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Hallo zusammen,
da wir in diesem Forum unglaublich viele sehr hilfreiche Informationen für unsere Reise gefunden haben, möchten wir unsere Erfahrungen unserer diesjährigen Reise nach Botswana gerne teilen. Wer sind wir eigentlich? Wir (Jana, 35 & Michi, 29) haben uns nach unserer ersten Reise 2023 nach Tansania ein bisschen in Afrika verliebt. Ursprünglich sind wir dorhin gefahren, um den Kilimandscharo zu besteigen. Gleichzeitig dachten wir uns: "Wenn wir schon nach Afrika reisen, muss man eigentlich auch eine Safari machen." Gedacht, getan, also haben wir an die Besteigung des höchsten Berges Afrikas noch drei Tage Safari in Tarangire, Lake Manyara und dem Ngorongoro Krater angehangen. Danach waren wir restlos begeistert, sodass wir bereits ein paar Wochen später schon die nächste Reise geplant haben. Diesmal Süfafrika (Kapstadt, Gardenroute, Addo, Timbavati und Krüger im Januar). Südafrika hat uns auch sehr gut gefallen, allerdings hat uns die Safari dort nicht so zugesagt und ich denke in den Krüger würden wir heute nicht nochmal fahren. Wir haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass wir geführte Safaris nicht so gerne mögen und lieber selebr fahren. Die großen Menschenmenge im Krüger hat uns auch gar nicht gefallen, sodass wir nach einem ruhigeren Ziel gesucht haben. Wieder nur ein paar Wochen nach der Reise nach Südafrika haben wir uns für eine weitere, diesmal aber vorerst letzte Reise nach Afrika entschieden. Schnell wurden Namibia und Botswana in die nähere Auswahl genommen und augrund unseres gewünschten Schwerpunktes auf Tiere ist es dann Botswana geworden. Die genaue Reiseroute findet ihr weiter unten. Generell sind wir eher die Abenteuerurlauber, sind früher (seitdem wir einen Hund haben eigentlich gar nicht mehr) viel in Skandinavien und den Alpen Campen gewesen und lieben es unseren Urlaub in der Natur zu verbringen. Luxus und vor allem das Rundum-Paket Hotel benötigen wir nicht und finden es manchmal sogar unangenehm und anstrengend. Planung der Reise: Gestartet haben wir unsere Reiseplanung durch Anfrage bei verschiedenen Reisebüros. Am Ende haben wir mit Namibia Click & Travel gebucht und sind restlos zufrieden. Wir haben die vorgeschlagene Reise allerdings mit den Infos aus diesem Forum anpassen lassen. Genauer Reiseverlauf: Wir haben eine One-Way-Reise von Maun nach Victoria Falls gebucht. Dabei sind wir die Strecke von Maun nach Kasane selbst gefahren und haben einen Transfer nach Victoria Falls gebucht und sind von dort aus zurück geflogen. Der genaue Reiseverlauf sieht so aus: 19.08.25 - Flug München - Maun 20.08.25 - Crocodile Safari Camp & Spa 21.08.25 - Moremi South Gate Campsite 22.08.25 - Third Bridge Tented Camp 23.08.25 - Third Bridge Tented Camp 24.08.25 - Khwai Magotho Campsite 25.08.25 - Khwai Mbudi Campsite 26.08.25 - Khwai Mbudi Campsite 27.08.25 - Savuti Campsite 28.08.25 - Savuti Campsite 29.08.25 - Ihaha Campsite 30.08.25 - Ihaha Campsite 31.08.25 - Senyati Safari Campsites 01.09.25 - Pioneers Lodge 02.09.25 - Pioneers Lodge 03.09.25 - Rückflug Victoria Falls - München Mietwagen: Gebucht haben wir einen Toyota Hilux von Bushlore (HilC2). Wir hatten vorher keine Erfahrungen mit 4x4 Fahrzeugen oder mit sandigen Off-Road Strecken und hatten auf der gesamten Strecke absolut gar keine Probleme. Echt unglaublich, was so ein Hilux alles kann und wie robust ein solches im Vergleich zu unseren "herkömmlichen" Autos ist. Flüge: Nachdem wir die Flüge eine ganze Zeit im Auge behalten haben, haben wir uns schlussendlich für Flüge mit Ethiopian Airlines entschieden. Die viele Zwischenstopps sind zwar blöd (München - Rom - Addis - Maun & Victoria Falls - Gaborone - Addis - Rom - München), aber man wusste ja schon vorher worauf man sich einlässt. Alle Flüge waren pünktlich, das Gepäck war da und das Essen war genießbar. Wir würden also nochmal mit Ethiopian Airlines fliegen. Die Flüge haben für 2 Personen in Economy Class 2.300€ gekostet. Ich habe zwischendurch nochmal geschaut und es scheint aktuell so zu sein, dass man für ca. 1.800€ mit Air France über Johannesburg fliegen kann - sicher eine gute Alternative. Navigation: Über dieses Thema haben wir uns viel Gedanken gemacht. Wir haben die Tinkers Karten vom Chobe und vom Moremi, Maps.me (nicht vergessen die Karten für Botswana runterzuladen) und Tracks4Africa mit detaillierten Karten von Botswana auf dem Handy. Vorab habe vor allem ich mir schon die Frage gestellt, ob es nicht besser wäre ein Garmin Navigationsgerät mit Tracks4Afrika zu haben und öfter überlegt eins zu kaufen. Am Ende haben wir das aber nicht und waren mit den oben genannten Materialien unterwegs. In Tracks4Africa habe ich dann noch eine Route erstellt, in der alle unsere Campsites inkludiert sind. Diese Route wird dann auch auf dem Handy in lila/pink angezeigt. Tracks4Africa auf dem Handy kann nicht navigieren! Oder zumindest habe ich diese Funktion nicht gefunden. Ich denke diese Info ist für einige interessant. Vor Ort haben wir zu 95% Tracks4Africa auf dem Handy verwendet. Eine Navigation ist zwar möglich, aber man sieht die meisten vorhandenen Strecken und man sieht, wo man sich selbst gerade befindet. Besonders im Moremi war es sehr viel hilfreicher eine Übersicht aller Strecken zu haben, als eine Navigation, weil man in vielen Bereichen aufgrund des hohen Wasserstands nicht genau wusste, welche Strecke eine Dead-End hat, oder nicht. Wir sind so wirklich super rumgekommen und hatten nie ein Problem. Maps.me fand ich ziemlich unübersichtlich und habe es deswegen nicht verwendet. Hervorzuheben ist hier allerdings, dass tatsächlich mehr Strecken auf maps.me eingezeichnet sind, als auf Tracks4Africa. Maps.me haben wir nur in Kasane zur tatsächlichen Navigation verwendet. Da das Thema Strecke zu Third Bridge hier immer wieder fleißig diskutiert wird, hier noch unsere Einschätzung und Beschreibung der Route. Hier nochmals der Hinweis: wir hatten vor diesem Urlaub keine Erfahrung mit 4x4 und sind zuvor keine wirkliche Wasserdurchfahrt gefahren. Die First Bridge ist intakt, aber unmittelbar an die Brücke hat zu unserer Reisezeit eine Wasserdurchfahrt angeschlossen. Diese Wasserdurchfahrt war für uns problemlos zu fahren. Auf der Rückfahrt würde die Durchfahrt als schwieriger einschätzen. Insgesamt die schwierigere der beiden notwendigen Wasserdurchfahrten. An der Second Bridge empfehlen wir die hier schon oft beschrieben Umgehungsstrecke an der Boga Campsite zu fahren: Fahrt direkt bis vor die Brücke, dann rechts bis zur Boga Campsite fahren und dort das Wasser queren. Auf der rechten Seite der Querung ist das Wasser zu unserer Reisezeit nicht tief und auch nicht schlammig gewesen. Auf der anderen Seite (vorsicht Tiefsand direkt bei der ersten Kreuzung) links abbiegen und die Wasserquerung durch den Wald umfahren. Auf dem Hinweg haben wir die Waldumfahrung nicht gefunden und sind nach der alternativen Wasserquerung an der Second Bridge rechts gefahren. Dort folgt nach einiger Zeit eine andere Wasserquerung, die wir dann genommen & geschafft haben. Wir hatten uns vor dem Urlaub vorgenommen keine Wasserquerungen zu benutzen - das hat zwar nicht geklappt, aber uns sind die Stellen wirklich leicht gefallen undThird Bridge war bei unseren Bedingungen gut zu erreichen. Weitere hilfreiche Informationen vorab: - Die Tankstelle in Muchenje war in Betrieb und hat laut Aussage wirklich ALLER Ranger und Bediensteten der Camps, die wir gefragt haben, nun immer Diesel vorrätig. Uns hat man vorher gesagt, dass der 160l Tank für unsere Reise locker ausreichen würde. Dem möchten wir an dieser Stelle ein wenig wiedersprechen. Wir haben in Muchenje 148l nachtanken müssen, hätten es also nicht mehr ohne Umwege nach Kasane bis ans Ende der Reise geschafft. Sollte jemand länger als wir unterwegs sein, empfehlen wir ganz klar Diesel mitzunehmen. Während unserer Zeit in Khwai (wo uns natürlich unser Dieselproblem schon klar wurde), ab es dort leider keinen Diesel, sonst hätten wir auf der sicheren Seite sicher dort teuren Diesel gekauft. Erwähnt sei hierbei noch, dass wir stets ausgedehnte GameDrives gemacht haben und wir möglicherweise überdurchschnittlich viel Diesel benötigt haben. - Victoria Falls: wir hatten wir oben beschrieben 2 Tage vor Ort. Für uns war das deutlich zu viel. Nochmal hin würden wir nicht so gerne und selten haben wir einen so überteuerten Ort (im globalen Vergleich) gesehen. - Sicherheit: Der Schein kann zwar immer trügen, aber wir haben uns insbesondere im Vergleich zu Tansania und Südafrika zu jeder Zeit sehr sicher gefühlt. Natürlich muss man immer wachsam sein, aber die Sicherheitslage war sehr angenehm. - Wir haben uns insbesondere in Botswana sehr willkommen gefühlt. Sicher auch dadurch, dass weniger Menschen auf usnerer Reiseroute unterwegs waren, war das Gemeinschaftsgefühl wirklich schön. Jeder hat sich gegrüßt und oft hat man sich mit wildfremden Menschen unterhalten - weil man auf der selben Tour unterwegs ist. Das war wirklich schön und ein Highlight im Urlaub. Wir wurden sogar mehrmals von Einwohnern Botswanas angesprochen und gefragt, wie unsere Reise denn aussieht. Danach kam ein herzliches und ernstgemeintes Danke dafür, dass wir in Botswana Urlaub machen. Für die Alteingesessenen mag das vielleicht sogar normal sein, aber für uns war es das nicht. Das haben wir so herzlich noch in keinem Land erlebt und es hat unseren Urlaub tatsächlich besser gemacht. - Eingekauft haben wir im Checkers in der Mall Of Maun. In einem anderen Supermarkt waren wir aus Zeitgründen auch nicht, aber dieser Supermarkt schien uns ziemlich europäisch zu sein. Leider haben wir einiges nicht bekommen, das wir auf der Einkaufsliste hatten, deswegen empfehlen wir an dieser Stelle, dass man möglichst viel von Deutschland mitnimmt, das essentiell sein könnte. Wir haben z.B. nicht mal Wraps bekommen, die wir für einige Gerichte eingeplant haben. - Die hier im Forum empfohlenen Arbeitshandschuhe empfehlen wir auch mitzunehmen. Diese Liste ergänzen wir evtl. mit Fortschreiben des Berichtes, um eine gute Übersicht zu erhalten. Direkt zum Einstieg haben wir auch bereits eine Frage: Sind diese zwei Vögel wirklich dieselben und welcher ist es? Der Cape Glossy Starling? Hier schon mal ein paar Eindrücke unserer Reise, bevor es losgeht. Vielleicht ist für den ein oder anderen noch die Fotoausrüstung interessant. Wir sind mit zwei Kameras gereist. Sony Alpha 6300 mit Tamron 150-500mm f5-6,7 Sony Alpha 7 iii mit Sony SEL 200-600mm F5,6-6,3 bzw. FE 24-105 mm F4 Ob wir auf dieser Reise mehr Glück auf der Safari hatten als auf unserer Reise in Südafrika erfahrt ihr (hoffentlich) in Kürze hier. Liebe Grüße Jana & Michi |
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Letzte Änderung: 08 Sep 2025 10:40 von BotsJM. Begründung: Bild hat gefehlt
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19.08.25 - Flug München - Maun
Am 19.08.25 ging es also los. Unser Flug mit Ethiopian Airlines ging um 19:05 Uhr nach Rom. Nach einem weiteren Zwischenstopp in Addis sind wir fast pünktlich um 13:15 Uhr in Maun gelandet. Hat alles super funktioniert, das Essen war genießbar und das Gepäck ist angekommen. Und das beste: wir haben auf dem Flugzeug unseren alten Freund, den Kilimandscharo sehen können. Die Einreise nach Botswana in Maun war ziemlich zeitaufwendig. Obwohl wir das einzige Flugzeug waren, das zu der Zeit da war, sind wir erst gegen 14:30 Uhr mit einem neuen Eintrag im Reisepass weiter gekommen. Unser Gepäck wartete schon auf uns und wir sollten vor dem Flughafen von Bushlore abgeholt. Nach kurzer Wartezeit war dies auch der Fall und es ging direkt los zum Depot von Bushlore. Nachdem der Papierkram erledigt war, hat man uns noch ausgiebig das Auto (HilC2) gezeigt. Das ganze ging aber recht schnell und nach ca. 30 Minuten waren wir damit fertig. Unser Fahrzeug ist bereits 8 Jahre alt und 150.000 km gelaufen, war aber abgesehen vom zerkratzten Lack und ein paar Blechschäden noch gut in Schuss. Spätestens im Moremi haben wir dann auch verstanden, wieso der Lach aussieht, wie er eben aussieht. Los ging es dann zunächst noch zusammen mit Bushlore zur Tankstelle, um das Auto aufzutanken. Dort angekommen, hat uns der nette Mitarbeiter dann noch erklärt, dass es in Botswana kein Rechts-Vor-Links oder ähnliche Regelungen gibt, sondern die Kreuzungen ohne Ampeln mit first come first serve funktionieren. Das war eine gute Information für uns und wie sich später bestätigen sollte, funktionert dieses Prinzip in Botswana hervorragend. Direkt im Anschluss sind wir zur Mall Of Maun zum einkaufen gefahren. Wir haben unseren gesamten Lebensmitteleinkauf im Checkers dort gemacht und haben das meiste durchaus bekommen. Was wir nicht bekommen haben waren: Wraps, Peaceful Sleep, Alufolie, Zipp Beutel, Tofu, Cocktailtomaten, Zucchini, Wassermelone, Nachos/Popcorn in genießbaren Geschmäckern Anschließend waren wir noch im Bottle Store und haben versucht Gin, Wein und Cider zu kaufen. Wie wir einige Tage später feststellen dürfen, haben wir allerdings keinen Gin, sondern sehr teuren, alkoholfreien Abstience Cape Citrus gekauft In der Mall of Maun haben wir auch noch Bargeld abgehoben und in der Apotheke Peaceful Sleep gekauft, gekostet hat das 87 Pula/Dose. Aus Südafrika kennen wir es so, dass es das Peaceful Sleep auch im Supermarkt gibt. Ist das in Botswana anders und falls nicht, ist es in der Apotheke viel teurer gewesen? Soweit hat aber alles geklappt und wir waren ziemlich froh, dass wir wie geplant alles erledigen konnten. Danach gings gleich weiter zum Crocodile Safari Camp & Spa, wo wir tatsächlich gegen 18:30 Uhr ankamen. Dort haben wir unsere Einkäufe (wie sich später herausstellen sollte zu schlecht) verstaut, haben das Zelt aufgebaut, geduscht und sind für ein Essen in das Restaurant des Camps gegangen. Das Aufbauen des Zeltes hat für das erste mal recht schnell geklappt und wir waren begeistert, wie einfach das doch geht. Es gab für mich einen Burger und für Jana Wraps. Beides war lecker und anschließend sind wir früh ins Bett gegangen, denn der nächste Tag sollte schon früh mit einem Highlight des Urlaubs starten. 20.08.25 - Maun -> South Gate Campsite Um 5:45 Uhr hat der Wecker geklingelt und die erste Nacht im Dachzelt war vorbei. Jana hatte ihren eigenen, warmen Schlafsack mit, sodass wir einen Schlafsack von Bushlore ausgebreitet auf die Matratze gelegt haben, um es etwas bequemer zu haben. Mit diesem Setup waren wir uns einig, dass es fast so bequem ist, wie ein herkömmliches Bett und auch im Nachhinein müssen wir sagen, dass wir jede Nacht sehr gut im Dachzelt schlafen konnten. Wir wussten, dass es in Botswana im August in der Nacht kalt werden kann, dementsprechend war für mich die erste Nacht auch recht kalt, sodass ich mir vorgenommen habe, für die nächste Nacht eine Jacke mit ins Zelt zu nehmen. Jana dagegen hatte dieses Problem nicht, denn so ein Schlafsack, der für Temperaturen bis -28°C geeignet ist, ist tatsächlich auch warm genug für die vergangene 10°C kalte Nacht. Nach dem Aufstehen haben wir das Zelt abgebaut und waren wie beim Aufbau begeistert, dass dies so schnell und einfach ging. Unsere Schlafsachen konnten wir sorgfältig zusammengelegt im Dachzelt lassen. Da wir nach dem fertig machen, mit Sonnencreme eincremen und mit Peaceful Sleep einsprühen noch genügend Zeit hatten, haben wir sogar noch gefrühstückt und sind gegen /:00 Uhr voller Vorfreude Richtung Maun gestartet. Wir haben um 8:00 Uhr in Thamo Telele eine Reitsafari gebucht. Wir sind beide keine geübten Reiter, Jana ist in der Vergangenheit öfter geritten und hatte auch ein paar Reitstunden. Ich war vorher erst zwei mal auf einem Pferd: einmal 2024 in Südafrika und einmal dieses Jahr in Schweden. Das war aber überhaupt kein Problem, weil die Pferde hervorragend trainiert sind. Als wir ankamen, waren wir umso glücklicher zu hören, dass wir zwei die Einzigen sind und damit eine private Tour bekommen. Direkt nach unserer Ankunft ging es auch schon los. Die Thamo Telele Lodge(?) hat ein umzäuntes, privates Reserve, in dem auch Giraffen, Zebras und einige Antilopenarten leben. Unser Guide war bestens geschult und konnte uns viel neues erklären. Die Tiere haben uns Menschen auf den Pferden nicht als solche wahrgenommen und wir kamen sehr nah an die Tiere heran. Sogar das angeblich erste Straußenei der Saison haben wir gefunden. Für mich war das Reiten hier das schönste meiner drei Reitabenteuer und wir können es nur empfehlen! Gekostet hat das ganze 50€/60$ pro Person und pro Stunde. Nach diesem tollen Erlebnis haben wir in Maun noch die Nationalparkgebühren bezahlen wollen. Als wir ankamen fragte man uns nach unseren Vouchern und wir haben ratlos geantwortet, dass wir keine haben. Dunkel konnten wir uns aber daran erinnern, dass wir diese hätten von Bushlore bekommen sollen. Mit unserem Reiseplan haben wir aber auch ohne die Voucher die Nationalparkgebühren bezahlen können. Dies ging recht schnell und die Damen vor Ort waren sehr freundlich. Bevor es also endlich in den Moremi gehen sollte, mussten wir nochmal zurück zu Bushlore und nach den Vouchern für unsere Reise fragen. Auf mehrmaliges Nachfragen hat man uns dann ein ungeöffnetes Paket in die Hand gedrückt. Darin waren dann zum Glück alle notwendigen Unterlagen und mit einem Zwischenstopp bei der Tankstelle (erstaunlicherweise mussten wir ca. 15l nachtanken) sind wir dann Richtung South Gate gestartet. Hinter Shorobe beginnt die Gravel Road und wir sind stehen geblieben, um den Luftdruck in den Reifen nach den Vorgaben von Bushlore auf 2,0 bar zu reduzieren. Gleichzeitig haben wir etwas Feuerholz gekauft. Daraufhin hatten wir beim Reduzieren des Luftdrucks Gesellschaft von zwei Kleinkindern und ihrer Mutter, die uns in regelmäßigen Abständen aufgefordert hat, ihnen zu Essen zu geben. Als wir schließlich losgefahren sind, haben wir ihnen auch eine Kleinigkeit da gelassen. Die Befestigung des Holzes auf dem Dach müssen wir aber noch etwas üben, das hat ziemlich lange gedauert und so richtig fest war das Feuerholz auch nicht. Bis zum Southgate sind wir ohne weitere Probleme gekommen und wir haben sogar ein paar Elefanten auf dem Weg getroffen. Mit dem Voucher für unsere Campsite am South Gate hat dann auch alles funktioniert und wir sind extrem froh, dass uns nicht erst am Gate auffällt, dass die Voucher fehlen, haben wir doch die Strecke Maun - South Gate als die zweitschlimmste Strecke im gesamten Urlaub empfunden. Wir haben Campsite 3 bekommen, konnten aber nach eigenem Wunsch auch die 4 besetzen, aber blieben bei der 3. Das Camp war recht leer, es waren lediglich zwei andere Autos außer uns da und damit hatten wir recht viel Privatsphäre im Camp. Dies ist sicher anders, wenn das Camp ausgebucht ist. Uns hat das Camp jedenfalls gut gefallen und mit der Reittour am Morgen war eine Übernachtung hier entspannter als eine lange Anreise nach Third Bridge oder Xakanaxa. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass unser ursprünglicher Reiseplan statt 1 Nacht South Gate und 2 Nächte Third Bridge, 2 Nächte Third Bridge und 1 Nacht Xakanaxa vorgesehen hat, aber wir unsere gesamte Buchung aufgrund der Arbeit um eine Woche verschieben mussten und dann eben Xakanaxa gar nicht mehr und in Thrid Bridge nur noch das tented Camp bekommen haben. Am Camp sind wir ziemlich genau um 15 Uhr angekommen, sodass wir noch schnell duschen waren und dann gleich in den Sunset Drive gestartet sind. Am Gate hat man uns das Gebiet um die Black Pools herum empfohlen, seien doch dort am Morgen Löwen gesichtet worden. Mit voller Vorfreude sind wir schließlich auf unseren ersten Gamedrive gestartet. Die Natur und die Landschaften im Moremi haben uns begeistert und auch einige Tiere haben wir gesehen, von den Löwen war aber keine Spur zu finden. Hier ein paar Eindrücke unseres ersten Gamedrives: Nach dem Gamedrive haben wir noch schnell Nudeln mit Pesto gekochtt und das Zelt aufgebaut. Dabei hatten wir sogar Besuch von einem Honigdachs, der auch ziemlich nah kam. Leider hatten wir aber kein Handy griffbereit und als wir es geholt haben, ist er weggelaufen. Fazit: Das Reiten war super und wir können es nur empfehlen! Die South Gate Campsite hat uns gut gefallen, die Ablutions waren sauber und es war ruhig. Der aus unserer Sicht größte Nachteil ist, dass es doch ziemlich weit ist, bis man schöne Gebiete für einen Gamedrive erreicht. Für die Anreise würden wir die Campsite aber jederzeit wieder buchen. |
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Letzte Änderung: 11 Sep 2025 16:50 von BotsJM. Begründung: Tier falsch aus dem englischen übersetzt
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21.08.25 - South Gate - Third Bridge
Pünktlich um 5:45 Uhr klingelt der Wecker und wir starten in unsere Morgenroutine, die wir jeden Tag beibehalten sollte: Aufstehen, das Zelt abbauen, die Ablutions aufsuchen, Sonnencreme & Peaceful Sleep auftragen, ein Getränk und das Frühstück in die Fahrerkabine bringen und losfahren. Die Nacht war bei mir wieder recht kalt, aber gut. In der Nacht haben wir ein paar Elefanten auf der Campsite gehabt, die unsere Wildkamera aber nicht erfasst hat. Für uns war es aber beeindruckend, wie gut man die Tiere in der Nacht doch bemerkt, wenn man lediglich in einem Zelt schläft. Auch Löwen haben wir in der Nacht gehört. Diese Geräuschkulisse hat uns richtig gut gefallen und wir vermissen sie bereits. Der Plan für den heutigen Tag war, dass wir auf dem Weg nach Third Bridge noch einen Game Drive in der Xini Lagoon machen. Etwa um 6:20 Uhr mnachten wir uns noch vor Sonnenaufgang auf den Weg und am Wasserloch etwa 3 km vom South Gate entfernt haben wir die ersten Elefanten gesehen. Weiter in Richtung Xini Lagoon haben wir außerdem einen Bau von Zwergmanugsten (?) gefunden. In der Xini Lagoon selbst war die Navigation in dem Sinne nicht ganz so einfach, dass wir die Straßen nicht kannten und deshalb nicht wussten, ob bestimmte Strecken unter Wasser sind oder nicht. Auf Wasserdurchfahrten wollten wir in diesem Gebiet verzichten. Am Ende lief es dann tatsächlich darauf hinaus, dass wir denselben Weg, den wir rein gefahren sind, auch wieder raus gefahren sind. Die Xini Lagoon hat uns aber sehr gut gefallen, ist sie doch landschaftlich wunderschön. Auch einige schöne Tiersichtungen hatten wir. Ein Kampfadler? Wieder den ganzen Weg zurück zur Hauptstraße Richtung Third Bridge gab es bis zur First Bridge nur noch einen Elefanten, der in Mitten des Weges einen Baum verspeist hat. Nachdem wir ihm ca. eine halbe Stunde zugeschaut haben, haben wir gewendet und gehofft eine Umfahrung zu finden, denn diese Mahlzeit schien noch eine ganze Weile zu dauern. Glücklicherweise sind wir relativ schnell auf einen Parallelweg gestoßen, den wir nutzen konnten. Nach kurzer Zeit kamen wir dann bereits zur First Bridge, die noch intakt war. Unmittelbar hinter der Brücke befand sich aber unsere erste Wasserdurchfahrt. Leider haben wir scheinbar weder auf dem Hinweg, noch auf dem Rückweg ein Foto hiervon gemacht. Nach der Querung ging es also weiter zur Second Bridge und kurz vorher ist ein usn entgegenkommendes Auto stehen geblieben und hat uns den Weg nochmals erläutert: Bis zur Second Bridge vorfahren, dann rechts bis zur Boga Site fahren und dann das Wasser auf der rechten Seite queren. Leider ist die offizielle Detour noch beschildert. Hierzu können wir aber nichts sagen, weil wir dort gar nicht waren. Die Wasserdurchquerung ist uns leicht gefallen, allerdings wussten wir gleich auf der anderen Seite nicht, wie es weiter geht. Erstmal sind wir links gefahren, kamen aber recht schnell an eine Wasserdurchquerung ohne Fahrspuren, sodass wir uns dazu entschieden haben, umzukehren. Dieser Weg wäre zu unserem Zeitpunkt aber der richtige gewesen, man hätte die Wasserquerung durch einen kurzen Umweg durch den Wald umfahren können. Bilder dazu gibt's auch irgendwo im Forum hier. Wir sind aber dann den anderen Weg gefahren und haben dort auch andere Autos gesehen, sodass wir angenommen haben, richtig zu sein. Nach kurzer Zeit standen wir aber wieder vor einer Wasserquerung ohne Fahrspuren. Anders als in der anderen Querung, die wir gemieden haben, war das Wasser hier aber klar und man konnte die Tiefe gut abschätzen. Wir haben also unseren Mut zusammen genommen und sind durch gefahren. In der Mitte haben wir ein Hindernis getroffen, haben die Querung aber trotzdem gut und ohne Schäden geschafft. Der Weg bis zum Camp war dann nicht mehr weit. Vor Ort haben wir dann als erstes gefragt, ob nicht doch eine Campsite frei ist und wir das Tented Camp tauschen können - leider ging dies aber nicht. Eine Tour mit dem Boot in das Okavango Delta kostet pro Boot und Stunde P900. Von anderen Mitreisenden haben wir gehört, dass sich diese Bootstour durchaus lohnt, wir hatten aber schon im vorhinein des Urlaubs entschieden, dass wir stattdessen in Mbudi eine Mokorotour machen wollen und darauf verzichten. Wenn wir das nächste mal kommen, werden wir die Tour in Third Bridge sicherlich mitnehmen. Das Tented Camp ist schon sehr schön, aber bei uns waren unheimlich viele Insekten im Zelt, darunter auch einige Mücken und wir hatten kein Mosquitonetz dabei. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, trotzdem im Dachzelt des Autos zu schlafen, das wir zu diesem Zeitpunkt schon lieb gewonnen haben. Die private Außendusche (davon sind wir schon immer Fan gewesen) und die private Toilette waren aber trotzdem willkommener Luxus. Auch ein Elefant kam uns bei unserer Ankunft begrüßen. Als wir dann anfangen wollten zu kochen, haben wir leider feststellen müssen, dass unser Gepäck die Reise nicht so gut vertragen hat. In der Schublade sind einige Getränkedosen kaputt gegangen und eine Packung Nudeln hat sich geöffnet. Diese waren nun aufgeweicht überall verteilt (sogar außerhalb der Schublade). Außerdem hat sich die Abdeckung gelöst, in der der Kompressor und viele weitere Dinge verstaut sind. Diese Abdeckung sollte uns auch später noch oft Probleme bereiten, war sie doch in unserem Auto nur aufgelegt und bei der ersten Erschütterung schon nicht mehr an der richtigen Stelle. Auch im Kühlschrank sind Dosen kaputt gegangen, sodass wir erstmal putzen durften. Danach gab's dann ein Curry mit Reis und nach einer Dusche haben wir unseren Sunset Drive gestartet. Geplant war es, die Mboma Loop abzufahren. Am Vortag wurden Wildhunde gesichtet und wir hatten die Hoffnung, vielleicht auch welche zu finden - wenn nicht, war das aber auch nicht schlimm. Generell haben wir in unserer Zeit in Third Bridge unglaublich viele Giraffen gesehen. Ab diesem Tag haben wir Abends immer zusammen gesessen und den Tag einem Tier gewidmet. Dieser Tag wurde später einem Straßenpärchen gewidmet. Der östliche teil der Mboma Loop war sehr tierreich und landschaftlich sehr schön. Nach dem östlichen Teil der Insel kommt man bis zur Mboma Mokoroa Station zu einem Tiefsandteil und auf der westlichen Seite ändert sich die Vegetation erheblich und man befindet sich auf einmal in einem recht dichten Wald. Tiere haben wir hier keine gesehen, aber die Landschaft war fantastisch. Man hat gemerkt, dass hier selten Auto herfahren, weil der Weg deutlich verwachsener war und man an einigen Stellen Blocken durch umgefallene Bäume antrifft. Irgendwann sind wir zu einer Wasserdurchfahrt gekommen, an der wir schließlich umgekehrt sind. Auf dem Rückweg haben wir das erste Mal unsere neuen deutschen Freunde getroffen, die auch regelmäßig in diesem Forum unterwegs sind und die wir im Laufe unserer Reise noch öfter gesehen haben. Die Highlights unserer Sichtungen sind hier: Zu unserem Straußenpaar gibt es hier noch ein (leider schlecht gefilmtes) Video. |
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Letzte Änderung: 12 Sep 2025 09:45 von BotsJM. Begründung: Bild ergänzt
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23.08.25 - Third Bridge
Nach einer guten Nacht, stehen wir wie immer pünktlich um 5:45 Uhr auf und machen uns gegen 6:15 Uhr auf den Weg zum Game Drive. Eigentlich wollten wir heute über die Third Bridge fahren und das Gebiet bis zur Forth Bridge erkunden, allerdings haben wir in der Nacht deutlich und recht nah Löwen gehört, sodass wir diesen Plan nochmal überdacht haben. Trotzdem sind wir zunächst über die Thrid Bridge gefahren, aber haben schon nach kurzer Zeit umgedreht, denn im noch kalten Sand konnten wir die Löwenspuren gut erkennen - und sie führten zurück zur Third Bridge. Also sind wir auf der Suche nach den Löwen umgedreht und haben versucht so gut wie möglich den Spuren zu folgen. Bis zum Start der Mboma Loop ist uns das auch problemlos gelungen, doch nur ein kürzes Stück weiter haben wir Spuren in mehrere Richtungen gefunden. Wir sind in diesem Gebiet daraufhin alle Strecken mehrfach abgefahren, aber konnten die Löwen leider nicht finden. Dafür haben wir aber natürlich alle anderen Sichtungen auf dem Weg genossen. Wie immer auf der Strecke haben wir einige Giraffen gesehen und auch eine schöne Elefantensichtung haben wir gehabt. Auch die Fomies haben wir öfter getroffen und unsere Sichtungen ausgetauscht - leider haben wir beide keine seltenen Tiere gefunden. Schön war es aber trotzdem! Danach sind wir zurück zum Camp gefahren und haben den Tag genossen. Mittags sind Elefanten und Impalas durch das Camp gelaufen und wir hatten genügend Zeit Wäsche zu waschen und zu kochen bzw. in diesem Fall zu backen. Wir haben erstmals versucht Pizza auf dem Feuer zu machen und waren begeistert, wie gut das geklappt hat. Schon jetzt stellen wir fest, dass 1 kg Mehl wohl zu wenig war. Außerdem kamen Mitarbeiter der Campsite zu uns und fragten nach einem Überbrückugnskabel für ein Auto, das wir natürlich gerne zur Verfügung gestellt haben. Zum Thema Waschen: Wir haben uns vorher ein paar Sachen von Craghoppers bestellt, die einen Mosquitoschutz haben. Wir haben versucht diese so oft wie möglich anzuziehen (der zusätzliche Schutz hat sich einfach gut angefühlt) und haben deswegen eigentlich alle zwei Tage gewaschen. Die Konsequenz daraus ist, dass wir natürlich VIEL zu viele Sachen mitgenommen haben. Viel mehr andere Sachen wollten wir auch gar nicht anziehen, denn alle unsere Sachen hatten früher oder später schwarze Flecken vom Auto, die wir auch nicht mehr raus bekommen haben. Man sollte also vielleicht nicht unbedingt seine Lieblingssachen mit auf in einen Urlaub nehmen. Nach einem entspannten Mittag sind wir um kurz vor 4 auf den Sunset Drive gestartet. Auf dem Weg sind wir am Gate vorbei gefahren und haben nach unserem Überbrückugnskabel gefragt. Wir haben dadruch erfahren, dass jemand bei der First Bridge stecken geblieben ist und das Kabel für die Bergung des Fahrzeugs genutzt werden sollte. Kein Problem, dachten wir uns, heute Abend wird es schon wieder da sein. Auf dem Gamedrive sind wir diesmal die gesamte Strecke, die bis zur Forth Bridge befahrbar war, abgefahren und haben nichts gesehen, wirklich kein einiziges Tier, deswegen haben wir den östlichen Teil der Mboma Loop angehangen und sehen unter anderem den ersten Schakal unserer Reise und einen wuderschönen Sonnenuntergang. Sonst blieb der Sunset Drive ziemlich ruhig. Als wir zurück ins Camp gefahren sind, dürfen wir noch ein paar Elefanten beobachen, die auf Höhe des Ablution Blocks eine Mahlzeit zu sich nahmen. Unser Überbrückungskabel ist aber leider noch nicht zurück. Als wir zurück auf die Campsite oder viel mehr zum Tented Camp gefahren sind, treffen wir erneut die Fomies, die uns fragen, ob wir am nächsten Tag gemeinsam die Rückfahrt über die Brücken fahren wollen. Wir sagen zu und verabreden uns um 8 Uhr am Gate für die Rückfahrt. Abends spielen wir noch ein wenig mit der Kamera herum und versuchen den Sternenhimmel aufzunehmen, haben wir doch noch nie zuvor Aufnahmen des Nachthimmels gemacht. In der Nacht besuchen uns noch mehrere Hippos und eine Hyäne. |
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24.08.25 - Third Bridge -> Magotho
Wie immer stehen wir früh auf und machen uns um kurz nach 6 auf den Weg auf den Gamedrive. Im Camp werden wir noch angesprochen und von weiteren Deutschen gefragt, ob wir heute zurück fahren. Wir sagen, dass wir bereits um 8 Uhr verabredet sind und nun sind wir ein Convoy aus 3 Fahrzeugen. Wieder sind wir die ersten, die morgens unterwegs sind und das frühe Aufstehen lohnt sich. Wir sehen die Hyänen wieder und können ein paar schöne Fotos machen. Sonst bleibt der Morgen sehr ruhig und wir sehen bis auf wenige Giraffen nicht viel. Deshalb sind wir pünktlich um 8 Uhr am Gate und hoffen, dass wir unser Überbrückungskabel noch zurück bekommen. Am Gate warten unsere deutschen Freunde bereits und wir haben Glück, denn genau zu diesem Zeitpunkt kommen auch die Campmitarbeiter zum Gate und wir kriegen das Kabel zurück. Am Gate tragen wir uns noch aus und wir starten gemeinsam auf den Weg nach South Gate. Zum Austragen an den Camps: Gibt es hier eine Regelung dazu? Wir waren immer ziemlich verwirrt, weil es willkürlich schien, in welchen Camps man sich austragen musste. Wahrscheinlich haben wir das auch nicht überall richtig gemacht. Der Weg zurück über die Brücken war in diese Richtung gar nicht so einfach, mehrfach verfahren wir uns, aber finden schließlich doch den Weg zurrück und es gibt keinerlei Probleme. Nach der First Bridge trennen wir uns und wir fahren vor, wollten wir doch noch der Xini Lagoon einen Besuch abstatten, denn am Tag zuvor wurden dort Löwen gesichtet. Die wollten wir natürlich auch finden! Als wir ein paar OSV sehen, fragen wir nach und tatsächlich, sie bestätigen uns, dass auch sie auf dem heutigen Gamedrive Löwen gesichtet haben. Wir machen uns also auf den Weg und einige Zeit und Nachfragen bei anderen Autos später finden wir tatsächlich 5 junge Löwen und sind glücklich über die ersten Katzen im Urlaub, hatten wir doch auf vergangenen Reisen nicht so viel Glück damit. Vor allem Jana als großer Löwenfan war happy. Die Löwen haben wir hinter einem Busch gefunden und gerade als wir ankamen, haben sie entschieden den Platz zu wechseln und zu unserem Glück folgen sie dabei der Straße. Nach ein paar hundert Metern finden sie einen schönen Schattenplatz und legen sich hin. Auch die Fomies sind mit bei dieser Sichtung und wir wussten bereits, dass wir uns spätestens übermorgen in Mbudi wiedersehen würden. Wir bleiben insgesamt über eine Stunde bei den Löwen und machen uns dann vor allem aus Zeitgründen weiter auf den Weg nach Magotho. Wir wollten möglichst günstig wieder auf die "Hauptstraße" Richtung South Gate kommenund nicht den ganzen Weg durch die Xini Lagoon zurück fahren, den wir gekommen sind. Dies gestaltet sich aufgrund des hohen Wasserstands nicht ganz einfach und kurz vor der Hauptstraße finden wir eine riesige Herde Elefanten, die den Weg blockieren und nicht so scheinen, als ob sie bald weiter gehen. Wir beobachten das Schauspiel einige Minuten, drehen dann aber um, um einen anderen Weg zu finden, weil es schon recht spät ist. Den Weg, gerade nach dem Moremi haben wir ein wenig unterschätzt, aber landschaftlich war die Strecke mal wieder wunderschön! Tiere haben wir nicht so viele gesehen, außer in Khwai auf der Brücke über den Mbudi Channel (glauben wir jedenfalls) unseren ersten Büffel. Der war aber ziemlich weit weg, sodass wir kein Foto machen. Angekommen in Magotho melden wir uns an und man teilt uns mit, dass unsere Campsite 13 bereits besetzt. Das ist uns aber eigentlich egal, weil wir die Plätze sowieso alle nicht kennen und nicht beurteilen können, welcher der beste ist. Trotzdem fahren die angestellten mit uns dorthin und reden mit den Leuten vor Ort. Das wollten wir gar nicht und es wundert uns, nachdem wir schon gesagt haben, dass wir gerne einen anderen Platz nehmen und es nicht schlimm ist. Danach bringt man uns zu einem anderen Platz direkt am Wasser. Dieser gefällt uns sehr gut und als wir angekommen sind, war eine riesige Herde Elefanten auf der anderen Seite am Fluss. Wunderschön. Der Mitarbeiter erklärt uns noch das wichtigste zum Zeltplatz und wir fahren direkt zu den Ablutions, um uns zu duschen, denn die Zeit ist schon sehr fortgeschritten und wir wollten noch einen Sunset Drive machen. Kurz vor 16 Uhr war es dann so weit und wir sind los gefahren. Wir sind beeindruckt wie viele Tiere hier sind, große Herden von Antilopen, Gnus und Zebra sehen wir gleich zu Beginn (da hatten wir aber scheinbar Glück - an den nachfolgenden Tagen haben wir keine Herden irgendeiner Tierart gefunden - das war aber nicht so schlimm Nach gar nicht so langer Zeit finden wir nochmal Löwen! Diesmal waren es insgeamt 13 Löwen mit einigen Jungtieren, die im Schatten Schutz vor der Sonne gesucht haben. Die Löwen sind leider nicht so motiviert sich zu bewegen und deswegen beschließen wir weiter zu fahren und später nochmal wieder zu kommen. Nach kurzer Zeit treffen wir eine nette Gruppe auf 4 Personen in einem anderen Auto. WIr bleiben stehen und unterhalten uns kurz druch das Fenster, aber diese Gruppe hatte irgendwie was magisches, man hat ihnen den Spaß und die Freude an der Natur hier irgendwie angesehen und die gute Laune von ihnen ist uns bis heute positiv im Gedächtnis geblieben. Sie haben uns nach den Löwen gefragt und wir haben uns gefreut Ihnen genau zeigen zu können, wo sie sind, habe ich es doch auf meiner Tracks4Africa Karte eingespeichert. Die Gruppe freut sich und erwähnt beiläufig, dass ja hier auch Wildhunde, angeblich genau bei Campsite 13, zufällig die einzige Campsite, deren Ort wir kennen, weil es hätte unsere sein können. Also sind wir dorthin gefahren und das Timing war perfekt. Als wir ankamen, lagen alle noch schlafend auf dem Boden, doch nur kurze Zeit später erheben sie sich, spielen ein wenig und am Ende schwärmen sie aus, um (wie wir glauben) auf Jagd zu gehen. Sie bewegen sich sehr schnell und verteilen sich in alle Richtungen. Einige Autos versuchen ihnen zu folgen, doch wir halten dies für unmöglich und fahren zurück zu den Löwen. In der Zwischenzeit hat sich bei den Löwen nicht viel getan, sie lagen noch immer an derselben Stelle und wir waren sicher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, weiter zu fahren. Wie es das Schicksal aber wollte, hatten wir schon wieder genau das richtige Timing: schon nach kurzer Zeit sind die Löwen aufgewacht und wir durften eine ganze Zeit lang beobachten, wie das Familienleben unter Löwen so ist, bis sie sich langsam aber sicher auf den Weg in den Busch gemacht haben, dem wir nicht folgen konnten. |
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Letzte Änderung: 22 Sep 2025 11:22 von BotsJM. Begründung: Betrag zu lang
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Es ist mittlerweile schon ziemlich spät gewesen und wir fahren zurück zu unserer Campsite. Dabei fahren wir wieder an Campsite 13 vorbei und kurz vor der Campsite treffen wir wieder die Wildhunde, schnell unterwegs in die gleiche Richtung wie wir. Bei Campsite 13 bleiben wir kurz stehen, denn die Leute dort waren schon an der Campsite und wir dachten, es sei sinnvoll sie darüber zu informieren, dass nur unweit von ihnen die Wildhunde unterwegs sind. Sie bedanken sich und wir fahren weiter zu unserer Campsite. Auf dem Weg treffen wir wieder Wildhunde, die sich sehr zu freuen schienen und irgendwie beim Laufen miteinander gespielt haben. etwa 50m von unserer Campsite entfernt lernen wir, wieso sie sich gefreut haben, am besten seht ihr selbst:
Es war ziemlich cool zu sehen, wie unsicher die Wildhunde versucht haben, an den Kadaver im Wasser zu kommen. Sie hatten offensichtlich Angst vor anderen Tieren im Wasser. Wir dachten zunächst, dass es sich um ein kleines totes Hippo handelt, aber bei der Sichtung der Fotos war schnell klar, dass es ein Antilope ist. Welches genauz, wissen wir nicht und wir wissen auch nicht, ob die Wildhunde es erlegt haben, oder es ein anderes Tier war. Bei der Sichtung waren allerdings nur Wildhunde vor Ort. Da es langsam ganz dunkel war und wir unser Zelt nur 50m von dieser Beute aufstellen mussten, wurden wir langsam etwas gestresst und sind zur Campsite gefahren. Heute war nichts mit am Feuer sitzen, sondern stattdessen Zelt aufbauen, fertig machen und ab ins Zelt. Während dieser kurzen Zeit fahren einige Autos an der Campsite vorbei uns wir haben sicher 5 Hyänen gesehen, die unweit von uns zum Kill gelaufen. Auf unserer Nachtkamera haben wir am nächsten morgen einige Fotos von Hyänen und sogar ein Löwe war dabei. Wir haben trotzdem eine ruhige Nacht, wohlwissend, dass wir wahrscheinlich nicht nochmal so viel Sichtungsglück an einem einzigen Tag haben werden. Oder vielleicht doch? |
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