THEMA: Botswana 2025 - Okavango Delta, Chobe & Vic Falls
29 Okt 2025 08:47 #715050
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02.09.25 - Pioneers Lodge Teil 1

Früh morgens gegen 5 Uhr stehen wir auf und hoffen auf eine Bestätigung für unseres gebuchten Gamedrive. Leider kam nichts und wir haben uns fertig gemacht und gehofft, dass wir abgeholt werden. Wir sind recht früh dran, als wir vor dem Hotel warteten und weil es deutlich kälter ist, als angenommen, bin ich nochmal zurück gegangen und habe mir mehr angezogen. Da wir diese Tour nicht geplant hatten und deswegen nicht damit gerechnet haben in einem OSV mitzufahren, hatten wir nicht genügend warme Sachen mit. Als ich wieder zurück vor das Hotel kam, wurden wir tatsächlich abgeholt und waren die einzigen Kunden im Fahrzeug - wir hatten also eine Privattour. Unser Guide erzählt uns, dass es im Zambezi National Park im Wesentlichen zwei Gebiete gibt: Die Waterfront - besonders gut für Bird Watching und den Inlandteil - besonders gut, wenn man große Tiere sehen will. Vom Hotel aus ging es zunächst zu einem Gate, um die Nationalparkgebühren zu bezahlen und dann ging es nochmal an eine anderes Gate hinein in den Nationalpark. Kontrovers fanden wir, dass direkt neben dem Eingang Zuggleise liegen und der Zug ohne Abgrenzung direkt durch den Nationalpark führt. Auf Nachfrage erzählt uns unser Guide, dass tatsächlich gelegentlich Unfälle mit Wildlife passieren, zuletzt vor ein oder zwei Jahren ein Zusammenstoß mit Elefanten. Ziemlich schade, dass man hierfür keine bessere Lösung gefunden hat. Der Weg bis hierhin war ziemlich lang, wir haben von der Abholung bis zum Parkeingang ziemlich genau 1,5 Stunden gebraucht und haben gehofft, dass diese Zeit nicht zu den 3 h des gesamten Gamedrives zählt.
Als wir halb erfroren durch das Gate fahren, sind wir schon sehr gespannt, was wir heute sehen werden. Uns war von Anfang an bewusst, dass der Zambezi National Park nicht vergleichbar mit dem Okavango Delta oder dem Chobe sind, aber ein wenig überrascht sind wir doch, als uns der Guide erzählt, dass er in den 10 Jahren, in denen er fast täglich in diesen Nationalpark fährt, erst einmal Löwen gesehen hat. Natürlich wurden auf GetYourGuide vor allem Bidler von Leoparden und Löwen gezeigt - vielleicht ein wenig irreführend. Dafür erzählt uns unser Guide, dass es auf Nachtfahrten wohl relativ wahrscheinlich sei Leoparden zu sehen.
Tatsächlich fahren wir ziemlich lange durch den Park ohne ein Tier zu sehen. Auch landschaftlich haben wir bereit schönere Ecken von Afrika gesehen. Nach ein paar Minuten sehen wir aber unser Tier: Warzenschweine in tollem Licht.





Kurze Zeit später entdecken wir ein Steinböckchen zwischen dem hohen Gras.





Ein kleines Stück weiter an einem Wasserloch sehen wir Kudus und das erste und auch ein anderes Auto (von insgesamt nur zwei) im Nationalpark. Die Familie im Auto erzählt uns, dass den Weg weiter eine große Herde Büffel ist, zu denen wir fahren wollen.



Kurze Zeit später läuft ein Gnu über die Straße. Hierbei ist der Grund für uns ziemlich kontrovers, er ist nämlich ziemlich sicher vor dem, was auf unserer linken Seite vor sich geht, weg gelaufen. Dort haben wir einen Traktor entdeckt, der das Gras im Nationalpark geschnitten hat. Auf Nachfrage bei unserem Guide macht man das, um die Sichtungen auf Gamedrives zu verbessern. Wir wissen nicht so recht, wie wir das finden sollen.



Nicht viel weiter fahren wir an Zebra vorbei und finden die Herde Büffel, bei denen wir eine Pause einlegen. Es gibt Tee, Kaffee und Muffins. So langsam wird es auch wärmer und wir tauen auf.






Nach der Pause merken wir deutlich, dass unser Guide zurück möchte und er fährt viel schneller direkt zum Gate zurück. Wir passieren nochmal die Zebras und an einem Wasserloch sehen wir weitere Zebras und ein paar Affen.







Danach geht es zurück zu unserer Lodge. Wir bedanken und bei unserem Fahrer und gehen zurück ins Zimmer. Gekostet hat der Gamedrive pro Person ca. 85€.
Da wir nicht mehr so viel Bargeld hatten, haben wir recherchiert, was man so machen könnte, ohne ein Taxi zu nutzen und fanden auf Google das Vulture feeding in der Victoria Falls Safari Lodge. Die Bewertungen waren vielversprechend und wir machten uns zu Fuß auf den Weg dorthin. Als wir ankamen, hatten wir noch genügend Zeit an der Bar ein Getränk zu trinken und die Aussicht über das Wasserloch zu enießen. Schon jetzt flogen viele Geier über uns, denn sie waren schon daran gewöhnt, dass es hier ausnahmslos jeden Tag um 13 Uhr Futter gibt.



Kurz bevor es losging, wurden alle Interessierten abgeholt und es gab eine kleinen Vortrag über die Geier. In dem Gebiet lebten insgesamt 8 verschiedene Geierarten und alle von ihnen sind stark vom Aussterben bedrohnt. Wie wir erfahren war der Grund dafür vor allem, dass die Landwirte zum Schutz vor großen Raubtieren die Leichen ihrer Tiere mit Gift versetzt haben, sodass die Löwen (oder andere Raubtiere) lernen, dass Nutztiere kein gutes Jagdziel sind. Dabei hat man aber nicht bedacht, dass auf ein paar Löwen, die vergiftet werden, hunderte, manchmal sogar tausende Geier betroffen sind und binnen kürzester Zeit sterben.
Danach ging das Schauspiel los und es war durchaus interessant den Konkurrenzkampf um das wenige Essen zu beobachten.












Danach ging es für uns zurück in die Lodge, wo wir schon bald für einen Dinner Cruise abgeholt wurden.
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29 Okt 2025 09:32 #715051
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02.09.25 - Pioneers Lodge Teil 2

Um 16:20 Uhr wurden wir pünktlich mit einem Bus abgeholt und mit einigen Zwischenstopps an den Hafen gebracht. Dort sind wir auch schnell an Bord der Zambezi Breeze gegangen. Nach einer kurzen Einweisung ging es auch schon los. Serviert wurde ein 4-gänge Menü. Zum Glück hatten wir uns die Karte schon vorher angesehen, denn für unseren Geschmack viel zu früh hat man schon nach unserer Entscheidung gefragt. Wir bestellen die Suppe des Tages - eine Kartoffelsuppe und für Jana gibt es als Hauptspeise ein Rinderfilet und ich entscheide mich erneut für das Straußenfilet. Getänke waren all Inclusive und die Auswahl war riesig.
Die Strecke auf dem Fluss, die wir gefahren sind, war zwar weniger tierreich als in Kasane, aber landschaftlich hat es uns hier besser gefallen.























Der Service war super und das essen war lecker. Nicht ganz so gut, wie am Tag zuvor, aber durchaus gut. Insgesamt war es ein wirklich schöner Abend und wir würden diese Tour wahrscheinlich der Tour in Kasane vorziehen, wenn man die Wahl hat. Natürlich ist das ganze aber mit etwa 80€ pro Person teurer, aber hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis ziemlich gut. Am Ende der Tour werden wir noch mit einem Abschiedstanz/-gesang verabschiedet und mit dem Bus zurück zur Lodge gefahren. Wir fallen ins Bett und schlafen wir ein Stein.

03.09.25 - Abreise
An diesem Tag können wir ausschlafen, denn unser Transfer zum Flughafen kommt erst um 9:30 Uhr. Da am Vortag das Flühstück ausgefallen ist, freuen wir uns umso mehr und haben die Hoffnung, dass es hier genauso gut ist, wie in Südafrika, wo wir eigentlich ausnahmslos in jeder Unterkunft excelltes Frühstück bekommen haben, das wir in keinem Land der Welt bisher vergleichbar so hatten. Leider war das Frühstück auch nicht auf diesem Niveau, aber alle male ziemlich gut und die Auswahl ist groß. Sogar Blaubeerpfannkuchen werden auf Wunsch frisch gemacht.
Nach dem entspannten Frühstück machen wir uns auf dem Zimmer fertig und sind überpünktlich für unseren Transfer, der aber leider nicht kommen will. Nach über einer halben Stunde Verspätung werden (vollkommen zu unrecht, wir haben noch mehr als genug Zeit bis zum Abflug) etwas unruhig und fragen an der Rezeption nach, ob sie bei unserem Transferdienstleister nachfragen können, was los sei. Und natürlich kommt der Transfer genau in diesem Moment udn wie sich später herausstellt sogar überpünktlich, denn laut Zeitplan des Dienstleisters sollten sie uns erst um 10:15 Uhr abholen. Diese Verschiebung wurde uns scheinbar nur nicht mitgeteilt. Am kleinen Flughafen kommen wir trotzdem sehr zeitig für unseren Abflug um 13:05 Uhr an und haben noch zeit für eine ausgiebige Tour duch die zahlreichen Souvenirshops am Flughafen. Wir kaufen auch noch eine Kleinigkeit und sind ziemlich verwundert, dass man hier nicht mit Karte zahlen kann. Dann ging es nach einer kurzen Wartezeit los für die durchaus lange Heimreise. Von Victoria Falls sind wir mit Ethiopian Air über Gaborone (hier sind wir im Flugzeug sitzen geblieben, das war irgendwie merkwürdig, denn wir haben gesehen, wie der Reinigugnstrupp durch das Flugzeug gezogen ist) nach Addis Ababa nach Rom bis nach München geflogen. Die Flüge waren alle relativ pünktlich und alles ist ohne Zwischenfälle gut verlaufen. Auf der Strecke Addis - Rom haben wir uns recht spät eingecheckt und haben leider keine Sitzplätze mehr nebeneinander reservieren könnenm, aber beim Boarding hat und eine Mitarbeiterin ungefragt neue Plätze direkt nebeneinander zugewiesen, obwohl das Flugzeug restlos ausgebucht war. Da haben wir uns sehr gefreut und würden in Zukunft nochmals bei Ethipioan Air buchen, wenn die Flüge gut passen.

Fazit Victoria Falls und Pioneers Lodge:
Victoria Falls ist eine recht schöne Kleinstadt, in der es uns irgendwie einfach zu teuer war. An jeder Stelle wollte man uns irgendwas verkaufen und die Preise finden wir sogar für europäische Verhältnisse unverschämt überteuert. Trotzdem hat die Stadt einen gewissen Charme und vor allem die Victoria Falls sind einen Besuch wert. Den Zambezi Nationalpark kann man machen - muss man aber nicht. Für uns war es bisher der am wenigsten attraktive Park in dem wir in Afrika bisher waren. Die Mischung aus uninteressanter Landschaft, geringer Tierdichte und erhöhtem Preis war einfach nicht überzeugend. Das kann aber im Waterfront Teil des Parks anders sein. Wie wir hier im Forum schon mehrfach gelesen haben, schließen wir uns der Meinung, dass ein Tagesflug für die Victoria Falls aus Kasane mehr als ausreichend ist.

Pioneerss Lodge:
Die hochpreisige Lodge ist sauber, ordentlich und eigentlich passt hier vieles. Abendessen wäre heir auch möglich, aber wir haben es nicht getestet. Das Personal war sehr zuvorkommend und hat geholfen, wo es kann (wir haben aber festgestellt, dass uns das leider nicht so gut gefällt - aber das ist 100% persönliche Vorliebe und es gibt sicher einige Leute, die so etwas gezielt suchen). Die Zimmer sind extrem hellhörig, aber da wir nur einen Nachbarn hatten und selten im Zimmer waren, hat uns das wenig gestört, aber wir konnten die Nachbarn tatsächlich gut reden hören. Die Buchung von Taxis und Aktivitäten hat überhaupt nicht geklappt und hat mehr Probleme gemacht, als es geholfen hat. Hier hatten wir bestimmt Pech, aber das hat einfach keinen guten Eindruck hinterlassen.

Botswana hat uns von den Reisezielen in Afrika (Tansania & Südafrika) am besten gefallen, auch, wenn die Reisen nicht ganz vergleichbar waren. Jedenfalls ist Botswana das erste der Länder, bei dem wir schon während der Reise festgestellt haben: wir müssen nochmal wieder kommen. Zwar hatten wir sicher überaus viel Glück mit den Sichtungen, aber das spielt bei diesem Gefühl gar nicht so eine große Rolle, denn uns hat das Gesamtpaket aus Abenteuer, Entspannung und Spannung, was der Busch am nächsten Tag für uns bereithält sehr gut gefallen. Wir kommen wieder!
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