THEMA: Botswana 2025 - Okavango Delta, Chobe & Vic Falls
17 Okt 2025 11:46 #714433
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30.08.25 - Ihaha

Am heutigen Tag haben wir vor die Strecke Richtung Kasane abzufahren, aber das erste, was wir machen, ist natürlich zu der Stelle zu fahren, an der wir die Leoparden am Vortag gesehen haben. Leider hatten wir nicht nochmal das Glück sie zu sehen, nehmen aber dafür nochmals die Ihaha Loop mit und sehen das erste große Tier des Tages: eine Giraffe.



Östlich des Camps sehen wir dann auf einem Baum einige Affen und ein Stück weiter sehen wir endlich Büffel aus der Nähe. Büffel haben wir im vorherigen Verlauf der Reise nur sehr selten und von weitem gesehen, aber dafür haben wir hier gleich hunderte Büffel gesehen, die einen Roadblock verursacht haben. Wir haben es genossen den Tieren zuzusehen und drehen dann um, um sie über die Hauptstraße zu umfahren. Dies stellt sich schon bald als eine weiterer glücklicher Umstand heraus.







Schon jetzt war klar, dass der Gamedrive ein voller Erfolg war, als wir - wieder an Riverfront - Tiere in der Ferne sehen, die wir erst etwas später als Löwen identifzieren können. Wieder haben wir das Glück als erster vor Ort zu sein und die Löwen eine ganze Weile beobachten zu können. Es handelt sich um eine weitere Löwenfamilie und diese hier war im vergleich zur Familie in Khwai nochmal deutlich verspielter. Später stößt auch der Guide zu uns, der uns am Vortag behilflich war und erzählt uns, dass er die jungen Löwen auf ein Alter von nur 2 Monaten schätzt. Ob das ungefähr hinkommen kann, können wir nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass diese jungen Löwen nochmal deutlich kleiner waren als die in Khwai und auch die ausgewachsenen (aber ebenfalls noch nicht so alten) Löwen extrem verspielt waren. Die ersten Biler haben wir um 7 Uhr gemacht und die letzten gegen 9:30 Uhr, wir haben es also sehr genossen dort zu sein :laugh: Als die Löwen es sich im Schatten bequem gemacht haben, haben auch wir uns auf den Weg zurück ins Camp gemacht.



























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20 Okt 2025 16:23 #714567
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30.08.25 - Ihaha Teil 2

Als wir vom schönen Gamedrive zurück gekommen sind, haben wir auf der Campsite entspannt und versucht das Klappern des Autos mit viel Panzertape zu verhindern. Zum Mittag gibt es heute ein letztes Mal Pizza frisch vom Feuer - unser Lieblingsgericht im Busch (okay, auch zuhause :laugh: ). Die Campsite in Ihaha ist super, hier ist wirklich viel los! Auf dem Weg zu den Ablutions treffen wir eine große Herde Imapalas und als wir vom Duschen wieder zurück gehen, erschrecken wir eine Giraffe, die sich an den Bäumen unmittelbar vor den Ablutions zu schaffen gemacht hat. Später sehen wir noch eine Herde Elefanten am Fluss trinken. So wünscht man sich das doch :)







Gegen 15:30 Uhr machen wir uns auf den Weg auf den letzten Sunset Drive in diesem Urlaub. Wehmütig verlassen wir das Camp und fahren nochmals an die Stelle, an der wir am Vortag die Leoparden gesehen haben. Im Camp war die Leopardenfamilie bekannt und ist angeblich häufiger an der besagten Stelle anzutreffen. Leider haben wir kein Glück und fahren weiter richtung Osten und hoffen, dass wir nochmals Glück mit den Löwen haben. Auf dem Weg dorthin sehen einen afrikanischen Fischadler und ein paar Elefanten weit weg im Wasser spielen.





Und dann sehen wir tatsächlich die Löwen nochmal, die wir am Morgen gesehen haben! Als wir ankommen, gehen bereits die ersten in den Wald zwischen Hauptweg und Fluss, sodass wir sie nur kurz sehen können und sie dann ungünstig zwischen Gestrüpp verschwinden.



Es ist sehr warm gewesen und die Löwen schienen keine großen Ambitionen zu haben sich zu bewegen. Als wir gerade überlegen, ob wir weiterfahren oder bleiben, fährt ein Auto vor und wir sehen ein bekanntes Gesicht - den Guide, der uns am Vortag half und den wir schon am Morgen getroffen haben. Er erzählt uns, dass er diesen Nachmittag nicht viel Glück hat und vergeblich die Löwen sucht, aber einfach nicht finden kann. Wir erzählen ihm, dass er sprichwörtlich direkt vor ihnen ist und nach einer kurzen Suche, hat auch er die schlecht sichtbaren Löwen im Gestrüpp gefunden. Trotzdem war er sichtlich glücklich und fragt, ob wir vom Leoparden in der Nähe der Serondela Picknick Site wissen. Wir verneinen und lassen uns den Weg beschreiben.
Auf der Karte sieht die Fahrt dorthin ziemlich weit aus und wir überlegen, ob wir bleiben und darauf wetten, dass die Löwen heute noch vor Sonnenuntergang weiterziehen oder den weiten Weg zum Leoparden - ohne Sicherheit, dass er noch da ist - fahren. Letztlich entscheiden wir uns vor allem wegen unserem vergangenen Löwenglück dazu zum Leoparden zu fahren.


Die Strecke ist tatsächlich ziemlich lang, sogar länger als wir erwartet haben und darüber hinaus ist der Weg dorthin leer, wir sehen kein einziges Tier, aber dafür ist es landschaftlich schön. An der Serondela Picknick Site fragen wir nochmal nach, wo wir genau hin müssen. Nachdem wir uns mehrfach erkundigt haben, sehen wir in der Nähe vom Vista-Point zwei Autos stehen und freuen uns bereits: Wir haben den Leoparden tatsächlich gefunden! Als wir ankommen, sehen wir ein Impala auf dem Boden liegen, das vielleicht vom Leoparden gerissen wurde. Kurz nachdem wir ankamen, fuhr eines der Autos weg und im letzten Moment nutzten wir die Gelegenheit und haben nachgefragt, ob der Leopard denn wirklich hier sein sollte. Der Mann im anderen Auto antwortete, dass er jetzt das dritte mal über eine Stunde stand und gewartet hat, aber keinen Leoparden gesehen hat. Wir fahren noch ein wenig umher und warten, aber machen uns dann auf den Weg zurück, schließlich war es schon recht spät und der Weg zurück ist lang.



Als wir auf dem Rückweg an der Serondela Picknick Site vorbei gefahren sind, haben uns die Gäste in einem der OSV angesprochen. Ein Südafrikaner, der seltsamerweise ziemlich gutes deutsch gesprochen hat und scheinbar wusste, dass wr deutsch sind, kam auf uns zu und hat gefragt, ob wir den Leoparden gesehen haben. Wir haben verneint und gesagt, dass wir zwar das Impala gesehen haben, aber keinen Leoparden. Er erklärt uns, dass der Leopard nur eine Autolänge weiter lag als das Impala, als sie weg gefahren sind.
Komisch, wir hatten doch rund herum alles abgesucht und nichts gefunden, aber irgendwie mussten wir es nochmal versuchen. Also nochmal zurück. Diesmal stand kein Auto mehr am Impala, das wir zuvor gesehen haben und wir entscheiden uns noch ein wenig weiter Richtung Kasane zu fahren - und tatsächlich, wir sind vorher einfach nicht weit genug gefahren. Um den Leoparden herum sind eine MENGE Autos, ca. 20 und die ganze Situation war extrem unangenehm. Wir haben uns angestellt, aber von allen Seiten kamen OSVs, die sich vorgedrängelt haben, sodass es eine ganze Weile gedauert hat, bis wir das Tier gesehen haben. Als wir in Sichtweite waren, ging es aber weiter, von allen Seiten sprechen uns die Fahrer der OSVs an, dass wir doch bitte einen Meter vor oder zurück fahren sollen, damit sie bessere Sicht haben. Nachdem wir deswegen 5 mal die Position gewechselt haben und endlich zum Fotosgrafieren kommen, hören wir schon von den ersten Fahrern: "Lasst auch die anderen etwas von der Sichtung haben", "Schnell anschauen und wieder weg fahren, es gibt noch andere, die den Leoparden sehen wollen" und zahlreiche weitere Sätze wie diese. Dabei hatten wir noch gar keine Zeit den Leoparden zu sehen und Jana hatte ihn bis dahin gar nicht sehen können, weil sie auf der ungünstigen Seite des Autos saß.
Wir haben also gewartet, bis der Leopard wenigstens einmal in unsere Richtung schaut, haben auf den Auslöser gedrückt und sind gefahren.





Man, was war das für eine unangenehme Situation! Echt schade, dass bei einer eigentlich schönen Sichtung so viel Stress gemacht wird, sodass man die Situation nicht genießen kann und stattdessen sogar negativ empfindet. Dazu war die Sicht echt bescheiden.
Danach machten wir uns auf den Weg zurück zum Camp und ich habe mich ziemlich geärgert, dass wir die lange Fahrt und damit auch irgendwie unseren letzten Sunset Drive für so eine Situation investiert haben. Jana hatte vor allem mir zuliebe zugesagt, dass wir zum Leoparden fahren und die Löwen verlassen. Naja, jetzt konnte man es eh nicht mehr besser machen und wir hatten ja noch den Morning Drive morgen früh.
Auf dem Weg zurück haben wir noch ein paar Elefanten in grandiosem Licht gesehen und kurz vor dem Camp hatten wir tatsächlich noch das Glück die Löwen zu sehen. Sie waren zwischen Straße und Wasser, aber aufgrund des schlechten Lichts, bzw. der schon deutlich fortgeschrittenen Zeit sind wir nicht lange geblieben und haben keine Fotos gemacht.



Im Camp haben wir den letzten Abend in der Wildnis genossen und sind dann müde ins Zelt gegangen.
Letzte Änderung: 20 Okt 2025 16:25 von BotsJM.
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23 Okt 2025 12:14 #714730
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31.08.25 - Ihaha -> Senyati

Die letzte Nacht im Chobe Nationalpark war leider aufgrund von Musik, die bis früh am Morgen von der namibischen Seite kam nicht so erholsam und wir waren auch ein wenig traurig, dass so die Geräusche des Busches überdeckt wurden. Trotzdem waren wir schon sehr gespannt, was der letzte Game Drive in Botswana für uns bereithält.
Also starteten wir kurz nach 6 Richtung Ihaha Loop. Wir hatten ein wenig Hoffnung, dass wir doch nochmal die Leopardenfamile treffen, aber leider haben wir bis auf einen Sattelstorch nur Leere vorgefunden.



Deswegen haben wir uns daraufhin auf den Weg Richtung Osten gemacht. Auch hier haben wir eine ganze Zeit lang keine Tiere gesehen und tatsächlich waren an diesem Tagen die ersten großen Tiere, die wir sehen Löwen.



Zunächst sahen wir nur die Mutter mit den zwei Jüngsten und je mehr wir uns umgeschaut haben, desto mehr Löwen haben wir verteilt auf die Fläche bis hin zum Fluss gesehen. Darüber hinaus kam die große Herde Büffel, die wir bereits an den Vortagen gesehen haben, auf uns und damit auch auf die Löwen zu. Zu diesem Zeitpunkt begann auch der "Rückzug" der kleinen mit der Mutter. Sie haben sich in das Waldstück zwischen Hauptweg und Weg an der Waterfront begeben.
Nur kurz darauf begonnen die Büffel aufgeregt umherzulaufen, denn weitere Löwen, die wir von unserer Position nicht sehen konnten, tauchten aus einer Vertiefung im Gelände auf und versuchten erste Unternehmungen, um einen Angriff auf die Büffel zu starten. Die Anspannung stief und die riesige Herde Büffel hat die Löwen in unsere Richtung vertrieben. Immer wieder ging es hin und her, die Löwen starten einen Angriff, die Büffel fliehen und schon kurze Zeit später dreht sich das Blatt und die Löwen werden in die Flucht geschlagen. Und dann passiert es, einer der Löwen springt auf den Rücken eines Büffels. Der Büffel rennt mit dem Löwen auf dem Rücken davon in die eigene Herde, wir sehen nichts mehr, die Staubwolke versperrt uns die Sicht und wir fragen uns, was dort vor sicht geht. Der Löwe war alleine in der großen Herde und die Chance, dass er da heil wieder herauskommt, scheint extrem gering. Als sich der Staub legt, flieht der Löwe tatsächlich scheinbar unversehrt aus der Situation.







Nach dieser Aktion scheint die Jagd für die erfahrenen, älteren Löwen fehlgeschlagen, nur noch die jungen, halbstarken versuchen weiterhin die Büffel anzugreifen und wir werden Zeuge von vielen beeindruckenden Situationen, in denen keine Tiere zu Schaden kommen. Die Büffel gewinnen zunehmend an Land und dabei ist der Unterschied zwischen den älteren und jüngeren Tieren beeindruckend: die Jungen sind sehr unsicher und lassen sich leicht verscheuchen, auch wenn sie immer wieder versuchen einen Angriff zu starten. Die älteren Löwen sind total unbeeindruckt und liegen nahezu entspannt auf dem Boden, währen dnur 2 m weiter ein junger Löwe von den mächtigen Bullen verscheucht wird.











Nachdem die Löwen schließlich aufgegeben haben, sind sie äußerst schnell in den Wald/Busch verschwunden. Wir sind überglücklich, dass uns Botswana noch eine solch eine tolle Sichtung geschenkt hat und fahren weiter. Wir fahren nochmals zu dem Leoparden, den wir am Vortag in der Nähe der Serondela Picknick Site gesehen haben, finden aber nur seine Beute vor. Weil trotzdem viel los war und wir nicht die besten Erinnerungen an diese Stelle vom Vortag hatten, fahren wir weiter. Am Tag zuvor kamen neue Gäste an die Campsite 4 direkt neben unserer an und in einem Gespräch haben wir erfahren, dass in der Nähe des Kalwesi Valley Waterholes ein großes Rudel Löwen eine Giraffe gerissen haben. Diese Löwen wollten wir suchen und tatsächlich konnten wir sie problem und schnell finden. Hier waren natürlich auch einige weitere Autos vor Ort, die uns direkt gezeigt haben, dass wir hier richtig sind.
Wir hatten auf unserer Reise unglaublich viele und vor allem schöne Löwensichtungen und nach dem, was wir erlebt haben, war diese Sichtung so gar kein Highlight. Wir haben 10 Löwen gezählt, die allesamt völlig fertig mit der Welt im Schatten lagen. Sie sahen so aus, als wären sie absolut nicht mehr in der Lage sich ordentlich zu bewegen, weil sie so voll gefressen waren. Trotzdem war die Situation eindrucksvoll.











Danach sind wir zum Gate gefahren. Auf dem Weg hatten wir weiteres Sichtungsglück und haben einen Sable Antilopen beim Trinken gesehen. Auch für alle weiteren Tiere haben wir uns nochmal besonders Zeit gelassen und genossen.







Als wir den Park verlassen haben, haben wir noch im Supermarkt eingekauft - vor allem, weil wir zu Beginn deutlich zu wenig Rusks gekauft hatten und noch welche haben wollten. Außerdem haben wir ein paar Souvenirs an den Straßenverkaufsständen gekauft.
Die weitere Fahrt bis nach Senyati war kein Problem, die Straße gut ausgebaut und das letzte Stücke durch Tiefsand war kein Problem.
Das Einchecken war auch kein Problem und nach einer kurzen Dusche mussten wir schon weiter zu unserem Sunset Cruise. Weiter geht's im nächsten Teil.
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24 Okt 2025 09:14 #714781
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31.08.25 - Ihaha -> Senyati Teil 2

Gestern war ich ein wenig zu voreilig, denn nachdem wir in Senyati angekommen waren, haben wir vor unserer Weiterfahrt an die Riverfront noch das Auto bestmöglich aufgeräumt, geputzt und die meisten Sachen zusammen gepackt, da wir unser Auto am nächsten Tag abgeben mussten.
Unseren Sunset Cruise haben wir direkt bei African Bush Lovers Safari gebucht. Dort hat er P490 pro Person gekostet und wir konnten die Permit für den Nationalpark verwenden, die wir bereits hatten. Wir sind relativ pünktlich zur vereinbarten Zeit um 15:00 Uhr an der Bootstation angekommen, wo man bereits auf uns gewartet hat, denn eigentlich hätten wir schon 30 Minuten früher da sein sollen, allerdings hatte man vergessen uns das mitzuteilen. Das war aber kein Problem und dafür ging es auch schnell los. Wir haben noch eine Kiste mit kalten Getränken erhalten und ein älteres Pärchen war so nett und hat sich extra umgesetzt, sodass wir nebeneinander sitzen konnten - und das ohne zu fragen. Super!
Nach einer kurzen Sicherheitsunterweisung und einem Stopp am Parkeingang ging es los. In den 3 Stunden wird die Sidudu/Kazakili Island umfahren. Unser Fahrer hat sich alle Mühe gegeben für alle Insassen des Bootes bestmögliche Sicht auf alle Tiere zu ermöglichen und hat gerne alle Fragen beantwortet. Wir hatten eine durchaus schöne Fahrt und haben allerlei Tiere gesehen.



























Die andere Perspektive ist für uns eine schöne Alternative aber wir merken schnell, dass wir doch eher Fan der Game Drives an Land sind. Trotzdem können wir jedem nur empfehlen einen Sunset Cruise einmal zu machen, es ist eine wirklich schöne Tour.

Nach dem Sunset Cruise haben wir uns zurück auf den Weg nach Senyati gemacht, wo wir in der Bar noch eine Pizza gegessen und etwas getrunken haben. Auch am Wasserloch waren noch ein paar Elefanten, denen wir gespannt beim Trinken zugesehen haben. Aber wir vermissen das Lagerfeuer und die Stille in tieferer Wildnis jetzt schon. Danach legen wir uns für die letzte Nach in Botswana schlafen.

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24 Okt 2025 11:26 #714797
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01.09.25 - Senyati -> Pioneers Lodge Teil 1

Auch am heutigen Tag sind wir früh aufgestanden, haben nochmal in Ruhe gefrühstückt und haben die letzten Sachen sortiert. Bei der Vorbereitung des Frühstücks sind wir dann erstmals in diesem Urlaub Opfer von Diebstählen geworden. Als wir die Heckklappe öffnen, kommt aus dem Nichts ein Pavian, springt ins Auto und schnappt sich eine Packung Müsli. Nach einem ersten Schreck sind wir eigentlich ganz froh, hatten wir doch den Rest des Urlaubs Glück, dass wir in keinem der Camps auch nur einen Affen gesehen haben und, dass er sich nur eine Packung Müsli geschnappt hat. Danach hat er uns auch in Frieden gelassen und hat die anderen Gäste des Camps terrorisiert.
Gegen 7 verlassen wir das Camp und suchen einen Abnehmer für unsere restlichen Lebensmittel und sonstigen brauchbaren Gegenstände. Wir finden ein paar Kinder am Spielen und geben Ihnen alles, was wir abgeben können. Sichtlich erfreut danken sie uns und wir fahren mit einem Tankstopp direkt zu Bushlore.
Weil wir noch etwas zu früh dran sind und Bushlore erst um 8 Uhr öffnet, müssen wir noch einige Zeit vor den Toren warten, bevor wir eingelassen und das Auto ohne weitere Probleme abgeben können. Direkt bei Bushlore wurden wir mit kleiner Verspätung abgeholt und zur Grenze nach Simbabwe gebracht. Zu unserer Freunde geht der Grenzübergang extrem schnell und wir sind kurz nach 10 schon in Victoria Falls in der Pioneers Lodge angekommen.
Hier werden wir herzlich begrüßt und uns wird sprichwörtlioch jeder Handgriff abgenommen - und schon jetzt merken wir, dass wir das eigentlich gar nicht wollen.
Nach einem kurzen Willkommensgruß inkl. dem wohl besten Eistee, den wir je getrunken haben, wurden wir ins Zimmer gebracht. Die Anlage ist sehr schön und wir fühlen uns insgesamt wohl.











Nachdem wir uns frisch gemacht haben, sind wir zurück an an die Rezeption gegangen und haben für heute Abend ein Taxi gebucht, das uns zum Abendessen zum Baines Restaurant bringen sollte und wir haben darüber hinaus eine Buchungsanfrage die angebotene Reitsafari im Zambezi National Park angefragt, da uns das Reiten in Maun so gut gefallen hat. Dann haben wir uns noch erkundigt, wie wir am besten zu den Victoria Falls kommen. Ein wenig überrascht sind wir von der Aussage, dass der Weg zu Fuß sogar im Dunkeln sicher sei. Wir hatten uns über Victoria Falls im vorhinein sehr wenig informiert und sind aufgrund der Lage in Zimbabwe davon ausgegangen, dass es dort angespannter sei, als in Botswana und auch in Südafrika, aber vor Ort wurden wir äußerst positiv überrascht, was diese Belange angeht.
Wir entscheiden uns für den Fußweg zu den Falls, der ungefähr 30 Minuten gedauert hat. Auf dem Weg freuen wir uns m,ehrmals darüber, dass wir Warzenschweine an überraschenden Stellen ruhen sehen.

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24 Okt 2025 11:32 #714798
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01.09.25 - Senyati -> Pioneers Lodge Teil 2

Der Eintrittspreis in den Victoria Falls National Park ist schon ziemlich happig. Auch interessant ist der sehr einfache Umrechnungskurs: 50$, 50€ oder 50 Pound. Wir bestehen darauf in Dollar zu bezahlen und werden eingelassen.
Die Parkanlage ist sehr schön und da wir durch zahlreiche Reisen nach Norwegen schon ein wenig wasserfallgesättigt sind, ist vor allem der schmale Streifen Regenwald entlang des Wasserfalls unser Highlight. Auch einige wunderschöne Vögel, die wir bisher noch nie gesehen haben und die wir leider nicht geschafft haben zu fotografieren, sehen wir. Als Abschluss gibt es noch einen Brownie im Cafe und dann gehen wir den Weg zurück. Die für Afrika bekannten aufdringlichen Verkäufer versuchen uns auf dem Rückweg ganz besonders etwas zu verkaufen und auch von ein paar zwielichten Gestalten kriegen wir etwas(vermutlich Drogen?) angeboten.



















Zurück in der Lodge fragen wir nach unserer Buchung für das Reiten und man teilt uns mit, dass sich hierzu noch keine Neuigkeiten ergeben haben. Das Taxi für heute Abend bestätigt man uns aber. Nach einer Dusche und ein wenig Entspannung im Zimmer, machen wir uns auf den Weg zum Abendessen, das Taxi sollte vor der Lodge auf uns warten und als wir die Rezeption passieren, fragen wir nochmals nach unserer Buchung für den nächsten Morgen zum Reiten. Wieder vertröstet man uns und verweist darauf, dass sie bis 22 Uhr bescheid bekommen. Dann gehen wir raus und warten auf das Taxi.. und warten.. und warten.. Dass die Afrikaner nicht unbedingt für ihre Pünktlichkeit bekannt sind, wissen, aber nach über einer halben Stude fragen wir an der Rezeption nochmal nach, wo das Taxi denn bleibt. Vor allem, weil wir beim Restaurant extra nach einem Tisch mit guter Sicht angefragt haben, wollten wir dort zum Sonnenuntergang sein.
An der Rezeption hat zwischenzeitlich ein Personalwechsel stattfgefunden und die sehr nette Mitarbeiterin ruft nach unserer Nachfrage direkt beim Taxiunternehmen an und es stellt sich heraus, dass gar kein Taxi für uns bestellt wurde. Glücklicherweise war nur wenige minuten später das Taxi da und wir können endlich los. Auf die Nachfrage nach dem Preis erleiden wir den nächsten Schrecken: ganze 10 Dollar soll die etwa 9-minütige Fahrt kosten. Wir handeln 15 Dollar für die Hin- und Rücktour aus und einigen uns auf eine Abholzeit mit dem netten Fahrer.

Leider haben wir es nur noch in der Dämmerung in Baines Restaurant geschafft, das aber trotzdem einen tollen Blick direkt über den Zambezi River bietet. Wir bestellen das Venison of the Day - Eland - und ein Straußenkebap und sind begeistert vom essen und auch den Getränken. Inkl. üppigem Trinkgeld bezahlen wir hier 70 Dollar für wirklich hochwertige Speisen und sind damit zufrieden.





Unser Fahrer holt uns auf die Minute püntktlich zur verabredeten Zeit ab und hat sich dafür ein Trinkgeld verdient. In der Lodge stellen wir unsere übliche Frage nach dem Reiten und wir werden weiterhin vertröstet, dass sie uns immer noch nichts dazu sagen können. Deswegen wird uns immer klarer, dass das nichts werden kann und wir schauen uns selbstständig im Internet um, was wir so spontan noch für morgen früh buchen könnten. Die einzige Alternative scheint ein Game Drive im Zambezi Nationalpark zu sein. Gegen 22 Uhr gehen wir ein letztes mal zur Rezeption, wo wir dann schließlich die Bestätigung kriegen, dass das Reiten am nächsten Morgen nicht klappt. Enttäuscht und irgendwie auch ein wenig verärgert gehen wir zurück ins Zimmer. Wahrscheinlich vor allem, weil es mit dem Taxi nicht geklappt hat und wir so oft vertröstet wurden, hatten wir ein wenig den Eindruck, dass man nicht besonders viel Engangement investiert hat, um diese Aktivität zu buchen. Wir wurden in der Stadt angesprochen, ob wir Aktivitäten buchen wollen und auch unser Fahrer, der uns von der Grenze in die Lodge gebracht hat, war sehr bemüht uns eine Aktivität zu verkaufen. Das war zwar auch wegen der Aufdringlichkeit und der stetigen Empfehlung ausgerechnet die teuersten Touren zu buchen etwas nervig, aber im nachhinein sind wir sicher, dass die Motivation an diesen Stellen möglicherweise größer gewesen wäre, die Reitsafari zu ermöglichen.
Wir buchen noch über GetYourGuide den Gamedrive für den nächsten Morgen - allerdings ohne Bestätigung, sodass wir nicht sicher sind, ob uns morgen früh tatsächlich jemand abholt. Dann fallen wir müde ins Bett.

Fazit Senyati Safari Camp:
Wir haben im viele super Bewertungen für das Senyati Safari Camp gelesen und unser Reisebüro hat uns hier 3 Nächte vorgeschlagen. Entsprechend hoch waren die Erwartungen für das Camp, die sich für uns überhaupt nicht erfüllt haben. Vielleicht lag das auch an einer falschen Erwartungshaltung, aber wir würden eigentlich nicht nochmal hier buchen, wenn es keine zwingenden Gründe dafür gäbe. Die Camps sind ziemlich nah beieinander, die Autos stehen vor Ort schon fast direkt nebeneinander, die Dusche und der Kochbereich sind bestenfalls in Ordnung, in jedem Camp in den Nationalparks waren die Sauberkeit und der Zustand mindestens genauso gut. Natürlich ist die Bar mit dem Wasserloch super und wirklich etwas besonderes. Auch die Möglichkeit etwas warmes zu essen ist sicher für einige wichtig. Für uns und unsere Ansprüche war ein Zwischenstopp in Kasane eigentlich nicht nötig und für zukünftige Reisen würden wir Kasane streichen. Eine Abgabe des Autos um 8 Uhr oder 9 Uhr bei Bushlore müsste problemlos auch mit einer Anreise aus Ihaha direkt funktionieren. Wichtig ist aber natürlich, dass man aus Senyati andere Möglichkeiten (Tagestrip Vic Falls, Sunset Cruise etc.) hat. Kann man also durchaus machen, aber wir würden aufgrund usnerer persönlichen Vorlieben eher eine weitere Nacht in Ihaha vorziehen.
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