren von dort aus zurück. Auf dem Rückweg nehmen wir nochmals die Pump Pan Wasserlöcher mit und haben eine letzte Löwensichtung an diesem Tag ganz für uns allein. Nur ein Auto mit Mitarbeitern des Camps kam noch vorbei und hat uns zugerufen "Do you enjoy [Name hier einfügen]?". Scheinbar hat er Löwe am Wasserloch einen Namen, vielleicht kennt ihn ja jemand? Im Camp sitzen wir noch eine ganze Weile am Feuer, reden über die schönen Erlebnisse des heutigen Tages und genießen den Sternenhimmel. |
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29.08.25 - Savuti -> Ihaha mit kleineren Problemen und umso größerem Glück
Nach unserer morgentlichen Routine starten wir ein wenig wehmütig in den Morning Drive. Wir packen unser Müsli nach Vorne ins Auto und planen bei der ersten guten Sichtung im Auto zu frühstücken. Savuti hat uns sehr gefallen und wir wären gerne eine weitere Nacht geblieben. Wir fahren die nahe am Camp gelegenen Wasserlöcher ab, aber heute ist nicht viel los. Wir sehen außer ein paar Vögeln keine Tiere. Deswegen entscheiden wir am Morgen trotzdem die lange Strecke nach Rhinovlei und zum Marabou Wasserloch in Kauf zu nehmen. Leider begnen wir auf dem Weg keinen Tieren, kein Elefant, kein Antilope, gar nichts. Immer wieder werden wir auch von Guides in OSVs angesprochen, die mehr oder weniegr verzweifelt nach Tipps suchen. Leider können wir da nicht helfen. Auch die Cheetah Plains fahren wir komplett ab, man darf ja träumen dürfen und aufgrund des Namens auf ein paar Geparden hoffen Das war leider nicht erfolgreich, aber am Rhinovlei Wasserloch hören wir von einem Guide, dass heute morgen ein Leopard bei den Kudu Hills gesichtet wurde. Er macht uns aber nicht allzu viel Hoffnung, denn sie sind selbst gefahren, als der Leopard aus dem Sichtbereich verschwand. Wir haben es trotzdem vergeblich versucht den Leoparden zu suchen und haben mehrere Runden um die Kudu Hills gedreht. Dabei stört uns das Klappern des Autos immer mehr, das gefühlt auch heute leicht stärker war als gestern Abend. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit haben wir uns im Anschluss auf den Weg nach Ihaha gemacht, der laut Karte ziemlich lang sein würde. Bis zum Gate ging es gut voran und auch der Check-Out ging schnell. Ich erinnere mich dunkel, dass die direkte Strecke im Forum nicht empfohlen wird und man stattdessen von Savuti kommend den kleinen Umweg direkt nach dem Gate nach links nehmen sollte. Ich war aber nicht ganz sicher und beschildert war die Strecke nach Kasane geradeaus. Deswegen haben wir diesen Weg genommen und es zutiefst bereut. Diese etwa 15 km lange Strecke war die mit Abstand schlechteste Strecke auf der ganzen Reise. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt, waren extrem langsam unterwegs, das Klappern des Autos wurde danach nochmal deutlich schlimmer und wir wussten schon, wer in Ihaha den Kofferraum einmal komplett putzen durfte Als wir den schrecklichen Abschnitt bewältigt haben, ging es noch eine ganze Weile über eine Schotterstraße weiter bis wir schließlich in Kachikau eine enorm gut ausgebaute Asphaltstraße vorgefunden haben. In Kachikau haben wir im Convience Store einige Souveniers gekauft und den Reifendruck erhöht. Dann gings weiter zur Tankstelle in Muchenje, bei der uns ein Stein vom Herzen fällt, weil es dort Diesel gibt. Das hat uns vor Ort zwar jeder genau so prophezeit, aber wir waren trotzdem glücklich, dass wir tatächlich tanken konnten. Der restliche Weg bis zum Ngoma Gate war schnell vorbei und beim Gate hat auch alles schnell geklappt. Während ich uns angemeldet habe, hat Jana den Luftdruck der Reifen reudziert, sodass wir schnell weiter konnten. Die Chobe Riverfront war wahnsinnig schön, überall waren große Herden Tiere und wir waren landschaftlich begeistert. Eine weitere Erstsichtung für uns: Ein Sable Antilope und das gleich mit einem jungen dabei. Leider verschwinden die beiden schnell im Gestrüpp. Als wir von der Ihaha Loop wieder auf den Hauptweg kamen, sahen wir auf der rechten Seite zwei Autos stehen und haben uns dazu gesellt, um zu schauen, was es dort zu sehen gab. Als wir das Auto wieder einschalten wollten, ist nichts passiert, unser Auto ist nicht mehr angesprungen. Einige Guides haben ihre Hilfe angeboten und waren sich sicher: Das ist die Batterie! Leider lagen sie falsch, denn es war der Starter, der kaputt war. Zum Glück haben wir diese Situation in bester Vorbereitung auf den Urlaub bereits zuhause geübt, als wir nur 3 Wochen vorher mit einer kaputten Lichtmaschine an einer ungünstigen Stelle an der Ländergrenze Deutschland/Österreich liegen geblieben sind und 6! Stunden bei 5 ° C und strömendem im Auto auf den Abschleppdienst warten mussten. Aber zum Glück sind die Afrikaner ja für ihre Schnelligkeit bekannt und tatsächlich kam Bushlore nur etwa 90 Minuten nach unserem Anruf zu uns und haben in afrikanischen Wildnis mal eben so den Starter ausgebaut und einen neuen eingebaut. Keine 10 Minuten später konnten wir das Auto starten. Wahnsinn! Die zwei Mechaniker haben von uns kalte Getränke und ein Trinkgeld bekommen und alle waren froh. Auch unser klapperndes Auto haben wir angesprochen, aber die beiden Mechaniker sagten, dass das Auto schon noch die letzten 3 Tage halten wird. Und das hat es. Generell waren wir begeistert von der Hilfsbereitschaft der anderen Guides. Viele haben ihre Hilfe angeboten und ein Fahrer kam nachdem er seine Kunden weg gebracht hat sogar nochmal zu uns, um nach zu schauen. Diesen Guide haben wir auch die nächsten zwei Tage wieder gesehen und immer wieder ein bisschen gesprochen und Sichtungstipps ausgetauscht. Und wer sich jetzt fragt, wo bei dieser Situation das Glück war: Es gibt durchaus schlechtere Stellen, an denen ein Auto kaputt gehen kann, aber Bilder beschreiben die Situation besser: Als wir danach im Camp ankommen, verzichten wir auf einen Sunset Drive, da es schon kurz vor 5 ist. Wir mussten noch Duschen, was essen, das Auto putzen und generell ankommen, deswegen war der Abend relativ stressig. Das war aber egal, denn wir sind völlig hin und weg von der Leopardensichtung mit zwei jungen. Wir konnten uns vorher gar nicht über unsere Sichtungen beschweren, aber der Wunsch einen Leoparden zu sehen war riesig und die Hoffnung ist zugebenermaßen schon sehr klein geworden, was aber aufgrund der sonstigen tollen Sichtungen überhaupt nicht schlimm war. Deswegen war unsere Eurphorie über die Leopardenfamilie umso größer. Niemals hätten wir gewagt auf eine Leopardensichtung mit jungen zu hoffen. Nun waren wir uns aber sicher: Besser wird es nicht mehr. Botswana hat es zu diesem Zeitpunkt schon unglaublich gut mit uns gemeint. Glücklich sind wir ins Zelt auf Camp 5 gegangen und sind schon gespannt, was die letzten Tage in diesem wunderbaren Land für uns bereit halten. Fazit Savuti: Wie schon weiter oben beschrieben hat uns Savuti sehr gut gefallen. Unsere Campsite war zwar wegen noch nicht abgeschlossenen Bauarbeiten nicht unbedingt die schönste, aber die kleinen Tiere haben die Campsite zu etwas ganz besonderem gemacht. Die Ablutions sind extrem schön und sauber. Die Gamedrive Strecken in dem Gebiet sind weitläufig und äußerst abwechslungsreich und generell stand Savuti landschaftlich gegenüber Moremi/Khwai und auch dem Chobe stark im Kontrast gegenüber. Wir fanden die Abwechslung toll und wären gerne länger geblieben. Vorbehaltlos zu empfehlen! |
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