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17 Aug 2025 23:41
#711497
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Foto-Technik, Tipps und Tricks beim Wildlife-Fotografieren
Liebe Elena, die Fotos sind der absolute Hammer. Da wir in rund 60 Tagen auch auf dem Weg nach Botswana sein werden und natürlich auf gute Sichtungen hoffen, würde ich mich natürlich sehr darüber freuen noch ein paar gute Tipps und Tricks zu erhalten. Worüber ich vorallem erstaunt bin, ist über Deine teilweise sehr hohe ISO. Lieber Gruss Cara |
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März / April 2022 Windhoek – Etosha – Caprivi – Vic Falls – Caprivi – Waterberg – Windhoek
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18 Aug 2025 14:39
#711523
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Cara Engel schrieb:
Foto-Technik, Tipps und Tricks beim Wildlife-Fotografieren Liebe Elena, die Fotos sind der absolute Hammer. Da wir in rund 60 Tagen auch auf dem Weg nach Botswana sein werden und natürlich auf gute Sichtungen hoffen, würde ich mich natürlich sehr darüber freuen noch ein paar gute Tipps und Tricks zu erhalten. Worüber ich vorallem erstaunt bin, ist über Deine teilweise sehr hohe ISO. Lieber Gruss Cara Liebe Cara, hier sind meine Foto-Tipps für eine Safari in Afrika. Ich würde die Tipps in drei Kategorien einteilen: Ausrüstung (Gear) Technik beim Fotografieren bzw. Umgang mit der Ausrüstung Bildbearbeitung (Post-Processing) 1. Ausrüstung Die Ausrüstung spielt eine Rolle, weil sie dir die Möglichkeit gibt, mit hohen ISO-Werten zu fotografieren, ohne an Bildqualität zu verlieren. Moderne Kameras sind heutzutage sehr gut bei wenig Licht. Jede Marke hat ihre Spitzenmodelle. Aber vielleicht besitzt du bereits eine Kamera – dann können wir gleich zur nächsten Kategorie übergehen. 2. Technik Beim Fotografieren von Tieren gibt es immer einen Kompromiss zwischen Verschlusszeit und ISO. Ich gehe davon aus, dass du ein gutes Consumer-Teleobjektiv hast (zum Beispiel Nikon 180–600 mm, Sony 200–600 mm oder ein Reisezoom wie 18–300 mm) und die Blende immer ganz offen hältst (f/6.3 oder f/5.6). Das bleibt also konstant. Sehr wichtig: Du solltest immer im RAW-Format fotografieren. Ich nutze Auto-ISO, weil die Kamera in jeder Situation den niedrigstmöglichen ISO-Wert wählt – besser, als wenn ich ihn manuell setze. Die Verschlusszeit passe ich dem Motiv an: Vögel im Flug: etwa 1/1000–1/2500 Sek., je nach Vogel Säugetiere: Faustregel ist zwischen Brennweite und doppelter Brennweite → bei 600 mm also 1/640–1/1000 Sek., bei 200 mm etwa 1/200–1/400 Sek. So bleiben die Bilder scharf und ohne Bewegungsunschärfe. Bei wenig Licht kann ich auf 1/160 Sek. oder sogar 1/80 Sek. runtergehen, wenn ich die Kamera sehr ruhig halte (VR auf „Normal“). Wichtig ist hier zu beachten, wie schnell sich das Tier bewegt – bei gehenden Tieren sollte man sicherheitshalber eher 1/250 Sek. wählen. Je höher die Verschlusszeit, desto höher steigt der ISO. Trotzdem muss das Bild korrekt belichtet sein – unterbelichtete Bilder lassen sich kaum retten, da die Details verloren gehen. Sehr empfehlenswerte YouTube-Kanäle für Wildlife-Fotografie-Techniken: Steve Perry – ein sehr bekannter Wildlife-Fotograf, mit hilfreichen Videos und exzellenten Büchern zu Fototechnik und Kameraeinstellungen: https://www.youtube.com/@backcountrygallery/videos Simon D’Entremont – ebenfalls ein Name, der in der Wildlife-Szene immer bekannter wird: www.youtube.com/@simon_dentremont/videos 3. Bildbearbeitung (Post-Processing) In der Nachbearbeitung ist Entrauschen Pflicht. Ich verwende DXO PureRAW, weil man damit ganze Serien im Batch bearbeiten kann. Nach dem Aussortieren der besten Fotos schicke ich sie alle durch DXO PureRAW, bevor ich weiterbearbeite. Oft reicht das schon aus, ohne dass ich noch viel machen muss. Andere nutzen Topaz oder Lightroom zum Entrauschen. Ich habe beide Programme, setze DXO zum Entrauschen ein und Lightroom für die eigentliche Bearbeitung. Ja, es ist vielleicht etwas teuer, aber man muss nicht ständig updaten (DXO) und kann auch ältere Versionen verwenden. Am Ende geht es darum, unsere Abenteuer und Erinnerungen so festzuhalten, wie wir sie erlebt haben – nicht nur mit den Augen, sondern auch mit der Seele. Und das sollte schön sein. Deshalb lohnt sich eine gute Software. Ein paar gute Kanäle für Bildbearbeitung: Mark Dumbleton (Südafrika, viel im Kruger NP unterwegs, fotografiert mit nur einem Objektiv – arbeitet mit einem Workflow, den ich fast identisch nutze): www.youtube.com/@MarkDumbleton/videos Matt Kloskowski (sehr bekannter Fotograf und Lehrer für Adobe-Produkte): www.youtube.com/@MattKloskowski/videos Christian Möhrle (Deutschland, sehr schöne Techniken in der Bildbearbeitung): https://www.youtube.com/@ThePhlogPhotography/videos Um die Tipps noch genauer auf dich abzustimmen, müsste ich wissen, welche Ausrüstung du nutzt, wie dein fotografisches Niveau ist und welche Ziele und Interessen du hast. Denn letztlich kann man auch mit einem iPhone hervorragende Fotos und Videos machen – ich nutze es selbst sehr oft. Aber egal ob Smartphone oder semi-professionelle Kamera: man muss die Technik beherrschen. LG Elena |
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23 Aug 2025 19:30
#711760
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Episode 8 – Botswana für Vogel-Liebhaber
06.10.2024-07.10.2024 - 🏡 Muchenje Cottage 2N 🛜, 🚙 80km, 2 std. Untertitel in YouTube einschalten/ausschalten: In der letzten Episode besuchten wir Nogatsaa, verließen den Platz aber recht schnell und fuhren weiter zu den Muchenje Cottages – obwohl wir keine Buchung hatten. Zum Glück war noch etwas frei, allerdings zunächst in zwei verschiedenen Cottages. Doch die Rezeptionistin setzte wirklich alles daran, uns zu helfen – und tatsächlich konnten wir beide Nächte im selben Cottage verbringen. Wir hatten großes Glück! Unser Cottage war wunderschön – komplett ausgestattet mit Küche, Klimaanlage und einer gemütlichen Terrasse, umgeben von grünem Busch. Von dort aus konnten wir einem ständigen Vogelkonzert lauschen – ein wahres Paradies für Vogel-Fans! Es gab auch einen kleinen Shop, der überraschenderweise besser sortiert war als der Supermarkt in Kasane. WLAN war im Bereich der Rezeption verfügbar, und es konnten verschiedene Aktivitäten gebucht werden – darunter auch geführte Vogelbeobachtungstouren. Wir hörten von einem exzellenten lokalen Vogelguide und buchten eine Vogelwanderung mit ihm für unseren letzten Morgen. Am nächsten Tag starteten wir früh zu einer Pirschfahrt im Chobe Riverfront, doch als wir am Ngoma Gate ankamen, war es noch geschlossen. Glücklicherweise kam ein Mitarbeiter vom Haupttor an der Teerstraße und öffnete es für uns. Wir erreichten den Chobe-Fluss kurz nach Sonnenaufgang, doch Raubtiere waren nicht in Sicht – nur ein Savannenadler, der aufmerksam die Landschaft beobachtete. Andere Vögel waren bereits mit ihrem Frühstück beschäftigt, und obwohl die Landschaft atemberaubend war, war der Wasserstand recht niedrig. Die Paviane wachten gerade erst auf – einige lagen noch eng aneinander gekuschelt. Es gab keine besonders spektakulären Sichtungen, aber eine tolle Überraschung: Wir trafen Rob von Moving Pictures Africa – ein YouTube-Kanal, den ich mit großem Interesse verfolge! Als wir schließlich das Gebiet erreichten, in dem sich Löwen befinden sollten, stand die Sonne schon zu hoch für gute Fotos. Also beschlossen wir, den Park zu verlassen und in Kasane nach frischem Brot zu suchen. Muchenje vs. Kasane – Der beste Startpunkt für eine Pirschfahrt Obwohl die Muchenje Cottages tolle Unterkünfte und großartiges Personal bieten, ist der beste Startpunkt für eine Pirschfahrt im Chobe Nationalpark eigentlich Kasane, mit Einfahrt über das Sedudu Gate:
Auf dem Rückweg nach Muchenje sahen wir … ja, unglaublich, ein Rudel Wildhunde! Und nicht irgendwo – direkt an der Hauptstraße, in der Nähe der Abzweigung nach Nogatsaa! Es war bereits das zweite Mal, dass wir Wildhunde im Chobe Riverfront entdeckten. Wir hatten stundenlang am Fluss nach ihnen gesucht – und dann fanden wir sie so nah an der Straße, dass man sie sogar vom Reisebus aus hätte sehen können! Auf der Strecke nach Muchenje sieht man häufig Giraffen. Am nächsten Morgen nahmen wir an einer Vogelwanderung mit Guide Stone teil – direkt auf dem Gelände der Muchenje Cottages! Viele Vogelarten entdeckten wir direkt auf dem Campingplatz, darunter ein Perlzwergkauz und ein Sperber. Auch die Campsites selbst waren wunderschön – mit viel Schatten und ruhiger Atmosphäre. In nur 1,5 Stunden konnten wir 34 verschiedene Vogelarten beobachten! Die Muchenje Cottages sind wirklich ein Paradies für Vogelbeobachter, und ich kann sie jedem Vogel-Liebhaber, der Botswana besucht, wärmstens empfehlen. 👉 In der nächsten Episode stelle ich euch unsere unerwarteten Mitbewohner auf dem Savuti Campsite vor. Bleibt dran! 🐾 |
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Letzte Änderung: 23 Aug 2025 19:34 von ElenaHanak.
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24 Aug 2025 17:33
#711785
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Episode 9 – Savuti Campsite
08.10.204-10.10.2024 - ⛺Savute Campsite RSV4, 3N, 🚙 60km, 3 Std. Untertitel in YouTube einschalten/ausschalten: Die Fahrt von Muchenje nach Savuti dauerte etwa drei Stunden. Die ersten 40 Kilometer bis zum Ghoha Gate waren die langsamsten – rund zwei Stunden – aber erwarte keine Asphaltstraße! Mit der Sandpiste beginnt das Abenteuer. Zunächst war die Strecke schmal, mit wenigen Ausweichmöglichkeiten für den Gegenverkehr. Dann wurde sie zu einem zweispurigen Sandweg – und ja, sehr sandig! Kaum am Savuti Campsite angekommen, inspizierten zwei Automechaniker (Yelow-billed Hornbills - siehe video) vorsorglich unser Fahrzeug – sicher ist sicher nach dieser Rumpelpiste. Der Campingplatz selbst war großzügig und schattig, ein perfekter Ort zum Aufbauen. Unser Stellplatz RSV4 lag direkt gegenüber der Sanitäranlagen – praktisch, aber nicht gerade privat. Es gab auch einen Wasserhahn, versteckt in einem großen Betonblock. Um an das Wasser zu kommen, musste man fast bis zur Schulter hineingreifen! Diese Bauweise soll verhindern, dass Elefanten ihn zerstören – ein häufiges Problem in Savuti. Natürlich freute ich mich schon auf die ersten wilden Besucher auf dem Platz! Gelbschnabeltoko (Yellow-billed Hornbill) waren völlig unerschrocken – einer setzte sich sogar in unsere Küche, auf den Kühlschrank! Pfeifbülbüls (Arrow-marked Babblers) kamen regelmäßig vorbei. Helmperlhuhn (Red-billed Spurfowl) kann man überall treffen. Aber Vorsicht – er ist dein Wecker am Morgen! Auch Eichhörnchen waren großartige kleine Camping-Gefährten. Wir merkten schnell: Wir wohnten nicht einfach auf einem Campingplatz – wir waren zu Gast im Zuhause anderer! Der Baum neben unserem Zelt war in Wahrheit das Zuhause der Zwergmangusten. Wahrscheinlich lebten dort auch Eichhörnchen und Vögel. Um unsere pelzigen Nachbarn besser beobachten zu können, stellte ich mein Handy auf einen Gimbal und steuerte es aus der Ferne – in der Hoffnung, einen Blick in ihren Alltag zu erhaschen. Die Mangusten waren neugierig und untersuchten sogar unser Zelt – auf der Suche nach einem Weg hinein! Auch ein Go-away-Bird kam vorbei und begrüßte uns mit seinem typischen Ruf. In der Nacht kam dann noch ein ganz besonderer Besucher – jemand inspizierte unser Zelt! 👉 In der nächsten Episode nehme ich euch mit auf eine Pirschfahrt rund um Savuti – bleibt dran! 🚙 🦁 🦒 🦓 🐘 🚙 |
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28 Aug 2025 22:45
#711958
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Episode 10 – Savute, Drei Tage mit einer Löwenfamilie
Untertitel in YouTube einschalten/ausschalten: Wie in Hwange, in der Robins-Region bei Big Toms, wacht auch hier eine Savute-Löwin über einen toten Elefanten. In der Nähe nähern sich Mitglieder der Elefantenherde dem Wasserloch – als wollten sie sich ein letztes Mal verabschieden. Man sagt, Elefanten trauern um ihre gefallenen Verwandten und Herdenmitglieder. Doch sie wittern die Löwin in der Nähe und zögern, sich weiter zu nähern. In dieser Region sind Löwen in der Lage, einen Elefanten zu töten. Was für die einen Trauer bedeutet, ist für andere ein Festmahl. Wie in Robins, trafen wir hier, in Savute, auf einer Löwin mit drei Jungen, etwa drei Monate alt. Anders als in Robins, wo alle drei größeren Jungen weiblich waren, entdeckten wir hier ein junges Männchen – vielleicht ein zukünftiger Löwenkönig. Als die Sonne unterging, färbte sie die Landschaft in warme Orangetöne. Am nächsten Morgen, noch vor Sonnenaufgang, kehrten wir zum Elefantenkadaver zurück. Die Dämmerung tauchte das Land in tiefes Violett. Auch der Löwen-Vater war da. Marabus wachten gerade auf und stellten sich rund um die Überreste auf. Die Löwen-Jungen spielten, während die Vögel über uns langsam zur Ruhe kamen. Für einen Moment wirkte alles wie eine idyllische Familienszene. |
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28 Aug 2025 23:07
#711959
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Episode 10 Fortsetzung
Der Vater genoss die kühle Morgenluft. Aber er war nicht allein – sein Bruder, ebenfalls Teil des Rudels, hielt Wache. Als die Sonne höher stieg, zogen sich Mutter und Junge ins Buschwerk zurück, während der Onkel am Kadaver blieb und sich in der Mittagshitze dösend niederließ. Wir beschlossen, andere Teile des Parks zu erkunden. Das Marsh-Rudel hält sich oft bei Rhino Vlei und Marabou Pan auf. Bei Rhino Vlei entdeckten wir Löwenspuren, aber keine Löwen. Wir haben auch Vögel und andere Tiere fotografiert. Am Nachmittag kehrten wir zu unserer Löwenfamilie am Wasserloch zurück. Es war immer noch heiß, und die meisten Löwen lagen faul herum – nur die verspielten Jungen waren aktiv. Später versammelte sich das gesamte Rudel. Die energiegeladenen Jungen ärgerten ihre Eltern. Ein besonders selbstbewusstes Löwenmädchen trug ein Stück Fleisch herum und ignorierte die Rufe seiner Mutter. Sie wird einmal eine großartige Jägerin sein. Jungen großzuziehen ist harte Arbeit für eine Löwin – doch sie wird belohnt mit Zuneigung von ihren Kindern. Papa behält die Kleinen im Auge, während er versucht, ein wohlverdientes Nickerchen zu machen. Als der Abend in tiefes Violett überging, wirkten die drei felligen Energiebälle, als ob sie sich für die Nacht aufladen würden. Ein unvergesslicher Abend mit dieser Löwenfamilie. |
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